sharedeals.de gehört zu den bekanntesten Adressen für Nebenwerte im deutschsprachigen Raum. Wer nach Biotech-Aktien, Small Caps oder frühen Rohstoff-Storys sucht, landet früher oder später auf dem Portal oder in einem seiner Chaträume. Der Anbieter wirbt mit dem Satz „one trade ahead“, also mit einem Informationsvorsprung gegenüber dem Rest des Marktes.
Genau dieser Anspruch macht den Anbieter erklärungsbedürftig. Zwischen kostenlosem Portal und teurem Börsendienst liegen bei sharedeals.de mehrere tausend Euro im Jahr, und die Grenze verläuft nicht dort, wo viele Leser sie vermuten. Dieser Beitrag ordnet ein, was du kostenlos bekommst, was die Abos wirklich kosten und wie belastbar die vielen Fünf-Sterne-Bewertungen sind, die im Netz kursieren.
Für die Recherche haben wir jede Preisangabe direkt auf der Bestellseite abgelesen statt auf der Werbeseite. Dazu kamen das Impressum, alle Produktseiten und die Bewertungen auf Trustpilot und Lettertest, jeweils mit Blick auf Verteilung und Zeitpunkt statt nur auf die Durchschnittsnote. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
- Was es ist: ein Börsenportal der bull markets media GmbH aus Leverkusen mit kostenlosen Aktien-News und fünf kostenpflichtigen Angeboten.
- Kostenlos nutzbar: Nachrichten, Chartanalysen, Börsenwissen, Brokervergleich und der Newsletter „SD Insider“. Die Registrierung kostet nichts.
- Der Einstieg ins Bezahlangebot heißt sharedealsPlus und kostet 9,95 Euro im Monat, monatlich kündbar.
- Der teuerste Dienst ist der No Brainer Club mit 2.490 Euro pro Jahr plus 5 Euro für den Chat-Zugang, Schwerpunkt Biotech-Nebenwerte.
- Daneben laufen der Rohstoff Anleger Club (354,75 Euro je Quartal), der Tech Crypto Club (275 Euro je Quartal oder 1.099 Euro im Jahr) und ein Videokurs für 29,90 Euro.
- Der Haken: Die Empfehlungen liegen überwiegend in marktengen Nebenwerten, und ein Teil der beworbenen Performance entsteht in Chat-Trades, die man nur mitnimmt, wenn man tagsüber am Bildschirm sitzt.
sharedeals.de ist ein deutschsprachiges Börsenportal der bull markets media GmbH, das kostenlose Aktien-News mit kostenpflichtigen Börsendiensten und einem Live-Chat für Mitglieder verbindet.
Der Aufbau folgt einem Modell, das im Börsenbrief-Geschäft weit verbreitet ist: Ein frei zugängliches Nachrichtenportal zieht Leser an, ein Teil davon abonniert später einen Bezahldienst. Die Redaktion veröffentlicht täglich mehrere Artikel zu Einzelaktien, dazu Chartanalysen und Marktkommentare. Wer regelmäßig mitliest, bekommt dieselben Namen in verschiedenen Formaten geliefert.
Der inhaltliche Schwerpunkt liegt seit Jahren auf kleinen und mittleren Werten außerhalb der großen Indizes. Biotech-Titel, Rohstoff-Explorer und zuletzt auch Kernenergie-Werte wie NuScale oder Oklo tauchen überdurchschnittlich häufig auf. Solche Pennystocks und Nebenwerte bewegen sich schneller als Standardaktien, in beide Richtungen.
Was sharedeals.de vom klassischen Börsenbrief unterscheidet, ist der Chat als zentrales Element. Statt einer Redaktion, die einmal pro Woche sendet, läuft hier ein permanenter Austausch zwischen Analysten und Mitgliedern. Der Anbieter nennt das Schwarmintelligenz. Praktisch heißt es: Der wichtigste Teil des Angebots ist nicht die Ausgabe, sondern das Geschehen dazwischen.
Wer hinter sharedeals.de steht
Betreiber ist die bull markets media GmbH. Das Unternehmen hat seinen Sitz inzwischen in Leverkusen, nicht mehr in Schönefeld bei Berlin, und ist beim Amtsgericht Köln eingetragen. Geschäftsführer ist laut Impressum Matthias Abresch. Wer noch ältere Angaben mit Alexander Schornstein und André Doerk als Geschäftsführung findet, liest einen veralteten Stand: Beide sind weiterhin in der Redaktion aktiv, führen die Gesellschaft aber nicht mehr.
| Anbieter | bull markets media GmbH |
| Sitz | Ludwig-Erhard-Platz 1, 51373 Leverkusen |
| Geschäftsführer | Matthias Abresch |
| Registergericht | Amtsgericht Köln, HRB 117074 |
| Redaktionsleitung | Steve Siewert |
| Redaktion | 16 namentlich genannte Autoren |
| Portal online seit | 2010 |
| Zahlungsabwicklung | Digistore24 |
| Support | service@sharedeals.de, Telefon, Chatraum „Support“ |
Die Redaktion ist für einen Anbieter dieser Größe ungewöhnlich breit aufgestellt. Sechzehn Autoren mit eigenen Profilseiten sind mehr, als die meisten deutschen Börsenbriefe aufbieten. Chefanalyst des No Brainer Club ist Maximilian Ruth, der auf den Landingpages mit einer ausführlichen persönlichen Erfolgsgeschichte auftritt.
Eine Sache fällt beim Impressum auf: Die Abo-Verwaltung liegt nicht beim Anbieter, sondern beim Zahlungsdienstleister. bull markets media verweist im Impressum für alle Fragen rund um Abonnements ausdrücklich an Digistore24. Das ist branchenüblich und rechtlich sauber, bedeutet aber, dass Kündigungen und Zahlungsprobleme über einen Dritten laufen.
Die kostenlosen Angebote von sharedeals.de
Der frei zugängliche Teil ist umfangreicher als bei vielen Wettbewerbern. Ohne Anmeldung liest du Nachrichten, Chartanalysen und Marktkommentare in voller Länge. Eine Bezahlschranke gibt es auf dem Portal nicht.
- News und Meinungen: täglich mehrere Beiträge zu Einzelaktien, sortiert nach Sektoren wie Biotech, Rohstoffe, Tech, Dividenden und Krypto.
- Chartanalysen: kurze technische Einschätzungen zu bekannten Werten, meist mit Widerstands- und Unterstützungszonen.
- Börsenwissen: ein Lexikon und Einsteiger-Strecken zu Dividenden, Rohstoffen und dem Börsenstart.
- Rechner und Vergleiche: ein Brokervergleich und ein Crowdinvesting-Vergleich, beide erkennbar provisionsfinanziert.
- Newsletter „SD Insider“: kostenlos, dient gleichzeitig als Einstieg in die Verkaufsstrecke der Bezahldienste.
- Apps für iOS und Android: Zugang zu Nachrichten und, für zahlende Mitglieder, zum Live-Chat.
Die Qualität der kostenlosen Artikel ist solide, aber klar auf Aufmerksamkeit gebaut. Überschriften wie „XRP plus 37 Prozent: Jetzt entscheidet sich die Rally“ funktionieren als Klickanreiz, nicht als nüchterne Analyse. Wer das einordnen kann, findet trotzdem brauchbare Recherche, gerade zu Werten, über die sonst kaum jemand auf Deutsch schreibt.
Ein Punkt verdient Aufmerksamkeit: Manche Beiträge enden mit einem Interessenkonflikt-Hinweis, weil der Autor selbst in dem besprochenen Wert investiert ist. Das ist transparenter als bei vielen Konkurrenten, ändert aber nichts daran, dass eine Empfehlung dann in eigener Sache erfolgt. Bei marktengen Werten kann schon ein moderater Kaufimpuls den Kurs bewegen.
Die kostenpflichtigen Angebote von sharedeals.de
Ein Börsendienst ist ein kostenpflichtiges Abonnement, in dem eine Redaktion regelmäßig konkrete Aktienempfehlungen samt Kauf- und Verkaufszonen veröffentlicht.
sharedeals.de betreibt derzeit vier Abo-Dienste und einen Einmalkauf. Die Preisspanne ist beachtlich: Der günstigste Zugang kostet 9,95 Euro im Monat, der teuerste Dienst 2.495 Euro im Jahr. Alle Dienste laufen über Digistore24 ab und sind auf sharedeals.de unter „Unsere Services“ gelistet.
sharedealsPlus ist der kostenpflichtige Community-Zugang von sharedeals.de: Live-Chat mit Analysten, Push-Nachrichten zu Marktereignissen und eine Video-Akademie, abgerechnet als Monatsabo.
Das ist der Nachfolger dessen, was früher schlicht „Live Chat“ hieß. Nach Angaben des Anbieters tauschen sich hier über 2.000 aktive Privatanleger in nach Themen getrennten Chaträumen aus. Jeden Mittwoch um 19 Uhr läuft ein Live-Call, häufig mit dem Geschäftsführer selbst. Aufzeichnungen landen in einer Video-Akademie mit nach Anbieterangaben über 100 Videos.
Neu ist eine Funktion, die jede im Chat veröffentlichte Aktienidee einem Nutzer zuordnet und deren Trefferquote mitführt. Der Ansatz greift die übliche Schwäche von Chat-Empfehlungen an: Ohne Protokoll erinnert sich hinterher jeder nur an die Treffer. Ob die Auswertung methodisch sauber ist, lässt sich von außen allerdings nicht prüfen.
Ein Musterdepot gibt es bei sharedealsPlus ausdrücklich nicht, und das ist kein Versäumnis, sondern eine bewusste Entscheidung des Anbieters.
Ein Musterdepot ist ein fiktives Depot, in dem ein Anbieter seine Empfehlungen mit Kauf- und Verkaufskursen dokumentiert, ohne echtes Geld einzusetzen.
Der Anbieter begründet den Verzicht mit dem Vorrang des laufenden Austauschs im Chat. Für dich heißt das: Es gibt keine nachvollziehbare Ergebnisliste, an der du das Angebot messen könntest, und keinen Einstiegskurs, gegen den du deine eigene Ausführung halten kannst.

No Brainer Club: der teuerste Dienst
Der No Brainer Club ist der teuerste Börsendienst von sharedeals.de: ein Aktienbrief mit Schwerpunkt auf Biotech-Nebenwerten, wöchentlichen Ausgaben und einem eigenen Mitglieder-Chat.
Der NBC läuft seit 2018 und ist das Aushängeschild des Anbieters. Abonnenten bekommen wöchentliche Ausgaben, eine monatliche Tiefenanalyse und Zugang zu einem eigenen Chatraum. Der Anbieter empfiehlt selbst eine Investitionssumme von mindestens 10.000 Euro und nennt als Zielgruppe Anleger mit Vorerfahrung im Aktienhandel.
Der Sektorfokus ist der entscheidende Punkt. Biotech-Nebenwerte sind keine normale Depotbeimischung, sondern eine der volatilsten Ecken des Aktienmarkts. Eine gescheiterte Studie halbiert dort einen Kurs an einem Tag, eine Zulassung verdoppelt ihn. Wer den NBC abonniert und den Empfehlungen folgt, baut fast zwangsläufig ein Klumpenrisiko auf.
Ein Klumpenrisiko entsteht, wenn ein großer Teil des Depots in einer einzigen Branche steckt und ein Rückschlag dort das gesamte Vermögen trifft.
Dazu kommt ein Punkt, der in Bewertungen immer wieder auftaucht: die Rolle der Chat-Trades. Sie erklären einen Teil der Lücke zwischen der beworbenen Performance und dem, was ein normal berufstätiger Abonnent tatsächlich erreicht.
Ein Chat-Trade ist eine kurzfristige Handelsidee, die nur im Live-Chat eines Anbieters auftaucht und nicht in der regulären Ausgabe des Börsenbriefs steht.
Ein Lettertest-Bewerter schreibt am 09.03.2025, die ausgewiesene Performance komme auch durch untertägige Chat-Trades zustande. Wer Vollzeit arbeitet, kann diese Gelegenheiten nicht mitnehmen und landet damit rechnerisch bei einem anderen Ergebnis als dem beworbenen.
Rohstoff Anleger Club und Tech Crypto Club
Beide Dienste sind jünger und deutlich enger zugeschnitten. Der Rohstoff Anleger Club liefert wöchentliche Ausgaben zu Rohstoffaktien, getrennt nach einem Vermögens-Depot, einer Watchlist und einem Trading-Depot. Die Landingpage wirbt mit Dividendenrenditen von zehn Prozent und mehr, was für den Rohstoffsektor eine ambitionierte Größenordnung ist.
Der Tech Crypto Club deckt Tech-, Krypto- und Momentumwerte ab und ist der einzige Dienst, der sein Musterdepot offen als solches bezeichnet. Der Anbieter nennt hier eine Mindestsumme von 5.000 Euro und ein vierköpfiges Analystenteam. Monatlich erscheint eine Ausgabe, dazu kommt der Chat-Zugang.
Bei beiden Diensten gilt dieselbe Einschränkung wie beim NBC: Sie konzentrieren dein Kapital auf einen einzigen Sektor. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Depot kann das funktionieren. Als Hauptstrategie ist es riskant, egal wie gut die Analysen sind.
Videokurs Trading-Psychologie
Der einzige Einmalkauf im Angebot ist ein Videokurs zur Trading-Psychologie, bestehend aus zwei Lektionen und einer Vorlage für ein Tradingtagebuch. Mit 29,90 Euro liegt er im üblichen Rahmen für ein Einsteigerprodukt dieser Länge. Als Einstieg in das Thema taugt er, ein vollwertiger Kurs ist er nicht.
Wer ältere Berichte über sharedeals.de liest, stößt auf zwei Angebote, die heute nicht mehr im Serviceportfolio auftauchen. Der Premium Trading Club mit Chef-Trader Axel Müller wird nicht mehr geführt, die alte Produktseite leitet auf einen Archivbeitrag um. Der Goldherz Report existiert weiter als eigenständiges Rohstoff-Portal, ist aber kein Bestandteil der sharedeals-Dienste mehr. Seine Rolle hat faktisch der Rohstoff Anleger Club übernommen.
Was kostet sharedeals.de?
Die Preise stehen auf keiner einzigen Landingpage vollständig, mit Ausnahme des Tech Crypto Club. Sichtbar werden sie erst auf der Bestellseite bei Digistore24, also nach dem Klick auf „Jetzt Mitglied werden“. Die folgenden Werte haben wir am 21.08.2026 direkt dort abgelesen.
| Angebot | Abrechnung | Preis inkl. MwSt. |
|---|---|---|
| Portal, News, Registrierung | dauerhaft frei | 0 € |
| Videokurs Trading-Psychologie | Einmalkauf | 29,90 € |
| sharedealsPlus | monatlich | 9,95 € |
| Tech Crypto Club | je Quartal | 275 € |
| Rohstoff Anleger Club | je Quartal | 374,75 € |
| Tech Crypto Club | jährlich | 1.099 € |
| No Brainer Club | jährlich | 2.495 € |
Drei Details solltest du kennen, bevor du bestellst. Erstens ist bei allen Club-Diensten ein Zusatzprodukt vorausgewählt: der Zugang zu Chat und Mitgliederbereich, je nach Dienst 5 oder 20 Euro. Beim No Brainer Club sind das 2.490 Euro für den Börsenbrief plus 5 Euro für den Chat, zusammen die genannten 2.495 Euro. Ohne dieses Häkchen bekommst du nur das E-Book, nicht die Community.

Zweitens unterscheiden sich die Laufzeiten erheblich. sharedealsPlus läuft als echtes Monatsabo ohne Kündigungsfrist. No Brainer Club, Rohstoff Anleger Club und Tech Crypto Club haben dagegen eine Mindestlaufzeit von einem Jahr beziehungsweise beim TCC-Quartalstarif von drei Monaten, danach verlängern sie sich automatisch.
Drittens lohnt der Blick auf die Kosten pro Jahr statt pro Rate. Der Rohstoff Anleger Club kommt auf 1.499 Euro jährlich, der Tech Crypto Club im Quartalstarif auf 1.100 Euro gegenüber 1.099 Euro bei jährlicher Zahlung. Der einzige nennenswerte Rabatt für Vorauszahlung liegt beim Tech Crypto Club, und der beträgt genau einen Euro.
Die kurze Antwort: Ja, im Sinne von rechtlich einwandfrei und greifbar. Es gibt ein vollständiges Impressum mit Handelsregisternummer, eine erreichbare Adresse, eine Telefonnummer und eine namentlich genannte Redaktion mit Profilseiten. Die Zahlungsabwicklung läuft über einen etablierten deutschen Anbieter. Anonyme Betreiberstrukturen oder Offshore-Konstruktionen, die bei unseriösen Angeboten der Normalfall sind, findest du hier nicht.
Die längere Antwort betrifft die Werbesprache und die Erwartungshaltung, die sie erzeugt. Formulierungen wie „zahlreiche Börsen-Millionäre aus unserer Community“ oder „überdurchschnittliche Renditen“ sind Marketing-Aussagen ohne prüfbare Grundlage. Kein Anbieter der Welt kann Rendite versprechen, und sharedeals.de tut das rechtlich betrachtet auch nicht. Der Gesamteindruck der Verkaufsseiten geht aber deutlich in diese Richtung.
Zwei Punkte fallen bei genauerer Prüfung negativ auf. Der erste ist die fehlende Ergebnistransparenz: Für das Kernprodukt sharedealsPlus gibt es bewusst kein Musterdepot, und für den No Brainer Club ist die Performance-Rechnung von außen nicht nachvollziehbar, weil untertägige Chat-Trades einfließen. Wo keine überprüfbare Bilanz existiert, bleibt jede Performance-Angabe eine Behauptung.
Der zweite Punkt betrifft den Umgang mit Kritik. Ein Trustpilot-Nutzer schildert am 09.07.2026 ausführlich, wie er nach einem beworbenen Tender-Angebot auf der Aumann-Aktie auf Verlusten sitzen blieb, weil die Andienung über seinen ausländischen Broker nicht rechtzeitig zustande kam, und dass drei schriftliche Anfragen an den Support unbeantwortet blieben. Ein weiterer Bewerter schreibt, kritische Beiträge würden im Chat gelöscht. Beides sind Einzelstimmen und keine Tatsachenfeststellung, aber sie decken sich mit einer Lettertest-Bewertung von 2018, die denselben Vorwurf erhebt.
Für dich als Leser heißt das: Der Anbieter ist kein Betrugsfall, aber auch kein neutraler Ratgeber. Er verdient Geld damit, dass du ein Abo abschließt, und die Verkaufsseiten sind entsprechend gebaut. Bei einem Börsendienst für 2.495 Euro im Jahr ist das ein Unterschied, der sich in Zahlen ausdrückt.
Erfahrungen und Bewertungen von sharedeals.de im Internet
Auf den ersten Blick sieht die Bewertungslage ausgesprochen gut aus. Trustpilot weist für sharedeals.de eine Note von 4,6 bei 39 Bewertungen aus, Lettertest für den No Brainer Club 4,7 bei 315 Bewertungen. Beide Werte liegen deutlich über dem, was Börsendienste üblicherweise erreichen.
Der zweite Blick lohnt sich. Bei Trustpilot stammen 37 der 39 Bewertungen aus zwei Tagen, dem 19. und 20. August 2026. Das Profil wurde nach Angaben der Plattform im August 2026 beansprucht, also vom Unternehmen selbst übernommen. Trustpilot vermerkt auf derselben Seite: „Dieses Unternehmen hat Kunden in letzter Zeit nicht zur Bewertungsabgabe eingeladen, daher sind die Bewertungen möglicherweise nicht repräsentativ.“

Wie diese Häufung zustande kam, beschreibt eine der Bewertungen unfreiwillig selbst. Ein Nutzer schreibt am 19.08.2026 wörtlich: „Ich mache mal eine 5 Sterne Bewertung weil sonst der Betreiber nichts mehr posten will wenn keine 10 Bewertungen mit 5 Sternen erfolgen.“ Diese Bewertung steht bis heute unverändert online, mit fünf Sternen. Sie ist der einzige direkte Beleg dafür, wie die Bewertungswelle ausgelöst wurde, und sie stammt von einem Teilnehmer, nicht von uns.
Bei Lettertest ist die Datenlage älter und breiter. Von 315 Bewertungen entfallen 90 Prozent auf fünf Sterne, drei Prozent auf zwei Sterne, null Prozent auf einen Stern. Auch hier ballen sich viele Einträge um den Startzeitpunkt im September 2018. Ein Bewerter merkt selbst an, dass positive Stimmen vor allem dann eintreffen, wenn gerade eine Empfehlung gut läuft.

Aufschlussreicher als die Note sind die wenigen kritischen Bewertungen, weil sie sich inhaltlich decken. Vier Punkte kehren über sieben Jahre hinweg wieder:
- Zeitaufwand: Ohne ständiges Mitlesen im Chat verpasst du Teilverkäufe und Nachkäufe und damit einen Teil der ausgewiesenen Performance.
- Kapitalbedarf: Die Strategie setzt auf Nachkaufen in Schwächephasen, was laufend freies Kapital voraussetzt.
- Sektorabhängigkeit: Nach dem Einbruch des Biotech-Sektors ab Oktober 2024 brachen die positiven Bewertungen spürbar ein.
- Umgangston: Mehrere Bewerter berichten über gelöschte kritische Beiträge und einen rauen Ton im Chat.
Positive Stimmen betonen dagegen konsistent die fachliche Tiefe bei Biotech-Werten und den Lerneffekt. Ein Bewerter, der drei Jahre dabei ist, beschreibt die ersten beiden Jahre als holprig und erst das dritte als profitabel. Das ist eine ehrlichere Beschreibung als die meisten Fünf-Sterne-Einzeiler und deckt sich mit dem, was ein sektorfokussierter Dienst realistisch leisten kann.
Vorteile und Nachteile von sharedeals.de
Das Angebot zerfällt in zwei sehr unterschiedliche Teile: ein starkes kostenloses Portal und teure Spezialdienste mit hohem Anspruch. Die folgende Abwägung bezieht sich auf beides zusammen.
Vorteile von sharedeals.de
- Umfangreicher Gratis-Bereich: Nachrichten, Chartanalysen und Börsenwissen ohne Bezahlschranke, dazu Apps für iOS und Android.
- Nischenkompetenz: Zu Biotech-Nebenwerten und Rohstoff-Explorern findest du auf Deutsch kaum vergleichbare Recherche.
- Günstiger Einstieg: sharedealsPlus kostet 9,95 Euro im Monat und ist ohne Frist kündbar, das ist für einen Community-Zugang wenig.
- Namentliche Redaktion: 16 Autoren mit Profilseiten, dazu Interessenkonflikt-Hinweise unter einzelnen Artikeln.
- Erreichbarkeit: Vollständiges Impressum, Telefonnummer, Support-Adresse und ein eigener Chatraum für technische Fragen.
- Ansatz zur Nachvollziehbarkeit: Die neue Trefferquoten-Funktion ordnet Chat-Ideen ihren Urhebern zu.
Nachteile von sharedeals.de
- Keine prüfbare Erfolgsbilanz: Für sharedealsPlus existiert kein Musterdepot, beim NBC fließen untertägige Chat-Trades in die Performance ein.
- Preise erst im Bestellprozess: Auf den Landingpages steht der Preis nicht, sichtbar wird er erst bei Digistore24.
- Vorausgewähltes Zusatzprodukt: Der Chat-Zugang ist im Bestellformular bereits angehakt und erhöht den Gesamtpreis.
- Lange Bindung bei den Clubs: Mindestlaufzeit ein Jahr beim NBC und beim Rohstoff Anleger Club, automatische Verlängerung.
- Klumpenrisiko: Jeder Bezahldienst konzentriert das Depot auf einen einzigen Sektor.
- Werbliche Tonalität: „Börsen-Millionäre“ und „überdurchschnittliche Renditen“ sind Verkaufsversprechen ohne Beleg.
- Bewertungslage schwer lesbar: Die Datumsballung bei Trustpilot und der zitierte Aufruf zur Fünf-Sterne-Bewertung entwerten den Durchschnittswert.
Die Anmeldung ist kostenlos und in unter einer Minute erledigt. Du brauchst einen Benutzernamen, eine E-Mail-Adresse und ein Passwort. Danach stehen dir die personalisierten Funktionen des Portals offen, etwa gespeicherte Werte und der Newsletter.
Wichtig zur Abgrenzung: Die kostenlose Registrierung öffnet nicht den Live-Chat. Was früher als frei zugängliche Chat-Community beworben wurde, heißt heute sharedealsPlus und ist kostenpflichtig. Ältere Beschreibungen im Netz, nach denen der Chat nach der Anmeldung „in vollem Umfang“ nutzbar sei, treffen den heutigen Stand nicht mehr.
Für die Bezahldienste läuft die Bestellung über Digistore24. Dort gibst du Rechnungsdaten und Zahlungsmethode an, die Freischaltung erfolgt unmittelbar danach. Die Kündigung läuft ebenfalls über Digistore24, nicht über sharedeals.de. Notiere dir das beim Abschluss, weil viele Kunden später beim falschen Ansprechpartner suchen.
Der Anbieter ist auf den üblichen Kanälen präsent, setzt den Schwerpunkt aber klar auf Video. Auf YouTube läuft der Kanal „sharedeals TALK“ mit Interviews, Marktupdates und Analysten-Gesprächen. Ergänzend gibt es Auftritte auf X, Instagram, Facebook und LinkedIn, wobei die Redakteure ihre Beiträge überwiegend über LinkedIn teilen.
Inhaltlich unterscheiden sich die Kanäle kaum vom Portal. Sie transportieren dieselben Werte und dieselbe Tonalität, dienen also vor allem der Reichweite. Für eine Einschätzung des Angebots bringen sie wenig, für einen Eindruck vom Stil der Redaktion durchaus etwas: Wer wissen will, wie hier über Aktien gesprochen wird, bekommt in einem Video mehr Gefühl dafür als in zehn Artikeln.
Für wen sharedeals.de passt
Das kostenlose Portal ist für fast jeden Anleger einen Blick wert, der sich für Nebenwerte interessiert. Es kostet nichts außer Zeit, und die Recherche zu kleinen Biotech- und Rohstofffirmen findest du auf Deutsch sonst kaum. Als Ideengeber taugt es, als alleinige Entscheidungsgrundlage nicht.
Die Bezahldienste setzen dagegen einiges voraus. Sie passen, wenn du Erfahrung mit volatilen Einzelwerten hast, ein ausreichend großes Depot führst und tagsüber erreichbar bist. Der Anbieter nennt selbst 10.000 Euro für den NBC und 5.000 Euro für den TCC als Untergrenze. Rechne die Abogebühr dagegen: Bei 2.495 Euro Jahresbeitrag und 10.000 Euro Kapital musst du erst einmal 25 Prozent Rendite erwirtschaften, nur um die Kosten zu decken.
Nicht geeignet ist das Angebot für drei Gruppen. Erstens für Einsteiger, die noch keine Erfahrung mit Nebenwerten haben: Der Sektor bestraft Fehler hart. Zweitens für alle, die Vollzeit arbeiten und den Chat nicht verfolgen können, weil dann ein Teil der Leistung ungenutzt bleibt. Drittens für Anleger, die ein breit gestreutes Depot aufbauen wollen, denn die Dienste laufen dieser Idee entgegen.
Wenn du unsicher bist, ist der Weg über sharedealsPlus der vernünftigste. Für 9,95 Euro im Monat siehst du, wie im Chat gearbeitet wird, ohne dich ein Jahr zu binden. Erst wenn dir Ton, Tempo und Themen liegen, ist ein Club-Abo überhaupt eine Überlegung wert. Vergleichbare Angebote findest du in unserer Übersicht zu Börsenportalen und bei Anbietern wie PLATOW Börse, GeVestor oder The Motley Fool.
Fazit: starkes Portal, teure Dienste, dünne Beleglage
sharedeals.de ist ein ernstzunehmender Anbieter mit einer echten Stärke: Zu kleinen Biotech- und Rohstoffwerten liefert die Redaktion Recherche, die es auf Deutsch sonst kaum gibt. Das kostenlose Portal ist umfangreich, die Redaktion namentlich greifbar, das Unternehmen rechtlich sauber aufgestellt. Wer sich für diese Nische interessiert, findet hier einen brauchbaren Ideengeber.
Bei den Bezahldiensten trennen sich für mich Anspruch und Nachweis. Ich beurteile Börsendienste danach, ob ihre Ergebnisse überprüfbar sind, und genau das ist hier nicht der Fall: kein Musterdepot beim Kernprodukt, eine Performance-Rechnung, in die untertägige Chat-Trades einfließen, und eine Bewertungslage, die durch 37 Fünf-Sterne-Einträge in zwei Tagen mehr verdeckt als zeigt. Bei einem Jahresbeitrag von 2.495 Euro ist das zu wenig Substanz für eine Empfehlung.
Mein Rat fällt nach fast fünf Jahrzehnten an den Märkten differenziert aus. Nutze das kostenlose Angebot, prüfe den günstigen Community-Zugang, und lass die Hände von den großen Club-Abos, solange du deren Ergebnisse nicht selbst nachrechnen kannst. Wer 2.495 Euro im Jahr für Empfehlungen zahlt, sollte eine prüfbare Bilanz verlangen, keine Sammlung guter Geschichten. Wie du solche Angebote systematisch bewertest, zeigt unser Beitrag zu Lettertest und den Bewertungen von Börsenbriefen.
Häufige Fragen zu sharedeals.de
sharedeals.de ist ein Börsenportal der bull markets media GmbH aus Leverkusen. Der Anbieter kombiniert kostenlose Aktien-News und Chartanalysen mit vier kostenpflichtigen Börsendiensten und einem Live-Chat für zahlende Mitglieder. Der Schwerpunkt liegt auf Nebenwerten aus den Bereichen Biotech, Rohstoffe und Technologie.
Rechtlich ist der Anbieter einwandfrei aufgestellt: vollständiges Impressum, Handelsregistereintrag beim Amtsgericht Köln, namentliche Redaktion und Zahlungsabwicklung über Digistore24. Kritisch zu sehen sind die werbliche Tonalität der Verkaufsseiten und die fehlende überprüfbare Erfolgsbilanz der Bezahldienste.
Der Community-Zugang sharedealsPlus kostet 9,95 Euro im Monat inklusive Mehrwertsteuer und ist monatlich kündbar. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Der Preis steht nicht auf der Landingpage, sondern erst auf der Bestellseite bei Digistore24.
Was kostet der No Brainer Club?
Der No Brainer Club kostet 2.490 Euro im Jahr, dazu kommen 5 Euro für den Zugang zu Chat und Mitgliederbereich. Die erste Zahlung beträgt damit 2.495 Euro. Das Abo hat eine Mindestlaufzeit von einem Jahr und verlängert sich anschließend automatisch.
Aktuell sind es vier Abo-Dienste und ein Einmalprodukt: sharedealsPlus, No Brainer Club, Rohstoff Anleger Club und Tech Crypto Club sowie ein Videokurs zur Trading-Psychologie für 29,90 Euro. Der frühere Premium Trading Club wird nicht mehr geführt, der Goldherz Report läuft als eigenes Portal weiter.
Beim Kernprodukt sharedealsPlus bewusst nicht. Der Anbieter begründet das mit dem Vorrang des laufenden Austauschs im Chat. Der Tech Crypto Club und der Rohstoff Anleger Club führen dagegen Depots, deren Werte in den monatlichen Ausgaben besprochen werden.
Die Kündigung läuft nicht über sharedeals.de, sondern über Digistore24. Der Anbieter verweist dafür im Impressum ausdrücklich an seinen Vertriebspartner. Bei sharedealsPlus kannst du zum Ende des laufenden Monats kündigen, bei den Club-Diensten erst nach Ablauf der Mindestlaufzeit.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer von Kagels Trading. Er handelt seit 1980 an den Finanzmärkten und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader in Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten. Systematische Handelsansätze beurteilt er von außen, nicht als Anwender.
Ende der 1980er-Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte alle zehn Ross-Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Für diesen Beitrag hat er die Angebotsstruktur, die Preisgestaltung und die Bewertungslage von sharedeals.de ausgewertet. Seine Perspektive auf Börsendienste ist die eines Praktikers, der Ergebnisse nachrechnen will, bevor er einem Anbieter Geld überweist.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.











