Wer heute nach TeleTrader sucht, landet auf einer Baustelle. Die alte Adresse teletrader.com leitet auf baha.com weiter, über der Seite steht ein anderer Firmenname, und die Preise, die in den meisten Testberichten stehen, gelten seit Jahren nicht mehr. Das Produkt selbst gibt es weiterhin, und für eine bestimmte Sorte Trader ist es nach wie vor interessant.
Dieser Bericht sortiert das. Er zeigt, welches Unternehmen heute hinter der Software steckt, welche Produkte unter welchem Namen weiterlaufen, was die TeleTrader WorkStation aktuell kostet und wo sie gegenüber einem Broker-Terminal steht. Alle Preis- und Firmenangaben stammen vom 26. August 2026 und sind direkt beim Anbieter geprüft. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
TeleTrader: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Neuer Firmenname: Das Wiener Unternehmen hinter TeleTrader heißt seit April 2021 baha. Die Domain teletrader.com wird laut Anbieter abgeschaltet, aktiv ist baha.com.
- Was den Namen behält: Die TeleTrader WorkStation heißt weiterhin so und hat unter workstation.teletrader.com eine eigene Seite. Die frühere WebStation läuft heute als baha WebStation.
- Drei Preisstufen: Für Privatpersonen kostet die WorkStation 49,99 €, 79,99 € oder 149,99 € im Monat. Börsengebühren und zusätzliche Datenquellen kommen obendrauf.
- Günstiger über den Broker: Kunden der österreichischen DADAT Bank zahlen 49,99 € für das Basispaket und können direkt aus der Software heraus handeln.
- Kostenlos testen: Beim Anbieter gibt es ein Demokonto ohne Kreditkarte, über DADAT eine fünftägige Testversion.
- Datenumfang: baha liefert nach eigenen Angaben Kurse zu über 12 Millionen Finanzinstrumenten an mehr als 150 Börsen.
- Für wen es gedacht ist: Ein Analyse- und Datenterminal, kein Broker. Passend für Trader, die viele Märkte parallel beobachten und Wert auf Markttiefe, Time & Sales und Excel-Anbindung legen.
Was ist TeleTrader?
TeleTrader ist ein Marktdaten-Terminal aus Wien, das Echtzeitkurse, Nachrichten, Fundamentaldaten und technische Analyse in einer Oberfläche zusammenführt.
Es ist keine Handelsplattform im engeren Sinn, sondern ein Informationssystem. Der Schwerpunkt liegt auf dem Beobachten und Auswerten, nicht auf der Orderausführung. Wer damit handeln will, braucht die Anbindung an einen Broker.
Die Software richtet sich an Trader und Investoren, die mehrere Märkte gleichzeitig im Blick behalten wollen. Abgedeckt sind Aktien, Indizes, Anleihen, Fonds, ETFs, Futures, Rohstoffe, Währungen, Zinsen und Zertifikate. Dazu kommen Bereiche, die viele Plattformen auslassen: Geldmarkt, Zinsdaten und OTC-Feeds.
Hersteller und Datenlieferant sitzen in Wien. Viele Finanzportale im deutschsprachigen Raum beziehen ihre Kurse aus genau diesem Haus, auch wenn das für den Besucher nicht sichtbar ist.
TeleTrader heißt heute baha
Das Unternehmen hinter TeleTrader firmiert seit April 2021 als baha, und die Produkte tragen den neuen Namen seitdem schrittweise mit.
Wer die alte Adresse aufruft, wird auf baha.com umgeleitet. Auf teletrader.com steht der Hinweis, dass die Seite abgeschaltet wird. In Googles Wissensdatenbank ist das Unternehmen bereits als Baha GmbH hinterlegt.
Die Namensgeschichte ist verwickelter, als sie wirkt, denn es gibt zwei Wurzeln. 1991 gründete Josef Holzer die TeleTrader Software. Im Mai 1995 gründete Christian Josef Baha mit einem Partner eine eigene Gesellschaft. 1999 übernahm Baha das Unternehmen von Holzer und führte beide Stränge zusammen. 2001 folgte ein Börsengang an der Wiener Börse, 2012 die Umwandlung in eine GmbH, 2021 die Umbenennung.
Daraus folgt eine Korrektur, die in vielen Berichten falsch steht: Christian Baha ist nicht der Gründer von TeleTrader. Er hat das Unternehmen gekauft und ihm später seinen Nachnamen gegeben.

Für die Praxis zählt vor allem, welcher Name heute wofür steht:
| TeleTrader WorkStation | heißt weiterhin so und hat mit workstation.teletrader.com eine eigene Seite |
| TeleTrader WebStation | heißt heute baha WebStation und läuft über baha.com |
| Portal teletrader.com | umgezogen auf baha.com, die alte Domain wird abgeschaltet |
| TeleTrader Software GmbH | firmiert seit April 2021 als baha GmbH |
Auch juristisch stehen dahinter mehrere Gesellschaften, und das ist kein Detail: Die WorkStation wird laut Impressum von der TeleTrader Data Information Technologies GmbH betrieben (Marc-Aurel-Straße 10–12, 1010 Wien, Geschäftsführer Wolfgang Matzner, Firmenbuchnummer 143830s). Die Muttergesellschaft baha GmbH ist unter der Nummer 134156p eingetragen und beschäftigt rund 85 Mitarbeiter. Wer einen Vertrag abschließt, sollte wissen, mit welcher der beiden er es zu tun hat.
baha ist ein Wiener Anbieter von Echtzeit-Marktdaten und Finanznachrichten, der bis April 2021 TeleTrader hieß. Das Unternehmen liefert Kursdaten zu über 12 Millionen Finanzinstrumenten an mehr als 150 Börsen und betreibt Marktterminals wie die TeleTrader WorkStation.
Die Features von TeleTrader
- Weltweite Börsen- und Handelsplätze
- Echtzeitkurse
- Automatische Push-Aktualisierung aller Kursdaten
- Historische Tick- und Tagesdaten
- Umfangreiche Suche und Screener
- Markttiefe und Time & Sales
- Aktien, Indizes, Anleihen, Fonds, ETFs, Futures, Rohstoffe, Währungen, Zinsen, Zertifikate u.v.m.
- Fondsvergleich inkl. geschlossene Fonds
- Watchlist, Portfolio und Alarme
- Datenexport und Drucken
- Excel-Echtzeitverknüpfung über DDE und RTD
Verschiedene Produkte von TeleTrader
Es gibt bei TeleTrader verschiedene Produkte:
- WebStation
- WorkStation
- WebStation NOW!
- Marktdaten
- Apps
baha WebStation (früher TeleTrader WebStation)
Die browserbasierte Variante heißt heute baha WebStation. Die alte Adresse webstation.teletrader.com leitet auf wealth.baha.com weiter. Ein früher genannter Preis von 399 € im Monat stammt aus einer nicht mehr gepflegten Anbieterseite und wird so nicht mehr ausgewiesen.
Die TeleTrader WebStation ist die Informationsplattform für institutionelle Anwender. Die WebStation bietet neben Echtzeitkursen und Historien auch Nachrichten und Fundamentaldaten sowie Charts und technische Analyse. Durch die browserbasierende Plattform ist eine Versorgung großer und verteilter Nutzergruppen einfach möglich, was auch durch das Permissionierungssystem mit Gruppen- und Einzelfreischaltungen von Benutzern, Börsen und weiteren Datenquellen voll unterstützt wird.

WorkStation
TeleTrader WorkStation verbindet modernste technische Analyse mit der zuverlässigen und raschen Lieferung von Kursdaten aus aller Welt. Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeitsbereiche, eine Vielzahl von Analysewerkzeugen und umfangreiche Nachrichten und Fundamentaldaten machen die WorkStation zur zentralen Arbeitsfläche. Der Anbieter beschreibt sie heute ausdrücklich als Plattform für private Händler und Investoren; für institutionelle Nutzer gibt es eine eigene Lizenz.

WebStation NOW!
Mit der WebStation NOW! erhält man Zugang zu der Gratis Lizenz und es öffnet sich der TeleTrader direkt im Browser.

Marktdaten
TeleTrader stellt qualitativ hochwertige Marktdaten für alle Assetklassen zur Verfügung. Neben Kursdaten, Unternehmensprofile und Fonds-Datenbank gibt es auch eine große Auswahl an besonderen Quellen wie OTC, Forex, Zins und Geldmarktdaten.
Die Kursdaten enthalten Aktien, Anleihen, Futures, Optionen, Zertifikate, Optionsscheine, Indizes, Forex, Fonds, ETFS und vieles mehr. Verfügbare Datenqualitäten sind Level 2 (Markttiefe), Real-Time, verzögerte Daten oder Tagesschlusskurse. Auch gibt es umfangreiche Tages-, Intraday- und Tick-Historien (Bis zu 50 Jahre Historie). Zudem reicht die globale Abdeckung von den wichtigsten nordamerikanischen Aktien- und Futures-Börsen, bis hin zu einer breiten europäischen Abdeckung und ausgewählte asiatische Handelsplätze.
Für Fonds & ETFs gibt es eine umfangreiche Premium-Fonds-Datenbank mit über 20.000 Fonds und umfassende Fondsprofile. Auch lassen sich Fonds-Kennzahlen berechnen. Man kann sich sowohl die Vermögensstruktur, als auch Benchmark-Vergleiche und Fondsdokumente und Factsheets anzeigen lassen.
Bei den Unternehmensprofilen werden über 4.000 Unternehmen abgedeckt. Des Weiteren gibt es Real-Time-Updates der SEC-Filings der US-Börsenaufsicht. Berichtsdaten sind sowohl quartalsweise als auch jährlich verfügbar. Auch sind Bilanzen, GuV-Rechnung, Kapitalflussrechnung, berechnete Kennzahlen und Unternehmenskalender einsehbar. Insgesamt gibt es mehr als 250 Datenfelder.
Eine Direktanbindung an globale und regionale Nachrichten, Ad-hoc-Services und Analystenempfehlungen.
Die Datenbereitstellung beinhaltet ein umfassendes Auswahl von innovativen Streaming APIs und abfragebasierenden APIs.
Auch gibt es ein XML Web-Service.
Apps
TeleTrader verfügt auch über verschiedene Apps. Auch hier greift die Umbenennung: Die frühere StockMarkets-App läuft im Play Store inzwischen unter dem Namen baha, der Nachrichtendienst heißt baha breaking news.
Mit der kostenlosen App StockMarkets bekommt man Zugang zu Live-Kursen und Push-Daten von Märkten aus aller Welt. Mit Hilfe der App kann man sich interaktive Charts, Aktienscreener in Echtzeit , persönliche Kurslisten, Musterdepots und viel mehr anzeigen lassen. Auch unterstützt die App AppleWatch.
Wenn man bereits über einen Benutzerzugang bei TeleTrader verfügt, kann man sich dort auch mit den gleichen Benutzerdaten einloggen und erhält so die gleiche Datenfreischaltung und Zugang zu dem eigenen WorkStation-Arbeitsbereich.
Die App CryptoMarkets stellt einem Real-Time Preise für alle gängigen Kryptowährungen- und börsen zur Verfügung. Man kann so alle Top Coins und Tokens nach ihrer Marktkapitalisierung anzeigen lassen und sich eine Watchlist erstellen. Zusätzlich erhält man noch die wichtigsten News zum Kryptomarkt. Auch das Anzeigen von Charts in verschiedenen Zeiteinheiten ist möglich. Mit dem Converter kann man sich schnell die Wechselrate der jeweiligen Kryptowährung anzeigen lassen.
Mit der App Currency Converter kann man auf einfache Weise die aktuellen Wechselkurse zwischen den wichtigsten Weltwährungen (inklusive Bitcoin) abfragen.
Breaking News ist die App für wichtige Nachrichten zu Aktien, Finanzmärkte, Politik, Wirtschaft und Technik.
Charts und Technische Analyse
Man kann sich 11 verschiedene Charttypen anzeigen lassen:
- Linien Chart
- Bar Chart
- Candlestick Chart
- Point Chart
- Histogramm Chart
- Stufendarstellung
- Point & Figure Chart
- Three Line Break Chart
- Renko Chart
- Kagi Chart
- Heikin Ashi Chart
Die Zeiteinheiten sind frei wählbar. Es gibt Tick-, Intraday-, Tages-, Wochen- und Monatscharts. Auch kann man sich Spreads anzeigen oder verschiedene Märkte in einem Chart darstellen.
Bei der Technischen Analyse lässt TeleTrader keine Wünsche offen. Es sind alle gängigen Zeichenwerkzeuge wie Linien, Trendkanäle, Text, Fibonacci Retracements u.v.m. enthalten. Auch über 200 technische Indikatoren und Studien sind mit dabei. Diese sind aber auch frei programmierbar. Zusätzlich gibt es eine Candlestick-Mustererkennung und Pivot Points in Charts.

Weitere Features sind u.a.:
- Study-Spalten in Kurslisten und Excel (via RTD)
- Schnittpunktalarme bei Überschneidung von Chartobjekten
- Study-Alarme zum Erkennen von Einstiegs- und Ausstiegspunkten
Nachrichten und Fundamentaldaten
Hier lassen sich durch Direktanbindung an globale und regionale Nachrichtenquellen die Nachrichten in Echtzeit anzeigen. Zudem kann man Nachrichtenfilter und Alarme einrichten. Die Nachrichten können auch in Kurslisten angezeigt werden.
Neben Analystenmeldungen- und empfehlungen erhält man auch Zugriff zu umfangreichen Fundamentaldaten weltweiter Unternehmen, sowie auch Unternehmens- und Fondsprofile und Unternehmenskalender.
Aktuelle PDF-Factsheets lassen sich direkt aus der Plattform heraus erzeugen und exportieren.
Eine Anbindung an alle gängigen Nachrichtenquellen ist möglich. Diese sind aktuell:
Screener
Mit dem Screener kann man beliebig viele Filterkriterien auswählen und auch Kurs- und Fundamentaldaten, sowie technische Indikatoren kombinieren. Zusätzlich können die Kriterien auch miteinander verglichen werden.
Fundamental hat man so die Möglichkeit beispielsweise nach Kennzahlen wie Marktkapitalisierung, Performance und KGV zu scannen. Technisch kann man mit Kriterien wie z. B. Gleitende Durchschnitte, RSI, CCI usw. arbeiten. Auch gibt es die Möglichkeit nach wichtigen Candlestick-Muster wie Hammer, Morning Star, Dark Cloud uvm. zu scannen. Dazu kann man auch nach Performance- und Volumenkennzahlen, aber auch nach Analystenempfehlungen, wie bsp. Gewinnpotential, Heraufstufungen etc. filtern.
Was TeleTrader kostet
Die TeleTrader WorkStation kostet für Privatpersonen zwischen 49,99 € und 149,99 € im Monat.
Der Anbieter führt drei Pakete, die sich vor allem in der Datentiefe und in der Zahl der gleichzeitig aktualisierten Symbole unterscheiden.
| Paket | Preis pro Monat | Historie | Symbole gleichzeitig |
|---|---|---|---|
| Green | 49,99 € | 10 Jahre Tagesdaten, 3 Monate Intraday | 50 |
| Gold | 79,99 € | alle Tagesdaten, 6 Monate Intraday | 200 |
| Black | 149,99 € | alle Tagesdaten, 12 Monate Intraday | 500 |
Ein Detail lohnt den Blick: Das Excel-Plugin (RTD) ist nur im Black-Paket enthalten. Im Gold-Paket kostet es Aufpreis, im Green-Paket fehlt es. Wer Kursdaten regelmäßig in eigene Tabellen zieht, sollte das einrechnen, bevor er sich für die günstigste Stufe entscheidet.
Wichtiger noch: Die Monatsgebühr ist nicht der Endpreis. Enthalten sind verzögerte Kurse aus aller Welt und ausgewählte Echtzeitkurse. Alles darüber hinaus kostet extra, also weitere Echtzeit-Börsen, zusätzliche Nachrichtendienste und Analystenmeldungen. Die Höhe richtet sich nach den Gebühren der jeweiligen Börse und lässt sich pauschal nicht beziffern.
Für institutionelle und semiprofessionelle Nutzer gibt es eine eigene Lizenz. Deren Preis weist der Anbieter nicht öffentlich aus, sondern kalkuliert ihn individuell über sein Vertriebsteam.
Ein Hinweis zu älteren Testberichten: In vielen Vergleichen steht bis heute ein Preis von 69 € im Monat, teils zusammen mit 150 € für institutionelle Kunden. Diese Zahlen stammen von einer älteren Anbieterseite, die noch erreichbar ist, aber nicht mehr gepflegt wird. Maßgeblich ist die Preisliste auf workstation.teletrader.com.
Handeln mit TeleTrader: die DADAT-Anbindung
Die österreichische DADAT Bank bietet die TeleTrader WorkStation zum Basispreis von 49,99 € im Monat an, und Kunden handeln direkt aus der Software heraus.
Dazu gibt es eine fünftägige kostenlose Testversion. Das ist in der Praxis der interessanteste Weg zur Software, weil er zwei Dinge verbindet, die sonst getrennt bleiben: das Datenterminal und die Orderausführung. Das Angebot gilt laut DADAT ausschließlich für Privatkunden.
Was aus der alten Broker-Liste wurde: Frühere Fassungen dieses Berichts nannten easybank, Bankdirekt.at, Erste Sparkasse und DAB BNP Paribas als angebundene Broker. Der Anbieter bewirbt diese Anbindungen heute nicht mehr. DAB BNP Paribas gibt es für Privatkunden nicht mehr: Das Privatkundengeschäft ging 2019 an die Consorsbank, die Marke DAB existiert nur noch im institutionellen Geschäft.
Wer die WorkStation ohne Broker-Anbindung nutzt, hat ein reines Analysewerkzeug vor sich. Orders laufen dann über eine getrennte Plattform, was einen zusätzlichen Arbeitsschritt bedeutet.
Vor- und Nachteile von TeleTrader im Überblick
Die Stärke des Terminals liegt in der Datenbreite, die Schwäche im Drumherum. Diese Abwägung entscheidet, ob sich das Abo lohnt:
Vorteile der TeleTrader WorkStation
- Sehr breite Datenabdeckung: Neben den gängigen Märkten liefert das Terminal auch Geldmarkt, Zinsdaten und OTC-Feeds, die viele Plattformen auslassen.
- Orderflow-Werkzeuge an Bord: Markttiefe mit farbcodierten Preisniveaus und Time & Sales mit Multi-Symbol-Ansicht gehören zum Standard.
- Tiefe technische Analyse: Über 200 Studien, frei programmierbar, dazu Candlestick-Mustererkennung und Pivot Points direkt im Chart.
- Excel-Anbindung: Kursdaten laufen über DDE und RTD live in eigene Tabellen, im Black-Paket ohne Aufpreis.
- Günstiger Einstieg über DADAT: Zum Basispreis kommt die Handelsfunktion dazu, das gibt es beim Anbieter direkt nicht.
- Ohne Risiko testbar: Ein Demokonto ohne Kreditkarte ist in unter einer Minute eingerichtet.
Nachteile der TeleTrader WorkStation
- Unübersichtlicher Markenauftritt: Nach dem Wechsel zu baha tragen die Produkte zwei Namen parallel, und Teile des Auftritts sind noch auf dem alten Stand.
- Die Monatsgebühr ist nur der Anfang: Börsengebühren und zusätzliche Nachrichtendienste kommen obendrauf und sind vorab schwer zu kalkulieren.
- Handel nur über einen Weg: Ohne die DADAT-Anbindung bleibt es ein reines Analysewerkzeug ohne Orderausführung.
- Nur für Windows: Die WorkStation ist eine Download-Software, ein natives Angebot für macOS fehlt.
- Veraltete Anbieterseiten: Eine alte Preisliste ist weiterhin online und sorgt dafür, dass überholte Zahlen in Testberichten weiterleben.
- Deutlich teurer als kostenlose Alternativen: Wer nur Charts und Standardindikatoren braucht, bekommt das bei kostenlosen Anbietern ebenfalls.
Support und Erreichbarkeit
Der Support ist per E-Mail und Telefon zu erreichen. Meine Anfragen wurden noch am selben Tag beantwortet, auch am Telefon lief es freundlich und sachlich ab.
Zusätzlich lässt sich der Kundendienst direkt aus der Plattform heraus kontaktieren. Der Status der Anfrage ist dort einsehbar, was das Nachfassen erspart.
Die im Impressum genannte Adresse lautet support@teletrader.com und war zum Prüfzeitpunkt weiterhin gültig, trotz der Umstellung auf baha.
Fazit: Starkes Datenterminal mit unklarem Markenauftritt
Die Datenqualität ist der Grund, warum sich TeleTrader hält. Die Marktabdeckung reicht weiter als bei den meisten Alternativen, besonders in Nischen wie Geldmarkt, Zinsen und OTC. Wer diese Daten braucht, findet schlicht wenig Vergleichbares zu diesem Preis.
Der Namenswechsel ist dagegen ein echter Nachteil, und zwar nicht nur kosmetisch. Zwischen baha, TeleTrader und mehreren Gesellschaften im Impressum verliert man leicht den Überblick, welches Produkt man eigentlich bucht. Dass parallel eine veraltete Preisseite online steht, macht es nicht besser.
In Kombination mit einem DADAT-Depot ergibt das ein rundes Paket aus Daten und Handel zum Basispreis. Ohne diese Anbindung bleibt es ein reines Analysewerkzeug, das neben der Broker-Plattform läuft.
Für wen es sich lohnt: Trader, die viele Märkte parallel beobachten, mit Markttiefe und Time & Sales arbeiten oder Kursdaten nach Excel ziehen. Für wen eher nicht: Einsteiger, die einen einzigen Markt handeln und mit einem kostenlosen Charting-Angebot genauso weit kommen.
Häufige Fragen zu TeleTrader
Heißt TeleTrader heute baha?
Ja. Das Wiener Unternehmen firmiert seit April 2021 als baha, die alte Domain teletrader.com wird abgeschaltet. Die TeleTrader WorkStation trägt den Namen TeleTrader aber weiterhin und hat eine eigene Seite.
Was kostet die TeleTrader WorkStation?
Für Privatpersonen gibt es drei Pakete: Green für 49,99 Euro, Gold für 79,99 Euro und Black für 149,99 Euro im Monat. Börsengebühren und zusätzliche Nachrichtendienste kommen obendrauf. Stand: 26. August 2026.
Kann ich TeleTrader kostenlos testen?
Ja. Beim Anbieter richtest du ein Demokonto ohne Kreditkarte ein. Über die DADAT Bank gibt es zusätzlich eine fünftägige Testversion der Vollversion.
Kann ich mit TeleTrader handeln?
Nur über die Anbindung an die österreichische DADAT Bank. Dort handelst du direkt aus der Software heraus. Ohne diese Anbindung ist TeleTrader ein reines Analyse- und Datenterminal ohne Orderfunktion.
Gibt es eine TeleTrader App?
Ja. Die frühere StockMarkets-App läuft im Play Store inzwischen unter dem Namen baha. Daneben gibt es Apps für Kryptowährungen, einen Währungsrechner und den Nachrichtendienst baha breaking news. Mit einem bestehenden Zugang gelten dieselben Datenfreischaltungen.
Wer steckt hinter TeleTrader?
Die Muttergesellschaft ist die baha GmbH in Wien mit rund 85 Mitarbeitern. Die WorkStation betreibt laut Impressum die TeleTrader Data Information Technologies GmbH, ebenfalls in Wien. Haupteigentümer ist Christian Baha, der das 1991 von Josef Holzer gegründete Unternehmen 1999 übernommen hat.
Woher bezieht TeleTrader seine Daten?
Nach Anbieterangaben aus mehr als 150 Börsen mit über 12 Millionen Finanzinstrumenten. Die Nachrichten kommen unter anderem von dpa-AFX, der Austria Presse Agentur, Dow Jones und AWP.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er ist seit 1978 aktiver Trader an den internationalen Finanzmärkten mit Schwerpunkt auf Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten.
In den späten 1980er Jahren übersetzte er Robert Prechters Elliott-Wave-Standardwerke ins Deutsche und trug damit maßgeblich dazu bei, die Elliott-Wellen-Analyse im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen. Über 17 Jahre war er der Repräsentant von Joe Ross in Deutschland, einem der einflussreichsten amerikanischen Trading-Autoren. Karsten übersetzte und veröffentlichte alle 10 Fachbücher von Ross auf Deutsch. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
TeleTrader hat Karsten als Analyse- und Datenwerkzeug geprüft, ohne Werbepartnerschaft mit dem Anbieter. Im Fokus standen die Fragen, was das Terminal nach dem Markenwechsel zu baha heute tatsächlich kostet und ob die Datenqualität den Preis rechtfertigt, wenn man Markttiefe und Time & Sales im Alltag wirklich nutzt.
→ Alle Artikel von Karsten Kagels
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer fachlich geprüft.















