Bitcoin, Revolution oder Tulpenmanie?

Bitcoin, Revolution oder Tulpenmanie?
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Die Erfolgsstory von Bitcoin begann 2009 mitten in der großen Finanzkrise. Ein unter dem Synonym Satoshi Nakamoto bekannter Entwickler veröffentlicht dass Bitcoin Protokoll, eine revolutionäre Technik, die mit Hilfe der sogenannten Blockchain-Technologie Transaktionen möglich macht.

Die Blockchain-Technologie

Das Revolutionäre an der Blockchain-Technologie ist, dass für eine Transaktion kein Mittelsmann, wie z.B. eine Bank oder ein anderer Finanzdienstleister nötig ist.

Ermöglicht wird dies durch ein Netzwerk von sogenannten Minern, Computer, die einzig und alleine dafür gebaut wurden, Transaktionen in Blöcke zusammen zu fassen.

Eine Transaktion von Person A zu Person B wird ins Netzwerk übertragen und die Transaktionen werden von den Minern dann in einen Block umgewandelt. Aneinander gereiht ergeben die Blöcke eine Kette, die sogenannte Blockchain.

Die Blockchain bietet ein hohes Maß an Sicherheit, weil nur Transaktionen, die von dem Großteil der Minern bestätigt wurden, in die Blockchain aufgenommen werden. Das macht eine Manipulation nahezu unmöglich, da man über mindestens 51% der gesamten Miner verfügen müsste, um die Blockchain zu manipulieren.

Als Belohnung für die ständige Errechnung der Blöcke, was energieintensive Rechenvorgänge sind, erhalten die Miner Bitcoins.

Da die Gesamtmenge der jemals geschaffenen Bitcoins auf 21 Mio. festgelegt ist, und im Gegensatz zum Fiat Papiergeld nicht Milliardenfach gedruckt werden kann, ergibt sich eine hohe Wertsteigerung. Hinzu kommt, das die als Belohnung für die Miner ausgegebene Menge Bitcoins sich alle 4 Jahre halbiert, woraufhin dass Angebot nochmals alle 4 Jahre halbiert wird.

Krypto Miner

Das ist mein selbstgebauter privater Miner für Elektronium. Da sind sechs Grafikkarten drin, welche das Mining übernehmen. Für Bitcoin gibt es ASCI-Miner.

Eine Geschichte mit vielen Hoch und Tiefpunkten

Der Bitcoin begann seine Geschichte zunächst kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen als eine Randerscheinung im Internet, die hauptsächlich von Computer-Verrückten genutzt wurden. Eine beliebte Geschichte ist, das eine der ersten Bitcoin Zahlungen 10 000 BTC für eine Pizza getätigt wurden (aktueller heutiger Wert 130 Millionen Euro).

In den ersten Jahren wurde der Bitcoin hauptsächlich als Zahlungsmittel im Internet oder dem sogenannten Darknet genutzt. Daher haftet dem Bitcoin noch heute der schlechte Ruf an, dass er eine Währung für Kriminelle sei, weil er nicht zurückverfolgt werden könne.

Dies ist aber nur eine Halbwahrheit, jede jemals getätigte Bitcoin Transaktion ist in der Blockchain festgehalten und somit jedem zugänglich. Wenn einer Person ein Mal die Transaktionsadresse (Wallet-Adresse) zuzuordnen ist, kann jede Transaktion dieser Person nach verfolgt werden.

In den folgenden Jahren wurde der BTC immer beliebter, weil immer mehr Menschen die Vorteile sahen. Man benötigt im Grunde keine Banken mehr, man kann seine eigene Bank sein und somit sein Kapital vor deren Zugriff schützen. Nehmen wir doch einfach die Zypern Krise als Beispiel: Da haben die Banken das Guthaben ihrer Kunden eingefroren und teilweise genutzt, um ihre eigenen Finanzhaushalte wieder zu bereinigen.

Bis 2014 vervielfachte sich der Wert des BTC jährlich, als dann der Handelsplatz Mt.Gox, über den zu dem Zeitpunkt 60 Prozent aller BTC gehandelt wurden, aufgrund eines Hacks, in die Insolvenz ging. Dies löste einen Preissturz von über $1.000 auf ein Tief von $150 aus.

Nach einem Jahr Bärenmarkt erholte sich der BTC, von einigen Korrekturen unterbrochen, stetig.

Im Jahre 2017 startet der Bitcoin dann richtig durch und steigt von einem anfänglichen Wert um die $1000 auf derzeit über $15.000, was bei vielen Anlegern die Frage aufwirft, ob der Wert noch berechtigt ist oder ob sich schon längst eine neue Tulpenblase gebildet hat.

Wallet, Exchange und Sicherheit

Nun werden sich einige die Frage stellen, wie und wo kann ich Bitcoins kaufen oder handeln.

Bitcoins kauft man auf den sogenannten Exchanges. Das sind im Grunde genommen Tauschbörsen, auf denen man entweder Geld oder aber auch Kryptowährungen einzahlen kann, um damit zu handeln. Je nachdem, ob man kaufen oder verkaufen möchte, erstellt man eine entsprechende Order. Wenn die Order dann ausgeführt worden ist, hat man die Bitcoins entweder gekauft oder verkauft. Das Prinzip sollte ja jedem bekannt sein, der am Finanzmarkt tätig ist.

Da die meisten Exchanges noch keiner oder wenig Regulierung unterliegen, empfiehlt es sich, die Bitcoins nicht komplett dort liegen zu lassen, da es in der Vergangenheit schon häufiger passiert ist, dass Exchanges gehackt wurden und die Einlagen der Kunden geklaut wurden Das bekannteste Beispiel hierfür dürfte Mt.Gox sein.

Auch ist es schon vorgekommen dass Exchanges von Seiten der Regierung geschlossen wurden, wie es kürzlich  bei den chinesischen Exchanges Houbi und OKCoin  geschehen ist.

Daher empfiehlt es sich, einen Teil der Bitcoins zwecks Trading auf der Exchange zu lassen und den Rest auszuzahlen und bei sich Zuhause zu lagern.  Doch da stellt sich unweigerlich die Frage, wie lagere ich meine Coins sicher, denn auch der heimische Rechner kann gehackt werden, wie ich selbst in meiner Anfangszeit schmerzlich feststellen musste.

Wer sich jedoch intensiver mit dem Thema Sicherheit befasst, wird feststellen, dass es genug sichere Aufbewahrungsmöglichkeiten für Coins gibt.

Aber zuerst einmal etwas grundlegendes: Bitcoins werden, wie alle Kryptowährungen, in sogenannten Wallets gespeichert. Das ist ein Programm, welches man auf dem PC installiert und das dann, ähnlich einer digitalen Geldbörse, die Coins enthält.

Versandt oder empfangen werden Kryptos über eine Wallet-Adresse (Bitcoin Adresse). Diese kann man sich wie eine Kontonummer vorstellen. Der Versender trägt die Wallet-Adresse des Empfängers beim Erstellen der Transaktion im Wallet ein und kann so die gewünschte Anzahl Coins verschicken. Hierfür wird ein bei der Erstinstallation des Wallets selbst festgelegter Schlüssel, im Grunde genommen ein Passwort, benötigt.

Hardware- und Paper Wallets

Für eine langfristige, sichere Lagerung der Bitcoins empfiehlt sich ein Paper- oder Hardware Wallet.

Beim Paper Wallet handelt es sich um ein Wallet, welches mittels eines Programms erstellt wurde. Im Optimalfall sollte der PC während der Erstellung nicht mit dem Internet verbunden sein, um zu verhindern, dass Hacker den Vorgang beobachten und so die Keys (Passwörter) erhalten.

Am Ende dieses Vorgangs erhält man einen Ausdruck, daher der Name Paper Wallet, auf dem die Wallet-Adresse und die zugehörigen Keys ausgedruckt sind. Mit diesen Zettel lässt sich jederzeit das Wallet auf dem PC wiederherstellen mit allen an die Wallet Adresse gesandten Coins.

Beim Hardware Wallet handelt es sich um ein Gerät, auf dem die für den Versand benötigten Keys gespeichert sind, die bekanntesten sind Trezor oder Ledger Wallet.

Also kann man nur Bitcoins an eine andere Person versenden, wenn das Gerät mit dem PC verbunden ist.

Ledger Hardware Wallet

Mein persönlicher Ledger Hardware Walllet

Investmentmöglichkeiten im Blockchainbereich

Als Investmentmöglichkeit bietet sich zum einen das direkte Kaufen eines bestimmten Coins als Langfristanlage an, getreu dem Motto „Buy and Hold“. Entsprechende Finanzprodukte wie z.B. CFDs bieten die Möglichkeit, je nach eigener Vorliebe kurzfristig zu handeln und durch Kursveränderungen Gewinne zu erzielen.

Eine neue Anlagemöglichkeit bieten sogenannte ICOs ( Initial Coin Offering ). Dies sind Unternehmen, die im Blockchainbereich tätig sind und ein neues Geschäftsmodell, das sogenannte Whitepaper, veröffentlichen, und zur Realisierung Kapital, meist in Form von Kryptowährungen, einsammeln.

Ausgegeben werden dann, ähnlich einer Aktie, Anteile an dem Unternehmen,  in Form sogenannter Tokens. Auch komplett neue Kryptowährungen werden auf dem Wege veröffentlicht, wobei die eingesammelten Gelder dann zum Promoten und zur Förderung der jeweiligen Coins genutzt werden.

Zu den Blockchain-Unternehmen gehören unter anderem Miningfirmen, die Kapital zum Aufbau von Rechenzentren sammeln, um mit denen dann Kryptowährungen zu minen. Die Gewinne werden dann meist anteilig auf die Token Halter verteilt.

Andere Firmen nutzen die Tokens als eine Währung, mit denen Dienstleistungen des jeweiligen Unternehmens in Anspruch genommen werden können.

Hier ist es durchaus schon vorgekommen, dass die endsprechenden Tokens der Unternehmen, wenn die Dienstleistung und somit die Tokens stark nachgefragt sind, ihren Wert erheblich gesteigert haben.

Dazu sollte jedoch erwähnt werden, das ICOs aufgrund fehlender Regulierung auch hohe Risiken bergen. Die Idee des Unternehmens kann ein Flop sein, und es ist durchaus schon vorgekommen, das Betrüger die eingesammelten Beträge veruntreut haben, oder damit gleich komplett verschwunden sind, wie es zum Beispiel beim Oren Network geschehen ist.

Mein persönliches Fazit

Meiner Meinung nach ist das Potential der Blockchain-Technologie noch lange nicht ausgeschöpft und ist daher eher der Beginn einer Revolution als eine moderne Tulpenmanie.

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