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Die beste Trading-App 2026: was 16 Apps wirklich kosten

Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026

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19 Min

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Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

Die meisten Vergleiche werfen zwei völlig verschiedene Dinge in einen Topf. Auf der einen Seite stehen Neobroker, über die du echte Aktien und ETFs kaufst und im Depot behältst. Auf der anderen stehen CFD-Apps, bei denen du nichts besitzt, sondern mit dem Anbieter auf Kursdifferenzen wettest. Beide heißen „Trading-App“, und der Unterschied entscheidet darüber, was im Insolvenzfall mit deinem Geld passiert.

Dieser Vergleich trennt die Kategorien sauber und nennt bei jedem Anbieter die Aufsicht, die Sicherung und die tatsächlichen Kosten. Alle Zahlen stammen aus den Primärquellen der Anbieter und aus den Gebührenverzeichnissen, nicht aus fremden Vergleichsportalen. Wo ein Anbieter seinen Betrieb eingestellt hat, steht das hier auch so. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Trading-Apps im Vergleich: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Zwei Kategorien, ein Name: Neobroker verwahren echte Wertpapiere als Sondervermögen. CFD-Apps stellen bei jedem Trade selbst die Gegenseite. Das ist der wichtigste Unterschied und steht in kaum einem Vergleich.
  • Günstigste Depots: Bei Traders Place, finanzen.net zero und Smartbroker+ kosten Orders ab einem bestimmten Volumen 0,00 Euro. Trade Republic nimmt 1 Euro pro Order.
  • Verlustquoten der CFD-Anbieter: Die Anbieter müssen selbst angeben, wie viele Privatkonten Geld verlieren. Skilling nennt 49 Prozent, Plus500 80 Prozent, Libertex 83 Prozent.
  • Aufsicht ist nicht gleich Aufsicht: Nur BaFin-regulierte Anbieter unterliegen deutscher Aufsicht. Bei zyprischen Brokern greift der dortige Fonds mit höchstens 20.000 Euro statt 100.000 Euro Einlagensicherung.
  • Zwei Einträge aus alten Vergleichen sind erledigt: Die onvista bank hat ihren Geschäftsbetrieb eingestellt, die Depots liegen bei comdirect. Die alte BUX-App mit Hebel und Krypto wurde abgeschaltet.
  • Robinhood gibt es in Deutschland, aber ohne echte Aktien: Gehandelt werden Stock Tokens, also Derivate auf den Kurs, ohne Eigentum am Papier.

Was ist eine Trading-App?

Eine Trading-App ist eine Smartphone-Anwendung, über die Privatanleger Wertpapiere oder Finanzprodukte kaufen und verkaufen. Sie ist die mobile Zugangstür zu einem Broker: Die App zeigt Kurse, nimmt Orders entgegen und verwaltet das Depot, während der dahinterstehende Broker die Geschäfte ausführt und die Werte verwahrt.

Entscheidend ist deshalb nicht die App, sondern wer dahintersteht. Zwei Apps können sich fast gleich bedienen lassen und trotzdem rechtlich grundverschieden sein. Bei einem Neobroker gehören dir die Aktien, sie liegen als Sondervermögen bei einer Depotbank und sind bei einer Insolvenz des Brokers geschützt. Bei einer CFD-App schließt du einen Vertrag mit dem Anbieter selbst ab.

Der zweite Unterschied betrifft die Aufsicht. Ein deutscher Broker wird von der BaFin beaufsichtigt, und die gesetzliche Einlagensicherung deckt Guthaben bis 100.000 Euro (Paragraf 8 Einlagensicherungsgesetz). Viele CFD-Anbieter arbeiten dagegen über eine zyprische Gesellschaft mit dem EU-Pass. Dann ist die CySEC zuständig, und der Entschädigungsfonds zahlt höchstens 20.000 Euro. Was das praktisch bedeutet, steht weiter unten bei jedem Anbieter einzeln. Wie der CFD-Handel grundsätzlich funktioniert, erklären wir separat.

Trading-Apps im Vergleich: Kosten und Aufsicht auf einen Blick

Die folgende Übersicht trennt die beiden Kategorien. Oben stehen die Neobroker und Banken, über die du echte Wertpapiere kaufst. Die Kostenangabe nennt jeweils den günstigsten regulären Weg, nicht einen Aktionspreis. Stand aller Angaben ist September 2026.

Neobroker / BankOrder kostetAufsicht
Traders Place0 € ab 500 €BaFin
finanzen.net zero0 € ab 500 €BaFin
Smartbroker+ab 0,00 €BaFin
Scalable Capitalab 0,99 €BaFin
Trade Republic1,00 €BaFin
Trading 2120,00 €BaFin
BUX0,99 € (Prime)AFM (Niederlande)
comdirectab 3,90 €BaFin
Interactive Brokersca. 3 €Zentralbank Irland

Bei den CFD- und Multi-Asset-Apps zählt eine andere Zahl. Dort fällt meist keine Kommission an, der Anbieter verdient am Spread. Aussagekräftiger ist die Verlustquote, die jeder Anbieter selbst veröffentlichen muss. Sie sagt, wie viele Privatkonten bei ihm Geld verlieren.

CFD- / Multi-Asset-AppVerlustquoteAufsicht
Skilling49 %CySEC 357/18
eToro51 %CySEC 109/10
Capital.com74 %CySEC 240/14
Plus50080 %CySEC 250/14
Libertex83 %CySEC 164/12

Eine hohe Verlustquote ist kein Betrugsindiz, sondern eine Eigenschaft des Produkts. CFDs sind gehebelt, und der Hebel wirkt in beide Richtungen. Die Zahlen stehen als Pflichtangabe auf der Startseite jedes Anbieters. Alle fünf Werte haben wir am 18. September 2026 direkt beim Anbieter nachgelesen.

Neobroker-Apps: echte Aktien und ETFs

Diese Apps sind gemeint, wenn in Deutschland von einer Trading-App die Rede ist. Du kaufst echte Wertpapiere, sie liegen als Sondervermögen bei einer Depotbank, und die Anbieter stehen unter deutscher Aufsicht. Die Unterschiede liegen in den Ordergebühren, im Handelsplatz und darin, wie viele Sparpläne kostenlos laufen.

Trade Republic: der Marktführer mit der Ein-Euro-Order

Trade Republic ist der bekannteste Neobroker im deutschsprachigen Raum. Depotführung und Kontoeröffnung kosten nichts, pro Order fällt eine Fremdkostenpauschale von 1 Euro an. Aktien- und ETF-Sparpläne laufen ab 1 Euro Sparrate ohne Ausführungsgebühr. Gehandelt wird über LS Exchange. Der Screenshot darunter zeigt die Depotansicht. Details stehen in unseren Trade Republic Erfahrungen.

Trade Republic App: Depotübersicht mit Einzelpositionen und Wertentwicklung
Die Depotansicht von Trade Republic zeigt Positionen und Wertentwicklung untereinander.

Die Schwäche liegt im Handelsplatz, nicht im Preis. Weil nur ein Handelsplatz angebunden ist, hast du keine Ausweichmöglichkeit, wenn die Spreads dort gerade weit sind. Für Sparpläne und langfristige Käufe spielt das kaum eine Rolle, für aktives Daytrading schon. Wer häufiger handelt, sollte die Kosten gegen die Anbieter mit Nulltarif rechnen.

Scalable Capital: Flatrate für Vielhandelnde

Scalable Capital bietet zwei Modelle, und der Unterschied lohnt sich ab wenigen Orders im Monat. Im Free Broker kostet eine Order über gettex 0,99 Euro, Sparpläne sind kostenlos. Das Abo PRIME kostet ab 2,99 Euro im Monat und macht Trades ab 250 Euro Ordervolumen über gettex gebührenfrei. Depotbank ist die Baader Bank, die Aufsicht liegt bei der BaFin. Mehr in unseren Scalable Capital Erfahrungen.

finanzen.net zero und Traders Place: Orders ohne Gebühr

Beide Anbieter arbeiten mit derselben Logik: ab einer bestimmten Ordergröße zahlst du nichts. Bei finanzen.net zero sind Orders ab 500 Euro Volumen kostenlos, darunter fällt 1 Euro an. Traders Place handelt über gettex und die Baader Bank ebenfalls ab 500 Euro gebührenfrei, darunter kommen 0,95 Euro dazu. Beide führen das Depot kostenlos und verlangen keine Mindesteinzahlung.

Der Haken ist die Kleinorder. Wer mit 100 Euro pro Kauf einsteigt, zahlt bei beiden relativ am meisten: Ein Euro auf 100 Euro Ordervolumen ist ein Prozent, dieselbe Gebühr auf 1.000 Euro sind 0,1 Prozent. Für kleine Beträge ist ein Sparplan deshalb fast immer die günstigere Wahl, weil er bei allen genannten Anbietern ohne Ausführungsgebühr läuft.

Smartbroker+ und comdirect: Auswahl statt Nulltarif

Diese beiden Apps gehören zu Anbietern mit deutlich größerem Handelsplatzangebot. Smartbroker+ ermöglicht Orders ab 0 Euro über ausgewählte Handelsplätze, an anderen Börsen fallen je nach Volumen Gebühren an. Depotbank ist die DAB BNP Paribas, der Einlagenschutz liegt bei 100.000 Euro.

comdirect ist die klassische Direktbank im Feld und entsprechend teurer. Im Rahmen der Neukundenaktion wirbt die Bank mit 3,90 Euro pro Trade und drei Jahren kostenloser Depotführung. Regulär liegt die Ordergebühr im Inland bei 4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Volumen, mindestens 9,90 und höchstens 59,90 Euro. Dafür bekommst du Filialzugang über die Commerzbank und ein vollständiges Bankangebot. Unsere comdirect Erfahrungen rechnen das im Detail durch.

comdirect App: DAX-Kursansicht mit Chart und Orderfunktion
Die comdirect-App zeigt Kurs, Chart und Orderweg in einer Ansicht.

Trading 212 und BUX: europäische Anbieter mit eigener Aufsicht

Trading 212 wird in Deutschland über eine deutsche Gesellschaft angeboten und von der BaFin beaufsichtigt. Aktien und ETFs werden ohne Ordergebühr gehandelt, es gibt keine Depotgebühr und keine Inaktivitätsgebühr, der Einstieg ist ab 1 Euro möglich. Die App führt rund 13.000 Instrumente und bietet daneben auch CFDs an, was die Kategorien vermischt. Mehr in unseren Trading 212 Erfahrungen.

Trading 212 App: Ordermaske für eine Gold-Position
Die Ordermaske von Trading 212 mit Stückzahl, Ordertyp und Vorschau.

BUX ist heute etwas völlig anderes als in den meisten Vergleichen. Die App mit Hebelprodukten hieß zuletzt Stryk und wurde abgeschaltet. Seit dem 3. Juli 2024 gehört BUX vollständig zur niederländischen ABN AMRO und ist ein reiner Aktien- und ETF-Broker: kein CFD-Handel, kein Hebel, keine Kryptowährungen. Die Abbildung darunter zeigt noch das alte Angebot. Es gibt drei Tarife, und im Gratistarif fallen 0,20 Prozent pro Jahr auf das investierte Vermögen an. Zuständig ist die niederländische AFM, nicht die BaFin. Alle Zahlen in unseren BUX Erfahrungen.

BUX App in der alten Fassung mit Kryptowährungen und Index-Produkten
Zeitdokument: So sah BUX aus, als noch Krypto und Index-Produkte mit Hebel im Angebot waren. Der Bitcoin-Kurs im Bild datiert die Aufnahme auf etwa 2019. Dieses Angebot gibt es nicht mehr.

Interactive Brokers: die App für Fortgeschrittene

Interactive Brokers richtet sich an aktive Trader und bietet den mit Abstand größten Marktzugang. Der Aktienhandel beginnt bei 0,005 US-Dollar je Aktie, Optionen ab 0,15 US-Dollar je Kontrakt. Handelbar sind Aktien, ETFs, Optionen, Futures und Devisen an Börsen weltweit. Eine feste Mindesteinzahlung gibt es nicht. Einzelheiten in unseren Interactive Brokers Erfahrungen.

Ein Punkt wird in Vergleichen regelmäßig falsch dargestellt. Die oft genannte Absicherung über 500.000 US-Dollar stammt von der US-Einrichtung SIPC und gilt für die US-Gesellschaft. Kunden aus Deutschland werden dagegen über Interactive Brokers Ireland geführt, beaufsichtigt von der irischen Zentralbank. Dort greift die irische Anlegerentschädigung, nicht die SIPC-Deckung. Wer die 500.000 Dollar als Argument liest, sollte prüfen, auf welche Gesellschaft sie sich bezieht.

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CFD- und Multi-Asset-Apps: Hebel statt Eigentum

Bei diesen Anbietern kaufst du in aller Regel keine Wertpapiere, sondern schließt einen Vertrag über die Kursdifferenz ab. Das hat zwei Folgen. Erstens kannst du mit Hebel arbeiten, für Privatkunden in der EU auf höchstens 1:30 begrenzt. Zweitens ist dein Vertragspartner der Broker selbst, nicht die Börse. Ein sauberes Risikomanagement ist hier keine Kür.

Skilling: die niedrigste Verlustquote im Feld

Skilling ist ein zypriotischer Broker mit selbst entwickelter Plattform. Betreiber ist die Skilling Limited in Nikosia, zugelassen von der CySEC unter der Lizenz 357/18. Der Anbieter nennt eine Verlustquote von 49 Prozent und liegt damit deutlich unter dem, was Wettbewerber ausweisen. Das Standard-Konto startet ab 0,8 Pips ohne Kommission, die Mindesteinzahlung liegt bei 100 Euro. Neben der eigenen App sind cTrader, TradingView sowie MetaTrader 4 und 5 angebunden. Alles Weitere in unseren Skilling Erfahrungen.

Skilling App: Kursansicht einer Amazon-Position mit Chart
Die Skilling-App stellt Chart, Kauf- und Verkaufskurs auf einer Ansicht dar.

Die Einordnung, die in Testberichten meist fehlt, betrifft die Aufsicht. Die BaFin führt Skilling in ihrer Unternehmensdatenbank als grenzüberschreitenden Dienstleister und schreibt zum Eintrag ausdrücklich, das Unternehmen werde nicht von ihr beaufsichtigt. Im Ernstfall greift der zypriotische Anlegerentschädigungsfonds mit höchstens 20.000 Euro, dazu kommt eine private Kontoversicherung über Lloyd’s. Das ist eine andere Rechtsposition als bei einem deutschen Broker, aber kein Grund, den Anbieter für unseriös zu halten.

eToro: Social Trading als Alleinstellungsmerkmal

eToro ist vor allem für das Kopieren fremder Strategien bekannt. Über den CopyTrader lassen sich Positionen anderer Nutzer automatisch übernehmen, was die Plattform für Einsteiger attraktiv macht und im Social Trading bis heute den Maßstab setzt. Aktien werden ohne Kommission gehandelt, die Mindesteinzahlung für deutsche Kunden liegt bei 50 US-Dollar. Zuständig ist die CySEC unter Lizenz 109/10. Beim CFD-Handel verlieren laut eToro 51 Prozent der Privatkonten Geld. Details in unseren eToro Erfahrungen.

eToro App: Watchlist mit mehreren Werten und Tagesveränderung
Die Watchlist der eToro-App listet beobachtete Werte mit Tagesveränderung.

Zwei Kostenpunkte werden oft übersehen. eToro berechnet eine Auszahlungsgebühr und nach längerer Untätigkeit eine Inaktivitätsgebühr. Wer das Konto nur gelegentlich nutzt, sollte beide Positionen im Gebührenverzeichnis nachlesen, bevor er Geld liegen lässt.

Capital.com: TradingView-Anbindung und niedrige Einstiegshürde

Capital.com ist auf mobilen Handel ausgerichtet und bindet externe Charting-Software an. Neben der eigenen App stehen TradingView sowie MetaTrader 4 und 5 zur Verfügung. Die Mindesteinzahlung beginnt bei 20 Euro, bei Überweisung bei 50 Euro. Kommissionen fallen nicht an, der Anbieter verdient am Spread. Zuständig ist die CySEC unter der Lizenz 240/14. Die eigene Verlustquote liegt bei 74 Prozent. Mehr in unseren Capital.com Erfahrungen.

Capital.com App: Übersicht offener Orders und Kursalarme
Offene Orders und Kursalarme liegen bei Capital.com in einer Ansicht.

Plus500 und Libertex: die höchsten Verlustquoten

Beide Anbieter sind groß, etabliert und weisen zugleich die schlechtesten Kundenergebnisse aus. Plus500 arbeitet in Deutschland über die zyprische Plus500CY Ltd (CySEC-Lizenz 250/14) und stellt bei jedem Trade selbst die Gegenseite. Der Anbieter nennt eine Verlustquote von 80 Prozent. Der zyprische Entschädigungsfonds zahlt im Ernstfall 90 Prozent des Anspruchs, höchstens 20.000 Euro.

Libertex liegt noch darüber. Die Plattform wird von der Indication Investments Ltd betrieben, ebenfalls Zypern, CySEC-Lizenz 164/12. Auf der eigenen Startseite steht als Pflichtangabe: 83 Prozent der Konten von Kleinanlegern verlieren beim CFD-Handel Geld. Das Unternehmen unterhält eine in Deutschland bei der BaFin registrierte Repräsentanz. Eine Registrierung ist allerdings keine Beaufsichtigung, und genau dieser Unterschied geht in Werbetexten regelmäßig unter. Alle Details stehen in unseren Libertex Erfahrungen.

Libertex App: Kursverlauf des Währungspaars GBP/USD
Die Libertex-App beim Währungspaar GBP/USD mit Kursverlauf und Handelsfunktion.

Vier von fünf Konten im Minus ist kein Betriebsunfall, sondern die Regel bei gehebelten Produkten. Die Zahlen stehen nicht im Kleingedruckten, sondern als Pflichtangabe gut sichtbar auf den Startseiten. Wer den Spread und die Übernachtfinanzierung nicht einrechnet, unterschätzt die laufenden Kosten einer gehebelten Position erheblich. Die Grafik darunter stellt die Verlustquoten aller fünf CFD-Anbieter nebeneinander, so wie sie die Anbieter selbst veröffentlichen.

CFD-Apps Verlustquoten im Vergleich: Skilling 49 %, eToro 51 %, Capital.com 74 %, Plus500 80 %, Libertex 83 %
Anteil der Privatkonten, die beim CFD-Handel Geld verlieren, laut Pflichtangabe der Anbieter. Stand 18. September 2026.

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Krypto-Apps: Bitpanda und Robinhood

Bitpanda ist der einzige Anbieter im Feld mit einer MiCA-Lizenz der BaFin. Die Zulassung wurde am 27. Januar 2025 erteilt und gilt in der gesamten EU. Gehandelt werden neben Kryptowährungen auch Aktien, ETFs, Rohstoffe und Edelmetalle. Bitpanda arbeitet mit einem Aufschlag auf den Marktpreis statt mit Kommissionen: Für Bitcoin nennt der Anbieter 0,99 Prozent, über alle Anlageklassen hinweg liegt die Spanne zwischen 0,00 und 2,49 Prozent. Mehr in unseren Bitpanda Erfahrungen.

Robinhood ist in Deutschland nutzbar, aber nicht so, wie die meisten erwarten. Seit Dezember 2023 steht eine europäische Fassung im deutschen App Store, betrieben von Robinhood Europe mit Sitz in Litauen. Echte Aktien gibt es dort nicht: Statt einer Apple-Aktie kaufst du einen Classic Stock Token, also einen Derivatkontrakt, der den Kurs abbildet. Kein Stimmrecht, kein Eigentum am Papier. Die Anlegerentschädigung liegt bei 22.000 Euro statt 100.000 Euro Einlagensicherung. Details in unserem Bericht zu Robinhood in Deutschland. Anders der US-Konkurrent Webull: Seine App führt in Deutschland ein echtes Depot mit Aktien, EU-ETFs und US-Optionen, wie unser Bericht zur Webull-App zeigt.

Robinhood App: Depotübersicht mit Kursverlauf
Die Robinhood-App in der Depotansicht. Für europäische Nutzer bildet sie Stock Tokens ab, keine echten Aktien.

Die beworbenen fünf Prozent auf Euro-Guthaben sind zwei Dinge in einer Zahl. Rund 1,98 Prozent stammen aus einem Geldmarktfonds, die restlichen 3,02 Prozent legt Robinhood als Aufschlag obendrauf. Diesen Aufschlag kann der Anbieter jederzeit streichen. Wer die Zahl als Zinssatz liest, vergleicht sie mit Tagesgeld, und das trägt nicht.

Zwei Einträge, die in keinen aktuellen Vergleich mehr gehören

Die onvista bank hat ihren Geschäftsbetrieb eingestellt. Auf der eigenen Website steht es wörtlich: „Die onvista bank hat ihren Geschäftsbetrieb eingestellt.“ Weiter heißt es dort, verbliebene Wertpapiere und Guthaben seien zu comdirect übertragen worden und würden dort verwahrt. Ein Depot lässt sich nicht mehr eröffnen, eine Broker-App gibt es nicht mehr.

onvista App mit DAX-Kurs in der Ansicht von 2014
Zeitdokument: Die alte onvista-App mit DAX-Kursansicht. Der Zeitstempel im Bild weist den 6. Juni 2014 aus. Die Bank gibt es heute nicht mehr.

Wer den Namen trotzdem sucht, landet fast immer bei zwei verschiedenen Dingen. Das Börsenportal onvista.de gibt es weiterhin mit Kursen, Nachrichten und Musterdepots. Das ist ein Informationsangebot, kein Broker. Wer ein Depot sucht, ist inzwischen bei comdirect als Nachfolgerin oder bei einem der Neobroker weiter oben richtig. Wer nur üben will, findet in unserer Übersicht zu Musterdepots passende Alternativen.

Der MetaTrader ist kein Broker und deshalb auch keine Broker-App. Er ist eine Handelsplattform, die von vielen Brokern angebunden wird, unter anderem von Skilling und Capital.com. Du brauchst also immer zusätzlich ein Konto bei einem Anbieter. In Vergleichen taucht der MetaTrader trotzdem regelmäßig als eigenständige „App“ auf, was die Auswahl eher verwirrt als erleichtert. Welche Anbieter ihn unterstützen, zeigt unsere Übersicht der MetaTrader-5-Broker.

MetaTrader App: Liste offener Orders und Positionen
Der MetaTrader zeigt offene Orders und Positionen. Die Plattform setzt ein Konto bei einem angebundenen Broker voraus.
CFD-Signale von Profi-Trader Karsten Kagels, 14 Tage testen
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Vorteile und Nachteile von Trading-Apps

Eine App ersetzt kein Handelskonzept, aber sie senkt die Hürde zum Einstieg erheblich. Die folgenden Punkte gelten für die Kategorie insgesamt, unabhängig vom Anbieter. Sie sind der Grund, warum mobiler Handel in den letzten Jahren so stark gewachsen ist, und zugleich der Grund, warum viele Konten im Minus landen.

Vorteile von Trading-Apps

  • Sehr niedrige Einstiegshürde: Depoteröffnung online in wenigen Minuten, bei mehreren Anbietern ohne Mindesteinzahlung und mit Sparplänen ab 1 Euro.
  • Deutlich günstiger als Filialbanken: Orders ab 0,00 Euro bei mehreren Neobrokern, wo eine Filialbank regelmäßig prozentuale Provisionen berechnet.
  • Kurse und Depot jederzeit im Blick: Push-Nachrichten und Preisalarme melden Kursmarken, ohne dass du die App offen haben musst.
  • Bruchstücke machen Streuung bezahlbar: Anteile teurer Aktien lassen sich bei vielen Anbietern ab wenigen Euro kaufen.
  • Üben ohne Risiko ist möglich: Die meisten CFD-Anbieter stellen ein kostenloses Demokonto mit virtuellem Guthaben bereit.

Nachteile und Risiken

  • Der kleine Bildschirm verführt zu Schnellschüssen: Was in zwei Sekunden geordert ist, wird selten zwei Minuten lang durchdacht. Das trifft besonders gehebelte Produkte.
  • Gehebelte Produkte kosten die Mehrheit Geld: Die Anbieter selbst weisen Verlustquoten zwischen 49 und 83 Prozent aus.
  • Nicht jede App steht unter deutscher Aufsicht: Bei zyprischen Gesellschaften greift der dortige Fonds mit höchstens 20.000 Euro.
  • Chartanalyse bleibt am Telefon eingeschränkt: Für mehrere Zeitebenen nebeneinander brauchst du weiterhin einen Desktop oder einen zweiten Bildschirm.
  • Gebühren verstecken sich außerhalb der Ordergebühr: Währungsumrechnung, Auszahlung, Inaktivität und Übernachtfinanzierung stehen selten im Werbetext.

Wie du die passende Trading-App findest

Die erste Frage ist nicht, welche App die beste ist, sondern was du handeln willst. Wer Aktien und ETFs kaufen und liegen lassen möchte, braucht einen Neobroker und sollte gar nicht erst bei den CFD-Anbietern suchen. Wer kurzfristig auf Kursbewegungen setzen will, braucht das Gegenteil. Beide Gruppen in einer Rangliste zu vergleichen führt regelmäßig zur falschen Wahl.

Danach entscheidet die Ordergröße über die Kosten, nicht der beworbene Preis. Eine Gebühr von einem Euro ist bei einer Order über 100 Euro ein Prozent und bei 2.000 Euro 0,05 Prozent. Wer regelmäßig kleine Beträge anlegt, fährt mit einem kostenlosen Sparplan fast immer besser als mit Einzelkäufen, egal wie günstig die Order aussieht.

Der dritte Punkt ist die Sicherung, und er kostet nichts außer zwei Minuten Nachlesen. Prüfe, welche Gesellschaft dein Vertragspartner ist und wer sie beaufsichtigt. Steht dort eine zyprische Limited, gilt die zyprische Sicherung mit 20.000 Euro. Steht dort eine deutsche Gesellschaft mit BaFin-Aufsicht, sind es 100.000 Euro für Guthaben, und Wertpapiere liegen ohnehin als Sondervermögen außerhalb der Insolvenzmasse.

Zum Schluss lohnt ein Blick auf das, was du tatsächlich benutzen wirst. Ein Demokonto ist nur dann etwas wert, wenn du es auch nutzt. Wer vom Telefon aus arbeitet, sollte Ordermaske und Chart vorher ansehen. Wer daneben am Rechner sitzt, braucht ohnehin eine vollwertige Plattform und benutzt die App nur zur Kontrolle.

Fazit: die beste Trading-App hängt vom Produkt ab

Eine einzelne beste App gibt es nicht, aber es gibt eine klare Trennlinie. Für Aktien und ETFs führt der Weg über einen Neobroker unter BaFin-Aufsicht. Die Kostenunterschiede zwischen Traders Place, finanzen.net zero, Smartbroker+, Scalable Capital und Trade Republic sind real, aber klein gegenüber dem Unterschied zwischen Neobroker und CFD-App.

Bei den gehebelten Produkten sprechen die Zahlen der Anbieter für sich. Zwischen 49 und 83 Prozent der Privatkonten verlieren dort Geld, und diese Angaben stammen nicht von Kritikern, sondern von den Anbietern selbst. Wer damit arbeitet, sollte das bewusst tun, mit festen Verlustgrenzen und in dem Wissen, dass der Broker die Gegenseite stellt.

Zwei Namen aus älteren Vergleichen kannst du streichen. Die onvista bank existiert nicht mehr, und die BUX-App mit Hebel und Krypto wurde abgeschaltet. Wer eine Liste liest, in der beide noch als Empfehlung stehen, hält einen Vergleich in der Hand, der seit Jahren nicht geprüft wurde. Genau das ist der Grund, warum wir die Angaben hier einzeln an der Quelle nachgesehen haben.

Häufige Fragen zu Trading-Apps

Welche Trading-App ist seriös?

Seriosität lässt sich an der Aufsicht festmachen, nicht am Werbeauftritt. Anbieter unter BaFin-Aufsicht wie Trade Republic, Scalable Capital, Smartbroker+, Traders Place, finanzen.net zero, Trading 212 und comdirect unterliegen deutscher Aufsicht, Guthaben ist bis 100.000 Euro gesichert. Zyprische CFD-Anbieter sind ebenfalls reguliert, dort greift aber der zypriotische Fonds mit höchstens 20.000 Euro.

Welche Trading-App ist die beste für Anfänger?

Für den Einstieg mit Aktien und ETFs ist ein Neobroker mit kostenlosem Sparplan die einfachste Wahl, weil sich damit ab 1 Euro automatisiert anlegen lässt. Von gehebelten CFD-Apps raten wir Einsteigern ab: Die Anbieter selbst weisen Verlustquoten von 49 bis 83 Prozent aus.

Was kostet eine Trading-App?

Die App selbst kostet nichts, bezahlt wird der Handel. Bei Traders Place, finanzen.net zero und Smartbroker+ sind Orders ab einem bestimmten Volumen kostenlos, Scalable Capital verlangt ab 0,99 Euro, Trade Republic 1 Euro pro Order. Bei comdirect beginnt es bei 3,90 Euro. CFD-Anbieter berechnen meist keine Kommission und verdienen am Spread.

Kann ich mit einer Trading-App echte Aktien kaufen?

Bei Neobrokern ja: Die Papiere liegen als Sondervermögen bei einer Depotbank und gehören dir. Bei CFD-Apps nicht, dort handelst du einen Vertrag über die Kursdifferenz. Ein Sonderfall ist Robinhood in der EU: Dort kaufst du Stock Tokens, also Derivate auf den Kurs, ohne Eigentum am Papier.

Gibt es die onvista Trading-App noch?

Nein. Die onvista bank hat ihren Geschäftsbetrieb eingestellt und schreibt auf der eigenen Website, verbliebene Wertpapiere und Guthaben seien zu comdirect übertragen worden. Das Börsenportal onvista.de mit Kursen und Nachrichten gibt es weiterhin, ein Depot kannst du dort aber nicht mehr führen.

Kann man bei BUX noch mit Hebel handeln?

Nein. Die App mit Hebelprodukten hieß zuletzt Stryk und wurde abgeschaltet. Seit Juli 2024 gehört BUX zur niederländischen ABN AMRO und ist ein reiner Aktien- und ETF-Broker ohne CFDs, ohne Hebel und ohne Kryptowährungen.

Brauche ich für den MetaTrader ein eigenes Konto?

Ja. Der MetaTrader ist eine Handelsplattform und kein Broker. Du brauchst immer zusätzlich ein Konto bei einem Anbieter, der ihn anbindet, zum Beispiel Skilling oder Capital.com.

Sind Trading-Apps mit Demokonto sinnvoll?

Zum Kennenlernen der Bedienung ja. Ein Demokonto zeigt Ordermaske, Charts und Alarme ohne Risiko. Es bildet aber weder Slippage noch die eigene Nervosität bei echtem Geld ab. Als Test der Bedienung ist es nützlich, als Beleg für künftige Ergebnisse nicht.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und handelt seit 1980 als diskretionärer Price-Action-Trader. Seine Märkte sind Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte. Ein Systemtrader ist er bewusst nicht, was ihm bei der Bewertung externer Angebote einen kritischen Blick von außen erlaubt.

Seine Erfahrung reicht weit in die Geschichte der technischen Analyse. Kagels übersetzte Ende der 1980er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter und vertrat den US-Trader Joe Ross über 17 Jahre in Deutschland. Bis heute gibt er eigene Seminare und private Einzelschulungen.

Für diese Fassung hat Karsten jeden gelisteten Anbieter einzeln auf seinen aktuellen Status geprüft, die Gebührenverzeichnisse gegen die Angaben im Bestandsartikel gehalten und die Verlustquoten am 18. September 2026 auf den Seiten der CFD-Anbieter nachgelesen. Dabei stellte sich heraus, dass die onvista bank ihren Geschäftsbetrieb eingestellt hat und das frühere BUX-Angebot abgeschaltet wurde. Diese Einschätzung entstand unabhängig, ohne Werbepartnerschaft und ohne finanzielle Beteiligung.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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