Die Federal Reserve hat am 16. September 2026 den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00% angehoben, die erste Erhöhung seit Juli 2023. Unter dem Vorsitzenden Kevin Warsh fiel die Entscheidung einstimmig mit 12:0, sieben Wochen nach einer Sitzung mit drei Gegenstimmen. Für Trader und Anleger, die US-Aktien, Währungen oder Rohstoffe handeln, ist der Fed Zinsentscheid einer der wichtigsten Termine im Wirtschaftskalender.
Auf dieser Seite findest Du den aktuellen Stand des Fed Zinsentscheids, den neuen Dot Plot vom September, alle Termine für 2026 und 2027 und eine eigene Auswertung dazu, wie stark die Märkte an einem Fed-Tag tatsächlich schwanken, gemessen an 60 Sitzungen seit 2019. Alle Angaben werden regelmäßig aktualisiert und stammen aus offiziellen Quellen der Federal Reserve sowie aus den Marktdaten führender Anbieter. Mehr über unsere redaktionellen Standards erfährst du in unseren redaktionellen Richtlinien.
Fed Zinsentscheid aktuell: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Entscheidung vom 16. September 2026: Die Fed erhöht den Leitzins auf 3,75 bis 4,00 Prozent, die erste Zinserhöhung seit Juli 2023
- Abstimmung 12:0: einstimmig, nachdem im Juli noch drei Mitglieder gegen die Pause gestimmt hatten
- Neuer Dot Plot: Der Median sieht 4,1 Prozent zum Jahresende, 16 von 18 Teilnehmern erwarten mindestens einen weiteren Schritt
- Nächste Sitzung: 27. und 28. Oktober 2026, ohne neue Projektionen, Veröffentlichung um 19:00 Uhr deutscher Zeit
Fed Zinsentscheid Termine 2026 und 2027
Die nächste FOMC-Sitzung findet am 27. und 28. Oktober 2026 statt, ohne neue Projektionen. Eine Besonderheit für deutsche Trader: Europa stellt am 25. Oktober auf Winterzeit um, die USA erst am 1. November. In dieser Woche wird der Zinsentscheid deshalb schon um 19:00 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht, die Pressekonferenz beginnt um 19:30 Uhr. Die nächste Sitzung mit neuen Projektionen und Dot Plot ist am 8. und 9. Dezember 2026. Wie du dich auf solche Termine vorbereitest und was die Kursreaktion in den ersten Minuten wirklich hergibt, zeigt der Artikel zum News-Trading.
Die nächsten Termine des Fed Zinsentscheids 2026
| Termin | SEP / Dot Plot |
|---|---|
| 15. und 16. September 2026 (erledigt) | Ja |
| 27. und 28. Oktober 2026 | Nein |
| 8. und 9. Dezember 2026 | Ja |
| 26. und 27. Januar 2027 | Nein |
| 16. und 17. März 2027 | Ja |
| 27. und 28. April 2027 | Nein |
| 8. und 9. Juni 2027 | Ja |
| 27. und 28. Juli 2027 | Nein |
| 14. und 15. September 2027 | Ja |
| 26. und 27. Oktober 2027 | Nein |
| 7. und 8. Dezember 2027 | Ja |
Der Kalender sagt dir, wann die Fed entscheidet. Ob der Termin den Markt bewegt, sagt er dir nicht. Das Events-Modul von Money Flow Tape zählt genau das aus: Für FOMC-Termine nennt der Anbieter 36,8 Prozent ungewöhnlich große Bewegungen gegenüber 17,3 Prozent an gewöhnlichen Tagen, Stand August 2026. Die Zahl wird mit jedem neuen Termin fortgeschrieben.
Der Zinsentscheid wird jeweils am zweiten Sitzungstag um 20:00 Uhr MESZ veröffentlicht. Etwa drei Wochen später erscheinen die FOMC Minutes. Quelle: federalreserve.gov
Lesetipp: Das CME FedWatch Tool erklärt
Aktueller Fed Zinsentscheid: September 2026, die erste Erhöhung unter Warsh
Die Federal Reserve hat den Leitzins am 16. September 2026 um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Es ist die erste Zinserhöhung seit Juli 2023 und die erste unter Kevin Warsh. Die Entscheidung fiel einstimmig mit 12:0, nachdem im Juli noch drei Mitglieder gegen die Pause gestimmt hatten.
Das Statement bleibt kurz und nennt nur einen Grund. Die Wirtschaft wachse solide, die Binnennachfrage sei robust, der Stellenaufbau halte mit dem Wachstum der Erwerbsbevölkerung Schritt, die Arbeitslosenquote habe sich kaum verändert. Dann folgt der Satz, um den es geht: Die Inflation bleibe erhöht, der Schritt solle eine zeitnähere Rückkehr zum 2-Prozent-Ziel unterstützen. Am Schluss steht eine Zusage, die es in dieser Form vorher nicht gab: Das Komitee werde Preisstabilität liefern.
Warsh blieb in der Pressekonferenz knapp. Die heutige Entscheidung sei die richtige gewesen, die Inflation sei zu hoch und das schon zu lange. Eine Forward Guidance gab es erneut nicht: Zu den kommenden Sitzungen wollte er sich nicht festlegen.
Der neue Dot Plot ist die eigentliche Nachricht. Der Median für das Jahresende 2026 liegt bei 4,1 Prozent und damit einen Viertelpunkt über dem heutigen Band. Von den 18 Teilnehmern sehen 12 genau einen weiteren Schritt, 4 sogar zwei, nur 2 gar keinen. Für Ende 2027 liegt der Median ebenfalls bei 4,1 Prozent: Mit Senkungen im kommenden Jahr rechnet das Gremium derzeit nicht.
| Median | Sept. | Juni |
|---|---|---|
| Leitzins Ende 26 | 4,1 % | 3,8 % |
| Leitzins Ende 27 | 4,1 % | 3,6 % |
| PCE-Inflation 26 | 3,7 % | 3,6 % |
| Kernrate PCE 26 | 3,4 % | 3,3 % |
| Arbeitslosenquote 26 | 4,1 % | 4,3 % |
| BIP-Wachstum 26 | 2,3 % | 2,2 % |
Die Marktreaktion blieb im Rahmen dessen, was ein Fed-Tag üblicherweise auslöst. Der S&P 500 schloss 0,45 Prozent tiefer, der Dow verlor 1,21 Prozent, der Nasdaq schloss praktisch unverändert. Am Anleihemarkt stieg die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen um 7 Basispunkte auf 4,74 Prozent, die zehnjährige um einen Basispunkt auf 5,01 Prozent. Der Dollar legte zu: Der Dollar-Index kletterte um 0,66 Prozent auf 100,31, EUR/USD fiel zwischen 20 und 22 Uhr von 1,1542 auf 1,1476.
Am heftigsten traf es Gold. Der Gold-Future verlor in den zwei Stunden nach dem Entscheid 1,99 Prozent, seine Spanne betrug 3,15 Prozent. Zur Einordnung: Die Tagesspanne des S&P 500 lag bei 1,57 Prozent, der Median eines Fed-Tages seit 2019 liegt bei 1,24 Prozent, der eines gewöhnlichen Handelstages bei 0,95 Prozent. Wie sich das im Detail verteilt, steht weiter unten in der eigenen Auswertung.
Rückblick: Fed Zinsentscheid Juli 2026: drei Gegenstimmen für Warsh
Die Federal Reserve hat den Leitzins am 29. Juli 2026 zum fünften Mal in Folge bei 3,50 bis 3,75% belassen. Neu ist das Stimmbild: Die Entscheidung fiel mit 9:3. Beth Hammack (Cleveland), Neel Kashkari (Minneapolis) und Lorie Logan (Dallas) stimmten für eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte. Drei Gegenstimmen in dieselbe Richtung gab es zuletzt im September 2016.
Warsh: kein weiches Inflationsziel
Das Statement beschreibt eine solide wachsende Wirtschaft bei erhöhter Unsicherheit, unter anderem wegen des Nahost-Konflikts. Der Stellenaufbau hält mit dem Wachstum der Erwerbsbevölkerung Schritt, die Arbeitslosenquote blieb nahezu unverändert. Die Inflation liegt weiter über dem 2%-Ziel. Kevin Warsh wurde in der Pressekonferenz deutlich: Es gebe kein weiches Inflationsziel, sondern nur ein Ziel: 2%. Fünf Jahre Inflation über Ziel ließen sich nicht in neun Wochen heilen, die Fed werde nicht wanken.
Eine Forward Guidance gab es erneut nicht. Das Statement halte sich bewusst aus Prognosen heraus, sagte Warsh: Marktteilnehmer sollten auf Daten reagieren, nicht auf die Notenbank. Zu den drei Gegenstimmen sagte er, er habe um eine offene Debatte gebeten und sie bekommen. Ein Signal für September vermied er; wo nötig, werde die Fed aber nicht zögern zu handeln.
Die Marktreaktion fiel deutlich aus: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um rund 8 Basispunkte auf 4,69%, die 30-jährige kletterte über 5,2%. Aktien gerieten unter Druck: Der Dow verlor 2,2%, der S&P 500 1,5% und der Nasdaq 1,7%. Der US-Dollar gab nach, Gold legte rund 1% zu.
Rückblick: Fed Zinsentscheid Juni 2026, Warshs Premiere
Am 17. Juni 2026 hat die Federal Reserve den Leitzins zum vierten Mal in Folge unverändert bei 3,50 bis 3,75% belassen. Es war die erste Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh, der am 22. Mai vereidigt worden war. Die Abstimmung fiel einstimmig 12:0 aus, ein deutlicher Kontrast zur umstrittenen 8:4-Entscheidung im April.
Warsh krempelt die Fed-Kommunikation um
Warsh kürzte das geldpolitische Statement deutlich und strich die bisherige Forward Guidance. Das Statement enthält keine Hinweise mehr auf künftige Zinssenkungen oder -erhöhungen: die sogenannte „easing bias“-Formulierung, die im April noch drei Gegenstimmen provoziert hatte, ist ersatzlos gestrichen. Warsh kündigte außerdem fünf Task Forces an, die bis Jahresende zentrale Bereiche der Fed überprüfen sollen: Kommunikation, Bilanzpolitik, Datenquellen, Produktivität und Arbeitsmarkt sowie die Ursachen der Inflation.
Besonderes Aufsehen erregte, dass Warsh als erster Fed-Vorsitzender keinen eigenen Dot Plot einreichte. In der Pressekonferenz sagte er: Er halte den Dot Plot in seiner aktuellen Form nicht für hilfreich bei der Gestaltung der Geldpolitik. Die übrigen 18 Teilnehmer reichten ihre Prognosen wie gewohnt ein.
Neue Projektionen: Inflation fast doppelt so hoch wie erwartet
Die Summary of Economic Projections vom Juni zeichnen ein dramatisch verändertes Bild gegenüber März. Die Fed erwartet für 2026 jetzt eine PCE-Inflation von 3,6% statt zuvor 2,7%. Die Kern-PCE-Inflation wurde auf 3,3% angehoben. Gleichzeitig senkte die Fed ihre Wachstumsprognose leicht auf 2,2% (von 2,4%) und die Arbeitslosenquote auf 4,3%.
Die Summary of Economic Projections (SEP) ist die vierteljährliche Wirtschaftsprognose der Fed mit Schätzungen zu Inflation, Wachstum, Arbeitslosigkeit und dem erwarteten Zinspfad.
Der Dot Plot hat sich um 180 Grad gedreht: Der Median-Leitzins zum Jahresende liegt bei 3,8%, das entspricht einer Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte. Neun von 18 Teilnehmern erwarten den Zins Ende 2026 über dem aktuellen Niveau, sechs davon sogar zwei Erhöhungen. Zinssenkungen werden erst ab 2027 erwartet.
Der Dot Plot ist eine grafische Darstellung der individuellen Zinserwartungen der FOMC-Teilnehmer für die kommenden Jahre. Im Juni 2026 reichten nur 18 von 19 Teilnehmern einen Dot ein. Vorsitzender Kevin Warsh verzichtete bewusst darauf.
Die Ursache für die drastische Revision ist vor allem der Ölpreisschock durch den Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus. Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) lag im Mai bei 4,2%, der höchste Stand seit April 2023. Der Arbeitsmarkt bleibt gleichzeitig robust: Im Mai entstanden 172.000 neue Stellen, deutlich über den Erwartungen.
Marktreaktion: Abverkauf zum Handelsschluss
Die Märkte reagierten zunächst verhalten, drehten dann aber in der letzten Handelsstunde deutlich ins Minus. Der S&P 500 und der Nasdaq erreichten ihre Tagestiefs in den Schlussminuten, als sich die Tragweite des hawkischen Dot Plots durchsetzte. Die kurzfristigen Anleiherenditen stiegen sprunghaft. Der US-Dollar legte kräftig zu, während EUR/USD und der Goldpreis unter Druck gerieten, beide reagieren typisch negativ auf steigende US-Realzinsen. Am Terminmarkt preist das CME FedWatch Tool eine Wahrscheinlichkeit von rund 61% für eine Zinserhöhung im Oktober ein.
Fed Zinsentscheid April 2026
Am 29. April 2026 beließ die Fed den Leitzins bei 3,50 bis 3,75%. Die Abstimmung fiel mit 8 zu 4 Stimmen aus, der stärkste Dissens seit Oktober 1992. Stephen Miran stimmte für eine Senkung, Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan stimmten gegen den „easing bias“ im Statement. In seiner letzten Pressekonferenz als Vorsitzender kündigte Jerome Powell an, als Fed-Gouverneur im Board zu bleiben. Am selben Tag bestätigte das Senate Banking Committee Kevin Warshs Nominierung mit 13:11. Die volle Senatsbestätigung folgte am 13. Mai 2026. Miran verließ anschließend den Fed-Vorstand, um Warsh Platz zu machen.
Fed Zinsentscheid Prognose 2026: Kommt eine Zinserhöhung?
Seit dem 16. September lautet die Frage nicht mehr, ob die Fed erhöht, sondern wie oft noch.
Der Dot Plot vom September gibt die Richtung vor: 16 der 18 Teilnehmer erwarten bis Jahresende mindestens einen weiteren Schritt, der Median liegt bei 4,1 Prozent. Für Ende 2027 steht dort derselbe Wert. Entscheidend für den 28. Oktober werden die Inflationsdaten der kommenden Wochen: Die Fed projiziert für 2026 eine PCE-Inflation von 3,7 Prozent und eine Kernrate von 3,4 Prozent, beides deutlich über dem Ziel.
Eine Zusage zum weiteren Weg gibt es trotzdem nicht. Warsh hat auch im September keine Forward Guidance gegeben und sich zu den kommenden Sitzungen nicht geäußert. Wer den nächsten Schritt einschätzen will, ist damit auf die Datenlage und auf die Preise am Terminmarkt angewiesen, nicht auf Ansagen der Notenbank.
Die europäische Seite der Zinsentwicklung mit Chartanalyse der Bundesanleihe-Rendite findest Du in unserer Zinsprognose 2026.
Mehrere Faktoren sprechen aktuell für eine straffere Geldpolitik:
- Dot Plot: 16 von 18 Teilnehmern erwarten 2026 mindestens eine weitere Erhöhung
- PCE-Inflation für 2026 auf 3,7% projiziert, Kernrate 3,4%
- Die Arbeitslosenquote wurde für 2026 auf 4,1% gesenkt (Juni-Projektion: 4,3%), der Arbeitsmarkt gibt also keinen Anlass zur Lockerung
- Die Zollpolitik der US-Regierung treibt die Verbraucherpreise zusätzlich
- Das Statement nennt Preisstabilität ausdrücklich als Zusage, und die Erhöhung fiel einstimmig aus
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt die Geopolitik. Das Statement nennt sie ausdrücklich als Grund für die erhöhte Unsicherheit. Sollte der Ölpreis deutlich fallen, könnte der Inflationsdruck nachlassen und der Zinspfad wieder flacher werden.
Der Fed Zinsentscheid einfach erklärt
Der Fed Zinsentscheid ist die Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve über den Zielbereich der Federal Funds Rate, also den Leitzins, zu dem sich amerikanische Banken über Nacht gegenseitig Geld leihen.
Das Federal Open Market Committee (FOMC) trifft diese Entscheidung achtmal im Jahr. Das Gremium besteht aus zwölf stimmberechtigten Mitgliedern: den sieben Mitgliedern des Board of Governors, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank von New York und vier der übrigen elf regionalen Notenbankpräsidenten, die im Rotationsverfahren abstimmen.
Das Federal Open Market Committee (FOMC) ist das geldpolitische Entscheidungsgremium der US-Notenbank, das über die Höhe des Leitzinses und die Ausrichtung der Geldpolitik abstimmt.
Die Fed verfolgt ein duales Mandat: maximale Beschäftigung und stabile Preise. Durch Anhebung oder Senkung des Leitzinses steuert sie die Kreditkosten in der gesamten Wirtschaft. Höhere Zinsen verteuern Kredite und bremsen die Nachfrage, niedrigere Zinsen machen Geld billiger und stimulieren Konsum und Investitionen.
Die Federal Funds Rate ist der Leitzins der Fed, also der Zinssatz, zu dem Banken sich über Nacht gegenseitig Geld leihen.
Der Zinsentscheid wird jeweils am zweiten Sitzungstag um 20:00 Uhr MESZ (14:00 Uhr Eastern Time) in einem geldpolitischen Statement veröffentlicht. Unmittelbar danach, um 20:30 Uhr MESZ, gibt der Fed-Vorsitzende eine Pressekonferenz. Bei vier der acht Sitzungen veröffentlicht die Fed zusätzlich ihre Wirtschaftsprognosen (Summary of Economic Projections) inklusive des Dot Plots. Etwa drei Wochen nach jeder Sitzung erscheinen die FOMC Minutes, das detaillierte Sitzungsprotokoll, das von Tradern genau analysiert wird.
Wie funktioniert der Fed Zinsentscheid?
Die Federal Reserve ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten und steuert die Geldpolitik der größten Volkswirtschaft der Welt.
Der Prozess folgt einem festen Ablauf. In den Wochen vor jeder Sitzung analysiert die Fed eine Vielzahl von Wirtschaftsindikatoren: Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls), Inflationsdaten (CPI, PPI, PCE), BIP-Wachstum, Konsumausgaben und die Lage an den Finanzmärkten. Auf Basis dieser Daten erstellen die FOMC-Mitglieder ihre individuellen Einschätzungen. Detaillierte Informationen zur Geldpolitik veröffentlicht die Fed auf ihrer offiziellen Website.
In der sogenannten Blackout Period, etwa zehn Tage vor der Sitzung, dürfen FOMC-Mitglieder keine öffentlichen Kommentare zur Geldpolitik abgeben. Für Trader ist das relevant, weil in dieser Phase das Handelsvolumen typischerweise sinkt und die Volatilität vor dem Zinsentscheid steigt. Wer den Zinsentscheid aktiv handeln will, findet in unserem Überblick zu Trading-Strategien passende Ansätze, insbesondere im Bereich News Trading.
Die zweitägige Sitzung selbst findet in Washington statt. Am ersten Tag werden die wirtschaftliche Lage und die Risiken diskutiert, am zweiten Tag wird abgestimmt. Das Ergebnis wird um 20:00 Uhr MESZ in einem kurzen geldpolitischen Statement veröffentlicht. In der anschließenden Pressekonferenz um 20:30 Uhr MESZ erläutert der Vorsitzende die Entscheidung und beantwortet Fragen der Presse.
Bei vier Sitzungen im Jahr (März, Juni, September, Dezember) veröffentlicht die Fed zusätzlich die Summary of Economic Projections mit dem Dot Plot. Diese Sitzungen gelten als besonders marktrelevant, weil sie den erwarteten Zinspfad für die kommenden Jahre abbilden. Etwa drei Wochen nach jeder Sitzung erscheinen die FOMC Minutes, das detaillierte Sitzungsprotokoll, das häufig zusätzliche Marktbewegungen auslöst.

Wie stark die Verbraucherpreise diese Entscheidungen prägen, zeigt der Überblick über die US-Inflationsdaten (CPI) mit allen Terminen und der aktuellen Rate.
Wie beeinflusst der Fed Zinsentscheid die Märkte?
Der Fed Zinsentscheid hat weitreichende Auswirkungen, sowohl auf die US-Wirtschaft als auch auf die globalen Finanzmärkte. Wer die Zusammenhänge zwischen Geldpolitik und Kursbewegungen von Grund auf verstehen will, findet in unserem Guide zum Traden lernen einen umfassenden Einstieg. Für erfahrene Trader sind vor allem vier Kanäle relevant.
Wie viel Geld hinter einer Bewegung steht, siehst du dem Chart nicht an. Money Flow Tape misst in 17 Bereichen, wohin Kapital fließt, auf zwei Zeitachsen zugleich, den letzten Wochen und den letzten Monaten. Laufen beide gleich, trägt der Trend. Laufen sie auseinander, ist die jüngste Bewegung nicht gedeckt. *Werbelink, für dich ändert sich am Preis nichts.
Besonders deutlich zeigt sich der Effekt am Yen: Wie die Zinsdifferenz zwischen Fed und Bank of Japan den Wechselkurs treibt, analysieren wir laufend in der USD/JPY Prognose mit Chartanalyse.
Kreditkosten und Konsum
Der Leitzins bestimmt die Basis für alle kurzfristigen Zinssätze in der US-Wirtschaft. Steigt er, werden Kredite für Unternehmen und Verbraucher teurer, Konsum und Investitionen gehen zurück. Fällt er, wird Geld billiger, was die Wirtschaft stimuliert. Dieser Mechanismus ist der wichtigste Transmissionskanal der Geldpolitik.
Aktienmärkte
Zinssenkungen machen Aktien tendenziell attraktiver, weil Anleiherenditen sinken und die Risikoprämie für Aktien steigt. Zinserhöhungen wirken umgekehrt: Anleihen werden als Alternative zu Aktien attraktiver, Bewertungsniveaus geraten unter Druck. Besonders zinsempfindlich reagieren Wachstums- und Technologieaktien, wie der Abverkauf am Tag des Juni-Zinsentscheids zeigte.
US-Dollar und Wechselkurse
Höhere US-Zinsen ziehen internationales Kapital an und stärken den US-Dollar. Das drückt den EUR/USD-Kurs und verteuert für europäische Anleger den Kauf von US-Assets. Umgekehrt kann eine Zinssenkung den Dollar schwächen, was wiederum den Goldpreis stützt, der traditionell invers zum Dollar korreliert.
Anleihenmarkt und Renditen
Die Fed-Politik beeinflusst direkt die Renditen von US-Staatsanleihen. Die Rendite der 10-jährigen Treasury gilt als globaler Referenzzins und wirkt sich auf Hypothekenzinsen, Unternehmensanleihen und die Finanzierungskosten der US-Regierung aus.
Die Zinsentscheidungen der Fed wirken sich nicht nur auf die Finanzmärkte aus, sondern auch auf die Zinsen für Sparanlagen und Kredite. Steigende US-Zinsen erhöhen tendenziell das globale Zinsniveau, auch in Europa. Wer sein Kapital abseits der Börse parken will, findet in unserem Festgeld Vergleich aktuelle Zinssätze und Anbieter.
Die wichtigste monatliche Datenquelle für diese Zinserwartungen sind die Non-Farm Payrolls, die in der Regel am ersten Freitag im Monat um 14:30 Uhr deutscher Zeit erscheinen.
Wie stark bewegt ein Fed-Entscheid den Markt?
Für diesen Abschnitt habe ich alle 60 regulären Fed-Entscheidungen von Januar 2019 bis Juli 2026 nachgemessen. Verglichen wird jeweils die Schwankungsbreite am Entscheidungstag mit einem gewöhnlichen Handelstag aus demselben Zeitraum. Die zwei Notfallsenkungen vom März 2020 zählen nicht mit, weil sie außerhalb des Sitzungskalenders lagen.
An einem Fed-Entscheidungstag schwankt der S&P 500 typischerweise rund 30 Prozent stärker als an einem gewöhnlichen Handelstag, in den zwei Stunden nach der Veröffentlichung sogar mehr als zweieinhalbmal so stark.
| Markt | Fed | Normal | Stärker |
|---|---|---|---|
| S&P 500 | 1,24 % | 0,95 % | 73 % |
| DAX (Folgetag) | 1,29 % | 1,02 % | 62 % |
| EUR/USD (Folgetag) | 0,36 % | 0,24 % | 67 % |
| Gold (GLD) | 1,30 % | 0,80 % | 93 % |
Am deutlichsten reagiert Gold. An 56 von 60 Entscheidungstagen war die Tagesspanne größer als an einem typischen Tag. Beim DAX fällt der Effekt schwächer aus: Der Xetra-Handel endet um 17:30 Uhr, der Entscheid kommt erst am Abend, und was nachts im DAX-Future passiert, steckt am Folgetag in der Eröffnungslücke statt in der Spanne.
Mehr Schwankung heißt nicht mehr Richtung. Gemessen am Schlusskurs bewegt sich der S&P 500 an Fed-Tagen nur in 57 Prozent der Fälle stärker als üblich, und bei 60 Terminen ist das vom Zufall kaum zu unterscheiden. Der Markt schlägt also aus, landet aber oft nicht weit vom Ausgangspunkt. Das Risiko steckt im Hin und Her, nicht in einem vorhersehbaren Trend.
Die zwei Stunden nach dem Entscheid
Im Fenster von 20 bis 22 Uhr deutscher Zeit wird der Effekt am größten. Das ist die Zeit zwischen der Veröffentlichung und dem US-Handelsschluss. Stundenkerzen reichen bei Yahoo Finance nur rund zwei Jahre zurück, deshalb stützt sich dieser Teil auf 19 bis 22 Sitzungen seit Ende 2023. In den Wochen, in denen die USA und Europa die Uhr nicht gleichzeitig umstellen, beginnt das Fenster eine Stunde früher.
| Markt | Fed | Normal | Stärker |
|---|---|---|---|
| S&P 500 | 0,95 % | 0,37 % | 18 von 19 |
| EUR/USD | 0,50 % | 0,10 % | 22 von 22 |
| Gold | 1,73 % | 0,38 % | 19 von 19 |

Beim Euro ist der Unterschied am größten: Die Spanne ist rund fünfmal so groß wie an einem normalen Abend, beim Gold 4,6-mal und beim S&P-500-Future 2,6-mal. Die Grafik zeigt die drei Märkte nebeneinander. Wie das in der Praxis aussieht, zeigte der 16. September 2026: Der Gold-Future schwankte zwischen 20 und 22 Uhr um 3,15 Prozent und damit fast doppelt so stark wie an einem durchschnittlichen Fed-Abend, der S&P-500-Future um 1,55 Prozent.
Pause, Zinsänderung, Projektionssitzung
Den größten Unterschied macht die Zinsänderung selbst, nicht der Dot Plot. Die folgende Auswertung nimmt die Tagesspanne des S&P 500 und sortiert die 60 Termine nach der Art der Sitzung.
| Sitzung | Zahl | Spanne | Stärker |
|---|---|---|---|
| Pause | 40 | 1,17 % | 68 % |
| Änderung | 20 | 2,08 % | 85 % |
| Erhöhung | 11 | 2,58 % | 91 % |
| Senkung | 9 | 1,11 % | 78 % |
| mit Dot Plot | 29 | 1,24 % | 83 % |
| ohne Dot Plot | 31 | 1,17 % | 65 % |
Die Erhöhungen muss man mit Vorsicht lesen. Alle elf fielen in die Jahre 2022 und 2023, als der Markt ohnehin nervös war. Deshalb habe ich jeden Fed-Tag zusätzlich mit den 20 Handelstagen davor verglichen. Auch dann schwankte der S&P 500 an allen elf Erhöhungstagen stärker als in den Wochen zuvor, an Pausentagen nur in 59 Prozent der Fälle. Die Erhöhung vom 16. September reiht sich mit einer Tagesspanne von 1,57 Prozent genau dort ein.
Ein belastbarer Dot-Plot-Effekt lässt sich aus den Daten nicht ablesen. Im selben Vergleich liegen die Projektionssitzungen beim S&P 500 mit 76 gegen 67 Prozent nur leicht vorn. Bei der DAX-Spanne am Folgetag ist es sogar umgekehrt: Dort schlagen die Sitzungen ohne Projektionen häufiger aus.
Werkzeuge, um Fed-Termine einzuschätzen
Eine Messung wie diese ist eine Momentaufnahme. Für die laufende Einschätzung vor jedem Termin helfen drei Werkzeuge. Das CME FedWatch Tool zeigt, welche Entscheidung der Terminmarkt einpreist. Das Events-Modul von Money Flow Tape, das weiter oben verlinkt ist, führt dieselbe Art von Basisraten für neun Termintypen fort. Mit der Schwelle des Anbieters, also einer Tagesspanne von mindestens dem 1,5-Fachen der 20 Tage davor, komme ich beim S&P 500 auf 41 gegen 20 Prozent an gewöhnlichen Tagen: dieselbe Größenordnung, unabhängig gerechnet.
Alle weiteren marktbewegenden Termine des Monats findest du gebündelt in unserem Wirtschaftskalender mit Live-Terminen.
So habe ich gemessen. Die Termine stammen aus dem Sitzungskalender der Federal Reserve, die Kurse von Yahoo Finance und die Euro-Referenzkurse von der Europäischen Zentralbank. Die Spanne ist Tageshoch minus Tagestief, geteilt durch den Vortagesschluss. Gold messe ich über den ETF GLD, weil der tägliche Abrechnungskurs des Gold-Futures schon vor dem Entscheid festgestellt wird. Beim Euro nehme ich den EZB-Referenzkurs von 14:15 Uhr und vergleiche ihn mit dem des Folgetags, weil die Tageskerzen für Devisen bei Yahoo den Abend nicht sauber abbilden.
Fed Zinsentscheid und EZB: die Unterschiede
Für Trader in der DACH-Region ist der Vergleich zwischen Fed und EZB besonders relevant, weil beide Notenbanken die wichtigsten Währungen beeinflussen und ihre Entscheidungen direkt auf den EUR/USD-Wechselkurs wirken.
Wie sich die europäische Zinserwartung im Chart niederschlägt, zeigt der aktuelle Bund-Future Analyse am direktesten. Er bewegt sich gegenläufig zur Rendite zehnjähriger Bundesanleihen.
Die Fed steuert die Geldpolitik mit einem einzigen Leitzins, der Federal Funds Rate. Die EZB arbeitet mit drei Leitzinsen: Hauptrefinanzierungssatz (seit 16. September 2026 bei 2,65%), Einlagefazilität (2,50%) und Spitzenrefinanzierungsfazilität (2,90%).
Die EZB hat 2026 zweimal erhöht, am 11. Juni und am 10. September, jeweils um 0,25 Prozentpunkte. Beide Notenbanken straffen also, und beide taten es im September. Die Zinsdifferenz zwischen der Fed-Obergrenze von 4,00% und dem EZB-Einlagensatz von 2,50% liegt bei 1,50 Prozentpunkten. Diese Differenz treibt weiterhin Kapitalströme in den Dollar und macht US-Anleihen für europäische Investoren attraktiver. Für europäische Trader wirkt sich die Zinsdifferenz auch auf den DAX aus, da steigende US-Zinsen Kapital aus europäischen Aktien abziehen können.
Beide Notenbanken stehen 2026 vor demselben Dilemma: Die Inflation liegt über dem Ziel, während die Wachstumsaussichten unsicher bleiben. Beide haben im September reagiert und den Zins angehoben, die Fed um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00%, die EZB um denselben Schritt auf 2,50% Einlagesatz.
Fazit zum Fed Zinsentscheid: meine Einschätzung
Mit dem 16. September 2026 ist aus der Debatte eine Entscheidung geworden: Kevin Warsh erhöht den Leitzins auf 3,75 bis 4,00 Prozent, und zwar einstimmig. Im Juli standen ihm noch drei Mitglieder gegenüber, im September steht das Gremium geschlossen hinter der Straffung.
Bemerkenswert ist der Ausblick. Der Dot Plot sieht bis Jahresende einen weiteren Schritt und für 2027 keine Senkung. Für Forex-Trader war die Reaktion am Mittwochabend eindeutig: kurze Renditen höher, Aktien schwächer, Dollar fester und Gold deutlich unter Druck.
Für meine eigene Trading-Praxis ändert das vor allem eines: Der nächste Termin ist wieder ein echter Termin. Wer den Fed Zinsentscheid als Trader nutzen will, sollte die FOMC-Sitzungen fest in seinen Trading-Plan aufnehmen und sich die eigene Positionsgröße vorher ansehen. Meine Auswertung weiter oben zeigt, warum: Die Spanne ist an diesen Abenden regelmäßig ein Vielfaches des Üblichen, die Richtung dagegen ist nicht vorhersehbar.
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt die Geopolitik. Das Statement nennt sie ausdrücklich als Grund dafür, dass die Unsicherheit erhöht bleibt. Solange das so ist, bleibt auch die Volatilität an den Zinsmärkten hoch, und der Zinspfad kann sich mit wenigen Datenpunkten wieder drehen.
Häufige Fragen zum Fed Zinsentscheid
Was ist der Fed Zinsentscheid genau?
Der Fed Zinsentscheid ist die Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve über den Leitzins (Federal Funds Rate). Das FOMC trifft diese Entscheidung achtmal im Jahr und legt damit fest, zu welchem Zinssatz sich amerikanische Banken über Nacht Geld leihen können. Die Entscheidung hat weitreichende Auswirkungen auf die Finanzmärkte, Kreditzinsen und den Wert des US-Dollars.
Um wie viel Uhr wird der Fed Zinsentscheid veröffentlicht?
Der Zinsentscheid wird um 20:00 Uhr MESZ (14:00 Uhr Eastern Time) in einem geldpolitischen Statement veröffentlicht. Die anschließende Pressekonferenz des Fed-Vorsitzenden beginnt um 20:30 Uhr MESZ. Hinweis: Aufgrund der unterschiedlichen Zeitumstellung zwischen Deutschland und den USA kann der Termin um eine Stunde abweichen.
Wie oft findet der Fed Zinsentscheid statt?
Das FOMC tagt achtmal im Jahr, jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Tagen (Dienstag/Mittwoch). Bei vier dieser Sitzungen (März, Juni, September, Dezember) veröffentlicht die Fed zusätzlich ihre Wirtschaftsprojektionen und den Dot Plot. Die genauen Termine werden vorab auf der Website der Federal Reserve veröffentlicht.
Wann ist der nächste Fed Zinsentscheid?
Die nächste FOMC-Sitzung findet am 27. und 28. Oktober 2026 statt, ohne neue Projektionen. Der Entscheid wird in dieser Woche um 19:00 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht, weil Europa bereits auf Winterzeit umgestellt hat und die USA noch nicht. Die nächste Sitzung mit Dot Plot ist am 8. und 9. Dezember 2026.
Was ist der Unterschied zwischen Fed und EZB?
Die Fed steuert die US-Geldpolitik mit einem einzigen Leitzins (Federal Funds Rate, aktuell 3,75 bis 4,00%). Die EZB arbeitet mit drei Leitzinsen für die Eurozone (Einlagensatz aktuell 2,50%). Beide Notenbanken haben 2026 auf den Inflationsanstieg reagiert: die EZB mit Erhöhungen im Juni und im September, die Fed mit ihrer Erhöhung vom 16. September.
Was bedeutet der Dot Plot der Fed?
Der Dot Plot zeigt die individuellen Zinserwartungen der FOMC-Teilnehmer als Punkte auf einer Grafik. Jeder Punkt repräsentiert die Prognose eines Mitglieds für den Leitzins zum Jahresende. Im September 2026 liegt der Median für das Jahresende bei 4,1 Prozent. Im Juni hatten nur 18 von 19 Teilnehmern einen Dot eingereicht. Der neue Vorsitzende Kevin Warsh verzichtete bewusst darauf. Der Median aller Punkte gilt als wichtigster Orientierungswert für den erwarteten Zinspfad.
Was ist die Blackout Period vor dem Fed Zinsentscheid?
Die Blackout Period beginnt etwa zehn Tage vor jeder FOMC-Sitzung. In dieser Phase dürfen FOMC-Mitglieder keine öffentlichen Kommentare zur Geldpolitik abgeben. Für Trader ist das relevant, weil in dieser Zeit das Handelsvolumen typischerweise sinkt und sich die Marktteilnehmer auf den Zinsentscheid vorbereiten. Nach dem Zinsentscheid endet die Blackout Period automatisch.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und handelt seit 1980 aktiv an den Finanzmärkten. Sein Schwerpunkt liegt auf Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten, die er als diskretionärer Price-Action-Trader analysiert. Als langjähriger Vertreter von Joe Ross in Deutschland übersetzte und veröffentlichte er alle zehn Ross-Bücher und brachte in den späten 1980er Jahren die Elliott-Wellen-Literatur von Robert Prechter erstmals auf Deutsch heraus.
Seit 1996 handelt Karsten über Interactive Brokers und verfolgt die Zinsentscheidungen der Federal Reserve seit über vier Jahrzehnten aus der Perspektive eines aktiven Traders. Seine Einschätzungen basieren auf der Kombination von technischer Analyse und der Beobachtung geldpolitischer Rahmenbedingungen, nicht auf akademischen Modellen, sondern auf praktischer Markterfahrung.
Für die Inhalte auf kagels-trading.de gelten strenge redaktionelle Standards: Alle Fakten werden gegen Primärquellen geprüft, Zahlen nur aus offiziellen Quellen übernommen und spekulative Aussagen klar als solche gekennzeichnet. Mehr dazu in unseren redaktionellen Richtlinien.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.















