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Die Korrektur beim DAX-Index nimmt Fahrt auf!

Markt: DAX-Index (Xetra)
Zeitpunkt der Analyse: 12.08.2017
Letzter Kurs: 12.014 Indexpunkte

DAX-Index Korrektur nimmt Fahrt auf

DAX-Index Quartalschart

Der abgebildete Chart zeigt die historische Kursentwicklung des deutschen Aktienindex DAX von 1984 bis heute, bei Kursen von 12.014 Indexpunkten. Jeder Notierungsstab stellt die Kursbewegung des DAX für ein Quartal dar.

Im April überschritt das deutsche Börsenbarometer das alte Allzeithoch aus dem Jahr 2015 bei 12.390 klar. Bei 12.952 erreichte der DAX am 20 Juni das bisherige Allzeithoch.
Ausgangssituation dieser Rally war ein Test der seit 2009 bestehenden gestrichelt eingezeichneten langfristigen Aufwärtstrendlinie im Februar 2016 bei 8.700.

200 Tage-Linie im Visier

In der abgelaufenen Börsenwoche hat der DAX den Konsolidierungsbereich der letzten Wochen zwischen 12.340 und 12.098 unterschritten, so dass der seit Ende Juni bestehende kurzfristige Abwärtstrend des Tagescharts (nicht abgebildet) neu etabliert wurde.

Aus markttechnischer Sicht hat der MACD dabei ein bullisches Fehlsignal („bullish failure“) ausgebildet, indem ein kürzlich generiertes Kaufsignal sofort wieder negiert worden ist.
Mit dem erreichten Tief vom Freitag bei 11.934 näherte sich der DAX erstmalig seit August 2016 der 200-Tage-Linie, welche sich momentan bei 11.913 befindet.

Test des unteren Bollinger Bands auf Wochenchart

Aus der mittelfristigen Perspektive des Wochencharts (nicht abgebildet) wurden obere Umkehrformationen ausgebildet und unterschritten, so dass ein neuer Abwärtstrend etabliert wurde. Erstmalig seit Juli 2016 befindet sich das deutsche Börsenbarometer am unteren Bollinger Band.

DAX unterschreitet Quartalstief

Aus der Sicht des historischen Quartalscharts befindet sich der DAX in einem etablierten Aufwärtstrend. Mit dem ersten Unterschreiten des Quartaltiefs seit Januar 2016 wurde der Trend in der vergangenen Woche erstmalig unterbrochen, so dass mit einer Korrektur im bestehenden Aufwärtstrend zu rechnen ist.

Mit Zuhilfenahme der Fibonacci-Kennzahlen ergäbe sich ein Korrekturpotential, bezogen auf die Aufwärtsbewegung von 8.700 bis 12.952, von minimal 11.330 bis maximal 10.320, ohne die Nachhaltigkeit der laufenden langfristigen Aufwärtsbewegung in Frage stellen zu müssen!

Relative Schwäche und negative Saisonalität

Während die US-Aktienindizes trotz der erfahrungsgemäß schwachen Sommermonate bis dato ruhig und ohne große Kursausschläge handelten, ist die relative Schwäche des DAX unübersehbar. Diese Tatsache im Zusammenhang mit den kommenden tendenziell schwächsten Börsenmonaten des Jahres ist eindeutig negativ für die Bullen zu werten.

Fazit

Mit der 200 Tage-Linie, der psychologisch wichtigen 12.000er Marke und dem unteren Bollinger Band auf dem Wochenchart findet der DAX kurzfristig Unterstützung. Bei Kursen darunter ist von weiter fallenden Kursen auszugehen.

Betrachtet man die relative Schwäche der letzten Wochen gegenüber den US-Märkten im Zusammenhang mit dem erfahrungsgemäß schwachen Zyklus der kommenden Monate, so ist die Wahrscheinlichkeit eines Tests der ersten stärkeren Unterstützungen zwischen 11.400 und 11.300 oder einer mittelfristigen richtungslosen Konsolidierungsphase größer als ein neuer Aufwärtsimpuls in Richtung 13.000.

Sollte ein Ereignis die bis jetzt sehr gefestigten US-Investoren verunsichern und zu stärkeren Verkäufen an den US-Märkten zwingen, so ist im DAX bei weiter anhaltender relativer Schwäche ein Test des langfristigen Aufwärtstrends bei momentan 10.500 nicht mehr unrealistisch.

Erst Kurse über 12.700 oder eine mittelfristig noch nicht ausgebildete untere Umkehrformation auf dem Wochenchart beenden die beginnende Korrektur im langfristigen Aufwärtstrend.

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Manfred - 07/09/2017

Hallo,
kann es sein, dass es 2018 zu einem Crash im Dax kommt. Mich würde es nicht wundern, wenn es bis 2021 nochmal bis in den Bereich 3350 bis 4100 runter geht siehe Brenner-Zyklus).

Gruß
Manfred

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