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GBP/USD Kursprognose und technische Analyse – wie geht es weiter mit dem Britischen Pfund/US-Dollar? (2026)

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2026

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6 Min

Karsten Kagels

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Karsten Kagels

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Das britische Pfund hat sich vom Sommertief deutlich erholt. Im Juni 2026 fiel GBP/USD auf 1,3143, am 24. August 2026 notiert das Paar bei 1,3631. Damit liegt der Kurs über 200-Tage-Linie und 50-Tage-Linie, die aktuell fast auf demselben Niveau verlaufen. Bis zum Jahreshoch fehlen rund 200 Punkte.

Diese Prognose stützt sich auf die Chartanalyse in drei Zeitebenen. Der Tageschart zeigt die kommenden Wochen, der Wochenchart den Weg bis 2028, der Monatschart den langfristigen Rahmen bis 2030. Dazu kommt die fundamentale Lage, und die ist bei diesem Paar ungewöhnlich: Bank of England und Fed liegen beim Zins praktisch gleichauf. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

GBP/USD Prognose: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Aktueller Stand: GBP/USD notiert am 24. August 2026 bei 1,3631 und damit über beiden wichtigen Durchschnitten. Das Jahreshoch liegt bei 1,3847.
  • Die kurzfristige Prognose hängt am Augusthoch bei 1,3675. Ein Bruch darüber öffnet den Weg zum Jahreshoch. Nach unten stützen 200-Tage-Linie und 50-Tage-Linie im Bereich 1,3400 bis 1,3425.
  • Aus mittelfristiger Sicht läuft seit dem Junitief eine Aufwärtsbewegung. Der Kurs hat den 50-Wochen-Durchschnitt bei 1,3408 zurückerobert und hält sich darüber.
  • Langfristig bleibt das Bild zweigeteilt: Der Kurs hat sich vom Rekordtief bei 1,0379 aus dem September 2022 weit gelöst, liegt aber immer noch weit unter dem Hoch von 2014 bei 1,7187.
  • Die Besonderheit: Bank of England (3,75 Prozent) und Fed (3,50 bis 3,75 Prozent) liegen beim Leitzins nahezu gleichauf. Die Zinsdifferenz als Treiber fällt damit fast weg.

Was ist das Währungspaar GBP/USD?

GBP/USD ist das Währungspaar aus britischem Pfund und US-Dollar. Der Kurs gibt an, wie viele US-Dollar ein Pfund kostet. Steigt der Kurs, wertet das Pfund auf und der Dollar ab.

Trader nennen das Paar „Cable“. Der Name stammt aus dem 19. Jahrhundert, als der Kurs über ein Transatlantikkabel zwischen London und New York übermittelt wurde. GBP/USD gehört zu den meistgehandelten Paaren im Devisenhandel und ist entsprechend liquide.

Cable gilt als volatiles Paar. Es bewegt sich im Tagesverlauf stärker als die meisten anderen Hauptwährungspaare und bildet dabei oft klare Trends aus. Für Trader bedeutet das größere Chancen und größere Risiken zugleich.

Die stärkste Bewegung der jüngeren Geschichte kam politisch. Am 23. Juni 2016, dem Tag des Brexit-Referendums, fiel GBP/USD binnen Stunden von 1,4629 auf 1,3239. Am 25. September 2022 markierte das Paar nach dem Haushaltsentwurf der Regierung Truss bei 1,0379 ein Rekordtief. Wer Cable handelt, handelt immer auch britische Politik.

Britisches Pfund/US-Dollar Prognose kurzfristig 2026

Zuletzt aktualisiert: 24.08.2026, Kurs 1,3631

Rückblick: Nach dem Jahreshoch bei 1,3847 Ende Januar lief das Paar bis in den Juni zurück und fand bei 1,3143 einen Boden. Seitdem arbeitet sich der Kurs in kleinen Schritten nach oben. Im August erreichte er 1,3675 und damit den höchsten Stand seit dem Frühjahr.

Ausblick: Bemerkenswert ist die Lage der Durchschnitte: 200-Tage-Linie (1,3425) und 50-Tage-Linie (1,3400) liegen nur 25 Punkte auseinander. Beide verlaufen unter dem aktuellen Kurs. Diese Konstellation entsteht nach längeren Seitwärtsphasen und löst sich oft in eine deutliche Bewegung auf. Die Richtung entscheidet das Augusthoch.

Kursziel: Über 1,3675 wird das Jahreshoch bei 1,3847 zum nächsten Ziel. Scheitert der Kurs dort, ist ein Rücklauf an das Doppel aus beiden Durchschnitten die wahrscheinlichere Variante. Erst darunter kippt das kurzfristige Bild, dann rückt die 1,32er-Zone in den Blick.

GBP/USD Prognose Tageschart 2026 mit 200-Tage-Linie bei 1,3425 und Jahreshoch 1,3847
GBP/USD im Tageschart: Erholung über den gleitenden Durchschnitten.
(Eigene Darstellung, Kursdaten Yahoo Finance, Stand 24.08.2026)
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Britisches Pfund/US-Dollar Prognose mittelfristig

Rückblick: Der Wochenchart zeigt seit dem Tief von 2022 eine breite Aufwärtsbewegung. Sie verläuft in Etappen: kräftige Anstiege, gefolgt von monatelangen Seitwärtsphasen. Die Korrektur des ersten Halbjahres 2026 war eine solche Phase, und sie endete am 50-Wochen-Durchschnitt.

Ausblick: Der Kurs hat die Linie bei 1,3408 zurückerobert und verteidigt sie seit mehreren Wochen. Damit bleibt das mittelfristige Bild aufwärtsgerichtet. Solange die Wochenschlusskurse darüber liegen, sind Rücksetzer als Korrekturen im Aufwärtstrend zu lesen und nicht als Trendwende.

Der Weg bis 2028 hängt an zwei Marken. Nach oben wäre ein Wochenschluss über dem Jahreshoch 1,3847 das Signal für eine Fortsetzung, mit Zielen im Bereich 1,42. Nach unten würde ein nachhaltiger Bruch der 50-Wochen-Linie die Aufwärtsstruktur beenden und das Junitief bei 1,3143 erneut zum Thema machen.

GBP/USD Prognose Wochenchart mit 50-Wochen-Linie bei 1,3408 und Junitief 1,3143
GBP/USD im Wochenchart: Aufwärts seit dem Junitief.
(Eigene Darstellung, Kursdaten Yahoo Finance, Stand 24.08.2026)
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GBP/USD Prognose und Chartanalyse: Langfristige Rückschau und Ausblick bis 2030

Rückblick: Der Monatschart erzählt eine Geschichte des Abstiegs. Vom Hoch bei 1,7187 im Juli 2014 ging es über Brexit-Referendum und Pandemie bis auf 1,0379 im September 2022. Das war der tiefste Stand, den das Paar je erreicht hat. Seitdem läuft eine Erholung, die den Kurs wieder über die Marke von 1,35 gebracht hat.

Ausblick: Der Kurs notiert über der 20-Monats-Linie bei 1,3323, und diese Linie steigt. Beides spricht für eine Fortsetzung der Erholung. Der Weg nach oben ist allerdings weit: Zwischen dem heutigen Kurs und dem Hoch von 2014 liegen mehr als 3.500 Punkte, und der Bereich um 1,42 bis 1,44 hat in den vergangenen Jahren mehrfach als Deckel gewirkt.

Für den Ausblick bis 2030 sind zwei Szenarien plausibel. Hält die Erholung, wäre eine Rückkehr in die Spanne zwischen 1,40 und 1,45 der nächste Schritt. Kippt sie, bleibt die Zone zwischen 1,20 und 1,25 der Bereich, in dem sich das Paar nach dem Brexit über Jahre aufgehalten hat. Ein neues Rekordtief würde eine politische Krise vom Ausmaß des Jahres 2022 voraussetzen.

GBP/USD Prognose Monatschart seit 2011 mit Tief von September 2022 bei 1,0379
GBP/USD im Monatschart: Erholung nach dem Tief von 2022.
(Eigene Darstellung, Kursdaten Yahoo Finance, Stand 24.08.2026)

Diese Faktoren bewegen den GBP/USD-Kurs

Die Zinsdifferenz ist bei diesem Paar derzeit fast keine. Die Bank of England hält ihren Leitzins seit dem 29. Juli 2026 bei 3,75 Prozent. Die US-Notenbank Fed liegt am selben Tag unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Damit fällt der Treiber weitgehend weg, der andere Dollar-Paare bewegt.

Eine Zinsdifferenz wirkt am Devisenmarkt wie ein Sog: Kapital fließt in die Währung mit dem höheren Zins. Fehlt der Abstand, bestimmen andere Faktoren die Richtung, etwa Konjunkturdaten, Haushaltspolitik und die allgemeine Risikoneigung.

Auffällig ist, dass beide Notenbanken gespalten sind. Bei der Bank of England stimmten drei von neun Mitgliedern für eine Erhöhung auf 4,0 Prozent, bei der Fed waren es ebenfalls drei. In beiden Ausschüssen sitzt also eine Minderheit, die einen weiteren Zinsschritt nach oben will. Das macht die kommenden Sitzungen zu echten Terminen mit Überraschungspotenzial.

Die britische Inflation liegt bei 2,6 Prozent. Notenbankchef Andrew Bailey nannte den Rückgang schneller als erwartet, verwies aber auf hohe und schwankende Energiepreise infolge des Nahostkonflikts. Solange die Teuerung über dem Ziel von zwei Prozent bleibt, ist eine Zinssenkung unwahrscheinlich, und das stützt das Pfund.

Der zweite Treiber sitzt auf der Dollar-Seite. Der US-Dollar war im Sommer 2026 gegenüber fast allen Hauptwährungen schwach. Genau das erklärt, warum GBP/USD trotz fehlender Zinsdifferenz gestiegen ist. Wer die Bewegung einordnen will, sollte weniger auf London schauen als auf Washington.

Zwei Termine gehören in den Kalender. Die Bank of England entscheidet am 17. September 2026, die Fed am 15. und 16. September. Beide Sitzungen liegen in derselben Woche. Fällt eine der beiden Entscheidungen anders aus als erwartet, entsteht genau die Zinsdifferenz, die dem Paar derzeit fehlt. Die Termine stehen im Wirtschaftskalender.

Technische Analyse von GBP/USD

Eine laufend aktualisierte Übersicht liefert TradingView. Die technische Situation des Paares Britisches Pfund/US-Dollar findet sich hier auf TradingView.

Die Zusammenfassung bündelt mehrere Werkzeuge. Sie stützt sich auf die bekanntesten technischen Indikatoren, wie gleitende Durchschnitte, Oszillatoren und Pivots. Für den langfristigen Blick lässt sich dort das Monatsintervall einstellen.

Ein technisches Rating fasst mehrere Indikatoren zu einem Signal zusammen. Das spart Zeit, ersetzt aber keine eigene Chartanalyse. Die Kennzahl sagt nichts darüber, wo Stopp und Ziel liegen. Genau diese beiden Punkte entscheiden über das Ergebnis eines Trades.

Hinweis: TradingView empfiehlt niemandem den Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments allein auf der Grundlage der Empfehlungen des Indikators “Technische Ratings”. Die Empfehlungen zeigen lediglich die Erfüllung bestimmter Bedingungen einer Reihe von individuellen Indikatoren an, die dem User helfen können, potenziell günstige Bedingungen für eine Transaktion zu erkennen, wenn dies mit seiner Strategie übereinstimmt.

Über Britisches Pfund / US-Dollar

Cable ist das drittmeistgehandelte Währungspaar der Welt. Rund 11 Prozent des weltweiten Devisenumsatzes entfallen auf GBP/USD. Aus der hohen Liquidität folgen enge Spreads, aus der Volatilität klare Trendverläufe. Beides zusammen macht das Paar bei technisch orientierten Tradern beliebt.

Ein Blick auf EUR/USD lohnt sich bei jedem GBP/USD-Trade. Die beiden Paare laufen mit plus 0,85 fast parallel, wie die Forex-Korrelationstabelle zeigt.

Die Dollar-Seite lässt sich am größten Paar ablesen. Als meistgehandeltes Forex-Paar bietet die EUR/USD Prognose zusätzliche Orientierung für die Dollar-Seite des GBP/USD.

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Wie ein Währungspaar mit dauerhaft hoher Inflationsdifferenz aussieht, zeigt die EUR/TRY Prognose mit ihrem seit Jahren intakten Aufwärtstrend.

GBP/USD Realtime Chart

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Ein weiteres Dollar-Paar mit eigener Logik ist USD/CAD. Dort geben Ölpreis und Zölle den Takt vor, nachzulesen in der USD/CAD-Kursprognose.

Fazit: Erholung mit Bewährungsprobe im September

Die GBP/USD-Prognose ist in allen drei Zeitebenen aufwärtsgerichtet. Kurzfristig liegt der Kurs über beiden Durchschnitten, mittelfristig über der 50-Wochen-Linie, langfristig über der steigenden 20-Monats-Linie. Das ist eine seltene Übereinstimmung, und sie spricht für eine Fortsetzung.

Die Einschränkung liegt im Antrieb. Der Anstieg kommt weniger aus britischer Stärke als aus Dollar-Schwäche. Eine Zinsdifferenz, die das Pfund stützen würde, gibt es praktisch nicht. Dreht die Stimmung zum Dollar, verliert die Bewegung ihre Grundlage schneller als ein Chartbild vermuten lässt.

Für die Praxis heißt das, an den Marken zu bleiben. Nach oben ist 1,3675 die Schwelle, nach unten das Doppel aus 200-Tage- und 50-Tage-Linie bei rund 1,3400. Dazwischen liegt Rauschen. Die Woche vom 15. bis 17. September mit den Entscheidungen beider Notenbanken ist der Termin, an dem sich die Frage klärt.

Häufige Fragen zur GBP/USD Prognose

Wie ist die GBP/USD Prognose für 2026?

Das Chartbild zeigt nach oben. GBP/USD notiert am 24. August 2026 bei 1,3631 und damit über der 200-Tage-Linie, der 50-Tage-Linie und dem 50-Wochen-Durchschnitt. Über dem Augusthoch bei 1,3675 wird das Jahreshoch bei 1,3847 zum nächsten Ziel.

Warum steigt das britische Pfund gegenüber dem Dollar?

Der Antrieb kommt von der Dollar-Seite. Der US-Dollar war im Sommer 2026 gegenüber fast allen Hauptwährungen schwach. Eine Zinsdifferenz zugunsten des Pfunds gibt es dagegen kaum: Bank of England und Fed liegen beim Leitzins nahezu gleichauf.

Wie hoch sind die Leitzinsen in Großbritannien und den USA?

Beide liegen praktisch gleichauf. Die Bank of England hält ihren Leitzins seit dem 29. Juli 2026 bei 3,75 Prozent, die Fed am selben Tag bei 3,50 bis 3,75 Prozent. In beiden Ausschüssen stimmten drei Mitglieder für eine Erhöhung. Die nächsten Entscheide fallen am 15./16. und am 17. September 2026.

Welche Rolle spielt der Brexit heute noch für GBP/USD?

Als Kurstreiber kaum noch, als Niveaumarke schon. Am 23. Juni 2016 fiel das Paar binnen Stunden von 1,4629 auf 1,3239. Seitdem hat es das Vor-Referendum-Niveau nie wieder erreicht. Der Bereich um 1,42 bis 1,44 wirkt bis heute als Widerstand.

Was war das Rekordtief von GBP/USD?

1,0379 am 25. September 2022. Auslöser war der Haushaltsentwurf der damaligen britischen Regierung, der an den Anleihemärkten eine Vertrauenskrise auslöste. Vom heutigen Kurs aus liegt dieses Tief rund 3.250 Punkte entfernt.

Wie lässt sich GBP/USD handeln?

Über Forex-Broker oder Derivate. Cable gehört zu den liquidesten Paaren überhaupt, die Spreads sind entsprechend eng. Gehandelt wird es unter anderem über CFDs. Wegen der hohen Volatilität gehört zu jeder Position ein Stopp.

Über den Autor: Christian Möhrer

Christian Möhrer ist technischer Analyst bei Kagels Trading. Sein Schwerpunkt liegt auf der Chartanalyse von Devisen, Indizes und Rohstoffen. Für kagels-trading.de erstellt er regelmäßig Kursprognosen und tägliche Markteinschätzungen.

Als Options-Trader ist er seit 2014 aktiv. Über die Jahre hat er einen Videokurs zum Optionshandel aufgebaut und betreut Signal-Dienste. Seine Analysen sind nüchtern, zahlenorientiert und konsequent am Chartbild ausgerichtet.

Die GBP/USD-Prognose schreibt Christian regelmäßig fort. Grundlage sind Tages-, Wochen- und Monatschart mit gleitenden Durchschnitten und markanten Hochs und Tiefs. Dazu kommen die fundamentalen Treiber, also die Zinspolitik von Fed und Bank of England sowie die britische Haushalts- und Konjunkturlage. Jede Aktualisierung hält fest, welche Marken das Chartbild bestätigen oder kippen würden.

Dieser Artikel wurde von Karsten Kagels final geprüft.

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