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Ist FXBlue eine Alternative zu Myfxbook?

FXBlue oder Myfxbook? Welches Tracking Tool ist besser?

Heute will ich über den größten Konkurrenten von Myfxbook im Bereich Tradinganalyse berichten. Es geht um FXBlue. Was das ist, und ob FXBlue eine wirkliche Alternative ist zu Myfxbook ist, erfährst du in diesem Artikel.

Inhalt:

Screenshot der Homepage von FXBlue
Die Homepage von FXBlue (Quelle: fxblue.com)

Was ist FXBlue?

FXBlue ist ein Trackingtool für Forex-Trader, welches auf der gleichnamigen Website „fxblue.com“ kostenlos angeboten wird. Der Service ist komplett unabhängig von Brokern.

Die Dienstleistung gibt es nach eigenen Angaben seit 2009 und wird weltweit von Tradern und Account Managern genutzt.

Es werden diverse Plattformen unterstützt. Neben dem MT4 und dem MT5 kann sogar auch andere Software wie der cTrader oder Vertex FX ausgewertet werden.

Des Weiteren bietet FXBlue einen „Trade Mirror“, welcher Signale über den MT4 kostenlos verteilt. Dieser ähnelt dem Copytrading auf Myfxbook.

Als neustes Feature wurde ein Chartplugin in die Website eingebaut. Allerdings handelt es sich hier noch um eine Beta-Version.

Der Fokus liegt auch hier definitiv auf der Analyse der eigenen Tradingperformance. Inwiefern sich diese von der Oberfläche von Myfxbook unterscheidet, kannst du weiter unten im Artikel lesen.

Leider gibt es die Startseite nur auf Englisch. Die eigene Performance wird aber auch in Deutsch angezeigt.

Optisch ist die Startseite schlicht gehalten und man findet sich zwischen den unterschiedlichen Reitern sehr gut zurecht. Auf der Seite gibt es keinerlei Werbung und sie ist völlig unabhängig von anderen Firmen.

Die eigene Performance auf FXBlue Live einrichten

Die eigene Performance auf FXBlue ist das Herzstück der Dienstleistung. Das Einrichten könnte simpler nicht sein. Unter dem Namen FXBlue Live und dem gleichnamigen Reiter, wird die eigene Tradingperformance eingerichtet.

Der einfachste Weg ist hierbei über den „Account sync“. Dort werden alle Daten automatisch von FXBlue gesammelt und gespeichert.

Bei der Auswahl „Publisher App/EA“ muss zusätzlich ein Programm installiert werden. Dafür werden hier aber mehr Trading-Plattformen angeboten. 

Zwei Möglichkeiten, die Performance bei FXblue zu tracken
Zwei verschiedene Wege die Performance zu tracken. (Quelle: fxblue.com)

Klickt man auf „REGISTER“, wird man weitergeleitet und gelangt zu der Broker Auswahl. Dort sucht man sich unter den unzähligen Brokern seinen eigenen heraus. Es werden neben dem Brokerserver, der Accountnummer und dem Passwort keine weiteren Daten benötigt.

Nachdem eine E-Mail zur Verifizierung bestätigt wurde, steht die Tradingperformance zur Verfügung. Die Daten kommen direkt vom Broker, was wenig Spielraum zur Manipulation übrig lässt.

Ein weiterer Sicherheitsfaktor ist, dass nur eine E-Mail pro Account benutzt werden kann.

Kontoauswertung von FXblue mit Screenshot
Statement zu meinem Testaccount auf FXBlue. (Quelle: fxblue.com)

Innerhalb weniger Minuten wird die eigene Performance und das eigene Tradingverhalten analytisch dargestellt.

Die wichtigsten Eckdaten stehen oben links im Fenster. Dabei geht es unter anderem um den aktuellen Kontostand, den Gesamt-Profit und den Kontotyp.

Rechts in den Fenstern werden die Daten noch mal graphisch dargestellt. Besonders ist, hier kann man jede mögliche Zahl als Diagram finden (wie man im nächsten Bild sehen kann).

Wenn man den Reiter ändert, tauchen eine Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten auf. Alle hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, deshalb habe ich hier ein Bild angehängt.

FXBlue Trade-Auswertung Möglichkeiten im Überblick
Die unterschiedlichsten Werte der FXBlue Analyse. (Quelle: fxblue.com)

Beim Klicken auf den ausgewählten Wert erhält man eine graphische Darstellung in Form einer Kurve oder eines Diagrams.

Der FXBlue Trade Mirror

Der FXBlue Trade Mirror ist eine unabhängige Möglichkeit, Tradingsignale zwischen zwei Geräten zu versenden.

Es wird eine Brücke zwischen Signalgeber und Kunde geschaffen, ohne das ein Broker dazwischen steht.

Grundsätzlich wird hier zwischen Kunde und Signalgeber unterscheiden.

Der Signalgeber benötigt für die Einrichtung das Programm „sender EA“ und einen FXBlue Live Account.

Die Trades werden an seine Kunden geschickt, wenn er diese zu seiner „Trade Mirror Liste“ hinzufügt. Dafür benötigt der Kunde allerdings auch ein FXBlue Live Konto. Wenn er keins besitzt, kann der Signalgeber problemlos eine Einladung mit einem Code schicken. Das Limit liegt bei 100 Kunden Konten.

Laut der „Help“ Anleitung kann der Service aber auch erweitert werden und sogar auf dem eigenen Server verwendet werden. Hierfür soll man den Support kontaktieren. Dieser hilft auch bei allen weiteren Fragen detailliert. 

Als Kunde erhältst du von deinem Signalgeber einen „Invitations Code“, falls du noch kein FXBlue Account besitzt. Ansonsten muss der bestehende Account in die Liste des Anbieters hinzugefügt werden.

Das Programm „receiver EA“ wird benötigt, um den Service zu nutzen. Sehr interessant hierbei ist, dass der Kunde das Risiko und die Höhe der Slippage im Verhältnis zum Signalgeber variabel einstellen kann.

Laut FXBlue hat der Kunde also vollen Zugriff auf alle Tradingaktivitäten des Anbieters. Für eine genaue Beschreibung steht hier auch der Support Frage & Antwort.

FXBlue Beschreibung des Trade Mirror Service
Kurzbeschreibung zum „Trade Mirror“ Service. (Quelle: fxblue.com)

Mein Erfahrungsbericht über FXBlue Live

Meine Erfahrungen mit dem Service von FXBlue sind durchweg positiv.

Ich nutze den Service jetzt seit über sechs Monaten und er wurde mir damals als Alternative zu Myfxbook vorgeschlagen. Inwiefern sich die beiden Unterscheiden, beantworte ich im nächsten Abschnitt.

Anfangs war ich von dem optischen Aufbau der Seite nicht sehr überzeugt. Hierzu muss man sagen, dass ich ein Jahr lang zuvor nur Myfxbook kannte.

Punkten konnte FXBlue aber dennoch mit der einfachen Kontoverknüpfung. Hier gibt es nichts zu kritisieren.

Die dargestellte Historie wird seit Beginn genau analysiert. Dabei können keine Parameter manuell verstellt werden.

Es gibt zudem keinen Weg, der mir bekannt ist, zu manipulieren.

Die detaillierte Darstellung meiner Performance gefällt mir ebenfalls.

Erstaunlich ist es, wie viele Daten und Zahlen in den einzelnen Reitern ausgewählt werden können. Diese werden dann auch noch mal getrennt graphisch dargestellt.

Zudem gefällt mir die Stabilität der Website.

Die Performance wird stündlich und ohne Fehler aktualisiert. Bei Bedarf kann sogar manuell der neuste Stand der Performance abgerufen werden.

Seit meinem Beginn auf FXBlue bin ich also insgesamt sehr zufrieden mit dem Dienst und mir sind bis jetzt keine Fehler aufgefallen.

Der Vergleich zwischen FXBlue und Myfxbook

Was sind nun die wesentlichen Unterschiede zwischen FXBlue und Myfxbook?

Von der einfachen Benutzung und der Einrichtung der eigenen Performance unterscheiden sich die beiden Anbieter kaum.

Beide bieten eine Vielzahl von Forex Brokern an. Zudem stellen beide umfangreiche Anleitungen und Hilfestellungen zur Verfügung.

Punkten kann optisch Myfxbook hier, wobei FXBlue im Gegensatz dazu ganz ohne Werbung auskommt. Des Weiteren ist FXBlue komplett unabhängig, während Myfxbook von XM und diversen anderen Brokern gesponsert wird.

Die eigene Performance auf beiden Anbietern wird mithilfe von einfachen Graphiken und Diagrammen dargestellt. Dabei ist die Darstellung auf Myfxbook meiner Meinung nach übersichtlicher. Hingegen ist die Auswahl an Daten und Fakten auf FXBlue beim genauen Betrachten größer.

Zudem fällt allgemein auf, dass, nach längerer Benutzung, das Tracking von FXBlue stabiler läuft als das auf Myfxbook. Besonders die Aktualisierungsperioden sind dort genau und können sogar manuell per Knopfdruck erneuert werden.

FXBlue wirbt damit, dass jeder neuer Trade in kürzester Zeit in die Performance einbezogen wird.

Das Autotrading/Copytrading kann ich leider nicht fair beurteilen, da ich es nicht getestet habe. Trotzdem finde ich die Idee von FXBlue besser, eine Plattform zu schaffen, auf der Autotrading Broker unabhängig und individuell konfigurierbar sind.

Auch die restlichen Services ähneln sich sehr. Beide Seiten verfügen über Chartplugins und diverse weitere Tools.

Der News Kalendar fehlt bei FXBlue.

Leider besitzt FXBlue keine benutzerfreundliche iOS App. Myfxbook hingegen kann auch ganz bequem unterwegs benutzt werden.

Sehr Interessant ist auch, dass ich einmal den Versuch gewagt habe, den gleichen Tradingaccount auf beiden Webseiten zu analysieren. Dabei wurden leicht abweichende Zahlen angezeigt. Der Unterschied ist war zwar nicht so gravierend, dennoch sagt es einiges über die Feinheiten der beiden Dienste aus. Schliesslich werden die Performances auch für gewerbliche Zwecke genutzt.

Das Fazit über FXBlue

Ist FXBlue nun eine Alternative zu Myfxbook und wie fällt mein eigenes Fazit aus? 

Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, das FXBlue sogar mehr als nur eine Alternative ist.

FXBlue ist zwar nicht so bekannt, dafür unabhängig und insgesamt zuverlässiger. Im Bezug auf meine eigene Performance ist mir bis jetzt kein einziger Fehler aufgefallen. Das spricht für sich.

Es ist trotzdem nie schlecht, eine zweite Performance von einer anderen Seite einzuholen. Zum Beispiel von Myfxbook.

Vor allem muss man hier bedenken, dass viele Track Records auf gewerblicher Basis genutzt werden. Gerade deswegen ist es wichtig darauf zu achten, dass die Daten aktuell und natürlich echt sind.

Zudem gefällt mir die detailreiche Darstellung der Performance. Es wird keine Zahl unbeachtet gelassen.

Hinzu kommt das manuelle Aktualisieren der Performance und die Stabilität der Seite. Hier setzt FXBlue neue Maßstäbe.

Mein eigene Performance ist nur noch auf FXBlue zu sehen.

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