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InsiderWeek Erfahrungen: was die CoT-Ausbildung von Max Schulz kostet und was der Track Record zeigt

Zuletzt aktualisiert: 27. August 2026

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21 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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InsiderWeek ist eine Trading-Ausbildung für Rohstoff- und Futures-Handel, die auf den CoT-Daten aufbaut. Hinter dem Anbieter steht Max Schulz. Er hat 2014 mit 14.000 US-Dollar angefangen und veröffentlicht seitdem jede einzelne Position, die er eingeht. Genau diese Offenheit macht den Anbieter prüfbar. Und sie macht ihn interessanter als die meisten Coaching-Angebote, die nur Erfolgsgeschichten zeigen.

Dieser Bericht stützt sich auf drei Quellen, die jeder nachschlagen kann. Erstens die öffentliche Erfolgsbilanz von InsiderWeek mit allen Jahreszahlen seit 2014. Zweitens die offizielle Ergebnisdatenbank der World Cup Trading Championships. Drittens die 89 Trustpilot-Bewertungen samt ihrer Verteilung. Wir haben InsiderWeek nicht selbst durchlaufen. Was hier steht, sind geprüfte Zahlen und ihre Einordnung, kein Erlebnisbericht. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Max Schulz Trading: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • InsiderWeek bildet Privatanleger im Futures- und Rohstoffhandel aus. Grundlage ist die CoT-Strategie, also der Handel nach den wöchentlichen Positionsdaten der großen Marktteilnehmer. Betreiber ist die INSIDERWEEK EDUCATION LTD mit Sitz in Paphos auf Zypern.
  • Der Track Record ist vollständig öffentlich und deckt 2014 bis 2026 ab. Er zeigt einen kumulierten Nettogewinn von 1.601.784 US-Dollar aus 1.536 Trades, einen Profitfaktor von 1,98 und eine Trefferquote von 56 Prozent.
  • Zwei der letzten drei Jahre stehen im Minus. 2024 endete mit minus 50.781 US-Dollar, das laufende Jahr 2026 steht bis Kalenderwoche 34 bei minus 20.483 US-Dollar. Die Trefferquote ist von 60 bis 67 Prozent in den Jahren 2017 bis 2022 auf 41 bis 44 Prozent gefallen.
  • Preise nennt der Anbieter nicht öffentlich. Wer die Kosten erfahren will, muss ein Beratungsgespräch über den Kalender buchen. Bezahlt wird ausschließlich per PayPal.
  • Bei Trustpilot stehen 4,6 von 5 Punkten aus 89 Bewertungen. Die Verteilung ist zweigeteilt: 80 Bewertungen mit fünf Punkten stehen vier Bewertungen mit einem Punkt gegenüber, dazwischen liegt fast nichts.
  • Das Angebot passt zu berufstätigen Swing-Tradern, nicht zu Daytradern. Der Anbieter veranschlagt 20 bis 30 Minuten am Abend. Die Ausbildung läuft über zwölf Monate.
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Was ist InsiderWeek?

InsiderWeek ist ein zypriotischer Anbieter von Trading-Ausbildungen, der Privatanlegern den Handel mit Rohstoff-Futures auf Basis der CoT-Daten beibringt.

Die CoT-Daten sind der wöchentliche Bericht der US-Aufsichtsbehörde CFTC darüber, wie kommerzielle Händler, große Spekulanten und Kleinanleger in den US-Terminmärkten positioniert sind.

Dieser Bericht ist der Kern des gesamten Angebots. Die Abkürzung steht für Commitments of Traders. Wer die Zahlen liest, sieht nicht den Chart, sondern die Aufstellung der Gegenspieler: Wo stehen die Erzeuger und Verarbeiter eines Rohstoffs, wo die spekulativen Fonds, wo die Kleinanleger. Erfahrungsgemäß laufen die kommerziellen Adressen gegen den Trend und die kleinen Konten mit ihm. Wie du den Report im Detail auswertest, steht in unserem Ratgeber zu den CoT-Daten.

InsiderWeek verbindet diese Daten mit Saisonalität und einfacher Charttechnik. Gehandelt wird im Swing Trading, Positionen laufen also über Tage bis Wochen. Das ist bewusst so gewählt: Die Zielgruppe sind Berufstätige, die abends eine halbe Stunde Zeit haben. Was Futures überhaupt sind und wie sie funktionieren, erklären wir im Beitrag zum Futures-Handel.

Das Unternehmen sitzt seit dem Umzug nach Zypern nicht mehr in Deutschland. Vertragspartner ist laut Nutzungsbedingungen die INSIDERWEEK EDUCATION LTD in Paphos. Eine Telefonnummer nennt das Impressum nicht, als Kontakt steht dort nur eine E-Mail-Adresse. Die Website läuft unter insider-week.com.

AnbieterINSIDERWEEK EDUCATION LTD
SitzAnthipolochagou Georgiou M. Savva 26, 8201 Geroskipou, Paphos, Zypern
GründerMax Schulz
USt-IDCY10417166X
SchwerpunktRohstoff- und Futures-Handel nach CoT-Daten
HandelsstilSwing Trading, Haltedauer Tage bis Wochen
Ausbildungsdauer12 Monate, davon 1 Monat Theorie
Preisnicht öffentlich, nur im Beratungsgespräch
Zahlungsartausschließlich PayPal
Kostenlos nutzbarEinsteigerkurs und 23 Trading-Tools nach Registrierung
Track Recordöffentlich seit 2014, wöchentlich aktualisiert
Trustpilot4,6 von 5 Punkten aus 89 Bewertungen (Stand 23.08.2026)

Max Schulz: der Trader hinter InsiderWeek

Max Schulz ist ein deutscher Futures-Trader mit Wohnsitz auf Zypern, der 2014 mit 14.000 US-Dollar Startkapital begann und seit 2017 jede Position öffentlich ankündigt, bevor er sie eingeht.

Den Zugang zum Rohstoffhandel fand er über eine Ausbildung bei Larry Williams. Williams ist einer der bekanntesten Futures-Trader der USA und der Erfinder mehrerer Indikatoren, die bis heute in jeder Charting-Software stecken. Mehr zu ihm steht in unserem Portrait über Larry Williams. 2014 startete Schulz sein eigenes Handelskonto mit 14.000 US-Dollar.

Max Schulz, Gründer von InsiderWeek und Futures-Trader nach CoT-Daten
Max Schulz, der Gründer von InsiderWeek.

Aus dem Blog wurde 2017 ein Unternehmen. Der Copyright-Vermerk auf der Website nennt 2017 als Startjahr der heutigen Gesellschaft. Seither veröffentlicht Schulz jeden Sonntag ein Videoprotokoll der abgelaufenen Handelswoche. Anfangs betreute er einzelne Trader persönlich. Heute arbeitet ein Team mit ihm, genannt wird auf der Website unter anderem der Coach Markus Winkler.

Der Anbieter lebt vor allem von einem Argument: den Platzierungen bei der World Cup Trading Championship. Das ist ein Echtgeld-Wettbewerb aus Chicago, bei dem die Teilnehmer mit realem Kapital antreten und die Jahresrendite zählt. Die Veranstalter führen eine öffentliche Ergebnisdatenbank. Wir haben die Angaben des Anbieters dort gegengeprüft.

Die World-Cup-Platzierungen im Faktencheck

Zwei Platzierungen stehen in der offiziellen Datenbank. In den historischen Ergebnislisten der World Cup Trading Championships finden sich unter dem Namen Schulz genau zwei Einträge: ein dritter Platz 2017 mit 111,70 Prozent Rendite und ein fünfter Platz beim Global Cup 2020/2021 mit 78,80 Prozent.

Eine dritte Platzierung lässt sich dort nicht bestätigen. InsiderWeek beansprucht zusätzlich einen dritten Platz für die Saison 2019/2020. In der öffentlichen Datenbank taucht dieser Eintrag nicht auf. Auf der Über-uns-Seite fasst der Anbieter seine Bilanz selbst so zusammen: dreimal unter den besten fünf, davon zweimal Rang drei und einmal Rang fünf.

Das ist der Punkt, an dem ältere Berichte über InsiderWeek falsch liegen. Auch dieser Artikel behauptete bis zur Überarbeitung drei dritte Plätze, darunter einen für 2020/2021 mit 79 Prozent. Belegt ist dort ein fünfter Platz. Wer eine Trading-Ausbildung nach Wettbewerbserfolgen auswählt, sollte die Zahlen in der Datenbank des Veranstalters nachschlagen und nicht in der Werbung des Anbieters.

Der Track Record von InsiderWeek: was die Zahlen zeigen

InsiderWeek veröffentlicht jede Handelswoche seit 2014 und lässt sich damit prüfen wie kaum ein anderer Anbieter. Auf der Seite Erfolgsbilanz stehen alle Trades, aufgeschlüsselt nach Strategie und Konto, dazu die Jahreskennzahlen und ein Download der Rohdaten. Das ist ein echtes Unterscheidungsmerkmal. Die meisten Coaching-Anbieter zeigen Screenshots einzelner Gewinntrades.

Der Track Record von InsiderWeek weist von 2014 bis Kalenderwoche 34 des Jahres 2026 einen kumulierten Nettogewinn von 1.601.784 US-Dollar aus 1.536 Trades aus, bei einem Profitfaktor von 1,98 und einer Trefferquote von 56 Prozent.

InsiderWeek Track Record 2014 bis 2026 mit Nettogewinn, Profitfaktor und Trefferquote je Jahr
InsiderWeek Track Record 2014 bis 2026: Nettogewinn, Profitfaktor und Trefferquote je Jahr aus der öffentlichen Erfolgsbilanz des Anbieters.

Diese Gesamtbilanz ist stark. Der Profitfaktor von 1,98 bedeutet: Auf jeden Dollar Verlust kommen 1,98 Dollar Gewinn. Alles über 1,0 ist profitabel, Werte um 2,0 gelten als sehr gut. Der Durchschnittsgewinn je Treffer liegt bei 5.592 Dollar, der Durchschnittsverlust bei 4.814 Dollar.

Die Jahresreihe erzählt aber eine zweite Geschichte. Bis 2022 lief die Strategie sehr gleichmäßig, mit Trefferquoten zwischen 55 und 67 Prozent. Seit 2023 hat sich das Bild gedreht. 2024 endete mit einem Verlust von 50.781 US-Dollar, das laufende Jahr 2026 steht bis Kalenderwoche 34 bei minus 20.483 US-Dollar. In beiden Jahren fiel der Profitfaktor auf 0,86, also unter die Gewinnschwelle von 1,0.

ZeitraumTrefferquoteProfitfaktor
2014 bis 201659 bis 64 %4,15 bis 10,80
2017 bis 201955 bis 67 %1,98 bis 5,07
2020 bis 202257 bis 61 %2,09 bis 4,78
202357 %1,68
202441 %0,86
202544 %1,75
2026 bis KW 3442 %0,86
Trefferquote und Profitfaktor der CoT-Strategie im Zeitverlauf. Quelle: Erfolgsbilanz von InsiderWeek, Stand 23.08.2026.

Eine gefallene Trefferquote ist für sich noch kein Fehler. Sie kann bedeuten, dass die Gewinne pro Treffer größer geworden sind. Genau das ist 2025 passiert: 44 Prozent Trefferquote und trotzdem ein Profitfaktor von 1,75. Wie Trefferquote und Gewinngröße zusammenhängen, erklären wir beim Chance-Risiko-Verhältnis. In den beiden Verlustjahren hat der Ausgleich aber nicht getragen.

Der größte Rückgang liegt über der Marke, die der Anbieter selbst bewirbt. Auf der Produktseite steht, die Strategie erziele seit zehn Jahren 53 Prozent Rendite pro Jahr bei einem Drawdown von unter 10 Prozent. Der eigene Track Record weist als größten Drawdown jedoch 176.107 US-Dollar oder 10,58 Prozent aus, im Jahr 2023 sogar 11,25 Prozent. Der Unterschied ist klein, aber er zeigt: Auch die Werbezahlen dieses Anbieters sind gerundet, und zwar in die angenehme Richtung.

Equity-Kurve von InsiderWeek 2014 bis 2025 mit der Millionenmarke Ende 2021
Die Gewinnkurve von InsiderWeek. Die Millionenmarke fiel Ende 2021, seit 2023 verläuft die Kurve deutlich flacher.

Die Kurve zeigt das Muster auf einen Blick. Von 2014 bis 2021 steigt sie stetig, der Sprung 2021 mit 426.486 US-Dollar ist das mit Abstand beste Jahr. Danach flacht sie ab. Wer heute einsteigt, sollte seine Erwartung an den letzten drei Jahren ausrichten und nicht am Gesamtdurchschnitt seit 2014.

Für wen sich InsiderWeek eignet

InsiderWeek richtet sich an berufstätige Swing-Trader, die abends 20 bis 30 Minuten für die Marktanalyse aufbringen können, und ausdrücklich nicht an Daytrader oder Scalper.

Der Handelsansatz ist bewusst langsam. Der zugrundeliegende Report erscheint einmal pro Woche, Positionen laufen über Tage. Wer tagsüber nicht auf den Chart schauen kann, verpasst dabei nichts. Genau das unterscheidet dieses Angebot von den meisten Ausbildungen am Markt.

Vier Punkte sprechen für dieses Angebot. Sie stammen aus der Selbstbeschreibung des Anbieters und decken sich mit dem, was Teilnehmer bei Trustpilot beschreiben.

  • Du hast einen Vollzeitjob. Der Anbieter veranschlagt 20 bis 30 Minuten pro Abend. Ein Daytrading-Ansatz wäre damit nicht umsetzbar, ein Swing-Ansatz schon.
  • Du denkst in Jahren, nicht in Wochen. Die Ausbildung dauert zwölf Monate, davon elf in der Praxis. Wer nach vier Wochen Ergebnisse erwartet, ist hier falsch.
  • Du willst nach festen Regeln handeln. Die Strategie gibt Ein- und Ausstieg vor. Für diskretionäres Bauchgefühl ist darin kein Platz.
  • Du bringst genug Kapital für Futures mit. Ein einzelner Futures-Kontrakt bindet je nach Markt einen vierstelligen Betrag als Sicherheitsleistung. Die Strategie handelt mehrere Märkte parallel.

Für Daytrader und Scalper ist der Ansatz nicht gedacht. Wer schnelle Trades sucht, findet in unserer Übersicht der Daytrading-Ausbildungen passendere Anbieter. Und wer systematisch mit fertigen Handelssystemen arbeiten will, sollte sich die Unger Academy von Andrea Unger ansehen.

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Die Produkte von InsiderWeek

InsiderWeek trennt kostenlose Werkzeuge von der kostenpflichtigen Ausbildung. Frei nutzbar sind ein Einsteigerkurs und eine große Sammlung von Rechnern und Datentools. Beides setzt eine Registrierung mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer voraus. Kostenpflichtig ist das Coaching, das in zwei Stufen aufgebaut ist.

Der kostenlose Einsteigerkurs

Der Grundkurs richtet sich an Umsteiger aus anderen Anlageklassen. Er führt in vier Modulen durch Futures und Börse, Rohstoffe und CoT-Analyse, Risikomanagement sowie eine erste Handelsstrategie. Dort werden auch die Ordertypen und die Kontoeröffnung erklärt. Der Kurs kostet nichts, verlangt aber eine verifizierte Telefonnummer. Wer das nicht will, kommt nicht hinein.

Das CoT-1-Coaching über zwölf Monate

Das CoT-1-Coaching von InsiderWeek dauert zwölf Monate und gliedert sich in einen Monat Theorie sowie elf Monate Praxis mit historischen Tests, Demohandel und Echtgeldhandel.

Die Praxis beginnt früh und füllt den Großteil der Zeit. Auf die Theorie folgen Backtests, dann der Handel auf einem Demokonto, zuletzt echtes Geld. Zweimal pro Woche gibt es Webinare, dazu einen Discord-Chat und ein Indikatorenpaket, das die Teilnehmer behalten dürfen. Zum Abschluss stehen Wissenstests an.

CoT-1 Strategie von InsiderWeek mit Fahrplan über zwölf Monate Coaching
Der Coaching-Fahrplan der CoT-1-Strategie über zwölf Monate. Quelle: InsiderWeek.

Ein eigenes Trading-Journal gehört zum Programm. In Phase zwei lernen die Teilnehmer, jeden Trade zu dokumentieren und eine Statistik zu führen. Das ist der wichtigste Teil jeder Ausbildung, und er wird von den meisten Anbietern übersprungen. Wie so eine Dokumentation aussieht, zeigen wir im Beitrag zum Trading Journal.

Das aufbauende CoT-2-Coaching

Die zweite Stufe arbeitet mit aggressiverem Risikomanagement. Sie baut auf CoT 1 auf, dauert ebenfalls ein Jahr und stammt aus der Variante, mit der Max Schulz beim World Cup der Futures-Trader angetreten ist. Auffällig: CoT 2 wird auf der Website nicht mehr beworben. Im Menü führt der Punkt Schulungen nur noch auf die CoT-1-Seite. Dass es das Produkt weiterhin gibt, belegen Teilnehmerbewertungen aus 2026.

Einzelcoaching gibt es entgegen älteren Berichten wieder. Auf der Produktseite steht wörtlich, der Anbieter biete Einzel- und Gruppensitzungen sowie persönliche Intensivkurse an. Eine Trustpilot-Bewertung von Oktober 2025 beschreibt eine einstündige Sitzung mit Max Schulz. Die Angabe, Schulz habe die Einzelcoachings 2020 eingestellt, ist damit überholt.

Die kostenlosen Tools

Der Werkzeugkasten ist der stärkste kostenlose Teil des Angebots. Unter dem Menüpunkt Tools stehen inzwischen 23 Rechner und Datenauswertungen. Darunter sind eine CoT-Auswertung der liquidesten Futures, Saisonalitätscharts, ein Futures-Rechner für Positionsgröße und Chance-Risiko-Verhältnis, ein Wirtschaftskalender sowie Rechner für Hebel, Marge, Stop-Loss und Rendite. Ältere Berichte nennen elf Tools, das ist überholt.

Tools-Menü auf der Website von InsiderWeek mit CoT-Daten, Saisonalität und Futures-Rechner
Der Menüpunkt Tools auf der Website von InsiderWeek.

Das CoT-Tool ist das Herzstück. Es zeigt die Positionierung der großen Marktteilnehmer als Tabelle und als Chart, dazu das Open Interest für jeden Futures-Markt. So lässt sich die Positionierung direkt gegen den Kursverlauf halten.

CoT-Tool von InsiderWeek mit Tabelle und Charts am Beispiel des S&P 500 E-Mini
Das CoT-Tool: Tabellendarstellung oben, darunter die Charts am Beispiel des S&P 500 E-Mini.

Das Saisonalitäten-Tool vergleicht Jahreszeitmuster über mehrere Märkte. Du wählst die Sektoren und den Zeitraum und bekommst den durchschnittlichen Jahresverlauf angezeigt. Bei Rohstoffen ist das nützlich, weil Ernte-, Heiz- und Reisezyklen den Preis tatsächlich prägen.

Saisonalitäten-Tool von InsiderWeek am Beispiel des S&P 500 E-Mini
Das Saisonalitäten-Tool am Beispiel des S&P 500 E-Mini.

Der Futures-Rechner nimmt die Rechenarbeit vor dem Trade ab. Er ermittelt aus Kontraktgröße, Stop-Abstand und Risikobudget die Positionsgröße und gleich dazu das Chance-Risiko-Verhältnis. Wer Futures handelt, sollte das ohnehin vor jedem Einstieg tun. Ein Tipp für die Umsetzung im Chart: Indikatoren und Skripte zum Thema CoT auf TradingView.

Futures-Rechner von InsiderWeek zur Berechnung von Positionsgröße und Chance-Risiko-Verhältnis
Der Futures-Rechner von InsiderWeek in der Anwendung.

Was kostet InsiderWeek?

InsiderWeek veröffentlicht keine Preise. Die Kosten für das CoT-Coaching nennt der Anbieter erst in einem persönlichen Beratungsgespräch, das über einen Terminkalender gebucht wird.

Der Weg zum Preis führt über ein Formular und einen Rückruf. Du beantwortest fünf Fragen zu Erfahrungsstand, Motivation und Zielen, schickst das Formular ab und wählst einen Termin. Erst im Gespräch erfährst du, was die Ausbildung kostet. Wir haben Produktseite, Nutzungsbedingungen und Impressum durchsucht: An keiner Stelle steht ein Betrag.

Diese Praxis ist in der Branche verbreitet, aber sie ist kein gutes Zeichen. Wer vergleichen will, kann es ohne Zahl nicht. Und im Gespräch sitzt ein Verkäufer am anderen Ende. Wie andere Anbieter das handhaben und welche Größenordnungen im Markt üblich sind, haben wir in der Übersicht was ein Trading Coaching kostet zusammengetragen.

Ein Anhaltspunkt steht in einer Kundenbewertung. Ein Teilnehmer schreibt bei Trustpilot im September 2025 von extrem hohen Kurskosten, ohne eine Zahl zu nennen. Das ist keine Preisangabe, aber es ordnet die Größenordnung ein: Es geht nicht um einen dreistelligen Videokurs.

Zahlung, Garantie und Widerruf

Bezahlt wird ausschließlich über PayPal. Die Nutzungsbedingungen nennen unter Punkt 5 keine weitere Zahlungsart. Wer per Rechnung oder Lastschrift zahlen möchte, muss das im Gespräch klären.

Die oft zitierte 30-Tage-Geld-zurück-Garantie ließ sich nicht mehr bestätigen. Ältere Berichte über InsiderWeek, auch dieser hier vor der Überarbeitung, nennen eine Rückgabefrist von 30 Tagen. In den heutigen Nutzungsbedingungen steht unter Punkt 6 nur der Satz, es gelte das gesetzliche Mängelhaftungsrecht und Angaben zu zusätzlichen Garantien fänden sich beim jeweiligen Produkt. Auf der Produktseite zum CoT-1-Coaching steht keine. Wer sich auf eine Rückgabemöglichkeit verlässt, sollte sie sich vor der Zahlung schriftlich geben lassen.

Eine Widerrufsbelehrung enthalten die Nutzungsbedingungen nicht. Der Anbieter richtet sich dort ausdrücklich an Privatpersonen und liefert die Leistung ausschließlich digital. Eine Belehrung über ein Widerrufsrecht steht im Text nicht. Das ist eine Beobachtung zum Stand vom 23. August 2026, keine rechtliche Einschätzung. Im Zweifel gehört die Frage vor den Vertragsschluss.

Erfahrungen mit InsiderWeek

Bei Trustpilot steht InsiderWeek bei 4,6 von 5 Punkten aus 89 Bewertungen. Das Profil ist vom Unternehmen beansprucht, und Trustpilot weist keine angeregten Bewertungen aus. Der Anbieter sammelt aktuell auch nicht aktiv neue Stimmen. Die Bewertungen sind also überwiegend von selbst entstanden. Nachgesehen am 23. August 2026 auf de.trustpilot.com.

InsiderWeek erreicht bei Trustpilot 4,6 von 5 Punkten aus 89 Bewertungen. Davon vergeben 80 Bewertungen die Bestnote und vier die schlechteste Note, das Mittelfeld ist mit fünf Stimmen fast leer.

Interessanter als die Note ist die Verteilung. Sie ist fast vollständig zweigeteilt und lässt kaum Mittelfeld übrig.

BewertungAnteilAnzahl
5 Punkte90 %80
4 Punkte2 %2
3 Punkte2 %2
2 Punkte1 %1
1 Punkt4 %4
Verteilung der 89 Trustpilot-Bewertungen zu InsiderWeek, Stand 23.08.2026.

Das ist ein typisches Muster für Ausbildungsprodukte. Wer die Methode für sich passend findet, ist begeistert. Wer sie nicht umsetzen kann, ist es gar nicht. Ein Anbieter mit vielen Drei- und Vier-Punkte-Stimmen hätte ein gleichmäßigeres Bild. Hier gibt es fast nur Zustimmung oder Ablehnung.

Das Tempo hat deutlich nachgelassen. Von den 89 Bewertungen stammen nur 15 aus den letzten zwölf Monaten. Das kann an einer kleineren Teilnehmerzahl liegen oder daran, dass niemand mehr aktiv um Bewertungen bittet. Belegen lässt sich nur die Zahl selbst.

Was Teilnehmer positiv hervorheben

Struktur und Betreuung tauchen in fast jeder positiven Stimme auf. Genannt werden klar aufgebaute Lernvideos, die wöchentlichen Webinare und die Tatsache, dass die Strategie im Alltag neben dem Beruf umsetzbar ist. Mehrere Teilnehmer beschreiben, dass sie erstmals einen festen Lehrplan hatten statt zusammengesuchter Videos.

Was Kritiker bemängeln

Die schärfste Kritik betrifft das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Teilnehmer schreibt im September 2025 nach acht Monaten Coaching, weder Kontostand noch Wissen hätten sich wie erhofft entwickelt, und er habe mit dem CoT-Handel fast nur Verluste gemacht. Er beschreibt sich selbst als erfahrenen Optionshändler, der außerhalb dieser Strategie profitabel arbeitet.

Diese Kritik deckt sich mit dem Track Record. Der Zeitraum, den der Teilnehmer beschreibt, fällt genau in die schwache Phase: 2024 endete mit einem Verlust, 2025 lief mit einer Trefferquote von 44 Prozent. Wer in dieser Phase gestartet ist, hat die Strategie nicht von ihrer besten Seite kennengelernt. Das entwertet die Methode nicht, aber es erklärt die bimodale Verteilung der Bewertungen.

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Vorteile und Nachteile von InsiderWeek

Die Stärken und Schwächen liegen bei diesem Anbieter ungewöhnlich klar auf dem Tisch. Das liegt am offenen Track Record: Was andere verbergen können, ist hier nachlesbar. Die folgende Aufstellung stützt sich auf die geprüften Zahlen und Quellen aus diesem Bericht.

Vorteile von InsiderWeek

  • Vollständiger Track Record: Alle Trades seit 2014 stehen öffentlich, mit Jahreskennzahlen und Rohdaten zum Herunterladen. Das bietet in dieser Form kaum ein Wettbewerber.
  • Trades werden vorab angekündigt: Einstieg, Stop und Ziel sind vor der Order bekannt. Damit lässt sich die Strategie ohne Buchung über Monate mitverfolgen.
  • Klarer Zeitrahmen für Berufstätige: Der Ansatz kommt mit 20 bis 30 Minuten am Abend aus, weil die CoT-Daten nur einmal pro Woche erscheinen.
  • Praxis überwiegt die Theorie deutlich: Elf der zwölf Monate laufen in Demo- und Echtgeldhandel. Das Trading-Journal ist fester Teil des Programms.
  • Umfangreicher kostenloser Werkzeugkasten: 23 Tools von der CoT-Auswertung bis zum Positionsgrößenrechner sind nach einer kostenlosen Registrierung nutzbar.
  • Nischenthema statt Allerweltsinhalt: CoT-Daten und Saisonalität werden im deutschsprachigen Raum von wenigen Anbietern unterrichtet.

Nachteile von InsiderWeek

  • Keine öffentlichen Preise: Die Kosten erfährst du erst im Verkaufsgespräch. Ein Vergleich mit anderen Ausbildungen ist vorher nicht möglich.
  • Zwei Verlustjahre in drei Jahren: 2024 und das laufende Jahr 2026 stehen im Minus, der Profitfaktor lag beide Male bei 0,86.
  • Werbezahlen und Track Record weichen ab: Beworben wird ein Drawdown unter 10 Prozent, die eigene Bilanz weist 10,58 Prozent aus, 2023 sogar 11,25 Prozent.
  • Eine World-Cup-Platzierung ist nicht belegbar: Die offizielle Datenbank führt zwei Einträge, nicht drei. Der beanspruchte dritte Platz 2019/2020 steht dort nicht.
  • Keine Garantie und keine Widerrufsbelehrung in den Bedingungen: Die früher genannte 30-Tage-Regel steht heute weder in den Nutzungsbedingungen noch auf der Produktseite.
  • Sitz auf Zypern, nur PayPal, keine Telefonnummer: Vertragspartner ist eine zypriotische Ltd, das Impressum nennt als Kontakt allein eine E-Mail-Adresse.
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Fazit: für wen sich InsiderWeek lohnt

InsiderWeek gehört zu den wenigen Ausbildungsanbietern, die man überhaupt prüfen kann. Der offene Track Record ist ein echtes Argument, und er hält der Prüfung im Kern stand: 1,6 Millionen US-Dollar Gewinn über zwölfeinhalb Jahre bei einem Profitfaktor von 1,98 sind eine belastbare Bilanz. Wer sich für CoT-Daten interessiert, findet hier den strukturiertesten Zugang im deutschsprachigen Raum.

Die Werbung ist trotzdem freundlicher als die Zahlen. Der beworbene Drawdown unter 10 Prozent stimmt nicht ganz, eine der drei World-Cup-Platzierungen ist in der offiziellen Datenbank nicht auffindbar, und die letzten drei Jahre tragen zwei Verlustjahre. Nichts davon ist ein Ausschlusskriterium. Aber es verschiebt die Erwartung, mit der man in so ein Programm geht.

Der größte Kritikpunkt bleibt die fehlende Preistransparenz. Eine vierstellige Investition ohne vorher genannte Zahl zu prüfen, funktioniert nicht. Dazu kommt, dass die früher zugesagte Rückgabefrist heute nirgends mehr schriftlich steht. Wer bucht, sollte sich Preis, Laufzeit und Rückgaberegel vor der Zahlung schriftlich bestätigen lassen.

Mein Rat: erst mitlesen, dann entscheiden. Die Handelspläne und Wochenergebnisse sind kostenlos einsehbar, der Einsteigerkurs auch. Wer drei bis sechs Monate mitverfolgt, weiß danach besser als jedes Verkaufsgespräch, ob dieser Handelsstil zum eigenen Tagesablauf passt. Das kostet nichts außer Zeit.

Häufige Fragen zu InsiderWeek

Was bietet InsiderWeek kostenlos an?

Kostenlos nutzbar sind ein Einsteigerkurs in vier Modulen, 23 Trading-Tools von der CoT-Auswertung über Saisonalitätscharts bis zum Positionsgrößenrechner sowie der vollständige Track Record mit allen Trades seit 2014. Für Kurs und Tools ist eine Registrierung mit E-Mail-Adresse und verifizierter Telefonnummer nötig, der Track Record ist ohne Anmeldung einsehbar.

Was kostet die Ausbildung bei InsiderWeek?

InsiderWeek nennt keine Preise auf der Website. Weder die Produktseite noch die Nutzungsbedingungen enthalten einen Betrag. Die Kosten erfährst du erst in einem persönlichen Beratungsgespräch, für das du ein Formular ausfüllst und einen Termin buchst. Bezahlt wird ausschließlich per PayPal. Ein Teilnehmer spricht bei Trustpilot von extrem hohen Kurskosten, ohne eine Zahl zu nennen.

Ist InsiderWeek seriös?

Für InsiderWeek spricht ein vollständig öffentlicher Track Record seit 2014, in dem alle Trades vorab angekündigt und nachträglich ausgewertet werden. Das bietet kaum ein Wettbewerber. Kritisch sind drei Punkte: Es gibt keine öffentlichen Preise, der beworbene Drawdown von unter 10 Prozent liegt laut eigener Bilanz bei 10,58 Prozent, und von den drei beworbenen World-Cup-Platzierungen sind in der offiziellen Ergebnisdatenbank nur zwei auffindbar.

Eignet sich InsiderWeek auch für Daytrading?

Nein. Der Ansatz von InsiderWeek ist auf Swing Trading ausgelegt. Positionen werden vorab geplant und über Tage bis Wochen gehalten, weil die CoT-Daten nur einmal pro Woche erscheinen. Für Daytrader und Scalper ist die Ausbildung nicht gedacht.

Gibt es bei InsiderWeek eine Geld-zurück-Garantie?

Nicht nachweisbar. Ältere Berichte nennen eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. In den Nutzungsbedingungen vom Stand 23. August 2026 steht unter Punkt 6 nur, es gelte das gesetzliche Mängelhaftungsrecht und Angaben zu zusätzlichen Garantien fänden sich beim jeweiligen Produkt. Auf der Produktseite zum CoT-1-Coaching steht keine. Lass dir eine Rückgabemöglichkeit vor der Zahlung schriftlich bestätigen.

Woher weiß ich, ob der Tradingansatz von InsiderWeek funktioniert?

InsiderWeek veröffentlicht die komplette Handelsbilanz seit 2014 auf der Seite Erfolgsbilanz. Der kumulierte Nettogewinn liegt bei 1.601.784 US-Dollar aus 1.536 Trades, der Profitfaktor bei 1,98 und die Trefferquote bei 56 Prozent. Zwei der letzten drei Jahre stehen allerdings im Minus: 2024 mit minus 50.781 US-Dollar und 2026 bis Kalenderwoche 34 mit minus 20.483 US-Dollar.

Wie viel Kapital brauche ich für die CoT-Strategie?

InsiderWeek nennt keine Mindestsumme. Die Strategie handelt Futures-Kontrakte, und jeder Kontrakt bindet je nach Markt einen vierstelligen Betrag als Sicherheitsleistung. Weil mehrere Märkte parallel gehandelt werden, ist ein entsprechend größeres Konto nötig. Für kleinere Konten gibt es E-Mini- und E-Micro-Kontrakte mit geringerer Kontraktgröße.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und diskretionärer Price-Action-Trader seit 1978. Er handelt Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte und arbeitet ohne technische Indikatoren, allein auf Basis von Kursverlauf und Marktstruktur.

Ende der Achtzigerjahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre vertrat er Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte dessen 10 Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Für diesen Bericht hat er die öffentliche Erfolgsbilanz von InsiderWeek Jahr für Jahr ausgewertet, die beworbenen Wettbewerbsplatzierungen gegen die offizielle Ergebnisdatenbank der World Cup Trading Championships gehalten und die Angaben zu Preisen, Garantie und Widerruf in den Nutzungsbedingungen des Anbieters nachgeschlagen. Ein eigener Kursdurchlauf fand nicht statt.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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