Ist Finanzmarktwelt.de seriös — und lohnt sich die Seite für Trader und Anleger? In diesem Artikel nehmen wir das Börsenportal von Markus Fugmann genauer unter die Lupe: die täglichen Artikel, die Video-Formate Videoausblick und Marktgeflüster, das Premium-Produkt Fugmanns Trading Woche und die Frage, wer eigentlich hinter dem Portal steckt.
Als aktiver Trader mit über 40 Jahren Erfahrung an den Forex-, Aktienindex-, Rohstoff- und Zinsmärkten ordne ich ein, was Finanzmarktwelt wirklich kann — und wo die Grenzen liegen. Dabei nutze ich einen Bewertungsansatz, den kein anderer Test bietet: Daniel Kahnemans Konzept von System 1 (schnelles, intuitives Denken) und System 2 (langsames, reflektiertes Denken). Denn die entscheidende Frage für jeden Anleger ist nicht nur, ob ein Portal seriös ist — sondern wie dessen Inhalte die eigene Entscheidungsfindung beeinflussen.
Finanzmarktwelt vorgestellt in
30 Sekunden
- Finanzmarktwelt.de ist ein deutsches Börsenportal, das 2014 von Markus Fugmann, Claudio Kummerfeld und Stefan Kasper-Behrs gegründet wurde. Die Website berichtet täglich über aktuelle Ereignisse auf den globalen Finanzmärkten und bietet Analysen und Meinungen zu Aktien, Rohstoffen, Devisen und Kryptowährungen.
- Markus Fugmann ist Gründer, Geschäftsführer und Chefredakteur. Er versteht sich als „Chronist der Zeit” und bringt die Wechselwirkungen zwischen Finanzmärkten, Politik und Wirtschaft in den beiden täglichen Formaten „Videoausblick” und „Marktgeflüster” auf den Punkt.
- Fugmanns Trading Woche ist seit 2024 das Premium-Produkt der Seite: ein kostenpflichtiger Börsenbrief mit wöchentlichen Trading-Setups und Video-Analysen von Markus Fugmann, Michael Borgmann und Stefan Jäger.
- Weitere Redakteure sind Claudio Kummerfeld, Stefan Kasper-Behrs, Hannes Zipfel und Stefan Jäger. Gastautoren wie Marc Friedrich ergänzen das Portfolio.
- Stärke: Die Video-Formate (Videoausblick, Marktgeflüster, Chartanalyse von Rüdiger Born) werden als Hidden Champion der Seite bewertet.
- Schwäche: Hohe Werbelast und teils oberflächliche Kurzartikel.
Ist Finanzmarktwelt seriös? Unsere Einschätzung
Wer „Finanzmarktwelt” oder „Markus Fugmann” in eine Suchmaschine eingibt, stellt häufig eine zentrale Frage: Ist das Portal seriös? Die kurze Antwort: Ja. Finanzmarktwelt.de ist ein seriöses, werbefinanziertes Börsenportal mit erfahrenen Redakteuren und einer nachweisbaren Marktpräsenz seit 2014.
Wichtig ist die Abgrenzung: Finanzmarktwelt.de hat nichts mit der betrügerischen Plattform „finanzwelt.pro” zu tun, die auf Trustpilot zahlreiche Negativbewertungen wegen nicht ausgezahlter Gelder erhalten hat. Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Anbieter.
Die Seriosität von Finanzmarktwelt stützt sich auf mehrere Faktoren. Erstens haben alle Redakteure nachprüfbare berufliche Hintergründe im Finanzsektor — vom Bankwesen über Brokerage bis zum Vollzeit-Trading. Zweitens besteht das Portal seit über einem Jahrzehnt und hat sich eine aktive Leserschaft mit regelmäßigen Kommentaren aufgebaut. Drittens tritt Markus Fugmann auch außerhalb der eigenen Seite als Vortragsredner und Autor auf, unter anderem auf Investing.com und bei verschiedenen Finanzkonferenzen.
Was Finanzmarktwelt allerdings nicht ist: ein unabhängiges Analyseinstitut. Das Portal finanziert sich über Werbung und Affiliate-Partnerschaften, was sich in der mitunter aufdringlichen Werbeeinblendung zeigt. Der Brokervergleich auf der Seite umfasst nur wenige Anbieter (capital.com, pepperstone, trade.com, markets.com) und wirkt eher wie eine Kooperation als ein neutraler Vergleich. Darüber hinaus ist die „Fugmanns Trading Woche” ein kostenpflichtiges Produkt, das auf der Seite beworben wird. All das ist legitim, sollte aber als Leser eingeordnet werden können.
Als aktiver Trader mit über 40 Jahren Erfahrung an den Märkten ist mein Fazit: Finanzmarktwelt ist seriös als Informationsquelle, man sollte aber wie bei jedem Finanzportal die Inhalte als einen Baustein der eigenen Analyse betrachten — nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage.
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Wer sind die Macher von Finanzmarktwelt?
Was steckt hinter Finanzmarktwelt? Wer sind die Macher?
Finanzmarktwelt.de ist ein deutsches Börsenportal, das 2014 von Markus Fugmann, Claudio Kummerfeld und Stefan Kasper-Behrs gegründet wurde und tägliche Finanznachrichten, Videoanalysen und Marktkommentare zu Aktien, Rohstoffen, Devisen und Kryptowährungen liefert.
Das Portal ist breit aufgestellt und deckt nahezu alle Anlageklassen ab — täglich kommen mehrere neue Artikel und Videos hinzu. Die Ursprünge gehen auf die actior AG in Hamburg zurück, bei der Fugmann zuvor als Chefanalyst tätig war. Betrieben wird die Seite heute von der Know How Pool GmbH. Die Pressemitteilung der actior AG vom Dezember 2013 beschreibt den ursprünglichen Anspruch des Portals: Nicht nur Informationen liefern, sondern aus der Fülle von Nachrichten das Wesentliche herausfiltern.
Rüdiger Born informiert auf der Seite Finanzmarktwelt auch per Video über verschiedene Börsenthemen mit seiner Chartanalyse. Hier gehen wir bei den Video-News nochmals genauer darauf ein.
Seit Beginn des digitalen Zeitalters gibt es bereits verschiedene Börsenportale im Internet und die Zahl der Anbieter wächst stetig. Manche setzen dabei Schwerpunkte, andere glänzen durch allumfassende Informationen. Da die Zahl der Aktionäre auch in Deutschland steigt, erfreuen sich immer mehr Finanzportale wachsender Beliebtheit. Eines davon ist Finanzmarktwelt.de, welches wir hier genauer unter die Lupe nehmen.
Markus Fugmann
Markus Fugmann ist Gründer, Geschäftsführer und Chefredakteur von Finanzmarktwelt.de. Er studierte Geschichte und Kulturwissenschaften an der Universität Bremen, war Chefanalyst bei der actior AG und publiziert seit 2014 börsentäglich Videoformate zu Finanzmärkten, Wirtschaft und Politik.
Fugmann publizierte unter anderem für Microsoft Encarta und das Bertelsmann Lexikon über Themen des Nationalsozialismus und veröffentlichte die Publikation „Moderner Antisemitismus” (Verlag Moritz Diesterweg). Gemeinsam mit Professor Imanuel Geiss veranstaltete er eine dreisemestrige Vorlesungsreihe über jüdische Geschichte.
Dieser Hintergrund ist ungewöhnlich für einen Börsenprofi, aber gerade die historische Kompetenz prägt Fugmanns Blick auf die Finanzmärkte. Er sieht die Märkte nicht isoliert, sondern als Spiegel gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen. Seine These: Die Finanzmärkte sind die Erstbewerter von Information innerhalb der Informationsgesellschaften.
Kern seiner täglichen Tätigkeit sind börsentäglich zwei Videos: der „Videoausblick” am Morgen und das „Marktgeflüster” am Abend. Darin verbindet er historische Analyse und gesellschaftspolitische Expertise mit dem Blick auf die Finanzmärkte — immer mit dem Fokus auf die Frage: „Warum geht uns das etwas an?”
Claudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld hat eine Ausbildung im Bankenwesen absolviert und war bei Finanzdienstleistern in den Bereichen Brokerage, Daytrading und Administration tätig. Seit 2014 ist er Co-Betreiber und Autor bei Finanzmarktwelt.de und kümmert sich auch um die Suchmaschinenoptimierung der Seite. Themenschwerpunkte seiner Artikel sind Öl, Gold und Quartalszahlen wichtiger Unternehmen.
Stefan Kasper-Behrs
Stefan Kasper-Behrs kommt ebenfalls aus der Finanzbranche. Neben einem eigenen Onlinebroker und einem Softwareunternehmen ist er als Prokurist für einen Finanzdienstleister tätig. Seine mehr als 20-jährige Erfahrung in der Finanzwelt bringt er vor allem durch investigative Artikel ein, die hinter die Kulissen von Finanzkonstruktionen blicken.
Hannes Zipfel
Hannes Zipfel war bereits viele Jahre in verschiedenen Bereichen der Finanzbranche tätig und bringt sein Know-how bei der Finanzmarktwelt ein. Seine Spezialgebiete sind vor allem Edelmetalle, was das thematische Portfolio des Portals gut ergänzt.
Stefan Jäger
Stefan Jäger studierte Betriebswirtschaft und Internationales Management. Als Vollzeittrader analysiert er täglich die bedeutenden Indizes und Einzelaktien anhand von Fundamentaldaten und technischer Analyse. Er erstellt unter anderem den täglichen DAX-Ausblick „DAX daily” und ist neben seiner Redakteurstätigkeit einer der Analysten bei Fugmanns Trading Woche.
Weitere Gastautoren
Neben den festen Redakteuren gibt es mit Marc Friedrich und Matthias Weik zwei weitere bekannte Gastautoren, die in einer Kolumne finanzpolitische Ereignisse kommentieren.
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System 1 vs. System 2: Wie Finanzmarktwelt die zwei Denkmodi von Anlegern bedient
Der Nobelpreisträger Daniel Kahneman unterschied in seinem Standardwerk „Schnelles Denken, langsames Denken” zwei Denksysteme: System 1 arbeitet schnell, intuitiv und emotional. System 2 arbeitet langsam, reflektiert und logisch. Kahneman zeigte, dass Menschen rund 95% ihrer Entscheidungen mit dem schnellen System 1 treffen — und nur etwa 5% bewusst mit System 2 durchdenken.
An der Börse wird diese Unterscheidung besonders relevant. Trader treffen unter Zeitdruck oft intuitive Entscheidungen (System 1), die zu typischen Denkfehlern führen: Selbstüberschätzung bei der eigenen Prognosegenauigkeit, Verankerung an willkürlichen Kursmarken, Verlustaversion, die dazu verleitet, Verlustpositionen zu lange zu halten, und die Illusion, man hätte eine Marktbewegung im Nachhinein „vorhergesehen” (Rückschaufehler).

Finanzmarktwelt bedient — bewusst oder unbewusst — beide Denksysteme seiner Leser:
Die Artikel: System-1-Futter für die schnelle Einordnung
Die täglichen Kurzartikel auf Finanzmarktwelt sprechen das System 1 der Leser an. Sie liefern schnelle Einordnungen, Schlagzeilen und Marktreaktionen. Mehrere Artikel pro Tag erscheinen chronologisch und sind oft eher nachrichtengetrieben als tiefgehend analytisch. Für Trader, die eine schnelle Orientierung im Informationsrauschen brauchen, ist das nützlich.
Das Risiko dabei: Wer nur diese schnellen Artikel konsumiert, bleibt auf der Ebene der Schlagzeilen und trifft möglicherweise impulsive Handelsentscheidungen. Genau das ist das Problem, das Kahneman beschreibt: System 1 neigt dazu, schwierige Fragen durch einfachere zu ersetzen. Statt „Ist diese Aktie fundamental unterbewertet?” wird unbewusst die Frage „Stimmt der aktuelle Nachrichtentrend?” beantwortet.
Die Video-Formate: System-2-Aktivierung durch Analyse
Die Videoformate auf Finanzmarktwelt — der Videoausblick am Morgen, das Marktgeflüster am Abend und die Chartanalyse von Rüdiger Born — aktivieren dagegen das System 2 der Zuschauer. Hier werden Zusammenhänge erklärt, verschiedene Szenarien durchgespielt, Wechselwirkungen zwischen Geopolitik und Märkten aufgezeigt und Positionen begründet statt nur behauptet.
Gerade Markus Fugmanns Videoformat zeichnet sich dadurch aus, dass er historische Parallelen zieht und makroökonomische Entwicklungen in den Kontext der Finanzmärkte stellt — ein Ansatz, der System 2 bewusst einschaltet und dem Zuschauer ermöglicht, eigene reflektierte Schlüsse zu ziehen.
Was das für Anleger und Trader bedeutet
Aus meiner Erfahrung als aktiver Trader empfehle ich, die Kurzartikel als Radar zu nutzen — um schnell zu sehen, was sich an den Märkten bewegt. Aber Handelsentscheidungen sollte man nie allein auf Basis schneller Schlagzeilen treffen. Die Video-Analysen eignen sich deutlich besser als Grundlage, weil sie das bewusste, langsame Denken aktivieren. Wer zusätzlich ein eigenes Trading-Journal führt und Setups vorab festlegt, schafft eine strukturierte Entscheidungsgrundlage, die die typischen System-1-Fehler minimiert.
Systematische Trading-Modelle, wie sie in Fugmanns Trading Woche mit klaren Setups, Einstiegen und Stop-Loss-Levels angeboten werden, sind im Grunde die praktische Umsetzung des Kahneman-Prinzips: Die Strategie wird bewusst mit System 2 entwickelt und getestet — die Ausführung erfolgt dann regelbasiert, ohne dass System 1 mit seinen emotionalen Impulsen dazwischenfunkt.
Wikipedia-Eintrag „Schnelles Denken, langsames Denken”
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Fugmanns Trading Woche – Erfahrungen und Bewertung
Fugmanns Trading Woche ist ein kostenpflichtiger Börsenbrief von Finanzmarktwelt mit wöchentlichen Trading-Setups und Videoanalysen von Markus Fugmann, Michael Borgmann, der auch auf stock3 tätig ist, und Stefan Jäger. Das Premium-Produkt gibt es seit Herbst 2024 und richtet sich an aktive Trader, die über reine Nachrichtenkommentierung hinaus konkrete Handelsideen suchen.
Das Konzept
Die drei Analysten liefern wöchentlich in einem ausführlichen Video konkrete Handelsvorschläge mit Einstieg, Ziel und Stop-Loss. Die Setups decken verschiedene Assetklassen ab: Aktien-Indizes, Einzelaktien, Rohstoffe (Gold, Silber, Öl), Devisen und teilweise Kryptowährungen.
Bisherige Bilanz
Nach eigenen Angaben von Finanzmarktwelt hat Fugmanns Trading Woche in den ersten zehn Monaten über 100 profitable Trades verzeichnet, wobei Stefan Jäger eine Trefferquote von 79% bei 56 analysierten Trades erreicht haben soll. Hervorgehoben werden einzelne Trades wie ein Palladium-Setup mit über 20% Rendite.
Meine Einschätzung
Diese Zahlen klingen beeindruckend, sind aber mit Vorsicht zu genießen. Erstens ist unklar, ob die Bilanz alle Trades umfasst oder nur ausgewählte Setups. Zweitens sagt eine Trefferquote allein wenig aus — entscheidend ist das Verhältnis von durchschnittlichem Gewinn zu durchschnittlichem Verlust (CRV). Drittens gibt es noch keine unabhängige Überprüfung der Performance.
Grundsätzlich ist die Stärke des Formats, dass es über reine Nachrichtenkommentierung hinausgeht und konkrete Handlungsvorschläge liefert. Die Kombination aus makroökonomischer Einordnung (Fugmann) und technischer Chartanalyse (Borgmann, Jäger) ergibt einen vernünftigen Ansatz.
Für Trader, die Finanzmarktwelt ohnehin regelmäßig nutzen und eine strukturiertere Grundlage für ihre Trades suchen, kann das Produkt einen Mehrwert bieten. Anfänger sollten allerdings beachten, dass auch die besten Trading-Setups keine Garantie für Gewinne darstellen und ein eigenes Risikomanagement unverzichtbar bleibt.
Die Schwerpunkte von Finanzmarktwelt.de
Wer die Seite von Finanzmarktwelt besucht, sieht sofort, dass hier verschiedene Themen und Kategorien zu finden sind. Deshalb wollen wir jede Kategorie kurz vorstellen.
Artikel bei Finanzmarktwelt
Die Artikel auf Finanzmarktwelt bilden das Kernstück des Börsenportals. Täglich erscheinen mehrere neue Beiträge, die sich den unterschiedlichsten Themen rund um alle Assetklassen widmen. Die Artikel sind chronologisch nach ihrem Erscheinungsdatum geordnet, was die Suche nach passenden Inhalten etwas erschwert. Über das Archiv kann man aber alle Beiträge nach Monaten sortiert finden, ebenso gibt es eine Suchfunktion.
Mein Eindruck: Viele Artikel sind eher kurz und nachrichtengetrieben als tiefgehend analytisch. Für einen schnellen Marktüberblick ist das nützlich, für fundierte Handelsentscheidungen reicht es oft nicht aus.
Themen von A bis Z
Eine sinnvolle Ergänzung ist die Aufteilung in der Kategorie „Themen”. Hier gibt es für das gesamte Alphabet Stichpunkte und Kategorien von A wie Aktien über K wie Kryptowährungen bis Z wie Zentralbanken. Wählt man eine Kategorie aus, erhält man alle verknüpften Artikel angezeigt.
Die Kategorie Video News halte ich für den Hidden Champion der Seite. Hier gibt es Videonachrichten von Rüdiger Born, den Videoausblick von Markus Fugmann und das Marktgeflüster. Das Positive an den Videos ist die professionelle Aufbereitung aktueller Themen und die eigenen Einschätzungen von erfahrenen Marktbeobachtern.
Ob man den Analysen dabei folgen oder komplett vertrauen will, muss natürlich jeder selbst entscheiden. Aber der Blick in die Videos lohnt sich, weil hier Zusammenhänge erklärt werden, die in den Kurzartikeln zu kurz kommen.
Der Youtube Kanal von Finanzmarktwelt.de
Leserkommentare
Konsequent werden die Leserkommentare veröffentlicht, von denen es teils im Minutentakt neue gibt. Das zeigt die aktive Community des Portals. Für die eigene Handelsentscheidung sind die Kommentare allerdings kaum relevant — sie spiegeln Meinungen einzelner Leser wider, nicht fundierte Analysen.
Märkte
Unter der Rubrik Märkte kann man nach Assets filtern: Indizes, Aktien, Rohstoffe, Kryptos und mehr. Sinnvoll, wenn man sich nur für einzelne Bereiche interessiert und sich in der Artikelflut zurechtfinden will.
Brokervergleich
Wie viele Börsenportale stellt auch Finanzmarktwelt verschiedene Broker vor. Die Auswahl ist überschaubar und umfasst nur eine Handvoll Anbieter — der Brokervergleich stellt nicht den Schwerpunkt der Redaktionsarbeit dar und wirkt eher wie eine Kooperationsauswahl als ein umfassender, unabhängiger Vergleich.
Börsenkalender
Ein nützliches Tool ist der Börsenkalender, welcher die wichtigsten Wirtschaftsdaten aufführt. Hier kann man schnell sehen, welche wichtigen Marktdaten oder Termine anstehen, und seine Handelsstrategie mit diesen Informationen abgleichen. Hier kann man schnell sehen, welche wichtigen Marktdaten oder Termine anstehen, und seine Handelsstrategie mit diesen Informationen abgleichen. Einen ähnlichen Wirtschaftskalender bieten wir übrigens auch auf unserer Seite an.”
Der größte Minuspunkt: Werbung und Unübersichtlichkeit
Der größte Kritikpunkt an Finanzmarktwelt ist die Werbelast. Die Seite ist — vermutlich zwecks Finanzierung — teils zu sehr mit Werbung überladen und dadurch unübersichtlich. Teils ist die Werbung nicht einmal thematisch passend: Sportwetten, Fitnesstrampoline oder Clickbaiting gehören nicht auf ein Finanzportal.
Beim mehrfachen Durchklicken wurden manche Seiten erst geladen, wenn man eine Werbeschaltfläche weggeklickt hat. Das wirkt unprofessionell und macht manch guten Eindruck des Portals zunichte. Hier wäre weniger deutlich mehr — eine gezieltere Werbeplatzierung würde dem Portal gut tun und die Nutzererfahrung erheblich verbessern.
Erfahrungen mit Finanzmarktwelt und Fazit
Die Leserkommentare auf den Seiten des Portals zeichnen ein positives Bild. Sucht man nach externen Erfahrungsberichten, gibt es allerdings kaum unabhängige Bewertungen — was zeigt, dass das Portal trotz seiner langjährigen Marktpräsenz in der öffentlichen Wahrnehmung noch hinter der Konkurrenz liegt.
Mein persönlicher Eindruck als Trader mit über 40 Jahren Markterfahrung: Die Video-News sind der klare Vorzug der Seite. Hier werden Themen fundiert aufbereitet, Zusammenhänge hergestellt und Szenarien durchgespielt. Die Kurzartikel sind dagegen oft zu oberflächlich und kurzlebig. Fugmanns Trading Woche ergänzt das Portfolio um einen strukturierten Ansatz mit konkreten Handelsideen — was für aktive Trader einen Mehrwert darstellen kann.
Wer Finanzmarktwelt nutzt, sollte bewusst entscheiden, welche Inhalte er konsumiert. Die schnellen Artikel helfen bei der Orientierung. Die Videos helfen beim Verstehen. Und wer handeln will, braucht darüber hinaus eine eigene Strategie, die nicht von Schlagzeilen getrieben wird — sondern von bewussten, reflektierten Entscheidungen. Genau das ist die Lektion, die Kahneman uns Tradern mit auf den Weg gibt.
FAQ über Finanzmarktwelt.de
Ist Finanzmarktwelt seriös?
Ja. Finanzmarktwelt.de ist ein seriöses deutsches Börsenportal, das seit 2014 von erfahrenen Finanzjournalisten und Branchenkennern betrieben wird. Die Redakteure haben nachprüfbare Hintergründe im Bankwesen, Brokerage und Finanzjournalismus. Das Portal finanziert sich über Werbung und Affiliate-Partnerschaften — das ist bei Finanzportalen üblich und kein Indiz für mangelnde Seriosität. Nicht zu verwechseln ist Finanzmarktwelt.de mit der betrügerischen Plattform finanzwelt.pro.
Wer steckt hinter Finanzmarktwelt?
Finanzmarktwelt.de wurde 2014 von Markus Fugmann (Chefredakteur und Geschäftsführer), Claudio Kummerfeld und Stefan Kasper-Behrs gegründet. Fugmann studierte Geschichte und Kulturwissenschaften und war zuvor Chefanalyst bei der actior AG in Hamburg. Das Redaktionsteam umfasst fünf feste Autoren (Fugmann, Kummerfeld, Kasper-Behrs, Hannes Zipfel und Stefan Jäger) sowie Gastautoren wie Marc Friedrich.
Ist Markus Fugmann ein seriöser Börsenexperte?
Markus Fugmann hat keinen klassischen Finanzabschluss, ist aber seit über einem Jahrzehnt als Finanzjournalist und Marktkommentator etabliert. Er produziert börsentäglich zwei Videoformate (Videoausblick und Marktgeflüster), tritt als Vortragsredner auf und publiziert auf Plattformen wie Investing.com. Seine Stärke liegt in der makroökonomischen und geopolitischen Einordnung von Marktbewegungen.
Was kostet Fugmanns Trading Woche?
Fugmanns Trading Woche ist ein kostenpflichtiger Börsenbrief mit wöchentlichen Videoanalysen und Trading-Setups. Die genauen Kosten und Konditionen findet man auf premium.finanzmarktwelt.de. Es gibt eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Die meisten Inhalte auf finanzmarktwelt.de — inklusive Artikel und der täglichen Videos — bleiben dagegen kostenlos.
Wie unterscheidet sich Finanzmarktwelt von anderen Börsenportalen?
Anders als reine Nachrichtenportale setzt Finanzmarktwelt stark auf tägliche Video-Formate: den Videoausblick, das Marktgeflüster und die Chartanalyse von Rüdiger Born. Diese Kombination aus schnellen Artikeln und tiefergehenden Videoanalysen bedient unterschiedliche Informationsbedürfnisse. Finanzmarktwelt ist damit weniger datengetrieben als etwa stock3, aber persönlicher in der Aufbereitung.
Welche Inhalte bietet Finanzmarktwelt?
Finanzmarktwelt bietet tägliche Artikel und Analysen zu Aktien, Indizes, Rohstoffen, Devisen und Kryptowährungen. Dazu kommen die Video-Formate (Videoausblick, Marktgeflüster, Chartanalyse), ein Börsenkalender, ein kleiner Brokervergleich und seit 2024 den kostenpflichtigen Börsenbrief „Fugmanns Trading Woche” mit konkreten Trading-Setups.
Gibt es eine Finanzmarktwelt-App?
Nein, zurzeit gibt es keine spezielle App. Die Webseite ist aber mobiloptimiert und kann auf Smartphones und Tablets genutzt werden. Die Videos können auch direkt über den YouTube-Kanal von Finanzmarktwelt abgerufen werden.
Was hat Daniel Kahneman mit Trading zu tun?
Daniel Kahnemans Theorie der zwei Denksysteme (System 1: schnell und intuitiv, System 2: langsam und reflektiert) ist für Trader hochrelevant. Die meisten typischen Trading-Fehler — Selbstüberschätzung, Verlustaversion, Herdenverhalten — entstehen durch unreflektiertes System-1-Denken. Systematische Trading-Ansätze und bewusste Analyseroutinen helfen, System 2 zu aktivieren und bessere Entscheidungen zu treffen.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er ist seit 1978 aktiver Trader an den internationalen Finanzmärkten mit Schwerpunkt auf Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten.
In den späten 1980er Jahren übersetzte er Robert Prechters Elliott-Wave-Standardwerke ins Deutsche und trug damit maßgeblich dazu bei, die Elliott-Wellen-Analyse im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen. Über 17 Jahre war er der Repräsentant von Joe Ross in Deutschland — einem der einflussreichsten amerikanischen Trading-Autoren, bekannt für praxisnahe Handelsstrategien wie den Ross-Haken und den Traders Trick Entry. Karsten übersetzte und veröffentlichte alle 14 Fachbücher von Ross auf Deutsch.
Den Finanzmarktwelt Erfahrungsbericht bewertet Karsten aus der Perspektive eines aktiven Traders mit über 40 Jahren Markterfahrung — mit Fokus auf die Frage, wie nützlich die Marktanalysen und Echtzeitberichte von Finanzmarktwelt für das eigene Trading sind.





