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US-Arbeitsmarktdaten (NFP): Termine, Bedeutung und Marktreaktionen erklärt

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2026

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Einmal im Monat blickt die gesamte Finanzwelt auf eine einzige Zahl aus Washington. Die US-Arbeitsmarktdaten, im Trader-Jargon Non-Farm Payrolls oder kurz NFP, bewegen EUR/USD, Gold und die US-Indizes regelmäßig stärker als jede andere Wirtschaftsmeldung. Wer die Veröffentlichung nicht auf dem Schirm hat, wundert sich um 14:30 Uhr über plötzliche Kurssprünge im Chart.

In diesem Beitrag findest du alle NFP-Termine 2026 mit deutscher Uhrzeit, eine verständliche Erklärung der wichtigsten Kennzahlen und einen ehrlichen Blick auf das, was viele Berichte weglassen: die Revisionen, die eine starke Zahl Wochen später in eine schwache verwandeln können. Dazu bekommst du den Praxisbezug für Trader: was am NFP-Freitag mit Spreads und Stop-Orders passiert. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

US-Arbeitsmarktdaten: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Termin: in der Regel am ersten Freitag im Monat um 14:30 Uhr deutscher Zeit. Der nächste Bericht erscheint am Freitag, 4. September 2026.
  • Inhalt: neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft, Arbeitslosenquote (Juli 2026: 4,1 Prozent) und durchschnittliche Stundenlöhne.
  • Wirkung: wichtigster Monatstermin für die Fed-Zinserwartungen. EUR/USD, Gold und Indizes reagieren binnen Sekunden.
  • Fallstrick: Die Zahlen werden zweimal revidiert. Mai und Juni 2026 wurden nachträglich um zusammen 103.000 Stellen nach unten korrigiert.

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Nächster Termin: Wann kommen die US-Arbeitsmarktdaten?

Der nächste Arbeitsmarktbericht erscheint am Freitag, 4. September 2026, um 14:30 Uhr deutscher Zeit (MESZ) und enthält die Zahlen für den Berichtsmonat August. Das Bureau of Labor Statistics veröffentlicht den Report immer um 8:30 Uhr Eastern Time, im offiziellen BLS-Kalender stehen alle Termine fest.

Die Faustregel „erster Freitag im Monat” stimmt meistens, aber nicht immer. Im Jahr 2026 gibt es gleich mehrere Ausnahmen: Der Januar-Bericht kam an einem Mittwoch (11. Februar), der Juni-Bericht wegen des Feiertags Independence Day an einem Donnerstag (2. Juli), und der April-Bericht erschien erst am zweiten Freitag (8. Mai). Verlass dich deshalb nie auf die Faustregel allein, sondern auf den Kalender.

BerichtsmonatVeröffentlichungUhrzeit (deutsch)
Juli 2026Fr, 07.08.202614:30 MESZ
August 2026Fr, 04.09.202614:30 MESZ
September 2026Fr, 02.10.202614:30 MESZ
Oktober 2026Fr, 06.11.202614:30 MEZ
November 2026Fr, 04.12.202614:30 MEZ

Quelle: Bureau of Labor Statistics, Stand 15. August 2026. Bereits erschienen 2026: 9. Januar (Fr), 11. Februar (Mi), 6. März (Fr), 3. April (Fr), 8. Mai (Fr), 5. Juni (Fr), 2. Juli (Do), 7. August (Fr).

Ein Wort zur Zeitumstellung: Die USA wechseln früher in die Sommerzeit als Europa (2026: 8. März gegen 29. März) und später zurück (1. November gegen 25. Oktober). In diesen Übergangswochen läge die Veröffentlichung um 13:30 Uhr deutscher Zeit. Im Jahr 2026 fällt allerdings kein einziger NFP-Termin in ein solches Fenster, alle zwölf Berichte erscheinen um 14:30 Uhr. Wer die Termine laufend im Blick behalten will, findet sie in unserem Wirtschaftskalender und im Forex-Factory-Kalender, der sich auf die deutsche Zeitzone umstellen lässt.

Was sind die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls)?

Die US-Arbeitsmarktdaten sind ein monatlicher Bericht des Bureau of Labor Statistics zur Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt und erscheinen in der Regel am ersten Freitag des Monats um 14:30 Uhr deutscher Zeit.

Offiziell heißt der Bericht „Employment Situation”. Herausgeber ist das Bureau of Labor Statistics (BLS), die Statistikbehörde des US-Arbeitsministeriums. Trader sprechen meist nur von den Non-Farm Payrolls, weil diese Kennzahl die Schlagzeile liefert: die Zahl der neu geschaffenen oder gestrichenen Stellen im abgelaufenen Monat. Einen Überblick, welche Meldungen für Trader sonst noch zählen, gibt unser Beitrag zu den Wirtschaftsnachrichten.

Die Non-Farm Payrolls messen die Zahl der Beschäftigten in den USA außerhalb der Landwirtschaft und decken rund 80 Prozent aller US-Arbeitsplätze ab.

Der Zusatz „Non-Farm” hat einen praktischen Grund: Die Landwirtschaft ist stark saisonabhängig und würde die Monatszahlen verzerren. Neben Farmarbeitern fehlen auch Selbstständige, private Haushaltshilfen und Militärangehörige in der Statistik. Für die Einordnung der Konjunktur reicht der Ausschnitt trotzdem, denn er erfasst den ganz überwiegenden Teil der abhängig Beschäftigten.

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Die Bestandteile des Arbeitsmarktberichts im Überblick

Der Bericht besteht aus zwei getrennten Umfragen, und genau das macht ihn gelegentlich widersprüchlich. Die Betriebsumfrage (Establishment Survey) fragt jeden Monat rund 119.000 Unternehmen und Behörden mit etwa 622.000 Arbeitsstätten ab und liefert die Payrolls, Arbeitszeiten und Löhne. Die Haushaltsumfrage (Household Survey) befragt rund 60.000 Haushalte und liefert Arbeitslosenquote und Erwerbsquote. Beide beziehen sich auf die Woche, in die der 12. des Monats fällt.

Diese vier Kennzahlen solltest du kennen:

  • Non-Farm Payrolls: die Veränderung der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft. Im Juli 2026 gingen 23.000 Stellen verloren, nach durchschnittlich +34.000 pro Monat in den zwölf Monaten davor.
  • Arbeitslosenquote: der Anteil der Arbeitslosen an der Erwerbsbevölkerung, im Juli 2026 bei 4,1 Prozent mit 6,9 Millionen Arbeitslosen.
  • Durchschnittliche Stundenlöhne: im Juli 2026 bei 37,62 Dollar, ein Plus von 3,2 Prozent zum Vorjahr. Für die Fed ein früher Hinweis auf Lohninflation.
  • Erwerbsquote: der Anteil der Bevölkerung ab 16 Jahren, der arbeitet oder aktiv Arbeit sucht, zuletzt 61,4 Prozent.

Die US-Arbeitslosenquote gibt den Anteil der Arbeitslosen an der zivilen Erwerbsbevölkerung an und lag im Juli 2026 bei 4,1 Prozent.

Wichtig für die Einordnung: Als arbeitslos zählt nur, wer in den vier Wochen vor der Befragung aktiv gesucht hat. Wer entmutigt aufgegeben hat, fällt aus der Quote heraus. Deshalb lesen Profis die Arbeitslosenquote nie allein, sondern zusammen mit der Erwerbsquote: Sinken beide gleichzeitig, verlassen Menschen den Arbeitsmarkt, und die niedrige Quote ist weniger wert, als sie aussieht. Alle Zahlen stehen in der aktuellen BLS-Pressemitteilung.

Die Erwerbsquote (Labor Force Participation Rate) misst den Anteil der US-Bevölkerung ab 16 Jahren, der arbeitet oder aktiv Arbeit sucht. Im Juli 2026 lag sie bei 61,4 Prozent.

Die durchschnittlichen Stundenlöhne (Average Hourly Earnings) messen die Lohnentwicklung im US-Privatsektor und gelten als früher Hinweis auf Lohninflation.

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Revisionen: der unterschätzte Fallstrick

Eine Revision ist die nachträgliche Korrektur bereits veröffentlichter Arbeitsmarktzahlen, sobald weitere Meldungen der Betriebe eingegangen sind.

Die erste NFP-Zahl ist immer eine Schätzung, denn bei Redaktionsschluss haben längst nicht alle Betriebe ihre Lohndaten gemeldet. Jeder Monatswert wird deshalb in den beiden Folgemonaten zweimal korrigiert, dazu kommt einmal im Jahr eine große Benchmark-Revision anhand der Sozialversicherungsdaten. Wie groß der Effekt sein kann, zeigte der Bericht vom 7. August 2026: Der Mai wurde von +129.000 auf +63.000 zurückgenommen, der Juni von +57.000 auf +20.000. Zusammen waren das 103.000 Stellen weniger, als die Märkte zuvor eingepreist hatten.

Wie politisch heikel diese Korrekturen sind, zeigte der Sommer 2025. Nach dem Juli-Bericht mit einer Abwärtsrevision von 258.000 Stellen für Mai und Juni entließ Präsident Trump die BLS-Chefin Erika McEntarfer, mit dem unbelegten Vorwurf manipulierter Zahlen. Ökonomen widersprachen parteiübergreifend: Revisionen entstehen durch nachgereichte Meldungen, nicht durch Eingriffe der Behördenleitung. Kurz darauf legte der Government Shutdown vom 1. Oktober bis 12. November 2025 die Statistik lahm: Der Oktober-Bericht fiel komplett aus, weil die Haushaltsbefragung nicht nachgeholt werden konnte, und der November-Bericht erschien erst am 16. Dezember. Für Trader heißt das: Auch der Terminkalender selbst ist nicht garantiert.

Für deine Einordnung am NFP-Freitag folgt daraus eine einfache Regel: Handle nie nur die Schlagzeile. Die Revisionen der Vormonate stehen im selben Bericht und drehen die Botschaft regelmäßig um. Eine positive Überraschung mit kräftigen Abwärtsrevisionen ist unterm Strich oft eine schwache Meldung.

Warum die NFP-Zahlen die Märkte bewegen

Der Arbeitsmarkt ist die eine Hälfte des doppelten Mandats der US-Notenbank: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Schwache Payrolls erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen, starke Zahlen sprechen dagegen. Deshalb preisen die Zinsmärkte unmittelbar nach der Veröffentlichung neue Erwartungen für den nächsten Fed-Zinsentscheid ein. Wie sich diese Erwartungen live ablesen lassen, zeigt das CME FedWatch Tool. Die EZB reagiert übrigens deutlich weniger auf einzelne Arbeitsmarktzahlen, wie unser Beitrag zum EZB-Zinsentscheid erklärt.

Die typischen Reaktionsmuster bei überraschend schwachen Zahlen: Der Dollar gibt nach, weil Zinssenkungen wahrscheinlicher werden, und der Euro-Dollar-Kurs steigt. Gold profitiert doppelt, über den schwächeren Dollar und über fallende Realzinserwartungen; die aktuelle Lage findest du in der Goldpreis-Prognose. Bei starken Zahlen läuft es spiegelbildlich.

Am wenigsten eindeutig reagieren die Aktienindizes. Schwache Zahlen können Kurse treiben, wenn die Börse vor allem auf Zinssenkungen hofft, das bekannte Muster „bad news are good news”. Kippt die Lesart aber in Rezessionsangst, fallen Indizes trotz sinkender Zinserwartungen. Welche der beiden Deutungen gewinnt, entscheidet sich oft erst in der ersten halben Stunde nach den Zahlen. Genau deshalb ist die erste Reaktion so unzuverlässig.

Die andere Hälfte dieses Mandats bedienen die US-Inflationsdaten (CPI), die Mitte des Monats folgen.

US-Arbeitsmarktdaten Reaktionskette: Wirkung der NFP-Zahlen auf Fed-Zinserwartung, Dollar, Gold und Indizes
NFP-Reaktionskette: Der Abgleich mit der Konsensschätzung entscheidet über die Richtung der ersten Marktreaktion. Schematische Darstellung.

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So gehen Trader mit dem NFP-Freitag um

Um 14:30 Uhr deutscher Zeit hat der US-Aktienmarkt noch nicht eröffnet, die Veröffentlichung fällt in den vorbörslichen Handel, den sogenannten Pre-Market. Die erste Reaktion läuft deshalb über Futures und den Devisenmarkt, der durchgehend handelbar ist. Einen Überblick über die Sessions gibt unser Guide zu den Forex-Handelszeiten.

In der Minute der Veröffentlichung passieren drei Dinge gleichzeitig, die viele Anfänger unterschätzen. Erstens ziehen die Market Maker ihre Kurse zurück, der Spread weitet sich für Sekunden massiv aus. Zweitens werden Stop- und Market-Orders zu deutlich schlechteren Kursen gefüllt, das Thema Slippage trifft dich hier härter als zu jeder anderen Tageszeit. Drittens springt der Kurs oft in beide Richtungen, bevor sich eine Tendenz durchsetzt: Ein Stop-Loss kann ausgelöst werden, obwohl die ursprüngliche Idee richtig war.

Daraus ergeben sich zwei ehrliche Alternativen. Die eine ist das gezielte News-Trading mit kleiner Positionsgröße, weiten Stops und dem Wissen, dass die Ausführung leidet. Die andere, für die meisten die bessere: Abstand halten. Keine neue Position unmittelbar vor den Zahlen, laufende Positionen absichern oder verkleinern und erst wieder handeln, wenn Spread und Ausschläge sich normalisiert haben. Beide Wege sind legitim, gefährlich ist nur, den Termin nicht zu kennen.

Ich handle seit 1978 diskretionär nach Price Action, und der NFP-Termin gehört für mich zur festen Handelsvorbereitung: Der Blick in den Wirtschaftskalender kommt vor dem ersten Trade des Tages. Am NFP-Freitag eröffne ich unmittelbar vor der Veröffentlichung keine neuen Positionen. Kein Setup ist so gut, dass es einen ausgeweiteten Spread und eine Zufallsbewegung von 50 Punkten rechtfertigt.

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ADP-Report und Jobless Claims: die Abgrenzung

Der ADP-Report ist eine private Beschäftigungsstatistik des Lohnabrechners ADP und erscheint in der Regel am Mittwoch vor den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten.

Der ADP National Employment Report wird oft als Vorbote der NFP gehandelt, weil er auf echten Lohnabrechnungsdaten von Privatunternehmen basiert und schon um 14:15 Uhr deutscher Zeit am Mittwoch davor erscheint. Als Prognose taugt er nur begrenzt: Die beiden Statistiken messen unterschiedliche Grundgesamtheiten, und einzelne Monate weichen deutlich voneinander ab. Trader nutzen ihn als Stimmungstest, nicht als verlässliche Vorhersage.

Initial Jobless Claims sind die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA und erscheinen jeden Donnerstag um 14:30 Uhr deutscher Zeit.

Die Erstanträge sind das schnellste Thermometer des US-Arbeitsmarkts, weil sie wöchentlich erscheinen und kaum revidiert werden. Herausgeber ist das US-Arbeitsministerium. Ihre Marktwirkung ist im Normalfall klein. Steigen sie aber über mehrere Wochen deutlich an, kündigt sich darin oft eine Abkühlung an, bevor die monatlichen Payrolls sie zeigen.

Fazit: Termin kennen, Schlagzeile misstrauen

Die US-Arbeitsmarktdaten sind der wichtigste wiederkehrende Termin im Kalender eines Traders. Nicht, weil man sie handeln muss, sondern weil sie die Zinserwartungen und damit Dollar, Gold und Indizes neu sortieren. Wer den Termin kennt, kann sich entscheiden, ob er dabei sein will oder bewusst zuschaut.

Meine persönliche Einschätzung nach fast fünf Jahrzehnten an den Märkten: Der größte Fehler am NFP-Freitag ist nicht die falsche Marktmeinung, sondern die blinde Reaktion auf die Schlagzeile. Die erste Zahl ist eine Schätzung, die Revisionen stehen kleingedruckt daneben, und die erste Kursbewegung wird häufig noch am selben Nachmittag korrigiert. Ich nehme die Zahlen ernst, aber ich handle die Reaktion des Marktes, nicht die Meldung selbst. Der Kurs sagt mir am Ende mehr als jede Statistik.

Häufige Fragen zu den US-Arbeitsmarktdaten

Wann werden die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht?

In der Regel am ersten Freitag im Monat um 14:30 Uhr deutscher Zeit. Es gibt aber Ausnahmen wie Feiertage oder verschobene Termine, im Jahr 2026 zum Beispiel den 11. Februar (Mittwoch) und den 2. Juli (Donnerstag). Verbindlich ist allein der Veröffentlichungskalender des Bureau of Labor Statistics. Der nächste Termin ist Freitag, der 4. September 2026.

Um wie viel Uhr kommen die US-Arbeitsmarktdaten deutscher Zeit?

Die Veröffentlichung erfolgt um 8:30 Uhr Eastern Time, das entspricht normalerweise 14:30 Uhr deutscher Zeit. Nur in den wenigen Wochen, in denen die USA schon auf Sommerzeit umgestellt haben und Europa noch nicht (oder umgekehrt), wären es 13:30 Uhr. Im Jahr 2026 fällt kein Termin in diese Übergangsfenster.

Was sind die Non-Farm Payrolls?

Die Non-Farm Payrolls messen die monatliche Veränderung der Beschäftigung in den USA außerhalb der Landwirtschaft. Sie decken rund 80 Prozent aller US-Arbeitsplätze ab und gelten als wichtigste Einzelkennzahl des Berichts „Employment Situation” des Bureau of Labor Statistics.

Wie hoch ist die Arbeitslosenquote in den USA aktuell?

Im Juli 2026 lag die US-Arbeitslosenquote bei 4,1 Prozent, mit 6,9 Millionen Arbeitslosen. Die Zahl stammt aus der Haushaltsumfrage des Bureau of Labor Statistics und wird zusammen mit den Non-Farm Payrolls veröffentlicht.

Was ist der Unterschied zwischen ADP-Report und NFP-Bericht?

Der ADP-Report ist eine private Statistik auf Basis der Lohnabrechnungen des Dienstleisters ADP und erscheint bereits am Mittwoch vor den offiziellen Zahlen. Die NFP stammen von der US-Statistikbehörde BLS und gelten als Referenz. Einzelne Monatswerte können deutlich voneinander abweichen.

Warum werden die NFP-Zahlen nachträglich korrigiert?

Weil bei der Erstveröffentlichung noch nicht alle Betriebe ihre Lohndaten gemeldet haben. Jeder Monatswert wird in den zwei Folgemonaten revidiert, dazu kommt eine jährliche Benchmark-Revision. Im August 2026 wurden Mai und Juni zusammen um 103.000 Stellen nach unten korrigiert.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und schreibt auf kagels-trading.de über Märkte, Handelsmethoden und Werkzeuge für Trader. Er handelt seit 1978 diskretionär nach Price Action, ohne automatisierte Systeme.

Sein Schwerpunkt liegt auf Forex, Aktienindizes und Rohstoffen. Ende der 1980er-Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche, später war er über 17 Jahre Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und Verleger von dessen zehn Büchern.

Makro-Termine wie die US-Arbeitsmarktdaten gehören seit Jahrzehnten zu seiner täglichen Handelsvorbereitung. Für diesen Beitrag hat er die Termine und alle Kennzahlen am 15. August 2026 direkt gegen die Veröffentlichungen des Bureau of Labor Statistics geprüft.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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