Plus500 wirbt mit null Handelsgebühren, und trotzdem verlieren nach eigener Angabe 80 Prozent der Privatkundenkonten dort Geld. Beides stimmt gleichzeitig, und genau dazwischen liegt die Frage, ob der CFD-Broker zu dir passt. Wir haben geprüft, wer hinter der Plattform steht, welche Aufsicht für deutsche Kunden gilt und wo die Kosten tatsächlich anfallen.
Dabei sind uns mehrere Punkte aufgefallen, die in vielen Testberichten fehlen oder falsch stehen. Das betrifft die Einlagensicherung, die Rolle der BaFin und das Demokonto. Die Zahlen stammen aus dem Halbjahresbericht des Konzerns, aus der Unternehmensdatenbank der BaFin und von den Gebührenseiten des Anbieters, Stand 14. September 2026. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Plus500 Erfahrungen: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Was ist Plus500: Ein CFD-Broker, der seine Plattform in Deutschland über die zyprische Plus500CY Ltd anbietet und bei jedem Trade selbst die Gegenseite stellt. Mutter ist die börsennotierte Plus500 Ltd aus Israel.
- Aufsicht: Zuständig ist die zyprische CySEC (Lizenz 250/14). Die BaFin führt Plus500CY nur als grenzüberschreitenden Dienstleister und beaufsichtigt das Unternehmen nicht.
- Einlagensicherung: Der zyprische Entschädigungsfonds zahlt im Ernstfall 90 Prozent des Anspruchs, höchstens 20.000 Euro.
- Kosten: Keine Kommission. Plus500 verdient am Spread, dazu kommen Übernachtfinanzierung, bis zu 0,7 Prozent Währungsumrechnung und bis zu 10 US-Dollar Inaktivitätsgebühr im Monat.
- Risiko: 80 Prozent der Privatkundenkonten verlieren beim CFD-Handel mit Plus500 Geld. Der Hebel ist für Privatkunden auf höchstens 1:30 begrenzt.
- Demokonto: Zeitlich unbegrenzt und kostenlos, aber nur mit Registrierung.
- Bewertungen: Auf Trustpilot 4,2 von 5 Sternen aus 19.887 Bewertungen, im deutschen App Store 4,3 aus 8.419.
Was ist Plus500?
Plus500 ist ein CFD-Broker, der seine Handelsplattform in Deutschland über die zyprische Plus500CY Ltd anbietet und bei jedem Trade selbst die Gegenseite stellt.
Ein CFD ist ein Differenzkontrakt. Du kaufst nicht die Aktie oder das Gold selbst, sondern wettest mit dem Broker auf die Kursdifferenz. Plus500CY bezeichnet sich auf der eigenen Unternehmensseite als Emittent und Verkäufer dieser Produkte. Du handelst also nicht an einer Börse, sondern direkt mit Plus500.
Die Muttergesellschaft ist groß und profitabel. Die Plus500 Ltd ist in Israel registriert, seit dem 24. Juli 2013 an der Londoner Börse notiert und Teil des FTSE 250. 2025 kam der Konzern auf 792,4 Millionen US-Dollar Umsatz und 242.440 aktive Kunden. Im Halbjahresbericht 2026 stehen 462,9 Millionen US-Dollar Umsatz, 197.294 aktive Kunden und keinerlei Schulden bei 861,3 Millionen US-Dollar Barmitteln.
Die Zahl von über 33 Millionen Kunden auf der Website ist etwas anderes. Sie zählt alle Registrierungen seit der Gründung. Aktiv gehandelt, also mindestens einmal mit echtem Geld, haben im ersten Halbjahr 2026 knapp 200.000 Menschen. Beide Zahlen sind richtig, sie messen nur Verschiedenes.
Die Geschichte von Plus500 in Kürze
Gegründet wurde Plus500 2008 von sechs Absolventen des Technion in Haifa. Die Software lief zuerst nur unter Windows, 2011 und 2012 folgten die Apps für iOS und Android. 2013 ging das Unternehmen an den Londoner Nebenmarkt AIM, 2018 wechselte es in den Hauptmarkt. Seit 2021 bietet der Konzern in den USA auch Futures an, laut Wikipedia kam im selben Jahr Plus500 Invest für echte Aktien dazu.
Im Mai 2015 geriet die britische Tochter in Schwierigkeiten. Im Rahmen einer Prüfung der Geldwäscheregeln durch die FCA wurden Kundenkonten in Großbritannien eingeschränkt, bis Unterlagen nachgereicht waren. Der Börsenwert halbierte sich damals ungefähr. Ein Übernahmeangebot von Playtech scheiterte Ende 2015 an der Genehmigung. Seit Januar 2016 nimmt Plus500UK wieder Neukunden an.
Ist Plus500 seriös? Regulierung und Einlagensicherung
Plus500 ist kein unregulierter Anbieter, aber auch kein deutscher. Der Konzern nennt mehr als 15 Lizenzen in 65 Ländern, darunter die britische FCA, die australische ASIC und die Monetary Authority of Singapore. Für dich als Kunde in Deutschland zählt davon nur eine: die Lizenz der Plus500CY bei der zyprischen CySEC.
Beaufsichtigt die BaFin Plus500?
Nein, und das steht so wörtlich in der Datenbank der Behörde. Die Unternehmensdatenbank der BaFin führt die Plus500CY Limited als grenzüberschreitenden Dienstleister nach § 74 WpIG. Direkt darunter steht der Hinweis, dass das Unternehmen nicht von der BaFin beaufsichtigt wird. Die Erstnotifikation ist auf den 12. Dezember 2014 datiert.

Der Screenshot zeigt, was dieser Eintrag bedeutet. Plus500 darf dank des EU-Passes in Deutschland Kunden bedienen, weil es in Zypern zugelassen ist. Kontrolliert wird das Unternehmen aber von der Aufsicht des Herkunftslandes. Beschwerden gehen im Streitfall also an die CySEC, nicht nach Bonn oder Frankfurt.
Wie sind Kundengelder bei Plus500 geschützt?
Kundengelder liegen auf getrennten Bankkonten. Plus500CY verwahrt die Einlagen nach den Kundengeld-Regeln der CySEC getrennt vom eigenen Vermögen. Geht das Unternehmen pleite, gehört dieses Geld nicht zur Insolvenzmasse.
Für den Fall, dass trotzdem Geld fehlt, gibt es den Investor Compensation Fund. Laut CySEC erstattet er 90 Prozent der anerkannten Ansprüche, höchstens aber 20.000 Euro je Kunde. Eine frühere Fassung dieses Berichts nannte hier die britische Absicherung über 85.000 Pfund. Die gilt nur für Kunden der Plus500UK und nicht für Konten aus Deutschland.
Eine Nachschusspflicht gibt es für Privatkunden nicht. Laut Plus500 schließt die Funktion Margin Call deine Positionen, bevor dein Konto ins Minus rutscht. Das schützt vor Schulden beim Broker, aber nicht vor dem Verlust des eingezahlten Geldes.
Verdient Plus500 an meinen Verlusten?
Diese Frage stellen viele Kunden, und der Halbjahresbericht beantwortet sie mit Zahlen. Als Gegenpartei gewinnt Plus500, wenn Kunden verlieren, und verliert, wenn sie gewinnen. Der Konzern trennt deshalb zwischen dem Customer Income aus Spreads und Übernachtgebühren und der Customer Trading Performance, also dem Ergebnis der Kundenpositionen.
Im ersten Halbjahr 2026 kamen 460,8 Millionen US-Dollar aus Spreads und Gebühren. Die Kundenpositionen kosteten den Konzern im selben Zeitraum 19,0 Millionen US-Dollar, im Vorjahreszeitraum brachten sie ihm 14,0 Millionen. Plus500 erwartet, dass sich dieser Posten über die Zeit ausgleicht. Das Geschäft lebt also vor allem vom Handelsvolumen, nicht davon, dass einzelne Kunden verlieren.
Was kann man bei Plus500 handeln?
Plus500 nennt über 2.800 Instrumente, alle als CFD. Dazu gehören Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe, Kryptowährungen, ETFs und Optionen. Wer lieber echte Wertpapiere kauft, findet das eher bei einem klassischen Depot für den Aktienhandel.
Bei den Indizes stehen die bekannten Märkte zur Auswahl. Plus500 führt den DAX, den S&P 500 unter dem Namen USA 500 und den Nasdaq 100. Im Forex-Handel gibt es neben den großen Währungspaaren auch Nebenwerte und exotische Paare.
Kryptowährungen laufen ebenfalls als CFD. Du handelst also nur den Kurs von Bitcoin, Ethereum oder XRP und besitzt keine Coins. Eine Übersicht über die wichtigsten Kryptowährungen und die Unterschiede beim Krypto-Trading haben wir getrennt aufgeschrieben. Für britische Privatkunden sind Krypto-CFDs bei Plus500 gesperrt.
Die Optionen bei Plus500 sind keine Börsenoptionen. Es sind CFDs auf Optionspreise, etwa auf Indizes oder Öl. Wer wirklich Optionen handeln will, braucht einen Broker mit Zugang zu Terminbörsen wie der Eurex.
Welcher Hebel gilt bei Plus500?
Den Hebel legt nicht Plus500 fest, sondern die europäische Aufsicht. Seit den Maßnahmen der ESMA vom August 2018 gelten für Privatkunden feste Obergrenzen je Anlageklasse. Wie ein Hebel wirkt und was die Margin dabei bedeutet, erklären wir ausführlich an anderer Stelle.
| Anlageklasse | Max. Hebel | Margin |
|---|---|---|
| Große Währungspaare | 1:30 | 3,33 % |
| Übrige Paare, Gold, große Indizes | 1:20 | 5 % |
| Rohstoffe, kleine Indizes | 1:10 | 10 % |
| Aktien | 1:5 | 20 % |
| Kryptowährungen | 1:2 | 50 % |
Ein Hebel von 1:30 heißt: 1.000 Euro Einsatz bewegen eine Position von 30.000 Euro. Fällt der Kurs um 3,33 Prozent, ist der Einsatz weg. Genau das erklärt, warum so viele Konten Geld verlieren.
Welche Gebühren verlangt Plus500?
Plus500 verlangt keine Kommission, verdient aber am Spread. Der Spread ist der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Er steckt im Preis, du zahlst ihn beim Öffnen jeder Position mit.
Eine öffentliche Spread-Tabelle gibt es nicht mehr. Plus500 zeigt die aktuellen Werte nur in der Plattform unter dem Detail-Symbol des jeweiligen Instruments. Ältere Testberichte, auch unser eigener, nannten feste Spreads aus dem Jahr 2019. Die sind heute nicht mehr aussagekräftig, weil Plus500 variable Spreads stellt.

Die Grafik zeigt die zusätzlichen Gebühren, die Plus500 selbst aufführt. Sie hängen davon ab, wie du handelst. Die Gebührenseite von Plus500 nennt vier Posten.
| Gebühr | Höhe | Anlass |
|---|---|---|
| Übernacht | je nach Wert | Position über Nacht |
| Umrechnung | bis 0,7 % | andere Währung |
| Stopp-Garantie | mehr Spread | nur auf Wunsch |
| Inaktivität | bis 10 USD im Monat | 3 Monate ohne Login |
Die Übernachtfinanzierung ist der Posten, der Vieltrader am meisten kostet. Sie wird bei gehebelten Positionen fällig, die über den Stichzeitpunkt hinaus offen bleiben. Wie diese Swap- und Rollover-Kosten entstehen, haben wir gesondert erklärt. Mehrere aktuelle Ein-Stern-Bewertungen auf Trustpilot beklagen genau diese Gebühr.
Die Währungsumrechnung trifft fast jeden deutschen Kunden. Handelst du mit einem Euro-Konto eine US-Aktie, berechnet Plus500 bis zu 0,7 Prozent des realisierten Gewinns oder Verlusts. Beim Beispiel von Plus500 kostet ein Verlust von 10,10 US-Dollar so noch einmal 0,07 US-Dollar extra.
Einzahlung und Auszahlung bei Plus500
Plus500 selbst berechnet keine Gebühren für Ein- und Auszahlungen. Bank oder Zahlungsdienst können trotzdem Kosten erheben, etwa bei Auslandsüberweisungen oder bei einer Einzahlung in fremder Währung.
Eine feste Mindesteinzahlung nennt die Website nicht. Laut Plus500 hat jede Zahlungsmethode ihren eigenen Mindestbetrag, und der erscheint erst auf dem Einzahlungsbildschirm der Plattform. Zur Auswahl stehen je nach Region Karte, Banküberweisung und PayPal.
Eine Auszahlung bearbeitet Plus500 in der Regel innerhalb eines Werktags. Wie lange das Geld danach unterwegs ist, hängt von der Zahlungsmethode ab. Hast du per Karte eingezahlt, zahlt Plus500 zuerst auf diese Karte zurück, auch wenn du einen anderen Weg gewählt hast.
Handelsplattform und App von Plus500
Plus500 arbeitet mit einer eigenen Plattform im Browser und als App. Fremdplattformen spielen auf der deutschen Website keine Rolle. Die Oberfläche gilt als einsteigerfreundlich, das bestätigen auch die meisten Bewertungen.
Im deutschen App Store kommt die App von Plus500 auf 4,3 von 5 Sternen. Das Ergebnis stützt sich auf 8.419 Bewertungen. Echtzeit-Notierungen, Charts und das Öffnen und Schließen von Positionen sind laut Plus500 kostenlos.
Zur Analyse bietet die Plattform über 100 technische Indikatoren. Wer mit technischen Indikatoren arbeitet, findet die Standards. Dazu kommen Preisalarme per E-Mail, SMS und Push-Nachricht.
Eine Besonderheit ist +Insights. Das Werkzeug zeigt, welche Instrumente andere Plus500-Kunden gerade handeln und in welche Richtung. Neben jedem Kurs steht dann, welcher Anteil der Trader gerade kauft oder verkauft. Das ist eine Stimmungsanzeige und kein Signal. Für Termine wie Zinsentscheide nutzt du besser einen Wirtschaftskalender und die aktuellen Wirtschaftsnachrichten.
Welche Ordertypen gibt es bei Plus500?
Für das Risikomanagement stehen die üblichen Orders bereit. Du kannst einen Stop Loss, ein Gewinnziel und einen Trailing Stop setzen, der dem Kurs nachläuft. Welche Ordertypen es grundsätzlich gibt, erklären wir in einem eigenen Beitrag.
Ein normaler Stop Loss garantiert keinen Ausführungskurs. Springt der Markt, etwa nach Nachrichten, wird die Position zum nächsten verfügbaren Kurs geschlossen. Mehrere Ein-Stern-Bewertungen beschreiben genau das als Stop Loss, der nicht funktioniert hat. Technisch ist es normales Verhalten.
Dafür gibt es den garantierten Stopp. Er schließt die Position exakt zum festgelegten Kurs, auch bei einer Kurslücke. Plus500 berechnet dafür einen größeren Spread, und nicht jedes Instrument bietet ihn an. Wer nachts Positionen hält, sollte das in sein Risikomanagement einplanen.
Demokonto und Kontotypen bei Plus500
Das Demokonto bei Plus500
Das Demokonto ist kostenlos und zeitlich unbegrenzt. Du handelst mit virtuellem Geld zu echten Kursen und hast Zugriff auf alle Instrumente des Echtgeldkontos. Das virtuelle Guthaben lässt sich jederzeit bis zum Anfangsbetrag zurücksetzen.
Ohne Anmeldung geht es allerdings nicht. Plus500 verlangt ein kostenloses Konto, danach wählst du im Menü den Demomodus. Eine frühere Fassung dieses Berichts sprach von einem Demokonto ohne Anmeldung. Wer wirklich ohne Registrierung üben will, findet Alternativen in unserer Übersicht zum Trading-Demokonto.
Privatkunde oder professioneller Kunde?
Standardmäßig eröffnest du ein Konto als Privatkunde. Damit gelten die ESMA-Schutzregeln, also die Hebelgrenzen aus der Tabelle oben und der Schutz vor einem negativen Kontostand.
Einen professionellen Status kannst du beantragen, wenn du zwei von drei Bedingungen erfüllst. Das sind in der Regel ein Portfolio über 500.000 Euro, rund zehn größere Trades pro Quartal im vergangenen Jahr oder mindestens ein Jahr Berufserfahrung in der Finanzbranche. Mit dem Status bekommst du höhere Hebel, verlierst aber die Schutzregeln für Privatkunden.
Plus500 Erfahrungen: was Kunden berichten
Auf Trustpilot steht Plus500 bei 4,2 von 5 Sternen. Die Wertung stammt aus 19.887 Bewertungen. 61 Prozent vergeben fünf Sterne, 16 Prozent vier, und 15 Prozent nur einen Stern. Die Verteilung ist also deutlich gespalten.
Die Einordnung dazu liefert das Portal selbst. Plus500 hat ein kostenpflichtiges Abonnement und lädt Kunden aktiv zur Bewertung ein. Viele der jüngsten positiven Stimmen tragen den Vermerk „Auf Einladung“. Das ist erlaubt und üblich, erklärt aber die hohe Zahl. Trustpilot weist außerdem darauf hin, dass es Bewertungen nicht auf ihren Wahrheitsgehalt prüft.
Gelobt werden vor allem Bedienung und schnelle Auszahlungen. Mehrere Kunden berichten von Auszahlungen innerhalb weniger Stunden. Auch das Demokonto wird oft positiv erwähnt.
Die Ein-Stern-Bewertungen drehen sich um vier Themen. Das sind Übernachtgebühren, die über Wochen spürbar werden, Stops, die bei hoher Volatilität schlechter ausgeführt wurden, geschlossene Konten wegen Inaktivität und der Vorwurf, der Kurs laufe gezielt gegen die eigene Position. Die ersten drei Punkte decken sich mit den Regeln aus den Abschnitten oben. Für den letzten fanden wir keinen Beleg, die Zahlen im Halbjahresbericht sprechen eher dagegen.
Kundenservice bei Plus500
Plus500 verspricht Support rund um die Uhr in mehreren Sprachen. Erreichbar ist er über das Kontaktformular, per E-Mail und über die Plattform. Plus500 betont dabei, dass Menschen antworten und keine KI. Eine Telefonnummer nennt die Kontaktseite nicht.
Vor- und Nachteile von Plus500
Unterm Strich hat Plus500 klare Stärken und ebenso klare Grenzen. Die beiden Boxen fassen die Befunde aus unserer Prüfung zusammen.
Vorteile von Plus500
- Keine Kommission: Öffnen und Schließen von Positionen kostet keine Gebühr, die Kosten stecken im Spread.
- Solider Konzern: Börsennotiert im FTSE 250, schuldenfrei und mit über 860 Millionen US-Dollar Barmitteln.
- EU-Regulierung: Lizenz der CySEC, getrennte Kundengelder und Schutz vor einem negativen Kontostand.
- Demokonto ohne Zeitlimit: Alle Instrumente mit virtuellem Geld, das sich jederzeit zurücksetzen lässt.
- Garantierter Stopp: Schützt vor Kurslücken, was nicht jeder CFD-Broker anbietet.
- Gebührenfreie Zahlungen: Plus500 selbst berechnet nichts für Ein- und Auszahlungen.
Nachteile von Plus500
- Keine BaFin-Aufsicht: Zuständig ist die CySEC, der Entschädigungsfonds zahlt höchstens 20.000 Euro.
- Gegenpartei deiner Trades: Plus500 ist Emittent der CFDs, du handelst nicht an einer Börse.
- Laufende Nebenkosten: Übernachtfinanzierung und bis zu 0,7 Prozent Währungsumrechnung fallen oft an.
- Inaktivitätsgebühr: Nach drei Monaten ohne Login bis zu 10 US-Dollar im Monat.
- Keine öffentliche Spread-Liste: Aktuelle Spreads siehst du erst nach der Registrierung.
- Nur CFDs für die meisten Kunden: Echte Aktien, Börsenoptionen und Futures gibt es nicht im selben Konto.
Alternativen zu Plus500
Wer CFDs handeln will, aber mehr Plattformauswahl sucht, hat mehrere Optionen. Admiral Markets und OANDA bieten neben eigener Software auch den MetaTrader an. Capital.com und XTB setzen wie Plus500 stark auf eine eigene App.
Wer eher mit echten Aktien starten will, hat eine einfache Alternative. Bei eToro sind Aktien ohne Hebel kein CFD. Einen Überblick über alle getesteten Anbieter mit Kosten und Regulierung findest du in unserem CFD-Broker-Vergleich.
Fazit: Für wen eignet sich Plus500?
Plus500 ist ein seriöser, aber kein risikoarmer Broker. Hinter der Plattform steht ein profitabler, schuldenfreier Konzern mit EU-Lizenz, getrennten Kundengeldern und einer Oberfläche, die auch Einsteiger schnell verstehen. Das unbegrenzte Demokonto ist ein echter Pluspunkt.
Die Grenzen muss man aber kennen, bevor man Geld einzahlt. Die BaFin beaufsichtigt Plus500 nicht, die Einlagensicherung ist zyprisch und niedrig, und bei gehaltenen Positionen summieren sich Übernacht- und Umrechnungskosten. Wer Positionen über Wochen hält, echte Aktien sucht oder den MetaTrader braucht, ist woanders besser aufgehoben.
Am besten passt Plus500 zu Tradern, die kurzfristig und mit kleinen Beträgen handeln. Voraussetzung ist, dass sie den Hebel verstehen und jede Position mit einem Stop absichern. Wer das nicht kann, gehört nach eigener Angabe des Anbieters mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den 80 Prozent.
Mein Rat nach Jahrzehnten am Markt: Teste die Ausführung zuerst im Demokonto, und zwar zu Nachrichtenzeiten. Wie ein Stop bei einem Datenrelease gefüllt wird, sagt mehr über einen Broker als jede Gebührentabelle. Erst wenn das passt, lohnt sich echtes Geld.
Häufige Fragen zu Plus500
Ist Plus500 in Deutschland legal?
Ja. Die Plus500CY Ltd ist von der zyprischen CySEC zugelassen und darf über den EU-Pass in Deutschland Kunden bedienen. Die BaFin führt das Unternehmen als grenzüberschreitenden Dienstleister, beaufsichtigt es aber nicht.
Welche Bank steckt hinter Plus500?
Keine. Plus500 ist keine Bank, sondern ein Wertpapierdienstleister. Vertragspartner ist die Plus500CY Ltd in Limassol, eine Tochter der börsennotierten Plus500 Ltd mit Sitz in Israel.
Was kostet der Handel bei Plus500?
Plus500 verlangt keine Kommission und verdient am Spread. Dazu kommen Übernachtfinanzierung, bis zu 0,7 Prozent Währungsumrechnung auf das Ergebnis und bis zu 10 US-Dollar Inaktivitätsgebühr im Monat nach drei Monaten ohne Login.
Wie lange dauert eine Auszahlung bei Plus500?
Plus500 bearbeitet Auszahlungen in der Regel innerhalb eines Werktags. Wie schnell das Geld danach ankommt, hängt von Bank oder Zahlungsdienst ab. Einzelne Kunden berichten auf Trustpilot von Auszahlungen innerhalb weniger Stunden.
Gibt es bei Plus500 einen Bonus für Neukunden?
Für Privatkunden in der EU nicht. Seit den ESMA-Maßnahmen von 2018 dürfen CFD-Anbieter Privatkunden keine Boni oder Prämien für den Handel versprechen. Angebote mit Bonus unter dem Namen Plus500 sind deshalb mit Vorsicht zu betrachten.
Muss ich Gewinne bei Plus500 selbst versteuern?
Ja, denn Plus500 behält als ausländischer Anbieter keine Abgeltungsteuer ein. Gewinne und Verluste gibst du in der Steuererklärung selbst an. Wie das bei CFDs funktioniert, erklären wir im Beitrag zu Steuern beim Daytrading.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1978 aktiv und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader in den Märkten Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsen. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Ende der 1980er Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte alle 10 Bücher des amerikanischen Trading-Autors, bekannt für den Ross-Haken und den Traders Trick Entry.
Broker beurteilt Karsten an drei Dingen: Kosten, Regulierung und Ausführung. Nach Jahrzehnten am Terminal weiß er, dass ein günstiger Spread wenig wert ist, wenn die Order im schnellen Markt schlecht gefüllt wird. Für diesen Bericht wurden die Angaben des Anbieters, die Regulierungsdaten und die veröffentlichten Konditionen an der Quelle geprüft.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.










