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NanoTrader Erfahrungen: Was die Plattform von WH SelfInvest kann und was sie kostet

Zuletzt aktualisiert: 26. August 2026

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7 Min

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Der NanoTrader ist die Handelsplattform, die du bei WH SelfInvest bekommst, wenn du dort ein Konto führst. Sie ist keine Software, die du im Laden kaufst, und sie ist auch keine Eigenentwicklung des Brokers. Entwickelt wird sie von Fipertec, einem Softwarehaus aus Luxemburg. WH SelfInvest gibt sie an seine Kunden weiter. Diese Trennung klingt nach einer Fußnote, sie erklärt aber, warum die Plattform an manchen Stellen sehr weit ist und an anderen überraschend altmodisch wirkt.

Dieser Test beantwortet die drei Fragen, die in der Google-Suche zum NanoTrader am häufigsten auftauchen: was die Plattform kostet, wo du sie herunterlädst und ob sie auf Mac oder auf dem Handy läuft. Ich habe dafür die Preis-, Konto- und Kundenseiten von WH SelfInvest ausgewertet, die Herstellerangaben von Fipertec dagegengehalten und die Installationsdatei selbst abgerufen. Wo Angaben aus älteren Testberichten nicht mehr stimmen, steht das hier so drin. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

NanoTrader: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Zwei Versionen, ein Konto: NanoTrader Free ist kostenlos, NanoTrader Full kostet am CFD-Forex-Konto 29 € im Monat. Am Futures-Konto läuft die Abrechnung über Datenpakete: 0 €, 104 € oder 119 € im Monat, je nach Charthistorie und Börsen.
  • Der Unterschied ist die Automatisierung: Free bringt 5 fertige Strategien und 6 Signale, Full bringt 90+ Strategien, 15+ Signale, 28 Screener, Backtesting und die Programmierumgebung Express.
  • Windows-Software, kein Browser und keine App: Der NanoTrader wird als 25,8 MB große EXE-Datei installiert. Für Mac gibt es keine eigene Fassung, und die Handy-Apps von WH SelfInvest sind eigene Programme, nicht der NanoTrader.
  • Für wen sich das lohnt: für Futures- und CFD-Trader, die halb- oder vollautomatisch handeln wollen, ohne programmieren zu lernen. Wer nur Charts ansehen will, fährt mit der kostenlosen Free-Version.
  • Was du wissen solltest: Die Lizenz gilt laut Hersteller-AGB für einen Arbeitsplatz, das Support-Forum des Brokers ist offline, und die Demo bekommst du nur gegen Telefonnummer und Rückruf.
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Was ist der NanoTrader?

Der NanoTrader ist die Handelsplattform, über die Kunden von WH SelfInvest ihre Charts ansehen und ihre Orders aufgeben. Sie deckt Futures, CFDs, Forex und Aktien ab und verbindet Chartanalyse und Orderaufgabe in einem Fenster. Handeln kannst du damit manuell, halbautomatisch oder vollautomatisch.

Der NanoTrader ist eine Windows-Handelsplattform des Softwarehauses Fipertec, die der Broker WH SelfInvest seinen Kunden in einer kostenlosen Version (Free) und einer kostenpflichtigen Vollversion (Full) zur Verfügung stellt.

Der Hersteller wird oft falsch genannt, auch in anderen Testberichten. Entwickelt wird die Software von der Fipertec S.à.r.l. mit Sitz in Bertrange, Luxemburg. Sie führt die Arbeit der 2000 gegründeten Fipertec GmbH aus Berlin fort. Auf der Herstellerseite steht der Satz, NanoTrader sei „die neueste Entwicklung aus dem Hause Fipertec”. WH SelfInvest ist der Broker, nicht der Entwickler. Wer die Software nutzen will, braucht deshalb ein Konto bei diesem Broker.

Technisch ist das eine klassische Desktop-Anwendung. Fipertec schreibt, die Plattform sei bewusst nicht in Java oder .NET geschrieben, sondern in C++, und nutze mehrere Prozessorkerne. Das erklärt, warum sie auch mit Tick-Daten flüssig läuft, und zugleich, warum es keine Browser-Version gibt.

Der Broker dahinter sitzt in Luxemburg. Die WH SELFINVEST S.A. wurde 1998 gegründet und wird von der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF beaufsichtigt. Sie hält eine Börsenmaklerlizenz (Nr. 42798), eine Kommissionärslizenz (Nr. 36399) und eine Vermögensverwalterlizenz (Nr. 1806). Der Broker weist auf jeder Seite aus, dass 76 % der Kleinanlegerkonten beim CFD-Handel mit ihm Geld verlieren. Diese Zahl gehört in jede Betrachtung der Plattform, weil sie beschreibt, wie die Mehrheit der Nutzer tatsächlich abschneidet.

Welche Sprachen sind im NanoTrader verfügbar?

Die Oberfläche gibt es in sieben Sprachen. Hersteller und Broker nennen übereinstimmend Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Polnisch, Italienisch und Ungarisch. Handbücher, Schnellstart-Anleitungen und die Webinare des deutschen Teams liegen ebenfalls auf Deutsch vor. Das ist ein spürbarer Unterschied zu US-Plattformen wie TradeStation, wo Software und Support nur englischsprachig sind.

Welche Versionen vom NanoTrader gibt es?

Es gibt zwei Versionen, und der Unterschied liegt fast vollständig in der Automatisierung. NanoTrader Free kann Charting und manuellen Handel. NanoTrader Full enthält zusätzlich die Module „Handelssystem” und „Express” und damit automatischen Handel, Backtesting und die Möglichkeit, eigene Bausteine zu programmieren. Die folgenden Zahlen stammen aus der offiziellen Vergleichstabelle des Brokers.

FunktionFreeFull
Fertige Strategien590+
Fertige Signale615+
Fertige Screenerkeine28
Chart­formationen im Scanner99
Auto­matischer Handelneinja
Back­testing und Opti­mierungneinja
Taktik-Ordersneinja
Express-Program­mierungneinja
Funktionsvergleich NanoTrader Free und Full nach Angaben von WH SelfInvest, Stand August 2026. Halbautomatischer Handel über den TradeGuard ist in beiden Versionen enthalten.

Für die meisten Einsteiger reicht Free länger, als man denkt. Charting, Zeichenwerkzeuge, Orderaufgabe aus dem Chart und der halbautomatische TradeGuard sind dort enthalten. Erst wenn du eine Strategie testen oder ohne dich am Rechner laufen lassen willst, brauchst du Full.

Was kostet der NanoTrader?

Es gibt nicht einen Preis, sondern zwei Preislogiken, und welche für dich gilt, hängt vom Kontotyp ab. Am CFD-Forex-Konto zahlst du eine feste Monatsgebühr für die Vollversion. Am Futures-Konto steckt die Plattform in einem Datenpaket, das zusätzlich Kurshistorie und Echtzeitkurse enthält. Wer nur den Satz „29 € im Monat” liest, hat deshalb bestenfalls die halbe Antwort.

Am CFD-Forex-Konto ist die Rechnung kurz. Der Broker listet dort vier Zugänge nebeneinander auf, und du kannst sie mit denselben Zugangsdaten alle nutzen.

ZugangWas du bekommstKosten pro Monat
NanoTrader FreeCharting, manueller Handel, TradeGuard0 €
NanoTrader Fullzusätzlich Automatik, Back­testing, Express29 €
Trading­ViewCharting im Browser0 €
Mobile AppsiPhone, iPad, Android0 €
Plattformkosten am CFD-Forex-Konto von WH SelfInvest, Stand August 2026. Die Kontoeröffnung ist kostenfrei, eine Inaktivitätsgebühr gibt es nicht.

Am Futures-Konto rechnet der Broker anders. Dort wählst du ein Paket aus Plattform, Echtzeitkursen und Charthistorie. Die Plattformversion ist darin enthalten, der Preis richtet sich vor allem danach, wie weit die Kurshistorie zurückreicht und welche Börsen du in Echtzeit siehst.

PaketPlattform und HistorieKosten pro Monat
Kostenloses DatenpaketFree, 5 Tage Historie, 4 CME-Märkte0 €
CQG Trader PaketFull, bis 3 Jahre, CME und Eurex104 €
Iress Trader PaketFull, bis 10 Jahre, CME und Eurex119 €
Futures-Pakete bei einer Kommission von 1,90 € je Kontrakt und Seite, Stand August 2026. In allen drei Paketen sind Trading-App, Web-Plattform und Demokonto enthalten.

Bei einer höheren Kommission werden die Pakete billiger. Wählst du statt 1,90 € eine Kommission von 2,20 € je Kontrakt und Seite, sinkt die Monatspauschale auf 0 €, 69 € oder 84 €. Das ist die klassische Abwägung zwischen Fixkosten und Stückkosten: Wer viel handelt, fährt mit der niedrigen Kommission besser, wer wenig handelt, mit der niedrigen Pauschale.

Vier Posten übersieht man beim ersten Blick auf die Preisliste. Sie stehen beim Broker im Kleingedruckten unter den Pakettabellen und können die Monatsrechnung deutlich verändern.

  • Mindestmenge bei Futures: Ab 40 Kontrakten im Kalendermonat gibt es 14 % Rabatt auf die Kommission. Wird die Menge nicht erreicht, berechnet der Broker 40 €.
  • Zusätzliche Börsen: Echtzeitkurse für Eurex lassen sich dem kostenlosen Datenpaket für 25 € im Monat hinzufügen, für Euronext kostet das 60 €.
  • Zweite Plattform: Wer neben dem NanoTrader noch TradingView, ATAS, Volfix oder Sierra Chart nutzen will, zahlt dafür 13 € im Monat.
  • Werkzeuge aus dem Store: Das Volume Profile etwa steht im Store mit einem Budget von 55 €. Solche Pakete sind Einmalkäufe und in keinem Monatspreis enthalten.

Ein Punkt, der in keinem Testbericht steht, aber in den AGB des Herstellers. Fipertec schreibt dort, eine Lizenz berechtige zum Betrieb auf einem Arbeitsplatz, und ein gleichzeitiger Betrieb auf mehreren Arbeitsplätzen sei nicht gestattet. Wer den NanoTrader zu Hause und zusätzlich auf einem gemieteten Server laufen lassen will, muss das also vorher klären.

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NanoTrader herunterladen und installieren

Die Installationsdatei liegt offen im Netz, sie ist nur nirgends verlinkt. WH SelfInvest führt den Download im eingeloggten Kundenbereich unter „Installation”, und die Startseite der Plattform schickt dich stattdessen auf ein Demo-Formular. Wer nach „NanoTrader Download” sucht, landet deshalb regelmäßig im Nichts.

Der NanoTrader wird als Windows-Installationsdatei mit der Endung .exe heruntergeladen und lokal installiert; eine Browser-Version der Plattform gibt es nicht.

Die Datei ist rund 25,8 Megabyte groß und heißt WHS_NanoTrader_install_all.exe. Sie wird vom Server des Herstellers Fipertec ausgeliefert, nicht vom Broker. Dieselbe Datei enthält beide Versionen; welche du danach nutzt, entscheidet dein Konto, nicht die Installation. Anmelden kannst du dich mit denselben Zugangsdaten wie im Kundenbereich.

Ohne Konto kommst du an die Vollversion nur über die Demo, und die hat einen Haken. Das Formular verlangt eine Telefonnummer, und der Broker schreibt ausdrücklich dazu, dass ein Mitarbeiter dich anruft, um zu fragen, wie du mit der Plattform zurechtgekommen bist. Das ist ehrlich kommuniziert, aber es ist eben kein Demokonto, das du still testen kannst.

Zur kostenlosen NanoTrader-Demo bei WH SelfInvest

Zu den Systemvoraussetzungen macht der Anbieter heute keine Angaben mehr. Ältere Testberichte, unserer eingeschlossen, nannten hier jahrelang Windows XP, 1 GHz Prozessor und 30 MB Speicherplatz. Diese Werte stammen aus einer Zeit, in der die genannten Systeme noch Sicherheitsupdates bekamen, und sind heute wertlos. Belastbar ist nur: Es braucht ein aktuelles Windows, und weil die Software in C++ geschrieben ist und mehrere Prozessorkerne nutzt, profitiert sie von Arbeitsspeicher und Kernen, sobald du mit Tick-Daten arbeitest.

Läuft der NanoTrader auf Mac oder auf dem Handy?

Kurz: nein, in beiden Fällen nicht. Das ist die häufigste Falschangabe zum NanoTrader, und sie stand bis zu diesem Update auch in unserer eigenen FAQ. Es gibt keine Mac-Fassung und keine App, die NanoTrader heißt.

Der NanoTrader läuft ausschließlich unter Windows; für macOS existiert keine native Version, und die Mobile-Apps von WH SelfInvest sind eigenständige Programme und nicht der NanoTrader.

Mac-Nutzer brauchen deshalb einen Umweg über eine Windows-Umgebung. In der Praxis läuft das über eine Virtualisierung wie Parallels oder über einen gemieteten Windows-Server. Beides funktioniert, kostet aber Geld und Einarbeitung, und auf Macs mit Apple-Prozessoren ist der Weg zusätzlich fehleranfällig. Der Broker selbst bietet dafür keine offizielle Lösung an. Wer am Mac arbeitet und eine vergleichbar tiefe Chartsoftware sucht, ist mit ProRealTime oder einer browserbasierten Alternative besser bedient.

Mobil und im Browser gibt es Ersatz, nur eben nicht dieselbe Software. Der Broker stellt seinen Kunden je nach Konto unterschiedliche Zugänge bereit, und die Namen verraten schon, dass es andere Programme sind.

ZugangKontoWas es ist
Nano­Trader Free / FullCFD-Forex und FuturesWindows-Software zum Installieren
Trading­ViewCFD-ForexCharting im Browser
WebTraderFuturesWeb-Plattform für PC und Tablet
Mobile AppsCFD-Forex und Futureseigene Apps für Android, iPhone, iPad
Trader WorkstationMulti-MärktePlatt­form von Interactive Brokers
Plattformzugänge bei WH SelfInvest nach Kontotyp, Stand August 2026. Alle Zugänge nutzen dieselben Zugangsdaten.

Eine Verbindung zwischen Desktop und Handy gibt es trotzdem. Das SignalRadar, das die Live-Trades der hinterlegten Strategien anzeigt, läuft laut Anbieter im NanoTrader Free, im NanoTrader Full, in einer Webversion und über eine App. Positionen unterwegs im Blick behalten geht also, die volle Chartarbeit bleibt aber am Windows-Rechner.

Welche Chartingtools gibt es im NanoTrader?

Das Charting ist die Stärke der Plattform, und es ist in beiden Versionen vollständig enthalten. Der Anbieter nennt über 125 Indikatoren. Der Hersteller schlüsselt das auf: rund vier Dutzend sind fest in C++ eingebaut, weitere 80 und mehr liegen als offener Express-Quelltext vor und lassen sich ansehen und anpassen. Die früher hier genannte Zahl von 200 Indikatoren ließ sich nicht belegen.

Bei den Charttypen deckt der NanoTrader auch die zeitunabhängigen Darstellungen ab, die viele Plattformen nicht mitbringen. Verfügbar sind Balken, Kerzen, Heikin Ashi, Linien, logarithmische Charts, Range- und Tick-Charts, Renko und Three-Line-Break.

Zwillingscharts sind die Funktion, die ich am häufigsten vermisse, wenn ich mit anderer Software arbeite. Ein TwinChart zeigt dasselbe Instrument in einer zweiten Zeiteinheit, gekoppelt an den Hauptchart. Eine Trendlinie aus dem Tageschart steht damit automatisch im Intraday-Chart, ohne dass du sie zweimal zeichnest. Wer Markttechnik über mehrere Zeitebenen handelt, spart damit jeden Tag Zeit.

NanoTrader TwinCharts: 60-Minuten-Chart und Tageschart gekoppelt in einem Fenster

Bei den Zeichenwerkzeugen ist die Auswahl kleiner als bei den Indikatoren, dafür arbeiten sie mit. Der Broker listet unter anderem Fibonacci-Retracements und Extensions, Andrews Pitchfork, ABCD-Harmonika, Trendlinien, Trendkanäle und zwei ZigZag-Varianten. Der Unterschied zu reinen Analyseprogrammen: Eine gezeichnete Trendlinie kann als Auslöser für eine Order oder als Stop dienen, statt nur eine Linie zu bleiben.

Was sind die NanoTrader Livestatistics?

LiveStatistics beantwortet die Frage, wie oft eine Chartsituation früher schon da war. Du definierst eine Bedingung, etwa eine bestimmte Formation oder ein Kerzenmuster. Die Funktion durchsucht die Historie in Echtzeit, zählt die Treffer und zeigt, wie sich der Kurs danach im Schnitt entwickelt hat. Das Ergebnis wird als Projektion in den laufenden Chart gezeichnet.

Nützlich ist das, solange man die Grenze kennt. Eine Auswertung über wenige Dutzend Fälle ist keine Statistik, sondern eine Beobachtung, und sie sagt nichts darüber, ob das Muster in einem anderen Marktumfeld weiter trägt. LiveStatistics ist ein Werkzeug zum Prüfen von Ideen, kein Beweis. Für die eigentliche Prüfung gibt es das Backtesting in der Full-Version, samt Optimierung und Sensitivitätsanalyse.

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Wie funktioniert das Trading mit dem NanoTrader?

Orders gibt man im NanoTrader dort auf, wo man ohnehin hinschaut: im Chart. Neben dem Charttrader gibt es ein klassisches Orderticket, ein Orderpad und mit dem Speedtrader einen Zugang über das Orderbuch. Welchen Weg du nimmst, hängt weniger von der Software ab als davon, ob du scalpst oder Swing-Positionen hältst.

Bei den Stop-Orders ist die Plattform ungewöhnlich gut ausgestattet. Der Anbieter nennt 15 Varianten, darunter Break-even-Stop, Trailing-Stop, Parabolic-Stop, KaseDev-Stop, ein Stop auf Basis des Periodenhochs oder -tiefs, ein zeitbasierter Stop und Stops, die an einer gezeichneten Trendlinie oder an einem Indikator hängen. Ergänzt wird das durch mehrere Kursziele auf derselben Position. Wer sich mit Orderarten auskennt, findet hier mehr als bei den meisten Brokerplattformen.

Der TradeGuard nimmt dir die Handarbeit an der offenen Position ab. Er überwacht Stop und Ziel und zieht sie nach den Regeln nach, die du vorher festgelegt hast. Das ist der halbautomatische Teil der Plattform und in beiden Versionen enthalten. Die Idee dahinter: Der Fehler passiert selten beim Einstieg, sondern beim Nachjustieren unter Druck.

Wie funktioniert das automatisierte Trading?

Automatisieren lässt sich im NanoTrader ohne eine Zeile Code. Du kombinierst vorhandene Bausteine, legst Ein- und Ausstiegsbedingungen fest und schaltest die Strategie scharf. Der Broker wirbt genau damit: Strategien aufbauen ohne Programmierkenntnisse. Wer tiefer einsteigen will, nutzt die Programmierumgebung Express und schreibt eigene Bausteine. Beides steckt in der Full-Version.

Taktik-Orders sind der Zwischenschritt zwischen Hand und Automat. Du weist einer Order eine vordefinierte Taktik zu, und sie wird ausgelöst, sobald die Bedingung eintritt, entweder sofort oder erst nach deiner Bestätigung. Ein Beispiel: kaufen, wenn der Kurs den gleitenden Durchschnitt auf Tagesbasis überschreitet. Wer den Schritt zum vollautomatischen Handel scheut, aber nicht dauernd am Schirm sitzen will, arbeitet hier.

Taktik-Order im NanoTrader: drei Indikatoren müssen einstimmig sein, bevor die Order ausgelöst wird

Wer Systeme wirklich entwickeln will, sollte die Grenze kennen. Backtesting, Optimierung und Sensitivitätsanalyse sind vorhanden, ein Walk-Forward-Test steht nicht in der Funktionsliste. Wer das braucht, findet es bei TradeStation; einen Überblick über die Werkzeuge zum Programmieren von Handelssystemen haben wir separat.

Gibt es auch Volumen-Trading?

Ja, allerdings als Zukauf und nicht in jedem Markt. Das Volume Profile liegt im Store und ist ein kostenpflichtiges Zusatzpaket. Es zeichnet ein Histogramm in den Chart und markiert den Point of Control, die Value Area und deren Ober- und Untergrenze. Nutzbar ist es in beiden Plattformversionen.

Die Einschränkung nennt der Anbieter selbst, und sie ist wichtig. Ein aussagekräftiges Volumen gibt es nur dort, wo an einer Börse gehandelt wird, also vor allem bei Futures. Für CFDs und Forex empfiehlt er stattdessen die zeitbasierte Variante. Wie sich diese Auswertung lesen lässt, steht in unserem Beitrag zum Market Profile; wer den Orderfluss selbst sehen will, findet in ATAS die spezialisiertere Software. Der Broker erlaubt es, sie gegen Aufpreis neben dem NanoTrader zu betreiben.

Was ist der TradingStore?

Der Store ist der Marktplatz, auf dem fremde Trader ihre Werkzeuge für die Plattform anbieten. Der Broker spricht von mehr als 30 bekannten Tradern, die dort Produkte einstellen. Was du kaufst, sind keine eigenständigen Programme, sondern Indikatoren, Strategien und Werkzeuge, die sich in den NanoTrader einfügen.

Die Namensliste ist der eigentliche Hinweis darauf, für wen die Plattform gebaut ist. Unter den Anbietern stehen unter anderem Michael Voigt, dessen Bücher zur Markttechnik im deutschsprachigen Raum weit verbreitet sind, Birger Schäfermeier, Erdal Cene, Tobias Heitkötter, Bernard Prats-Desclaux, Eric Lefort und Wim Lievens. Das ist eine deutsch- und französischsprachige Trainerszene, keine internationale Softwarebörse.

Preise stehen nicht bei jedem Produkt. Beim Volume Profile nennt der Store ein Budget, beim Marktscanner-Paket steht derzeit gar kein Betrag mehr auf der Produktseite. Ältere Testberichte, unserer eingeschlossen, nannten dafür ein Monatsabo und einen Einmalpreis. Beides lässt sich heute nicht mehr belegen, deshalb stehen diese Zahlen hier nicht mehr. Die belegbaren Beträge findest du in der Kostenübersicht.

Ein Teil des Angebots kostet gar nichts. Neben den kostenpflichtigen Paketen liegen im Store historische Datensätze für CFD- und Forex-Märkte, die sich kostenlos aktivieren lassen, dazu die Kundenvorschläge: Werkzeuge, die Nutzer angeregt haben und die der Hersteller programmiert und für alle freigibt. Darunter sind Donchian-Kanäle, ein Heikin-Ashi-Histogramm und WL-Bars.

Wo finde ich den Scanner?

Die Scanner liegen im Scanner-Ordner der Arbeitsplatzleiste und kosten nichts. Sie durchsuchen mehrere Märkte gleichzeitig nach Chartformationen. Neun davon sind in beiden Plattformversionen enthalten. Die Screener, die nach Kennzahlen statt nach Formationen filtern, gibt es dagegen nur in der Full-Version, dort mit 28 vorgefertigten Varianten.

NanoTrader Scanner in der Arbeitsplatzleiste mit den verfügbaren Chartformationen

Zusätzlich gibt es im Store ein kostenpflichtiges Marktscanner-Paket. Es enthält drei Signale: eines auf steigende Volatilität, eines auf steigendes Momentum und eines auf Rücksetzer an den Bollinger-Bändern. Alle drei arbeiten trendfolgend und lassen sich auf Indizes, Rohstoffe und Forex anwenden, die Parameter sind frei einstellbar.

Welche Strategien sind im NanoTrader verfügbar?

Die Zahl der mitgelieferten Strategien ist der größte Unterschied zwischen den beiden Versionen. NanoTrader Free bringt 5 fertige Strategien und 6 Signale mit. NanoTrader Full kommt auf 90 und mehr Strategien sowie 15 und mehr Signale. Die früher hier genannten „über 60″ waren zu niedrig; der Anbieter nennt heute 90+.

Ein Teil davon trägt bekannte Namen aus der Trading-Literatur. Der Broker nennt als Urheber der kostenlosen Strategien unter anderem Martin Pring, Alexander Elder, Linda Raschke, Larry Connors, Larry Williams, Michael Voigt und Stéphane Ceaux-Dutheil. Zwei Strategien stammen von Birger Schäfermeier, Return To Open und Open Range Break-out.

Die Namen der Strategien verraten, worauf sie zielen. Im Bestand stehen unter anderem Turnaround Tuesday, The Friday Gold Rush, Weekend Oil, Gap Reversal und mehrere Break-out-Systeme auf den DAX und den S&P 500. Das sind überwiegend Daytrading-Ansätze mit fester Uhrzeit oder festem Wochentag. Dazu kommt eine automatische Erkennung des Popgun-Chartmusters in drei Varianten.

Eine fertige Strategie ist kein fertiges Geschäftsmodell, und das gilt hier besonders. Wer 90 Systeme mitgeliefert bekommt, wird zwangsläufig eines finden, das in der Vergangenheit gut aussah. Das ist ein Auswahlproblem, kein Vorteil. Bevor du eine dieser Strategien scharf schaltest, gehört sie über einen längeren Zeitraum getestet, mit realistischen Kosten und im Demokonto mitgelaufen. Die Werkzeuge dafür liefert die Full-Version mit.

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Wie sind die Erfahrungen zum NanoTrader?

Die belastbarste Zahl zur Zufriedenheit kommt aus einer Marktstudie und nicht aus einem Bewertungsportal. WH SelfInvest zitiert die Studie von Investment Trends mit dem Ergebnis, dass 68 % der Kunden sich für diesen Broker entschieden haben, weil die NanoTrader-Plattform so benutzerfreundlich ist. Das ist eine Anbieterangabe, aber eine überprüfbar formulierte, und sie deckt sich mit dem, was Nutzer in Foren beschreiben: Der Einstieg fällt leicht, die Tiefe kommt später.

Beim Support fällt allerdings eine Lücke auf, die bisher niemand beschrieben hat. Der Broker nennt Telefon, E-Mail, Chat und einen Fernwartungszugang als Kanäle, und diese vier funktionieren. Das Support-Forum unter forum.whselfinvest.com, auf das ältere Beiträge und auch dieser Artikel jahrelang verwiesen haben, ist dagegen abgeschaltet: Die Adresse löst im Domain Name System nicht mehr auf. Wer über eine Suchmaschine auf einen alten Forumsbeitrag stößt, landet im Leeren. Der Verweis ist deshalb aus diesem Artikel entfernt.

Das Ausbildungsangebot ist der Teil, den ich am ehesten als Kaufargument gelten lasse. Es gibt regelmäßige Webinare auf Deutsch, darunter einen Schnelleinstieg, dazu Schnellstart-Anleitungen und Handbücher für beide Versionen, ein eigenes Handbuch fürs Backtesting und eines fürs Programmieren. Auf dem YouTube-Kanal des Brokers liegt eine Einsteiger-Playlist zum NanoTrader Full.

Empfehlungen bekannter Trader sind ein Signal, aber kein Beleg. Der Broker zitiert auf seinen Seiten André Stagge, Birger Schäfermeier und Michael Voigt. Alle drei bieten zugleich Produkte im Store an oder arbeiten seit Jahren mit dem Haus zusammen. Das macht die Aussagen nicht falsch, es macht sie aber zu Geschäftsbeziehungen und nicht zu unabhängigen Testurteilen.

Wo die Plattform aus meiner Sicht wirklich schwächelt, ist die Frage nach dem Zugang. Es gibt keine Mac-Version, keine Browser-Fassung des NanoTrader selbst und keine Seite mit Systemvoraussetzungen. Die Demo bekommst du nur gegen Telefonnummer. Für eine Software, die 2026 verkauft wird, ist das eine hohe Einstiegshürde, und sie erklärt, warum viele Interessenten die Plattform nie zu Gesicht bekommen.

Vorteile und Nachteile des NanoTrader

Die folgende Abwägung fasst zusammen, was sich im Test gegen die Primärquellen halten ließ. Sie bezieht sich auf die Plattform, nicht auf den Broker: Konditionen, Ausführung und Einlagensicherung sind eine eigene Frage und stehen in unserem Testbericht zu WH SelfInvest.

Vorteile des NanoTrader

  • Automatisieren ohne Programmieren: Strategien lassen sich aus fertigen Bausteinen zusammensetzen und scharf schalten. Wer tiefer will, hat mit Express trotzdem eine Programmierumgebung.
  • Ungewöhnlich viele Stop-Varianten: 15 Stop-Order-Typen, darunter zeitbasierte Stops und Stops an einer gezeichneten Trendlinie, dazu mehrere Kursziele auf derselben Position.
  • Zeitunabhängige Charts sind Standard: Range, Renko, Tick und Three-Line-Break sind eingebaut, nicht zugekauft. Dazu die gekoppelten TwinCharts über mehrere Zeitebenen.
  • Die kostenlose Version ist keine Demoversion: NanoTrader Free ist dauerhaft nutzbar, inklusive Charting, manuellem Handel und TradeGuard.
  • Deutschsprachig bis in die Handbücher: Oberfläche, Anleitungen, Webinare und Support gibt es auf Deutsch. Bei US-Plattformen ist das die Ausnahme.

Nachteile des NanoTrader

  • Nur Windows: Keine Mac-Version, keine Browser-Fassung. Wer am Mac arbeitet, braucht eine Virtualisierung oder einen gemieteten Windows-Rechner.
  • Keine eigene App: Die Mobile-Apps des Brokers sind andere Programme. Unterwegs siehst du Positionen und das SignalRadar, nicht deine Chartarbeit.
  • Der Preis hängt am Kontotyp: Am Futures-Konto steckt die Vollversion in einem Datenpaket und kostet ein Vielfaches der Monatsgebühr am CFD-Forex-Konto. Das steht in keiner der üblichen Übersichten.
  • Keine Systemvoraussetzungen veröffentlicht: Der Anbieter nennt weder Windows-Version noch Mindestausstattung. Wer wissen will, ob sein Rechner reicht, muss anrufen.
  • Die Demo kostet deine Telefonnummer: Das Formular verlangt sie, und der Broker kündigt den Rückruf ausdrücklich an. Ein stiller Test ist nicht vorgesehen.
  • Support-Forum abgeschaltet: Die früher verlinkte Forums-Adresse existiert nicht mehr, jahrelang gesammelte Nutzerantworten sind damit nicht mehr erreichbar.

Welche Auszeichnungen hat der NanoTrader vorzuweisen?

Die Auszeichnungen gehören überwiegend dem Broker, nicht der Software. WH SelfInvest führt unter anderem Platzierungen bei der Brokerwahl, bei der Technischen Analyse Messe in Frankreich, bei den Fuchs-Briefen, bei „€uro am Sonntag” und beim Deutschen Kundeninstitut auf. Der NanoTrader profitiert davon indirekt, weil die Plattform Teil des Angebots ist, ausgezeichnet wurde aber in den meisten Fällen das Brokerage.

Auszeichnungen von WH SelfInvest als Broker für Futures, CFDs und Forex

Jahreszahlen fehlen bei fast allen dieser Angaben, und das ist der Punkt. Weder auf der Anbieterseite noch in der abgebildeten Übersicht steht, aus welchem Jahr die jeweilige Platzierung stammt. Eine Auszeichnung ohne Datum ist als Kaufargument wenig wert, weil sie aus 2015 genauso stammen kann wie aus dem Vorjahr. Ich führe sie hier auf, weil sie zum Bild gehören, und weise zugleich darauf hin, dass sie sich nicht datieren lassen.

Belastbarer ist die eine Zahl, die eine Quelle nennt. Die Marktstudie von Investment Trends wird vom Broker mit einem ersten Platz in 14 von 16 Servicekategorien und mit den erwähnten 68 % zur Benutzerfreundlichkeit zitiert. Wer Auszeichnungen als Auswahlkriterium heranzieht, sollte in jedem Fall die Funktionen mit anderen Plattformen vergleichen, statt sich auf Siegel zu verlassen.

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Fazit dieses Testberichts zum NanoTrader

Der NanoTrader ist eine ernst zu nehmende Handelsplattform mit einer unnötig hohen Einstiegshürde. Funktional gehört sie im deutschsprachigen Raum zu den stärkeren Angeboten: 15 Stop-Varianten, zeitunabhängige Charts, gekoppelte Zeitebenen und eine Automatisierung, die ohne Programmierkenntnisse auskommt. Das bekommst du bei kaum einem Broker als Teil des Kontos.

Die Schwächen liegen nicht in der Software, sondern im Zugang zu ihr. Es gibt keine Mac-Version, keine App und keine veröffentlichten Systemvoraussetzungen. Der Download ist nicht verlinkt, die Demo verlangt eine Telefonnummer, und das Support-Forum ist abgeschaltet. Für eine Plattform, die über ihre Benutzerfreundlichkeit beworben wird, ist das ein Widerspruch.

Beim Preis lohnt sich das Nachrechnen vor der Kontoeröffnung. Die Monatsgebühr, die überall zitiert wird, gilt nur am CFD-Forex-Konto. Am Futures-Konto liegt dieselbe Vollversion in einem Datenpaket und kostet ein Mehrfaches, dafür mit Kurshistorie und Eurex-Kursen; die belegten Beträge stehen im Kostenabschnitt. Ob sich das rechnet, hängt daran, wie viele Kontrakte du im Monat handelst, nicht daran, welche Zahl in einem Vergleichsartikel steht.

Für wen sich der NanoTrader eignet, lässt sich klar abgrenzen. Sinnvoll ist er für Windows-Nutzer, die Futures oder CFDs handeln und ihre Regeln halb- oder vollautomatisch umsetzen wollen. Wer nur Charts ansehen und ab und zu eine Order geben will, bleibt bei der kostenlosen Free-Version. Wer am Mac arbeitet, wer eine mobile Lösung braucht oder wer Walk-Forward-Tests fahren will, ist woanders besser aufgehoben; einen Überblick über die Alternativen gibt unser Vergleich der Daytrading-Software.

Und der Satz, der bei jeder Plattform gilt, gilt hier auch. Der Broker weist selbst aus, dass 76 % der Kleinanlegerkonten im CFD-Handel Geld verlieren. Eine gute Software verändert diese Quote nicht. Sie sorgt nur dafür, dass die Umsetzung deiner Regeln nicht am Werkzeug scheitert. Alles Weitere ist Handwerk und Geduld.

Häufige Fragen zum NanoTrader

Was kostet der NanoTrader?

Das hängt vom Kontotyp ab. Am CFD-Forex-Konto ist NanoTrader Free kostenlos und NanoTrader Full kostet eine feste Monatsgebühr. Am Futures-Konto steckt die Plattform dagegen in einem Datenpaket, das zusätzlich Echtzeitkurse und Kurshistorie enthält; dort gibt es eine kostenlose Variante mit NanoTrader Free und zwei kostenpflichtige mit NanoTrader Full. Wer eine höhere Kommission je Kontrakt wählt, zahlt eine niedrigere Monatspauschale. Alle belegten Beträge stehen in der Kostenübersicht in diesem Artikel.

Wo kann ich den NanoTrader herunterladen?

Der Download liegt im eingeloggten Kundenbereich von WH SelfInvest unter „Installation“ und ist auf den öffentlichen Produktseiten nicht verlinkt. Die Datei heißt WHS_NanoTrader_install_all.exe, ist rund 25,8 Megabyte groß und wird vom Server des Herstellers Fipertec ausgeliefert. Ohne Konto führt der Weg über das Demo-Formular, für das eine Telefonnummer verlangt wird.

Läuft der NanoTrader auf einem Mac?

Nein. Der NanoTrader ist eine Windows-Anwendung und wird als EXE-Datei installiert. Eine native macOS-Fassung gibt es nicht, und der Anbieter bietet dafür auch keine offizielle Lösung an. In der Praxis nutzen Mac-Anwender eine Windows-Virtualisierung oder einen gemieteten Windows-Server. Auf Macs mit Apple-Prozessoren ist dieser Weg zusätzlich fehleranfällig.

Gibt es den NanoTrader als App?

Nein. WH SelfInvest bietet zwar Apps für Android, iPhone und iPad an, das sind aber eigenständige Programme und nicht der NanoTrader. Im Browser stellt der Broker je nach Konto TradingView oder den WebTrader bereit. Nur das SignalRadar, das die Live-Trades der hinterlegten Strategien zeigt, ist auch als App verfügbar.

Was ist der Unterschied zwischen NanoTrader Free und Full?

Free enthält Charting, manuellen Handel und den halbautomatischen TradeGuard, dazu 5 fertige Strategien und 6 Signale. Full enthält zusätzlich die Module Handelssystem und Express und damit vollautomatischen Handel, Backtesting mit Optimierung, Taktik-Orders sowie 90+ Strategien, 15+ Signale und 28 Screener.

Wer entwickelt den NanoTrader?

Die Software stammt von der Fipertec S.à.r.l. mit Sitz in Bertrange in Luxemburg, die die Arbeit der im Jahr 2000 gegründeten Fipertec GmbH aus Berlin fortführt. WH SelfInvest ist der Broker, der die Plattform an seine Kunden ausgibt, nicht der Entwickler. Die Plattform ist in C++ geschrieben und nutzt mehrere Prozessorkerne.

Kann ich den NanoTrader auf mehreren Rechnern nutzen?

Laut den Geschäftsbedingungen des Herstellers berechtigt eine Lizenz zum Betrieb auf einem Arbeitsplatz; ein gleichzeitiger Betrieb auf mehreren Arbeitsplätzen ist nicht gestattet. Wer die Plattform zusätzlich auf einem gemieteten Server laufen lassen will, sollte das vorher mit dem Broker klären.

Gibt es ein kostenloses Demokonto für den NanoTrader?

Ja, WH SelfInvest stellt ein dauerhaftes Demokonto bereit, und NanoTrader Free ist zeitlich unbegrenzt nutzbar. Die Demo der Vollversion wird über ein Formular angefordert, das eine Telefonnummer verlangt; der Broker kündigt dabei ausdrücklich an, dass ein Mitarbeiter zur Einarbeitung anruft.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1978 aktiv und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader in den Märkten Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsen. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Ende der 1980er Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte alle zehn Bücher des amerikanischen Trading-Autors, bekannt für den Ross-Haken und den Traders Trick Entry.

Handelsplattformen beurteilt Karsten danach, ob sie eine Entscheidung am Chart tatsächlich verbessern. Für diesen Test wurden die Plattform-, Konto-, Gebühren- und Kundenseiten von WH SelfInvest ausgewertet, die Angaben des Herstellers Fipertec dagegengehalten und die Installationsdatei selbst abgerufen, um Größe und Dateityp zu prüfen. Dabei sind mehrere Angaben aufgefallen, die in diesem Artikel jahrelang falsch standen: die Zahl der Indikatoren, die Systemvoraussetzungen, die Herstellerangabe und die Behauptung, es gebe eine mobile App. Alle vier sind korrigiert.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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