Was ist die World Cup Trading Championships?

Was ist die World Cup Trading Championships?
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In diesem Artikel möchte ich Ihnen die World Cup Trading Championships (WCTC) vorstellen. Hierbei handelt es sich um die offizielle Weltmeisterschaft im Trading. Es gibt jedes Jahr unzählige Börsenspiele und Wettbewerbe, doch ist die WCTC der Goldstandard unter den Tradingwettbewerben. Hierbei handelt man mit seinem eigenen Echtgeldkonto. Keine Simulation, keine fiktiven Konten!

Worldcup Trading Championships

Wer steht hinter World Cup Trading Championships?

Die World Cup Trading Championsships (WCTC) ist der Anbieter der Weltmeisterschaft im Trading und das schon seit 1983. Es gibt die Bereiche Forex und Futures. Die WCTC wird jährlich von der Robbins Trading Company veranstaltet.

Die Robbins Trading Company ist auch Veranstalter des AutoTrade Program. Hierbei handelt sich um eine Möglichkeit, automatisiert den Trades der weltbesten Tradern zu folgen. Die weltbesten Trader unterliegen strengen Auflagen der World Cup Adviser (WCA). Dabei sind eine der drei folgenden Auflagen zu erfüllen:

  • Eine Teilnahme an der WCTC und eine Platzierung unter den TOP 3
  • Teilnahme an dem WCA´s Incubator Program und der Verifizierung des eigenen Track Records
  • Ein bereits bestehender Track Record

Anschließend handeln die zugelassenen Trader ihren eigenen Account und WorldCupAdivsor übernimmt den Rest, wie Marketing, Vertrieb, automatische Handelsausführung usw.

Die Broker der World Cup Trading Championships

Des Weiteren arbeitet die Robbins Trading Company in dem Bereich Online & Discount Trading und berät hier Kunden im Bereich Online Brokerage. Hier arbeitet sie aktuell mit den folgenden Brokern zusammen:

Einer dieser Broker ist auch bei der Teilnahme an der WCTC zu wählen.

Teilnahmebedingungen und Regeln

Jeder kann an der Tradingweltmeisterschaft teilnehmen:

Bei der Futures-Weltmeisterschaft beträgt die Mindestkontogröße $10.000.

Bei der Forex-Weltmeisterschaft dagegen $5.000.

Fällt das Futurekonto unter $1.500 werden alle Positionen geschlossen und es kann mit diesem Konto nicht mehr am Wettbewerb teilgenommen werden.

Auch werden alle Positionen geschlossen, wenn der Kontostand an einem Handelstag um mehr als 50 Prozent fällt. In diesem Fall kann erst wieder am nächsten Tag weiter getradet werden.

Der Zeitraum des Wettbewerbs geht vom 01. Januar bis 31. Dezember.

Die Teilnahme kann aber auch jederzeit während des Jahres erfolgen.

Es müssen mindestens zehn Round turn Trades erfolgen.

Die Gebühren sind für alle Teilnehmer die Gleichen. $5 pro Half turn bei Futures und der jeweilige bid-ask spread im Forex.

Am Ende des Zeitraumes werden die drei Gewinner mit dem höchsten Net Return (Netto-Ergebnis) ermittelt.

Kontostand
+Auszahlungen
+/- offene Handelspositionen (falls nicht rechtzeitig zum Börsenschluss am 31.12 geschlossen)
– Gebühren für das Schließen der noch offenen Positionen zum 31.12 (falls vorhanden)
=Endbestand

Endbestand
– Summe aller eingezahlten Gelder
/ Summe aller ausgezahlten Gelder
=Net Return

World Cup Championship of Futures Trading

Die Performance der Tradingweltmeister und Larry Williams

Die Performance ist sehr verschieden. Das höchste prozentuale Ergebnis erzielte Larry Williams in dem Jahr 1987 mit einer Performance von unglaublichen 11.376 Prozent. Im Jahr 2001 reichten dagegen schon 53 Prozent, um den ersten Platz zu erzielen.

Für das jetzt abgeschlossene Jahr 2017 sieht die Performance so aus:

2017 World Cup Championship of Futures Trading®

RANG NAME NET RETURN
1. Stefano Serafini (Italy) 217.2%
2. Takumaru Sakakibara (Japan) 199.9%
3. Maxim Schulz (Germany) 111.7%
4. Don Fung (Hong Kong) 81.7%
5. Z. Ozgun Tuzuner (Turkey) 41.3%

Schön zu sehen, dass es mit Maxim Schulz sogar ein Deutscher unter die TOP 5 geschafft hat. Seine Performance ist beeindruckend. Seine einzelnen Trades sind auch alle live veröffentlicht und zu 100 Prozent transparent.

Immer wieder interessant, dass viele der Trader, die es unter die weltbesten Trader geschafft haben, Schüler von Larry Williams sind bzw. seinen Kurs besucht haben. Das beste Beispiel war wohl seine Tochter, Michelle Williams, die 1997 die WCTC mit einer Performance von unglaublichen 1.000% gewinnen konnte.

Wer sich die Website von Maxim Schulz genauer anschaut wird schnell feststellen, dass auch dieser den von Larry Williams vermittelten Tradingansatz handelt bzw. sich von diesem inspirieren lassen hat.

 2017 World Cup Championship of Forex Trading®

RANK NAME NET RETURN
1. Nikolas Pareschi (Brazil) 100.3%
2. Weichou Chen (Taiwan) 40.7%
3. Oliver Bjoerklund (Sweden) 23.9%
4. Markus Sonderegger (Switzerland) 23.5%
5. Huachen Sun (US) 23.0%

Wenn man sich hier die Performance der Futures und Forex Trader anschaut, erkennt man einen deutlichen Unterschied.

Der 2. Platz im Forex Trading würde es im Futures Trading nicht einmal unter die Top 5 schaffen.

Die Performance der Forex Trader ist deutlich schlechter als die der Futures Trader. Auch wenn man sich einmal die Historie der vergangenen Jahre anschaut, ist das immer so der Fall.

Das liegt aber nicht daran, dass die Futures Trader die besseren Trader sind, sondern das der Forexmarkt noch viel schwerer zu traden ist als der Futuresmarkt.

Die Trader handeln mit extrem hohen Risiko

Die Tradingweltmeisterschaft mag auf den ersten Blick sehr fair und transparenz wirken. Doch wer die Ergebnisse mal genauer verfolgt hat, dem fällt eine Sache auf:

Die Performance der Trader schwankt sehr oft ziemlich stark. Das heißt, viele Trader, die hier teilnehmen, traden mit erhöhtem Risiko, wie man es auch von den klassischen Börsenspielen usw. kennt. Klar, man möchte eine möglichst gute Performance erzielen, doch ist diese auch realistisch?

Normalerweise sollte man 0,5 Prozent bis maximal 1 Prozent von seinem Tradingkonto pro Trade riskieren. Bei der Weltmeisterschaft setzen aber viele Trader oft bis zu 35 Prozent oder noch mehr pro Trade ein. So können auch durchschnittliche Trader, wenn sie viel Glück haben, auf einmal zu den „besten“ Tradern der Welt gehören.

Dies sieht man auch sehr gut an dem AutoTrade Programm und der Performance der aktuellen Trader. Viele haben einen Drawdown von 50 Prozent oder mehr. Das heißt, auch hier ist das gewählte Risiko schon deutlich größer als normal.

Zudem kann man sich auch mehrmals anmelden und erneut ein Konto eröffnen, auch wenn das erste Konto bereits geplättet wurde. Alternativ ist es sogar möglich, mit einer einzigen Anmeldung direkt mehrere Konten zu eröffnen.

Viele wirklich erfolgreichen Trader würden eher nicht an einer Tradingweltmeisterschaft teilnehmen, da diese davon keinen Nutzen haben. Für viele ist das mehr gutes Marketing oder eine Bestätigung für das Ego. Wirklich erfolgreiche Trader haben aber in der Regel nicht mehr so ein großes Ego und daher auch kein Bedürfnis nach Anerkennung. Sie erhalten die Anerkennung täglich vom Markt durch ihre Performance.

Trotzdem ist die Tradingweltmeisterschaft eine gute Sache. Man muss hier immerhin sein eigenes Geld riskieren und es erfolgen echte Trades. Man hat hier die Chance, sich gegen andere Trader weltweit zu messen und es gelten für alle die gleichen Bedingungen. Da Trading nichts anderes als ein Wettkampf ist, hat auch eine Weltmeisterschaft im Trading seine Berechtigung.

Verbesserungsvorschläge

Meiner Meinung nach sollte man die Tradingweltmeisterschaft um einige Kriterien ergänzen, damit diese auch noch realistischer und transparenter ist.

Man sollte festlegen, dass man pro Trade max. 2,5 Prozent von dem Tradingkapital riskieren darf (was schon ordentlich ist).

Es sollte die Performance aller Teilnehmer ersichtlich sein. Viele würden sich wundern, wie oft es die TOP 3 Platzierten vielleicht schon davor versucht haben und wie da die Performance ausgefallen ist. Das Gleiche gilt auch für danach. Es gibt einige bekannte Beispiele (ich nenne jetzt keine Namen), die es einmal unter die TOP 3 geschafft haben, aber seitdem nie wieder. Diese haben aber trotzdem seitdem jedes Jahr an der WCTC teilgenommen. Man erkennt das daran, dass diese auch mal im Laufe der Zeit auf der WCTC unter den TOP 3 erschienen sind und dann auf einmal verschwunden waren, obwohl die dort angezeigte Performance noch nicht überboten wurde.

Kurz gesagt, derjenige hat sich einfach verzockt und es hat somit auch nicht mehr für die TOP 3 ausgereicht.

Die Anmeldung sollte pro Person nur einmal pro Jahr erfolgen dürfen und nicht mehrmals bzw. auch nur mit einem Konto.

Auch sollten alle Trades der jeweiligen Teilnehmer ersichtlich sein, sowie das Risiko- und Moneymanagement der Trades.

Zudem sollte der Broker frei wählbar sein, denn die Transaktionskosten sind bei der WCTC extrem hoch.

Abschließende Einschätzung zur World Cup Trading Championships

Die WCTC ist trotz der hier angesprochenen Kritikpunkte eine super Sache.

Sie ist nicht umsonst die offizielle Weltmeisterschaft im Trading. Auch ist sie eine der ganz wenigen Wettbewerbe, bei denen man wirklich sein eigenes Geld traden muss. Die WCTC hat auch schon viele erstklassige Trader zum Vorschein gebracht und viele davon sind nach wie vor profitabel. Gewinner der WCTC zu sein ist auf jeden Fall eine super Leistung. Man hat hier sein eigenes Geld riskiert, die Schwierigkeiten der Märkte erfolgreich gemeistert und sich gegen den Rest der Welt durchgesetzt.

Jedem Weltmeister und somit Erstplatzierten der WCTC gehört somit die größte Anerkennung und Respekt.

 

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