Ein Aktienscreener nimmt dir eine einzige Arbeit ab: das Sortieren. Aus mehreren tausend Aktien filtert er die heraus, die zu deinen Kriterien passen. Wie gut das gelingt, hängt weniger an der Zahl der Aktien als an der Bewertungslogik dahinter. aktien.guide legt über jede Aktie drei fertige Punktesysteme und macht daraus Ranglisten.
Ich bin selbst kein Buy-and-Hold-Investor, sondern handle seit Jahrzehnten diskretionär nach Price Action. Genau deshalb schaue ich auf so ein Werkzeug von außen. Mich interessiert nicht, ob die Scores meine eigene Methode ersetzen, sondern ob sie einem langfristig orientierten Anleger wirklich Arbeit abnehmen. Für diesen Test läuft in der Redaktion ein eigenes Konto, aus dem die Screenshots stammen. Sämtliche Zahlen im Artikel sind gegen die Anbieterseiten und das Trustpilot-Profil geprüft, Stand 19. August 2026. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
aktien.guide: das Wichtigste in 30 Sekunden
- aktien.guide ist ein Aktienscreener aus der Schweiz, der Aktien nach drei festen Strategien bewertet und in Ranglisten sortiert.
- Betreiber ist die aktien.guide AG in Zürich, gegründet 2021 von Tino Wendland und Stefan Waldhauser. CEO ist heute Lukas Langer.
- Analysiert werden nach Anbieterangabe rund 8.550 Aktien aus 67 Ländern, bewertet nach Dividenden-Strategie, High-Growth-Investing und Levermann-Strategie.
- Die Basis-Mitgliedschaft ist kostenlos, zeigt aber nur 209 Aktien und keinen Screener.
- Premium kostet 9,90 Euro pro Monat im Jahresabo, Unlimited 29,90 Euro. Im Monatsabo sind es 19,90 und 49,90 Euro.
- Bei Trustpilot steht aktien.guide bei 4,1 von 5 aus 22 Bewertungen. Das ist eine dünne Datenbasis, und sie fällt nicht durchgehend positiv aus.
- Eine eigene App gibt es weiterhin nicht, weder im App Store noch bei Google Play. Die Seite läuft mobil im Browser.
- Jetzt kostenlos registrieren und aktien.guide nutzen >>
Was ist aktien.guide?
Bei aktien.guide handelt es sich um ein deutschsprachiges Analysehaus aus der Schweiz, das 2021 gegründet wurde. Nach eigenen Angaben will das Unternehmen die Aktienkultur im deutschsprachigen Raum stärken. Das Werkzeug richtet sich an Privatanleger, die ihre Einzelaktien selbst auswählen wollen.
Ein Aktienscreener ist ein Filterwerkzeug, das aus einem großen Aktienuniversum diejenigen Titel heraussucht, die zuvor festgelegte Kennzahlen-Kriterien erfüllen.
Der Kern der Plattform ist ein Punktesystem. aktien.guide rechnet für jede Aktie drei Scores aus und sortiert danach. Wer bisher eigene Tabellen gepflegt hat, bekommt diese Arbeit abgenommen. Die Entscheidung selbst bleibt trotzdem bei dir.
Die Größe des Aktienuniversums nennt der Anbieter selbst. Auf der Startseite stehen 8.550 Aktien aus 67 Ländern, 74 Branchen und 35 Indizes. Auf der Funktionsseite nennt aktien.guide abweichend 8.943 Aktien. Diese Zahlen wandern mit jedem Datenlauf, deshalb nehme ich sie als Größenordnung und nicht als exakten Wert.
Zur Reichweite gibt es nur Anbieterangaben. Auf der Startseite heißt es, über 3 Millionen Investoren weltweit würden aktien.guide vertrauen. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht, und der Anbieter erklärt nicht, ob damit registrierte Konten oder Seitenbesucher gemeint sind. Ich führe die Angabe deshalb als Marketingzahl.
Über aktien.guide: Adresse und Kontakt
Ihren Sitz hat die aktien.guide AG in der Schweiz; im Impressum der Webseite finden sich dabei die folgenden Angaben zu Adresse und Kontakt:
aktien.guide AG
Binzallee 30
8055 Zürich
Schweiz
E-Mail: info@aktien.guide
Vertretungsberechtigte Person: Tino Wendland
UID und MWST-Nummer: CHE-494.084.302
Die Führung hat sich seit dem Start geändert. Tino Wendland und Stefan Waldhauser stehen weiter als Co-Founder auf der Über-uns-Seite, das operative Geschäft führt inzwischen aber Lukas Langer als CEO. Im Impressum ist unverändert Tino Wendland als vertretungsberechtigte Person eingetragen.
| Anbieter | aktien.guide AG, Binzallee 30, 8055 Zürich, Schweiz |
| Handelsregister | UID CHE-494.084.302 |
| Gegründet | 2021 von Tino Wendland und Stefan Waldhauser |
| Geschäftsführung | Lukas Langer (CEO), Tino Wendland (vertretungsberechtigt) |
| Produkt | Aktienscreener mit drei Strategie-Scores |
| Aktienuniversum | rund 8.550 Aktien, 67 Länder, 74 Branchen (laut eigener Angabe) |
| Kostenlos nutzbar | ja, Basis-Zugang mit 209 Aktien, ohne Screener |
| Preise | Premium 9,90 €/Monat, Unlimited 29,90 €/Monat (Jahresabo) |
| Laufzeit | jederzeit kündbar (laut eigener Angabe) |
| Trustpilot | 4,1 von 5 bei 22 Bewertungen (Stand 19.08.2026) |
| Eigene App | nein, Web-App im Browser |
| Geeignet für | langfristige Anleger und Swing-Trader |
| Nicht geeignet für | Daytrader und Scalper |
Ist aktien.guide seriös?
Seriosät lässt sich an nachprüfbaren Dingen festmachen, nicht am Gefühl. Der Betreiber ist eine im Schweizer Handelsregister eingetragene Aktiengesellschaft mit vollständigem Impressum, Sitz und UID-Nummer. Die Preise stehen offen auf der Seite, ohne dass du ein Konto anlegen musst.
Serios ist ein Finanzportal dann, wenn Betreiber, Sitz und Handelsregisternummer öffentlich einsehbar sind, die Preise ohne Registrierung sichtbar sind und die Datenquellen benannt werden.
Zwei Punkte gehören trotzdem dazu. Erstens ist aktien.guide kein Broker und leistet keine Anlageberatung. Das Unternehmen schreibt das im Impressum selbst und schließt jede Haftung für die Richtigkeit der Daten aus. Zweitens bleibt die Auswahlentscheidung bei dir.
Für mich ist das der entscheidende Unterschied zu einem Signaldienst. Du bekommst eine Vorsortierung, keine fertige Meinung. Ein Score von 14 von 15 Punkten ist eine Rangfolge, keine Kaufempfehlung. Wer das verwechselt, kauft am Ende eine Aktie, weil eine Zahl hoch war, und nicht, weil er das Geschäftsmodell verstanden hat.
Für wen eignet sich aktien.guide?
Das Aktienscreener-Portal von aktien.guide richtet sich an alle Arten von Anlegern und Tradern – unabhängig von Erfahrungsgrad und Handelsstil. Also sowohl an blutige Börsenneulinge, die nur nach einem virtuellen Musterdepot suchen, als auch an erfahrenere Investoren, die auf der Suche nach spezifischen Anlageideen und Analysetools sind.
Wer Value-Kriterien an einem echten Beispiel prüfen will, findet in Warren Buffetts Depotstruktur die bekannteste Referenz. Sie zeigt, wie eine Kennzahlen-Auswahl über Jahrzehnte in einem echten Depot aussieht.
aktien.guide richtet sich an:
Börsenneulinge ohne Vorerfahrung, die ihr Portfolio im Auge behalten wollen
Erfahrene Investoren, die nach erfolgreichen Anlagestrategien suchen
Anleger, die nach konkreten Aktienideen suchen
Investoren, die langfristig eine gute Rendite erzielen wollen
Eignet sich aktien.guide auch für Daytrader?
Für den kurzfristigen Handel ist die Plattform das falsche Werkzeug. Es fehlen Orderbuch, Tick-Charts und Intraday-Zeitebenen. Ein Trustpilot-Nutzer bemängelt genau das und vermisst eine Wochen- und eine Drei-Monats-Ansicht. Wer Daytrading oder Scalping betreibt, braucht eine Chartplattform, keinen Fundamental-Screener.
Für Swing Trading kann es dagegen sinnvoll sein. Wenn du Positionen über Wochen hältst, hilft eine fundamentale Vorauswahl dabei, schwache Kandidaten von vornherein auszusortieren. Den Einstieg timest du danach trotzdem im Chart.
aktien.guide Erfahrungen: der Aktien Screener im Test
Bevor ich dir die einzelnen Funktionen von aktien.guide vorstelle, gehe ich vorab noch kurz auf die Erfahrungen und Bewertungen mit der Aktien-Plattform ein.
Erfahrungen aus unserem Testkonto
Im Testkonto zeigt schon die kostenlose Version, wohin die Reise geht. Das Portfoliotracking läuft sauber, die drei Score-Spalten stehen direkt neben dem Kurs, und einmal pro Woche kommt eine News-Mail zu den Werten der Watchlist.
Die Grenze der Basis-Version ist schnell erreicht. Nur 209 Aktien sind vollständig einsehbar, und der Screener fehlt komplett. Damit fällt genau die Funktion weg, für die man ein solches Werkzeug überhaupt öffnet. Als Dauerlösung taugt der Gratis-Zugang nicht, als Probelauf schon.
Positiv fällt die Übersichtlichkeit auf. Kennzahlen, Chart, News und Termine liegen auf einer Seite, und es gibt keine Werbeeinblendungen. Das klingt banal, ist bei deutschsprachigen Finanzportalen aber eher die Ausnahme.
aktien.guide Erfahrungen von anderen Nutzern
Die öffentliche Bewertungslage ist dünn. Bei Trustpilot steht aktien.guide bei 4,1 von 5 aus 22 Bewertungen, Stand 19. August 2026. Bei so kleinen Stichproben verschiebt schon eine einzelne Stimme den Schnitt spürbar.
Die Verteilung sagt mehr als der Durchschnitt. So teilen sich die 22 Bewertungen auf die Sternestufen auf:
- 5 Sterne: 59 Prozent, also 13 Bewertungen
- 4 Sterne: 23 Prozent, also 5 Bewertungen
- 3 Sterne: 14 Prozent, also 3 Bewertungen
- 2 Sterne: 0 Prozent, keine Bewertung
- 1 Stern: 4 Prozent, also 1 Bewertung
Zwei Rahmenbedingungen gehören dazu. Trustpilot weist aus, dass das Unternehmen aktiv um Bewertungen bittet, und das Profil wurde erst im Dezember 2025 beansprucht. Beides schiebt einen Schnitt tendenziell nach oben. Dafür stimmt die Frische: Die jüngste Bewertung stammt vom 9. August 2026, und der Anbieter hat laut Trustpilot-Statistik alle negativen Bewertungen beantwortet.
Die Kritik dreht sich um zwei Themen. Ein Rezensent schreibt zu den Charts: „die charts (kursverlauf z.b.) sind weak. es fehlt auch eine 3-monats und eine wochen-ansicht.“ Ein anderer hält den Jahresbeitrag für zu hoch und begründet das damit, dass die KI-Funktionen noch wenig ausgebaut seien. Beide Punkte decken sich mit dem, was im Testkonto zu sehen war.
Gelobt werden vor allem Service und Aufbereitung. Ein Kunde berichtet, eine verpasste Rabattaktion sei ihm kulant als Gutschrift angerechnet worden. Andere heben die tägliche News-Zusammenfassung und die Dividendentermine hervor.
Welche Funktionen bringt aktien.guide mit?
Kommen wir jetzt zu den unterschiedlichen Funktionen von aktien.guide, von denen einige davon sogar komplett kostenlos in Anspruch genommen werden können.
Übersichtliches Aktien-Dashboard
Als registrierter Nutzer von aktien.guide kannst du dir die wesentlichen Informationen zu mittlerweile mehr als 8.550 Aktien kompakt im übersichtlich gestalteten Dashboard anzeigen lassen.
Das umfasst Informationen zu:
Echtzeitkursen
Charts
Wichtigen Kennzahlen
Neuigkeiten
Top & Flop Aktien
Anstehenden Terminen
Übrigens: Vor Kurzem wurde das aktien.guide Dashboard komplett überarbeitet. Hier ein direkter Einblick in das neue Interface:
Drei bewährte Investmentstrategien
Ein Highlight bei aktien.guide sind die Investmentstrategien. Die Screener-Software liefert seinen Nutzern drei bewährte Kennzahlensysteme für den Aufbau einer klaren Anlagestrategie.
Hier die drei aktien.guide Investmentstrategien im Überblick:
1. Die Dividendenstrategie für Aktien
Bei der aktien.guide Dividendenstrategie handelt es sich um eine langfristig orientierte Strategie zum Stock-Picking von Unternehmen mit außerordentlichguten Dividenden-Kennzahlen. Die Strategie beruht auf dem Buch „Cool bleiben und Dividenden kassieren: Mit Aktien raus aus der Nullzins-Falle“ von Christian W. Röhl und basiert auf den folgenden
5 Kriterien:
Aktuelle Dividendenrendite: Verhältnis der ausgeschütteten Dividende zum Aktienkurs in Prozent (Dividende je Aktie / Aktienkurs).
Dividendenrendite 10 Jahre: durchschnittliche Dividendenrendite der vergangenen 10 Jahre (Dividendenzahlungen / Mittelwert der Börsenschlusskurse der letzten 10 Geschäftsjahre).
Payout 3 Jahre: über drei Jahre geglättete Ausschüttungsquote (Summe der Dividendenzahlungen / Gewinn je Aktie).
Kontinuität 10 Jahre: gibt an, wie viele Jahre in Folge das entsprechende Unternehmen die jährliche Dividende in den letzten 10 Jahren nicht reduziert hat.
Wachstum 5 Jahre: das durchschnittliche jährliche Dividendenwachstum der letzten fünf Jahre.
Bei aktien.guide bekommt jede der 5 Kennzahlen einer Aktie einen Score zwischen 0 und 3 zugewiesen. Die einzelnen Scores werden dann summiert und ein Gesamtscore gebildet. Aktien mit einem Gesamtscore von 12 oder mehr werden in die Dividenden-Topscorer-Liste aufgenommen.
Die dafür erforderlichen Datenquellen hat das Finanzportal mit einem hauseigenen Algorithmus miteinander verbunden.
Die Liste der Dividenden-Aristokraten ist der bekannteste Teil davon. Im August 2026 erfüllen weltweit 148 Aktien die Bedingung von 25 Jahren ununterbrochener Dividendenerhöhungen. 119 davon kommen aus den USA, aus Deutschland ist kein einziger Wert dabei.
Ein Dividenden-Aristokrat ist ein Unternehmen, das seine Dividende mindestens 25 Jahre in Folge angehoben hat.
2. Die High-Growth-Investing-Strategie
Die sogenannte High-Growth-Investing-Strategie (HGI-Strategie) konzentriert sich auf die Auswahl von wachstumsorientierten Unternehmen im Aktienmarkt und ist ebenfalls auf einen langfristigen Horizont ausgelegt.
Zur genaueren Erklärung der Strategie hat aktien.guide sogar ein komplettes E-Book mit Praxisbeispielen veröffentlicht, welches du auf der Webseite jederzeit kostenlos herunterladen kannst.
Grundsätzlich geht es im Kern der Strategie allerdings darum, schnell wachsende Unternehmen ausfindig zu machen, und zwar auch dann, wenn diese noch nicht profitabel sind.
Die HGI-Strategie basiert dabei auf den folgenden 7 Kriterien:
EV (Enterprise Value)/Sales aktuell: Marktkapitalisierung – Cash + Schulden
Gross Margin (TTM – „Trailing Twelve Months“): (Umsatz – Direkte Kosten) / Umsatz
Rule-of-40 Score (TTM): Umsatzwachstum TTM (%) + Free-Cashflow-Marge TTM (%)
Umsatzwachstum (TTM): Vergleich des Umsatzes der letzten 12 Monate mit dem Umsatz der 12 Monate davor.
Verschuldungsgrad: Summe aus kurz- und langfristigen Schulden / Eigenkapital
PEG (TTM): KGV / (Gewinn letzte 4 Quartale / Gewinn vorherige 4 Quartale)
Umsatzwachstum 3 Jahre: Vergleich des Umsatzes der 3 letzten Jahre mit dem Umsatz im Vorjahr.
Auch hier werden wieder zu den einzelnen Kriterien Punkte vergeben und zu einem Gesamtscore zusammengefasst. In der Topscorer-Liste landen nur diejenigen Aktien, die einen HGI-Score von mindestens 11 Punkten erzielen und ein paar zusätzliche Bedingungen (wie z.B. eine Marktkapitalisierung über 300 Mio. €) erzielen.
3. Die Levermann-Strategie
Bei der letzten aktien.guide Anlagestrategie handelt es sich um die Levermann-Strategie; eine quantitative Analyse-Methode, die von der Ex-Fondsmanagerin Susan Levermann entwickelt wurde. Im Gegensatz zu den beiden anderen Strategien basiert die Levermann-Strategie auf ganzen 13 Kennzahlen, aus denen am Ende wieder ein Gesamtscore gebildet wird.
Eigenkapitalrendite: Verhältnis von Gewinn zu Eigenkapital
EBIT-Marge: Verhältnis von Gewinn vor Zinsen und Steuern zu Umsatz
Eigenkapitalquote: Verhältnis von Eigenkapital zum Gesamtkapital (Bilanzsumme)
KGV 5 Jahre: Verhältnis von Aktienkurs zum erwarteten Gewinn je Aktie in einem 5-Jahres-Zeitraum
KGV forward: Verhältnis von Aktienkurs zum geschätzten Gewinn je Aktie im aktuellen Geschäftsjahr
Analystenmeinungen: Auf Basis einer 3-stufigen Skala: Kaufen, Halten, Verkaufen
Reaktion auf Quartalszahlen: Veränderung des Aktienkurses nach Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen in Relation zum Referenz-Index
Gewinnrevision: Vergleich der Analysten-Gewinnerwartungen für das aktuelle und das kommende Geschäftsjahr
Kurs heute gg. Kurs vor 6 Monaten: Kursveränderung in den letzten 6 Monaten
Kurs heute gg. Kurs vor 1 Jahr: Kursveränderung in den letzten 12 Monaten
Kursmomentum steigend: Berechnet ein, ob es in den letzten 6 Monaten eine Trendumkehr gab
Dreimonatsreversal: misst die relative Entwicklung einer Aktie im Vergleich zum Index über 3 Monate
Gewinnwachstum: Vergleich des geschätzten Aktiengewinns des aktuellen Geschäftsjahres mit dem des nächsten Geschäftsjahres.
Alle Aktien mit einem Score von mehr als 4 Punktenwerden in der Levermann-Topscorer-Liste aufgenommen.
Aktien Screener
Der Screener ist das Herzstück und liegt hinter der Bezahlschranke. Du setzt nach Anbieterangabe beliebig viele Filter auf Kennzahlen, Land, Region, Sektor, Branche und die drei Strategie-Scores und bekommst eine sortierbare Tabelle zurück.
Gespeicherte Screener sind der eigentliche Zeitgewinn. Fertige Filtervorlagen wie „Dividenden-Aristokraten“ oder „NASDAQ-Wachstumsstars“ nehmen dir den Einstieg ab. Einmal eingerichtet, rufst du deine Auswahlkriterien jederzeit wieder auf, und die Liste ist automatisch aktuell.
Fundamental Charts und Aktienvergleich
Die Fundamental Charts zeigen Kennzahlen im Zeitverlauf, nicht den Kurs im Detail. Für jede Aktie stehen laut Anbieter rund 40 Kennzahlen mit einer Historie von bis zu 20 Jahren bereit. Mehrere Aktien lassen sich in einem Chart übereinanderlegen.
Die Datentiefe hängt am Tarif. Basis zeigt 5 Jahre, Premium 10 Jahre, Unlimited 20 Jahre. Wer Zyklen über einen ganzen Konjunkturzyklus sehen will, braucht also den teuersten Zugang.
KI-Funktionen: Insights, DeepDive und erklärte Kursbewegungen
Künstliche Intelligenz ist inzwischen das Aushängeschild der Plattform. aktien.guide wirbt damit, dass die KI Geschäftsmodelle analysiert, Risiken bewertet und erklärt, was hinter einer Kursbewegung steckt.
KI-Insights bei aktien.guide sind automatisch erzeugte Textzusammenfassungen zu Geschäftsmodell, Chancen und Risiken einer Aktie, die zusätzlich zu den Kennzahlen ausgegeben werden.
Der Funktionsumfang hängt am Tarif. KI-Insights (Basic) gehören zu Premium, KI-Insights (Advanced) und die Funktion „Kursbewegungen erklärt“ bleiben Unlimited vorbehalten. Letztere läuft laut Anbieter noch als Beta.
Hier bin ich zurückhaltend. Eine KI-Zusammenfassung liest sich flüssig, ist aber nur so gut wie die Datenbasis darunter. Sie ersetzt weder den Blick in den Geschäftsbericht noch das Verständnis für die Branche. Genau daran stört sich auch der Trustpilot-Nutzer, der den Preis mit dem KI-Umfang begründet.
Peer Group Vergleich
Seit dem 6. August 2026 gibt es den Peer Group Vergleich. Öffnest du eine Aktie, stellt aktien.guide automatisch passende Wettbewerber daneben, ausgewählt nach Branche und Geschäftsmodell.
Eine Peer Group ist eine Vergleichsgruppe aus Unternehmen derselben Branche mit ähnlichem Geschäftsmodell, an der sich die Bewertung einer einzelnen Aktie einordnen lässt.
Der Nutzen liegt auf der Hand. Ein KGV von 25 sagt für sich genommen nichts. Erst neben vergleichbaren Unternehmen zeigt sich, ob eine Aktie teuer oder günstig ist. Die Funktion ist laut Anbieter für alle Tarife freigeschaltet.
Insidertransaktionen und Earnings Calls
Zwei Funktionen sind neu und teilweise gratis. Insidertransaktionen und Earnings Calls in der Basisstufe stehen bereits im kostenlosen Zugang bereit, die erweiterte Variante der Earnings Calls ab Premium.
Insidertransaktionen sind meldepflichtige Käufe und Verkäufe eigener Aktien durch Vorstände, Aufsichtsräte und andere Führungspersonen eines börsennotierten Unternehmens.
Für die Einordnung eines Unternehmens ist das ein starkes Signal. Wenn ein Vorstand eigene Aktien kauft, sagt das mehr über seine Einschätzung aus als jede Pressemitteilung. Dass diese Daten im Gratis-Zugang liegen, ist ungewöhnlich.
Kursziele & Analystenschätzungen
Für jeden Aktienwert bei aktien.guide gibt es entsprechende Analystenschätzungen mit konkreten Kurszielen (in prozentualer Angabe der Wahrscheinlichkeiten) – übersichtlich und präzise aufbereitet.
News Aggregator
Auch die fundamentale Seite wird bei aktien.guide abgedeckt. Auf dem Blog des Finanzportals werden regelmäßig die aktuellen News aus mehr als 50 Börsenportalen veröffentlicht.
Watchlisten & Alarme
Bei aktien.guide kannst du die Entwicklung deiner Aktien in verschiedenen Portfolios und Watchlisten mitverfolgen. Mit Echtzeitkursen (auch außerbörslich), Strategie-Analysen und relevanten News behältst du alle wichtigen Kennzahlen jederzeit im Blick.
Zudem kannst die aktien.guide Alarme dazu nutzen, um zukünftig keine Kauf- oder Verkaufsgelegenheit mehr zu verpassen.
Morning Briefing
Für seine Nutzer bietet aktien.guide außerdem auch eine Art personalisierten Newsletter. Jeden Morgen kommt eine E-Mail mit den wichtigsten News für die Aktien in deiner persönlichen Watchlist verschickt.
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Vorteile und Nachteile von aktien.guide
Nach dem Testlauf lässt sich das Bild klar sortieren. Die Stärken liegen bei Struktur und Bedienung, die Schwächen bei der Chartanalyse und beim Preis-Leistungs-Verhältnis des obersten Tarifs.
Vorteile von aktien.guide
- Drei fertige Score-Systeme, die eine Vorauswahl in Sekunden liefern statt in Stunden.
- Werbefreie Oberfläche mit Kennzahlen, Chart, News und Terminen auf einer Seite.
- Kostenloser Einstieg ohne Zahlungsdaten, mit 209 Aktien, zwei Portfolios und Insidertransaktionen.
- Dividendenadel-Listen von Christian W. Röhl, täglich aktualisiert statt einmal im Jahr.
- Peer Group Vergleich ordnet jede Bewertung an echten Wettbewerbern ein.
- Klare Preisliste ohne Registrierung einsehbar, nach Anbieterangabe jederzeit kündbar.
Nachteile von aktien.guide
- Kein Screener in der Gratis-Version, damit fehlt ausgerechnet die Kernfunktion.
- Schwache Kurscharts: Es fehlen Wochen- und Drei-Monats-Ansichten, das bemängeln auch Nutzer.
- Für Daytrading und Scalping ungeeignet, weil Intraday-Ebenen und ein Orderbuch fehlen.
- 20 Jahre Historie erst im Unlimited-Tarif für 358,80 Euro im Jahr.
- KI-Funktionen teilweise noch Beta, der Nutzen schwankt von Aktie zu Aktie.
- Dünne Bewertungsbasis: nur 22 Trustpilot-Stimmen, dazu bittet der Anbieter aktiv um Bewertungen.
aktien.guide Preise: Was kostet eine Mitgliedschaft?
Die Registrierung kostet nichts und verlangt keine Zahlungsdaten. Der Gratis-Zugang ist allerdings so zugeschnitten, dass die Kernfunktion fehlt. Für den Screener brauchst du mindestens Premium.
Rechne den Jahresbeitrag einmal aus, bevor du dich entscheidest. Premium kostet im Jahresabo 118,80 Euro, Unlimited 358,80 Euro. Der Aufpreis für Unlimited liegt damit bei 240 Euro pro Jahr, und dafür bekommst du im Wesentlichen mehr Historie, unbegrenzte Alarme und die erweiterte KI.
Für die meisten Privatanleger reicht Premium. Unlimited lohnt sich erst, wenn du wirklich mit 20 Jahren Datenhistorie arbeitest oder viele Alarme parallel führst. Wer nur gelegentlich screent, fährt mit dem Monatsabo flexibler. Der Aufschlag ist happig: Premium kostet dann das Doppelte, Unlimited rund zwei Drittel mehr.
Premium: 9,90 € pro Monat im Jahresabo, macht 118,80 € pro Jahr
Unlimited: 29,90 € pro Monat im Jahresabo, macht 358,80 € pro Jahr
Hier die unterschiedlichen Mitgliedschaften im direkten Vergleich:
| Leistung | Basis | Premium | Unlimited |
|---|---|---|---|
| Preis im Jahresabo | 0 € | 9,90 €/Monat | 29,90 €/Monat |
| Preis im Monatsabo | 0 € | 19,90 €/Monat | 49,90 €/Monat |
| Jahresbeitrag gesamt | 0 € | 118,80 € | 358,80 € |
| Voller Aktienzugang | 209 Aktien | über 8.500 | über 8.500 |
| Finanzdaten-Historie | 5 Jahre | 10 Jahre | 20 Jahre |
| Aktien-Screener | nein | ja | ja |
| Portfolios | 2 | 3 | unbegrenzt |
| Alarme | nein | 10 | unbegrenzt |
| KI-Insights | nein | Basic | Advanced |
| Topscorer-Listen | nein | alle | alle |
| Support | Standard | Standard | bevorzugt |
Kann man aktien.guide kostenlos testen?
Ja, und zwar ohne Zeitlimit und ohne Zahlungsdaten. Der Basis-Zugang bleibt dauerhaft gratis. Du siehst 209 Aktien vollständig, führst 2 Portfolios und bekommst Insidertransaktionen sowie Earnings Calls in der Basisstufe. Der Screener bleibt gesperrt.
Gibt es eine aktien.guide App?
Eine eigene App gibt es weiterhin nicht. Wir haben am 19. August 2026 beide Stores durchsucht: Weder im Apple App Store noch bei Google Play ist eine App von aktien.guide auffindbar. Belegt ist damit, dass unter diesem Namen keine App in den Stores geführt wird.
Eine Web-App ist eine Website, die für die Bedienung auf dem Smartphone optimiert ist und über den Browser läuft, ohne dass eine Installation aus einem App Store nötig ist.
In der Praxis fällt das weniger ins Gewicht, als es klingt. Die Seite ist für mobile Bildschirme gebaut, und der Anbieter erklärt in einem Blogbeitrag, wie du dir aktien.guide als Verknüpfung auf den Home-Bildschirm legst. Danach startet die Seite wie eine App, inklusive eigenem Symbol.
Zwei Einschränkungen bleiben. Es gibt keine Push-Benachrichtigungen auf Systemebene, Alarme kommen per E-Mail. Und ohne Internetverbindung funktioniert nichts, weil keine Daten lokal liegen.
So funktioniert der aktien.guide Login
Um dich einzuloggen, öffne einfach die aktien.guide Webseite (entweder am Desktop oder über das Smartphone) und klicke oben rechts auf den Anmeldebutton.
aktien.guide Alternativen im Vergleich
Im deutschsprachigen Raum gibt es zwei ernsthafte Alternativen, und beide setzen andere Schwerpunkte. Der Unterschied liegt weniger im Funktionsumfang als in der Frage, wie viel Entscheidung dir das Werkzeug abnimmt.
| Anbieter | Schwerpunkt | Gratis nutzbar | Für wen |
|---|---|---|---|
| aktien.guide | drei Strategie-Scores, Screener | Basis mit 209 Aktien | Anleger, die eine fertige Rangfolge wollen |
| Aktienfinder.net | Dividenden- und Fair-Value-Analyse | eingeschränkt | Dividendenjäger mit Fokus auf Bewertung |
| Stock Advisor | fertige Empfehlungsliste | nein | Anleger, die einer Hausmeinung folgen |
Der engste Wettbewerber ist Aktienfinder.net. Beide bewerten Aktien fundamental, aber der Aktienfinder legt den Schwerpunkt stärker auf Dividendenverlässlichkeit und faire Bewertung, während aktien.guide über die Levermann- und die High-Growth-Strategie auch Wachstumswerte abdeckt. Wie sich beide im Detail unterscheiden, steht in unserem Erfahrungsbericht zu Aktienfinder.net.
Eine grundsätzlich andere Logik verfolgt der US-Dienst Stock Advisor. Dort bekommst du keine Filterkriterien, sondern eine fertige Empfehlungsliste. Der Preis dafür ist die Abhängigkeit von einer einzigen Hausmeinung.
Wer breiter vergleichen will, findet in unserer Übersicht der besten Aktienscreener auch die kostenlosen Werkzeuge. Manche davon decken die Grundfunktionen ab, ohne dass ein Abo nötig wird.
Mein Fazit zum aktien.guide Test
aktien.guide macht eine Sache richtig gut: Es verwandelt tausende Aktien in eine sortierte Liste. Wer nach klaren Regeln investiert und dafür bisher Tabellen gepflegt hat, spart hier echte Zeit. Die Oberfläche ist aufgeräumt, werbefrei und auch für Einsteiger verständlich.
Der Schwachpunkt ist die Chartseite. Kursverläufe sind rudimentär, und es fehlen kurze Zeitebenen. Das ist kein Zufall, sondern Absicht: Die Plattform ist für Fundamentalanalyse gebaut, nicht für Timing. Für meine eigene Arbeit am Chart wäre sie damit kein Ersatz, sondern höchstens eine Vorstufe.
Preislich ist Premium fair, Unlimited eine Rechenaufgabe. 118,80 Euro im Jahr für Screener, Scores und zehn Jahre Historie geht in Ordnung. Die 358,80 Euro für Unlimited lohnen sich nur, wenn du die längere Historie und die erweiterte KI wirklich nutzt.
Mein Rat: Starte mit dem kostenlosen Zugang. Er zeigt dir die Logik der Scores, ohne dass du Zahlungsdaten hinterlegst. Ob dir die Vorsortierung danach 9,90 Euro im Monat wert ist, merkst du innerhalb weniger Wochen. Und behalte im Kopf, dass ein hoher Score eine Rangfolge ist und keine Kaufentscheidung.
Häufige Fragen zu aktien.guide
Was ist aktien.guide?
aktien.guide ist ein Aktienscreener der Schweizer aktien.guide AG mit Sitz in Zürich. Die Plattform bewertet nach eigenen Angaben rund 8.550 Aktien nach drei Strategien und sortiert sie in Ranglisten. Gegründet wurde das Unternehmen 2021 von Tino Wendland und Stefan Waldhauser.
Was kostet aktien.guide?
Der Basis-Zugang ist dauerhaft kostenlos. Premium kostet 9,90 Euro pro Monat im Jahresabo und 19,90 Euro im Monatsabo. Unlimited kostet 29,90 Euro pro Monat im Jahresabo und 49,90 Euro im Monatsabo. Stand ist der 19. August 2026.
Ist aktien.guide kostenlos?
Die Basis-Variante ist kostenlos und verlangt keine Zahlungsdaten. Sie zeigt allerdings nur 209 Aktien vollständig und enthält keinen Aktien-Screener. Für den Screener brauchst du mindestens Premium.
Gibt es eine aktien.guide App?
Nein. Eine Suche im Apple App Store und bei Google Play am 19. August 2026 ergab keine App unter diesem Namen. Die Website ist für Smartphones optimiert und lässt sich als Verknüpfung auf dem Home-Bildschirm ablegen.
Wie funktioniert der aktien.guide Login?
Du öffnest aktien.guide im Browser und klickst oben rechts auf den Anmeldebutton. Einen separaten App-Login gibt es nicht, weil keine eigene App existiert.
Was sind Dividenden-Aristokraten bei aktien.guide?
Als Dividenden-Aristokraten gelten Unternehmen, die ihre Dividende mindestens 25 Jahre in Folge angehoben haben. Im August 2026 erfüllen weltweit 148 Aktien diese Bedingung, davon 119 aus den USA. Aus Deutschland ist kein Wert dabei.
Ist aktien.guide seriös?
Der Betreiber ist eine im Schweizer Handelsregister eingetragene Aktiengesellschaft mit vollständigem Impressum und der UID CHE-494.084.302. Die Preise sind ohne Registrierung einsehbar. Bei Trustpilot steht die Plattform bei 4,1 von 5 aus 22 Bewertungen. aktien.guide ist kein Broker und erbringt keine Anlageberatung.
Eignet sich aktien.guide für Daytrading?
Nein. Die drei Strategien und die Kennzahlen sind auf einen langfristigen Anlagehorizont ausgelegt. Für Daytrading und Scalping fehlen Intraday-Zeitebenen und ein Orderbuch.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und handelt seit 1978 als diskretionärer Price-Action-Trader. Seine Märkte sind Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte.
In den späten 1980er-Jahren übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und brachte dessen zehn Bücher ins Deutsche. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Aktienscreener bewertet Karsten bewusst aus der Außenperspektive. Er ist kein Buy-and-Hold-Investor und nutzt für den eigenen Handel keine Score-Systeme. Aus dieser Distanz prüft er nicht, ob ein Werkzeug seine Methode ersetzt, sondern ob es der genannten Zielgruppe die versprochene Arbeit wirklich abnimmt. Grundlage sind ein Testkonto der Redaktion, die Anbieterseiten und öffentliche Bewertungsprofile. Die Links zu aktien.guide in diesem Artikel sind Empfehlungslinks: Kommt darüber ein Abo zustande, kann Kagels Trading eine Provision erhalten, für dich ändert sich der Preis dadurch nicht.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.





















