Der kostenlose Einstieg bei Cryptohopper existiert nicht mehr. Bis zum Frühjahr 2026 stand auf der Preisseite ein Paket namens Pioneer, mit dem du ohne Zahlungsdaten handeln konntest. Heute steht dort nur noch der Hinweis auf eine dreitägige Testphase. Danach kostet der Bot mindestens $29 im Monat. Wer sich auf ältere Empfehlungen verlässt, plant also mit einem Angebot, das es so nicht mehr gibt.
Ich habe die Plattform selbst eingerichtet und jede Angabe im September 2026 gegen die Quellen des Anbieters gehalten. Hier liest du, was Cryptohopper aktuell kostet, welche Börsen übrig geblieben sind, wie weit die deutsche Version wirklich reicht und für wen sich das Abo rechnet. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Cryptohopper: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Trading-Bot aus den Niederlanden, seit 2017 am Markt, betrieben von der Cryptohopper B.V. mit eingetragenem Sitz in Edam. Du verbindest ihn per Schnittstelle mit deiner Börse, handeln tut er nach deinen Regeln.
- Der kostenlose Plan wurde gestrichen. Am 2. Mai 2026 stand der Pioneer-Plan noch in der Preistabelle, heute nicht mehr. Geblieben ist eine dreitägige Testphase des Explorer-Pakets.
- Drei Pakete, alle Preise ohne Mehrwertsteuer: $29, $69 und $129 im Monat. Bei jährlicher Zahlung sinkt das auf $24,16, $57,50 und $107,50 je Monat.
- Aus 16 Börsen sind 11 geworden. Bitfinex, Bybit, EXMO, HitBTC und Poloniex stehen nicht mehr in der offiziellen Liste. Binance, Coinbase, Kraken und OKX sind weiter dabei.
- Website und Hilfe-Center sind auf Deutsch, die Handelsoberfläche nicht. Die Bedienoberfläche nach dem Login läuft auf Englisch.
- Trustpilot zeigt 3,6 von 5 bei 362 Bewertungen, davon 25 Prozent mit nur einem Stern. In zwölf Monaten kamen dort neun Bewertungen dazu.
- Cryptohopper verdient ausschließlich am Abo. Es gibt keine Handelsgebühren und keine Gewinnbeteiligung. Die Gebühren deiner Börse zahlst du zusätzlich.
Was ist Cryptohopper?
Cryptohopper ist eine Software, die den Handel mit Kryptowährungen automatisiert: Der Nutzer verbindet sein Börsenkonto über eine Programmierschnittstelle mit der Plattform und legt Regeln fest, nach denen die Software rund um die Uhr selbstständig kauft und verkauft.
Hinter dem Produkt steht eine niederländische Gesellschaft. Die Cryptohopper B.V. ist bei der niederländischen Handelskammer unter der Nummer 70270481 eingetragen, ihr Sitz liegt in der Hamerstraat 3D in Edam. Gegründet haben sie 2017 die Brüder Ruud und Pim Feltkamp. In vielen Berichten steht Amsterdam als Firmensitz. Das ist ungenau: Amsterdam ist laut Nutzungsbedingungen der Gerichtsstand, nicht die Adresse.
Deine Coins bleiben dabei auf der Börse. Die Schnittstelle, über die du Cryptohopper mit Binance oder Kraken verbindest, bekommt keine Auszahlungsrechte. Die Software darf handeln, aber kein Guthaben abziehen. Das ist bei Trading-Bots der übliche Aufbau und der wichtigste Grund, warum ein Bot-Anbieter dein Kapital nicht einfach mitnehmen kann.
Ein Bot nimmt dir die Ausführung ab, nicht die Entscheidung. Er handelt exakt nach den Regeln, die du einstellst, auch wenn diese Regeln falsch sind. Wer keine eigene Strategie hat, bekommt durch Automatisierung keine. Er verliert dann nur schneller und ohne Pause.
So funktioniert Cryptohopper
Der Ablauf ist in vier Schritten erledigt. Du legst ein Konto an, verbindest deine Börse, richtest einen Bot ein und startest ihn. Der technische Teil dauert wenige Minuten. Die Arbeit steckt danach in der Frage, nach welchen Regeln er handeln soll.
- Konto anlegen: seit dem Wegfall des Gratis-Plans nur noch mit dreitägiger Testphase oder direkt im Abo.
- Börse verbinden: über einen Schlüssel, den du bei deiner Börse erzeugst und der keine Auszahlungen erlaubt.
- Bot einrichten: Kaufsignale, Verkaufsbedingungen und Positionsgröße festlegen.
- Starten und beobachten: am Anfang im simulierten Handel, nicht mit echtem Geld.
Kernfunktionen im Überblick
Den Kern bildet der automatisierte Handel nach eigenen Regeln. Du legst fest, wann gekauft und wann verkauft wird, dazu Trailing Stop-Loss und Take-Profit, die deine Verkaufsorder an steigende Kurse nachziehen. Wer keine eigene Strategie mitbringt, kann über Copy Trading die Trades anderer Nutzer übernehmen.
Strategien baust du ohne Programmierkenntnisse zusammen. Der Strategie-Designer stellt über 130 technische Indikatoren bereit, die du per Maus zu Bedingungen verknüpfst. Ob die Regeln taugen, prüfst du im Backtesting an historischen Kursen und anschließend im Paper Trading mit virtuellem Geld.
Die aufwendigeren Werkzeuge stecken im teuersten Paket. KI-gestützte Strategien, Arbitrage zwischen Börsen und Market Making gibt es erst im Held-Paket für $129 im Monat. Ein DCA-Bot, der bei fallenden Kursen automatisch nachkauft und den Durchschnittspreis senkt, ist ab dem mittleren Paket dabei.
Ein Raster lässt sich ebenfalls abbilden. Wie diese Mechanik funktioniert und ab welchem Abstand ein Raster seine Gebühren überhaupt verdient, rechnet unser Beitrag zum Grid Trading vor.
Cryptohopper Preise: Was kostet der Bot wirklich?
Es gibt drei Pakete, und der Preis hängt daran, ob du monatlich oder jährlich zahlst. Die Jahreszahlung senkt den Monatspreis um 17 Prozent, bindet dich aber für zwölf Monate. Viele Berichte mischen beide Modelle und nennen dann Zahlen, die so nebeneinander nie gelten.
| Paket | Monatlich | Jährlich je Monat | Offene Positionen | Prüfintervall |
|---|---|---|---|---|
| Entdecker (Explorer) | $29,00 | $24,16 | 80 je Börse | 10 Minuten |
| Abenteurer (Adventurer) | $69,00 | $57,50 | 200 je Börse | 5 Minuten |
| Held (Hero) | $129,00 | $107,50 | 500 je Börse | 2 Minuten |
Auf alle Preise kommt noch die Mehrwertsteuer. Der Anbieter weist das unter seiner Preistabelle ausdrücklich aus. Für einen Käufer in Deutschland heißt das beim Held-Paket rund $153 statt $129 im Monat. Diese Zeile fehlt in fast jedem Vergleich, verschiebt die Rechnung aber um ein Fünftel.
Bei der Zahl der Bots lohnt ein zweiter Blick. Die deutsche Preistabelle wirbt mit der „Power von 15 Bots” im kleinsten Paket. Im englischen Original steht an derselben Stelle „trade up to 15 coins”, es geht also um Währungen, nicht um Bots. Die Zahl der Portfolio-Bots liegt bei 10, 25 und 65. In der Vergleichstabelle weiter unten auf derselben Seite steht unter „Anzahl der Bots” dagegen in allen drei Paketen eine 1. Der Anbieter ist an dieser Stelle mit sich selbst uneins, und die deutsche Übersetzung führt zusätzlich in die Irre.
Handelsgebühren nimmt Cryptohopper keine. Du zahlst das Abo, sonst nichts. Die Gebühren deiner Börse fallen unabhängig davon an. Bei einem Bot, der viele kleine Trades macht, sind sie der größere Kostenblock, nicht das Abo.
Der kostenlose Pioneer-Plan ist verschwunden
Jahrelang war der Gratis-Einstieg das stärkste Argument für Cryptohopper. Der Pioneer-Plan kostete nichts, verlangte keine Zahlungsdaten und erlaubte 20 offene Positionen je Börse, Portfolioverwaltung und manuellen Handel. Automatische Strategien gab es dort nicht, zum Kennenlernen reichte er aber.
Im Archiv der Preisseite steht er am 2. Mai 2026 noch drin. Auf der heutigen Seite taucht er nicht mehr auf. Sichtbar sind nur die drei Bezahlpakete und der Satz, dass die kostenlose dreitägige Testversion des Explorer-Pakets direkt nach der Anmeldung beginnt. Ein Rest ist geblieben: In den strukturierten Daten der Seite steht weiterhin ein Eintrag „Cryptohopper Pioneer” mit der Beschreibung „Free entry tier”. Der Anbieter hat den Plan aus der Anzeige genommen und dieses Datenobjekt vergessen.
Für dich ändert das die Reihenfolge beim Ausprobieren. Früher konntest du dich in Ruhe umsehen und erst dann entscheiden. Heute hast du drei Tage, um Oberfläche, Strategie-Designer und simulierten Handel zu beurteilen. Das ist knapp für eine Software, die dir wenig erklärt. Wer testen will, sollte den Termin bewusst legen und die drei Tage auch nutzen.
Viele Vergleichsseiten haben die Änderung nicht mitbekommen. Auch weit oben platzierte Testberichte führen den Pioneer-Plan weiter als kostenlose Option, teils mit Preisen von $16,58 für das Einstiegspaket. Diese Zahl war vor mehreren Preisrunden aktuell. Wenn du eine Empfehlung liest, in der ein Gratis-Zugang vorkommt, ist sie nicht mehr auf dem Stand.
Unterstützte Börsen: aus 16 wurden 11
Die offizielle Liste führt heute elf Börsen. Es sind Crypto.com, KuCoin, Coinbase Advanced, OKX, BingX, Bitvavo, Binance, Kraken, Binance.us, BitMart und HTX. Neun davon führt der Anbieter als offizielle Partner, KuCoin und Bitvavo gehören dazu, Kraken und Binance.us nicht.

Fünf Handelsplätze sind seit Februar 2026 weggefallen. Unser eigener Screenshot von damals zeigt noch 16 Kacheln, darunter Bitfinex, Bybit, EXMO, HitBTC und Poloniex. Auf der aktuellen Übersichtsseite stehen sie nicht mehr. Wer eine dieser Börsen nutzt, braucht entweder einen anderen Handelsplatz oder einen anderen Bot.
Der Anbieter widerspricht sich dabei selbst. In der Vergleichstabelle auf der Preisseite stehen weiterhin 15 Börsen, inklusive Bitfinex, Bybit, Poloniex und ProBit Global. Auf der Seite „Unterstützte Krypto-Börsen”, die zusätzlich Verfügbarkeit und Betriebszeit je Handelsplatz ausweist, sind es 11. Die zweite Liste wird gepflegt, die erste offenbar nicht. Vor einem Abo lohnt es sich deshalb, die eigene Börse dort nachzuschlagen statt in der Preistabelle.
Bitpanda wird nicht unterstützt. Die Frage taucht regelmäßig auf, weil Bitpanda im deutschsprachigen Raum verbreitet ist. Der Handelsplatz steht in keiner der beiden Listen. Einen Umweg gibt es nicht, die Anbindung läuft ausschließlich über die genannten Kryptobörsen.
Gibt es Cryptohopper auf Deutsch?
Teilweise, und der Unterschied ist wichtig. Die Website gibt es in elf Sprachen, Deutsch ist dabei. Preisseite, Funktionsübersicht und Nutzungsbedingungen liest du also in deiner Sprache. Auch das Hilfe-Center führt deutschsprachige Anleitungen.
Die Handelsoberfläche selbst ist davon ausgenommen. Nach dem Login stehen Menüs, Einstellungen und Bezeichnungen der Strategie-Bausteine auf Englisch. Genau dort brauchst du die Sprache aber am dringendsten, weil die Software die Bedeutung ihrer Felder kaum erklärt. Ein Nutzer hat im Google Play Store nach einer deutschen Fassung gefragt, der Anbieter antwortete, man arbeite an weiteren Sprachen. Passiert ist seither nichts.
Wie sehr das stört, hängt von deinem Vorwissen ab. Begriffe wie Trailing Stop-Loss oder Take Profit sind auch im Deutschen englisch. Wer sie kennt, kommt zurecht. Wer den Einstieg sucht und die Fachbegriffe nebenbei lernen will, hat es bei einem Anbieter mit deutscher Oberfläche leichter. Die deutsche Preisseite zeigt zudem, dass Übersetzungen nicht immer helfen: Dort wird aus „15 coins” die „Power von 15 Bots”.
Die Cryptohopper App im Kurzcheck
Es gibt Apps für Android und iPhone, und sie werden unterschiedlich bewertet. Im Google Play Store steht die Anwendung bei 3,6 von 5 aus rund 2.850 Rezensionen, bei über 100.000 Installationen. Im deutschen App Store liegt sie bei 4,2 von 5 aus 197 Bewertungen, im größeren US-Store bei 4,4 aus 833. Beide Fassungen werden gepflegt, die Android-Version wurde zuletzt im Juni 2026 aktualisiert, die iPhone-Version im Juli 2026.
Die App ersetzt die Einrichtung am Rechner nicht. Sie eignet sich, um laufende Bots zu beobachten, Positionen zu sehen und einzugreifen. Eine Strategie im Designer zusammenzubauen oder einen Backtest auszuwerten, ist auf dem Telefon mühsam. Der Beschreibungstext im Play Store nennt außerdem noch Börsen wie HitBTC, Huobi und Poloniex, die in der offiziellen Übersicht nicht mehr stehen. Auch dieser Text ist also nicht auf dem aktuellen Stand.
Ist Cryptohopper seriös oder Betrug?
Cryptohopper ist ein eingetragenes niederländisches Unternehmen mit nachprüfbarer Adresse und Registernummer, keine anonyme Plattform. Betrugsvorwürfe gegen den Anbieter selbst sind uns nicht bekannt; die Software garantiert allerdings keine Gewinne, und das Marktrisiko trägt der Nutzer.
Die Frage nach Betrug wird häufig gestellt, und sie hat einen nachvollziehbaren Grund. Wer einer Software Zugriff auf sein Börsenkonto gibt, will wissen, wer dahintersteht. Bei Cryptohopper lässt sich das beantworten: Cryptohopper B.V., Handelskammer-Nummer 70270481, Sitz Hamerstraat 3D in Edam, Gerichtsstand Amsterdam, Gründer namentlich bekannt. Das ist mehr Transparenz, als viele Bot-Anbieter bieten.
Technisch ist der wichtigste Punkt die fehlende Auszahlungsberechtigung. Die Schnittstelle darf Trades ausführen, aber kein Guthaben von deiner Börse abziehen. Dazu kommen Zwei-Faktor-Anmeldung, verschlüsselte Schlüssel und der Betrieb auf gemieteten Servern eines großen Anbieters. Deine Coins liegen weiter bei deiner Börse, nicht bei Cryptohopper.
Der Anbieter warnt selbst vor Betrügern, die seinen Namen nutzen. Solche Nachrichten kommen per Direktnachricht und bitten um Zugangsdaten oder eine Zahlung. Cryptohopper fragt so etwas nie. Wer über einen fremden Kanal Geld an angebliche Mitarbeiter überweist, hat es nicht mit dem Unternehmen zu tun.
Ein Punkt spricht ebenfalls für den Anbieter, und er fällt selten auf. Trustpilot weist aus, dass Cryptohopper 100 Prozent der negativen Bewertungen beantwortet hat, meist innerhalb einer Woche. In den Antworten geht der Support auf konkrete Konten und Zahlen ein, statt Textbausteine zu senden. Das ersetzt keine gute Software, sagt aber etwas über den Umgang mit Kritik.
Cryptohopper Erfahrungen: Was Nutzer berichten
Die Bewertungen fallen weit auseinander. Auf Trustpilot steht Cryptohopper bei 3,6 von 5 aus 362 Bewertungen. Die Verteilung erklärt den Wert: 59 Prozent vergeben fünf Sterne, 25 Prozent nur einen. Dazwischen liegt fast nichts. Bei einem Werkzeug, dessen Ergebnis von den eigenen Einstellungen abhängt, ist dieses Muster typisch.

Aussagekräftiger als der Wert ist, wie wenig sich dort bewegt. Unser Screenshot vom Februar 2026 zeigt 359 Bewertungen, heute sind es 362. In den letzten zwölf Monaten kamen laut Trustpilot neun Bewertungen dazu. Das Portal vermerkt zusätzlich, dass der Anbieter zuletzt keine Kunden zur Bewertung eingeladen hat und die Stimmen deshalb möglicherweise nicht repräsentativ sind. Ein großer Teil der 362 Meinungen stammt aus einer Zeit, in der die Plattform anders aussah.
Die Kritik dreht sich fast immer um dieselben zwei Punkte. Zum einen um Verluste durch ungünstige Einstellungen, zum anderen um Vorlagen aus dem Marktplatz, die nicht wie erwartet funktionieren. Eine oft zitierte deutsche Bewertung berichtet von rund 75 Prozent Verlust. Sie stammt aus dem Februar 2024. Der Support antwortete darauf, er habe zu den Angaben kein Konto finden können. Belegen lässt sich der Fall damit nicht, verschweigen sollte man ihn trotzdem nicht.
Das Lob betrifft Funktionsumfang und Betreuung. Zufriedene Nutzer heben die Menge der Werkzeuge und die Reaktionszeit des Supports hervor. Auf Reddit gilt die Plattform als einsteigerfreundlich beim Aufsetzen und gleichzeitig als begrenzt, sobald jemand eigene, komplexere Logik abbilden will.
Mein Cryptohopper Test
Die Anmeldung war in unter zwei Minuten erledigt. Ich habe die Anmeldung über ein bestehendes Konto genutzt, es gab kein langes Formular und keine Verifizierung vorab. Danach führt ein Einrichtungsassistent durch die ersten Schritte: Börse auswählen, Risikoprofil setzen, ersten Bot anlegen. Ich habe den Schnellstart mit mittlerem Risiko gewählt.
Nach dem Login ändert sich der Eindruck deutlich. Die Website davor wirkt modern und aufgeräumt, das Dashboard dahinter nicht. Die Oberfläche stammt sichtbar aus einer früheren Generation, die Informationsdichte ist hoch und die Führung gering. Bedienen lässt sie sich, aber man sucht öfter, als nötig wäre. Die helle Ansicht ist dabei übersichtlicher als die dunkle.
Die Charts kommen von TradingView, sind aber nur eingebettet. Zoom und Zeichenwerkzeuge fühlen sich träger an als im Original. Für die Analyse bleibe ich bei TradingView selbst und nutze Cryptohopper für das, wofür es gedacht ist: die Ausführung.
Die eigentliche Hürde ist nicht die Technik, sondern die fehlende Erklärung. Einen Bot zu starten ist einfach. Zu verstehen, was ein einzelner Parameter im Ergebnis bewirkt, ist es nicht. Die Plattform stellt dutzende Felder bereit und sagt kaum, wann welche Einstellung sinnvoll ist. Wer hier ohne Vorwissen Werte einträgt, trifft Entscheidungen, deren Wirkung er nicht kennt.
Der Marktplatz nimmt diese Hürde nur zum Teil. Es gibt fertige Vorlagen, viele davon einfach gebaut. Was fehlt, ist die Angabe, unter welchen Marktbedingungen eine Vorlage entstanden ist und wie sie sich in einer anderen Phase geschlagen hat. Im Bullenmarkt sieht fast jede Strategie gut aus.
Die Community ist messbar eingeschlafen. Der YouTube-Kanal hat 12.100 Abonnenten und 178 Videos, das jüngste stammt vom 1. Juli 2024. Die letzten Beiträge dort erklären ausgerechnet die Anbindung von Bitfinex, EXMO und Bybit, also von Börsen, die inzwischen aus der Liste gefallen sind. Auch im Discord ist wenig los. Wer auf Hilfe aus der Nutzerschaft hofft, sollte das nicht einplanen; der Support des Anbieters antwortet dagegen zuverlässig.
Vor- und Nachteile von Cryptohopper
Vorteile von Cryptohopper
- Nachprüfbarer Anbieter: eingetragene niederländische Gesellschaft mit Registernummer und Anschrift.
- Keine Auszahlungsrechte: die Schnittstelle darf handeln, aber kein Guthaben abziehen.
- Simulierter Handel ab dem kleinsten Paket: Strategien lassen sich ohne echtes Kapital testen.
- Keine Handelsgebühren und keine Gewinnbeteiligung: der Anbieter verdient allein am Abo.
- Breite Werkzeugauswahl: von Copy Trading über Arbitrage bis Market Making.
- Verlässlicher Support: laut Trustpilot wurden alle negativen Bewertungen beantwortet.
Nachteile von Cryptohopper
- Kein kostenloser Zugang mehr: geblieben ist eine dreitägige Testphase.
- Fünf Börsen weniger als Anfang 2026: unter anderem Bybit, Bitfinex und Poloniex sind raus.
- Handelsoberfläche nur auf Englisch: die deutsche Fassung endet beim Login.
- Wenig Erklärung zu den Einstellungen: dutzende Parameter ohne Orientierung.
- Widersprüchliche Angaben des Anbieters: Börsenzahl und Bot-Zahl weichen je nach Seite ab.
- Eingeschlafene Community: das letzte YouTube-Video stammt vom Juli 2024.
- Preise ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen: für deutsche Käufer rund ein Fünftel mehr.
Alternativen zu Cryptohopper
Cryptohopper ist nicht der einzige Anbieter, und seit dem Wegfall des Gratis-Plans hat sich die Reihenfolge verschoben. Wer kostenlos starten will, findet das bei Cryptohopper nicht mehr. Die folgenden Preise sind Einstiegspreise, Stand September 2026.
| Anbieter | Einstiegspreis | Stärke | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Cryptohopper | $29 im Monat | Viele Bot-Typen, 11 Börsen | Erfahrene Nutzer |
| 3Commas | ab rund $37 im Monat | TradingView-Anbindung, modernere Oberfläche | Aktive Trader |
| Pionex | kostenlos | Fertige Bots, niedrige Gebühren | Einsteiger und Sparfüchse |
| WunderTrading | ab rund $19 im Monat | Schwerpunkt Copy Trading | Nachbauer fremder Strategien |
Für Einsteiger ist Pionex derzeit der naheliegendere Weg. Dort sind die Bots im Konto enthalten, es fällt keine Abogebühr an, und der Einstieg kostet nichts. Was das im Detail bedeutet, steht in unserem Bericht zu Pionex. 3Commas bietet den größeren Funktionsumfang und eine sauberere Anbindung an TradingView, verlangt dafür aber die meiste Einarbeitung. WunderTrading lohnt sich vor allem, wenn du fremde Strategien nachhandeln willst.
Die günstigste Lösung kostet gar nichts und verlangt dafür Zeit. Wer programmieren kann, baut seinen Bot mit einem quelloffenen Python-Framework selbst. Dafür gibt es weder Support noch fertige Oberfläche, und der Server läuft auf deine Rechnung. Einen Überblick über das gesamte Feld gibt unser Vergleich zum Auto Trading.
Kann man mit Cryptohopper Geld verdienen?
Möglich ja, zugesagt wird es nirgends. Cryptohopper selbst schließt jede Gewinngarantie aus. Das ist die ehrlichere Haltung, und sie ist zugleich der Maßstab: Wer dir automatische Gewinne verspricht, sagt etwas, das der Hersteller dieser Software ausdrücklich nicht sagt.
Das eigentliche Risiko sind die Einstellungen, nicht die Software. Der Bot führt aus, was du ihm vorgibst. Da die Plattform kaum erklärt, wann welcher Wert passt, entstehen Verluste häufig aus Parametern, deren Wirkung der Nutzer nie verstanden hat. Genau davon handeln die meisten schlechten Bewertungen.
Der geordnete Weg beginnt im simulierten Handel. Teste deine Strategie über mehrere Wochen und in verschiedenen Marktphasen, nicht nur in einer steigenden. Eine Strategie, die im Bärenmarkt nie gelaufen ist, hat ihre Prüfung nicht bestanden, sondern noch nicht abgelegt. Erst wenn du erklären kannst, warum sie funktioniert, geht es mit echtem Kapital weiter, und dann mit einer Summe, deren Verlust du verkraftest.
Rechne das Abo in deine Kosten ein. Bei $29 im Monat plus Mehrwertsteuer musst du rund $415 im Jahr erst verdienen, bevor der erste Euro Gewinn übrig bleibt. Dazu kommen die Gebühren deiner Börse. Bei kleinen Konten ist diese Hürde der Grund, warum sich ein Bot-Abo oft nicht trägt, ganz unabhängig von der Qualität der Strategie.
Fazit: Für wen lohnt sich Cryptohopper?
Cryptohopper ist ein Werkzeug für Leute, die schon wissen, was sie handeln wollen. Die Technik ist solide, der Anbieter greifbar, und die Schnittstelle hält dein Geld dort, wo es hingehört. Wer eine eigene Strategie mitbringt und sie automatisieren will, bekommt dafür genug Werkzeuge.
Für den Einstieg hat der Anbieter im Jahr 2026 an Boden verloren. Mit dem Gratis-Plan ist der Weg weggefallen, sich in Ruhe umzusehen. Drei Tage sind knapp für eine Software, die wenig erklärt und deren Oberfläche nach dem Login aus einer anderen Zeit stammt. Dazu kommen fünf weggefallene Börsen und eine Community, in der seit über zwei Jahren nichts passiert.
Meine Einordnung fällt deshalb zweigeteilt aus. Handelst du bereits bei Binance, Kraken, OKX oder Coinbase, kennst deine Regeln und störst dich nicht an englischen Menüs, ist Cryptohopper eine brauchbare Wahl. Suchst du den ersten Kontakt mit automatisiertem Handel, fängst du günstiger und mit mehr Führung woanders an. Und in beiden Fällen gilt: Prüfe vor dem Abo, ob deine Börse noch in der offiziellen Liste steht.
Häufige Fragen zu Cryptohopper
Was kostet Cryptohopper im Monat?
Zwischen $29 und $129, je nach Paket. Bei jährlicher Zahlung sinkt der Monatspreis auf $24,16, $57,50 oder $107,50. Alle Angaben verstehen sich ohne Mehrwertsteuer, für deutsche Käufer kommen rund 19 Prozent dazu.
Kann ich Cryptohopper kostenlos nutzen?
Nicht mehr dauerhaft. Der kostenlose Pioneer-Plan stand im Mai 2026 noch in der Preistabelle und ist inzwischen verschwunden. Geblieben ist eine dreitägige Testphase des Explorer-Pakets, die direkt nach der Anmeldung startet.
Welche Börsen kann ich anbinden?
Elf, laut offizieller Übersicht des Anbieters. Dazu zählen Binance, Coinbase Advanced, Kraken, KuCoin, OKX, Crypto.com, Bitvavo, BingX, BitMart, HTX und Binance.us. Bitpanda wird nicht unterstützt, Bitfinex, Bybit, EXMO, HitBTC und Poloniex sind seit Anfang 2026 weggefallen.
Ist die Plattform auf Deutsch verfügbar?
Nur zum Teil. Website und Hilfe-Center gibt es auf Deutsch, die Handelsoberfläche nach dem Login läuft auf Englisch. Wer die Fachbegriffe nicht kennt, hat es dort schwerer.
Fallen neben dem Abo weitere Gebühren an?
Bei Cryptohopper nicht. Der Anbieter erhebt keine Handelsgebühren und beteiligt sich nicht am Gewinn. Die Gebühren deiner Börse fallen aber unabhängig davon an und sind bei vielen kleinen Trades der größere Posten.
Für wen eignet sich der Bot?
Für Trader mit eigener Strategie und etwas Erfahrung. Die Software erklärt ihre Einstellungen kaum und setzt voraus, dass du weißt, was du willst. Einsteiger fahren mit einem Anbieter besser, der kostenlos startet und mehr Führung bietet.
Über den Autor: Bjarne Claussen
Bjarne Claussen schreibt bei Kagels Trading über algorithmischen Handel, Krypto und Prop Trading. Sein Interesse für die Börse entstand 2016 während der Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen.
Kryptowährungen waren sein Einstieg ins Day- und Swingtrading. Heute handelt er schwerpunktmäßig CL, ES und NQ mit einer datengetriebenen Strategie, die er gerade automatisiert. Besonderen Wert legt er dabei auf solides Risikomanagement und einen belastbaren Trading Edge.
Für diese Überarbeitung hat er jede Angabe an der Quelle geprüft, ohne Werbepartnerschaft im redaktionellen Teil. Grundlage waren die deutsche und die englische Preisseite, die Nutzungsbedingungen, die offizielle Börsenübersicht, das Archiv der Preisseite sowie die öffentlichen Bewertungen bei Trustpilot, im Google Play Store und im App Store, jeweils abgerufen am 6. September 2026. Ältere Angaben zum kostenlosen Pioneer-Plan und zu 16 Börsen stammen aus unserem Test vom Februar 2026 und sind in dieser Fassung korrigiert.
Fachlich geprüft von Karsten Kagels, Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und seit 1978 aktiver Trader.






















