Long Put: das Wichtigste in 30 Sekunden
Ein Long Put ist der Kauf einer Verkaufsoption. Die wichtigsten Fakten in Kürze:
- Definition: Du kaufst eine Put-Option und erhältst das Recht, den Basiswert (z. B. eine Aktie) zum festgelegten Ausübungspreis (Strike) zu verkaufen.
- Markterwartung: Ein Long Put profitiert von fallenden Kursen. Je tiefer der Basiswert unter den Strike fällt, desto wertvoller wird die Option.
- Begrenztes Risiko: Der maximale Verlust ist die gezahlte Prämie. Gleichzeitig wirkt ein Hebel, weil ein Optionskontrakt in der Regel 100 Aktien kontrolliert.
- Einsatz: Trader nutzen Long Puts zur Spekulation auf fallende Kurse oder zur Absicherung von Aktienpositionen. Gegenwind kommt vom Zeitwertverlust.
Long Put (Kauf einer Verkaufsoption): Mit einem Long Put setzt du gezielt auf fallende Kurse. Du zahlst eine Prämie und verdienst, wenn der Basiswert an Wert verliert. Genau diese Eigenschaft macht den gekauften Put zu einem der Grundbausteine im Optionshandel.
In diesem Artikel erkläre ich dir den Long Put Schritt für Schritt an einem echten Beispiel: vom Optionspreis aus innerem Wert und Zeitwert über das Gewinn- und Verlustprofil bis zur Absicherung deines Depots. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Was ist ein Long Put?
Ein Long Put ist der Kauf einer Verkaufsoption (Put-Option). Der Käufer zahlt eine Prämie und erhält dafür das Recht, den Basiswert bis zum Verfallstag zum festgelegten Ausübungspreis (Strike) zu verkaufen. Er profitiert von fallenden Kursen, sein maximaler Verlust ist auf die gezahlte Prämie begrenzt.
Wer die Grundlagen des Optionshandels noch auffrischen möchte, findet dort Call und Put Schritt für Schritt erklärt.
Hinter dieser Definition steckt ein klar geregeltes Tauschgeschäft. Der Käufer des Puts hat nur ein Recht und eine einzige Pflicht: Er muss die Optionsprämie bezahlen. Der Verkäufer der Option (der Stillhalter) ist dagegen verpflichtet, den Basiswert bei Ausübung zum Strike anzukaufen. Ein Kontrakt bezieht sich bei Aktienoptionen in der Regel auf 100 Aktien.
Der Long Put ist der zweite Grundbaustein in meiner Serie über den Optionshandel. Die Basisbegriffe und die Optionsgriechen habe ich im Artikel über den Long Call erklärt. Wenn dir Begriffe wie Delta oder Strike neu sind, lies am besten dort zuerst.
Long Put oder Short Put? Der Unterschied
Die Begriffe klingen ähnlich, beschreiben aber zwei entgegengesetzte Positionen. Long Put heißt: Du kaufst die Verkaufsoption und setzt auf fallende Kurse. Beim Short Put verkaufst du dieselbe Option. Dann kassierst du die Prämie, übernimmst aber die Kaufpflicht und profitierst von stabilen oder steigenden Kursen.
Der Long Put in der Optionskette
Zur besseren Erläuterung habe ich für den Long Put einen Beispieltrade gewählt. Das Bild zeigt die Optionskette von Target (US-Kürzel TGT) beim Broker CapTrader. Die Puts stehen auf der rechten Seite. Anders als beim Call nehmen die Preise der Put-Optionen bei niedrigeren Strikes ab. Das ergibt sich aus den Rechten und Pflichten einer Put-Option.
Auch bei einer Put-Option bestimmt der Abstand zwischen Strikepreis und Aktienkurs neben weiteren Faktoren den Preis. Liegt der Strike über dem Kurs der Aktie, ist der Put im Geld. Er besitzt dann einen inneren Wert und einen Zeitwert. Für das Beispiel nehmen wir an: Ein Trader kauft eine Put-Option auf Target mit Strike 90, während die Aktie bei 86 US-Dollar notiert.
Der innere Wert
Der innere Wert entsteht auf folgende Weise: Der Inhaber des Long Puts könnte 100 Aktien zum aktuellen Kurs von 86 US-Dollar kaufen und sie per Ausübung sofort zum Strike von 90 US-Dollar verkaufen. Möglich macht das die amerikanische Art der Option: Sie ist an jedem Handelstag der Laufzeit ausübbar. Der Verkäufer des Puts muss die Aktien in diesem Fall zum Strike ankaufen.
Die Berechnung einmal als Formel dargestellt:
- Innerer Wert (Put) = Strike − Kurs, im Beispiel: 90 − 86 = 4 US-Dollar
(× 100 Aktien pro Optionskontrakt)
Kommt bei der Rechnung ein negativer Wert heraus, ist die Option aus dem Geld. Der innere Wert ist dann gleich null.
Der Zeitwert
Der Sofortgewinn von 400 US-Dollar ist aber nur die halbe Rechnung. Für den Kauf der Option hat der Trader eine Prämie von 505 US-Dollar bezahlt. Die Differenz von 105 US-Dollar ist der aktuelle Zeitwert des Kontrakts. Das Delta von −0,7 lässt sich dabei als Faustregel lesen: Die Option hat eine rund 70-prozentige Chance, am Verfallstag im Geld zu liegen.
Eine Option besitzt bis zum Verfallstag immer einen Zeitwert, auch wenn er gegen null läuft. Vor einer Ausübung solltest du deshalb prüfen, ob sie wirtschaftlich sinnvoll ist. Der Zeitwert geht dabei nämlich verloren. Oft ist es lukrativer, die Option mitsamt Zeitwert einfach zu verkaufen.
Auch hier eine kleine Formel für Optionen, die im Geld notieren:
- Zeitwert = Optionspreis − innerer Wert, im Beispiel: 5,05 − 4,00 = 1,05 US-Dollar
(× 100 Aktien pro Optionskontrakt)
Bei Optionen aus dem Geld besteht der Optionspreis komplett aus Zeitwert.
Amerikanische und europäische Optionen
Optionen europäischer Art lassen sich abweichend davon nur am Verfallstag ausüben. Der überwiegende Teil aller gehandelten Optionen ist amerikanischer Art, auch an europäischen Börsen. Der Name ist also etwas irreführend. Prüfe vor der Orderaufgabe, um welche Optionsart es sich handelt.
Lesetipp: Die Long-Position erklärt: Kosten, Risiken, Beispiele für Aktien, Forex, CFD, Futures
Video: Die Verkaufsoption (Long Put)
Der Long Put als Absicherung (Protective Put)
Ein Protective Put ist der Kauf einer Put-Option zur Absicherung einer bestehenden Aktienposition. Fällt der Kurs, gleicht der Wertzuwachs des Puts den Verlust der Aktien ganz oder teilweise aus. Die Strategie wirkt wie eine Versicherung mit der Optionsprämie als Beitrag.
Ursprünglich nutzten vor allem Fonds und professionelle Anleger Optionen zur Absicherung. Ihre Aktienpakete sind oft zu groß für einen schnellen Ausstieg. Würden bei fallenden Kursen Stop-Loss-Orders dieser Größe gerissen, käme enormes Volumen auf die Verkäuferseite. Die Abwärtsbewegung würde sich beschleunigen. Mit ausreichend Put-Kontrakten lassen sich solche Kursschwankungen eine Zeit lang kompensieren. Der mögliche Verlust steht vorab fest.
Auch als Privatanleger kannst du einzelne Aktienpositionen oder dein ganzes Depot absichern, etwa über Indexoptionen oder Optionen auf ETFs. Aus dem alten Absicherungsgedanken haben Händler zudem vielfältige Optionsstrategien entwickelt, von einfachen Grundpositionen bis zu Kombinationen wie Straddle und Strangle.
Eine bestehende Aktienposition absichern (Hedge)
Am Beispiel von Target lässt sich das konkret durchrechnen. Angenommen, der Beispieltrader besitzt 70 Target-Aktien. Aus dem Long-Call-Artikel ist bekannt: Bei einem Delta von 0,7 verändert sich der Optionspreis um 0,70 US-Dollar, wenn sich der Kurs des Basiswerts um einen Dollar bewegt.
- 70 Aktien fallen um einen Dollar = 70 US-Dollar Verlust
- Gleichzeitig steigt der Put mit Delta −0,7 im Wert = 70 US-Dollar Gewinn
Ganz so statisch ist die Praxis allerdings nicht, denn die Griechen verändern sich laufend. Bei fallendem Kurs steigt in der Regel die implizite Volatilität, und auch das Delta legt zu. Der Verlust der Aktienposition wäre dann schon kompensiert, bevor der Kurs einen ganzen Dollar gefallen ist. Für die einfache Rechnung nehmen wir das Delta trotzdem als konstant an.
Mit dem 90er Strike wäre die Position für den Moment gegen einen Crash abgesichert. Stagniert der Kurs, bleibt dem Trader nach dem Zeitwertverlust der innere Wert. Die Versicherung hätte dann 105 US-Dollar gekostet. Steigt Target, verliert der Put vergleichbar an Wert. Der laufende Gewinn oder Verlust der Aktienposition ist damit vorerst eingefroren. Ein starker Kursanstieg würde den inneren Wert allerdings schnell aufzehren. Dann wäre die Versicherung teuer erkauft.
Variante: mehr Kontrakte mit kleinem Delta
Unter Berücksichtigung des weiter unten erklärten Skew könnte der Trader auch Optionen mit niedrigerem Delta wählen und die Kontraktanzahl anpassen. Die Rechnung: Statt eines Kontrakts mit Delta −0,7 kauft er zehn Kontrakte am Strike 75 mit Delta −0,07. Beim Mid-Kurs von 0,33 kostet das ohne Gebühren 330 US-Dollar. Die Absicherung wäre damit 175 US-Dollar günstiger.
Auf den ersten Blick ein guter Tausch, aber der innere Wert fällt bei dieser Taktik komplett aus. Statt 105 US-Dollar wahrscheinlichem Zeitwertverlust stehen 330 US-Dollar im Risiko. Je nach Marktstimmung und Ausrichtung des Depots kann jede Taktik ihre Berechtigung haben. Diese Beispiele sind keine Blaupause für eine garantierte Absicherung. Sie zeigen die Arbeitsweise von Optionen.
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Das Gewinn- und Verlustprofil (GuV) beim Long Put
Aus den bisherigen Erkenntnissen folgt: Eine Put-Option gewinnt mit fallendem Kurs des Basiswerts an Wert, solange Einflussfaktoren wie die Griechen konstant bleiben. Ändert sich die Marktlage, kann der Optionspreis während der Laufzeit stark schwanken. Das wirkt sich günstig oder ungünstig auf den Trade aus.
Für den besseren Überblick nutze ich die GuV-Profil-Software von Optionsuniversum. Ausführliche Informationen dazu findest du direkt beim Anbieter: GuV-Software von Optionsuniversum.
Für das GuV-Profil habe ich einen Strike von 82,50 US-Dollar und 51 Tage Restlaufzeit gewählt. Diese Option kostet 1,44 US-Dollar. Damit sich der Kauf am Verfallstag lohnt, muss Target um diesen Betrag unter den Strike fallen. Drei Formeln stecken den Rahmen der Position ab:
- Maximaler Verlust = gezahlte Prämie, im Beispiel 1,44 × 100 = 144 US-Dollar
- Break-even (Put) = Strike − Optionspreis, im Beispiel 82,50 − 1,44 = 81,06 US-Dollar
- Maximaler Gewinn = (Strike − Optionspreis) × 100, theoretisch bei einem Kurs von null: 8.106 US-Dollar
Die Preisentwicklung
Der kleine blaue Kreis in der Mitte der Grafik zeigt den aktuellen Kurs von Target. Obwohl der Trader 144 US-Dollar für den Put bezahlt hat, verändert sich der Kontostand kaum. Die eingebuchte Option besitzt noch den Zeitwert in Höhe des Kaufpreises. Direkt nach dem Kauf beträgt der Gewinn oder Verlust deshalb nur wenige Dollar.
Bleiben Kurs und Griechen konstant, sinkt der blaue Kreis mit dem Zeitwertverfall bis zum Verfallstag auf die unterste Linie. Oberhalb von 82,50 US-Dollar wären die bezahlten 144 US-Dollar dann verloren. Die Software kalkuliert das Diagramm laufend anhand der Broker-Daten neu. Aktuell räumt sie diesem Put eine rund 30-prozentige Chance ein, bis zum Verfall ins Geld zu laufen. Die Faustregel dafür liefert das Delta von knapp 30, beim Put mit negativem Vorzeichen.
Geld- und Briefkurs
Wie bei vielen Finanzinstrumenten werden auch bei Optionen An- und Verkaufspreise gestellt. Abhängig vom Basiswert und der Handelsaktivität kann der Bid-Ask-Spread enorm sein. Auch bei liquiden Optionen empfiehlt sich grundsätzlich eine Limit-Order.
Als Anhaltspunkt für einen fairen Preis lasse ich mir neben Geld- und Briefkurs auch den Letztkurs anzeigen. Ein “C” vor dem Kurs steht für “Close”, den Schlusskurs des Vortags. Die Option wurde in der laufenden Sitzung dann noch nicht gehandelt. Hilfreich ist auch der Mid-Kurs, der Mittelwert zwischen Geld und Brief. Meine Kauf-Limits setze ich unterhalb des Mid- oder Letztkurses an und hebe sie schrittweise an. Beim Verkauf arbeite ich vom Briefkurs abwärts.
Preisunterschied zum Call: der Skew
Der Skew (englisch für “schief”) beschreibt die unterschiedliche implizite Volatilität an den verschiedenen Strikepreisen einer Optionskette. Bei Aktienoptionen sind Puts aus dem Geld wegen des hohen Absicherungsbedarfs meist teurer bewertet als vergleichbare Calls.
Aufgefallen ist dieses Muster nach dem Crash des Jahres 1987. Die Preisbildung bei Aktienoptionen weicht seitdem deutlich von den Werten ab, die das Black-Scholes-Modell liefert. Bedingt durch Angebot und Nachfrage entstehen an den einzelnen Strikes unterschiedliche Werte für die implizite Volatilität.
In einem regulären Markt, also bei moderat steigenden Aktienkursen, ist die Masse der Akteure “Aktien long”. Den Indizes wird im langfristigen Mittel ein Jahresgewinn von sechs bis zehn Prozent unterstellt. Daraus entsteht ein Absicherungsbedürfnis und damit eine erhöhte Nachfrage nach vermeintlich günstigen Puts aus dem Geld. Gleichzeitig verkaufen Aktienbesitzer Calls aus dem Geld, um zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Das Angebot an Calls steigt.
Der Skew im Diagramm
Als Diagramm ergibt sich eine Kurve, die an ein schiefes Lächeln erinnert. Deshalb fällt oft auch der Begriff “Smile“, wenn es um die Schiefe der Volatilität geht. Das folgende Bild aus der Trader Workstation zeigt die Darstellung für die Optionen auf Target. Am tiefsten Punkt der Kurve sind Angebot und Nachfrage nahezu ausgeglichen.
Der Skew in der Option-Chain
Auch ohne Grafik findest du Hinweise auf die unterschiedliche Bewertung der einzelnen Strikes. In der Optionskette steht zu jedem Strike ein Delta-Wert. Wir suchen ähnliche Deltas auf der Put- und Call-Seite. Bei einem Delta um 13 ist der Call im Mid-Preis rund 25 Prozent günstiger als der vergleichbare Put. Anders gesagt: Dieselbe Chance, am Verfallstag im Geld zu liegen, kostet auf der Put-Seite mehr.
Ausnahmen und Sonderfälle beim Skew
Meist verläuft der Skew wie gezeigt mit dem Schwerpunkt auf der Put-Seite. Er kann aber auch symmetrisch erscheinen, etwa wenn bei einem Pharmaunternehmen die Zulassung eines Medikaments ansteht. Gerüchte über eine mögliche Übernahme können sogar einen “Up-Crash” auslösen. Die Aussicht auf den Jackpot lässt Spekulanten dann höhere Preise für Calls bezahlen.
Vor- und Nachteile beim Long Put
Wie jede Optionsstrategie hat auch der gekaufte Put zwei Seiten. Das sind aus meiner Sicht die wichtigsten Vorteile:
- Begrenztes Risiko: Der maximale Verlust ist die bezahlte Prämie, auch bei einem Kurssprung nach oben.
- Definierte Short-Spekulation: Anders als bei einer Shortposition in Aktien ist das Gap-Risiko über Nacht auf die Prämie gedeckelt.
- Absicherung: Long Puts eignen sich besser als Calls für Hedging. Aktien müssen bei Marktschwäche nicht über einen Stop-Loss aus dem Depot fliegen.
Dem stehen diese Nachteile gegenüber:
- Zeitwertverlust: Selbst bei richtiger Einschätzung der Kursrichtung kann ein Verlust entstehen, wenn die Bewegung den bezahlten Zeitwert nicht kompensiert.
- Timing-Druck: Der Kursrückgang muss innerhalb der Laufzeit kommen. Danach verfällt die Option.
- Teure Absicherung: Wegen des Skew sind Puts oft höher bewertet als vergleichbare Calls.
Fazit zum Long Put (Kauf einer Verkaufsoption)
Der gekaufte Put hat für mich eine höhere Wertigkeit als der Call, ob als Instrument zur Absicherung oder für Short-Strategien. Unter Beachtung der Liquidität lässt sich ein Abwärtstrend des Basiswerts definiert handeln. Das Risiko plötzlicher Up-Gaps bleibt auf die Prämie begrenzt.
Mit dem Skew hast du zudem ein Werkzeug zur Einschätzung der Optionspreise. Der Vergleich von Put- und Call-Preisen zeigt, wie der Markt bestimmte Kursmarken gerade bewertet: Absicherungsmodus, ausgeglichen oder Jackpot-Stimmung.
Im nächsten Teil der Serie wechseln wir auf die Verkäuferseite und schauen uns die Stillhaltergeschäfte an: den Short Put und den Verkauf von Optionen mit dem Rückenwind des Zeitwertverfalls.
Häufige Fragen zum Long Put
Was ist ein Long Put?
Ein Long Put ist der Kauf einer Verkaufsoption. Der Käufer zahlt eine Prämie und erhält das Recht, den Basiswert zum festgelegten Ausübungspreis zu verkaufen. Er profitiert, wenn der Kurs des Basiswerts fällt.
Was ist der Unterschied zwischen Long Put und Short Put?
Beim Long Put kaufst du die Verkaufsoption und profitierst von fallenden Kursen. Beim Short Put verkaufst du dieselbe Option: Du erhältst die Prämie, übernimmst dafür die Pflicht, den Basiswert zum Strike zu kaufen, und profitierst von stabilen oder steigenden Kursen.
Wie profitiert man von einem Long Put?
Ein Anleger profitiert von einem Long Put, wenn der Preis des Basiswerts unter den Ausübungspreis der Option fällt. Der Gewinn ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem aktuellen Marktpreis, abzüglich der gezahlten Prämie.
Was passiert, wenn der Preis des Basiswerts steigt?
Wenn der Preis des Basiswerts über den Ausübungspreis steigt, verliert die Option an Wert. Der maximale Verlust ist auf die gezahlte Prämie für den Kauf der Option beschränkt.
Kann ein Long Put zur Absicherung verwendet werden?
Ja, Long Puts können als Hedging-Strategie eingesetzt werden, um das Risiko von Preisrückgängen bei bestehenden Aktienpositionen zu minimieren.
Muss ich die Option bis zum Verfall halten?
Nein, Anleger können ihre Position vor dem Verfall schließen, indem sie die Option verkaufen. Dies kann genutzt werden, um Gewinne zu realisieren oder Verluste zu begrenzen.
Weiterlesen – Die Artikelreihe „Optionen handeln“
Folgende Teile dieser Serie sind bereits erschienen:
- #01 – Optionen handeln – Der erfolgreiche Einstieg
- #02 – Der Long Call
- #03 – Der Long Put
- #04 – Der Short Call
- #05 – Der Short Put
- #06 – Die Standardabweichung
- #07 – Implizite Volatilität und das IVR
- #08 – Optionsuniversum – Vorstellung der GuV Software
- #09 – Jens Rabe – Portrait des Optionshändlers
- #10 – Tastytrade – Der US-Broker für Optionen, Aktien, Futures
- #11 – Optionsstrategien
- #12 – Trader Workstation (TWS) – Optionen handeln
Du bist herzlich eingeladen, mir durch die Serie zu folgen. Ich freue mich darauf, das Thema mit deinen Fragen, Anregungen und konstruktiver Kritik dynamisch zu gestalten.
Über den Autor: Christian Möhrer
Christian Möhrer ist technischer Analyst und Options-Trader im Team von Kagels Trading. Er verantwortet neben den regelmäßigen Kursprognosen für Rohstoffe, Indizes und Devisen auch den Optionsbereich der Seite.
Als Options-Trader seit 2014 verbindet Christian klassische Chartanalyse mit einem zahlenorientierten, nüchternen Blick auf die Märkte. Neben seinen täglichen Analysen betreibt er einen Videokurs zum Optionshandel und stellt Handelssignale bereit.
Grundbausteine wie den Long Put setzt Christian im eigenen Handel sowohl zur Spekulation als auch zur Absicherung ein. Vor jedem Kauf prüft er die implizite Volatilität und den Skew, um für eine Position nicht zu viel Prämie zu bezahlen. Diese Praxiserfahrung steckt in den Beispielen dieses Artikels.
Dieser Artikel wurde von Karsten Kagels final geprüft.













