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Parqet Erfahrungen: was der Portfolio-Tracker 2026 kostet und wie sicher er ist

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2026

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15 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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Wer mehrere Depots führt, verliert schnell den Überblick. Die Gesamtrendite über alle Konten hinweg zeigt kein Broker an, und die Frage, wie stark eine einzelne Aktie im Gesamtvermögen wiegt, beantwortet keine Depotübersicht. Genau in diese Lücke stößt Parqet: eine App aus Hamburg, die Depots, Cash, Krypto und Sachwerte in einer Ansicht zusammenführt.

Der Anbieter wirbt mit einem kostenlosen Einstieg. Trotzdem ist die häufigste Frage zu Parqet die nach den Kosten, und die Antwort hat sich zuletzt geändert: Das Plus-Abo ist teurer geworden, dafür sind Funktionen dazugekommen, die es 2024 noch nicht gab. Dieser Artikel bringt alle Preise und Leistungen auf den Stand von August 2026.

Grundlage sind die Angaben auf der Anbieterseite, das Impressum der Parqet Fintech GmbH, die öffentliche Live-Demo sowie Bewertungen bei Trustpilot, im App Store und bei Google Play. Ich bewerte Parqet als Praktiker, der Depotüberwachung seit Jahrzehnten kennt, ohne selbst zahlender Kunde der Plattform zu sein. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Parqet Erfahrungen: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Was Parqet ist: eine Portfolio-Tracking-App der Parqet Fintech GmbH aus Hamburg, die Depots, Cash, Krypto und Sachwerte in einer Gesamtübersicht bündelt.
  • Was es kostet: Basis 0 €, Plus 11,99 € im Monat oder 99,99 € im Jahr, Investor 29,99 € im Monat oder 329,99 € im Jahr, dazu 14 Tage kostenlos testen.
  • Was neu ist: Autosync verbindet ausgewählte Broker direkt, dazu kamen Parqet X-Ray, ein Steuer-Dashboard und mit Parqet Terminal ein eigenes Analyse-Produkt.
  • Wo die Grenzen liegen: keine Risikokennzahlen wie Beta oder Sharpe Ratio, kein fertiger Steuerreport fürs Finanzamt, und Autosync deckt längst nicht jeden Broker ab.
  • Wie Nutzer urteilen: 4,6 Sterne im App Store und 4,5 bei Google Play, bei Trustpilot dagegen nur 2,9 aus sehr wenigen Bewertungen.

Was ist Parqet?

Parqet ist eine Portfolio-Tracking-App der Parqet Fintech GmbH aus Hamburg, die Wertpapierdepots, Cash-Konten, Kryptowährungen und Sachwerte in einer gemeinsamen Auswertung zusammenführt.

Der Name spielt auf das Börsenparkett an. Gestartet ist der Dienst unter dem Namen Tresor One, Mitte 2021 folgte das Rebranding zu Parqet. Seither ist aus dem schlichten Depot-Betrachter eine Plattform mit Analyse, Dividendenplanung und Nachrichten geworden.

Wichtig für die Einordnung: Parqet ist kein Broker und keine Bank. Du kannst dort nichts kaufen und nichts verkaufen. Die App liest deine Transaktionen ein und rechnet daraus Rendite, Gewichtung und Ausschüttungen. Wer eine Handelsplattform sucht, ist hier falsch und wird eher bei einem Online Broker fündig.

Portfolio-Tracking bezeichnet die laufende Auswertung aller Vermögenswerte an einem Ort, unabhängig davon, bei welchem Broker oder welcher Bank sie liegen.

Nach eigener Angabe nutzen mehr als 350.000 Anleger die Plattform. Diese Zahl steht auf der Startseite und lässt sich von außen nicht prüfen. Belastbar sind dagegen die Downloadzahlen bei Google Play: dort weist der Store über 100.000 Installationen aus.

Parqet Portfolio-Tracker Startseite 2026 mit Vermögensübersicht in App und Web-Version
Die Startseite von Parqet wirbt mit der kombinierten Vermögensübersicht über alle Depots hinweg.

Steckbrief Parqet

AnbieterParqet Fintech GmbH
SitzBallindamm 27, 20095 Hamburg
HandelsregisterAmtsgericht Hamburg, HRB 164995
GeschäftsführerSumit Kumar
Gegründet alsTresor One, Rebranding zu Parqet Mitte 2021
Art des DienstesPortfolio-Tracking, kein Broker, keine Depotführung
TarifeBasis, Plus, Investor
Testphase14 Tage für Plus und Investor
PlattformenWeb, iOS, Android
Nutzerzahlüber 350.000 (laut eigener Angabe)

Parqet Kosten 2026: Basis, Plus und Investor im Vergleich

Parqet arbeitet mit drei Tarifen für Privatanleger. Der Einstieg ist dauerhaft kostenlos, die beiden Bezahlstufen unterscheiden sich vor allem in der Zahl der Portfolios und im Umfang der Analysefunktionen.

An dieser Stelle der wichtigste Hinweis für alle, die ältere Testberichte gelesen haben: Die Preise sind gestiegen. Plus lag lange bei 8 € im Monat, viele Vergleichsseiten führen bis heute 7,99 € oder 9,99 €. Laut Preisseite des Anbieters kostet Plus aktuell 11,99 € im Monat.

Parqet Kosten 2026 mit den drei Tarifen Basis, Plus und Investor im Vergleich
Die Preisseite von Parqet im August 2026: Autosync steckt inzwischen in allen drei Tarifen.

LeistungBasisPlusInvestor
Preis je Monat0 €11,99 €29,99 €
Preis je Jahr0 €99,99 €329,99 €
Portfolios1515
Watchlists1515
Andere Assets5allealle
Integrationen2520
AnalyseBasisvollvoll

Was das kostenlose Basis-Paket kann

Der Gratis-Tarif ist mehr als eine Demoversion. Du trackst ein Portfolio mit beliebig vielen Aktien und ETFs, legst eine Watchlist an und siehst Rendite, Kursgewinne und erhaltene Dividenden. Auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung und der Datei-Import gehören dazu.

Zwei Grenzen fallen im Alltag auf. Erstens sind nur fünf zusätzliche Assets erlaubt, also Cash-Konten, Kryptowährungen, Gold oder Immobilien zusammengenommen. Wer mehrere Kryptowährungen hält, stößt schnell an diese Grenze. Zweitens bleibt die Analyse auf Basisfunktionen beschränkt.

Wann sich Parqet Plus lohnt

Plus kostet 11,99 € im Monat, im Jahresabo 99,99 €. Damit liegst du bei rund 8,33 € pro Monat, wenn du jährlich zahlst. Freigeschaltet werden bis zu fünf Portfolios, unbegrenzt viele weitere Assets und der komplette Analysebereich.

Der eigentliche Sprung liegt aber nicht bei den Portfolio-Plätzen, sondern in den Auswertungen, allen voran bei der ETF-Durchschau. Welche ETFs überhaupt ins Depot wandern, entscheidet sich vorher. Dafür ist das ETF-Portal justETF das passende Werkzeug.

Parqet X-Ray löst ETFs in ihre Einzelpositionen auf und zeigt, wie stark eine einzelne Aktie über alle Fonds und Direktbestände hinweg im Depot gewichtet ist.

Damit siehst du die tatsächliche Gewichtung einer Aktie, nicht nur die Fondsquote. Dazu kommen Dividenden-Prognose, Performance-Vergleich gegen Indizes und ein Steuer-Dashboard.

Für wen Investor gedacht ist

Investor kostet 29,99 € im Monat oder 329,99 € im Jahr. Inhaltlich bekommst du dieselben Analysefunktionen wie mit Plus. Bezahlt wird vor allem die Menge: 15 Portfolios, 15 Watchlists, 20 Integrationen und bevorzugter E-Mail-Support.

Für die meisten Privatanleger ist das deutlich über Bedarf. Der Tarif richtet sich an Nutzer, die Depots für mehrere Personen oder Gesellschaften getrennt führen. Wer ein Familiendepot und zwei eigene Konten abbildet, kommt mit Plus aus.

Beide Bezahlstufen lassen sich 14 Tage kostenlos testen. Eine Kündigungsfrist gibt es nach Anbieterangabe nicht, gekündigt wird in den Account-Einstellungen.

So funktioniert das Tracking mit Parqet

Die Einrichtung dauert wenige Minuten. Nach der Registrierung landest du auf einem Dashboard, das Depotwert, Rendite, realisierte Gewinne und Dividenden zeigt. Die Navigation ist knapp gehalten und kommt ohne Einarbeitung aus.

Parqet Dashboard der Live-Demo mit Portfoliowert, Kursgewinn und internem Zinsfuß
Die öffentliche Live-Demo zeigt das Parqet Dashboard ohne Registrierung.

Praktisch für den ersten Blick: Parqet stellt eine öffentliche Live-Demo bereit. Du siehst ein echtes Musterdepot mit 45 Positionen und klickst alle Auswertungen durch, ohne ein Konto anzulegen.

Daten importieren: Autosync, Datei-Upload und Handarbeit

Autosync verbindet ausgewählte Broker direkt mit Parqet, sodass neue Transaktionen ohne Datei-Upload übernommen werden.

Der Weg über Autosync ist der bequemste und steht in allen drei Tarifen zur Verfügung, auch im kostenlosen Basis-Paket. Unterstützt werden nach Angaben auf der Preisseite unter anderem Trade Republic, ING, DKB, comdirect, Consorsbank, flatex, Scalable Capital, die Sparkassen und finanzen.net zero.

Fehlt dein Broker in dieser Liste, bleibt der Datei-Import. Parqet liest PDF-Abrechnungen und CSV-Exporte von nach eigener Angabe über 50 Brokern aus. Das funktioniert per Drag-and-drop und erkennt Käufe, Verkäufe und Dividenden automatisch.

Genau hier liegt die häufigste Kritik. Wer im Ausland handelt, etwa über Swissquote, muss regelmäßig von Hand nacharbeiten. Ein Trustpilot-Nutzer schreibt dazu: „Die Aktualisierung und der Import von Transaktionen von Swissquote funktionierten nicht zuverlässig.“

Wer bisher Portfolio Performance genutzt hat, exportiert seine Historie als CSV und lädt sie hoch. Der Umzug gelingt in einem Durchgang, inklusive aller Altbestände.

Die wichtigsten Funktionen und Analysen im Überblick

Der Funktionsumfang ist über die Jahre deutlich gewachsen. Diese sieben Bereiche tragen den praktischen Nutzen der Plattform:

  • Dashboard: zeigt Depotwert, absolute Kursgewinne, realisierte Gewinne und erhaltene Dividenden auf einen Blick, wahlweise pro Portfolio oder als Gesamtübersicht über alle Konten.
  • Interner Zinsfuß: rechnet die Rendite unter Berücksichtigung von Ein- und Auszahlungen, also der Wert, den dir kein Broker sauber ausweist.
  • Parqet X-Ray: löst ETFs in ihre Einzelpositionen auf und legt offen, wie stark ein Titel über mehrere Fonds hinweg wirklich gewichtet ist.
  • Gewichtungsanalyse: sortiert das Vermögen nach Ländern, Branchen, Währungen und Assetklassen und macht ein Klumpenrisiko sichtbar.
  • Dividenden-Tools: Dividenden-Dashboard, angekündigte Zahlungen und ein Dividendenkalender, der in den Bezahltarifen auf die eigenen Positionen zugeschnitten ist.
  • Steuer-Dashboard: listet die pro Jahr gezahlte Kapitalertragsteuer auf Verkäufe, Dividenden und Quellensteuer auf.
  • Drawdown-Analyse: zeigt die größten Rückgänge des Depots, also den Drawdown als Maß für die durchlebten Verlustphasen.

Der interne Zinsfuß gibt die jährliche Rendite eines Depots an und berücksichtigt dabei, wann wie viel Geld eingezahlt oder entnommen wurde.

Was du dagegen nicht bekommst, sind klassische Risikokennzahlen wie Beta oder die Sharpe Ratio. Für eine reine Depotübersicht ist das verschmerzbar. Wer Risiko sauber quantifizieren will, braucht ein zweites Werkzeug.

Parqet Terminal: das neue Analyse-Produkt

Parqet Terminal ist ein separates Produkt für Aktienanalyse, das Fundamentaldaten, Analystenschätzungen, Insidergeschäfte und Peer-Vergleiche in einer Oberfläche bündelt.

Das Terminal gehört nicht zum Portfolio-Tracker und wird getrennt abgerechnet. Zum Stand August 2026 läuft der Zugang laut Produktseite über eine Warteliste, einzelne Module sind als „bald“ gekennzeichnet. Der Anbieter nennt über 18.000 Aktien und 30 Jahre Historie.

Preislich liegt Terminal bei 29,99 € im Monat. Im Jahresabo ruft Parqet als Startangebot 199 € für das erste Jahr auf, danach 299 € pro Jahr. Ein Bundle aus Terminal und Investor wird als Founders Pass beworben.

Für die Bewertung heißt das: Terminal ist heute ein Versprechen, kein Produkt, das man testen kann. Wer sich für Aktienanalyse interessiert, sollte das Angebot beobachten, seine Kaufentscheidung für den Portfolio-Tracker aber unabhängig davon treffen.

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Ist Parqet seriös und sicher?

Die Frage taucht in Suchmaschinen häufig auf, meist zusammen mit Begriffen wie Betrug oder Abzocke. Der Blick ins Impressum beantwortet den größten Teil davon.

Parqet wird von der Parqet Fintech GmbH mit Sitz in Hamburg betrieben, eingetragen beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 164995.

Ein deutscher Firmensitz, ein benannter Geschäftsführer und eine Handelsregisternummer stehen offen im Impressum und sind harte Fakten, die viele Anbieter im Finanzumfeld nicht liefern. Eine BaFin-Erlaubnis braucht Parqet nicht, weil das Unternehmen weder Gelder verwahrt noch Wertpapiergeschäfte ausführt.

Beim Datenschutz argumentiert der Anbieter mit drei Punkten: Die Daten liegen nach eigener Angabe in Deutschland, aus importierten PDFs werden nur Wertpapier, Datum, Typ und Betrag ausgelesen, und finanziert wird das Unternehmen über Abos statt über Datenverkauf. Die Zahlungsabwicklung läuft über Stripe.

Das lässt sich von außen nicht vollständig prüfen. Nachvollziehbar ist dagegen die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die in allen Tarifen zur Verfügung steht. Wer Autosync nutzt, sollte sich bewusst machen, dass er dafür einen Zugang zu seinem Depot freigibt. Wer das nicht will, bleibt beim Datei-Import und gibt gar nichts preis.

Mein Fazit zur Seriosität: Für Betrugsvorwürfe gibt es keinen Anhaltspunkt. Die kritischen Stimmen betreffen Abrechnung, Support und Importqualität, nicht die Frage, ob der Anbieter echt ist.

Die Vor- und Nachteile von Parqet

Kein Werkzeug passt für jeden. Die folgende Gegenüberstellung fasst zusammen, was Parqet im Alltag stark macht und wo es hakt.

Vorteile von Parqet

  • Dauerhaft kostenloser Einstieg: Das Basis-Paket ist keine Testversion, sondern bleibt gratis nutzbar, inklusive Autosync und Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  • Autosync mit deutschen Brokern: Trade Republic, ING, DKB, comdirect und weitere lassen sich direkt verbinden, neue Transaktionen laufen ohne Datei-Upload ein.
  • ETF-Durchschau mit X-Ray: Die tatsächliche Gewichtung einzelner Aktien über mehrere Fonds hinweg macht kaum ein anderes Tool in dieser Klarheit sichtbar.
  • Starke Dividenden-Funktionen: Dividendenkalender, Prognose und Ausschüttungshistorie sind für Einkommensanleger der eigentliche Kaufgrund.
  • Nachvollziehbarer Anbieter: Deutscher Firmensitz, Handelsregistereintrag und benannter Geschäftsführer, dazu Datenhaltung in Deutschland nach eigener Angabe.
  • Gut bewertete Apps: 4,6 Sterne im App Store und 4,5 bei Google Play stützen den Eindruck einer ausgereiften mobilen Umsetzung.

Nachteile von Parqet

  • Keine echten Risikokennzahlen: Beta und Sharpe Ratio fehlen weiterhin, nur die Drawdown-Ansicht deckt das Thema teilweise ab.
  • Kein Steuerreport fürs Finanzamt: Das Steuer-Dashboard zeigt gezahlte Steuern, ersetzt aber keine Aufstellung für die Anlage KAP.
  • Autosync deckt nicht jeden Broker ab: Wer über ausländische Broker handelt, pflegt weiter per Datei oder von Hand nach.
  • Enges Basis-Paket: Ein Portfolio und nur fünf zusätzliche Assets zwingen Nutzer mit Krypto oder mehreren Konten schnell ins Abo.
  • Spürbare Preiserhöhung: Plus kostet 11,99 € statt der lange gültigen 8 €, ohne dass alle Bestandsfunktionen erweitert wurden.
  • Schwaches Trustpilot-Bild: Bei 2,9 von 5 und sehr wenigen Bewertungen fehlt eine belastbare unabhängige Rückmeldung.

Erfahrungen mit Parqet: das sagen Nutzer

Die Bewertungslage ist auffällig gespalten, je nachdem wo man hinsieht. In den App Stores steht Parqet sehr gut da, bei Trustpilot dagegen schlecht.

QuelleBasisBewertung
Apple App Storerund 7.900 Bewertungen4,6 von 5
Google Playrund 3.300 Rezensionen4,5 von 5
Trustpilot6 Bewertungen2,9 von 5

Diese Spreizung hat einen einfachen Grund. Bei Trustpilot ist das Profil nicht beansprucht, und der Anbieter fordert seine Kunden dort nicht zu Bewertungen auf. Sechs Stimmen sind keine belastbare Stichprobe, sie zeigen aber, woran sich Unzufriedenheit entzündet.

Was Nutzer loben

Positiv fällt vor allem die Motivation durch Sichtbarkeit auf. Ein Trustpilot-Nutzer schreibt: „Ich benutze die App im Plus Abo seit Jahren und bin mehr als zufrieden.“ Er hebt die laufende Weiterentwicklung und den Support hervor.

Eine zweite Stimme nennt den Vorteil bei mehreren Depots: „die App ist super wenn man mehrere Depots führt.“ Genau für diese Bündelung ist Parqet gebaut, und dort spielt es seine Stärke aus.

Was Nutzer kritisieren

Die Kritik dreht sich um drei wiederkehrende Themen. Erstens der Support: Ein Rezensent berichtet von Fehlermeldungen beim Import in der Testphase und schreibt, er könne Parqet „nach meinen ersten Erfahrungen absolut nicht empfehlen“.

Zweitens die Abo-Abwicklung. Ein Nutzer schildert, dass sein bezahltes Jahresabo nach dem Löschen des Kontos verfiel: „ich werde behandelt, als hätte ich nie bezahlt.“ Wer kündigt oder sein Konto entfernt, sollte den Ablauf vorher klären.

Drittens die Importqualität bei ausländischen Brokern, wie im Swissquote-Fall oben beschrieben. Alle drei Punkte betreffen die Umsetzung im Alltag, nicht die Grundfunktion.

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Alternativen zu Parqet

Der Markt für Portfolio-Tracker ist gewachsen. Diese vier Alternativen decken jeweils andere Bedürfnisse ab:

  • getquin: setzt stärker auf Community und Austausch. Wer Depots vergleichen und diskutieren will, ist dort besser aufgehoben als bei Parqet.
  • Portfolio Performance: kostenlose Open-Source-Software für den eigenen Rechner. Deutlich mächtiger bei Kennzahlen, dafür sperrig und ohne Cloud.
  • extraETF: kommt von der ETF-Seite und verbindet Tracking mit Fondsdatenbank und Sparplanvergleich.
  • CoinTracking: die Wahl für alle mit Schwerpunkt Krypto, vor allem wegen der Steuerreports, die Parqet nicht liefert.

Häufig genannt wird außerdem der Finanzfluss Copilot. Er zielt auf dieselbe Zielgruppe, ist aber enger an das eigene Ökosystem gebunden. Wer beides erwägt, sollte die Broker-Anbindung zum Entscheidungskriterium machen: Sie unterscheidet die Tools im Alltag stärker als jede Feature-Liste.

Girokonten und laufende Verträge wertet Parqet nicht aus. Dafür brauchst du eine Multibanking-App: Was eine solche App im Alltag leistet, steht in den Erfahrungen mit Finanzguru.

Einen breiteren Marktüberblick über Anbieter dieser Art findest du in unserer Übersicht zu Börsenportalen und Finanzportalen.

Für wen lohnt sich Parqet?

Parqet passt gut, wenn du mehrere Depots führst und Ausschüttungen im Blick behalten willst. Die Kombination aus Gesamtübersicht, Dividendenplanung und ETF-Durchschau ist für Buy-and-hold-Anleger und Dividendenstrategen der stärkste Grund zuzugreifen.

Weniger passend ist die App für aktive Trader. Wer täglich handelt, braucht Ausführungsdaten, Positionsgrößen und Risikokennzahlen, und die liefert ein Tracker dieser Bauart nicht. Für die Depotüberwachung neben dem Handelskonto taugt Parqet trotzdem, als Übersicht, nicht als Handelswerkzeug.

Nicht geeignet ist Parqet, wenn du einen Steuerreport brauchst oder überwiegend über ausländische Broker handelst. In beiden Fällen bleibt Nacharbeit, die den Komfortgewinn wieder auffrisst.

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Fazit: lohnt sich Parqet?

Parqet ist einer der ausgereiftesten Portfolio-Tracker im deutschsprachigen Raum. Die Bedienung ist klar, die Dividenden-Funktionen sind stark, und mit Autosync ist der größte Schwachpunkt früherer Jahre entschärft. Dass der Gratis-Tarif diese Anbindung mitbringt, ist ungewöhnlich großzügig.

Die Preiserhöhung auf 11,99 € verschiebt die Rechnung trotzdem. Für ein einzelnes Depot ist das viel Geld, gemessen daran, dass kein einziger Euro daraus Rendite erzeugt. Wer mehrere Konten bündelt und Ausschüttungen plant, bekommt den Gegenwert. Wer nur einen Sparplan verfolgt, fährt mit Basis oder mit Portfolio Performance besser.

Mein Rat: Nutze die 14 Tage Testphase und prüfe zuerst, ob dein Broker per Autosync angebunden ist. Klappt das, nimmt dir Parqet spürbar Arbeit ab. Klappt es nicht, bleibt es ein hübsches Dashboard mit Handarbeit dahinter, und dann lohnt das Abo nicht.

Häufige Fragen zu Parqet

Was kostet Parqet?

Parqet bietet drei Tarife an. Basis ist kostenlos, Plus kostet 11,99 € im Monat oder 99,99 € im Jahr, Investor 29,99 € im Monat oder 329,99 € im Jahr. Plus und Investor lassen sich 14 Tage kostenlos testen.

Ist Parqet kostenlos?

Ja, das Basis-Paket ist dauerhaft kostenlos. Es umfasst ein Portfolio, eine Watchlist, unbegrenzt viele Wertpapiere sowie Autosync und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Begrenzt sind die Analysefunktionen und die Zahl zusätzlicher Assets.

Ist Parqet seriös?

Für Betrugsvorwürfe gibt es keinen Anhaltspunkt. Betreiber ist die Parqet Fintech GmbH in Hamburg, eingetragen unter HRB 164995 beim Amtsgericht Hamburg. Eine BaFin-Erlaubnis ist nicht nötig, weil der Dienst keine Gelder verwahrt und keine Wertpapiergeschäfte ausführt.

Kann ich mein Depot automatisch verbinden?

Ja, über Autosync. Unterstützt werden unter anderem Trade Republic, ING, DKB, comdirect, Consorsbank, flatex, Scalable Capital, Sparkassen und finanzen.net zero. Alle übrigen Broker laufen über den Datei-Import per PDF oder CSV.

Erstellt Parqet einen Steuerreport?

Nein, einen fertigen Steuerreport gibt es nicht. Das Steuer-Dashboard zeigt, wie viel Steuern du pro Jahr auf Verkäufe, Dividenden und Quellensteuer gezahlt hast. Für die Steuererklärung brauchst du weiterhin die Abrechnungen deines Brokers.

Was ist Parqet Terminal?

Parqet Terminal ist ein eigenständiges Analyse-Produkt für Aktien. Es bündelt Fundamentaldaten, Schätzungen, Insidergeschäfte und Peer-Vergleiche. Der Zugang läuft im August 2026 noch über eine Warteliste, der reguläre Preis liegt bei 29,99 € im Monat.

Was ist die beste Alternative zu Parqet?

Das hängt vom Schwerpunkt ab. Für Community-Funktionen eignet sich getquin, für tiefe Kennzahlen die kostenlose Software Portfolio Performance, für ETF-Anleger extraETF und für Kryptowerte CoinTracking mit seinen Steuerreports.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels handelt seit 1980 an den Finanzmärkten und führt als Gründer die Kagels Trading GmbH. Er arbeitet diskretionär nach Price Action und war 1989 der Erstübersetzer der Elliott-Wellen-Literatur ins Deutsche.

Sein Schwerpunkt liegt im kurzfristigen Handel, nicht in der langfristigen Depotverwaltung. Werkzeuge wie den Parqet Portfolio-Tracker beurteilt er deshalb aus der Perspektive des Praktikers, der Depotüberwachung und Risikostreuung seit Jahrzehnten kennt, ohne selbst zahlender Kunde der Plattform zu sein.

Für diesen Artikel wurden alle Angaben im August 2026 an den Primärquellen geprüft: Preise und Funktionen auf der Anbieterseite, Unternehmensdaten im Impressum, Bewertungen bei Trustpilot sowie in Apple App Store und Google Play. Es besteht keine Werbepartnerschaft mit Parqet.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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