Vom Hedgefonds-Manager in Shenzhen ins chinesische Staatsgefängnis und von dort zurück an die Futures-Märkte: Die Geschichte von Robert Rother liest sich wie ein Drehbuch. In seinem Spiegel-Bestseller „Drachenjahre” beschreibt er, wie er in China ein Finanzimperium aufbaute und anschließend 7 Jahre und 7 Monate in Haft saß.
Heute tritt Rother als Order-Flow-Trader und Ausbilder auf. Er betreibt eine kostenlose deutschsprachige Trading-Community, eine kostenpflichtige Academy und streamt seine Trades regelmäßig live. Das frühere Modell mit der Robert Rother Investment-Academy gibt es in dieser Form nicht mehr.
Für diesen Erfahrungsbericht habe ich mir die öffentlich zugänglichen Quellen systematisch angesehen: seine Community-Seiten auf Skool, die neue Website robertrother.com, seine YouTube-Streams sowie Buch und Medienberichte zu seiner Vergangenheit. Ich bin kein Mitglied seiner Angebote und bewerte als diskretionärer Trader von außen. Eine Werbepartnerschaft mit Robert Rother besteht nicht. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Robert Rother: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Robert Rother ist Ex-Hedgefonds-Manager, Spiegel-Bestseller-Autor („Drachenjahre”) und saß 7 Jahre und 7 Monate in China in Haft. Seit Dezember 2018 ist er frei.
- Heute handelt er Futures (S&P 500, Nasdaq, Gold, Rohöl) mit Order-Flow-Analyse und der Software Bookmap. Seine Trades dokumentiert er täglich in seiner Community.
- Sein Angebot: eine kostenlose deutschsprachige Community auf Skool mit rund 955 Mitgliedern sowie die LIT Academy mit Live-Trading, je nach Stufe zwischen 49 und 299 Dollar pro Monat.
- Einordnung: Der Auftritt ist transparenter als bei vielen Coaches, ohne Gewinnversprechen. Seine Erfolgszahlen stammen allerdings nur aus eigener Angabe und sind nicht unabhängig prüfbar.
Wer ist Robert Rother?
Robert Rother ist ein deutscher Trader, ehemaliger Hedgefonds-Manager und Spiegel-Bestseller-Autor („Drachenjahre”), der nach 7 Jahren und 7 Monaten Haft in China heute Futures-Trading mit Order-Flow-Analyse lehrt.
Die Geschichte von Robert Rother erinnert im ersten Moment an die von Florian Homm: steiler Aufstieg, tiefer Fall, Neuanfang. Mit einem Unterschied: Rother gibt an, in den zentralen Anklagepunkten zu Unrecht verurteilt worden zu sein.
Aufstieg zum Multimillionär
Seine ersten Aktien handelte Rother, geboren 1982 in Dortmund, bereits mit 13 Jahren über ein Depot, das seine Mutter bevollmächtigt hatte. Mit 17 war er an der Gründung seiner ersten Investmentfirma beteiligt. Die Anteile verkaufte er drei Jahre später für 200.000 Euro.
Nach einem Burnout wagte er mit 24 Jahren den Neuanfang in China. Dort baute er mit seiner chinesischen Partnerin die „German Alternative Investment Company” auf und steigerte den Umsatz laut eigener Darstellung binnen 10 Monaten von 1 auf 100 Millionen Dollar. Auf seiner heutigen Website spricht er von rund 156 Millionen Dollar verwaltetem Vermögen auf dem Höhepunkt.
Der schnelle Reichtum stieg ihm zu Kopf. Rother fuhr betrunken und ohne Führerschein Ferrari und kaufte sich mit Bestechungsgeldern von den Folgen frei. Diese Zeit beschreibt er heute selbst als seine dunkelste Phase.
„Drachenjahre”: Haft in China
Im Jahr 2011 endete der Höhenflug. Rother kam mit 30 Jahren in chinesische Untersuchungshaft. Erst nach rund drei Jahren erhob die Staatsanwaltschaft eine konkrete Anklage: Vertragsbetrug in hohem Maße mittels eines Schneeballsystems. Laut BILD habe er sich „als Mitglied der Familie Rothschild ausgegeben und Anleger um 50 Millionen € geprellt”.
Das Gericht verurteilte ihn zu 8 Jahren Haft. Die Tat bestreitet Rother bis heute. Geschäfte im rechtlichen Graubereich räumt er ein, einen Anlegerbetrug im Sinne der Anklage nicht. Insgesamt saß er 7 Jahre und 7 Monate, davon berichtet er von Folter und Zwangsarbeit. Über diese Zeit schrieb er den Spiegel-Bestseller „Drachenjahre”, über den auch n-tv berichtete.
Neustart als Trader und Ausbilder
Seit Dezember 2018 ist Rother frei. Nach seiner Rückkehr arbeitete er zunächst bei Marcus Schulz für Volume Trader und entdeckte dort die Plattform Bookmap, mit der sich die Liquidität im Orderbuch visualisieren lässt. Aus der früheren Robert Rother Investment-Academy mit Sitz in London wurde inzwischen ein neues, schlankeres Modell: eine kostenlose Community plus kostenpflichtige Academy, beides auf der Plattform Skool. Unterstützt wird er laut Community-Beschreibung weiterhin von Peter Becker und dem Anwalt Andreas Karger.
| Name | Robert Rother, geboren 1982 in Dortmund |
| Bekannt durch | Spiegel-Bestseller „Drachenjahre”, 7 Jahre und 7 Monate Haft in China |
| Handelsstil | Order Flow und VWAP, Futures auf S&P 500, Nasdaq, Gold und Rohöl |
| Angebote | Robert Rother Community (kostenlos, deutsch), LIT Academy (kostenpflichtig), englische Community „Traders’ Mindset” |
| Live-Trading | täglich Montag bis Freitag, 15:00–16:15 Uhr (laut Anbieter) |
| Track-Record | rund 156 Mio. Dollar verwaltet, 37+ Funded Accounts (laut eigener Angabe) |
| Website | robertrother.com, Communities auf Skool |
| Stand | Juli 2026 |
Neben Bookmap setzen viele Orderflow-Trader auf eine Plattform mit breiterem Werkzeugkasten. Den Vergleich ziehen wir im ATAS Test.
Was bietet Robert Rother heute an?
Das Angebot hat sich seit unserem ersten Test grundlegend verändert. Die frühere Investment-Academy mit Jahresvertrag und die Bezahl-Community existieren nicht mehr. Heute läuft alles über die Plattform Skool und die neue Website robertrother.com.
Die Robert Rother Community ist eine kostenlose, deutschsprachige Trading-Community auf der Plattform Skool mit rund 955 Mitgliedern, wöchentlichem Live-Trading und täglich dokumentierten Futures-Trades.
Die kostenlose Robert Rother Community
Die deutschsprachige Community auf Skool zählt aktuell rund 955 Mitglieder (Stand: Juli 2026). Skool ist eine US-Plattform für Online-Communities, ähnlich einem geschlossenen Forum mit Kursbereich. Der Zugang kostet nichts. Geboten werden Gratis-Kurse, Marktanalysen zu den US-Futures und Live-Trading jeden Mittwoch mit Bookmap-Orderflow-Analyse. Das Motto der Community lautet: „Echte Futures-Trades, täglich dokumentiert, ohne Hype.”
Wer nur unverbindlich reinschnuppern will, ist hier richtig. Die Grenze des Gratis-Modells: Die tiefergehende Ausbildung und das tägliche Live-Trading stecken hinter der Bezahlschranke der LIT Academy.
Die LIT Academy ist die kostenpflichtige Trading-Ausbildung von Robert Rother auf Skool. Sie vermittelt Order-Flow- und VWAP-Handel und kostet je nach Stufe 49 bis 299 Dollar pro Monat.
LIT Academy: die kostenpflichtige Ausbildung
Die LIT Academy richtet sich laut Anbieter an „Trader, die genug davon haben, Konten zu schrotten”. Der Anspruch: handeln wie Institutionelle statt wie Retail-Trader, mit Order Flow, VWAP und echten Prop-Firm-Konten. Dazu gehört tägliches Live-Trading von Montag bis Freitag zwischen 15:00 und 16:15 Uhr, also genau zur volatilen US-Eröffnung. Gehandelt werden die Futures auf S&P 500, Nasdaq, Gold und Rohöl. Mit aktuell rund 67 Mitgliedern ist die Academy noch klein.
Prop-Firm-Partnerschaften und englische Angebote
Auf robertrother.com wirbt Rother zudem für drei Prop-Firmen, mit denen er Partner-Codes vereinbart hat: Apex Trader Funding, Bulenox und IQ Capital. Das sind Werbepartnerschaften: Rother verdient an den vermittelten Anmeldungen mit. Wie das Modell mit gestellten Handelskonten grundsätzlich funktioniert, erklärt unser Überblick zum Prop Trading. Daneben betreibt er mit „Traders’ Mindset” eine kostenlose englischsprachige Community und veröffentlicht einen Newsletter mit seinen VWAP-Setups.
Ein Detail am Rande: Einen dritten Weg neben Eigenkapital und Prop-Firmen nennt Rother auf seiner Website Copy Trading, also das automatische Nachbilden fremder Trades. Konkrete Konditionen dazu nennt die Seite nicht.
Mit welchem Handelsstil tradet Robert Rother?
Rothers Ansatz hat sich seit seiner Rückkehr an die Märkte klar geschärft. Er positioniert sich heute als Order-Flow-Trader und nennt seine Methode die „Liquidity Method”. Vor der Haft handelte er diskretionär als Daytrader, die moderne Tool-Landschaft lernte er erst nach 2018 kennen.
Order Flow bezeichnet die Analyse der tatsächlich in den Markt einlaufenden Kauf- und Verkaufsaufträge, um zu erkennen, wo große Marktteilnehmer Positionen aufbauen.
Im Zentrum steht die Software Bookmap, die das Orderbuch als Heatmap visualisiert. Rother ist laut eigener Angabe zertifizierter Bookmap-Educator, die Plattform selbst hat ihn mehrfach im Interview vorgestellt. Dazu kommt der VWAP, an dem er seine Einstiege ausrichtet.
Der VWAP (Volume-Weighted Average Price) ist der volumengewichtete Durchschnittskurs eines Handelstages. Institutionelle Trader nutzen ihn als Referenzlinie für Ein- und Ausstiege.
Gehandelt werden US-Futures: der E-Mini S&P 500, der Nasdaq-Future sowie Gold und Rohöl. Das Kapital dafür kommt überwiegend aus Funded Accounts von Prop-Firmen. Laut eigener Angabe hat Rother mehr als 37 solcher Konten bestanden und einen besten Handelstag von 800.000 Dollar erzielt. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Zahlen nicht. Auf seinem YouTube-Kanal (rund 4.000 Abonnenten, über 300 Videos) veröffentlicht er tägliche Futures-Recaps auf Deutsch und Englisch. Auch mit KI im Trading experimentiert er in seinen Streams.
Für kurzfristige Daytrader und Scalper ist dieser Ansatz anschlussfähig. Wer dagegen langfristigen Vermögensaufbau sucht, findet bei Rother heute kein passendes Angebot mehr: Der frühere Investment-Fokus mit Swing-Trades und Anlagestrategien ist aus dem Programm verschwunden.
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Robert Rother Erfahrungen: meine Einordnung
Ich habe mir Rothers öffentliche Präsenz über mehrere Wochen angesehen: die Skool-Seiten, seine YouTube-Streams und die neue Website. Als diskretionärer Trader mit über 45 Jahren Markterfahrung bewerte ich dabei von außen, nicht als Mitglied.
Positiv fällt die Transparenz-Rhetorik auf. Rother wirbt nicht mit Lamborghinis und Renditeversprechen, sondern mit Sätzen wie „Trading ist hart, die meisten verlieren” und „Survival vor Maximierung”. Seine Trades dokumentiert er nach eigener Darstellung täglich in der Community, inklusive Verlusten. Dieser Ton unterscheidet ihn wohltuend von vielen Anbietern, die wir getestet haben. Wer den Kontrast sehen will, findet ihn in unseren Erfahrungen mit Be-Infinity und Chriz Nickel.
Drei Dinge bleiben aus meiner Sicht kritisch. Erstens: Die zentralen Erfolgszahlen (156 Millionen verwaltet, 800.000 Dollar bester Tag, 37+ Funded Accounts) stammen ausschließlich aus eigener Angabe. Zweitens: Ein Trustpilot-Profil oder eine vergleichbare unabhängige Bewertungsbasis existiert nicht, Erfahrungsberichte Dritter sind rar. Drittens: Die Haftstrafe wegen Anlagebetrugs bleibt Teil seiner Geschichte. Rother bestreitet die Tat, verurteilt wurde er trotzdem. Jeder muss selbst entscheiden, wie viel Vertrauensvorschuss er daraus ableitet.
Vor- und Nachteile im Überblick
Aus der Analyse ergeben sich für mich folgende Punkte.
Vorteile:
- Kostenloser Einstieg: Die deutschsprachige Community ist gratis. Du kannst dir ein Bild machen, ohne Geld in die Hand zu nehmen.
- Tägliche Dokumentation: Live-Trading und dokumentierte Trades inklusive Verlusten sind in der Coaching-Szene keine Selbstverständlichkeit.
- Klarer methodischer Fokus: Order Flow, VWAP und Futures statt Bauchladen. Die Methode ist erlernbar und überprüfbar.
- Realistische Kommunikation: keine Gewinnversprechen, offener Umgang mit der eigenen Vergangenheit.
Nachteile:
- Erfolgszahlen unbelegt: Verwaltetes Vermögen, Rekordtage und Funded Accounts sind nicht unabhängig verifizierbar.
- Kaum unabhängige Bewertungen: kein Trustpilot-Profil, wenig Erfahrungsberichte Dritter, die LIT Academy ist mit rund 67 Mitgliedern jung.
- Vorstrafe als Hypothek: Die Verurteilung wegen Betrugs in China lässt sich nicht wegdiskutieren, auch wenn Rother sie bestreitet.
- Zeitfenster: Das Live-Trading läuft nachmittags zur US-Eröffnung. Wer dann arbeitet, verpasst den Kern des Angebots.
Was kostet das Angebot von Robert Rother?
Die Preisstruktur ist heute deutlich niedrigschwelliger als beim früheren Modell mit Jahresvertrag. Alle Preise verstehen sich in US-Dollar, abgerechnet wird über Skool (Stand: Juli 2026).
| Angebot | Kosten (USD) |
|---|---|
| Robert Rother Community (deutsch) | kostenlos |
| LIT Academy Standard | 49 $/Monat |
| LIT Academy Premium | 99 $/Monat |
| LIT Academy VIP (tägliches Live-Trading) | 299 $/Monat |
Für die LIT Academy gibt es einen kostenlosen Probezeitraum („Free Trial”). Die frühere Investment-Academy mit individueller Jahresbetreuung und die Bezahl-Community wurden eingestellt. Wer irgendwo noch alte Preisangaben findet, sollte sie ignorieren.
Zum Vergleich: Ein ähnliches Community-Modell mit Bewerbungsverfahren bietet die Pure-Alpha-Gruppe von Balthasar Becker, dort allerdings ohne kostenlosen Einstieg.
Die fehlende Preisangabe ist kein Einzelfall. Auch andere deutsche Ausbildungsanbieter nennen ihre Konditionen erst im persönlichen Gespräch. Wie sich das konkret auswirkt, zeigt der Erfahrungsbericht zur Investorenausbildung von Florian Günther, bei der ehemalige Teilnehmer die Beträge erst öffentlich gemacht haben.
Wie seriös ist Robert Rother?
Die Frage nach der Seriosität hat bei Rother zwei Ebenen: die Person und das heutige Geschäftsmodell.
Zur Person gehört die Verurteilung in China. Wichtig für die Einordnung: Das Urteil stammt aus einem Rechtssystem, dessen Verfahren westlichen Standards nicht entsprechen, und Rother bestreitet den Betrugsvorwurf bis heute. Zugleich räumt er Geschäfte im rechtlichen Graubereich offen ein. Diese Offenheit spricht eher für als gegen ihn. Ein Freispruch ist sie nicht.
Zum Geschäftsmodell: Das heutige Angebot ist niedrigschwellig und ohne Lock-Angebote aufgebaut. Es gibt einen kostenlosen Einstieg, monatlich kündbare Abos und keine erkennbaren Renditeversprechen. Die Prop-Firm-Empfehlungen sind Werbepartnerschaften und sollten als solche gelesen werden. Was fehlt, ist eine unabhängige Bewertungsbasis: kein Trustpilot, keine Handelsregister-Transparenz zum aktuellen Firmenkonstrukt auf der Website. Für eine abschließende Seriositätsbewertung ist das Modell schlicht noch zu jung.
Einen Gegenpol aus derselben Kategorie zeigt unser Bericht zur Trading-Community von Sebastian Kieser, wo deutlich weniger überprüfbare Substanz vorhanden ist. Wer Ausbildungsangebote grundsätzlich vergleichen will, findet in unserer Übersicht der Trading-Experten weitere Coaches im Check.
Zum Vergleich lohnt der Blick auf einen Anbieter, bei dem die Aufsicht tatsächlich eingeschritten ist: Was mit der IM Mastery Academy passiert ist.
Fazit: interessanter Ansatz, offene Belege
Robert Rother hat den ungewöhnlichsten Lebenslauf der deutschen Trading-Szene: Investment-Wunderkind, Häftling, Bestseller-Autor, Order-Flow-Trader. Sein heutiges Angebot ist fokussierter und ehrlicher aufgebaut als das frühere Academy-Modell. Der kostenlose Einstieg, die tägliche Dokumentation und der Verzicht auf Gewinnversprechen heben ihn positiv von vielen Wettbewerbern ab.
Wer sich für Order Flow und Futures-Trading interessiert, kann in der kostenlosen Community gefahrlos reinschauen und sich ein eigenes Bild machen. Vor einem VIP-Abo für 299 Dollar im Monat würde ich den Free Trial nutzen und prüfen, ob Handelszeiten, Stil und Sprache zum eigenen Alltag passen.
Bleibt die Vertrauensfrage. Die spektakulären Zahlen sind unbelegt, unabhängige Bewertungen fehlen, die Vergangenheit ist belastet. Mein Rat: die kostenlosen Inhalte nutzen, die dokumentierten Trades kritisch mitverfolgen und erst dann Geld ausgeben, wenn dich die Substanz überzeugt hat, nicht die Geschichte.
Häufige Fragen zu Robert Rother
Wer ist Robert Rother?
Robert Rother ist ein deutscher Trader und Ex-Hedgefonds-Manager, geboren 1982 in Dortmund. Bekannt wurde er durch seinen Spiegel-Bestseller „Drachenjahre” über seine Haft in China. Heute lehrt er Order-Flow-Trading auf US-Futures und betreibt eine kostenlose Community sowie die LIT Academy.
Warum war Robert Rother im Gefängnis?
Ein chinesisches Gericht verurteilte Rother wegen Vertragsbetrugs mittels eines Schneeballsystems zu 8 Jahren Haft. Er saß insgesamt 7 Jahre und 7 Monate, aus dieser Zeit berichtet er von Folter und Zwangsarbeit. Rother bestreitet den Betrugsvorwurf bis heute, räumt aber Geschäfte im rechtlichen Graubereich ein.
Wann wurde Robert Rother aus dem Gefängnis entlassen?
Robert Rother kam im Dezember 2018 aus dem Gefängnis Dongguan in Südchina frei. Kurz darauf veröffentlichte er sein Buch „Drachenjahre” und kehrte als Trader an die Finanzmärkte zurück.
Was macht Robert Rother heute?
Rother handelt US-Futures mit Order-Flow-Analyse und der Software Bookmap, überwiegend auf Konten von Prop-Firmen. Er betreibt eine kostenlose deutschsprachige Community auf Skool, die kostenpflichtige LIT Academy mit täglichem Live-Trading und einen YouTube-Kanal mit täglichen Markt-Recaps.
Was kostet die Robert Rother Community?
Die deutschsprachige Robert Rother Community auf Skool ist kostenlos. Die weiterführende LIT Academy kostet je nach Stufe zwischen 49 und 299 Dollar pro Monat, mit kostenlosem Probezeitraum.
Ist Robert Rother seriös?
Das heutige Angebot ist transparent aufgebaut: kostenloser Einstieg, dokumentierte Trades, keine Gewinnversprechen. Kritisch bleiben die unbelegten Erfolgszahlen, fehlende unabhängige Bewertungen und die Verurteilung in China, die Rother bestreitet. Eine eigene kritische Prüfung ersetzt das Angebot nicht.
Kam die Lebensgefährtin von Robert Rother ebenfalls ins Gefängnis?
Ja. Seine damalige Lebensgefährtin Angelina wurde ebenfalls verurteilt, im Gegensatz zu Rother zu lebenslanger Haft. Sie befindet sich nach seinen Angaben bis heute im Gefängnis.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und handelt seit 1978 als diskretionärer Price-Action-Trader. Seine Märkte sind Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte. Ein Systemtrader ist er bewusst nicht, was ihm bei der Bewertung fremder Handelsansätze einen kritischen Blick von außen erlaubt.
Seine Erfahrung reicht weit in die Geschichte der technischen Analyse. Kagels übersetzte Ende der 1980er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter und vertrat den US-Trader Joe Ross über 17 Jahre in Deutschland, wo er alle zehn Ross-Bücher übersetzte und verlegte. Bis heute gibt er eigene Seminare und private Einzelschulungen.
Für einen Erfahrungsbericht über einen Order-Flow-Ausbilder ist diese Außenperspektive wertvoll. Kagels kennt die deutsche Ausbildungsszene aus Jahrzehnten und bewertet Anbieter wie Robert Rother nach Substanz, nicht nach Marketing. Seine Einschätzung entsteht unabhängig, ohne Werbepartnerschaft und ohne finanzielle Beteiligung.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.
















