Auf TradingView allein liegen Hunderte Trendfolge-Skripte, und fast jedes verspricht, den Einstieg und den Ausstieg im selben Bild zu liefern. Der Supertrend Indikator gehört zu den wenigen, die sich seit Jahren halten. Er zeichnet eine einzige Linie in den Chart, wechselt bei einem Trendbruch die Seite und die Farbe, und liefert damit Signal und Stop in einem.
Genau diese Schlichtheit ist sein Vorteil und zugleich seine größte Falle. In sauberen Trends sieht der Indikator brillant aus. In Seitwärtsphasen dreht dieselbe Linie ständig, und aus klaren Signalen werden Fehlsignale in Serie. Ein unabhängiger Test über acht DAX-Werte und 16 Jahre kam für das reine Supertrend-System sogar auf ein Verlustergebnis.
Dieser Artikel zeigt dir, wie der Supertrend rechnet, welche Einstellungen sich lohnen und wo seine Grenzen liegen. Du bekommst die Formel, die gängigen Parameter für verschiedene Zeitebenen, vier Strategien mit Chartbeispielen und die typischen Fehler, die Einsteiger damit machen. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Der Supertrend Indikator: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Der Supertrend Indikator ist ein Trendfolgeindikator, der die Average True Range (ATR) mit einem Multiplikator kombiniert und daraus eine Linie zeichnet, die über oder unter dem Kurs verläuft.
- Er arbeitet mit einer einzigen sichtbaren Linie, nicht mit zwei. Liegt sie unter dem Kurs, zeigt sie einen Aufwärtstrend und ist meist grün. Liegt sie über dem Kurs, ist sie rot und steht für einen Abwärtstrend.
- Zwei Einstellungen steuern alles: Periode und Faktor. Voreingestellt sind auf den meisten Plattformen 10 Perioden und Faktor 3. ATAS liefert abweichend Periode 14 und Multiplikator 1,7 aus.
- Die Linie weicht in Trendrichtung nie zurück. Deshalb nutzen viele Trader sie direkt als Trailing Stop, also als mitwandernden Stop-Loss, statt nur als Einstiegssignal.
- Der Supertrend ist kein eigenständiges Handelssystem. In Seitwärtsphasen produziert er reihenweise Fehlsignale, und er reagiert grundsätzlich verzögert. Ohne Filter und ohne Risikosteuerung trägt er nicht.
Wer hat den Supertrend Indikator entwickelt?
Die Entwicklung des Supertrend wird dem französischen Autor und Trader Olivier Seban zugeschrieben. Seban wurde vor allem mit Büchern über Vermögensaufbau bekannt, darunter der Bestseller „Tout le monde mérite d’être riche”. Auf seiner eigenen Website führt er den Indikator heute nicht mehr auf, dort steht die Immobilien- und Coaching-Tätigkeit im Vordergrund.
Verbreitet hat sich der Indikator über die Charting-Plattformen, nicht über ein Lehrbuch. Er kam zuerst in der französischen ProRealTime-Community auf und wanderte von dort in TradingView, ATAS und zahlreiche Broker-Plattformen. Diese Herkunft erklärt, warum es bis heute keine kanonische Originalfassung gibt und die Parameter je nach Anbieter abweichen.
Für die Praxis heißt das: verlasse dich nicht auf die Voreinstellung deiner Plattform. Wer denselben Chart in TradingView und in ATAS öffnet, sieht bei identischem Wert zwei unterschiedliche Linien, weil die Standardwerte der beiden Programme nicht übereinstimmen.
Was ist der Supertrend Indikator?
Der Supertrend Indikator ist ein volatilitätsbasierter Trendfolgeindikator, der aus der Average True Range und einem festen Multiplikator eine einzelne Linie berechnet. Verläuft der Kurs über dieser Linie, gilt der Trend als aufwärts gerichtet. Fällt er darunter, wechselt die Linie auf die andere Seite des Kurses und signalisiert einen Abwärtstrend.
Der Indikator gehört damit zur Familie der Trendfolgeindikatoren, also der Werkzeuge, die eine bereits laufende Bewegung sichtbar machen, statt sie vorherzusagen. Die Grundlage bilden zwei Größen: der Mittelwert aus Hoch und Tief der Kerze und die gemessene Volatilität, also die Schwankungsbreite über einen definierten Zeitraum. Wie sich daraus ganze Handelsansätze bauen lassen, zeigt unser Ratgeber zu den Trendfolgestrategien.
Die Average True Range (ATR) ist ein Volatilitätsmaß, das die durchschnittliche Schwankungsbreite eines Marktes über eine festgelegte Anzahl von Kerzen angibt. Sie sagt nichts über die Richtung aus, sondern nur über die Größe der Bewegung.
Eine Besonderheit unterscheidet den Supertrend von vielen einfacheren Indikatoren: Er rechnet Kurslücken mit ein. Gaps, also Sprünge zwischen dem Schlusskurs einer Kerze und der Eröffnung der nächsten, fließen über die True Range in die Berechnung ein. Bei Aktien mit Übernacht-Gaps ergibt das ein realistischeres Bild als ein reiner Hoch-Tief-Vergleich.
Ausgehend vom gewählten Startpunkt legt der Indikator zwei Volatilitätsbänder um den Kurs. Sichtbar ist immer nur eines davon. In einem Aufwärtstrend zeigt der Supertrend das untere Band und wirkt als Unterstützung. Im Abwärtstrend springt er auf das obere Band und wirkt als Widerstand.
Bricht der Kurs das aktive Band, wechselt der Supertrend die Seite. Aus Unterstützung wird Widerstand, und der Indikator meldet eine Trendumkehr. Genau dieser Seitenwechsel ist das Handelssignal, um das sich sämtliche Supertrend-Strategien drehen.
Bei geringer Volatilität passiert etwas, das viele Einsteiger übersehen. Die Linie läuft dann einfach waagerecht weiter, weil die ATR kaum noch Bewegung misst. Der Indikator behauptet weiterhin einen Trend, obwohl der Markt in einer Range feststeckt.
In der Grafik siehst du zuerst den Wechsel von einem Aufwärts- in einen Abwärtstrend. Danach folgen zwei Seitwärtsphasen. Der Kurs scheitert dort mehrfach am roten Band, ohne dass eine echte Bewegung entsteht. Wer jedes dieser Antippen als Signal handelt, produziert Gebühren statt Gewinne.
Wie wird der Supertrend Indikator berechnet?
Wer den Indikator sinnvoll einstellen will, muss die Rechenschritte kennen. Sie sind überschaubar und bestehen aus drei Stufen: True Range, daraus die ATR, und daraus die beiden Bänder.
Zuerst misst der Indikator drei Abstände pro Kerze. Alle drei beziehen sich auf die aktuelle Kerze und ihren Vorgänger:
- Kerzenspanne: der Abstand zwischen dem Hoch und dem Tief der aktuellen Kerze
- Aufwärts-Gap: der Abstand zwischen dem Schlusskurs der Vorkerze und dem aktuellen Hoch
- Abwärts-Gap: der Abstand zwischen dem Schlusskurs der Vorkerze und dem aktuellen Tief
Die True Range ist der größte dieser drei Abstände. Weil sie den Schlusskurs der Vorkerze einbezieht, erfasst sie auch Kurslücken, die eine reine Hoch-Tief-Messung übersehen würde.
Aus den True Ranges mehrerer Kerzen bildet der Indikator den Durchschnitt. Das Ergebnis ist die ATR nach Wilder. Wie viele Kerzen dabei eingehen, legst du über die Periode fest. Bei Periode 10 rechnet der Indikator mit den letzten zehn Kerzen.
Der Faktor, auf manchen Plattformen Multiplikator genannt, bestimmt, wie weit die Supertrend-Linie vom Kurs entfernt liegt. Er wird mit der ATR multipliziert und anschließend zum Mittelwert aus Hoch und Tief addiert beziehungsweise davon abgezogen.
Damit ergeben sich die beiden Volatilitätsbänder, das obere und das untere:
- Oberes Band: (Hoch + Tief) / 2 + Faktor × ATR
- Unteres Band: (Hoch + Tief) / 2 − Faktor × ATR
Der Faktor entscheidet über das Tempo des Indikators. Ein hoher Faktor schiebt die Linie weit weg vom Kurs. Der Supertrend wechselt dann seltener die Seite und hält Trends länger. Ein niedriger Faktor zieht die Linie eng an den Kurs heran und macht den Indikator empfindlicher, aber auch anfälliger für Fehlsignale.
Die Periode wirkt in dieselbe Richtung, nur über die Volatilität. Eine lange Periode glättet die ATR und lässt den Indikator ruhiger laufen. Eine kurze Periode lässt ihn auf einzelne Ausschläge stärker reagieren. Beide Regler zusammen bestimmen, wie oft du ein Signal bekommst.
Die genaue Bandanpassung dokumentiert TradingView im offiziellen Supertrend-Handbuch. Dort ist auch nachzulesen, dass der Indikator nur eine einzige Linie zeichnet, obwohl intern zwei Bänder berechnet werden.
Wie funktioniert der Supertrend Indikator im Chart?
Im Chart erkennst du den Supertrend an einer Linie, die die Seite wechselt. Sie folgt dem Kurs mit Abstand und springt bei einem Bruch auf die gegenüberliegende Seite. Die Farbe wechselt gleich mit, auf den meisten Plattformen von grün auf rot und zurück.
Die Zuordnung ist eindeutig und lässt sich in einem Satz merken. Linie unter dem Kurs bedeutet Aufwärtstrend, die Linie arbeitet dann als Unterstützung. Linie über dem Kurs bedeutet Abwärtstrend, sie arbeitet als Widerstand.
Ein Trendwechsel im Supertrend liegt vor, wenn der Schlusskurs einer Kerze die Linie durchbricht. Erst der Schlusskurs zählt, ein kurzes Antippen innerhalb der Kerze löst kein Signal aus.
Dieses Detail wird oft übersehen und kostet Geld. Wer während der laufenden Kerze reagiert, handelt Signale, die es am Kerzenschluss gar nicht mehr gibt. Auf dem Tageschart heißt das: du wartest den Tagesschluss ab und handelst frühestens am Folgetag.
Weil der Indikator auf die ATR reagiert, verändert sich sein Abstand zum Kurs laufend. Bei hoher Volatilität rückt die Linie weit weg und gibt der Bewegung Raum. Bei ruhigem Markt zieht sie sich eng heran. Genau das macht ihn als Stop brauchbar.
Der Preis dafür ist ein grundsätzliches Problem aller Trendfolger: Der Supertrend rechnet mit Daten aus der Vergangenheit. Er zeigt einen Trendwechsel erst an, wenn er bereits stattgefunden hat. Ein Frühindikator ist er nicht, auch wenn Werbetexte das gern so darstellen.
Der Chart zeigt den Supertrend mit den Standardwerten im DAX-Tageschart. In 130 Handelstagen wechselte die Linie fünfmal die Seite. Der Abstand zwischen den Signalen macht den Kern des Indikators sichtbar: Signal 3 trug 75 Handelstage durch den Aufwärtstrend, Signal 4 hielt nur sieben Tage und drehte wieder. Genau dieses Verhältnis entscheidet über das Ergebnis, nicht die Trefferquote einzelner Signale.
Die besten Einstellungen für den Supertrend Indikator
Nach den Standardwerten wird häufiger gesucht als nach der Formel, und die Antwort „kommt darauf an” hilft niemandem weiter. Deshalb hier die Werte, die sich in der Praxis eingebürgert haben, mit dem jeweiligen Einsatzzweck.
Voreingestellt sind auf den meisten Plattformen Periode 10 und Faktor 3. Diese Kombination stammt aus dem Tageschart und ist dort auch am besten aufgehoben. ATAS weicht ab und liefert Periode 14 mit Multiplikator 1,7 aus, was den Indikator deutlich nervöser macht.
| Zeitebene | Periode / Faktor | Wofür geeignet |
|---|---|---|
| 5 bis 15 Minuten | 7/2 bis 10/2 | Daytrading in klaren Intraday-Trends, viele Signale |
| 1 bis 4 Stunden | 10/3 | Swing-Einstiege, ausgewogen zwischen Signal und Ruhe |
| Tageschart | 10/3 bis 14/3 | Standard für End-of-Day-Trading, wenige klare Signale |
| Wochenchart | 10/4 und höher | Positionshandel, hält lange Trends, ignoriert Korrekturen |
Die Logik dahinter ist immer dieselbe. Je kürzer die Zeitebene, desto niedriger der Faktor, sonst kommt in kleinen Timeframes nie ein Signal zustande. Je länger die Zeitebene, desto höher der Faktor, sonst wirft dich jede normale Korrektur aus dem Trade.
Ein zweiter Hebel wird selten genutzt: die Anpassung an den Markt statt an die Zeitebene. In Rohstoffen und Kryptowerten mit ihren breiten Tagesspannen läuft ein Faktor von 3 oft zu eng. In ruhigen Blue-Chip-Aktien reicht dagegen ein Faktor von 2 aus.
Wichtig beim Optimieren: teste die Werte auf deinem eigenen Markt, nicht auf einem Beispielchart. Ein Backtest über die Plattform kostet wenige Minuten, und die Unterschiede sind erheblich. Wie du das aufsetzt, zeigt unser Ratgeber zum Backtesting mit TradingView.
Was du dabei nicht tun solltest, ist so lange an den Reglern zu drehen, bis die Vergangenheit perfekt aussieht. Diese Überanpassung liefert Werte, die exakt auf den getesteten Zeitraum passen und danach auseinanderfallen. Zwei Parameter, ein plausibler Bereich, fertig.
Lesetipp: Welche Werkzeuge sich neben dem Supertrend bewährt haben, zeigt unsere Übersicht der 10 wichtigsten technischen Indikatoren.
Der Supertrend Indikator: Vorteile und Nachteile
Der Name verspricht mehr, als der Indikator halten kann. Deshalb hier beide Seiten nebeneinander, mit dem, was in der Praxis wirklich zählt.
Vorteile des Supertrend Indikators
- Gaps fließen mit ein: Über die True Range erfasst der Indikator Kurslücken, die eine reine Hoch-Tief-Rechnung übersieht. Bei Aktien mit Übernacht-Sprüngen ist das ein echter Unterschied.
- Eindeutige Ablesbarkeit: Linie unter dem Kurs oder darüber, grün oder rot. Es gibt keine Interpretationsspielräume und keine zweite Skala unter dem Chart.
- Signal und Stop in einem Werkzeug: Die Linie liefert den Einstieg und gleichzeitig eine belastbare Stop-Marke. Das spart einen zweiten Indikator.
- Anpassung an die Volatilität: Steigt die Schwankungsbreite, rückt die Linie automatisch weiter weg. Der Trade bekommt Luft, ohne dass du nachjustieren musst.
- Auf jeder Zeitebene einsetzbar: Vom 5-Minuten-Chart bis zum Wochenchart funktioniert dieselbe Logik, nur die Parameter ändern sich.
Nachteile des Supertrend Indikators
- Fehlsignale in Seitwärtsphasen: Ohne Volatilität dreht die Linie ständig. In einer Range entsteht so eine Kette von Ein- und Ausstiegen, die nur Gebühren produziert.
- Grundsätzlich nachlaufend: Der Indikator rechnet mit vergangenen Kursen. Er meldet den Trendwechsel erst nach dem Kerzenschluss, ein Teil der Bewegung ist dann bereits gelaufen.
- Nur zwei Zustände: Der Supertrend kennt aufwärts oder abwärts, sonst nichts. Eine trendlose Phase kann er nicht anzeigen, er läuft dann einfach waagerecht weiter.
- Allein nicht tragfähig: Ein unabhängiger Test über acht DAX-Werte und 16 Jahre kam für das ungefilterte System auf ein Verlustergebnis. Erst Filter und Stops drehten das Bild.
- Parameterabhängig: Dieselbe Aktie sieht mit Faktor 2 und mit Faktor 4 völlig anders aus. Wer die Werte nicht bewusst wählt, handelt die Voreinstellung der Plattform.
Den erwähnten Test hat Ascunia Trading über acht DAX-Werte gerechnet und im Beitrag „Wie super ist der Supertrend-Indikator?” dokumentiert. Das Ergebnis ist kein Argument gegen den Indikator, aber ein deutliches gegen seinen isolierten Einsatz. Vergleichbar verhält sich der Parabolic SAR, der ebenfalls nur zwei Zustände kennt.
Welche Strategien gibt es beim Supertrend Indikator?
Der Indikator liefert Handelssignale, aber keine Handelsregeln. Wann du einsteigst, wo der Stop liegt und wann du wieder rausgehst, entscheidet die Strategie darum herum. Ohne einen Trading-Plan bleibt jedes Signal beliebig.
In der Praxis haben sich fünf Ansätze eingebürgert, vom reinen Signalgeber bis zum reinen Stop-Werkzeug:
- Trendwechsel-Strategie: der Seitenwechsel der Linie selbst als Signal
- Ausbruchsstrategie: Supertrend als Richtungsfilter, Donchian Channel als Auslöser
- Trailing Stop: die Linie als mitwandernder Stop-Loss statt als Einstieg
- Filter mit gleitendem Durchschnitt: zweiter Trendfilter gegen Fehlsignale
- Bestätigung durch RSI oder MACD: Momentum-Gegenprobe vor dem Einstieg
Die Trendwechsel-Strategie
Die einfachste Variante nutzt den Seitenwechsel der Linie als Signal. Der Supertrend ist hier Signalgeber und Stop zugleich, ein zweiter Indikator kommt nicht dazu.
Auf dem Tageschart erkennst du den Wechsel daran, dass die Tageskerze die Linie durchbricht und jenseits davon schließt. Ein Durchstoßen innerhalb der Kerze reicht nicht. Der Einstieg erfolgt am Folgetag, der Stop liegt an der Linie.
Im Chart bricht der Kurs von unten durch die rote Linie und schließt klar darüber. Der Supertrend wechselt auf Grün und meldet eine Trendwende nach oben. Die Long-Position wird mit der Folgekerze eröffnet, der Stop wandert unter die Linie.
Umgekehrt läuft es beim Short. Der Kurs durchbricht die grüne Linie von oben und schließt darunter. Der Indikator dreht auf Rot, die Short-Position folgt, und der Stop liegt über der Linie.
Die Grenze dieser Strategie ist bekannt: Sie funktioniert nur in trendigen Märkten. Läuft der Wert seitwärts, reihen sich die Wechsel aneinander, und du wirst bei jedem einzelnen ausgestoppt. Ein Trendfilter ist hier kein Extra, sondern Pflicht.
Die Ausbruchsstrategie
Die zweite Variante trennt Richtung und Auslöser. Der Supertrend gibt nur noch die erlaubte Handelsrichtung vor, das Einstiegssignal kommt vom Donchian Channel.
Der Donchian Channel ist ein Ausbruchsindikator aus drei Linien. Die obere Linie zeigt das höchste Hoch der letzten n Perioden, die untere das tiefste Tief, und die mittlere Linie liegt genau dazwischen.
Voreingestellt ist bei TradingView die Länge 20, also 20 Kerzen. Eine größere Periode verbreitert den Kanal, weil ältere Hochs und Tiefs mit einfließen. Die Signale werden dadurch seltener, aber sauberer. Für diese Strategie brauchst du nur die mittlere Linie, die beiden äußeren kannst du ausblenden.
Die Regel ist zweistufig. Liegt der Kurs über der grünen Supertrend-Linie, sind nur Long-Setups erlaubt. Liegt er unter der roten, nur Short-Setups. Ausgelöst wird der Trade, wenn zwei aufeinanderfolgende Kerzen jenseits der mittleren Donchian-Linie schließen.
Hier schließen zwei Kerzen in Folge über der Donchian-Linie, während der Supertrend bereits grün ist. Beide Bedingungen stimmen überein, der Long-Einstieg erfolgt mit dem Schluss der zweiten Kerze.
Im Short-Fall fällt der Kurs mit zwei Kerzen unter die Mittellinie, und der Supertrend steht auf Rot. Beide Signale zeigen in dieselbe Richtung.
Der Nachteil liegt in der doppelten Verzögerung. Du wartest erst auf die Richtungsfreigabe des Supertrend und dann auf zwei Ausbruchskerzen. In schnellen Märkten ist die Bewegung dann oft schon zur Hälfte gelaufen.
Supertrend Indikator als Trailing Stop
Nach meiner Erfahrung hat der überzeugendste Einsatz mit Einstiegen gar nichts zu tun. Die Linie eignet sich hervorragend als Trailing Stop, egal wie du in den Trade gekommen bist.
Ein Trailing Stop ist ein Stop-Loss, der sich mit dem Kurs in Gewinnrichtung mitbewegt, aber nie zurückweicht. Er sichert aufgelaufene Gewinne ab, ohne dass der Trade manuell nachgezogen werden muss.
Genau dieses Verhalten bringt der Supertrend von Haus aus mit. In einem Aufwärtstrend kann die Linie nur steigen oder waagerecht bleiben, niemals fallen. Damit erfüllt sie die Definition eines Trailing Stops, ohne dass du eine zusätzliche Stop-Loss-Order berechnen musst.
Über Periode und Faktor stellst du ein, wie eng der Stop läuft. Ein niedriger Faktor hält ihn dicht am Kurs und nimmt kleine Bewegungen früh mit. Ein hoher Faktor gibt dem Trade mehr Raum und lässt größere Korrekturen zu.
Lesetipp: Da der Supertrend auf der ATR aufbaut, arbeitet er im Kern wie ein volatilitätsbasierter Stopp. Wie du ATR-Stopps direkt berechnest und einsetzt, erklärt unser Artikel zum ATR Stop Loss.
Kombination mit gleitenden Durchschnitten
Die vierte Variante setzt einen zweiten Trendfilter davor. Der gleitende Durchschnitt bestimmt den übergeordneten Trend, der Supertrend liefert das Feintiming.
Für ein Long-Setup müssen beide Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein: Der Supertrend zeigt einen Aufwärtstrend, und der Schlusskurs überschreitet die Linie des gleitenden Durchschnitts nach oben. Für ein Short-Setup gilt das Gegenteil.
Der Effekt ist messbar und geht in eine Richtung. Die Zahl der Signale sinkt deutlich, dafür fallen die meisten Range-Fehlsignale weg. Wer wenige, saubere Trades sucht, fährt damit besser als mit dem reinen Supertrend.
Bestätigung durch RSI oder MACD
Trendfilter lösen das Seitwärtsproblem nur zum Teil. Ein Momentum-Indikator als Gegenprobe fängt zusätzlich die Signale ab, die zwar richtig aussehen, aber keine Kraft dahinter haben.
Beim RSI reicht eine schlichte Regel. Ein Long-Signal des Supertrend zählt nur, wenn der RSI über 50 steht, ein Short-Signal nur unterhalb von 50. Die 50er-Linie trennt im RSI Aufwärts- von Abwärtsmomentum und ist dafür ausreichend.
Der MACD arbeitet gröber, dafür trendnäher. Hier gilt das Signal als bestätigt, wenn die MACD-Linie auf derselben Seite der Nulllinie liegt wie die Supertrend-Richtung. Läuft der MACD gegen den Supertrend, lässt du den Trade aus.
Was du dir sparen kannst, ist ein dritter und vierter Bestätigungsindikator. Jeder weitere Filter entfernt Signale, und irgendwann bleibt keins mehr übrig. Ein Trendfilter plus ein Momentumfilter ist die brauchbare Obergrenze.
Supertrend Indikator: End of Day vs. Daytrading
Alle Beispiele oben gehen vom End-of-Day-Trading aus, also vom Handel auf Basis des Tagesschlusskurses. Diese Form passt zum Supertrend, weil das Signal ohnehin erst mit dem Kerzenschluss entsteht.
Der praktische Vorteil ist der Zeitaufwand. Du prüfst deine Werte einmal am Abend und platzierst die Order für den nächsten Tag. Den Markt musst du dafür nicht durchgehend beobachten, was gerade für Berufstätige den Ausschlag gibt.
Für Einsteiger kommt ein zweiter Punkt dazu. Auf dem Tageschart fallen die meisten Fehlsignale weg, weil kurzfristiges Rauschen im Tagesschluss untergeht. Wer traden lernen will, macht auf dieser Zeitebene weniger teure Fehler.
Im Daytrading funktioniert der Indikator ebenfalls, verlangt aber eine zusätzliche Prüfung. Du musst sicherstellen, dass der Markt gerade nicht in einer Range läuft, sonst produziert der Supertrend in kleinen Timeframes eine Fehlsignal-Kette.
Deshalb lohnt beim Intraday-Handel der Blick auf die höhere Zeitebene. Wer im 5-Minuten-Chart handelt, schaut zuerst auf den Stunden- oder Tageschart und handelt nur in dessen Richtung. Diese Multi-Timeframe-Prüfung kostet Sekunden und spart die meisten Fehltrades.
Das Beispiel zeigt genau diesen Konflikt. AUD/USD läuft im Tageschart abwärts, während der 4-Stunden-Chart zwischenzeitlich einen Aufwärtstrend meldet. Wer nur den kleinen Timeframe ansieht, handelt gegen den übergeordneten Trend.
Anwendung des Supertrend Indikators bei TradingView
Auf TradingView gehört der Supertrend zu den eingebauten Indikatoren. Du brauchst kein fremdes Skript und keine Installation, ein Basiskonto reicht aus. Wie der Indikator im Chart aussieht, zeigen die Grafiken weiter oben.
Der Weg dorthin ist kurz. Du klickst oben auf Indikatoren, tippst „Supertrend” in die Suchleiste und wählst den obersten Treffer. Der Indikator erscheint direkt im Chart, ohne zusätzliches Fenster unter dem Kurs.

Über das Einstellungssymbol links oben im Indikatornamen öffnest du das Konfigurationsfenster. Unter Eingaben stehen die beiden Werte, um die es geht: die ATR-Länge, also die Periode, und der Faktor.
Der Reiter Stil steuert das Aussehen. Dort änderst du die Farben der Trendbereiche, blendest die Hintergrundfüllung aus oder stellst die Linienart um. Für die Lesbarkeit auf dunklen Charts lohnt sich das.
Der Reiter Sichtbarkeit wird selten genutzt und ist im Multi-Timeframe-Handel praktisch. Du legst dort fest, in welchen Zeitintervallen der Indikator überhaupt erscheint, zum Beispiel nur im Tageschart. So bleibt dein 5-Minuten-Chart sauber.
Eine Einschränkung gilt für die Gratis-Version: Dort ist die Zahl der gleichzeitig aktiven Indikatoren begrenzt. Wer Supertrend, gleitenden Durchschnitt und RSI parallel laufen lassen will, stößt schnell an diese Grenze. Andere Plattformen findest du unter TradingView Alternativen.
Den Supertrend gibt es in TradingView als eingebautes Werkzeug und als Community-Skript. Woran Du gute von schwachen Skripten unterscheidest, steht im Leitfaden zu den Indikatoren für TradingView.
Weitere Plattformen mit dem Supertrend Indikator
TradingView ist nicht die einzige Adresse. Der Indikator steckt in vielen Plattformen, allerdings mit unterschiedlichen Standardwerten und teils gar nicht im Grundumfang.
Der Supertrend Indikator beim MetaTrader 4 und MetaTrader 5
Beim MetaTrader ist der Supertrend weder in Version 4 noch in Version 5 enthalten. Beide Plattformen liefern zwar dutzende eingebaute Indikatoren aus, der Supertrend gehört nicht dazu. Eine Übersicht passender Anbieter findest du bei den MetaTrader-5-Brokern.
Der Weg führt deshalb über einen externen Download. Im MQL5-Market und in einschlägigen Foren stehen zahlreiche Fassungen bereit, die du als Custom Indicator in den Indikatoren-Ordner legst und im Chart aktivierst.
Zwei Dinge solltest du dabei prüfen. Erstens stimmen die Berechnungen nicht immer überein, weil jeder Autor die Bandanpassung leicht anders löst. Zweitens sind kostenlose MQL-Dateien aus unbekannten Quellen ein Risiko, das du auf einem echten Konto nicht eingehen musst. Erst im Demokonto testen.
Der Supertrend Indikator beim NanoTrader
Anders sieht es beim NanoTrader aus, der Inhouse-Plattform des Brokers WH Selfinvest. Dort ist der Supertrend fester Bestandteil mehrerer vorgefertigter Handelsvorlagen.
Genutzt wurde er dort unter anderem von Birger Schäfermeier. Die Einrichtung läuft in drei Schritten:
- Instrument wählen: das gewünschte Finanzinstrument aufrufen
- Vorlage laden: den Chart „WHS BO SuperTrend” öffnen
- Handelsart festlegen: zwischen halbautomatisiert und automatisiert entscheiden
Die Kehrseite der fertigen Vorlage: Du übernimmst fremde Parameter, ohne sie geprüft zu haben. Wer die Vorlage nutzt, sollte die Periode und den Faktor trotzdem einmal gegen den eigenen Markt gegenrechnen.
Der Supertrend Indikator bei ATAS
In der Orderflow-Plattform ATAS gehört der Supertrend zum Grundinventar. Auffällig sind dort die abweichenden Voreinstellungen.
ATAS startet mit Periode 14 und Multiplikator 1,7. Das ist deutlich enger als die üblichen 10 und 3 und führt zu spürbar mehr Signalen. Wer von TradingView herüberwechselt, sieht denselben Chart plötzlich völlig anders.
Das Hinzufügen des Indikators läuft ebenfalls in drei Schritten über den Indikator-Manager:
- Indikator-Manager öffnen: im Chartfenster aufrufen
- Supertrend suchen: in der Liste der technischen Indikatoren auswählen
- Bestätigen: auf Add und anschließend auf OK klicken
Häufige Fehler beim Supertrend Indikator
Die Fehler, die mit diesem Indikator gemacht werden, wiederholen sich. Vier davon tauchen so regelmäßig auf, dass sie eine eigene Liste verdienen.
- Signal vor dem Kerzenschluss handeln: Die Linie bewegt sich während der laufenden Kerze. Erst der Schlusskurs entscheidet. Wer vorher einsteigt, handelt Signale, die es danach nicht mehr gibt.
- In der Range weiterhandeln: Läuft die Linie waagerecht und dreht mehrfach kurz hintereinander, steckt der Markt in einer Seitwärtsphase. Der Indikator kann das nicht anzeigen, du musst es selbst erkennen.
- Parameter auf die Vergangenheit optimieren: Wer so lange an Periode und Faktor dreht, bis der historische Chart perfekt aussieht, baut eine Überanpassung, die im Livehandel auseinanderfällt.
- Den Supertrend als Prognose lesen: Der Indikator zeigt, was war, nicht was kommt. Ein Farbwechsel ist eine Feststellung, keine Vorhersage.
Ein fünfter Punkt betrifft nicht den Indikator, sondern das Geld dahinter. Auch ein sauberes Signal rechtfertigt keine übergroße Position. Ohne belastbares Money Management reicht eine schlechte Phase aus, um die guten Trades wieder abzugeben.
Welche Alternativen gibt es zum Supertrend Indikator?
Wer mit den Fehlsignalen nicht zurechtkommt, findet verwandte Werkzeuge mit anderem Verhalten. Alle lösen dasselbe Problem, nämlich einen laufenden Trend sichtbar zu machen, gehen dabei aber anders vor.
- Parabolic SAR: arbeitet mit Punkten statt einer Linie und beschleunigt im Trend. Kennt wie der Supertrend nur zwei Zustände und hat dieselbe Range-Schwäche.
- Gleitende Durchschnitte: ruhiger und träger. Liefern weniger Signale, dafür weniger Fehlausbrüche, geben aber keinen Stop vor.
- Donchian Channel: reiner Ausbruchsindikator ohne Volatilitätsrechnung. Zeigt Hochs und Tiefs eines Zeitraums statt einer Trendrichtung.
- Ichimoku Kinko Hyo: liefert Trend, Unterstützung und Momentum in einem Bild. Deutlich komplexer und braucht Einarbeitung.
- Heikin-Ashi-Charts: kein Indikator, sondern eine geglättete Darstellungsform. Wird häufig zusammen mit dem Supertrend genutzt, um Rauschen zu reduzieren.
Aus eigener Entwicklung kommen zwei Signal-Indikatoren für TradingView, die anders ansetzen als reine Trendfolger. Der Fibo Cross Indikator arbeitet mit Fibonacci-Kreuzungen, der Swing Catcher zielt auf Swing-Bewegungen. Beide liefern konkrete Einstiegs- und Stop-Marken statt nur einer Trendrichtung.
Für wen das nichts ist: Wer ausschließlich diskretionär nach Price Action handelt und Indikatoren grundsätzlich ablehnt, braucht keinen davon. Und wer nur wenige Trades im Monat macht, kommt mit einem gleitenden Durchschnitt genauso weit.
Fazit zum Supertrend Indikator
Der Supertrend ist ein gutes Werkzeug mit einem irreführenden Namen. Was er kann, macht er sauber: Er zeigt eine laufende Trendrichtung eindeutig an und liefert gleichzeitig eine belastbare Stop-Marke. Für beides braucht es sonst zwei Indikatoren.
Was er nicht kann, ist genauso klar. In Seitwärtsphasen liefert er Fehlsignale in Serie, und er läuft der Bewegung immer hinterher. Der Test von Ascunia über acht DAX-Werte zeigt, dass das ungefilterte System über 16 Jahre nicht getragen hat.
Praktisch am stärksten ist er deshalb nicht als Einstiegssignal, sondern als Trailing Stop. In dieser Rolle spielt seine Konstruktion ihre Stärke aus: Die Linie weicht nie zurück, passt sich der Volatilität an und braucht keine manuelle Nachführung.
Für den Einstieg gilt: nimm den Supertrend nie allein. Ein Trendfilter über den gleitenden Durchschnitt und eine Gegenprobe über RSI oder MACD entfernen den größten Teil der Fehlsignale. Was danach übrig bleibt, ist eine überschaubare Zahl klarer Setups.
Häufige Fragen zum Supertrend Indikator
Was ist der Supertrend Indikator?
Der Supertrend ist ein Trendfolgeindikator, der aus der Average True Range und einem Multiplikator eine einzelne Linie berechnet. Liegt die Linie unter dem Kurs, zeigt sie einen Aufwärtstrend an, liegt sie darüber, einen Abwärtstrend. Der Seitenwechsel der Linie gilt als Handelssignal.
Welche Einstellungen sind beim Supertrend Indikator üblich?
Auf den meisten Plattformen sind Periode 10 und Faktor 3 voreingestellt. Im Daytrading auf kleinen Zeitebenen arbeiten viele Trader mit Periode 7 bis 10 und Faktor 2, im Wochenchart eher mit Faktor 4 oder höher. In ATAS weichen die Werkseinstellungen davon ab und sind deutlich enger gesetzt.
Hat der Supertrend Indikator eine Signal-Linie?
Nein. Der Indikator berechnet intern zwei Bänder, zeichnet aber nur eine einzige sichtbare Linie. Diese wechselt bei einem Trendbruch die Seite und die Farbe. Eine zweite Signal-Linie wie beim MACD gibt es nicht.
In welchen Märkten funktioniert der Supertrend Indikator?
Der Indikator lässt sich auf Aktien, Indizes, Rohstoffe, Forex und Kryptowerte anwenden. Entscheidend ist nicht der Markt, sondern ob eine klare Trendbewegung läuft. In Seitwärtsphasen liefert er in jedem Markt Fehlsignale.
Warum liefert der Supertrend so viele Fehlsignale?
Der Indikator kennt nur zwei Zustände, aufwärts und abwärts. Eine trendlose Phase kann er nicht als solche ausweisen. Fehlt die Volatilität, dreht die Linie deshalb bei jeder kleinen Bewegung, obwohl der Markt seitwärts läuft.
Gibt es den Supertrend Indikator im MetaTrader?
Im Standardumfang von MetaTrader 4 und MetaTrader 5 ist er nicht enthalten. Du kannst ihn als Custom Indicator nachinstallieren, solltest die Fassung aber vorher im Demokonto prüfen, weil die Berechnungen je nach Autor abweichen.
Wie nutze ich den Supertrend als Trailing Stop?
Du setzt den Stop-Loss auf die Supertrend-Linie und ziehst ihn bei jeder neuen Kerze nach. Weil die Linie in Trendrichtung nie zurückweicht, sichert sie aufgelaufene Gewinne automatisch ab. Über den Faktor stellst du ein, wie eng der Stop laufen soll.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels handelt seit 1978 diskretionär nach Price Action in Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten. Er übersetzte Ende der 1980er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter und war über 17 Jahre Repräsentant von Joe Ross in Deutschland. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Seine Sicht auf Indikatoren ist die eines diskretionären Traders: Ein Werkzeug wie der Supertrend liefert eine Struktur, ersetzt aber nicht die Einschätzung, ob der Markt überhaupt einen Trend hat. Für diesen Artikel hat er die Berechnungslogik gegen die offizielle TradingView-Dokumentation geprüft und die Voreinstellungen in TradingView und ATAS gegenübergestellt.
Sämtliche Chartgrafiken in diesem Artikel sind eigene Renderings aus echten DAX-Kursdaten, der Supertrend darin ist selbst berechnet. Bei der Einordnung der Grenzen stützt er sich auf unabhängige Auswertungen Dritter statt auf eigene Performance-Angaben: Der zitierte Test über acht DAX-Werte und 16 Jahre stammt von Ascunia Trading und ist im Artikel verlinkt.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer geprüft.




















