Der BUX, über den die meisten Testberichte schreiben, existiert nicht mehr. Multiplikatoren, Battles gegen andere Nutzer, der Handel mit Hebel: Diese App hieß zuletzt Stryk und wurde abgeschaltet. Was heute unter dem Namen BUX läuft, ist ein reiner Aktien- und ETF-Broker, der seit Juli 2024 der niederländischen Großbank ABN AMRO gehört.
Dieser Bericht beschreibt den Anbieter, wie er im September 2026 tatsächlich aussieht: mit drei Tarifen statt einem Gratiskonto, mit einer Servicegebühr auf das Depotvermögen, die viele Nutzer übersehen, und mit einem Bußgeld der niederländischen Finanzaufsicht, über das bislang kein deutschsprachiger Testbericht geschrieben hat. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
BUX App: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Was BUX heute ist: ein Aktien- und ETF-Broker aus Amsterdam mit Sparplänen und Bruchstücken. Kein CFD-Handel, kein Hebel, keine Kryptowährungen.
- Eigentümer: Die ABN AMRO Bank hat BUX am 3. Juli 2024 vollständig übernommen. BUX arbeitet als eigenständige Tochter weiter.
- Drei Tarife: Basic für 0 Euro, Plus für 2,99 Euro und Prime für 7,99 Euro im Monat.
- Der versteckte Kostenpunkt: Im Gratistarif fallen 0,20 Prozent pro Jahr auf dein investiertes Vermögen an. Bei 10.000 Euro sind das 20 Euro jährlich.
- Gratis heißt nicht kostenlos handeln: Im Basic-Tarif gibt es keine provisionsfreien Zero Orders und keine Limit-Orders. Eine europäische Aktie kostet dort 3,99 Euro pro Order.
- Einlagensicherung: Guthaben ist über das niederländische System bis 100.000 Euro geschützt. Wertpapiere liegen getrennt bei ABN AMRO Clearing.
- Bußgeld: Die Finanzaufsicht AFM verhängte am 18. November 2024 1,6 Millionen Euro gegen BUX wegen Vergütungen an Finfluencer. BUX klagt dagegen.
- Bewertungen: 4,1 von 5 bei Trustpilot aus 2.828 Stimmen, 4,2 im Play Store aus 12.469 Stimmen. Die häufigste Kritik betrifft die Servicegebühr.
Was ist BUX?
BUX ist ein niederländischer Neobroker, über dessen App Privatanleger Aktien und ETFs kaufen, Sparpläne einrichten und Bruchstücke von Wertpapieren erwerben können.
Der Betreiber sitzt in Amsterdam: Hinter der App steht die BUX B.V. mit Sitz in der Sarphatistraat 1. Sie wird von der niederländischen Finanzmarktaufsicht AFM beaufsichtigt. Für deutsche Kunden ist damit nicht die BaFin zuständig, sondern die AFM. Beschwerden und Aufsichtsfragen laufen über die Niederlande.
Acht Länder, über eine Million Kunden: BUX ist in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Österreich und Irland aktiv. Das Unternehmen wirbt auf seiner Startseite mit „mehr als einer Million Europäer“. Beim Verkauf an ABN AMRO im Jahr 2024 war von rund 500.000 Kunden die Rede. Eine geprüfte, aktuelle Zahl veröffentlicht BUX nicht.
Gegründet 2013 in Amsterdam: BUX startete als Trading-App für ein junges Publikum und war lange vor allem für seine spielerische Aufmachung bekannt. Von diesem Ansatz ist heute wenig übrig. Wer nach dem alten BUX sucht, findet ein anderes Produkt vor, und genau das führt in vielen Testberichten bis heute zu falschen Angaben.
Was aus BUX X, Stryk und BUX Crypto geworden ist
Drei Produkte sind verschwunden: Wer ältere Berichte über BUX liest, stößt auf Multiplikatoren, auf Battles gegen andere Nutzer und auf Kryptowährungen. Nichts davon gibt es heute noch. Auf der deutschen BUX-Website kommen die Begriffe CFD, Hebel und Multiplikator kein einziges Mal vor. Wir haben das am 7. September 2026 nachgezählt.
Aus BUX X wurde Stryk, dann nichts: Die Handels-App mit Multiplikatoren hieß bis 2022 BUX X. Am 11. Juli 2022 benannte das Unternehmen sie in Stryk um. Wenige Jahre später wurde auch Stryk abgeschaltet. BUX begründete das damit, die eigenen Mittel seien in der Anlage-App besser aufgehoben als im spekulativen Handel. Bestandskunden konnten ihre Konten zu AvaTrade mitnehmen.
Die Adresse ist tot: Die Domain stryk.com löst heute nicht mehr auf. Der Nachfolger getstryk.com antwortet zwar noch, liefert aber eine leere Seite von 114 Byte ohne Inhalt und ohne Seitentitel. Wie die App damals aussah, zeigt der Screenshot darunter aus dem Juni 2019.

Krypto endete am 19. März 2024: Auch BUX Crypto wurde eingestellt. Bestände wanderten zum Anbieter Coinmerce. Nicht mitwandern konnte der hauseigene BUX Token, der seit September 2023 nicht mehr handelbar war. Eine Gruppe betroffener Halter versuchte anschließend, eine Entschädigung durchzusetzen.
Warum das für dich zählt: Ein großer Teil der deutschsprachigen Testberichte beschreibt bis heute das Produkt „BUX Zero“. Diesen Namen führt BUX selbst nicht mehr. Die App heißt im Store schlicht „BUX: Aktien und ETFs“, und die Tarife heißen Basic, Plus und Prime. Wer nach BUX Zero sucht, sucht nach einem Produktnamen aus der Vergangenheit.
BUX Basic, Plus und Prime: die drei Tarife
Seit dem Umbau gibt es kein einfaches Gratiskonto mehr: BUX teilt sein Angebot in drei Stufen. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem darin, welche Ordertypen du überhaupt nutzen kannst. Das ist der Punkt, an dem die meisten Vergleiche ungenau werden.
| Merkmal | Basic | Plus | Prime |
|---|---|---|---|
| Grundgebühr im Monat | 0,00 € | 2,99 € | 7,99 € |
| Servicegebühr pro Jahr | 0,20 % | 0 % bis 250.000 € | 0 % bis 500.000 € |
| Zinsen auf Guthaben | 0 % | 1,75 % | 2,00 % |
| Zero Order (provisionsfrei) | nicht verfügbar | 3 pro Monat | 5 pro Monat |
| Limit-Order | nicht verfügbar | verfügbar | verfügbar |
| EU-Aktie, Market Order | 3,99 € | 1,99 € | 0,99 € |
| Aufschlag auf US-Aktien | 0,75 % | 0,25 % | 0,20 % |
Der Gratistarif ist stärker beschnitten, als es aussieht: In Basic stehen dir nur Sparplan-Orders und Market-Orders zur Verfügung. Es gibt dort weder eine Limit-Order noch die provisionsfreie Zero Order, mit der BUX seit Jahren wirbt. Wer im Gratistarif eine deutsche Aktie kauft, zahlt 3,99 Euro. Das ist teurer als bei den meisten Wettbewerbern.
Sparpläne bleiben in allen Tarifen kostenlos: Sparplan-Orders kosten 0,00 Euro, auch in Basic, und sie zählen nicht gegen das Monatskontingent der Zero Orders. Für reine Sparplan-Anleger ist das die eigentliche Stärke des Angebots. Für den Verkauf gelten dann allerdings wieder die normalen Ordergebühren.
Zinsen gibt es nur gegen Grundgebühr: Die häufig zitierten 2,75 Prozent auf nicht investiertes Guthaben stammen aus einer Ankündigung vom September 2023 und gelten nicht mehr. Heute zahlt BUX 0 Prozent in Basic, 1,75 Prozent in Plus und 2,00 Prozent in Prime, jeweils bis 100.000 Euro. Die Zinsen kommen laut Preisverzeichnis von ABN AMRO Clearing.
Was BUX wirklich kostet
Die Servicegebühr ist der Posten, den niemand auf dem Zettel hat: BUX berechnet im Basic-Tarif 0,20 Prozent pro Jahr auf das investierte Vermögen. Der Betrag wird monatlich mit einem Zwölftel vom Guthaben abgebucht. Das ist keine Ordergebühr, sondern eine Depotgebühr, und sie läuft unabhängig davon, ob du handelst oder nicht. Nachlesen lässt sich das im Preisverzeichnis von BUX.
Ein Rechenbeispiel: Bei einem Depot von 10.000 Euro sind das 20 Euro im Jahr. Bei 50.000 Euro sind es 100 Euro. Wer stattdessen den Plus-Tarif wählt, zahlt 35,88 Euro Grundgebühr im Jahr, dafür aber keine Servicegebühr bis 250.000 Euro.
Daraus ergibt sich ein klarer Umschlagpunkt: Ab einem Depotwert von rund 17.900 Euro ist der kostenpflichtige Plus-Tarif günstiger als der Gratistarif. Nimmt man die Zinsen auf das Barguthaben und die niedrigeren Ordergebühren dazu, verschiebt sich die Grenze noch weiter nach unten. Der Tarif, der 0 Euro kostet, ist also für viele Anleger der teuerste.
Bei US-Aktien kommt ein Aufschlag dazu: Für den Währungsumtausch berechnet BUX 0,75 Prozent in Basic, 0,25 Prozent in Plus und 0,20 Prozent in Prime. Bei einem Kauf über 2.000 Euro sind das im Gratistarif 15 Euro allein für den Umtausch, zusätzlich zur Ordergebühr.
Was nichts kostet: Ein- und Auszahlungen sind in allen Tarifen gebührenfrei, ebenso die Echtzeitkurse. Für die Anmeldung zu einer Hauptversammlung berechnet BUX 10 Euro.
Sicherheit und Einlagenschutz bei BUX
Guthaben auf dem BUX-Konto ist über das niederländische Einlagensicherungssystem bis 100.000 Euro je Kunde geschützt, Wertpapiere werden getrennt vom Firmenvermögen bei ABN AMRO Clearing verwahrt.
Die Zuständigkeit hat gewechselt: Ältere Berichte nennen die britische FCA und eine Absicherung über 50.000 Pfund. Das galt für die frühere Handels-App, die über eine britische Gesellschaft lief. Für das heutige Angebot ist die niederländische AFM zuständig, und es gilt der europäische Standard von 100.000 Euro.
Der Unterschied zwischen Guthaben und Wertpapieren ist wichtig: Die Einlagensicherung greift für Bargeld. Deine Aktien und ETFs gehören dagegen ohnehin dir und fallen nicht in die Insolvenzmasse, wenn der Broker ausfällt. Sie liegen im Verwahrsystem der Clearing-Tochter von ABN AMRO.
Ein Punkt, der selten erwähnt wird: BUX verleiht die Wertpapiere seiner Kunden. Der Anbieter beteiligt dich an den Erlösen daraus, im Basic- und Plus-Tarif mit 50 Prozent der Nettorendite, in Prime mit 70 Prozent. Gemessen an der Bruttorendite sind es laut Preisverzeichnis 32,5 beziehungsweise 45,5 Prozent. Wertpapierleihe ist üblich, aber sie ist kein risikoloses Geschäft, und wer sie nicht möchte, sollte prüfen, ob er sie abschalten kann.
Das Bußgeld der niederländischen Finanzaufsicht
Am 18. November 2024 verhängte die AFM ein Bußgeld über 1,6 Millionen Euro gegen die BUX B.V. Der Vorwurf lautet auf einen Verstoß gegen das Provisionsverbot. BUX hatte Finfluencern, Vergleichsportalen und Bestandskunden eine Vergütung dafür gezahlt, dass sie neue Kunden vermittelten.
So lief das Programm: BUX betrieb ein Affiliate-Programm und ein Freunde-Programm. Finfluencer erhielten laut Aufsicht eine Vergütung je Follower, der Schritte im Anmeldeprozess unternommen hatte. Die AFM begründet das Verbot damit, dass finanzielle Anreize Verbraucher in eine Richtung lenken können, die nicht in ihrem Interesse liegt. Die Behörde hat den Fall in einer eigenen Mitteilung öffentlich gemacht.
Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen: BUX legte am 25. November 2024 Widerspruch ein. Ein Eilantrag beim Gericht Rotterdam wurde am 11. März 2025 abgewiesen, den Widerspruch erklärte die AFM am 7. Juli 2025 für unbegründet. Am 15. August 2025 erhob BUX Klage. Eine Entscheidung darüber steht aus, das Bußgeld ist also nicht rechtskräftig.
Was das praktisch bedeutet: Die beanstandeten Programme hat BUX nach Angaben der Aufsicht beendet, die letzten Verstöße am 21. April 2023. Für heutige Kunden ändert sich dadurch nichts an ihrem Depot. Der Vorgang ist trotzdem relevant, wenn du Empfehlungen für BUX liest: Ein Teil der Reichweite dieses Anbieters wurde nachweislich bezahlt eingekauft, und zwar auf einem Weg, den die Aufsicht für unzulässig hält.
Wir ordnen das nicht als Betrugsvorwurf ein: Es geht um eine aufsichtsrechtliche Regel zur Vermittlungsvergütung, nicht um Kundengelder und nicht um die Sicherheit der Depots. Wir geben den Vorgang wieder, weil er aktenkundig ist und weil BUX ihm widerspricht.
Steuern: BUX führt nichts für dich ab
BUX ist kein deutscher Broker und behält daher keine Abgeltungsteuer ein. Gewinne und Dividenden musst du selbst in der Steuererklärung angeben.
Der Unterschied zu einem inländischen Depot ist erheblich: Bei einer deutschen Bank wird die Abgeltungsteuer automatisch abgeführt, und ein Freistellungsauftrag wirkt direkt. Beides gibt es bei BUX nicht. Du bekommst die Erträge brutto gutgeschrieben und trägst sie in der Anlage KAP ein.
Das ist kein Nachteil, aber ein Aufwand: Wer das übersieht, riskiert eine Nachzahlung. Mehr zur Systematik steht in unserem Beitrag zu den Steuern beim Trading. Bei Fragen zum Einzelfall gehört ein Steuerberater hinzugezogen, wir leisten keine Steuerberatung.
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BUX Erfahrungen: was Nutzer berichten
Die Bewertungen fallen je nach Quelle unterschiedlich aus: Bei Trustpilot steht BUX bei 4,1 von 5 Punkten aus 2.828 Bewertungen, davon 852 aus den letzten zwölf Monaten. Im Google Play Store sind es 4,2 aus 12.469 Bewertungen, im App Store 4,46 aus 1.039 Bewertungen. Alle Werte stammen vom 7. September 2026 und lassen sich im Trustpilot-Profil von BUX nachschlagen.
| Quelle | Bewertung | Stimmen |
|---|---|---|
| Trustpilot | 4,1 von 5 | 2.828 |
| Google Play | 4,2 von 5 | 12.469 |
| App Store (DE) | 4,46 von 5 | 1.039 |
Die Verteilung ist aufschlussreicher als der Mittelwert: Bei Trustpilot vergeben 43 Prozent fünf Sterne und 27 Prozent vier. Gleichzeitig vergeben aber 16 Prozent nur einen Stern. Das ist kein einheitlich zufriedenes Publikum, sondern ein gespaltenes.
Ein Hinweis zur Einordnung des Werts: BUX hat das Trustpilot-Profil im Februar 2022 beansprucht, unterhält dort ein kostenpflichtiges Abonnement und lädt Kunden aktiv zur Bewertung ein. Das ist zulässig und weit verbreitet, hebt den Schnitt aber tendenziell an. Trustpilot selbst weist darauf hin, die Bewertungen nicht auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen.
Die Kritik dreht sich fast geschlossen um einen Punkt: die Servicegebühr. Ein Nutzer schreibt im Mai 2026, ihm sei „ungefragt über Jahre monatlich eine Servicegebühr“ abgebucht worden. Eine ausführlichere Bewertung vom Februar 2026 kritisiert, die Gebühr sei nicht in der jährlichen Kostenübersicht aufgeführt, sondern nur im Fließtext, und es gebe keine automatische Jahresabrechnung darüber.
Das deckt sich mit unserem eigenen Befund: Die Servicegebühr steht im Preisverzeichnis, sie ist nicht versteckt. Sie wird aber monatlich in kleinen Beträgen abgebucht und fällt deshalb im Alltag kaum auf. Wer ein Depot bei BUX führt, sollte einmal im Jahr nachrechnen, was er tatsächlich gezahlt hat.
Positiv hervorgehoben werden: die Bedienung der App, die zuverlässige Gutschrift von Dividenden und die Möglichkeit, mit kleinen Beträgen über Bruchstücke ein Portfolio aufzubauen. Beim Support fällt auf, dass BUX laut Trustpilot alle negativen Bewertungen beantwortet, dafür aber meist länger als einen Monat braucht.
Vorteile und Nachteile von BUX
Die Stärken und Schwächen liegen dicht beieinander: BUX ist stark bei Sparplänen und schwach überall dort, wo aktiv gehandelt wird. Die folgende Übersicht fasst zusammen, was wir im Test gemessen haben.
Vorteile von BUX
- Sparpläne in jedem Tarif kostenlos: Sparplan-Orders kosten 0,00 Euro, auch im Gratistarif, und zählen nicht gegen das Zero-Order-Kontingent.
- Bruchstücke ab kleinen Beträgen: Du kannst Anteile von Aktien und ETFs kaufen und damit auch mit wenigen Euro streuen.
- Großbank als Eigentümer: Seit Juli 2024 gehört BUX vollständig zur ABN AMRO, einer regulierten europäischen Bank.
- Einlagenschutz nach EU-Standard: Guthaben ist bis 100.000 Euro abgesichert, Wertpapiere liegen getrennt bei ABN AMRO Clearing.
- Keine Gebühr für Ein- und Auszahlungen: in allen drei Tarifen 0,00 Euro, dazu kostenlose Echtzeitkurse.
- Deutschsprachiger Support: BUX beantwortet nach eigener Darstellung und laut Trustpilot alle negativen Bewertungen.
Nachteile von BUX
- Servicegebühr auf das Depotvermögen: 0,20 Prozent pro Jahr im Gratistarif, monatlich abgebucht. Sie ist der häufigste Kritikpunkt in den Nutzerbewertungen.
- Der Gratistarif kann kaum handeln: weder Limit-Order noch provisionsfreie Zero Order, und eine EU-Aktie kostet dort 3,99 Euro.
- Zinsen nur gegen Grundgebühr: In Basic gibt es 0 Prozent auf nicht investiertes Guthaben.
- Keine Abgeltungsteuer: Du musst deine Erträge selbst versteuern, ein Freistellungsauftrag wirkt nicht.
- Bußgeld der Finanzaufsicht: 1,6 Millionen Euro wegen unzulässiger Vermittlungsvergütungen, das Verfahren läuft noch.
- Schmales Angebot: nur Aktien und ETFs. Keine Derivate, keine Kryptowährungen, kein Handel mit Hebel.
- Aufschlag auf US-Aktien: im Gratistarif 0,75 Prozent Devisenaufschlag zusätzlich zur Ordergebühr.
Fazit: für wen BUX heute taugt
BUX ist ein Sparplan-Broker geworden, kein Trading-Anbieter mehr: Wer regelmäßig kleine Beträge in Aktien und ETFs steckt und dabei Bruchstücke nutzen will, findet hier ein schlankes Angebot mit kostenlosen Sparplan-Orders. Das ist die Gruppe, für die sich der Anbieter rechnet.
Für aktive Anleger ist der Gratistarif eine Falle: Ohne Limit-Order lässt sich kein Kurs vorgeben, und 3,99 Euro für eine EU-Aktie sind im Vergleich teuer. Wer mehr als gelegentlich handelt, zahlt bei BUX entweder die Grundgebühr oder deutlich zu viel pro Order.
Die 0,20 Prozent Servicegebühr gehören in jede Rechnung: Ab rund 17.900 Euro Depotwert ist der kostenpflichtige Plus-Tarif günstiger als das vermeintlich kostenlose Konto. Wer diesen Punkt nicht prüft, zahlt für die teurere Variante, weil sie 0 Euro Grundgebühr im Schaufenster hat.
Für Trader ist BUX keine Adresse mehr: Der Handel mit Multiplikatoren ist eingestellt, Kryptowährungen ebenfalls. Wer nach dem alten BUX sucht, sucht nach einem Produkt, das es seit Jahren nicht mehr gibt. Einen Überblick über die Alternativen geben unsere Vergleiche zu Neobrokern und Trading-Apps.
Was wir offenlassen: Wie das Klageverfahren gegen das AFM-Bußgeld ausgeht, ist nicht absehbar. Für die Sicherheit der Depots hat es nach heutigem Stand keine Bedeutung, für die Frage, wie dieser Anbieter Reichweite aufgebaut hat, schon.
Häufige Fragen zu BUX
Wem gehört BUX?
Seit dem 3. Juli 2024 gehört BUX vollständig zur niederländischen ABN AMRO Bank. Der Kaufpreis lag Presseberichten zufolge bei rund 68 Millionen Euro. BUX arbeitet weiter als eigenständige Tochtergesellschaft unter eigenem Namen.
Kann ich bei BUX noch mit Hebel handeln?
Nein. Die App mit Multiplikatoren hieß zuletzt Stryk und wurde abgeschaltet, Bestandskunden konnten zu AvaTrade wechseln. Auf der deutschen BUX-Website kommen die Begriffe CFD, Hebel und Multiplikator kein einziges Mal vor.
Was kostet BUX wirklich?
Der Basic-Tarif hat keine Grundgebühr, aber 0,20 Prozent Servicegebühr pro Jahr auf dein investiertes Vermögen. Plus kostet 2,99 Euro und Prime 7,99 Euro im Monat, beide dafür ohne Servicegebühr bis 250.000 beziehungsweise 500.000 Euro. Eine europäische Aktie kostet in Basic 3,99 Euro pro Market-Order.
Ab wann lohnt sich der kostenpflichtige Tarif?
Ab rund 17.900 Euro Depotwert. Bis dahin ist die Servicegebühr von 0,20 Prozent günstiger als die 35,88 Euro Grundgebühr im Jahr für den Plus-Tarif. Rechnet man Zinsen auf das Guthaben und die niedrigeren Ordergebühren dazu, liegt die Grenze noch darunter.
Gibt es bei BUX noch die kostenlosen Zero Orders?
Nur in den kostenpflichtigen Tarifen. Der Plus-Tarif enthält drei Zero Orders pro Monat, Prime fünf. Im kostenlosen Basic-Tarif sind sie nicht verfügbar, ebenso wenig wie Limit-Orders.
Wie sicher ist mein Geld bei BUX?
Guthaben ist über das niederländische Einlagensicherungssystem bis 100.000 Euro geschützt. Wertpapiere werden getrennt vom Firmenvermögen bei ABN AMRO Clearing verwahrt und fallen bei einer Insolvenz nicht in die Masse. Zuständige Aufsicht ist die niederländische AFM, nicht die BaFin.
Warum hat BUX ein Bußgeld bekommen?
Die niederländische Aufsicht AFM verhängte am 18. November 2024 1,6 Millionen Euro wegen eines Verstoßes gegen das Provisionsverbot. BUX hatte Finfluencern, Vergleichsportalen und Bestandskunden Vergütungen für die Vermittlung neuer Kunden gezahlt. BUX hat dagegen Klage erhoben, das Verfahren läuft.
Führt BUX die Abgeltungsteuer ab?
Nein. BUX ist ein ausländischer Broker und behält keine Steuer ein. Du gibst Gewinne und Dividenden selbst in der Anlage KAP an. Ein Freistellungsauftrag wirkt bei BUX nicht.
Heißt das Produkt noch BUX Zero?
Nein. Der Name BUX Zero wird von BUX selbst nicht mehr geführt. Die App heißt in den Stores „BUX: Aktien und ETFs“, die Tarife heißen Basic, Plus und Prime. Viele Testberichte nutzen den alten Namen bis heute.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und handelt seit 1980 als diskretionärer Price-Action-Trader. Seine Märkte sind Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte. Ein Systemtrader ist er bewusst nicht, was ihm bei der Bewertung externer Angebote einen kritischen Blick von außen erlaubt.
Seine Erfahrung reicht weit in die Geschichte der technischen Analyse. Kagels übersetzte Ende der 1980er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter und vertrat den US-Trader Joe Ross über 17 Jahre in Deutschland. Bis heute gibt er eigene Seminare und private Einzelschulungen.
Für diese Fassung hat Karsten das Preisverzeichnis von BUX Zeile für Zeile gegen die Angaben im Bestandsartikel gehalten, den Bußgeldbescheid der AFM samt Verfahrensstand im Original gelesen und die Bewertungsprofile bei Trustpilot und in beiden App-Stores am 7. September 2026 live geprüft. Diese Einschätzung entstand unabhängig, ohne Werbepartnerschaft und ohne finanzielle Beteiligung.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.













