Der Ölpreis kommt zum Wochenstart vom Vorwochenhoch zurück: WTI (US Oil) testet bei $101,04 die 100-Dollar-Marke erneut, ob sie stützt, bleibt abzuwarten. Der Aufwärtstrend seit Juli ist intakt, das nahe Ziel bleibt das Septemberhoch. Brent ist nach dem Wochenschluss bei $117,39 mit $109,71 zurück am Septemberhoch, auch dort ist eine Stützung möglich.
Stand: 26.10.2026, 07:25 Uhr · Wochen- und Brent-Tageschart vom 26.10.2026, 07:25 Uhr MEZ, Monats- und Jahreschart vom 25.10.2026, 13:47 und 13:49 Uhr MEZ, Jahresverlauf vom 25.10.2026, 13:58 Uhr MEZ
Die Ölpreisprognose ist eine auf Chartanalyse beruhende Einschätzung der nächsten Kursbewegung bei WTI und Brent Crude, mit den Marken, an denen sich die Richtung entscheidet. Sie wird mindestens zum Wochenschluss nachgezogen und sagt ausdrücklich auch, wenn es gerade kein klares Bild gibt; die Charts zeigen den in der Praxis meistgehandelten Kurs US Oil. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Ölpreisprognose aktuell in 30 Sekunden
Die Lage
Aufwärtstrend, Retest der 100-Dollar-Marke. Die Vorwoche schloss bei $103,45 (US Oil, 23.10.), nah am Hoch bei $103,92. Am Montag steht der Kurs bei $101,04.
Die Marke, die halten muss
Die 100-Dollar-Marke als erste Stütze, darunter das 2023er Hoch bei $94,99, das in der Vorwoche getestet wurde und gehalten hat, und die Zone aus 2024er Hoch bei $87,59 und Septembertief bei $86,13.
Nächstes Ziel nach oben
Das Septemberhoch bei $106,75: Ob die 100-Dollar-Marke als Stütze dient, bleibt abzuwarten. Danach folgt das Jahreshoch bei $119,48.
Was als Nächstes ansteht
OPEC+ am 1. November, EIA-Kurzfristausblick am 10. November. Nächste Überprüfung zum Wochenschluss, früher bei einem Bruch der Marken.
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Karstens Ölpreis-Prognose für die neue Woche
So sehen Karstens Öl-Charts aus
Die Marken, die nächste Woche entscheiden
Das Szenario, auf das Karsten achtet
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Der Ölmarkt diese Woche: Retest der 100-Dollar-Marke nach Rücksetzer vom Vorwochenhoch

Der Wochenchart zeigt, wo der Ölpreis steht. Seit dem 11. Oktober laufen die Charts auf dem US-Oil-Kurs (USOIL), also auf WTI, wie es die meisten Trader im CFD-Handel sehen; vorher war es der Future CL1!. Die Woche zum 16. Oktober eröffnete bei $91,83, stieg bis $99,34, fiel bis $89,61 und schloss bei $99,05, nahe dem Wochenhoch. Die Vorwoche eröffnete bei $99,04, stieg bis $103,92, fiel bis $95,25 und schloss bei $103,45, nah am Wochenhoch. Die neue Woche eröffnete bei $102,61, stieg bis $102,63, fiel bis $100,69 und steht am Montagmorgen bei $101,04.
Dem Doji folgten zwei feste Wochen. Ein Doji ist eine Kerze ohne nennenswerten Körper: Käufer und Verkäufer hielten sich in der Woche zum 9. Oktober die Waage. Nach vier Wochen Korrektur vom Septemberhoch hat der Abwärtsdruck danach nachgelassen, die Käufer setzten sich mit zwei festen Wochenschlüssen durch, bevor der Kurs zum Wochenstart vom Vorwochenhoch zurückkam.
Gehalten hat das 2024er Hoch. Das Tief der Woche zum 9. Oktober bei $86,86 lag knapp unter dem 2024er Hoch bei $87,59, der Schluss wieder klar darüber; die Marke hat als Unterstützung gedient. Im selben Bereich verläuft die grüne mittelfristige Aufwärtstrendlinie vom Juli-Tief. Etwas tiefer liegt das Septembertief bei $86,13. Aus dieser Zone ist der Kurs in der Woche zum 16. Oktober nach oben ausgebrochen und hat das 2023er Hoch bei $94,99 hinter sich gelassen. Es dient jetzt als nächste Unterstützung. In der Vorwoche wurde das 2023er Hoch als Unterstützung getestet: Das Wochentief bei $95,25 lag knapp darüber, die Nachfrage setzte dort ein. Der Ausbruch über das damalige Vorwochenhoch bei $99,34 hat sich fortgesetzt, die Woche schloss bei $103,45 über der 100-Dollar-Marke. Zum Wochenstart kommt der Kurs vom Vorwochenhoch bei $103,92 zurück und testet die 100-Dollar-Marke erneut.
Grundsätzlich sieht das Bild gut aus für wieder steigende Kurse. Der Aufwärtstrend seit Juli ist intakt, das 2023er Hoch bei $94,99 ist genommen. Die 100-Dollar-Marke wird jetzt erneut getestet, ob sie stützt, bleibt abzuwarten. Ein fester Verlauf darüber dürfte auf das Septemberhoch bei $106,75 zielen, darüber ist auch das Jahreshoch bei $119,48 ein wahrscheinliches Ziel.
Widerstände
$103,92 / $106,75
Kurs 07:25 Uhr
$101,04
Unterstützungen
$87,59
$86,13
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Wie geht es nach dem Wochenschluss weiter?
Karstens Ölpreis-Prognose für die neue Woche: wo der Ölpreis drehen könnte, wo es eng wird und welches Szenario er im Blick hat.
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Was ein Barrel in Euro und je Liter kostet, steht samt Umrechnung auf unserer Seite zu den Rohölpreisen, dort zweimal täglich nachgezogen.
Drei Szenarien: Welche Marke entscheidet
Das 2023er Hoch oben und das Septembertief unten entscheiden. Die Kursmarken stammen aus Karstens Charts, die Schlusskurs-Bedingungen sind eine redaktionelle Orientierung. Es sind Orientierungsmarken, keine Auftragsregeln.
Maßgeblich ist der Tagesschluss im US-Oil-Chart (USOIL). Ein Tagesschluss jenseits der genannten Marke bestätigt ein Szenario, ein anschließender Tagesschluss zurück auf der anderen Seite entkräftet es. Einzelne Tagesausschläge ohne Schlusskurs zählen nicht; der Wochenschluss kommt als zusätzliche Bestätigung dazu, er ersetzt die Regel nicht.
Bullisch: über das 2023er Hoch
Gilt, wenn US Oil auf Tagesschlussbasis über das 2023er Hoch bei $94,99 steigt. Das ist seit der Vorwoche der Fall. Dann setzt sich der Aufwärtstrend seit Juli fort. Die 100-Dollar-Marke wird erneut getestet, ob sie stützt, bleibt abzuwarten; ein fester Verlauf darüber dürfte auf das Septemberhoch bei $106,75 zielen, darüber ist das Jahreshoch bei $119,48 ein wahrscheinliches Ziel. Entkräftet wird der Weg durch einen anschließenden Tagesschluss zurück unter $94,99.
Widerstandsmarken: $103,92, dann $106,75 und $119,48
Abwarten: zwischen Septembertief und 2023er Hoch
Solange die Tagesschlüsse zwischen $86,13 und $94,99 liegen, ist keine Seite entschieden. Das war bis zur Vorwoche der Fall, derzeit gilt die bullische Karte. Bis dahin galt diese Karte; nach einem Tagesschluss jenseits einer der beiden Marken gilt die bullische oder die bärische Karte. Kein Setup ist in dieser Lage auch ein Ergebnis.
Bärisch: unter das Septembertief
Gilt, wenn US Oil auf Tagesschlussbasis unter das Septembertief bei $86,13 fällt. Dann ist die Zone am 2024er Hoch gebrochen, und der Weg zum 2025er Hoch bei $80,73 wird frei. Die grüne Aufwärtstrendlinie verläuft im selben Bereich und kann schon vorher brechen. Entkräftet wird der Weg durch einen anschließenden Tagesschluss zurück über $86,13.
Unterstützungsmarken: $87,59, $86,13, dann $80,73
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Technische Indikatoren: was die Standardwerte sagen
TradingView rechnet aus den gängigen Indikatoren eine Zusammenfassung. Hinein gehen Oszillatoren wie RSI und Stochastik und die gleitenden Durchschnitte, gerechnet auf dem Tageschart des WTI-Future CL1!, weil das Widget für den US-Oil-Kurs keine Daten liefert. Die Zahlen weichen deshalb leicht von den Charts auf dieser Seite ab. Die Anzeige aktualisiert sich von selbst.
Das ist eine mechanische Rechnung, keine Einschätzung von Karsten. Sie zeigt nur, wie die Standardeinstellungen der verbreiteten Indikatoren den Tageschart gerade lesen. Die Marken und Bedingungen dieser Seite stammen aus dem Chart; beides kann sich widersprechen.
Das Monatsbild: Korrektur vom Jahreshoch, Aufwärtstrend seit Juli

Eine Zeitebene höher wird die große Bewegung des Jahres sichtbar. Vom Jahreshoch 2026 bei $119,48 im März korrigierte der Ölpreis bis zum Juli-Tief bei $67,04. Seitdem steigt er wieder, im September bis auf $106,75. Der September ist vom Hoch deutlich zurückgekommen und hätte einen Umkehrstab bilden können.
Der Oktober bewegt sich bisher in der September-Spanne. Er eröffnete bei $90,40, sein Tief liegt bei $86,86 und damit über dem Septembertief bei $86,13, sein Hoch bei $103,92 und damit unter dem Septemberhoch bei $106,75; zum Wochenschluss steht er bei $103,45. Das sind primär Indizien für eine Seitwärtsbewegung, solange das Septemberhoch nicht per Schlusskurs herausgenommen wird. Die Monatskerze ist vier Wochen alt und noch nicht abgeschlossen, der Monatsschluss bleibt abzuwarten.
Die Unterstützungen liegen eng beieinander. Das Septembertief bei $86,13 und das 2024er Hoch bei $87,59 bilden zusammen die Zone, die halten muss. Das 2023er Hoch bei $94,99 ist im Oktober genommen, die 100-Dollar-Marke überschritten. Das wichtigste Widerstandslevel ist jetzt das Septemberhoch bei $106,75; wird es per Schlusskurs herausgenommen, kommt das Jahreshoch ins Visier.
Brent im Tageschart: etablierter Aufwärtstrend, Ziel Jahreshoch

Bei Brent ist der Aufwärtstrend etabliert. Die Nordseesorte, im CFD-Handel als UK Oil (UKOIL) geführt, steigt seit dem Juli-Tief. Bestätigt wird der Trend von der grünen Aufwärtstrendlinie, die mehrfach angelaufen wurde und zuletzt Ende September und Anfang Oktober gehalten hat. Die Vorwoche verlief sehr stark: Brent hat sich vom Septemberhoch bei $109,97 abgesetzt und das Maihoch herausgenommen. Am Freitag schloss Brent bei $117,39, direkt am Wochenhoch. Der aktuelle Tagesbalken eröffnete bei $110,85, stieg bis $110,98, fiel bis $109,22 und steht bei $109,71: Der Kurs ist zurück am Septemberhoch und liegt weiter klar über der grünen Trendlinie.
Am Septemberhoch ist eine Stützung möglich. Hält die Marke bei $109,97, bleiben das Maihoch bei $115,30 und das Jahreshoch vom März bei $119,50 die Ziele; am Jahreshoch bleibt die Kursreaktion abzuwarten. Solange die Trendlinie hält, bleibt dieser Weg offen; bricht sie mit einem Tagesschluss, ist das Bild neu zu bewerten.
Brent notiert deutlich über WTI. Am Montagmorgen lagen zwischen UK Oil und US Oil knapp 9 Dollar. Brent ist der Maßstab für den Ölpreis in Europa, WTI für die USA; beide laufen in dieselbe Richtung, die Marken sind aber für jede Sorte eigene.
Warum die Charts jetzt US Oil und UK Oil zeigen
Seit dem 11. Oktober orientiert sich die Prognose an den CFD-Kursen. US Oil (USOIL) und UK Oil sind die Kurse von WTI und Brent, wie sie die meisten privaten Trader über ihren CFD-Broker handeln. Die Futures CL1! und BRN1!, auf denen die Charts bisher liefen, zeigen immer den vordersten Kontrakt; beim monatlichen Wechsel entsteht im Chart ein Sprung, der keine Marktbewegung ist.
Die WTI-Marken verschieben sich dadurch nur um wenige Cent. Das 2024er Hoch lag im Future bei $87,67 und liegt im US-Oil-Chart bei $87,59, das 2023er Hoch bei $95,03 gegenüber $94,99. Wer die Prognose mit einem Future-Chart vergleicht, rechnet diesen Abstand mit.
Was den Preis als Nächstes bewegen kann
Zwei Termine stehen kurzfristig an. Sie sind Anlässe, den Chart neu zu lesen, keine Vorhersage einer bestimmten Reaktion.
- 1. November, OPEC+: das nächste Treffen der sieben Länder mit freiwilligen Förderanpassungen. Am 4. Oktober hatten sie das Förderniveau aus September auch für November bestätigt (OPEC-Mitteilung vom 4. Oktober)
- 10. November, EIA-Kurzfristausblick: die nächste Ausgabe der Preis- und Förderschätzungen. Die aktuelle vom 6. Oktober hat die Brent-Schätzung deutlich angehoben (Zahlen im längeren Blick unten)
Dazu kommt die Nachrichtenlage um den Iran-Krieg. Die EIA nimmt in ihrem Oktober-Ausblick an, dass die Ölflüsse aus dem Nahen Osten über die Straße von Hormus und die Ausweichrouten bis ins vierte Quartal eingeschränkt bleiben; die stillgelegte Förderung der Region schätzt sie für dieses Quartal auf durchschnittlich 4,5 Millionen Barrel am Tag. Die Angriffe auf die Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien, eine der wichtigsten Umgehungen der Meerenge, haben im September gezeigt, wie schnell sich das ändern kann. Neue Meldungen über Angriffe oder Verhandlungen sind deshalb ein Anlass, die Szenarien neu zu prüfen.
Der längere Blick: Jahreschart und die Agenturen
Dieser Teil ist für Leser gedacht, die über den Tag hinaus schauen. Er wird zum Monatsanfang überprüft, nicht täglich.

Im Jahreschart ist die Richtung eindeutig: Rohöl steht im Aufwärtstrend. Das Jahr 2026 eröffnete bei $57,41 und steht nach dem Hoch von $119,48 bei $103,45, über der 100-Dollar-Marke. Die wichtigsten Marken sind die vorangegangenen Jahreshochs: 2025 bei $80,73, 2024 bei $87,59 (im Jahreschart auf $87,60 gerundet), 2023 bei $94,99, 2022 bei $129,42 und das Rekordhoch von 2008 bei $147,27.
Das längerfristige Kursziel ist das Jahreshoch 2026. Solange der Aufwärtstrend hält, ist die Rückkehr an $119,48 das Ziel; darüber lägen das 2022er Hoch und das Rekordhoch. Das Jahreshoch ist noch etwas entfernt; mit Blick auf den nahenden Jahresschlusskurs könnte sich aber ein fester Jahresstab entwickeln. Das ist eine Chartbetrachtung mit Bedingung, kein Versprechen: Bricht die Zone am 2024er Hoch, verschiebt sich das Bild.
Ölpreisentwicklung 2026: der Jahresverlauf

Die Ölpreisentwicklung 2026 zeigt der zweite Chart. WTI eröffnete bei $57,41, fiel am 7. Januar auf das Jahrestief von $55,76 und erreichte am 9. März $119,48. Bis Juli baute der Markt den Risikoaufschlag ab, seither steigt er wieder. Zuletzt schloss WTI (CL1!) am 23. Oktober bei $103,44 und Brent (BRN1!) bei $116,72. Der Chart zeigt die Futures; Sprünge am monatlichen Kontraktwechsel sind Rollunterschiede und keine Marktbewegung.
Die US-Energiebehörde hat ihre Preisschätzung deutlich angehoben. Die EIA rechnet in ihrem Kurzfristausblick vom 6. Oktober 2026 am Spotmarkt für Brent mit durchschnittlich $105 je Barrel im vierten Quartal 2026, 14 Dollar mehr als im September. Für das ganze Jahr 2026 erwartet sie $96, für 2027 $84 statt bisher $74. Als Gründe nennt sie die Angriffe auf die Ölinfrastruktur am Golf und den sehr knappen Dieselmarkt. Es sind Durchschnitte für den Spotpreis, keine Kursziele für den Chart; die nächste Ausgabe erscheint am 10. November.
Fazit: Aufwärtstrend intakt, die Unterstützung hat gehalten
Der Ölmarkt hat seine Unterstützung verteidigt. Nach vier Wochen Korrektur und einem Doji am 2024er Hoch schloss die Woche zum 16. Oktober über dem 2023er Hoch, die Vorwoche testete es als Unterstützung und schloss bei $103,45 fest über der 100-Dollar-Marke; zum Wochenstart kommt der Kurs davon zurück und testet die Marke erneut; der Aufwärtstrend seit Juli und der übergeordnete Aufwärtstrend im Jahreschart sind intakt. Brent schloss in der Vorwoche bei $117,39 am Wochenhoch, ist zum Wochenstart aber zurück am Septemberhoch; dort ist eine Stützung möglich, darüber bleibt das Jahreshoch bei $119,50 das Ziel.
Die Entscheidung hängt an zwei Marken. Nach oben an der 100-Dollar-Marke: Hier läuft der Retest, ob die Marke stützt, bleibt abzuwarten; ein fester Verlauf darüber dürfte auf das Septemberhoch bei $106,75 zielen, später auf das Jahreshoch bei $119,48. Nach unten an der Zone zwischen $86,13 und $87,59; ein Tagesschluss unter dem Septembertief öffnet den Weg zum 2025er Hoch bei $80,73.
Häufige Fragen zur Ölpreisprognose
Wird der Ölpreis steigen oder fallen?
Für morgen lässt sich die Richtung nicht vorhersagen, wohl aber sagen, woran man sie erkennt. Der Trend zeigt aufwärts; die Woche zum 16. Oktober schloss bei $99,05 über dem 2023er Hoch bei $94,99 (US Oil), die Vorwoche schloss bei $103,45 über der 100-Dollar-Marke, zum Wochenstart läuft ein Retest der Marke. Ob sie stützt, bleibt abzuwarten, ein fester Verlauf darüber dürfte auf das Septemberhoch bei $106,75 zielen. Ein Tagesschluss unter dem 2023er Hoch entkräftet den Ausbruch, ein Tagesschluss unter dem Septembertief bei $86,13 macht das 2025er Hoch bei $80,73 zum Ziel. Maßgeblich ist jeweils der Tagesschluss im US-Oil-Chart.
Wird der Ölpreis wieder sinken?
Kurzfristig hängt das an einer Zone. Das Septembertief bei $86,13 und das 2024er Hoch bei $87,59 sind die nächste Unterstützung; in der Woche zum 9. Oktober haben sie gehalten, der Kurs liegt mit $101,04 inzwischen deutlich darüber. Ein Tagesschluss unter $86,13 richtet den Blick auf das 2025er Hoch bei $80,73. Auf längere Sicht erwartet die EIA fallende Preise: nach $105 im vierten Quartal 2026 im Jahresdurchschnitt 2027 $84 je Barrel Brent am Spotmarkt (Ausblick vom 6. Oktober).
Wie entwickelt sich der Ölpreis morgen und in den nächsten Tagen?
Der Ausbruch über das 2023er Hoch ist der Rahmen, auch für morgen. Nach oben ist nach der 100-Dollar-Marke das Septemberhoch bei $106,75 im Blick. Nach unten stützt das 2023er Hoch bei $94,99, darunter die Zone zwischen $86,13 und $87,59 (Stand Montag, 26.10.2026). Der nächste Anlass ist das OPEC+-Treffen am 1. November.
Warum steigt oder fällt der Ölpreis heute?
Nach vier Wochen Korrektur hat sich der Markt am 2024er Hoch gefangen und ist über das 2023er Hoch gestiegen. Die Woche zum 16. Oktober schloss bei $99,05 nahe ihrem Hoch, die Käufer setzten sich durch, und die Vorwoche schloss bei $103,45 fest über der 100-Dollar-Marke, zum Wochenstart läuft ein Retest. Kurzfristig bewegen vor allem drei Dinge den Preis: Nachrichten zum Iran-Krieg und zur Straße von Hormus, die Förderpolitik der OPEC+ und die wöchentlichen US-Lagerdaten der EIA. Dazu kommt der Dollarkurs, weil Öl in Dollar abgerechnet wird.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1980 aktiv an den Finanzmärkten und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader, der seine Entscheidungen aus dem Kursverlauf ableitet statt aus automatisierten Systemen.
Sein Schwerpunkt liegt auf Devisen, Indizes und Rohstoffen. Aus der eigenen Handelspraxis sind die Kagels Trading Methode und ein Signaldienst entstanden. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Rohöl gehört zu den Märkten, die er selbst handelt. Er handelt den WTI-Future an der NYMEX. Die Marken dieser Prognose stammen aus seinen eigenen Charts, die Kurse sind abgelesene Chartstände und keine Abrechnungspreise.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.








