MLM im Trading – der schnelle Weg zum Reichtum?

“Millionär in 3 Jahren!”, “Passives Einkommen”, “Schneller Reichtum” – mit Versprechen wie diesen werben viele Geschäftsmodelle, die auf dem Konzept des Network-Marketing (oder auch MLM, was für Multi-Level-Marketing steht) basieren.

Immer häufiger tritt Network Marketing dabei aktuell auch in Verbindung mit Trading auf. Doch was steckt wirklich hinter diesen Versprechungen?

Was bedeutet Network Marketing?

Network Marketing bietet Unternehmen die Möglichkeit eines alternativen Produktvertriebes. Bei diesem Konzept werden akquirierte Kunden in der Regel zu eigenständigen Verkäufern, welche das Produkt in der Folge dann an andere potenzielle Interessenten weitervermarkten. Da das jeweilige Produkt meistens an Familie oder Bekannte weitervermittelt wird, wird dieses System häufig auch als Empfehlungsmarketing bezeichnet. Es geht also in erster Linie darum, neue Verkäufer ausfindig zu machen, welche das angepriesene Produkt weitervermarkten.

Passiv Geld verdienen durch den Aufbau einer “Downline”

Gelingt es diesen neu akquirierten Verkäufern dann, die beworbenen Produkte zu verkaufen, dann verdient man dadurch quasi passiv mit. Die Verkäufer, welche auf diese Weise in das System aufgenommen werden, bezeichnet man auch als “Downline”. Hierdurch werden Provisionen auf mehreren Ebenen generiert – daher auch der Name Multi Level Marketing. Eine Downline besteht aus mehreren verschiedenen Stufen, weshalb es auch häufig als Stufensystem bezeichnet wird. Je nachdem, auf welcher Stufe man sich befindet, erhöht sich dann dementsprechend auch das passive Einkommen. Die Personen, welche direkt und unmittelbar geworben wurden, befinden sich auf der ersten Downline. Wenn die Verkäufer in der ersten Line wiederum weitere Personen werben, werden diese dann der zweiten Line zugeordnet usw.

Multi Level Marketing im Trading (MLM), Aufbau einer Downline
Mulit Level Marketing (MLM) Baumdiagramm

Network Marketing vs illegales Pyramidensystem

Dabei steht jedoch oftmals nicht das eigentliche Produkt im Vordergrund, sondern lediglich das Mobilisieren neuer Verkäufer. Und genau dem liegt ein großes Problem zugrunde. Nicht selten ähnelt diese Struktur nämlich dem rechtswidrigen Pyramidensystem. Denn auch bei einem Pyramidensystem geht es vordergründig darum, andere Menschen davon zu überzeugen, in das System und somit in die eigene Downline einzusteigen.

Wie funktioniert ein Pyramidensystem?

Um in das System einsteigen zu können, müssen die neuen Verkäufer zunächst eine gewisse Summe bezahlen, welche daraufhin unmittelbar an die Personen geht, welche über diesem stehen. Sobald der neue Distributor dann zum Beispiel vier oder fünf weitere Personen geworben hat, erhält dieser in der Folge sein Geld zurück und macht gegebenenfalls Gewinn.

Wieso sind Pyramidensysteme illegal?

Illegal sind diese Modelle aus dem Grund, da es sich ohne ein Produkt um kein richtiges Geschäft handelt. Dazu kommt, dass diese aufgebauten Systeme über kurz oder lang zusammenbrechen, da eine exponentiell wachsende Menge an neuen Personen benötigt werden würde. Dies führt dazu, dass diese Systeme in der Konsequenz relativ schnell in sich zusammenbrechen und eine Vielzahl von Menschen ihr Einsatzkapital verliert. Was das Network Marketing von einem Pyramidensystem unterscheidet, ist also im Prinzip ein richtiges Produkt.

Auf welche Red Flags sollte bei diesen MLM Systemen geachtet werden?

Aber auch beim Network Marketing gibt es einige Tretminen und rote Flaggen, auf die geachtet werden sollte.

Sinnvolles Produkt zum angemessenen Preis?

Zuallererst stellt sich natürlich die Frage, ob das Produkt an sich sinnvoll und der Preis nachvollziehbar ist. Produkte in weniger seriösen Diensten weisen dabei meist keinen besonderen Nutzen auf, da es eben nicht im Zentrum steht.

Weil es lediglich darum geht, möglichst viele Geschäftspartner in der eigenen Downline zu sammeln, rückt das Produkt selbstverständlich schnell in den Hintergrund.

Unrealistische Gewinnversprechungen

Network Marketing Strukturen, bei denen bereits am Anfang sehr unrealistisch erscheinende Gewinnversprechungen gemacht werden, sind dabei in der Regel sehr verdächtig. Denn nachgewiesenermaßen verdient nur ein Bruchteil der Menschen in diesen Systemen wirklich viel Geld.

Forderung hoher Investitionen zum Einstieg

Werden dann zusätzlich zu den anfänglichen Gewinnversprechungen noch außerordentlich hohe Anfangsinvestitionen als Einstiegsbedingung gefordert, dann sollten alle Alarmglocken läuten. Denn in seriösen Geschäften gibt es keinen Grund, die Messlatte für den Einstieg so hoch anzusetzen.

Einbezug des persönlichen Umfelds

Des Weiteren soll auch häufig das persönliche soziale Umfeld mit in das Geschäft hineingezogen und geworben werden. Daraus ergibt sich aber ein weiteres Problem. Da Network Marketing in den meisten Fällen über Warmakquise läuft, bedeutet dies zum einen, dass die Produkte den eigenen Freunden und Familienmitgliedern untergejubelt werden müssen. Und zum anderen bedeutet dies, dass sich der Schwierigkeitsgrad maßgeblich erhöht, sobald Familie und Freunde bedient sind, da man nun auf Kaltakquise angewiesen ist.

Die Darstellung der Produkte

Ein weiteres Indiz, auf welches geachtet werden sollte, ist die Art und Weise, wie die Produkte dargestellt werden.
Werden den Produkten besondere Eigenschaften zugesprochen, welche überzogen, unrealistisch und unbewiesen sind?
Auch dies ist nämlich per Definition gesetzlich verboten, da keine Behauptungen aufgestellt werden dürfen, welche nicht zuvor bewiesen wurden.

Network Marketing und Trading?

Doch was hat das ganze mit Trading zu tun? Nun, in einem Zeitalter, in dem soziale Netzwerke zunehmend an Relevanz gewinnen, zeichnen sich eben auch in diesem Bereich neue Entwicklungen ab, um scheinbar das schnelle Geld machen zu können. Neben Network Marketing Geschäftsmodellen, bei denen ein physisches Produkt im Zentrum steht, gibt es mittlerweile bereits auch mehrere Modelle, bei denen das nicht der Fall ist.

Nachdem MLM-Systeme insbesondere in den letzten beiden Jahren vermehrt den Hype der Kryptowährungsszene für sich nutzten und ihr Geschäftsmodell darauf aufbauten, scheint es nun so, als rücke das Trading mehr und mehr in den Fokus dieser Systeme. Aber wie genau sieht das Produkt eigentlich aus, welches hierbei vermarktet werden soll?

Wie funktioniert MLM Trading?

Selbstverständlich gibt es verschiedene Herangehensweisen der MLM Dienste an das Geschäftsfeld des Tradings. Ein Modell, welches sich zum aktuellen Zeitpunkt großer Beliebtheit zu erfreuen scheint, funktioniert so, dass erfahrene Broker/Trader an die Kunden weitervermittelt werden. Kunden bezahlen also Geld, welches im nächsten Schritt an erfahrene Broker weitergegeben wird. Dieser ist dann zuständig für Investitionen und Trades an der Börse, wo das Geld des Kunden gewinnbringend eingesetzt und vermehrt werden soll – und das ganz ohne dessen zutun. Dieser Broker dient dann in der Folge als “Produkt”, welches an die zukünftige Downline weitervermittelt werden soll.

Wie sieht das Produkt nun aus?

Wie bereits weiter oben erwähnt, kann an dieser Stelle natürlich nicht pauschalisiert werden. Allerdings haben wir ein wenig Recherche betrieben und konnten so feststellen, dass einige Produkte, welche von verschiedenen Network Marketing Strukturen angeboten werden, nach einem ähnlichen Schema ablaufen. Bei der folgenden Darstellung wurde darüber hinaus das Rad auch nicht neu erfunden. Die dargestellte Marketingstrategie wird nämlich in ähnlicher Form in vielen anderen MLM-Branchen so angewendet. Am Ende des Blog Artikels soll kurz auf zwei bekannte MLM Unternehmensmodelle eingegangen werden, welche jeweils zwei verschiedene Ansätze nutzen, um ein Netzwerk aufzubauen. Es soll hierbei eben auch auf die Risiken und Ungereimtheiten hingewiesen werden, die sich in deren Geschäftsmodellen abzeichnen.

Beginnen wir nun mit der Vorgehensweise der ersten Methode. Der Ablauf kann hierbei in etwa so beschrieben werden: Zu Beginn muss oftmals ein Produkt aus mehreren unterschiedlichen Preisklassen ausgewählt werden, wobei selbst das Produkt, welches im niedrigsten Preissegment angesiedelt ist, meistens schon im vierstelligen Bereich liegt. Je nach ausgewähltem Produkt muss dann eine Kapitalbindung beachtet werden, die bis zu einem Jahr lang andauern kann.

Zugriff nur auf Renditen

In dieser Zeit kann das investierte Geld dann auf direktem Wege nicht zurückgeholt werden. Auf die investierte Summe wird dann eine Rendite versprochen, die je nach erworbenem Produkt anders aussieht. Oftmals bewegen sich die angepeilten monatlichen Renditen im Bereich von 5-8 Prozent auf das eingezahlte Investment. Diese werden monatlich ausgeschüttet und können dann auch ausgezahlt werden oder aber reinvestiert werden, um die zukünftigen Einnahmen zu erhöhen.

Erklärt werden solch hohe Renditen folgendermaßen: Durch überwachtes und manuelles Trading verschiedener Trader im Börsenmarkt sollen diese Zahlen realisiert werden können. Die Trader arbeiten dabei mit Hilfe von Chartanalysen, Marktforschung und medialen Signalen.

Die Optimierung der Downline

Ein großer Teil der Einnahmen – der Part, der einen angeblich zum Millionär machen kann – findet allerdings anderswo statt. Und zwar im Aufbau einer Downline, wie sich schon vermuten lässt. Je größer und länger die Downline (also je mehr Menschen davon überzeugt wurden, ihr Kapital in das MLM System zu investieren), desto mehr Profit heißt es.

MLM System als “Network Organizer”

Was jedoch interessant ist: Die Broker, die das eingezahlte Geld der Kunden vermehren sollen, gehören dabei einer anderen Firma an. Die MLM-Struktur dient lediglich als Vermittlungsinstanz. Diese bezeichnen sich daher selbst als “Network Organizer” und nicht als Finanzdienstleister, was sich auch auf rechtliche Gründe zurückzuführen lässt. Denn nicht jeder darf sich ohne weiteres und auf legalem Wege als Finanzdienstleister ausgeben. Aus diesem Grund findet an dieser Stelle eine Trennung statt, die den angehenden Distributoren jedoch nicht immer so strikt kommuniziert wird.

Wie sich also erkennen lässt steht bei diesen Network Systemen nicht wirklich das Trading im Vordergrund. Stattdessen geht es vielmehr darum, neue Kunden für das Vertriebssystem anzuwerben, neue “Direct Sales” zu generieren und dadurch die eigene Downline gewinnbringend aufzustocken.

MLM-Strukturen mit Signaldiensten

Darüber hinaus haben auch diejenigen Network Marketing Modelle einen Hype erfahren, welche mit Signaldiensten werben. Interessenten werden dabei meistens in eine Whatsapp (beliebt ist auch die App Telegram, da diese allgemein anonymer gestaltet ist) Gruppe eingeladen, in welcher in regelmäßigen Abständen bestimmte Tradingsignale mitgeteilt werden. Allerdings sind auch diese Signale alles andere als zuverlässig. Erfahrungen haben gezeigt, dass die Signale keineswegs eine Gewinngarantie aufweisen und häufig sehr fehlerhaft sind. Dadurch tragen sie dementsprechend natürlich auch ein extrem hohes Risiko, welches auf keinen Fall unterschätzt werden sollte. Aber auch in diesem System geht es eben eigentlich weniger um das Trading an sich, sondern vielmehr um das Netzwerk Building.

Das Bild vom erfolgreichen Entrepreneur

Hierzu werden auch oftmals entsprechende Bildungsmaterialien zur Verfügung gestellt und große “Motivation Events” veranstaltet. In diesen Events wird nicht selten ein Bild kreiert, welches den Kunden im Glauben lassen soll, dass er mit diesem System in nur wenigen Monaten zum Millionär werden kann. Wie eine solche Veranstaltung ablaufen kann wird in einer Videoreportage von STRG_F gut ersichtlich. Das Video finden Sie weiter unten in diesem Artikel.

Prächtige “Motivation-Events”

Eine Gemeinsamkeit, welche vieler dieser Veranstaltungen jedoch teilen, ist das bewusste zur Schau stellen von materialistischen Gütern in Kombination mit dem Geschäftsmodell. Dabei wird mit intensiven visuellen Anschauungsmaterialien gearbeitet, welche die angehenden Verkäufer in ihren Bann ziehen und für die bevorstehenden Marketing Aktivitäten vorbereiten sollen. Am Ende der Show wird dann meistens deutlich gemacht, dass man für den Erfolg zu Beginn auch immer erst eine Investition tätigen muss. Dafür muss ein neuer Verkäufer, welcher ins System einsteigen möchte, dann in den meisten Fällen eine relativ hohe Anfangsinvestition einbringen, die nicht selten im höheren vierstelligen Bereich angesiedelt ist. Diese wird aber weitestgehend bagatellisiert und als selbstverständlich abgetan. Denn wenn es nach den Aussagen der Event Speaker geht, ist die Investition meist nach den ersten Wochen wieder eingespielt.

MLM & Trading – was steckt also dahinter?

Jetzt stellt sich die Frage, ob ein Einstieg in solche Systeme gerechtfertigt ist oder aber eher davon abgeraten werden kann. Nun gibt es durchaus seriöse Network Marketing Vertriebe, bei denen ein nützliches Produkt im Mittelpunkt steht. In solchen Fällen kann MLM mit der Funktionsweise eines Franchise Unternehmens verglichen werden. Dann kann das komplette Geschäftskonzept an Menschen weitergegeben werden, welche selbst kein eigenes Produkt zu vermarkten haben, jedoch trotzdem gerne selbstständig sein möchten.

Mit dem MLM im Trading gestaltet es sich unserer Meinung nach jedoch ein wenig anders. Denn Erfolg im Finanzmarkt setzt wie alles andere auch sehr harte Arbeit voraus. Diese Arbeit kann nicht einfach durch ein Signalprogramm ersetzt werden. Im Grunde genommen lässt es sich immer wieder auf die Tatsache zurückführen, dass es bei dieser Art des Network Marketings nicht wirklich um das Trading geht. Denn Trading erfordert eine intensive Beschäftigung mit dem Thema über Jahre hinweg. Leider wird es allerdings sehr häufig und vor allem auch in den sozialen Medien als der Schlüssel zum schnellen Reichtum präsentiert. Insbesondere jüngere Menschen, welche noch kein richtiges Gefühl dafür haben und oftmals weniger hinterfragen, fallen dabei in die Zielgruppe der Network Marketer.

Wie bereits zuvor erwähnt, sollen nun zwei Network Marketing Modelle näher betrachtet werden, die sich mit dem Thema Trading auseinandersetzen und Produkte in diesem Bereich an ihre Distributoren weitervermarkten.

Pulse Empire

Pulse Empire ist ein relativ neues MLM Modell, welches insbesondere im deutschsprachigen Raum große Beachtung gefunden hat. Die Videoreportage von STRG_F hat sich hierzu genauer mit diesem beschäftigt und liefert einige interessante Perspektiven. Das Video haben wir direkt unter diesem Kapitel für Sie eingebunden.

Die Marketingrevolution im Tradingbereich?

Registriert man sich auf der Website, bekommt man anschließend die Möglichkeit, zwischen verschiedenen “Pulse Funds” auszuwählen. Diese “Pulse Funds” sind Investitionspakete, dabei gibt es “Starter”, “Advanced” und “Pro”, wobei der Preis für das Starterpaket schon bei knapp 1.000 Euro liegt, nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Auf die Investments besteht dabei mindestens 6 Monate kein Zugriff, bei “kleineren” Summen unter 10.000 Euro sind es sogar 9 Monate oder sogar 12. Es werden also Fonds erworben, welche im nächsten Schritt von professionellen Tradern gesteuert werden. Dadurch sollen monatliche Renditen von 5-8 Prozent erzielt werden. Aus rein fachlicher Sicht ist das natürlich fernab jeglicher Realität, darüber hinaus muss noch bedacht werden, dass ein Teil des Investments direkt in die Upline als Provisionszahlung geht.

Das Power Event für angehende Entrepreneure und Millionäre

Auch wenn auf der Website zunächst keine direkten Renditeversprechen gemacht werden, weht auf dem vom Unternehmen organisierten “Power Event” ein ganz anderer Wind. Wie man auch der Reportage entnehmen kann, wird auf diesen Veranstaltungen ein gänzlich anderes Bild kreiert. Das Unternehmen wird als vollständige Revolution im Marketingbereich beworben, dabei wird nicht wirklich etwas zum Trading erklärt. Vielmehr liegt der Fokus darauf, die Motivation der angehenden Verkäufer auf das Werben neuer Kunden zu richten. Außerdem werden permanent mit sehr intensiven Visualisierungen gearbeitet, um den Eindruck bei den Zuschauern zu erwecken, dass es sich bei diesem Geschäftsmodell um eine sehr einfache Methode handelt, reich zu werden. Es wird davon gesprochen, riesige Gewinnsummen in kürzestem Zeitraum verdienen zu können. Werden die Speaker und Führungskräfte jedoch darauf angesprochen, woher die beträchtlichen Summen kommen sollen und wie hoch das Risiko dabei ist, geben diese dazu kein Statement ab.

Firmensitz in Zypern

Auffällig ist auch, dass Pulse Empire von keiner Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA, BaFin) hinsichtlich ihrer Tradingaktivitäten reguliert wird. Da auch geheim gehalten wird, für welche Firma die mysteriösen Profi-Trader arbeiten, stellt sich die Frage, ob es diese überhaupt gibt.
Wirft man außerdem einen Blick auf das nicht rechtskonforme Impressum der Website, stellt man fest, dass der Firmensitz in Zypern liegt.

Reportage zu Pulse Empire

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iMarketsLive

IMarketsLive oder auch als IML bekannt war das erste Unternehmen, welches sich mit einer MLM Vertriebsstruktur im Bereich Trading positioniert hat. Bis heute zählt es zu den bekanntesten Networks in diesem Bereich und gilt zudem als umstritten. IML wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen und ist genauer gesagt im Bereich des Day-Trading angesiedelt. Ähnlich wie es auch bei Pulse Empire der Fall ist, wird auch hier mit finanzieller Freiheit und Reichtum geworben.

Trading leicht gemacht?

Mit den Produkten sollen Laien dabei unterstützt werden, Gewinne mit Day-Trading einzufahren. Dafür werden Infoprodukte und Schulungen angeboten, wodurch das Trading in einem kurzen Zeitraum erlernt werden kann. Darüber hinaus werden eben auch Signale von vermeintlichen Profi-Tradern zur Verfügung gestellt. Die Leistungen werden dann gebündelt in einem Monats-Abonnement offeriert. Dabei wird keinerlei Garantie auf die Signale gegeben, im Prinzip ist man also komplett selbst dafür verantwortlich, ob man in der Folge Geld verdient oder aber nicht.

Und dennoch wird auch hier häufig der Anschein vermittelt, dass es möglich ist, viel Geld zu verdienen ohne die entsprechende Arbeit und Mühe investieren zu müssen. Und natürlich ist es grundsätzlich möglich, viel Geld mit Trading zu verdienen. Wie unsere Leser aber sicherlich wissen, kann man natürlich auch sehr viel Geld verlieren.

Die iMarketsLive Pakete

Sehen wir uns nun näher an, welche Produkte von dem Network Marketing Dienst IML angeboten werden. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Produkte, zwischen denen ausgewählt werden kann:

  • Platinum Package (Einstiegskosten von 170 Euro, dazu kommen monatliche Kosten von 130 Euro)
  • IML Platinum Plus Package (Einstiegskosten von 210 Euro, dazu kommen monatliche Kosten von 165 Euro)

In den Paketen sind dann wie eingangs bereits erwähnt vor allem Online-Schulungen zu Daytrading und Signaldienste enthalten. Ob diese das Geld wirklich wert sind, ist fraglich. Denn die fixen monatlichen Kosten müssen von nun an monatlich erst einmal wieder eingespielt werden, um danach Gewinne einfahren zu können. Und am Ende wird man dann dennoch mit dem Trading alleine gelassen, es wird keine Verantwortung für die getätigten Trades übernommen.

Fazit dieses Artikels über MLM im Trading

Nachdem das Network Marketing über viele Jahre hinweg hauptsächlich für Produkte der Branchen Nahrungsergänzungsmittel, Lebensmittel und Kosmetik bekannt war, ist es nun auch in den Bereich des Trading avanciert.

Dabei ist es manchmal nicht einfach, eine klare Unterscheidung zwischen einem legalen MLM System und einem Pyramidensystem zu treffen. Die globale Digitalisierung erschwert es, die Unternehmen übergreifend auf ihre rechtlichen Handlungsgrundlagen zu überprüfen.

Insbesondere MLM-Vertriebe in Kombination mit virtuellen Produkten wie beispielsweise Devisen- oder anderen Derivaten-Trading-Modellen sollten daher mit höchster Achtsamkeit betrachtet werden.

In vielen Fällen dient das Trading nur als Fassade, während im Hintergrund lediglich einbezahlte Summen umverteilt und als Provisionen gehandelt werden, bis das System schließlich in sich zusammenbricht. Oftmals sind es also versteckte Pyramidensysteme, was durch intensive Marketingkampagnen und vorgeschobene Trading-Versprechen (die zudem unrealistisch sind) verschleiert werden soll.

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