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TraderSync im Test: Was das Trading-Journal 2026 wirklich leistet

Zuletzt aktualisiert: 06. Oktober 2026

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20 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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Ein Trading-Journal ist schnell gekauft und selten genutzt. Die meisten Trader führen ihre Aufzeichnungen ein paar Wochen lang und hören wieder auf, weil das Eintragen mehr Zeit kostet, als die Auswertung zurückgibt. Genau dort setzt TraderSync an. Die Software zieht die Trades möglichst automatisch aus dem Depot und beantwortet danach Fragen, an denen eine Tabellenkalkulation scheitert: Welches Setup verdient wirklich Geld? An welchem Wochentag läuft es schlechter? Und was kostet der eine Fehler, den man immer wieder macht?

Für diesen Test haben wir nicht nur die Werbeversprechen gelesen. Die Integrationsliste des Anbieters wurde durchgezählt, die Preisseite in beiden Abrechnungsvarianten geöffnet und die Bewertungen in beiden App-Stores nachgesehen. An mehreren Stellen weicht das Ergebnis deutlich von dem ab, was TraderSync selbst und die meisten anderen Testberichte schreiben. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

TraderSync: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Was es ist: ein englischsprachiges Trading-Journal mit Auswertung, Marktsimulator und KI-Assistent. Eine deutsche Oberfläche gibt es nicht.
  • Preise: $29,95, $49,95 oder $79,95 pro Monat für Pro, Premium und Elite. Bei Jahreszahlung gibt es 25 Prozent Rabatt.
  • Broker-Anbindung: Die Liste des Anbieters führt 497 Integrationen. Nur 75 davon synchronisieren automatisch, der Rest läuft über den Datei-Upload.
  • Market Replay: Der Simulator steckt in allen drei Plänen, nicht nur im teuersten. Unterschiedlich ist die Tick-Genauigkeit.
  • Cypher: Der KI-Assistent kam 2025 dazu und ist im Tagesbudget gestaffelt: 5, 15 oder 60 Nachrichten.
  • Bewertungen: 4,4 von 5 bei Trustpilot aus 321 Stimmen. Die Apps stehen mit 1,7 (Android) und 2,7 (iOS) deutlich schlechter da.
  • Testphase: 7 Tage ohne Kreditkarte. Danach gibt es laut Anbieter keine Erstattung, auch keine anteilige.

Was ist TraderSync?

TraderSync ist ein webbasiertes Trading-Journal, das abgeschlossene Trades aus dem Depot einliest, sie nach Setup, Markt, Uhrzeit und Fehlerursache auswertet und die passenden Marktphasen in einem Simulator nachspielbar macht.

Hinter dem Journal steht ein Team, das 2014 angetreten ist, um die Excel-Tabelle abzulösen, mit der Trader ihre Geschäfte bis dahin protokolliert haben. Der Anbieter wirbt heute mit „a decade of trust“. Das Trustpilot-Profil nennt Calgary in Kanada als Sitz, im App Store steht die 1473010 Alberta Ltd. als Entwicklerin. Eine deutsche Niederlassung oder einen deutschsprachigen Support gibt es nicht.

TraderSync – 7 Tage kostenlos testenZur Anmeldung genügen E-Mail und Passwort, eine Kreditkarte wird nicht verlangt.

Abgedeckt sind Aktien, Optionen, Futures, Forex und Kryptowährungen. Der Ablauf ist in drei Schritte gegliedert: Du protokollierst deine Trades, die Software wertet aus und markiert Muster, und im dritten Schritt überträgst du die Erkenntnisse in dein Regelwerk. Der Unterschied zu einer selbst gebauten Tabelle liegt weniger in der Erfassung als in der Auswertungstiefe. Dazu kommt der Simulator, der die gefundenen Situationen wieder abspielbar macht.

TraderSync Info-Video

Schlüsselfunktionen von TraderSync

Das Journal ist in vier Bereiche geteilt. Die Erfassung hält jeden Trade mit Ein- und Ausstieg fest, die Berichte verdichten die Historie zu Kennzahlen, der Simulator spielt vergangene Marktphasen nach, und seit 2025 kommt der KI-Assistent Cypher dazu. Die folgenden Abschnitte gehen die Bereiche der Reihe nach durch.

TraderSync Dashboard mit Kontoentwicklung, Trefferquote und Tageskalender
TraderSync Dashboard-Übersicht

Journal- und Auswertungsfunktionen

  • Interaktive Charts: Jeder Trade wird mit Einstieg, Ausstieg und Kursverlauf im Chart dargestellt, statt nur als Zahlenreihe.
  • Kursziel und Stop-Loss: Geplante Marken lassen sich hinterlegen. Die Software rechnet danach aus, wie oft der Plan eingehalten wurde.
  • Kennzahlen je Trade: Rendite pro Aktie oder Kontrakt, Gesamtergebnis, eingegangenes Risiko sowie MFE und MAE, also der beste und der schlechteste Punkt, den die Position erreicht hat.
  • Notizen und Screenshots: Zu jedem Trade lassen sich Begründung, Marktlage und Bildschirmfotos speichern. Ohne diesen Teil bleibt jede Auswertung oberflächlich.
  • Berichte mit Drilldown: Mehr als zehn Auswertungen, jeweils filterbar bis auf die einzelne Ausführung hinunter.
TraderSync Berichte: Auswertung der Trades nach Setup, Markt und Zeitraum
Reports im Journal

Performance-Funktionen von TraderSync

  • Evaluator: Stellt mehrere Strategien nebeneinander und zeigt, welche unter welchen Bedingungen besser abschneidet.
  • Strategy Checker: Prüft eine definierte Strategie gegen die eigene Historie. Der Pro-Plan erlaubt drei Strategien, Premium und Elite unbegrenzt viele.
  • Simulator: Rechnet Szenarien nicht mit fremden Kursreihen durch, sondern mit der eigenen Handelshistorie. Ein Beispiel ist die Frage, was ein anderer Stop-Abstand gekostet oder gebracht hätte.
  • Risiko und Kapitaleinsatz: Auswertungen zur Positionsgröße und zur Verteilung des Risikos über die einzelnen Trades.
  • Kalenderansicht: Gewinn- und Verlusttage als Monatsübersicht, aus der sich Serien und schwache Wochentage auf einen Blick ablesen lassen.

Market Replay-Tool in TraderSync

Das Market Replay ist das Merkmal, das TraderSync von den meisten Journalen abhebt. Es spielt vergangene Handelssitzungen Kerze für Kerze nach, mit Indikatoren, mehreren Charts und einstellbarem Tempo. Während spezialisierte Anbieter wie ForexTester dafür eine eigene Lizenz verlangen, ist der Simulator hier im Abo enthalten. Wichtige Korrektur gegenüber der früheren Fassung dieses Artikels: Das Replay steckt in allen drei Plänen, nicht nur in Elite. Unterschiedlich ist allein die Auflösung.

TraderSync Market Replay: vergangene Handelstage im Chart nachspielen
Market-Replay-Funktionen

Was der Simulator konkret kann

  • Auflösung nach Plan: eine Minute bei Pro, eine Sekunde bei Premium, 250 Millisekunden bei Elite. Für Scalping ist nur die feinste Stufe brauchbar.
  • Playlists: Wiederkehrende Situationen lassen sich als Sammlung anlegen und hintereinander üben. Pro erlaubt drei Playlists, die größeren Pläne unbegrenzt viele.
  • Märkte: Aktien, Futures, Krypto und Forex sind überall dabei. Optionen im Simulator gibt es nur im Elite-Plan.
  • Orderbuch und Tape: Level II und Time & Sales stehen ebenfalls nur im Elite-Plan zur Verfügung.
  • Nacharbeit statt Nervenkitzel: Der eigentliche Nutzen liegt darin, einen bereits gehandelten Tag noch einmal zu durchlaufen und die eigene Ausführung zu prüfen.

TraderSync Replay Simulator

Cypher: der KI-Assistent im Journal

Die größte Veränderung seit 2024 heißt Cypher. Der Anbieter hat den KI-Assistenten im Juni und Juli 2025 eingeführt und seither so weit nach vorn gestellt, dass die Android-App inzwischen „TraderSync: AI Trading Journal“ heißt. Cypher liest die eigene Handelshistorie und antwortet in normaler Sprache. Statt Filter zu klicken, fragst du nach allen Trades eines bestimmten Setups außerhalb der ersten Handelsstunde, und die Auswertung stellt sich selbst zusammen.

Der Anbieter teilt Cypher in sieben Rollen auf. Dazu gehören Performance, Strategie, Planung und Risiko, Mustererkennung und ein Coach, der meldet, wenn du vom eigenen Plan abweichst. Praktisch relevanter als die Rollenbezeichnungen ist das Tagesbudget: Pro erlaubt 5 Nachrichten pro Tag, Premium 15, Elite 60. Wer die KI ernsthaft zur Auswertung nutzen will, ist mit fünf Fragen am Tag schnell am Ende.

Eine Einordnung gehört dazu. Cypher wertet ausschließlich deine eigenen abgeschlossenen Trades aus. Es gibt keine Kauf- oder Verkaufssignale, und die Qualität der Antworten hängt daran, wie sauber du Setups und Fehler vorher verschlagwortet hast. Wer 40 Trades im Journal hat, bekommt keine belastbare Statistik, sondern eine hübsch formulierte Zufallsbeobachtung.

Broker-Anbindung: 497 Integrationen, 75 mit Auto-Sync

TraderSync wirbt auf der Startseite mit „over 700 brokers“. Wer die öffentliche Integrationsliste des Anbieters durchzählt, kommt am 2. September 2026 auf 497 Einträge mit 490 verschiedenen Namen. Sieben Anbieter wie Pepperstone oder FTMO stehen doppelt, weil sie über mehrere Plattformen angebunden sind.

Wichtiger als die Gesamtzahl ist die letzte Spalte der Liste. Sie heißt Autosync und sagt, ob die Trades von selbst ins Journal wandern. Ein Häkchen steht dort bei 75 von 497 Integrationen, also bei rund 15 Prozent. Bei allen anderen exportierst du eine Datei aus deinem Depot und lädst sie hoch. Genau an diesem Handgriff scheitern die meisten Journale nach ein paar Wochen.

TraderSync Broker-Liste mit der Spalte Autosync für den automatischen Import
Die Integrationsliste von TraderSync. Die rechte Spalte Autosync zeigt, welche Anbindung ohne Datei-Upload auskommt.

Auch die Assetklassen sind ungleich verteilt. Von den 497 Einträgen decken 200 Aktien ab, 124 Optionen, 116 Futures, 115 Forex und nur 39 Kryptowährungen. Eine Integration in der Liste bedeutet also nicht, dass dein Markt dabei ist.

Für deutschsprachige Trader ist der Befund eindeutig. Interactive Brokers ist mit allen Assetklassen und automatischem Abgleich angebunden, dazu MetaTrader 4 und 5, NinjaTrader und TradeStation. Trade Republic, Scalable Capital, comdirect, Consorsbank, Smartbroker, justTRADE und LYNX kommen in der Liste überhaupt nicht vor. CapTrader und DeGiro stehen zwar drin, aber ohne Autosync. Wer bei einem deutschen Neobroker handelt, trägt seine Trades bei TraderSync also von Hand ein.

Broker / PlattformAssetklassen laut ListeAutosync
Interactive BrokersAktien, Optionen, Futures, Forexja
MetaTrader 4 und 5Forex, Kryptoja
NinjaTraderAktien, Futuresja
TradeStationAktien, Optionen, Futuresja
CapTraderAktien, Optionen, Futures, Forexnein
TradingViewalle fünf Klassennein
DeGiroAktiennein
Trade Republic, Scalable Capital, comdirectnicht gelistetentfällt
Auszug aus der Integrationsliste von TraderSync, geprüft am 2. September 2026.

Die mobile App von TraderSync

TraderSync bietet eine App für iOS und Android, und der Bestandstext dieses Artikels hat sie als vollwertigen Ersatz für die Weboberfläche beschrieben. Das ist sie nicht. In der eigenen Vergleichstabelle des Anbieters taucht der Punkt „Mobile App“ ausschließlich im Bereich Analytics auf, und die Beschreibung im App Store nennt Berichte, Trade-Erfassung und Notizen, aber weder Market Replay noch den Strategy Checker.

Die Nutzerbewertungen fallen deutlich aus. Im Google Play Store steht die App bei 1,7 von 5 Sternen aus 227 Rezensionen, bei mehr als 50.000 Installationen. Im App Store sind es 2,7 von 5 aus 84 Bewertungen im US-Store. Zum Vergleich: Konkurrierende Journal-Apps liegen dort zwischen 4,6 und 4,8. Das ist die schwächste Zahl im gesamten Testbericht, und sie stand in der alten Fassung nicht drin.

Gepflegt wird trotzdem. Die Android-Fassung wurde zuletzt am 1. September 2026 aktualisiert, die iOS-Fassung am 12. März 2026. Der Anbieter hat die App also nicht aufgegeben. Als Ergänzung unterwegs ist sie brauchbar, als Hauptzugang zum Journal nach Aktenlage nicht zu empfehlen.

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Preisgestaltung und Abonnements

TraderSync rechnet in US-Dollar ab und kennt drei Pläne. Bei monatlicher Zahlung kosten sie $29,95, $49,95 und $79,95. Diese Preise sind seit der letzten Fassung dieses Artikels unverändert. Bei Jahreszahlung gibt es 25 Prozent Rabatt (Stand 6. Oktober 2026).

PlanMonatJahr
Pro$29,95$269,52
Premium$49,95$449,52
Elite$79,95$719,52
Preise laut Anbieterseite am 6. Oktober 2026. Die frühere Rabattaktion mit 50 bis 60 Prozent auf das erste Jahr ist beendet.
TraderSync Preise 2026: Pro, Premium und Elite im Monatsabo
Die Monatspreise von TraderSync, Stand 2. September 2026. Der Umschalter oben führt zu den Jahrespreisen.

Rabattaktionen gehören eingeordnet, nicht gefeiert. Im September und Anfang Oktober 2026 lief eine Aktion mit bis zu 60 Prozent auf das erste Jahr, inzwischen ist sie beendet. Wer bei der nächsten Aktion bucht, sollte damit rechnen, im zweiten Jahr den regulären Jahrespreis zu zahlen.

TraderSync – 7 Tage kostenlos testenZur Anmeldung genügen E-Mail und Passwort, eine Kreditkarte wird nicht verlangt.

Was die drei Pläne unterscheidet

Der wichtigste Punkt ist eine Korrektur. Bis zu dieser Überarbeitung stand hier, das Market Replay sei dem Elite-Plan vorbehalten. Das stimmt nicht mehr. Der Simulator ist in allen drei Plänen enthalten, unterschiedlich ist die Tick-Genauigkeit: eine Minute bei Pro, eine Sekunde bei Premium, 250 Millisekunden bei Elite. Für Swing-Trader reicht die Minutenauflösung, für Scalper ist sie wertlos.

  • Pro: fünf Konten, drei Strategien im Strategy Checker, Market Replay in Minutenauflösung, 5 Cypher-Nachrichten pro Tag.
  • Premium: unbegrenzt viele Konten und Strategien, Sekundenauflösung im Simulator, 15 Cypher-Nachrichten pro Tag.
  • Elite: zusätzlich Optionen im Simulator, 250-Millisekunden-Auflösung, Level II und Time & Sales, 60 Cypher-Nachrichten pro Tag.

Testphase, Kündigung und Erstattung

Die Testphase läuft sieben Tage und verlangt keine Kreditkarte. Zur Anmeldung genügen E-Mail-Adresse und Passwort oder ein Google-Konto. Der Anbieter schränkt die Testfassung an zwei Stellen ein: Der Export von Trades und von einzelnen Ausführungen ist gesperrt. Alles andere ist während der Woche zugänglich.

Bei der Erstattung wird der Anbieter deutlich. In der Billing-Richtlinie steht wörtlich: „All payments made are non-refundable and we do not offer pro-rated refunds.“ Es gibt also kein Geld zurück, auch nicht anteilig, wenn du nach zwei Monaten eines Jahresabos aufhörst. Bezahlt wird ausschließlich per Kreditkarte; PayPal, Lastschrift und Rechnung sind nicht vorgesehen. Gekündigt wird im Konto unter Account Plan über die Schaltfläche Cancel Subscription.

Ein Detail lohnt die Aufmerksamkeit. TraderSync gewährt Bestandskunden Altpreise, solange das Abo ohne Unterbrechung weiterläuft. Wer kündigt, pausiert oder den Plan wechselt, kauft danach zum aktuellen Tarif neu ein. Die Billing-Seite selbst trägt allerdings den Stand vom 19. März 2020 und ist seither nicht angefasst worden.

Ist TraderSync auf Deutsch verfügbar?

TraderSync gibt es ausschließlich auf Englisch. Es existiert weder eine deutsche Oberfläche noch ein deutschsprachiger Support, und die Abrechnung erfolgt in US-Dollar.

Die Frage taucht in den Google-Suchvorschlägen direkt hinter dem Markennamen auf, und die Antwort fällt für deutschsprachige Trader in drei Punkte auseinander. Erstens die Sprache: Menüs, Berichte und der Cypher-Assistent sprechen Englisch. Wer Begriffe wie drawdown, expectancy oder MFE nicht kennt, lernt sie hier nebenbei mit.

Zweitens die Broker-Frage, und die wiegt schwerer als die Sprache. Kein einziger deutscher Neobroker und keine der großen Direktbanken sind angebunden. Praktisch nutzbar ist TraderSync in der DACH-Region vor allem für Trader, die über Interactive Brokers, MetaTrader oder eine Prop-Firma handeln.

Drittens die Abrechnung. Die Preise stehen in US-Dollar, bezahlt wird per Kreditkarte, und je nach Karte kommt eine Fremdwährungsgebühr obendrauf. Eine deutsche Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer stellt der Anbieter nicht aus, was für Trader mit Gewerbe relevant sein kann.

Vergleich mit anderen Trading-Journalen und Alternativen

Der Markt für Trading-Journale ist vielfältig und bietet eine große Auswahl an Optionen, die jeweils ihre eigenen Stärken und Besonderheiten haben. Es kann eine Herausforderung sein, das Journal zu finden, das perfekt zu den individuellen Bedürfnissen eines Traders passt.Hier stellen wir einige der wichtigsten Journale vor und zeigen, wie sie sich voneinander unterscheiden.

Alternativen zu TraderSync: Logos von Edgewonk, TraderVue, Trademetria, TradeZella und TradesViz
Alternative Trading Journals
  • Edgewonk konzentriert sich auf die emotionalen und psychologischen Aspekte des Tradings und hebt sich so von seiner Konkurrenz ab. Es bietet automatische Importfunktionen für Trades sowie spezifische Berichte&Analysen zur Verbesserung der Handelsdisziplin und zur Identifizierung von Muster, die die Handelsperformance verbessern.
  • TraderVue fördert die Interaktion innerhalb seiner Community. Nutzer können Trades öffentlich teilen und Feedback erhalten. Diese Plattform ist besonders nützlich für Trader, die von den Erfahrungen und Einsichten anderer lernen und ihre eigenen Handelsansätze reflektieren möchten.
  • Trademetria zeichnet sich durch umfassende Analysewerkzeuge und Unterstützung für eine Vielzahl von Märkten aus. Mit mehr als 30 Handelsmetriken und einem anpassungsfähigen Dashboard können Trader ihre Performance tiefgehend analysieren und ihre Strategie datenbasiert optimieren.
  • TradeZella bietet automatisiertes Journaling und In-Depth Trading Analytics. Außerdem gibt es einzigartige Funktionen wie Replay Trades, die es Tradern ermöglichen, aus vergangenen Trades zu lernen.
  • TradesViz präsentiert sich mit über 600 Statistiken und einem eingebauten Trading Simulator als eine der umfassendsten Lösungen für das Trading-Journaling. Die Plattform unterstützt automatische Tradesynchronisation und bietet AI-gestützte Analysen zur Unterstützung von Entscheidungsfindung und Strategieentwicklung.

Während jedes dieser Journale einzigartige Funktionen und Vorteile bietet, zeichnet sich TraderSync durch seine umfassende Broker-Kompatibilität, Markt-Replay-Funktionalität und mobile Verfügbarkeit aus. Das Journal ist eine umfassende Lösung für Trader, die ihre Handelsstrategien gründlich analysieren und sich auf dieser Grundlage kontinuierlich verbessern möchten.

Ein Satz aus der alten Fassung dieses Artikels stimmt so nicht mehr. Dort hieß es, das Market Replay sei einzigartig. Zwei Absätze weiter wurde bei TradeZella aber „Replay Trades“ als Funktion genannt. Richtig ist: TraderSync hatte den Simulator früh und liefert ihn in jedem Plan mit. Alleinstellung ist das nicht mehr, ein Preisvorteil gegenüber separat berechneten Simulatoren schon.

Die Auswahl hängt weniger am Funktionsumfang als am eigenen Setup. Für die Handelspsychologie ist Edgewonk das spezialisiertere Werkzeug, für den Austausch mit anderen Tradern TraderVue. TradesViz wirbt mit der größeren Kennzahlenmenge und stellt sich auf einer eigenen Seite direkt gegen TraderSync. TradeZella ist der bekanntere Name, wird in Deutschland rund siebenmal so oft gesucht wie TraderSync und deckt Journaling und Analyse ebenfalls ab.

Und es geht auch ohne Abo. Wer nur eine Auswertung seiner Kontohistorie braucht, kommt mit Myfxbook weit, verzichtet dafür aber auf Notizen, Screenshots und die Auswertung nach Setups. Wie ein Journal aufgebaut sein sollte, unabhängig von der Software, steht in unserem Überblick zum Trading-Journal.

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Vor- und Nachteile von TraderSync

Das spricht für TraderSync

  • Market Replay in jedem Plan: Der Marktsimulator ist im Abo enthalten, während spezialisierte Anbieter ihn separat berechnen. Schon der Einstiegsplan bekommt ihn, wenn auch nur in Minutenauflösung.
  • Auswertungstiefe: Kennzahlen nach Setup, Fehler, Markt, Wochentag und Positionsgröße, dazu Filter und Drilldowns bis auf die einzelne Ausführung.
  • Cypher als Abkürzung: Der KI-Assistent stellt Auswertungen auf Zuruf zusammen, ohne dass du dich durch Filtermenüs klickst.
  • Starke Anbindung für Futures- und Forex-Trader: Interactive Brokers, MetaTrader 4 und 5, NinjaTrader und TradeStation synchronisieren automatisch.
  • Sieben Tage ohne Kreditkarte: Der Test verlangt keine Zahlungsdaten und ist bis auf den Export vollständig nutzbar.

Das spricht gegen TraderSync

  • Auto-Sync ist die Ausnahme: Nur 75 der 497 Integrationen synchronisieren automatisch. Bei allen anderen lädst du Dateien hoch.
  • Keine deutschen Broker: Trade Republic, Scalable Capital, comdirect, Consorsbank und LYNX fehlen vollständig in der Integrationsliste.
  • Schwache Apps: 1,7 von 5 im Play Store und 2,7 im App Store, dazu ein deutlich kleinerer Funktionsumfang als im Browser.
  • Keine Erstattung: Der Anbieter zahlt nach eigener Richtlinie nichts zurück, auch nicht anteilig bei einem Jahresabo.
  • Nur Englisch, nur Kreditkarte: Keine deutsche Oberfläche, kein deutschsprachiger Support, keine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer.
  • Preis im oberen Feld: Wer Level II und die feinste Simulator-Auflösung braucht, zahlt $79,95 im Monat. Das ist deutlich mehr als bei mehreren Wettbewerbern.

Nutzererfahrungen und Bewertungen

TraderSync Trustpilot-Bewertung aus der früheren Fassung dieses Artikels: 4,8 von 5 aus 161 Stimmen
Stand der vorigen Artikelfassung: 4,8 von 5 aus 161 Bewertungen. Heute sind es 4,4 von 5 aus 321 Bewertungen.

Auf Trustpilot steht TraderSync bei 4,4 von 5 Sternen aus 321 Bewertungen. Der Screenshot weiter oben stammt aus der vorigen Fassung dieses Artikels und zeigt den Stand von damals: 4,8 aus 161 Bewertungen. Die Zahl der Stimmen hat sich seither verdoppelt, der Schnitt ist gefallen. 89 Prozent vergeben fünf Sterne, 5 Prozent einen.

Zwei Hinweise auf dem Profil gehören dazu. Trustpilot vermerkt, das Unternehmen habe Kunden zuletzt nicht zur Bewertung eingeladen, die Stimmen seien deshalb „möglicherweise nicht repräsentativ“. Und ein zweiter Vermerk sagt, der Anbieter habe keine negativen Bewertungen beantwortet. Beides ist Trustpilots eigene Einordnung, keine Wertung von uns, aber sie relativiert einen Schnitt von 4,4.

Das Gesamtbild kippt, sobald man die App-Stores dazunimmt. Dort steht dieselbe Software bei 1,7 und 2,7 von 5. Der Widerspruch löst sich beim Lesen der Rezensionen auf: Gelobt werden Auswertung und Support der Weboberfläche, kritisiert werden Importprobleme und die Bedienung der App. Wer TraderSync am Rechner nutzt, trifft eher auf die Trustpilot-Erfahrung.

Eine Beobachtung am Rand, die zur Einordnung gehört. Die Seite „What’s New“ des Anbieters listet Produktneuerungen taggenau auf. Der jüngste Eintrag stammt vom 9. Juli 2025. Die Software wird nachweislich weiterentwickelt, die Android-App wurde am 1. September 2026 aktualisiert. Der öffentliche Changelog aber seit über einem Jahr nicht mehr gepflegt.

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Fazit: Für wen sich TraderSync lohnt

TraderSync gehört weiterhin zu den stärksten Trading-Journalen am Markt, aber die Empfehlung hängt an einer einzigen Frage: Wo handelst du? Wer über Interactive Brokers, MetaTrader, NinjaTrader oder TradeStation arbeitet, bekommt einen automatischen Import und damit ein Journal, das sich von selbst füllt. Wer bei einem deutschen Neobroker ist, trägt jeden Trade von Hand ein, und genau daran scheitern die meisten Journale nach wenigen Wochen.

Die zweite Frage ist die nach dem Simulator. Das Market Replay ist das Merkmal, das TraderSync von der Konkurrenz abhebt, und es steckt inzwischen in jedem Plan. Damit fällt das Hauptargument für den Elite-Plan weg, das in der alten Fassung dieses Artikels noch stand. Elite lohnt sich jetzt für Scalper, die Level II und 250-Millisekunden-Auflösung brauchen. Für alle anderen reicht Pro oder Premium.

TraderSync – 7 Tage kostenlos testenZur Anmeldung genügen E-Mail und Passwort, eine Kreditkarte wird nicht verlangt.

Was gegen einen schnellen Abschluss spricht, ist die Erstattungsregel. Ohne Rückzahlung und ohne anteilige Erstattung ist ein Jahresabo eine Wette auf zwölf Monate Nutzung. Die sieben Testtage ohne Kreditkarte sind deshalb keine Formalie, sondern der eigentliche Entscheidungspunkt: In dieser Woche lässt sich prüfen, ob der eigene Broker sauber importiert. Antwortet die Integration nicht wie erwartet, ist die Frage nach den KI-Funktionen ohnehin gegenstandslos.

Häufige Fragen zu TraderSync

Was ist TraderSync und wie hilft es beim Trading?

TraderSync ist ein englischsprachiges Trading-Journal. Es liest abgeschlossene Trades aus dem Depot ein und wertet sie nach Setup, Markt, Uhrzeit, Haltedauer und Fehlerursache aus. Dazu kommen ein Marktsimulator, der vergangene Sitzungen Kerze für Kerze nachspielt, und seit 2025 der KI-Assistent Cypher. Der Nutzen entsteht nicht durch das Erfassen, sondern durch die Auswertung: Sie zeigt, welches Setup Geld verdient und welcher wiederkehrende Fehler am teuersten ist.

Was kostet TraderSync im Monat?

Bei monatlicher Zahlung kostet der Pro-Plan $29,95, Premium $49,95 und Elite $79,95. Bei Jahreszahlung sind es $269,52, $449,52 oder $719,52, also 25 Prozent weniger (Stand 6. Oktober 2026). Abgerechnet wird in US-Dollar und ausschließlich per Kreditkarte.

Welche Broker synchronisiert TraderSync automatisch?

Die Integrationsliste des Anbieters führt 497 Einträge, aber nur 75 davon tragen ein Häkchen in der Spalte Autosync. Automatisch angebunden sind unter anderem Interactive Brokers, MetaTrader 4 und 5, NinjaTrader und TradeStation. Bei allen übrigen Anbindungen exportierst du eine Datei aus deinem Depot und lädst sie im Journal hoch.

Kann ich TraderSync mit einem deutschen Broker nutzen?

Nur eingeschränkt. Trade Republic, Scalable Capital, comdirect, Consorsbank, Smartbroker, justTRADE und LYNX kommen in der Integrationsliste überhaupt nicht vor. CapTrader und DeGiro sind gelistet, aber ohne automatischen Abgleich. Praktisch nutzbar ist TraderSync in der DACH-Region vor allem für Trader über Interactive Brokers, MetaTrader oder eine Prop-Firma.

Taugt die mobile App als Ersatz für die Weboberfläche?

Nein. Die App deckt Trade-Erfassung, Notizen und Berichte ab, nicht aber Market Replay oder den Strategy Checker; in der Vergleichstabelle des Anbieters steht sie nur im Bereich Analytics. Auch die Bewertungen sprechen dagegen: 1,7 von 5 Sternen aus 227 Rezensionen im Google Play Store und 2,7 von 5 aus 84 Bewertungen im App Store. Als Ergänzung unterwegs ist sie brauchbar, als Hauptzugang nicht.

Wie kündige ich TraderSync, und bekomme ich Geld zurück?

Gekündigt wird im eigenen Konto unter Account Plan über die Schaltfläche Cancel Subscription. Eine Erstattung gibt es nicht: Der Anbieter hält in seiner Billing-Richtlinie fest, dass alle Zahlungen nicht rückerstattbar sind und auch keine anteiligen Rückzahlungen erfolgen. Wer ein Jahresabo nach zwei Monaten beendet, verliert die restlichen zehn.

Ist TraderSync für Anfänger geeignet?

Ja, mit zwei Einschränkungen. Der Anbieter stellt Video-Tutorials und ein Help Center bereit, und die Erfassung selbst ist schnell gelernt. Die englischen Fachbegriffe muss man allerdings mitbringen oder nachschlagen. Und eine Auswertung wird erst ab etwa hundert dokumentierten Trades aussagekräftig. Davor liefert auch der KI-Assistent nur Zufallsbeobachtungen.

Über den Autor: Bjarne Claussen

Bjarne Claussen ist seit 2018 im Trading aktiv und schreibt als Autor für Kagels Trading zu den Schwerpunkten Prop Trading, KI- und Algo-Trading, Kryptowährungen, Makroökonomie und Fundamentalanalyse.

Als Algo-Trader handelt er selbst primär Rohöl und den S&P 500. Seine Backtesting-Pipelines baut er in Python, wodurch er den Unterschied zwischen einer belastbaren Strategie und einer gut aussehenden Kurve aus eigener Arbeit kennt. Diese Perspektive prägt seine Bewertungen von Trading-Software.

Für diese Überarbeitung hat er jede Angabe gegen eine Primärquelle gehalten: die Preisseite in beiden Abrechnungsvarianten, die Integrationsliste mit 497 Einträgen, die Billing-Richtlinie und die Produktseite zum KI-Assistenten. Die Bewertungslage stammt aus dem Trustpilot-Profil sowie aus App Store und Google Play, alle Werte vom 2. September 2026. Die Preistabelle und die Broker-Liste wurden am selben Tag per Screenshot gesichert.

Dieser Artikel wurde von Karsten Kagels final geprüft.

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