TrendSpider gehört zu den bekanntesten Namen im Bereich der automatisierten Chartanalyse und taucht bei fast jeder Suche nach moderner Trading-Software auf. Die Plattform verspricht, technische Analyse per Algorithmus zu übernehmen: Trendlinien, Chartmuster und Kursmarken erkennt sie automatisch, statt dass du sie von Hand einzeichnest. Seit unserem ersten Test hat der Anbieter kräftig nachgelegt, vor allem bei den KI-Funktionen.
In diesem Erfahrungsbericht schauen wir uns an, was die Software 2026 wirklich leistet, was sie kostet und für wen sie sich lohnt. Unsere Bewertung stützt sich auf einen eigenen Testzugang, auf öffentliche Nutzerbewertungen von Trustpilot und Google Play sowie auf die Einschätzungen unabhängiger Fachportale. Wo TrendSpider Marketing-Versprechen macht, kennzeichnen wir das und ordnen es kritisch ein. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
TrendSpider vorgestellt: das Wichtigste in 30 Sekunden
- TrendSpider ist eine US-amerikanische Charting- und Analyse-Software, die technische Analysen automatisiert und um KI-Funktionen ergänzt.
- Zu den Kernfunktionen gehören die automatische Erkennung von Trendlinien und Chartmustern, Multi-Timeframe-Analysen, Backtesting ohne Programmierkenntnisse, dynamische Alerts und leistungsstarke Scanner.
- Neu seit 2024 ist der KI-Assistent Sidekick, der Charts liest, Fundamentaldaten vergleicht und auf Zuruf Scanner oder Indikatoren baut.
- Unterstützte Märkte sind Aktien, ETFs, Kryptowährungen, Futures und Forex, wobei Echtzeitdaten je nach Markt Zusatzkosten verursachen.
- Die Preise starten regulär bei rund 82 US-Dollar pro Monat (Standard) und reichen bis 321 US-Dollar pro Monat (Advanced), im Jahresabo und über die häufigen Rabattaktionen deutlich günstiger.
- Die Zielgruppe sind vor allem Trader, die ihre Analyse automatisieren wollen, inklusive Anwender mit Interesse an Algo- und KI-gestütztem Handel.
Was ist TrendSpider?
TrendSpider ist eine US-amerikanische Charting- und Analyse-Software, die technische Analyse automatisiert: Sie erkennt Trendlinien, Chartmuster und Fibonacci-Level per Algorithmus und ermöglicht Backtesting ohne Programmierkenntnisse. Wie sich das Programm gegen andere Anbieter schlägt, zeigt unsere Übersicht der Alternativen zu TrendSpider.
Gegründet wurde TrendSpider 2016, seither hat sich die Plattform von einem reinen Charting-Tool zu einer breiten Analyse-Suite entwickelt. Sie unterstützt Trader bei der technischen Analyse, indem sie wiederkehrende Aufgaben abnimmt. Die automatische Erkennung von Trendlinien, Chartmustern und Fibonacci-Levels soll menschliche Flüchtigkeitsfehler reduzieren und Zeit sparen.
Ein zentrales Merkmal ist die Analyse mehrerer Zeitebenen gleichzeitig. So lassen sich kurzfristige Signale in den größeren Trend einordnen, ohne den Chart ständig umzustellen.
Eine Multi-Timeframe-Analyse betrachtet denselben Markt gleichzeitig in mehreren Zeiteinheiten, um kurzfristige Signale in den übergeordneten Trend einzuordnen.
Dazu kommen umfangreiche Backtesting-Funktionen mit historischen Daten von bis zu 50 Jahren.
Backtesting bedeutet, eine Handelsstrategie an historischen Kursdaten zu testen, bevor echtes Geld eingesetzt wird.
Eine weitere Besonderheit ist die Integration von Echtzeitdaten für unterschiedliche Anlageklassen. Neben Aktien lassen sich Kryptowährungen und Devisen beobachten. Leistungsstarke Scanner durchsuchen den Markt nach passenden Trading-Setups, und dynamische Indikatoren-Alerts melden sich, sobald eine Bedingung erfüllt ist. Auf diesen Automatisierungskern hat der Anbieter zuletzt eine ganze Schicht an künstlicher Intelligenz aufgesetzt, die wir uns weiter unten genauer ansehen.
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Steckbrief: TrendSpider auf einen Blick
| Anbieter | TrendSpider (USA) |
| Gegründet | 2016 |
| Kategorie | Charting- und Analyse-Software mit KI |
| Märkte | Aktien, ETFs, Krypto, Futures, Forex |
| Sprache | Englisch (keine deutsche Version) |
| Preis (regulär) | ca. 82 bis 321 US-Dollar pro Monat |
| Testzugang | 14 Tage, kostenpflichtig (19 bis 49 US-Dollar) |
| Trustpilot | 4,8 von 5 bei 803 Bewertungen (laut Trustpilot) |
| Besonderheit | KI-Assistent Sidekick, automatische Mustererkennung |
Funktionen von TrendSpider
Chart-Layout
Die Charts von TrendSpider bieten alles, was ein Trader für die technische Analyse braucht, bleiben dabei aber übersichtlich. Die Oberfläche ist in klare Bereiche aufgeteilt, sodass du dich auch als Einsteiger schnell zurechtfindest. Wichtig zu wissen: TrendSpider läuft komplett im Browser, eine klassische Desktop-Software zum Installieren gibt es nicht.
- Zeichenwerkzeuge: Auf der linken Seite liegen die Werkzeuge für Unterstützungs- und Widerstandslinien, Trendlinien und weitere Zeichnungen.
- Zeitrahmen und Charttypen: In der oberen Leiste wechselst du den Zeitrahmen und den Charttyp, etwa zwischen Kerzen, Linie oder Heiken-Ashi. Hier sitzen auch die automatischen Werkzeuge für Chartmuster und Candlestick-Muster.
- Scanner und Tester: In der unteren Leiste findest du den Market Scanner, den Strategy Tester und weitere Analysewerkzeuge.
- Erweiterte Funktionen: Auf der rechten Seite liegen Alarme, News und Watchlist sowie tiefergehende Analysen wie Saisonalität.
Automatische Mustererkennung

Das Herzstück von TrendSpider ist die automatische Erkennung von Chartmustern, Trendlinien, Fibonacci-Leveln sowie Unterstützungs- und Widerstandszonen. Diese Werkzeuge sparen Zeit und nehmen dir das mühsame Einzeichnen von Hand ab. Wichtig bleibt trotzdem: Du solltest verstehen, was der Algorithmus da markiert, sonst vertraust du blind auf eine automatische Linie, die im Kontext vielleicht wenig aussagt.
Backtesting und Strategietests

Die Backtesting-Werkzeuge gehören zu den größten Stärken der Plattform. Du testest eine Handelsstrategie an historischen Daten, ohne eine Zeile Code zu schreiben. Einfache Strategien sind schnell aufgesetzt, für komplexere Regeln brauchst du mehr Zeit und solides Trading-Wissen. Hilfreich sind dabei die umfangreichen Ressourcen der TrendSpider University. Wer diese Logik von einer anderen Plattform kennt, findet in unserem Beitrag zum TradingView-Backtesting einen direkten Vergleichspunkt.
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Scanner und Echtzeitdaten
Leistungsstarke Scanner helfen dir, aus tausenden Werten die passenden Kandidaten herauszufiltern. Du legst eigene Filter an und wirst benachrichtigt, sobald ein Wert die Bedingungen trifft.
Ein Market Scanner durchsucht den Gesamtmarkt automatisch nach Aktien oder Assets, die vordefinierte technische oder fundamentale Kriterien erfüllen.
Grundlegende Krypto- und Forex-Daten stehen kostenlos bereit. Für Echtzeitkurse aus anderen Märkten fallen jedoch Zusatzgebühren an, dazu unten mehr. Einen Überblick über das Prinzip liefert unser Beitrag zum Aktienscreener.
Dynamische Alerts und Handelsbots
Die Alarmfunktionen gehen deutlich über simple Kursalarme hinaus. So bekommst du auch dann ein Signal, wenn eine steigende Trendlinie berührt wird.
Dynamische Alerts sind Kursalarme, die sich automatisch an bewegliche Objekte wie Trendlinien oder Indikatoren anpassen, statt an einer festen Preismarke zu kleben.
Darüber hinaus lassen sich automatisierte Handelsbots einrichten, die nach festen Regeln handeln. Über den Dienst SignalStack kann TrendSpider Signale an angebundene Broker weiterreichen.
Weitere Analysewerkzeuge
Neben den Kernfunktionen bietet TrendSpider mehrere Werkzeuge, die den Funktionsumfang abrunden. Die Fundamentalanalyse greift auf Unternehmenskennzahlen wie Gewinn je Aktie und Umsatztrends zu, die direkt aus den offiziellen SEC-Meldungen stammen. Dazu kommen individuell anpassbare Indikatoren.
Die Saisonalitäts-Analyse zeigt, in welchen Monaten oder Zeiträumen ein Wert historisch besonders häufig gestiegen oder gefallen ist.
Diese Funktion hilft, wiederkehrende Muster über viele Jahre sichtbar zu machen. Wer tiefer in dieses Thema einsteigen will, findet in unserem Test zu Seasonax einen spezialisierten Anbieter. Insgesamt stellt TrendSpider laut Anbieter über 300 vordefinierte Indikatoren bereit, eigene Studien lassen sich zusätzlich in JavaScript schreiben.
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Die KI-Funktionen von TrendSpider
Der größte Sprung seit unserem ersten Test liegt in den KI-Funktionen, die TrendSpider inzwischen tief in die Plattform eingebaut hat. Hier hebt sich der Anbieter am deutlichsten von klassischen Charting-Tools ab. Für Trader, die sich für den Handel mit künstlicher Intelligenz interessieren, ist das der spannendste Teil.

Im Zentrum steht der Assistent Sidekick. Er soll Aufgaben nicht nur beantworten, sondern eigenständig ausführen.
Sidekick ist ein KI-Assistent von TrendSpider, der Charts liest, Echtzeitdaten und Fundamentaldaten auswertet und auf Anweisung in normaler Sprache Scanner, Indikatoren oder Alarme erstellt.
Laut Anbieter arbeitet Sidekick nicht wie ein einfacher Chatbot, sondern als sogenannter agentischer Assistent. Der Anbieter unterteilt ihn in vier Agenten: einen für Marktanalyse, einen für den Bau von Scannern, einen für das Programmieren von Indikatoren und einen für Routineaufgaben wie das Anlegen vieler Alarme.
Zwei weitere KI-Bausteine ergänzen den Assistenten. Das ML Strategy Lab erlaubt es, eigene Machine-Learning-Modelle zu trainieren und als Signalquelle in Charts und Strategien einzubinden, laut Anbieter ohne Programmierkenntnisse. Dazu kommen agentische Scanner, die den Markt selbstständig nach deinen Kriterien durchsuchen. Wie gut diese Modelle in der Praxis wirklich abschneiden, lässt sich von außen schwer prüfen. Sie zeigen aber, in welche Richtung sich die Plattform bewegt.
TrendSpider und die Broker-Anbindung
TrendSpider lässt sich mit mehreren bekannten Brokern verbinden, sodass du Orders direkt aus der Plattform heraus aufgeben kannst. Zu den unterstützten Anbietern zählen unter anderem Interactive Brokers, Charles Schwab, E*TRADE, Tradier und Alpaca. Über den Zwischendienst SignalStack lassen sich zusätzlich Alarme und Trading-Bots an weitere Broker weiterleiten.
Ein wichtiger Hinweis für deutsche Trader. TrendSpider ist auf den US-Markt ausgerichtet. Die angebundenen Broker sind fast ausschließlich US-Anbieter, und viele davon nehmen keine Kunden aus Deutschland auf. Für die reine Analyse ist das kein Problem, für die direkte Orderausführung aus der Plattform heraus aber sehr wohl. Wer aus dem DACH-Raum handelt, nutzt TrendSpider daher in der Praxis meist als Analyse-Werkzeug und führt die Orders bei seinem eigenen Broker aus.
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Kosten, Preise und Abonnements von TrendSpider
Übersicht der Preispläne
TrendSpider bietet vier Abonnements an, die sich nicht im Funktionsumfang, sondern in den Nutzungsgrenzen unterscheiden. Alle Pläne enthalten laut Anbieter Zugriff auf sämtliche Werkzeuge. Was sich ändert, ist zum Beispiel die Zahl der Trading-Bots, der Alarme oder die Tiefe der Backtests. Die folgenden Werte sind die regulären Monatspreise.
| Plan | Regulär pro Monat | Für wen |
|---|---|---|
| Standard | 82 US-Dollar | Einsteiger, Teilzeit-Trader |
| Premium | 137 US-Dollar | aktive Anleger, Swing-Trader |
| Enhanced | 183 US-Dollar | sehr aktive Trader, Scalper |
| Advanced | 321 US-Dollar | professionelle und algorithmische Trader |
Wichtig für die Einordnung. Im Jahresabo sinken die Preise deutlich, beim Standard-Plan etwa auf umgerechnet rund 51 US-Dollar pro Monat. Zusätzlich fährt TrendSpider fast durchgehend Rabattaktionen mit Nachlässen von bis zu 45 Prozent. Die tatsächlich gezahlten Preise liegen dadurch meist spürbar unter den Regulärwerten. Rechne aber immer damit, dass der Aktionspreis nur im ersten Abrechnungszeitraum gilt und danach der reguläre Preis fällig wird.
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Zusatzkosten für Marktdaten
Ein Punkt, den viele Interessenten übersehen: Echtzeit-Marktdaten sind teilweise nicht im Abo enthalten. Grundlegende Krypto- und Forex-Daten stehen kostenlos bereit. Für andere Märkte fallen laut Anbieter Zusatzgebühren an, zum Beispiel rund 7,50 US-Dollar pro Monat für Futures-Daten, 9,50 US-Dollar pro Monat für Optionsdaten und ein Aufschlag für professionelle US-Aktien-Echtzeitkurse. Für eine ehrliche Kostenrechnung solltest du diese Posten unbedingt einplanen.
Kostenloser Test und Rabatte
Beim Thema Testzugang hat sich einiges geändert, und hier lohnt ein genauer Blick. Einen dauerhaft kostenlosen Gratis-Test gibt es nicht. TrendSpider bietet einen 14-tägigen Testzugang an, der je nach Plan zwischen 19 und 49 US-Dollar kostet. Diese Testgebühr ist laut Anbieter nicht erstattungsfähig. Nach einem regulären Kauf räumt TrendSpider zwar ein 72-Stunden-Rückgaberecht ein, die Testgebühr bleibt davon aber ausgenommen. Die stärksten Rabatte gibt es traditionell rund um den Black Friday.
Ein 14-tägiger Testzugang bei TrendSpider ist kostenpflichtig und kostet je nach Plan zwischen 19 und 49 US-Dollar, die nicht zurückerstattet werden.
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Lohnt sich TrendSpider? Vorteile und Nachteile
Wie bei jeder Software gibt es klare Stärken und ebenso klare Schwächen. Damit du schnell einordnen kannst, ob sich der Aufwand lohnt, haben wir die wichtigsten Punkte aus unserem Test und aus den Nutzerbewertungen zusammengefasst.
Diese Vorteile sprechen für TrendSpider:
- Automatische Mustererkennung: Trendlinien und Chartmuster werden zuverlässig und zeitsparend erkannt.
- Starkes Backtesting: Strategien lassen sich ohne Programmierkenntnisse testen.
- Moderne KI-Funktionen: Der Sidekick-Assistent und das ML Strategy Lab heben die Plattform von klassischen Tools ab.
- Umfangreiche Lernressourcen: Blog, University und Social-Media-Kanäle bieten viel Wissen.
- Guter Support: In unserem Test kamen Antworten meist innerhalb von 24 Stunden.
Diese Nachteile solltest du bedenken:
- Steile Lernkurve: Der große Funktionsumfang wirkt anfangs überfordernd.
- Nur auf Englisch: Eine deutsche Version gibt es nicht.
- Zusatzkosten für Marktdaten: Echtzeitdaten sind je nach Markt nicht im Abo enthalten.
- US-Fokus: Die direkte Broker-Anbindung ist für deutsche Trader kaum nutzbar.
- Kein echter Gratis-Test: Der Testzugang ist kostenpflichtig und nicht erstattungsfähig.
Erfahrungen und Bewertungen zu TrendSpider
Um das eigene Testergebnis einzuordnen, haben wir uns breit umgesehen, von Bewertungsportalen über Fachtests bis zu Diskussionen in Foren. Das Bild ist überwiegend positiv, zeigt aber wiederkehrende Kritikpunkte, die sich mit unseren eigenen Beobachtungen decken.
Bewertungen auf Trustpilot
Auf Trustpilot erreicht TrendSpider eine sehr hohe Durchschnittsnote. Zum Zeitpunkt unserer Prüfung im Juli 2026 stehen dort 4,8 von 5 Sternen bei 803 Bewertungen (laut Trustpilot). Auffällig ist die typische Verteilung: sehr viele Fünf-Sterne-Bewertungen und ein kleiner, aber hartnäckiger Block an Ein-Stern-Bewertungen. Die negativen Stimmen drehen sich vor allem um Probleme bei Kündigung und Rückerstattung.
Diese Note solltest du allerdings mit Vorsicht lesen. Laut Trustpilot-Profil betreibt TrendSpider ein kostenpflichtiges Trustpilot-Abonnement und fordert Kunden aktiv dazu auf, Bewertungen abzugeben. Beides ist erlaubt und üblich, kann eine Durchschnittsnote aber nach oben ziehen. Die vielen zufriedenen Nutzer loben die Benutzeroberfläche, die Automatisierung und den Support. Einzelne Rezensenten schreiben sogar, die Plattform sei für sie besser als TradingView.
Meinungen von Experten
Auch unabhängige Fachportale bewerten TrendSpider überwiegend positiv. Die Tester von Warrior Trading und Benzinga vergeben Noten zwischen 4 und 4,6 Sternen. Als Schwächen nennen sie die steile Lernkurve und die Einschränkung, im Browser jeweils nur einen Chart geöffnet haben zu können. Das Fachportal StockBrokers.com urteilt, die Plattform sei mitunter komplex und recht teuer, biete aber eine der besten Optionen für KI-gestützte Trading-Bots, weil sich diese ohne Programmierkenntnisse erstellen ließen.
Gelobt werden vor allem die Automatisierung und die Lernressourcen. Mehrere Tester heben hervor, wie viele Schulungsinhalte TrendSpider bereitstellt und wie sehr das den Einstieg erleichtert. Einig sind sich die Portale aber auch darin, dass sich die Plattform in erster Linie an Trader richtet, die ihre Abläufe automatisieren wollen. Für reine Analyse ohne Automatisierung gibt es günstigere Alternativen.
Diskussionen in Foren
In Foren wie Reddit wird TrendSpider oft direkt mit anderen Trading-Plattformen verglichen. Der Tenor ähnelt dem der Fachtests. Wer seinen Handel automatisieren will und keine Scheu vor komplexer Software hat, ist mit TrendSpider gut bedient. Viele Gelegenheits-Trader entscheiden sich dagegen für die einfachere Bedienung von TradingView. Ein wiederkehrender Kritikpunkt in App-Store-Bewertungen ist die mobile App, die laut mehreren Nutzern gelegentlich einfriert. Bei Google Play steht die App bei 4,2 von 5 Sternen aus rund 294 Bewertungen.
TrendSpider oder TradingView: Was passt besser?
Die häufigste Frage rund um TrendSpider lautet, ob sich der Umstieg von TradingView lohnt. Beide Plattformen ähneln sich im Kern, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Als jemand, der überwiegend auf TradingView arbeitet, sehe ich die Unterschiede klar.
TrendSpider spielt seine Stärken bei Automatisierung und Backtesting aus. Die automatische Mustererkennung und die Strategietests sind ausgereifter, und die neuen KI-Funktionen gibt es in dieser Form bei TradingView nicht. Wer Strategien systematisch testen und automatisieren will, findet hier mehr Werkzeuge.
TradingView punktet bei Bedienung, Community und Preis. Die Oberfläche ist aufgeräumter, die Social-Funktionen rund um das Teilen von Analysen sind stärker, und die Einstiegspreise liegen niedriger. Für den typischen diskretionären Trader, der Charts von Hand liest, ist TradingView meist die praktischere und günstigere Wahl. Wer gezielt Indikatoren für den DACH-Markt sucht, findet bei Kagels Trading zudem eigene TradingView-Indikatoren.
TrendSpider Lernressourcen
Auffällig ist, wie viel Wissen TrendSpider frei zur Verfügung stellt, auch ohne Abo. Der Blog deckt ein breites Spektrum an Trading-Themen ab, von aktuellen Analysen bis zu Grundlagen für Einsteiger. Ergänzt wird das durch aktive Social-Media-Kanäle mit kurzen Analysen und Tutorials sowie durch eine große Zahl an Videos.
Besonders empfehlenswert ist die TrendSpider University. Dort findest du strukturierte Kurse zur Bedienung der Software und zu allgemeinen Themen wie technischer Analyse, Futures oder einzelnen Indikatoren. Diese Inhalte lohnen sich selbst dann, wenn du die Charting-Plattform am Ende nicht abonnierst.
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Mein persönliches Fazit zu TrendSpider
Vor meinem Test kannte ich TrendSpider vor allem über den Blog, danach hat mich vor allem der Funktionsumfang überzeugt. Der Testzugang war dank des hilfsbereiten Supports schnell eingerichtet, und ich fand mich in der Oberfläche rasch zurecht. Da ich hauptsächlich auf TradingView handle, konnte ich beide Plattformen gut vergleichen.
Die klaren Stärken liegen in der Automatisierung. Die automatische Erkennung von Trendlinien und Chartmustern arbeitet erstaunlich präzise und ist der eigentliche Selling-Point. Gleiches gilt für die Backtesting-Funktionen und, ganz neu, für die KI-Werkzeuge rund um Sidekick. Wer systematisch handelt, bekommt hier viel geboten.
Es gibt aber ehrliche Grenzen, die ich nicht verschweigen will. Die Lernkurve ist steil, es lässt sich immer nur ein Chart im Browser öffnen, und gelegentlich hatte ich Abstürze. Dazu kommen die Zusatzkosten für Echtzeitdaten und der Umstand, dass die Broker-Anbindung für deutsche Trader kaum praktisch nutzbar ist. Der fehlende echte Gratis-Test macht den Einstieg zusätzlich teurer, als viele erwarten.
Unterm Strich ist TrendSpider eine starke, aber spezialisierte Plattform. Für Trader, die ihren Handel automatisieren oder tief in Backtesting und KI-gestützte Modelle einsteigen wollen, ist die Software eine ernsthafte Option, die man ausprobieren sollte. Für den Standard-Trader, der vor allem Charts von Hand analysiert, halte ich eine Plattform wie TradingView weiterhin für einfacher und günstiger.
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Häufige Fragen zu TrendSpider
Ist TrendSpider seriös?
TrendSpider ist ein seit 2016 etabliertes US-Unternehmen mit einer sehr hohen Trustpilot-Bewertung von 4,8 von 5 bei über 800 Bewertungen. Kritik gibt es vor allem bei Kündigung und Rückerstattung. Die Bewertungen solltest du zudem einordnen, da TrendSpider ein kostenpflichtiges Trustpilot-Abonnement betreibt und Kunden aktiv um Bewertungen bittet.
Was kostet TrendSpider?
TrendSpider bietet vier Pläne an. Die regulären Monatspreise reichen von rund 82 US-Dollar (Standard) über 137 US-Dollar (Premium) und 183 US-Dollar (Enhanced) bis 321 US-Dollar (Advanced). Im Jahresabo und über häufige Rabattaktionen sinken die Preise deutlich. Für Echtzeit-Marktdaten können je nach Markt Zusatzkosten anfallen.
Gibt es bei TrendSpider einen kostenlosen Test?
Nein, einen dauerhaft kostenlosen Test gibt es nicht. TrendSpider bietet einen 14-tägigen Testzugang an, der je nach Plan zwischen 19 und 49 US-Dollar kostet und nicht erstattungsfähig ist.
Ist TrendSpider auf Deutsch verfügbar?
Nein, die Plattform ist derzeit nur auf Englisch verfügbar. Die umfangreichen Lernressourcen und die klare Oberfläche erleichtern die Nutzung aber auch ohne perfekte Englischkenntnisse.
Welche Märkte unterstützt TrendSpider?
TrendSpider unterstützt Aktien, ETFs, Kryptowährungen, Futures und Forex. Grundlegende Krypto- und Forex-Daten sind kostenlos, für andere Echtzeitdaten fallen teils Zusatzgebühren an.
Was ist besser, TrendSpider oder TradingView?
Das hängt von deinem Stil ab. TrendSpider ist stärker bei Automatisierung, Backtesting und KI. TradingView punktet bei Bedienung, Community und Preis. Für automatisierten Handel eignet sich TrendSpider, für klassische diskretionäre Chartanalyse ist TradingView oft die praktischere Wahl.
Über den Autor
Bjarne Claussen beschäftigt sich seit Jahren mit algorithmischem Handel, Prop Trading und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz an den Märkten. Für Kagels Trading testet er Software, KI-Tools und Handelsplattformen und ordnet ihren praktischen Nutzen für Trader ein. Sein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wo Automatisierung wirklich hilft und wo sie nur nach Marketing klingt.
Für diesen Erfahrungsbericht hat Bjarne einen eigenen Testzugang genutzt und die Ergebnisse mit öffentlichen Nutzerbewertungen sowie unabhängigen Fachtests abgeglichen. Marketing-Aussagen des Anbieters sind im Text als solche gekennzeichnet und kritisch eingeordnet, ohne Werbepartnerschaft und ohne finanzielle Beteiligung an TrendSpider.
Sein Anspruch ist eine ehrliche Einordnung statt Hochglanz. Deshalb benennt dieser Test Stärken und Schwächen gleichermaßen und macht deutlich, für welche Trader sich die Software lohnt und für welche nicht.
Dieser Artikel wurde von Karsten Kagels final geprüft. Mehr zu den Autoren findest du auf der Seite von Bjarne Claussen und Karsten Kagels.

















