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Skilling Erfahrungen: Der CFD-Broker aus Zypern im Test 2026

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2026

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18 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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Skilling wirbt mit 49 Prozent Verlustquote und liegt damit deutlich unter dem Branchenschnitt. Der zypriotische Broker ist über den EU-Pass in Deutschland tätig, seit 2025 auch über TradingView und MetaTrader 5. Wer bei Skilling handelt, schließt seinen Vertrag allerdings nicht mit einem deutschen Institut, und genau das übersehen die meisten Testberichte.

Dieser Bericht prüft die Angaben an der Quelle statt sie abzuschreiben. Er nennt die Regulierung mit dem Wortlaut der BaFin, die tatsächlichen Auszahlungsgebühren und das, was aus dem früheren Copy Trading geworden ist. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Skilling: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Anbieter: Skilling Limited, Nikosia (Zypern), Registernummer HE373524, gegründet 2016.
  • Regulierung: CySEC-Lizenz 357/18. In Deutschland über den EU-Pass tätig. Die BaFin schreibt zum Eintrag ausdrücklich, das Unternehmen werde nicht von ihr beaufsichtigt.
  • Sicherung: 20.000 Euro über den zypriotischen Anlegerentschädigungsfonds, dazu eine private Kontoversicherung über Lloyd’s bis 1 Million Euro.
  • Risikohinweis des Anbieters: 49 Prozent der Privatanlegerkonten verlieren beim CFD-Handel mit Skilling Geld.
  • Kosten: Standard-Konto ab 0,8 Pips ohne Kommission, Premium ab 0,1 Pips plus $35 je Million. Mindesteinzahlung 100 Euro.
  • Plattformen: Skilling Trader, cTrader, TradingView, MetaTrader 4 und MetaTrader 5.
  • Bewertung: Trustpilot 3,7 von 5 aus 442 Bewertungen, davon 75 Prozent Bestnoten und 14 Prozent ein Stern.

Was ist Skilling?

Skilling ist ein zypriotischer Online-Broker, über den Privatanleger CFDs auf Devisen, Aktien, Indizes, Rohstoffe und Kryptowährungen handeln. Betreiber ist die Skilling Limited mit Sitz in Nikosia, zugelassen von der zypriotischen Finanzaufsicht CySEC unter der Lizenznummer 357/18.

Das Unternehmen ist ein skandinavisches Fintech, kein klassisches Bankhaus. Gegründet wurde es 2016 von Henrik Persson Ekdahl, André Lavold und Mikael Riese Harstad. Heute arbeiten nach Angaben des Anbieters über 70 Mitarbeiter an den Standorten Zypern, Malta und Spanien. Im Handelsregister von Zypern steht die Gesellschaft unter der Nummer HE373524.

Im Angebot stehen laut Anbieter über 1.000 CFD-Instrumente aus sieben Anlageklassen. Ein CFD ist ein Differenzkontrakt: Du kaufst nicht die Aktie oder die Währung selbst, sondern wettest auf die Kursdifferenz. Das funktioniert in beide Richtungen, also auch auf fallende Kurse, und es funktioniert mit Hebel. Der Hebel vervielfacht Gewinn und Verlust gleichermaßen. Wie der CFD-Handel im Detail abläuft und was einen Trader von einem Anleger unterscheidet, erklären wir getrennt.

Wichtig für die Einordnung ist die Trennung zwischen dem EU-Geschäft und dem Rest der Welt. Für Kunden aus Deutschland ist die Skilling Limited der Vertragspartner. Das Geschäft außerhalb der EU lief früher über die Skilling (Seychelles) Ltd und firmiert heute unter dem Namen TradingMoon. Wer skilling.com/row/en aufruft, landet per Weiterleitung auf tradingmoon.com. Das betrifft deutsche Anleger nicht, erklärt aber, warum ältere Testberichte eine Seychellen-Lizenz nennen.

Ist Skilling seriös? Regulierung, Einlagensicherung und der deutsche Partner

Die wichtigste Frage bei einem Auslandsbroker lautet nicht, ob er reguliert ist, sondern von wem. Skilling ist CySEC-reguliert, also von der zypriotischen Aufsicht. Für den deutschen Markt arbeitet der Broker über den EU-Pass. Das ist zulässig und bei CFD-Brokern der Normalfall, hat für dich aber praktische Folgen.

Was die BaFin zu Skilling schreibt

In der Unternehmensdatenbank der BaFin steht Skilling Limited als grenzüberschreitender Dienstleister. Die Gattung lautet dort wörtlich „Grenzüberschreitender Dienstleister (WpI) gem. § 74 WpIG“, die Erstnotifikation datiert auf den 7. Juni 2018. Direkt darunter steht ein Hinweiskasten der Behörde, das aufgerufene Unternehmen werde nicht von der BaFin beaufsichtigt.

Ein Eintrag in der BaFin-Datenbank ist damit kein Gütesiegel der deutschen Aufsicht. Zuständig bleibt die CySEC in Zypern. Im Streitfall heißt das für dich: eine andere Behörde, eine andere Sprache und ein anderer Beschwerdeweg. Wer den Eintrag prüfen möchte, findet ihn in der BaFin-Unternehmensdatenbank.

Einlagensicherung: 20.000 Euro plus private Versicherung

Skilling ist Mitglied im zypriotischen Anlegerentschädigungsfonds ICF. Der sichert Kundengelder im Insolvenzfall bis zu 20.000 Euro je Kunde ab. Das ist deutlich weniger als die 100.000 Euro der gesetzlichen Einlagensicherung bei deutschen Banken, gilt aber einheitlich für alle zypriotischen Broker, etwa auch für Plus500.

Zusätzlich nennt der Anbieter eine private Kontoversicherung über Lloyd’s of London bis 1 Million Euro. Sie ist laut Skilling im Konto bei der Skilling Limited enthalten. Einordnung dazu: Eine private Versicherung ist kein gesetzlicher Schutz. Sie kann angepasst oder gekündigt werden, und ihre Bedingungen veröffentlicht der Anbieter nicht. Sie ersetzt den ICF nicht, sie kommt obendrauf.

Kundengelder liegen getrennt vom Firmenvermögen. Skilling führt sie auf segregierten Konten bei Partnerbanken. Dazu kommt der Negativsaldoschutz für Privatkunden: Du kannst nicht mehr verlieren, als auf dem Konto liegt.

Der deutsche Partner: trading-house Broker GmbH

Seit Kurzem wirbt Skilling auf seiner Startseite mit einem deutschen Partner. Dort steht: „Service und Support jetzt von trading-house, unserem Partner in Deutschland“. Hinter dem Namen steht die trading-house Broker GmbH mit Sitz in der Lietzenburger Straße 107 in Berlin.

Diese Gesellschaft ist tatsächlich ein deutsches Wertpapierinstitut. Die BaFin führt sie mit Erlaubnissen für Anlagevermittlung, Abschlussvermittlung und Anlageberatung nach dem Wertpapierinstitutsgesetz, erteilt am 26. Juni 2021 und in der Vorgängerform bereits seit dem 10. Juni 2014. Skilling verlinkt diesen Eintrag auf der eigenen Seite.

Verwechsle die beiden Rollen trotzdem nicht. Dein Vertragspartner und der Verwahrer deines Geldes bleibt die zypriotische Skilling Limited. Der deutsche Partner übernimmt Service und Betreuung. Das ist ein echter Vorteil beim Support, ändert aber nichts an der Zuständigkeit im Ernstfall.

Was Kunden bei Trustpilot schreiben

Bei Trustpilot steht Skilling bei 3,7 von 5 Punkten aus 442 Bewertungen. Die Verteilung ist dabei aussagekräftiger als der Mittelwert: 75 Prozent vergeben die Bestnote, 14 Prozent nur einen Stern. Vier und drei Sterne kommen fast nicht vor. Das ist keine mittelmäßige Bewertung, sondern eine gespaltene. In den letzten zwölf Monaten kamen 73 Bewertungen dazu.

Zwei Angaben gehören zur Einordnung dazu. Skilling unterhält bei Trustpilot ein kostenpflichtiges Abonnement und lädt Kunden aktiv zur Bewertung ein. Das ist erlaubt und üblich, erklärt aber den hohen Anteil an Bestnoten. Gleichzeitig beantwortet das Unternehmen nach Angaben des Portals 100 Prozent der negativen Bewertungen, meist innerhalb von 24 Stunden.

Zum Vergleich innerhalb derselben Quelle und am selben Tag erhoben: IC Markets steht bei 4,8 aus 56.515 Bewertungen, Capital.com bei 4,6 aus 15.111, Pepperstone bei 4,2 aus 3.607 und IG bei 3,6 aus 10.044. Skilling liegt damit im unteren Mittelfeld, bei einer allerdings deutlich kleineren Stimmenzahl.

Vorteile und Nachteile von Skilling

Skilling ist ein solider Broker für den Einstieg, aber kein Anbieter für Anleger, die deutsche Aufsicht erwarten. Die folgende Gegenüberstellung fasst zusammen, was für den Broker spricht und wo du genauer hinsehen solltest.

Das spricht für Skilling

  • Niedrige Einstiegshürde: 100 Euro Mindesteinzahlung, Micro-Lots ab 0,01 und ein unbefristetes Demokonto.
  • Große Plattformauswahl mit fünf Optionen, darunter TradingView und MetaTrader 5.
  • Private Kontoversicherung über Lloyd’s bis 1 Million Euro zusätzlich zum gesetzlichen Entschädigungsfonds.
  • Deutschsprachiger Service über die trading-house Broker GmbH, ein in Deutschland zugelassenes Wertpapierinstitut.
  • Mit 49 Prozent verlierender Privatanlegerkonten liegt die Quote unter der vieler Wettbewerber, die 70 bis 80 Prozent ausweisen.
  • Negativsaldoschutz und getrennte Kundenkonten sind vorhanden.

Das solltest du kritisch sehen

  • Keine BaFin-Aufsicht: Zuständig ist die zypriotische CySEC, die Einlagensicherung endet bei 20.000 Euro.
  • Die Bewertungslage ist gespalten, 14 Prozent der Trustpilot-Nutzer vergeben nur einen Stern.
  • Auszahlungen per SEPA-Überweisung kosten immer 15 Euro, unabhängig vom Betrag.
  • Wer ohne Handelsaktivität auszahlt, zahlt 2,5 Prozent des Auszahlungsbetrags.
  • Copy Trading gibt es für EU-Kunden nicht mehr, das Angebot hing an der früheren Seychellen-Gesellschaft.
  • Der Anbieter beschreibt seine Swap-Berechnung weiterhin über den LIBOR, der seit September 2024 nicht mehr existiert.
  • Es gibt ausschließlich CFDs, kein echtes Wertpapierdepot und keine Sparpläne.

Welche Märkte kannst du bei Skilling handeln?

Skilling bietet nach eigenen Angaben über 1.000 CFD-Instrumente aus sieben Anlageklassen. Die genaue Zahl hängt vom Kontotyp ab: Das MT4-Konto hat spürbar weniger Auswahl als Standard und Premium. Die folgenden Werte stammen aus der Kontenübersicht des Anbieters.

MarktStandardMT4
Devisen7353
Aktien-CFDsüber 760weniger
Kryptoüber 506
Indizes1814
Rohstoffe185
Handelbare Instrumente je Kontotyp. Das Premium-Konto entspricht dem Standard-Konto. Stand 16.09.2026, Quelle: Kontenübersicht von Skilling.

Bei den Kryptowährungen hat sich das Angebot am stärksten verändert. Ältere Testberichte nennen hier zehn Werte. Tatsächlich sind es im Standard- und Premium-Konto inzwischen über 50. Der Hebel ist bei Krypto-CFDs allerdings auf 1:2 begrenzt, das schreibt die europäische Regulierung so vor. Mehr zum Handel mit digitalen Werten steht in unserem Überblick zu Kryptowährungen, dazu unsere Einschätzungen zu Bitcoin, Ethereum und Ripple.

Bei den Rohstoffen kommt die Steigerung durch eine eigene Kategorie zustande. Skilling führt neben Metallen und Energie inzwischen Soft Commodities als eigene Anlageklasse, also Agrarrohstoffe wie Kaffee, Zucker oder Weizen. Wer Gold handelt, findet die aktuelle Lage in unserer Goldpreis-Prognose.

Der Devisenhandel bleibt der Schwerpunkt des Brokers. Mit 73 Währungspaaren deckt Skilling die großen Paare und einen Teil der Exoten ab. Wie der Devisenmarkt funktioniert, erklärt unser Grundlagenartikel zum Forex-Handel; die aktuelle Einschätzung zum wichtigsten Paar steht in der Euro-Dollar-Prognose. Da CFDs in beide Richtungen laufen, lohnt sich der Blick auf Long-Positionen und Short-Positionen.

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Welche Kontoarten bietet Skilling an?

Skilling führt drei Hauptkontoarten: Standard, Premium und MT4. Dazu kommen auf Anfrage ein Professional-Konto und ein Corporate-Konto. Der Unterschied liegt vor allem im Preismodell, nicht im Leistungsumfang.

MerkmalStandardPremium
Spread ab0,8 Pips0,1 Pips
Kommissionkeine$35/Mio.
Einzahlung ab100 €5.000 €
Hebel privat1:301:30
PlattformenTrader, cTrader, TradingViewTrader, cTrader
Stop-Out50 Prozent50 Prozent
Kontovergleich, Stand 16.09.2026, Quelle: Skilling Kontoarten.

Das Standard-Konto ist das Einsteigerkonto und kommt ohne Kommission aus. Du zahlst ausschließlich über den Spread, also die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Die Mindesteinzahlung liegt bei 100 Euro. Bemerkenswert ist, dass nur dieses Konto den Zugang zu TradingView einschließt.

Das Premium-Konto lohnt sich erst ab einem gewissen Volumen. Die Spreads beginnen bei 0,1 Pips, dafür kommt eine Kommission von $35 je gehandelter Million hinzu. Statt der 5.000 Euro Starteinlage akzeptiert Skilling alternativ ein durchschnittliches Monatsvolumen von 10 Millionen US-Dollar.

Das MT4-Konto ist ein eigener Kontotyp und nicht nur eine Plattformoption. Wer es wählt, handelt ausschließlich über den MetaTrader 4 und hat ein kleineres Angebot: 53 statt 73 Währungspaare und sechs statt über 50 Kryptowährungen. Es gibt das MT4-Konto auch in einer Premium-Variante, dort liegt die Kommission bei $40 je Million.

Der Hebel liegt für Privatkunden bei 1:30. Das ist keine Entscheidung des Brokers, sondern die Obergrenze der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA für Hauptwährungspaare. Bei Krypto-CFDs sind es 1:2. Höhere Hebel bekommt nur, wer den Status als professioneller Kunde beantragt und dafür Erfahrung und Vermögen nachweist. Mit diesem Status entfällt allerdings ein Teil des Schutzes. Wie du Positionsgrößen begrenzt, steht im Artikel zum Risikomanagement.

Welche Handelsplattformen stehen bei Skilling zur Auswahl?

Skilling bietet fünf Plattformen an, zwei davon sind erst seit 2025 dabei. Neben der hauseigenen Oberfläche und dem cTrader stehen heute auch TradingView, MetaTrader 4 und MetaTrader 5 zur Verfügung. Ältere Testberichte kennen nur die ersten drei.

Skilling Trader Plattform mit Chart und Orderfenster
Die hauseigene Plattform Skilling Trader richtet sich an Einsteiger.

Der Skilling Trader ist die hauseigene Plattform und auf Einfachheit ausgelegt. Sie läuft im Browser, als Desktopanwendung und als App. Die Abbildung darüber zeigt die Oberfläche mit Chart und Orderfenster. Für den Einstieg reicht sie aus, an den Funktionsumfang einer Profi-Software kommt sie nicht heran. Einen Überblick über die Alternativen am Markt gibt unser Vergleich der besten Trading-Plattformen. Einen Überblick über Trading-Software und Trading-Apps findest du ebenfalls bei uns.

Der cTrader richtet sich an fortgeschrittene Trader. Er bietet Markttiefe über mehrere Ebenen, schnelle Ordereingabe und algorithmischen Handel. Das zugehörige Modul heißt seit dem letzten Umbau cTrader Algo und arbeitet mit C# und Python. Wie die Plattform im Detail funktioniert, steht in unserem Testbericht zum cTrader. Welche technischen Indikatoren sich dort einsetzen lassen und wie Handelsroboter funktionieren, behandeln wir gesondert.

Die TradingView-Anbindung ist die auffälligste Neuerung. Seit dem 22. September 2025 können Skilling-Kunden direkt aus TradingView heraus handeln. Der Broker legt dazu ein kostenloses TradingView-Abonnement bei, sobald Konto und Verifizierung abgeschlossen sind. Diese Option gibt es allerdings nur im Standard-Konto, nicht im Premium-Konto.

MetaTrader 4 und MetaTrader 5 stehen ebenfalls bereit. Der MT4 ist im Devisenhandel seit Jahren Standard und erlaubt automatisierten Handel über Expert Advisors. Der MT5 ist der Nachfolger mit mehr Zeiteinheiten und zusätzlichen Ordertypen. Welche Broker die Plattform sonst noch anbieten, zeigt unsere Übersicht der MetaTrader-5-Broker.

Copy Trading bietet Skilling in der EU nicht mehr an. Das frühere Skilling Copy lief über die Seychellen-Gesellschaft, und deren Bedingungen sind im Hilfebereich weiterhin unter diesem Namen abgelegt. In der aktuellen Plattformübersicht des Anbieters taucht das Produkt nicht mehr auf, die zugehörige Seite leitet auf die Startseite um. Wer Strategien kopieren möchte, braucht also einen anderen Anbieter.

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Welche Gebühren fallen bei Skilling an?

Die Handelskosten sind günstig, die Auszahlungskosten sind es nicht. Genau dieser Unterschied geht in vielen Testberichten unter, weil die Auszahlungsregeln nicht auf der Preisseite stehen, sondern im Hilfebereich.

Im Handel zahlst du je nach Konto über den Spread oder über eine Kommission. Das Standard-Konto beginnt bei 0,8 Pips ohne Kommission. Was der Spread zwischen Geld- und Briefkurs bedeutet und wie sich der Pip-Wert berechnet, erklären wir getrennt. Im Premium-Konto sinkt der Spread auf 0,1 Pips, dafür fallen $35 je Million Handelsvolumen an, bei GBP/USD $40 und bei Gold $60. Bitcoin-CFDs starten bei 0,5 Punkten Spread.

VorgangKostenHinweis
EinzahlungkostenlosDritte möglich
Auszahlung SEPA15 €je Überweisung
Auszahlung SWIFT25 €auch USD, GBP
Ohne Handel2,5 %vom Betrag
2. Auszahlung2,5 %je Tag
Skrill, Netellerbis 2,9 %variabel
Ein- und Auszahlungsgebühren, Stand der Anbieterangabe: 10.12.2025.

Die wichtigste Zahl für deutsche Kunden ist die SEPA-Gebühr. Eine Auszahlung per Banküberweisung kostet 15 Euro, und zwar unabhängig vom Betrag. Bei einer Auszahlung über 200 Euro sind das 7,5 Prozent. Kostenlos ist pro Tag genau eine Auszahlung über alle anderen Zahlungswege. Die häufig zitierte Regel „eine kostenlose Auszahlung pro Monat“ stimmt nicht mehr.

Besonders beachten solltest du die Gebühr bei fehlender Handelsaktivität. Wer einzahlt und das Geld ohne einen einzigen Trade wieder abzieht, zahlt 2,5 Prozent des Auszahlungsbetrags. Der Anbieter behält sich das ausdrücklich vor. Das trifft genau die Situation, in der jemand ein Konto testet und sich dann anders entscheidet.

Bei Positionen über Nacht kommen Swap-Gebühren dazu. Ein Swap ist der Finanzierungsaufschlag für gehebelte Positionen, die über den Handelsschluss hinaus gehalten werden. Er wird um 22:00 Uhr GMT berechnet und kann positiv oder negativ ausfallen. Wie Swaps und Rollover-Kosten zustande kommen, zeigt unser Grundlagenartikel dazu.

An dieser Stelle fällt eine Ungenauigkeit beim Anbieter selbst auf. Skilling beschreibt die Swap-Berechnung für Index- und Aktien-CFDs bis heute über den LIBOR zuzüglich eines Aufschlags. Der LIBOR wurde zum 30. September 2024 endgültig eingestellt und durch Sätze wie SOFR und €STR ersetzt. Auf der Gebührenseite steht LIBOR neunmal, die Nachfolgesätze kein einziges Mal. Das ist kein Hinweis auf falsche Abrechnung, aber die veröffentlichte Formel beschreibt eine Größe, die es nicht mehr gibt.

Eine Inaktivitätsgebühr erhebt Skilling ebenfalls. Sie fällt an, wenn du dich zwölf Monate lang nicht in dein Live-Konto einloggst. Wer sein Konto nicht dauerhaft nutzen will, sollte es daher schließen statt es liegen zu lassen. Was Handelskosten grundsätzlich ausmacht, erklärt unser Artikel zu den Tradingkosten.

Kontoeröffnung bei Skilling

Die Anmeldung dauert wenige Minuten, die Freischaltung hängt an der Verifizierung. Skilling verlangt wie jeder regulierte Broker eine Identitätsprüfung nach den Geldwäscheregeln. Ohne sie kannst du weder einzahlen noch handeln.

Skilling Kontoeröffnung mit Anmeldeformular
Das Anmeldeformular fragt zunächst nur die Stammdaten ab.
  • Schritt 1: Registrierung mit Name, E-Mail-Adresse und Wohnsitzland.
  • Schritt 2: Fragen zu Handelserfahrung und finanzieller Situation, gesetzlich vorgeschrieben.
  • Schritt 3: Verifizierung über Ausweis oder Reisepass, dazu ein Adressnachweis.
  • Schritt 4: Einzahlung ab 100 Euro, danach ist das Konto handelsbereit.

Als Zahlungswege stehen Karte, Trustly, Skrill, Neteller und Banküberweisung bereit. Karten- und Wallet-Zahlungen sind in der Regel innerhalb einer Stunde gutgeschrieben, die Banküberweisung braucht bis zu drei Werktage. Denk beim Auszahlen an die Gebührenstaffel aus dem Abschnitt darüber.

Vor der ersten Einzahlung lohnt sich das Demokonto. Skilling stellt es mit einem virtuellen Guthaben von 10.000 Euro bereit. Du kannst damit alle Plattformen testen, ohne Geld einzuzahlen. Die Abbildung darunter zeigt die Ansicht mit dem virtuellen Guthaben. Wie du ein Demokonto sinnvoll nutzt, steht in unserem Leitfaden zum Trading-Demokonto.

Skilling Demokonto mit virtuellem Guthaben
Das Demokonto läuft ohne Zeitlimit und deckt alle Plattformen ab.
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Skilling auf Deutsch: Sprache, Support und Erreichbarkeit

Skilling ist vollständig auf Deutsch verfügbar. Die Website, die Handelsplattformen und der Hilfebereich sind übersetzt. Die Sprache stellst du über das Kürzel oben rechts auf der Website um, die Plattform übernimmt die Einstellung anschließend.

Der deutschsprachige Service läuft seit Kurzem über einen Partner. Skilling nennt dafür auf der Startseite die trading-house Broker GmbH aus Berlin. Für deutsche Kunden ist das die praktisch wichtigste Änderung der letzten Zeit: Support und Betreuung kommen damit aus Deutschland, nicht mehr ausschließlich aus Zypern.

Erreichbar ist der Support werktags per Live-Chat, Telefon und E-Mail. Der Chat ist nach Angaben des Anbieters von Montag bis Freitag besetzt, telefonisch ist die zypriotische Zentrale unter einer Nummer mit der Vorwahl +357 erreichbar. Auf E-Mails antwortet Skilling nach eigener Angabe in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Ein Wochenend-Support ist nicht vorgesehen. Wer am Samstag oder Sonntag ein Problem mit einer offenen Position hat, erreicht niemanden. Das ist bei CFD-Brokern verbreitet, sollte dir aber bewusst sein, wenn du Positionen über das Wochenende hältst. Wer erst noch traden lernen möchte oder sich für Daytrading interessiert, findet bei uns die Grundlagen dazu.

Fazit: Für wen Skilling passt und für wen nicht

Skilling ist ein ordentlicher CFD-Broker für den Einstieg, aber kein Ersatz für ein Wertpapierdepot. Die Einstiegshürde ist niedrig, die Plattformauswahl ist nach den Neuzugängen TradingView und MetaTrader 5 ungewöhnlich breit, und der Negativsaldoschutz sitzt. Dass der Anbieter seine Verlustquote mit 49 Prozent angibt, ist im Branchenvergleich ein gutes Zeichen.

Broker beurteile ich an drei Dingen: Kosten, Regulierung und Ausführung. Bei den Handelskosten schlägt sich Skilling gut. Bei der Regulierung musst du wissen, worauf du dich einlässt: Zuständig ist die CySEC, nicht die BaFin, und die gesetzliche Entschädigung ist eng begrenzt. Die private Lloyd’s-Police darüber ist ein Pluspunkt, aber kein gesetzlicher Anspruch.

Der schwächste Punkt sind die Auszahlungen. Die feste Gebühr je SEPA-Überweisung und 2,5 Prozent ohne vorherige Handelsaktivität sind unangenehm, wenn du kleinere Beträge bewegst. Wer selten auszahlt, merkt davon wenig. Wer sein Konto testweise befüllt, zahlt drauf.

Mein Urteil fällt deshalb zweigeteilt aus. Für Trader, die CFDs auf Devisen und Indizes handeln und eine bestimmte Plattform suchen, ist Skilling eine faire Wahl. Für Anleger, die langfristig Aktien oder ETFs kaufen wollen, ist der Broker das falsche Werkzeug: Es gibt hier ausschließlich CFDs. Wer vergleichen möchte, findet Alternativen in unserer Übersicht der Online-Broker.

Häufige Fragen zu Skilling

Ist Skilling von der BaFin reguliert?

Nein. Skilling Limited ist von der zypriotischen CySEC unter der Lizenz 357/18 zugelassen und arbeitet in Deutschland über den EU-Pass. Die BaFin führt das Unternehmen als grenzüberschreitenden Dienstleister nach § 74 WpIG und weist im Eintrag ausdrücklich darauf hin, dass sie es nicht beaufsichtigt.

Wie hoch ist die Mindesteinzahlung bei Skilling?

Die Mindesteinzahlung beträgt 100 Euro für das Standard- und das MT4-Konto. Für das Premium-Konto sind es 5.000 Euro oder alternativ ein durchschnittliches Monatsvolumen von 10 Millionen US-Dollar.

Was kostet eine Auszahlung bei Skilling?

Eine Auszahlung per SEPA-Überweisung kostet 15 Euro, per SWIFT 25 Euro. Über alle anderen Zahlungswege ist eine Auszahlung pro Tag kostenlos, jede weitere kostet 2,5 Prozent. Wer ohne vorherige Handelsaktivität auszahlt, zahlt ebenfalls 2,5 Prozent des Betrags.

Welche Handelsplattformen bietet Skilling an?

Fünf Stück: den hauseigenen Skilling Trader, den cTrader, TradingView sowie MetaTrader 4 und MetaTrader 5. Der TradingView-Zugang ist dabei an das Standard-Konto geknüpft.

Gibt es bei Skilling noch Copy Trading?

Für Kunden in der EU nicht. Das frühere Skilling Copy lief über die Gesellschaft auf den Seychellen, die heute unter dem Namen TradingMoon auftritt. In der aktuellen Plattformübersicht für den europäischen Markt kommt das Produkt nicht mehr vor.

Wie sicher ist mein Geld bei Skilling?

Kundengelder liegen getrennt vom Firmenvermögen. Im Insolvenzfall greift der zypriotische Anlegerentschädigungsfonds bis 20.000 Euro je Kunde. Zusätzlich nennt Skilling eine private Kontoversicherung über Lloyd’s bis 1 Million Euro, die allerdings kein gesetzlicher Anspruch ist.

Wie bewerten Kunden Skilling?

Bei Trustpilot steht Skilling bei 3,7 von 5 Punkten aus 442 Bewertungen. Die Verteilung ist gespalten: 75 Prozent vergeben fünf Sterne, 14 Prozent nur einen. Das Unternehmen unterhält dort ein kostenpflichtiges Abonnement und lädt Kunden aktiv zur Bewertung ein.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1980 aktiv und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader in den Märkten Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsen. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Ende der 1980er Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte alle 10 Bücher des amerikanischen Trading-Autors, bekannt für den Ross-Haken und den Traders Trick Entry.

Broker beurteilt Karsten an drei Dingen: Kosten, Regulierung und Ausführung. Nach Jahrzehnten am Terminal weiß er, dass ein günstiger Spread wenig wert ist, wenn die Order im schnellen Markt schlecht gefüllt wird. Für diesen Bericht wurden die Regulierungsdaten bei der BaFin, die Konditionen im Hilfebereich des Anbieters und die Bewertungslage bei Trustpilot am 16. September 2026 einzeln geprüft.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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