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CentralCharts im Test: was die KI Berolinia wirklich leistet

Zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2026

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18 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

Die KI von CentralCharts heißt nicht überall Berolinia. In der französischen Fassung derselben Plattform tritt sie als Lutessia auf, in der englischen als Londinia. Dahinter steckt dieselbe Software, nur lokalisiert benannt. Wer auf Englisch nach Anleitungen sucht, findet unter dem deutschen Namen deshalb nichts.

CentralCharts ist ein französisches Analyseportal mit einem kostenlosen Kern und einem kostenpflichtigen KI-Abo. Dieser Bericht ordnet ein, was die Gratisfunktionen leisten, was das Abonnement heute kostet und wie belastbar die viel beworbene Erfolgsquote der KI wirklich ist. Alle Preise und Kennzahlen wurden am 17. September 2026 an der Quelle geprüft. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

CentralCharts: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Analyseportal seit 2014, betrieben von der CentralCharts SAS aus Rueil-Malmaison bei Paris. Der Kern der Plattform ist kostenlos: Charts, Kurslisten, Marktscanner und Nachrichten.
  • Die KI Berolinia kostet extra und deckt 27.000 Finanzinstrumente ab. Sie liefert technische Analysen, aber keine Kauf- oder Verkaufssignale.
  • Drei Abos statt zwei: 29,90 Euro im Monat, 161,46 Euro für sechs Monate und 287,04 Euro für zwölf Monate. Nur das Monatsabo verlängert sich automatisch.
  • Die beworbene Erfolgsquote liegt bei 64 Prozent, beruht aber auf einer gefilterten Grundgesamtheit: Analysen ohne Kursziel zählt der Anbieter gar nicht erst mit.
  • Es gibt keine App. Weder im App Store noch bei Google Play existiert eine Anwendung von CentralCharts. Die Nutzung läuft ausschließlich über den Browser.

Was ist CentralCharts?

CentralCharts ist ein französisches Finanzportal mit Charting-Werkzeugen, Marktscannern und einer Community, dessen Grundfunktionen kostenlos sind und das zusätzlich ein kostenpflichtiges Abonnement für die hauseigene Analyse-KI verkauft.

Die Plattform ist seit 2014 online. Betreiber ist die CentralCharts SAS, eine vereinfachte Aktiengesellschaft französischen Rechts mit 200.000 Euro Stammkapital. Der Unterschied zur deutschen AG ist keine Spitzfindigkeit: Eine SAS hat weniger formale Pflichten und keinen Aufsichtsrat. Der folgende Screenshot zeigt die deutsche Startseite.

CentralCharts Startseite auf Deutsch mit Analysen zu Cardano und Ethereum sowie Marktübersicht
Die Startseite von CentralCharts gibt es auch auf Deutsch

CentralCharts: Adresse und Kontakt

Die Firmendaten stehen nicht in einem Impressum, sondern in den Verkaufsbedingungen. Einen eigenen Impressumslink führt der Footer nicht, dort stehen nur Disclaimer, AGB und Verkaufsbedingungen. Für deutsche Nutzer ist das ungewohnt, für ein französisches Unternehmen aber zulässig.

AngabeWert
FirmaCENTRALCHARTS SAS, Stammkapital 200.000 Euro
Adresse30 avenue Edouard Belin, 92500 Rueil-Malmaison, Frankreich
RegisterRCS Nanterre, Nummer 819 783 663
USt-IdNr.FR03819783663
LeitungBastien Huneau
Kontaktinfo@centralcharts.com
CNILNummer 1992111, franz. Datenschutzbehörde
Die Firmendaten laut Allgemeinen Verkaufsbedingungen, geprüft am 17.09.2026

Ist CentralCharts seriös?

Die Pflichtangaben sind vollständig und prüfbar. Die Gesellschaft ist im französischen Handelsregister eingetragen, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist vergeben, ein Verantwortlicher ist benannt. Die Plattform läuft seit über zehn Jahren.

Wichtig ist die Abgrenzung: CentralCharts ist kein Broker. Das Unternehmen führt keine Konten, verwahrt kein Geld und wickelt keine Orders ab. Damit braucht es auch keine Zulassung durch eine Finanzaufsicht, und es gibt entsprechend keine Einlagensicherung. Wer handeln will, braucht weiterhin einen eigenen Broker.

Eine Einschränkung gehört dazu. Im Footer stehen Partnerlinks zu ProRealTime, einem Anbieter von Handelssoftware. CentralCharts verdient an solchen Vermittlungen mit und betreibt zusätzlich ein eigenes Partnerprogramm. Das ist branchenüblich und offen erkennbar, färbt aber auf Empfehlungen ab.

CentralCharts Erfahrungen mit dem Analyseportal

Bei Trustpilot steht CentralCharts am 17. September 2026 bei 4,6 von 5 Sternen aus 134 Bewertungen. 81 Prozent vergeben fünf Sterne, 15 Prozent vier, 2 Prozent einen Stern. In den vergangenen zwölf Monaten kamen 30 Bewertungen hinzu. Gelobt werden vor allem die Charts und die kostenlosen Scanner.

Trustpilot selbst schränkt die Aussagekraft ein. Auf dem Profil steht der Hinweis, das Unternehmen habe zuletzt keine Kunden aktiv um Bewertungen gebeten, die Stimmen seien deshalb möglicherweise nicht repräsentativ. Das Bild darunter zeigt den Stand aus unserem ersten Test zum Vergleich. Positiv fällt auf: Der Anbieter hat auf 100 Prozent der negativen Bewertungen geantwortet, meist innerhalb eines Tages.

CentralCharts Trustpilot-Bewertung mit 4,5 Sternen aus 23 Rezensionen im Stand von 2024
Der Stand aus unserem ersten Test: 4,5 Sterne aus 23 Bewertungen und keine einzige unter vier Sternen. Heute sind es 4,6 aus 134 Bewertungen, davon 2 Prozent mit einem Stern.

Der Vergleich beider Stände ist aufschlussreich. Die Stichprobe hat sich seither fast versechsfacht, der Schnitt ist praktisch gleich geblieben. Gleichzeitig gibt es heute erstmals Ein-Stern-Bewertungen. Ein Portal mit 134 Stimmen bleibt eine schmale Basis, aber eine belastbarere als eine mit 23.

Die Bewertungen auf der eigenen Plattform gehören getrennt betrachtet. CentralCharts führt eine eigene Rezensionsseite mit 4,6 aus rund 290 Stimmen. Diese Bewertungen stehen auf der Seite des Anbieters und werden von ihm selbst verwaltet. Sie sind kein Ersatz für eine unabhängige Quelle, auch wenn die Zahl größer wirkt.

Ein Dämpfer für deutschsprachige Nutzer: Die Community ist überwiegend französisch. Wer den Markt-Scanner und die Charts nutzt, merkt davon nichts. Wer sich im Chatraum austauschen will, findet nur wenige deutsche Gesprächspartner.

Das spricht für CentralCharts

  • Der Kern ist wirklich kostenlos: Charts, Kurslisten, Marktscanner, Nachrichten und Wirtschaftskalender ohne Zahlungsdaten.
  • Große Marktabdeckung mit 27.000 Instrumenten von Aktien über Forex bis Krypto.
  • Transparente Erfolgsstatistik: Der Anbieter weist gültige und ungültige Analysen offen aus und aktualisiert sie täglich.
  • Credit-Rückerstattung, wenn eine Analyse kein Kursziel liefert oder neutral ausfällt.
  • Keine automatische Verlängerung bei den Halbjahres- und Jahresabos.

Das solltest du vorher wissen

  • Die Kursdaten sind 15 Minuten verzögert, und handeln kann man über die Plattform nicht.
  • Es gibt keine App für iOS oder Android, die Nutzung läuft nur über den Browser.
  • Die Erfolgsquote bezieht sich auf eine gefilterte Auswahl: Analysen ohne Kursziel oder mit neutraler Einschätzung fließen nicht in die Rechnung ein.
  • Die Community ist überwiegend französischsprachig, deutsche Gesprächspartner sind selten.
  • Im Footer fehlt ein Impressumslink, die Firmendaten stehen nur in den Verkaufsbedingungen.

Lesetipp: KI Trading Erfahrungen

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Berolinia: die künstliche Intelligenz von CentralCharts

Berolinia ist das kostenpflichtige Herzstück der Plattform. Die KI erstellt auf Anforderung eine technische Analyse zu einem Instrument und einer Zeiteinheit deiner Wahl. Auf der Startseite erscheinen laufend neue Analysen, im Minutentakt und rund um die Uhr.

Künstliche Intelligenz ist im Finanzbereich längst ein eigener Markt. Welche börsennotierten Unternehmen an dieser Entwicklung verdienen, zeigt unsere Übersicht der besten KI-Aktien. CentralCharts gehört nicht dazu: Das Unternehmen ist nicht börsennotiert.

Was ist Berolinia?

Berolinia ist eine auf technische Chartanalyse spezialisierte Software von CentralCharts, die Kursmuster, Indikatoren und Scanner-Signale automatisch auswertet und daraus eine Einschätzung mit Kurszielen und einer Invalidierungsschwelle erstellt.

Sie gehört damit zu den automatisierten Werkzeugen der technischen Analyse, handelt aber nicht selbst. Berolinia liefert keine Kauf- oder Verkaufssignale und führt keine Orders aus. Damit unterscheidet sie sich von Tradingsignalen und von automatisierten Handelssystemen wie dem Bot im Thorsten Koch DeFinanztraining, der eigenständig Renditen erwirtschaften soll. Die Entscheidung bleibt bei dir.

Berolinia KI von CentralCharts als symbolische Darstellung mit Diagrammen und Analyse-Icons
Berolinia ist die KI von CentralCharts

Berolinia, Lutessia und Londinia: eine KI, drei Namen

Dieselbe KI trägt je nach Sprachfassung einen anderen Namen. In der deutschen Version heißt sie Berolinia, in der französischen Lutessia und in der englischen Londinia. Die Namen leiten sich von den lateinischen Städtenamen ab: Berolinum für Berlin, Lutetia für Paris und Londinium für London.

Belegen lässt sich das auf der Seite des Anbieters selbst. Die französische Produktseite beschreibt unter dem Namen Lutessia wörtlich dieselben Funktionen: 40 Credits im Monat, Opportunities, Trends und Marktscanner. Die englische Fehlerseite verweist auf „our AI Londinia“. In der Selbstbeschreibung auf Trustpilot nennt das Unternehmen seine KI ebenfalls Lutessia.

Für dich hat das zwei praktische Folgen. Englischsprachige Tutorials und Erfahrungsberichte findest du nur unter Londinia, französische nur unter Lutessia. Und eine Suche nach Berolinia liefert entsprechend wenig: Das deutsche Suchvolumen für den Namen ist klein und seit Herbst 2025 rückläufig.

Für wen eignet sich die KI von CentralCharts?

Berolinia zielt auf aktive Trader mit wenig Zeit. Der Anbieter nennt zwei Einsatzzwecke: das Finden neuer Gelegenheiten über Berolinia Opportunities und die Zweitmeinung zu einem Wert, den du ohnehin beobachtest. Der Zeithorizont reicht von einigen Stunden bis zu mehreren Monaten.

Für langfristige Anleger lohnt sich das Abo selten. Wer ein- oder zweimal im Jahr umschichtet, braucht keine täglich aktualisierte Chartanalyse. Die kostenlosen Funktionen der Plattform reichen dann völlig aus.

Auf welchen Märkten ist die KI von CentralCharts anwendbar?

Der Anbieter nennt 27.000 Instrumente. Das ist die Zahl, die auf der Produktseite steht und die wir am 17. September 2026 dort geprüft haben. Abgedeckt sind:

  • Internationale Aktien einschließlich Aktiensparplänen
  • Forex-Währungspaare
  • Futures auf Indizes, Rohstoffe und Devisen
  • Aktienindizes und ETFs
  • Anleihen
  • Kryptowährungen

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Wie funktioniert Berolinia?

Im Kern arbeitet die KI nach der One-Way-Methode. Sie legt anhand eines übergeordneten Zeitfensters eine bevorzugte Richtung fest und lässt Positionen gegen diese Richtung aus. Dazu kommt ein kürzeres Zeitfenster für den Einstieg.

Ein Beispiel macht das greifbar. Du prüfst den Trend im Tageschart und suchst den Einstieg im Stundenchart. Liegt der Kurs über 100 Euro, gilt die Lage als bullisch, unter 90 Euro als bärisch. Dazwischen gibt die KI keine Richtung vor, und genau dann bleibt der Markt für dich außen vor.

Die KI von CentralCharts in einem dreiminütigen Video vorgestellt
Berolinia Funktionsweise mit Marktscanner, Indikatoren und 150 Erkennungen als Analysebericht
Aus mehr als 150 Erkennungen berechnet die KI über 120 Trend- und Impulssignale

Features und Inhalte der KI von CentralCharts

Zu jedem Instrument liefert Berolinia ein festes Paket. Dazu gehören Widerstände und Unterstützungen, 18 technische Indikatoren wie RSI, MACD und Ichimoku, dazu sechs Marktscanner für Chartmuster und die historischen Kursdaten.

Mit dem Abo kommen vier Bausteine dazu. Opportunities und Trends scannen den Markt nach Gelegenheiten. Die Schlüsselniveaus mit Umkehrpunkten und Kurszielen sind Abonnenten vorbehalten. Die Replay-Funktion lädt alle Kerzen nach, die seit einer Analyse entstanden sind. Und es gibt 40 Credits im Monat für eigene Analyseanfragen. Die beiden Abbildungen unten zeigen die Replay-Ansicht und eine fertige Analyse.

Die Credit-Rückerstattung ist das fairste Detail am Modell. Ein Credit wird zurückgebucht, wenn die Analyse neutral ausfällt, kein Kursziel nennt oder die Invalidierungsschwelle sofort überschritten ist. Du zahlst also nur für verwertbare Auswertungen.

CentralCharts Replay-Funktion am Bitcoin-Chart mit Trendlinien und Long- und Short-Bereichen
Mit der Replay-Funktion prüfst du, ob sich ein Analyseszenario ausgespielt hat
CentralCharts Analyse-Zusammenfassung mit Trend, Indikatoren, Kurszielen und Analystenmeinung
So sieht eine fertige Analyse aus. Das Beispiel stammt aus einem früheren Test, die Kursziele sind entsprechend alt, der Aufbau der Oberfläche ist unverändert.

Die Berolinia Marktscanner im Überblick

Sechs Scanner durchsuchen den Markt nach wiederkehrenden Mustern. Sie arbeiten über alle Zeiteinheiten und bilden die Grundlage für die Analysen der KI.

ScannerWas er sucht
ChartmusterAufwärts- und Abwärtskanäle, aufsteigende, absteigende und symmetrische Dreiecke
Candlestick-MusterBullische und bärische Engulfing-Muster, Doji, Harami
Technische IndikatorenKreuzungen gleitender Durchschnitte, Ichimoku-Signale, CCI- und RSI-Divergenzen, Supertrend
Auffällige VoluminaUngewöhnliches Handelsvolumen in verschiedenen Zeitfenstern
GapsKurslücken nach oben und nach unten
KursrekordeHistorische Hochs und Tiefs
Die sechs Marktscanner von Berolinia im Überblick

Wie hoch ist die Erfolgsquote der KI von CentralCharts?

Der Anbieter weist am 17. September 2026 eine Erfolgsquote von 64 Prozent aus. Dahinter stehen 695.586 als gültig gewertete und 396.470 ungültige Analysen, dazu 1.649 laufende. Die Zahlen werden täglich aktualisiert und sind auf der Seite öffentlich einsehbar. Das ist mehr Transparenz, als die meisten Anbieter in diesem Feld bieten.

Entscheidend ist aber, was NICHT mitgezählt wird. Unter der Statistik steht der Hinweis, dass Analysen mit dem Status neutral, ohne Kursziel, ohne Invalidierungsschwelle oder storniert in der Rechnung nicht enthalten sind. Die 64 Prozent beziehen sich also auf eine gefilterte Teilmenge, nämlich auf die Analysen mit klarer Richtung und klarem Ziel.

Das ist kein Vorwurf, aber es verschiebt die Bedeutung der Zahl. Sie beantwortet die Frage: Wie oft erreicht eine Analyse ihr Ziel, wenn die KI sich festlegt. Sie beantwortet nicht, wie oft die KI sich überhaupt festlegt. Wie groß die ausgeklammerte Gruppe ist, veröffentlicht der Anbieter nicht. Genau diese Zahl bräuchte man, um die Quote einzuordnen.

Berolinia Erfolgsquote mit 63 Prozent gültigen Analysen bei Aktien aus einem früheren Test
Der Stand aus unserem ersten Test: 63 Prozent bei Aktien aus 137.461 gültigen und 81.520 ungültigen Analysen. Heute sind es über alle Anlageklassen 64 Prozent aus 695.586 gültigen und 396.470 ungültigen.

Der Vergleich beider Stände spricht für die Stabilität der Quote. Die Zahl der ausgewerteten Analysen hat sich etwa verfünffacht, das Verhältnis ist nahezu gleich geblieben: damals 62,8 Prozent, heute 63,7 Prozent. Eine Quote, die über Jahre und über eine so große Stichprobe stabil bleibt, ist kein Zufallsergebnis. Die Grafik darüber hält den früheren Stand fest.

Was die Quote trotzdem nicht sagt. Eine Trefferquote ist keine Rendite. Sie verrät nichts darüber, wie weit der Kurs bei den 36 Prozent Fehlschlägen gegen dich läuft. Ob ein System Geld verdient, entscheidet das Verhältnis von durchschnittlichem Gewinn zu durchschnittlichem Verlust, und dazu veröffentlicht CentralCharts keine Daten.

Zwei weitere Werbezahlen gehören eingeordnet. Der Anbieter wirbt damit, dass 93 Prozent der Nutzer eine Verbesserung ihres Tradings spüren und 95 Prozent sich sicherer fühlen. Beides stammt aus einer eigenen Umfrage unter den eigenen Abonnenten aus den Jahren 2024 und 2025. Eine Fallzahl wird nicht genannt, und gemessen wird ein Gefühl, kein Ergebnis.

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Was kostet ein KI-Abonnement bei CentralCharts?

CentralCharts bietet drei Laufzeiten an, nicht zwei. Neben dem Monats- und dem Halbjahresabo gibt es inzwischen ein Jahresabo. Je länger die Laufzeit, desto günstiger der Monatspreis. Alle Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer.

LaufzeitPreisPro Monat
1 Monat29,90 Euro29,90 Euro
6 Monate161,46 Euro statt 179,40 Euro26,91 Euro
12 Monate287,04 Euro statt 358,80 Euro23,92 Euro
Die Abopreise für Berolinia, geprüft am 17.09.2026 auf der Produktseite

Das Halbjahresabo ist deutlich teurer geworden. In unserem früheren Test kostete es 143,52 Euro, damals mit 20 Prozent Nachlass. Heute sind es 161,46 Euro bei nur noch 10 Prozent Nachlass. Das ist ein Aufschlag von rund 12,5 Prozent. Der volle 20-Prozent-Nachlass gilt jetzt nur noch für die Jahreslaufzeit.

Beim Verlängern gibt es einen wichtigen Unterschied. Nur das Monatsabo verlängert sich automatisch und bucht so lange ab, bis du widersprichst. Die Abos über sechs und zwölf Monate laufen laut Verkaufsbedingungen ohne automatische Verlängerung aus. Wer das Abo nur einmal testen will, fährt mit der längeren Laufzeit also sogar sicherer.

Die Zahl der Credits hängt an der Laufzeit. Ein Credit steht für eine selbst angeforderte Analyse. Laut Verkaufsbedingungen gibt es 40 Credits im Monat, 240 beim Halbjahresabo und 480 beim Jahresabo. Pro Monat ist das in allen drei Fällen dieselbe Menge.

Daneben verkauft CentralCharts separate Credit-Pakete. Die Verkaufsbedingungen nennen ein PRO-Paket mit 20 Credits und ein EXPERT-Paket mit 200 Credits. Wer mit seinen Abo-Credits nicht auskommt, kann also nachkaufen. Ebenfalls im Angebot, aber auf der Produktseite nicht beworben: kostenpflichtige Schulungen.

Gibt es eine Testversion von Berolinia?

Ein Testangebot existiert, wird aber nicht mehr beworben. Die Verkaufsbedingungen führen weiterhin ein Trial-Angebot mit sieben Tagen Laufzeit, 10 Credits und ohne automatische Verlängerung. Auf der Produktseite mit der Preisübersicht taucht es am 17. September 2026 nicht mehr auf, dort stehen nur die drei Laufzeiten. Den früher genannten Preis von 9,90 Euro konnten wir deshalb nicht bestätigen.

Kostenlos ansehen kannst du die Analysen trotzdem. Auf der Startseite laufen die frisch erzeugten Berolinia-Analysen anderer Nutzer öffentlich durch, mit Trendeinschätzung und Kommentar. Was fehlt, sind die Schlüsselniveaus und Kursziele. Für einen Eindruck von Sprache und Qualität der Auswertungen reicht es aber.

Gibt es eine App von CentralCharts?

Nein, eine App gibt es nicht. Weder im Apple App Store noch bei Google Play existiert am 17. September 2026 eine Anwendung von CentralCharts oder Berolinia. Auch der Anbieter selbst verlinkt auf seiner Seite keine App und bietet keinen Download an.

Die Plattform läuft im Browser, auch auf dem Telefon. Die Seite passt sich kleinen Bildschirmen an, und die E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Analysen erreichen dich unabhängig vom Gerät. Wer eine Push-Nachricht aufs Handy erwartet oder Charts unterwegs zeichnen will, bekommt das hier nicht.

Die CentralCharts Trading-Plattform

Zum Handeln taugt die Plattform nicht, zum Analysieren schon. Anders als bei TradingView sind die Kurse 15 Minuten verzögert, und eine Broker-Anbindung gibt es nicht. Du kannst über CentralCharts also keine Order aufgeben.

Für die Vorbereitung reicht der Funktionsumfang. An Bord sind historische Daten, technische Indikatoren, Zeichenwerkzeuge, Watchlisten, die hauseigenen Central Indicators, Nachrichten und ein Chatraum für angemeldete Mitglieder.

Die Verzögerung ist für Daytrader ein Ausschlusskriterium. Wer auf Minutenbasis handelt, braucht Echtzeitkurse und bekommt sie hier nicht. Für die Analyse am Abend, für Wochencharts und für die Vorbereitung des nächsten Handelstags spielt der Versatz keine Rolle. Der Screenshot zeigt die Oberfläche mit einem DAX-Chart.

CentralCharts Trading-Plattform mit DAX40-Chart, Bollinger Bändern, MACD und Kursliste
Die Kursdaten der Trading-Plattform sind 15 Minuten verzögert

Weitere kostenlose Inhalte bei CentralCharts

Der kostenlose Teil ist der eigentliche Grund, die Seite zu besuchen. Ohne Abo und ohne Zahlungsdaten bekommst du auf einem Finanzportal selten so viel Substanz.

  • Kurslisten zu Aktien, Indizes, Sektoren, Forex, Kryptowährungen und Rohstoffen
  • Nachrichten und Pressemitteilungen von über 500 Anbietern, darunter der EQS-Nachrichtendienst
  • Ein Ratgeber mit über 1.100 kostenlosen Anleitungen zu Trading, Technischer Analyse und Volkswirtschaft
  • Analyseberichte anderer Nutzer samt Kommentarfunktion
  • Ein Modul, über das du eine technische Analyse von anderen Tradern anfragen kannst
  • Wirtschaftskalender und Chaträume

Der Ratgeberbereich ist der unterschätzte Teil. Die Anleitungen sind sauber nach Themen sortiert und auf Deutsch verfügbar. Für Einsteiger ist das ein brauchbarer Einstieg, auch ohne jemals über ein Abo nachzudenken.

So funktioniert die Anmeldung bei CentralCharts

Die Registrierung ist kostenlos und ohne Zahlungsdaten möglich. Als angemeldeter Nutzer kannst du eigene Analysen veröffentlichen, die Arbeiten anderer bewerten, Watchlisten anlegen und im Chatraum mitschreiben.

Ein Konto ist auch ohne Abo sinnvoll. Die Watchlisten und die gespeicherten Chart-Einstellungen sind an den Zugang gebunden. Wer die Plattform regelmäßig nutzt, spart sich damit das Nachziehen der Indikatoren bei jedem Besuch. Das Bild unten zeigt die Registrierungsmaske.

Abonnenten bekommen zusätzlich ein eigenes Dashboard. Dort siehst du deine verbleibenden Credits, deine angeforderten Analysen und die laufenden Szenarien. Laut Datenschutzangabe löscht CentralCharts Konten nach drei Jahren Inaktivität automatisch.

CentralCharts Anmeldung mit kostenloser Registrierung für den Austausch mit anderen Tradern
Die Anmeldung bei CentralCharts ist kostenlos

Fazit: für wen sich CentralCharts lohnt

Der kostenlose Teil von CentralCharts ist das stärkste Argument der Plattform. Charts, Kurslisten, Scanner, Nachrichten und über 1.100 Anleitungen ohne Zahlungsdaten sind ein Angebot, das sich sehen lassen kann. Wer ein zweites Analysewerkzeug neben seiner Handelsplattform sucht, findet hier eines, das nichts kostet.

Das KI-Abo ist eine Zeitersparnis, keine Ertragsquelle. Berolinia nimmt dir das Durchsehen von Charts ab und liefert eine strukturierte Zweitmeinung. Sie handelt nicht für dich und gibt keine Kaufsignale. Wer sich davon Renditen erwartet, versteht das Produkt falsch.

Die beworbene Erfolgsquote sollte man richtig lesen. 64 Prozent klingen stark, gelten aber nur für die Analysen, bei denen sich die KI festlegt. Wie viele Auswertungen neutral ausfallen, sagt der Anbieter nicht. Für den Preis der Zahl spricht, dass sie täglich aktualisiert und über eine Million Analysen hinweg stabil geblieben ist.

Für wen sich der Blick lohnt. Aktive Trader mit wenig Zeit, die eine zweite Meinung zu ihren Kandidaten suchen, bekommen ein durchdachtes Werkzeug zu einem Preis, der im Rahmen bleibt. Wer Echtzeitkurse, eine App oder eine deutschsprachige Community braucht, ist hier falsch. Und wer nur gelegentlich umschichtet, bleibt beim kostenlosen Teil.

Häufige Fragen zu CentralCharts

Ist die Nutzung von CentralCharts kostenlos?

Der Kern der Plattform ist kostenlos und ohne Zahlungsdaten nutzbar: Charts, Kurslisten, Marktscanner, Nachrichten, Wirtschaftskalender und über 1.100 Anleitungen. Geld kostet nur das Abonnement für die KI Berolinia sowie zusätzliche Credit-Pakete und Schulungen.

Wie teuer ist das Abo für die KI?

Am 17.09.2026 kostet das Monatsabo 29,90 Euro, sechs Monate kosten 161,46 Euro und zwölf Monate 287,04 Euro, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Nur das Monatsabo verlängert sich automatisch.

Warum heißt die KI je nach Sprache anders?

CentralCharts benennt dieselbe KI lokalisiert: In der deutschen Fassung heißt sie Berolinia, in der französischen Lutessia und in der englischen Londinia. Die Namen leiten sich von den lateinischen Städtenamen für Berlin, Paris und London ab. Funktionsumfang und Preis sind identisch.

Kann ich über CentralCharts Wertpapiere kaufen?

Nein. CentralCharts ist ein Analyseportal und kein Broker. Es führt keine Konten, verwahrt kein Geld und nimmt keine Orders entgegen. Die Kursdaten sind zudem 15 Minuten verzögert. Zum Handeln brauchst du weiterhin einen eigenen Broker.

Wie belastbar ist die angegebene Erfolgsquote?

Der Anbieter weist 64 Prozent aus und aktualisiert die Zahl täglich. Sie bezieht sich allerdings nur auf Analysen mit klarem Kursziel. Neutrale Analysen und solche ohne Ziel oder Invalidierungsschwelle sind laut Fußnote nicht in der Rechnung enthalten, und wie groß diese Gruppe ist, wird nicht veröffentlicht. Eine Trefferquote sagt außerdem nichts über die Höhe von Gewinnen und Verlusten.

Läuft CentralCharts auch auf dem Smartphone?

Ja, aber nur über den Browser. Eine App gibt es weder im Apple App Store noch bei Google Play, und der Anbieter bietet auch keinen Download an. Benachrichtigungen zu neuen Analysen kommen per E-Mail.

Kann ich eigene Analysen veröffentlichen?

Ja. Registrierte Nutzer können eigene Charts und Trading-Ideen hochladen, die Analysen anderer bewerten und im Chatraum mitdiskutieren. Die Registrierung ist kostenlos.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1980 aktiv und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader in den Märkten Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsen. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Ende der 1980er Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte zehn Bücher des amerikanischen Trading-Autors, bekannt für den Ross-Haken und den Traders Trick Entry.

Bei Finanzportalen zählt für Karsten die Datenqualität, nicht die Optik. Wer seit 1980 mit Kursdaten arbeitet, erkennt schnell, ob Zahlen gepflegt werden oder nur alt aussehen. Für diesen Bericht wurden Funktionsumfang, Preise, Bewertungen und die Firmenangaben am 17. September 2026 an der Quelle geprüft.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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