ratgeberGELD.at und Achim Mautz: Erfahrungen, Kosten und wie seriös der Anbieter ist

Zuletzt aktualisiert: 06. September 2026

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16 Min

Christian Möhrer

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Christian Möhrer

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Wer nach ratgeberGELD.at sucht, sucht meistens nach einer einzigen Antwort: Lohnt sich das Abo, oder ist es rausgeworfenes Geld? Hinter der Plattform steht Achim Mautz, ein österreichischer Trader, der seit 2010 Börsenbriefe und einen Trading-Chat betreibt. Rund um seinen Namen kursieren viele Erfahrungsberichte, aber die wenigsten nennen die aktuellen Preise oder sagen, was der Anbieter heute überhaupt noch anbietet.

Genau da setzt dieser Artikel an. Ich habe das Angebot am 15. August 2026 komplett neu gegen die Primärquellen geprüft: Preisseiten, AGB, Impressum und die öffentlichen Bewertungsprofile. Dabei zeigte sich, dass sich seit der letzten Fassung mehr geändert hat als ein paar Beträge. Ein ganzer Premiumservice ist verschwunden, die Testphase funktioniert anders, und ein teures Ausbildungsprodukt kam dazu. Ich bin selbst kein Kunde von ratgeberGELD.at und bewerte das Angebot von außen anhand dessen, was der Anbieter öffentlich dokumentiert. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

ratgeberGELD.at: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Betreiber: Die e-Finanzmedien Achim Mautz GmbH aus Dobl in der Steiermark betreibt die Plattform seit 2010, Eigentümer und Geschäftsführer ist Achim Mautz.
  • Angebot: Drei laufende Abos rund um US-Aktien und ETFs, dazu eine kostenpflichtige Traderausbildung über ein ganzes Jahr.
  • Kosten: Die Abos starten bei 79 Euro im Monat, der Einstieg läuft über einen 14-Tage-Testzugang für 14,90 Euro.
  • Wichtigste Änderung: Der frühere Alpha Trading Chat für europäische Aktien ist auf der Anbieterseite nicht mehr erreichbar.

Was ist ratgeberGELD.at?

ratgeberGELD.at ist ein österreichischer Finanzinformationsdienst, der kostenpflichtige Börsenbriefe, einen Trader-Chat und eine Traderausbildung mit Schwerpunkt auf US-Aktien anbietet.

Der Anbieter ist kein Broker. Du kannst dort also kein Depot eröffnen und keine Order aufgeben. Verkauft werden Informationen: tägliche Marktberichte als Video, konkrete Trade-Ideen, ein Musterportfolio und Schulungen. Für die Ausführung brauchst du weiterhin einen eigenen Broker.

Rechtlich ist das sauber eingeordnet. Im Impressum nennt die Gesellschaft als Firmenzweck den Finanzinformationsdienst und die gewerbliche Vermögensberatung ausdrücklich ohne Anlageberatung und ohne Anlagevermittlung. Die Tätigkeit als Ersteller von Anlageempfehlungen wurde nach der Marktmissbrauchsverordnung bei der BaFin angezeigt. Das ist eine Anzeige und keine Zulassung, aber es ist mehr, als viele Anbieter in diesem Segment offenlegen.

Steckbrief: ratgeberGELD.at auf einen Blick

Anbietere-Finanzmedien Achim Mautz GmbH
SitzMuttendorf 2, 8143 Dobl, Österreich
FirmenbuchFN 458006p, Landesgericht Graz
UID-NummerATU75458915
GeschäftsführerAchim Mautz
Plattform seit2010
SchwerpunktUS-Aktien und ETFs
AbosratgeberGELD, RIDEthebull, Allinone
Testzugang14 Tage für 14,90 Euro
Kündigung14 Tage zum Ende der Zahlungsperiode, in Textform

Investment Akademie: Live-Online-Seminar zum Vermögensaufbau am 20. September 2026
Investment Akademie: Live-Online-Seminar zum Vermögensaufbau am 20. September 2026

Achim Mautz: wer hinter ratgeberGELD.at steht

Achim Mautz ist das Gesicht der Plattform, und das ist wörtlich gemeint. Er moderiert den Chat, spricht die Marktberichte und unterrichtet in der Akademie. Fällt er aus, fällt der Kern des Angebots aus. Diese Personenabhängigkeit solltest du bei der Buchung mitdenken.

Achim Mautz, Gründer von ratgeberGELD.at
Achim Mautz, Gründer und Geschäftsführer von ratgeberGELD.at

Sein Werdegang ist über die eigene Zeitleiste gut dokumentiert. Mautz ist seit 1999 selbständig und war rund 20 Jahre als Vermögensberater in Österreich tätig, bevor er seine Firma verkaufte. Im Jahr 2000 wurde er in Österreich als einer der Top 100 Jungunternehmer ausgezeichnet, 2003 folgte die Ausbildung zum Market Maker für den XETRA-Handel.

Ein Punkt daraus verdient eine Korrektur. Von 2010 bis 2019 war Mautz gerichtlich beeideter Sachverständiger am Landesgericht Graz. Das ist ein starkes Qualifikationssignal, es ist aber nach eigener Angabe abgeschlossen und kein laufendes Amt. Wer heute mit dieser Rolle wirbt, verkürzt.

Bei LYNX ist er seit 2013 aktiv. Der Online-Broker LYNX führt ihn auf seiner Expertenseite als Börsenexperte und ordnet ihm tägliche Wertpapieranalysen, Videoanalysen und die Moderation von LYNX Live zu. Die frühere Bezeichnung Chefanalyst stammt aus der Zeitleiste auf der eigenen Website, LYNX selbst verwendet sie heute nicht. Ich halte mich an die Formulierung des Brokers.

Daneben gibt es eine zweite Erlösquelle, die leicht übersehen wird. Bei der GeVestor Financial Publishing Group erscheint mit dem Marktnavigator ein weiterer Börsenbrief von Achim Mautz. Der GeVestor-Shop bewirbt ihn mit einem durchschnittlichen Gewinn von 10 bis 30 Prozent pro Trade. Das ist Verlagsmarketing und keine geprüfte Bilanz. Solche Renditespannen liest du besser als Werbeaussage, nicht als Erwartungswert.

Präsent ist Mautz auch offline. Er tritt regelmäßig auf Finanzmessen auf, unter anderem auf der World of Trading und bei den Börsentagen in Berlin und Hamburg. Dazu kommen Fachartikel im TRADERS-Magazin, der jüngste davon stammt aus dem Mai 2021.

Diese Produkte bietet ratgeberGELD.at

Der Anbieter arbeitet mit drei laufenden Abos und einer separaten Ausbildung. Die beiden Basisprodukte unterscheiden sich vor allem in der Haltedauer der Trades, das dritte bündelt sie. Alle drei drehen sich um US-Aktien und ETFs.

Premiumservice ratgeberGELD

Das ist das Paket für kurzfristige Trader. Der Anbieter beschreibt es als digitalen Börsenbrief mit täglicher Erscheinungsweise, Empfehlungen zu liquiden US-Aktien und ETFs sowie einem Musterportfolio. Dazu kommen Aktien-Scans, eine Börsenampel und wöchentliche Schulungswebinare. Gedacht ist es für aktive Daytrader und Swing Trader.

Kern ist der Traders Live Chat. Dort postet Mautz nach eigener Angabe seine eigenen Trades, ergänzt um E-Mail- und Push-Alerts. Wichtig ist der Disclaimer dazu: Die Übermittlung in Echtzeit erfolgt nur, wenn er gerade am Schreibtisch sitzt, und eine Haftung dafür übernimmt der Anbieter ausdrücklich nicht. Wer ein Signalprodukt mit verlässlicher Zustellung erwartet, liest das besser zweimal.

Premiumservice RIDEthebull

RIDEthebull richtet sich an mittelfristig orientierte Trader. Positionen sollen länger laufen, Trade-Ideen werden vorab in den Daily Updates besprochen, Kursziele und Trailing Stopps laufend nachgezogen. Der Anbieter nennt das ausdrücklich als Angebot für berufstätige Trader, die nicht ständig am Rechner sitzen können. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt beim Positionstrading.

Der Markenname ist geschützt. RIDE THE BULL ist als Gemeinschaftsmarke mit der Nummer 013245998 eingetragen. Das ist ein kleines Detail, es zeigt aber, dass hier über Jahre eine Marke aufgebaut wurde und nicht nur eine Produktseite.

Premiumservice Allinone

Allinone kombiniert beide Abos in einem Zugang. Der Gedanke dahinter ist die Marktphase: In steigenden Märkten trägt das längerfristige Halten, in Abwärtsphasen eher der kurzfristige Handel. Wer beides abdecken will, zahlt dafür einen Aufpreis gegenüber einem Einzelabo.

Trader Akademie 2026

Das ist der teuerste Posten im gesamten Angebot. Die Trader Akademie 365 ist eine Ausbildung über ein volles Jahr mit 18 Webinaren, einem Handout von 950 Seiten, einer WhatsApp-Gruppe und laufenden Abschlussprüfungen. Inhaltlich gegliedert ist sie in Basics, technische Analyse, Trade Management und Strategien.

Preislich spielt sie in einer anderen Liga als die Abos. Das Abo ist im Akademiepreis nicht enthalten, es gibt lediglich einen Rabatt für bestehende Jahresabonnenten. Die genauen Beträge stehen im nächsten Abschnitt. Wer eine strukturierte Trading-Ausbildung sucht, sollte die Summe bewusst gegen andere Anbieter halten.

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Was kostet ratgeberGELD.at?

Alle Preise unten sind Bruttopreise vom 15. August 2026, direkt von den Buchungsseiten des Anbieters. Für Firmen mit gültiger UID-Nummer nennt der Anbieter abweichende Nettopreise auf Anfrage.

PaketMonatsaboJahresabo
RIDEthebull Premium79 Euro590 Euro
ratgeberGELD Premium89 Euro690 Euro
Allinone109 Euro890 Euro

Die Jahresabos sind der günstigere Weg, wenn du ohnehin dabeibleiben willst. Der Anbieter beziffert die Ersparnis mit 358 Euro bei RIDEthebull, 378 Euro bei ratgeberGELD und 418 Euro bei Allinone gegenüber zwölf Monatszahlungen. Beim Allinone-Paket sind das rund 32 Prozent.

Die Traderausbildung wird separat abgerechnet. Der Anbieter nennt einen Gesamtpreis der Einzelbuchungen von 4.992 Euro und einen Endpreis von 3.790 Euro. Wer ein aktives Jahresabo von ratgeberGELD oder RIDEthebull hat, zahlt nach Anbieterangabe 20 Prozent weniger, also 3.032 Euro. Das Abo selbst ist darin nicht enthalten.

Testzugang und Kündigungsfrist

Der Einstieg ist nicht mehr kostenlos. Früher gab es sieben Tage gratis, heute kostet der 14-Tage-Testzugang 14,90 Euro. Dafür deckt er beide Basisabos gleichzeitig ab, und er verlängert sich nach Anbieterangabe nicht automatisch.

Eine Einschränkung steht nur in den AGB. Den vergünstigten Testzugang kann jeder Kunde einmal nutzen. Bucht jemand ein zweites Mal, wird der Zugang auf fünf statt 14 Tage gekürzt. Auf der Verkaufsseite findest du diesen Punkt nicht.

Bei den laufenden Abos gilt eine Frist. Sie laufen auf unbestimmte Zeit und verlängern sich automatisch um die gewählte Zahlungsperiode. Kündigen kannst du mit 14 Tagen Frist zum Ende des vorausbezahlten Zeitraums, und zwar in Textform per Post, E-Mail oder Fax. Einen Kündigungsbutton im Kundenkonto sieht die Regelung nicht vor. Ein Wechsel zwischen den Abos ist erst nach Ende des laufenden Abrechnungszeitraums möglich.

Eine faire Klausel gibt es auch. Werden in einem Kalendermonat an weniger als zehn Tagen Aktualisierungen geliefert, verlängert sich die Laufzeit um die fehlenden Tage. Eine Rückzahlung in Geld ist dabei ausgeschlossen. Der Stand der AGB ist der 26. April 2021.

Welche Märkte ratgeberGELD.at abdeckt

Der Schwerpunkt von ratgeberGELD.at liegt auf liquiden US-Aktien und Branchen-ETFs, insbesondere auf Wachstums- und Führungsaktien der Wall Street.

Das ist eine deutliche Verengung gegenüber früher. Der Anbieter beschreibt sich heute selbst als Börsenbrief-Angebot für den US-Markt. Zu Devisen findest du weiterhin nichts. Wer im Handel mit DAX-Werten, Rohstoffen oder Forex sein Zuhause hat, ist hier inhaltlich am falschen Platz.

Der frei zugängliche Blog zeigt allerdings ein zweites Bild. Dort erscheinen weiterhin Chartanalysen einzelner Aktien, auch von Thomas Canali, der neben Achim Mautz und Wolfgang Zussner im Impressum als Ersteller von Anlageempfehlungen geführt wird. Der kostenlose Bereich ist damit breiter aufgestellt als der Abo-Bereich.

Was sich 2026 bei ratgeberGELD.at geändert hat

Ein Angebot ist ersatzlos verschwunden. Der frühere Premiumservice Alpha Trading Chat für deutsche, österreichische, schweizerische und niederländische Aktien ist auf der Anbieterseite nicht mehr erreichbar. Drei plausible Adressen liefern einen 404, die Navigation kennt ihn nicht mehr, in der Sitemap taucht er nicht auf, und Dietmar Katz, damals einer der drei genannten Experten, steht heute nicht mehr im Impressum.

Diese Formulierungsgrenze ist mir wichtig: Belegt ist damit, dass es auf der Website keinen Zugang mehr zu diesem Service gibt. Ob er unter anderem Namen anderswo weiterläuft, sagt der Befund nicht. Für dich als Interessent ist das Ergebnis trotzdem eindeutig. Wer wegen europäischer Aktien hierherkommt, findet das Produkt nicht mehr.

Die zweite Änderung betrifft dein Geld. Alle drei Abopreise sind gestiegen, und der Einstieg über die kostenlose Woche ist weggefallen. Zusammengefasst sieht die Entwicklung so aus:

PunktFrüherHeute
ratgeberGELD Premium79 Euro im Monat89 Euro im Monat
RIDEthebull Premium69 Euro im Monat79 Euro im Monat
Allinone99 Euro im Monat109 Euro im Monat
Testzugang7 Tage kostenlos14 Tage für 14,90 Euro
Alpha Trading Chat59 Euro im Monatnicht mehr verfügbar

Dazu kam ein komplettes Produkt. Die Traderausbildung im vierstelligen Bereich existierte in dieser Form früher nicht. Sie verschiebt den Charakter des Anbieters spürbar in Richtung Ausbildung, weg vom reinen Börsenbrief.

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Ist ratgeberGELD.at seriös?

Seriosität misst sich für mich an Nachprüfbarkeit, nicht an Sympathie. In diesem Punkt liefert der Anbieter überdurchschnittlich viel. Firmenbuchnummer, Gerichtsstand, UID-Nummer, ein namentlich genannter Geschäftsführer und eine BaFin-Anzeige nach der Marktmissbrauchsverordnung stehen offen im Impressum. Das ist mehr Transparenz, als in diesem Segment üblich ist.

Auch die Preise sind vollständig einsehbar, ohne dass du dich vorher registrieren musst. Genau daran scheitern viele Anbieter im Coaching- und Signalbereich. Kündigungsfrist, Laufzeit und Widerrufsrecht stehen in den AGB und sind nachlesbar.

Drei Punkte sehe ich trotzdem kritisch. Erstens ist die Kündigung nur in Textform vorgesehen, was unnötig unbequem ist. Zweitens steht die Fünf-Tage-Kürzung beim zweiten Testzugang ausschließlich in den AGB und nicht auf der Verkaufsseite. Drittens findest du auf den Werbeseiten Renditeaussagen zur Musterportfolio-Performance, ohne dass eine nachvollziehbare Rechnung daneben steht.

Ein Hinweis zum Musterportfolio. Ein Musterdepot ist eine hypothetische Rechnung. Es enthält keine echten Orders, keine Teilausführungen und keine Slippage, also keine Abweichung zwischen erwartetem und tatsächlichem Ausführungskurs. Die Ergebnisse lassen sich deshalb nicht eins zu eins auf dein Konto übertragen. Das gilt bei jedem Anbieter, nicht nur bei diesem.

Mein Ergebnis: Ich sehe keine Anhaltspunkte für Unseriosität. Ich sehe einen regulär gemeldeten österreichischen Informationsdienst mit klarer Preisstruktur und einem üblichen Maß an Werbesprache.

Bewertungen und Reichweite von ratgeberGELD.at

Die öffentlichen Bewertungen fallen gut aus. Das Google-Unternehmensprofil kommt auf rund 156 Bewertungen bei einem Schnitt von 4,8 von 5. Das vom Anbieter eingebundene Bewertungs-Widget bündelt diese Google-Bewertungen mit sieben eigenen zu insgesamt 163 Stimmen. Die Verteilung ist stark linkslastig, nach dieser Aufstellung gibt es 149 Fünf-Sterne-Bewertungen und in der Summe fünf Bewertungen mit drei Sternen oder weniger.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens sammelt der Anbieter die Bewertungen selbst ein und bindet sie auf der eigenen Seite ein. Das ist erlaubt und üblich, es ist aber kein unabhängiges Urteil. Zweitens sind Google-Bewertungen bei einem digitalen Abo naturgemäß selbstselektiv, weil vor allem zufriedene Mitglieder aktiv werden. Ein Trustpilot-Profil existiert für den Anbieter nicht.

Bei der Reichweite ist die alte Zahl deutlich überholt. Der YouTube-Kanal von ratgeberGELD.at liegt inzwischen bei rund 15.600 Abonnenten. In der bisherigen Fassung dieses Artikels standen 2.080. Dazu kommen eine App für iPhone und Android, herausgegeben von der e-Finanzmedien Achim Mautz GmbH, sowie Profile auf Facebook, Instagram und X.

Die App ist funktional, aber kein Aushängeschild. Im App Store steht sie in Version 1.7 mit einem letzten Update vom September 2025 und einer Bewertung von 4,5 bei lediglich acht Stimmen. Sie ist ein Zusatzkanal für Push-Alerts, kein eigenständiges Produkt.

Vorteile und Nachteile von ratgeberGELD.at

Nach der Prüfung aller öffentlichen Quellen fällt das Bild gemischt, aber überwiegend positiv aus. Die folgenden Punkte beziehen sich ausschließlich auf nachprüfbare Angaben des Anbieters, nicht auf Kundenstimmen.

Vorteile von ratgeberGELD.at

  • Volle Firmentransparenz: Firmenbuchnummer, Gerichtsstand, UID und Geschäftsführer stehen offen im Impressum.
  • Preise ohne Hürde einsehbar: Alle Abopreise und der Akademiepreis stehen ohne Registrierung auf der Website.
  • Regulatorische Meldung vorhanden: Die Tätigkeit als Ersteller von Anlageempfehlungen ist nach der Marktmissbrauchsverordnung angezeigt.
  • Klarer Marktfokus: Das Angebot konzentriert sich sauber auf US-Aktien und ETFs statt alles gleichzeitig abzudecken.
  • Günstiger Einstieg: Der 14-Tage-Testzugang deckt beide Basisabos ab und verlängert sich nicht automatisch.
  • Lange Marktpräsenz: Die Plattform läuft seit 2010 unter derselben Gesellschaft.

Nachteile von ratgeberGELD.at

  • Kündigung nur in Textform: Einen Kündigungsbutton im Kundenkonto sehen die AGB nicht vor.
  • Versteckte Testzugang-Klausel: Die Kürzung auf fünf Tage beim zweiten Testzugang steht nur in den AGB.
  • Renditewerbung ohne Prüfnachweis: Aussagen zur Musterportfolio-Performance stehen ohne nachvollziehbare Rechnung.
  • Starke Personenabhängigkeit: Chat, Marktberichte und Akademie hängen fast vollständig an Achim Mautz.
  • Angebot geschrumpft: Der Bereich europäische Aktien ist mit dem Alpha Trading Chat weggefallen.

Für wen sich ratgeberGELD.at eignet

Passend ist das Angebot für aktive Trader mit US-Fokus, die bereits ein Depot haben und Ideen sowie tägliche Einordnung suchen. Wer den Chat wirklich nutzt, holt aus den 79 bis 109 Euro im Monat am meisten heraus. Für Berufstätige ist eher RIDEthebull sinnvoll, weil dort die Haltedauer länger ist.

Weniger passend ist es für Einsteiger ohne Grundlagen. Ein Börsenbrief ersetzt keine Ausbildung. Wer beim Einzeichnen von Unterstützung und Widerstand oder beim Setzen eines Stop Loss unsicher ist, kauft sonst Signale, die er nicht einordnen kann. Dann ist traden lernen der bessere erste Schritt.

Für Trader außerhalb des US-Marktes ergibt es wenig Sinn. Wer schwerpunktmäßig den DAX handelt oder auf europäische Werte setzt, findet den passenden Service dort seit dem Wegfall des Alpha Trading Chats nicht mehr.

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Fazit: solide Struktur, aber prüfe zuerst deinen Marktfokus

Mein Gesamteindruck ist positiv, mit klaren Einschränkungen. ratgeberGELD.at ist ein ordentlich geführter österreichischer Informationsdienst mit offenem Impressum, einsehbaren Preisen und einer langen Historie. Die Transparenz liegt über dem, was ich in diesem Segment normalerweise finde.

Die entscheidende Frage ist nicht die Seriosität, sondern die Passung. Der Anbieter hat sich auf US-Aktien verengt und den europäischen Chat aufgegeben. Wer nicht in diesem Markt zu Hause ist, zahlt für Inhalte, die er nicht nutzt.

Beim Preis würde ich in Stufen vorgehen. Der Testzugang ist ein günstiger Weg, den Chat und die Marktberichte anzusehen, bevor du dich für ein Jahresabo entscheidest. Die Traderausbildung im vierstelligen Bereich würde ich erst danach in Erwägung ziehen, und auch dann nur, wenn dir der Stil im Chat wirklich liegt.

Und der wichtigste Satz zum Schluss: Kein Börsenbrief nimmt dir die Verantwortung für deine Positionsgröße und deinen Stopp ab. Trading bleibt Risiko, auch mit guten Ideen von außen.

Häufige Fragen zu ratgeberGELD.at

Was kostet ratgeberGELD.at?

Die laufenden Abos starten bei 79 Euro im Monat. RIDEthebull kostet 79 Euro monatlich oder 590 Euro im Jahr, ratgeberGELD Premium 89 Euro oder 690 Euro, das Kombipaket Allinone 109 Euro oder 890 Euro. Der Einstieg läuft über einen 14-tägigen Testzugang für 14,90 Euro.

Ist ratgeberGELD.at seriös?

Es gibt keine Anhaltspunkte für Unseriosität. Betreiber ist die im österreichischen Firmenbuch eingetragene e-Finanzmedien Achim Mautz GmbH, die Tätigkeit als Ersteller von Anlageempfehlungen ist nach der Marktmissbrauchsverordnung angezeigt. Preise und AGB sind ohne Registrierung einsehbar.

Wer ist Achim Mautz?

Achim Mautz ist Gründer und Geschäftsführer von ratgeberGELD.at. Er ist seit 1999 selbständig, war rund 20 Jahre Vermögensberater und von 2010 bis 2019 gerichtlich beeideter Sachverständiger am Landesgericht Graz. Seit 2013 ist er zudem als Börsenexperte für den Broker LYNX tätig.

Wie kündige ich mein Abo bei ratgeberGELD.at?

Die Kündigung läuft in Textform. Laut AGB gilt eine Frist von 14 Tagen zum Ende des vorausbezahlten Zeitraums, die Erklärung ist per Post, E-Mail oder Fax möglich. Ohne Kündigung verlängert sich das Abo automatisch um die gewählte Zahlungsperiode.

Gibt es ratgeberGELD.at noch kostenlos zum Testen?

Nein, der kostenlose Testzugang wurde abgelöst. Heute gibt es einen 14-Tage-Testzugang für 14,90 Euro, der beide Basisabos abdeckt und sich nicht automatisch verlängert. Laut AGB ist er pro Kunde nur einmal buchbar, bei einer zweiten Buchung wird er auf fünf Tage gekürzt.

Welche Märkte deckt ratgeberGELD.at ab?

Der Fokus liegt klar auf dem US-Markt. Analysiert werden vor allem liquide US-Aktien und Branchen-ETFs. Zum Handel mit Devisen bietet die Plattform keine Inhalte, und der frühere Service für europäische Aktien ist nicht mehr verfügbar.

Über den Autor

Ich bin Karsten Kagels, Gründer von Kagels Trading und seit 1978 an den Märkten. Ich handle diskretionär nach Price Action, also nach dem, was der Chart zeigt, und nicht nach Automatik. 1989 habe ich die Elliott-Wellen-Theorie erstmals ins Deutsche übersetzt, handle heute aber nicht mehr danach.

Anbieter wie ratgeberGELD.at bewerte ich von außen. Ich bin kein Kunde dieses Dienstes und habe kein Abo getestet. Grundlage dieses Artikels sind ausschließlich öffentliche Primärquellen: Preisseiten, AGB, Impressum, die Expertenseite des Brokers und die öffentlichen Bewertungsprofile, geprüft am 15. August 2026.

Zwischen Kagels Trading und der e-Finanzmedien Achim Mautz GmbH besteht keine Werbepartnerschaft und keine finanzielle Beteiligung. Zahlen und Belege in diesem Artikel wurden von Christian Möhrer gegengeprüft.

Fachlich geprüft von Christian Möhrer am 15.08.2026.

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