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Mader & Rausch Erfahrungen: Was taugen die KI-Trading-Bots, was kosten sie und wie seriös ist der Anbieter?

Zuletzt aktualisiert: 02. September 2026

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15 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

KI für Trader Hauptkurs
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Über 30 Prozent Rendite pro Jahr, vollautomatisch, ohne selbst zu handeln: Mit diesem Versprechen wirbt die Mader & Rausch Wealth Mastery GmbH aus Backnang um Anleger. Zwei KI-gestützte Handelssysteme namens TagesGeldBot und MR StableFX sollen das Geld der Kunden auf deren eigenem Brokerkonto vermehren. Die Gebühren nennt der Anbieter erst im persönlichen Beratungsgespräch.

Grundlage dieser Bewertung sind keine Kundenmeinungen, denn unabhängige Bewertungen existieren zu diesem Anbieter schlicht nicht. Wir haben stattdessen die Primärquellen geprüft: die komplette Website samt AGB und Impressum, den Eintrag im Handelsregister, die Presseartikel über die Gründer und vor allem alle fünf öffentlich einsehbaren Myfxbook-Konten des Anbieters mit ihren Handelsstatistiken. Ich bewerte das Angebot dabei von außen, als diskretionärer Trader mit über 45 Jahren Börsenerfahrung, nicht als Nutzer der Systeme. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Mader & Rausch Erfahrungen: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Verifizierte, aber kurze Track Records: Die Myfxbook-Konten sind echt, das älteste startet jedoch erst im Juli 2025. Die beworbenen 534 Prozent seit März 2022 deckt kein einziges einsehbares Konto.
  • Zwei von drei Vorzeigekonten sind verstummt: Das Alphabot-Konto liefert seit Januar 2026 keine Daten mehr, der Gold-Scalper handelt seit Mai praktisch nicht mehr. Nur MR StableFX läuft durchgehend.
  • Offshore-Broker mit Hebel bis 1:500: Die Systeme laufen über MEX Atlantic und Eightcap-Konten mit Hebeln, die es unter EU-Regulierung für Privatkunden nicht gibt. Die Website legt das nirgends offen.
  • Keine Preistransparenz, keine BaFin-Aufsicht: Gebühren nennt der Anbieter nur im Beratungsgespräch. Die GmbH firmiert rechtlich als Bildungsanbieter, eine Erlaubnis der Finanzaufsicht besteht nicht.

Was ist Mader & Rausch?

Mader & Rausch ist eine 2020 gegründete GmbH aus Backnang, die Lizenzen für automatisierte Forex-Handelssysteme sowie Börsen-Mentorings verkauft, rechtlich aber als Bildungsanbieter auftritt und keine BaFin-regulierte Finanzdienstleistung erbringt.

Hinter dem Anbieter stehen die beiden Geschäftsführer Ewald Mader und Adrian Rausch. Mader ist Diplom-Kaufmann und führte nach eigenen Angaben knapp drei Jahrzehnte eine IT-Firma, Rausch verantwortet die Entwicklung der Handelsalgorithmen. Die Firma ist unter mader-rausch.de erreichbar und im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 776036 eingetragen. Erreichbar ist das Unternehmen laut Impressum per E-Mail und ausschließlich per WhatsApp, klassische Telefonate nimmt es nicht an.

Das Geschäftsmodell funktioniert so: Der Kunde eröffnet ein eigenes Brokerkonto, zahlt dort sein Kapital ein und lässt die Trading-Bots des Anbieters darauf handeln. Technisch sind die Systeme Expert Advisors für die MetaTrader-Plattform, also Programme, die Orders nach festen Regeln vollautomatisch ausführen. Mader & Rausch selbst verwahrt kein Kundengeld. Das unterscheidet den Anbieter von klassischen Anlagebetrugs-Plattformen und ist der wichtigste Punkt auf der Haben-Seite.

Ein Expert Advisor ist ein Handelsprogramm für MetaTrader, das Kauf- und Verkaufsorders nach festen Regeln vollautomatisch auf dem Brokerkonto des Nutzers ausführt.

Ein Namenszwilling sorgt für Verwirrung: Die Firma darf nicht mit Investment Mastery verwechselt werden. Der britische Anbieter mit dem ähnlichen Namen hat mit der Backnanger GmbH nichts zu tun, taucht aber bei der Google-Suche nach Mader-Rausch-Bewertungen prominent auf. Wer dort Trustpilot-Sterne sieht, liest die Bewertungen eines völlig anderen Unternehmens.

Mader & Rausch im Steckbrief

AnbieterMader & Rausch Wealth Mastery GmbH, Backnang
Gegründet2020 (HRB 776036, Amtsgericht Stuttgart)
GeschäftsführerEwald Mader, Adrian Rausch
ProdukteTagesGeldBot (EUR/USD), MR StableFX (CAD/AUD/NZD), Börsen-Mentoring
TechnikExpert Advisors für MetaTrader 4/5
Mindestkapitalab 10.000 € (laut eigener Angabe)
KostenSetup- und Lizenzgebühr, Beträge nicht öffentlich
Rendite-Versprechenüber 30 % pro Jahr (laut eigener Angabe)
Regulierungkeine, firmiert als Bildungsanbieter
Unabhängige Bewertungenkeine (kein Trustpilot-, Google- oder Firmen-ProvenExpert-Profil)
Mader & Rausch Erfahrungen Startseite mit dem Versprechen von über 30 Prozent Rendite pro Jahr
Die Startseite von mader-rausch.de im August 2026. Das Renditeversprechen steht über allem, die Risiken erwähnt erst der Risikohinweis im Fußbereich.

Das Renditeversprechen: über 30 Prozent pro Jahr im Faktencheck

Die zentrale Werbeaussage lautet, die Systeme hätten seit März 2022 über 534 Prozent Gesamtrendite erzielt, im Schnitt mehr als 30 Prozent pro Jahr. Auf Instagram bewirbt der Anbieter sogar „50 %+ p.a.“. Solche Zahlen muss ein Anbieter belegen können, sonst bleiben sie Marketing.

Genau hier beginnt das Problem: Das älteste öffentlich einsehbare Myfxbook-Konto des Anbieters startet im Juli 2025. Für den Zeitraum von März 2022 bis Mitte 2025, also für den größten Teil der beworbenen 534 Prozent, existiert kein öffentlich nachprüfbarer Beleg. Myfxbook ist ein Analyse-Dienst, der Handelskonten direkt beim Broker ausliest und Manipulationen an den Trades praktisch ausschließt. Was dort nicht liegt, bleibt eine Behauptung des Anbieters.

Auch die Risikoseite der Werbung verdient einen zweiten Blick. In den eigenen PR-Artikeln räumt der Anbieter Maximalverluste von 27,5 Prozent beim konservativen und 54 Prozent beim dynamischen System ein. Wer die Hälfte seines Kontos verlieren kann, investiert nicht „sicher“, wie es der Seitentitel der Website verspricht. Diese Diskrepanz zwischen Sicherheits-Framing und tatsächlichem Risikoprofil zieht sich durch den gesamten Auftritt.

Myfxbook-Track-Records: was die fünf Konten wirklich zeigen

Der „nachweisbare Live-Trackrecord“ ist das wichtigste Verkaufsargument des Anbieters. Wir haben alle fünf öffentlichen Konten im August 2026 im Detail geprüft. Das Ergebnis fällt gemischt aus, und die Handelsstatistiken sind aufschlussreicher als jede Werbezahl.

Eine Myfxbook-Verifizierung bestätigt mit den Siegeln „Track Record Verified“ und „Trading Privileges Verified“, dass die Trades eines Kontos echt sind. Sie bestätigt nicht die Kontogröße, nicht die Ein- und Auszahlungen und nicht die Dauerhaftigkeit der Ergebnisse.

Positiv festzuhalten: Alle geprüften Konten tragen beide Verifizierungs-Siegel und laufen auf echten Konten (Real, nicht Demo). Die Trades sind also keine Erfindung. Damit endet die gute Nachricht allerdings auch schon.

Wealth Mastery Alphabot: das eingefrorene Aushängeschild

Das Aushängeschild-Konto zeigt +72,9 Prozent Gewinn bei einem Drawdown von 32,9 Prozent. Der Drawdown beziffert den zwischenzeitlichen Verlust vom Höchststand des Kontos. Ein Drittel Kontorückgang ist für ein als sicher vermarktetes System bereits eine Ansage. Entscheidender ist aber: Der Chart endet am 26. Januar 2026. Seitdem 38 Trades im Gesamtjahr, plus 3,6 Prozent, letzte Aktualisierung Anfang Mai, danach Stille. Ein „Live-Trackrecord“, der seit über einem halben Jahr keine Daten liefert, belegt nichts über die Gegenwart.

Mader & Rausch Myfxbook Konto Wealth Mastery Alphabot mit eingefrorenem Chart seit Januar 2026
Das Alphabot-Konto bei Myfxbook. Verifiziert, aber der Chart endet im Januar 2026. Balance, Einzahlungen und Auszahlungen sind mit Schloss-Symbolen verborgen.

AR Gold Scalping: 359 Prozent aus zweieinhalb Monaten

Die spektakulärste Zahl im Portfolio stammt von einem Gold-Konto beim Broker Eightcap: +359,8 Prozent. Der komplette Gewinn entstand zwischen Ende Oktober und Mitte Dezember 2025, mitten in der historischen Gold-Rally. Seit Mai 2026 handelt das Konto praktisch nicht mehr, das laufende Jahr steht bei mageren plus 3,1 Prozent.

Die Statistik dahinter sollte jeder Interessent kennen. Über 20.000 Trades in zweieinhalb Monaten, durchschnittlicher Gewinn 158 Pips, durchschnittlicher Verlust 447 Pips, schlechtester Einzeltrade über 13.000 Pips im Minus. Der Z-Score von minus 22,9 zeigt zudem, dass die Trades in Serien zusammenhängen. Dieses Muster kennt man von der Martingale-Strategie: viele kleine Gewinne, und wenn es schiefläuft, frisst eine Verlustserie das Konto. Der Drawdown von 43,3 Prozent in nur zehn Wochen passt exakt dazu.

Ein stark negativer Z-Score bei Myfxbook zeigt an, dass Gewinn- und Verlust-Trades nicht unabhängig voneinander auftreten. Das ist typisch für Martingale- und Grid-Systeme, die Verlustpositionen durch Nachkäufe vergrößern.

Mader & Rausch Myfxbook Konto AR Gold Scalping mit 359 Prozent Gewinn und 43 Prozent Drawdown
Das Gold-Scalping-Konto: 359,8 Prozent Gain, aber nur 87,3 Prozent Absolute Gain. Seit Mai 2026 finden kaum noch Trades statt.

MR StableFX: das einzige Konto, das die Story trägt

Fairerweise gehört dazu: Ein Konto liefert tatsächlich das, was die Website verspricht. MR StableFX läuft seit Oktober 2025 ohne Unterbrechung, hat jeden Monat des Jahres 2026 gehandelt und steht bei plus 33,8 Prozent im laufenden Jahr bei einem Drawdown von 15,2 Prozent. Rund 3,7 Prozent Monatsschnitt decken sich mit der Werbeangabe. Das ist ein präsentables Ergebnis, das viele Bot-Anbieter nicht vorweisen können.

Doch auch hier bleiben drei Einschränkungen. Erstens taucht die Equity-Kurve mehrfach scharf unter die Balance-Linie, das System lässt also Verlustpositionen offen laufen, während es Gewinne früh realisiert. Zweitens ist die Historie mit unter einem Jahr schlicht zu kurz für ein Qualitätsurteil. Drittens klafft zwischen dem ausgewiesenen Gewinn von 41 Prozent und dem Absolute Gain von nur 16,3 Prozent eine große Lücke.

Der Absolute Gain bei Myfxbook misst den tatsächlichen Wertzuwachs eines Kontos in Prozent der Einzahlungen. Der zeitgewichtete Gain kann durch das Timing von Ein- und Auszahlungen erheblich höher ausfallen als der reale Vermögenszuwachs.

Dazu kommt ein Muster, das sich über alle Konten zieht: Balance, Einzahlungen und Auszahlungen sind durchgehend verborgen. Ob hinter den Prozentzahlen 1.000 Euro oder 100.000 Euro stehen, lässt sich nicht prüfen. Die roten Auszahlungs-Markierungen in den Charts zeigen zudem, dass regelmäßig Geld abgezogen wurde. Wer mit seinem Track Record wirbt, aber die Kontogrößen versteckt, nimmt seinem stärksten Argument die Beweiskraft. Die zwei restlichen Konten des Anbieters, der namensgebende TagesgeldBot und ein Gold-Breakout-System, stehen übrigens bei rund 20 beziehungsweise 22 Prozent Gesamtgewinn, beide ebenfalls mit kurzer Historie.

Mader & Rausch Myfxbook Konto MR StableFX mit 41 Prozent Gain und nur 16 Prozent Absolute Gain
MR StableFX ist das einzige durchgehend aktive Konto. Auffällig sind die Equity-Einbrüche unter die Balance-Linie und die große Lücke zwischen Gain und Absolute Gain.
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Die Broker-Frage: MEX Atlantic, Eightcap und der Hebel 1:500

Ein Detail verrät mehr über das Risikoprofil als jede Werbeaussage: Die Konten laufen mit Hebeln von 1:300 und 1:500. Der Hebel multipliziert die Positionsgröße im Verhältnis zum Kapitaleinsatz. Innerhalb der EU erlaubt die ESMA-Regulierung Privatkunden im CFD-Handel und Forex-Trading maximal 1:30. Hebel von 1:500 gibt es nur bei Brokern außerhalb dieser Regeln.

Ein Offshore-Broker ist ein Broker mit Sitz außerhalb der EU-Regulierung, der Hebel bis 1:500 anbieten darf. Seine Kunden verzichten dafür auf ESMA-Schutzregeln wie die Nachschusspflicht-Begrenzung und auf eine gesetzliche EU-Einlagensicherung.

Die Hauptkonten laufen über MEX Atlantic, einen Broker aus dem Offshore-Umfeld mit Cayman-Regulierung. Die auf der Website beworbene „Einlagensicherung bis 1 Mio. USD“ ist keine gesetzliche Sicherung, sondern eine private Versicherungspolice, wie sie Offshore-Broker als Ersatz anbieten. Auf der Website von Mader & Rausch findet sich zu alldem kein Wort: kein Brokername, kein Hinweis auf den Regulierungsstatus, keine Erklärung, warum die Systeme EU-Hebelgrenzen umgehen müssen. Für ein Angebot, das sich an sicherheitsbewusste Anleger richtet, ist diese Lücke der vielleicht gravierendste Transparenzmangel.

Zur Ehrlichkeit gehört: Ohne hohe Hebel funktionieren Renditeziele von 30 Prozent und mehr mit solchen Systemen schlicht nicht. Die Broker-Wahl ist kein Versehen, sondern Voraussetzung des Geschäftsmodells. Genau deshalb gehört sie offen auf die Website und ins Beratungsgespräch, bevor jemand sein Kapital überweist.

Kosten: was Mader & Rausch kostet

Eine Preisseite existiert nicht. Die Website nennt lediglich eine einmalige Setup- und Supportgebühr sowie eine laufende Lizenzgebühr, ohne Beträge. Konkrete Zahlen gibt es erst im kostenlosen Erstgespräch, das über die Website gebucht wird. Als Startkapital nennt der Anbieter mindestens 10.000 Euro auf dem eigenen Brokerkonto. Für das Börsen-Mentoring der Gründer nennen die PR-Artikel des Anbieters ein Zielpublikum ab 250.000 Euro Anlagekapital.

Diese Intransparenz ist ein Befund für sich. Wer seine Gebühren erst im Verkaufsgespräch nennt, verlagert die Preisverhandlung in eine Situation, in der der Interessent psychologisch investiert ist. Aus den AGB ergibt sich zudem: Geschuldet werden Bildungs- und Coaching-Leistungen, ausdrücklich kein konkreter Erfolg. Eine vorzeitige Kündigung nach Paragraf 627 BGB, dem Sonderkündigungsrecht für Vertrauensdienstleistungen, schließen die AGB aus. Solche Klauseln sind in der Coaching-Branche verbreitet und rechtlich umstritten. Rechne also damit, dass eine einmal abgeschlossene Laufzeit auch bei Unzufriedenheit durchbezahlt werden muss.

Seriosität: Firma, Medienpräsenz und Bewertungen im Check

Auf der Haben-Seite steht: Die GmbH existiert seit 2020, das Impressum ist vollständig, die Geschäftsführer treten mit Klarnamen und Gesichtern auf. Das Kundenkapital liegt auf dem eigenen Brokerkonto, nicht beim Anbieter. Eine BaFin-Warnung liegt nach unserer Recherche nicht vor, ein Betrug im strafrechtlichen Sinn ist das Angebot nicht.

Die „Bekannt aus“-Leiste der Website verdient dagegen eine Einordnung. Die Logos von Finanzportalen und Zeitungen stammen aus bezahlten PR-Veröffentlichungen, die über Presseverteiler ausgespielt wurden, erkennbar an der Kennzeichnung als Pressemitteilung. Redaktionelle Berichterstattung unabhängiger Medien über den Anbieter haben wir nicht gefunden. Medienlogos aus gekaufter PR sind ein verbreitetes Vertrauenssignal-Marketing der Coaching-Branche, mit journalistischer Prüfung haben sie nichts zu tun.

Am schwersten wiegt die Bewertungslücke. Zu einem Anbieter, der laut eigener Aussage über 200 zufriedene Anleger betreut, existiert kein Trustpilot-Profil, kein Google-Bewertungsprofil und kein Firmenprofil auf ProvenExpert. Die einzigen Kundenstimmen sind die auf der eigenen Website zitierten Testimonials, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen. Null unabhängige Bewertungen bei fünfstelligen Investitionssummen: Das allein ist noch kein Beweis für ein Problem, aber es bedeutet, dass du dich vollständig auf die Angaben des Anbieters verlassen musst.

Vorteile und Nachteile von Mader & Rausch

Die Stärken des Angebots im Überblick:

  • Kapital bleibt beim Kunden: Das Geld liegt auf dem eigenen Brokerkonto, der Anbieter hat keinen Zugriff auf Auszahlungen.
  • Echte, verifizierte Konten: Alle fünf Myfxbook-Konten tragen beide Verifizierungs-Siegel, die Trades sind real.
  • Ein konsistentes System: MR StableFX liefert seit Oktober 2025 durchgehend positive Monate bei moderatem Drawdown.
  • Greifbare Firma: Deutsche GmbH mit vollständigem Impressum und Geschäftsführern mit Klarnamen.

Dem stehen gewichtige Schwächen gegenüber:

  • Werbezahlen ohne Beleg: Für die beworbenen 534 Prozent seit 2022 existiert kein öffentlich prüfbares Konto, die Historie beginnt erst Mitte 2025.
  • Vorzeigekonten verstummt: Zwei der drei stärksten Konten liefern seit Januar beziehungsweise Mai 2026 praktisch keine Daten mehr.
  • Verborgene Kontodaten: Balance, Ein- und Auszahlungen sind überall versteckt, die realen Summen hinter den Prozenten bleiben unbekannt.
  • Offshore-Setup ohne Offenlegung: Hebel bis 1:500 über Nicht-EU-Broker, auf der Website mit keinem Wort erwähnt.
  • Intransparente Kosten und harte AGB: Preise nur im Verkaufsgespräch, Kündigungsrechte vertraglich ausgeschlossen.
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Alternativen zu Mader & Rausch

Wer automatisierten Handel ausprobieren möchte, sollte zuerst verstehen, was KI-Trading heute realistisch leisten kann und was nicht. Unser Überblick über Trading-Bot-Anbieter vergleicht die wichtigsten Systeme am deutschen Markt, darunter auch Algo-Camp aus Berlin, das mit offenen Preisen und nachvollziehbarer Methodik arbeitet. Ein grundsätzlich anderer Weg ist Copy Trading, bei dem du die Trades echter Händler kopierst und jederzeit ohne Lizenzvertrag aussteigen kannst.

Lesetipp: Tobias Knebel: vom Coaching zur Vermögensverwaltung

Für alle Varianten gilt dieselbe Grundregel: Verlange öffentliche, vollständige Track Records inklusive sichtbarer Kontogrößen, rechne Renditeversprechen über 20 Prozent pro Jahr grundsätzlich der Kategorie Hochrisiko zu und investiere nur Geld, dessen Totalverlust du verkraften kannst. Seriosität zeigt sich nicht im Versprechen, sondern in der Bereitschaft, alle Zahlen offenzulegen.

Lesetipp: Trading-Bots Erfahrungen: Anbieter im Vergleich

Wie schwer sich Angebote ohne öffentliche Preise einordnen lassen, zeigt unser Bericht zu Online Trading Campus.

Fazit: verifizierte Konten, aber die Werbung verspricht mehr als die Daten hergeben

Mader & Rausch ist kein Betrugsfall, aber ein Angebot mit erheblicher Lücke zwischen Marketing und Beleglage. Die Firma ist real, die Konten sind echt, und mit MR StableFX existiert ein System, das seit knapp einem Jahr ordentliche Ergebnisse liefert. Das ist mehr, als viele Bot-Verkäufer vorweisen können.

Für eine Empfehlung reicht das nicht. Die zentrale Werbezahl von 534 Prozent ist öffentlich nicht nachprüfbar, zwei von drei Vorzeigekonten sind verstummt, die Kontogrößen sind versteckt, das Gold-System trägt eine klare Martingale-Signatur, und das gesamte Setup läuft über Offshore-Broker mit Hebeln, die die Website verschweigt. Dazu kommen intransparente Kosten und AGB, die Kündigungsrechte beschneiden. Drawdowns von 33 bis 54 Prozent passen nicht zu einem Angebot, das mit „sicher investieren“ wirbt und einen Bot „TagesGeldBot“ nennt: Mit Tagesgeld hat dieses Risikoprofil nichts gemein.

Mein Rat als Trader: Wer die beworbenen Renditen attraktiv findet, sollte im Beratungsgespräch drei Dinge verlangen: die vollständigen Kontoauszüge inklusive Ein- und Auszahlungen, die Gebühren schriftlich vor Vertragsschluss und eine Erklärung, warum die Systeme einen Nicht-EU-Broker benötigen. An den Antworten erkennst du mehr über den Anbieter als an jedem Myfxbook-Chart.

Vor jeder Einzahlung bei einem Bot-Anbieter lohnt der Blick auf die Alternativen. Vier Wege zur Automatisierung und der Bafin-Prüfweg stehen in unserem Guide zum Auto Trading.

Häufige Fragen zu Mader & Rausch

Ist Mader & Rausch seriös oder Betrug?

Ein Betrug im strafrechtlichen Sinn ist Mader & Rausch nicht: Die GmbH existiert, das Kundengeld liegt auf dem eigenen Brokerkonto, und die Myfxbook-Konten sind verifiziert. Seriositätsmängel bestehen trotzdem, vor allem unbelegte Werbezahlen, versteckte Kontodaten, fehlende unabhängige Bewertungen und ein nicht offengelegtes Offshore-Broker-Setup.

Was kostet Mader & Rausch?

Konkrete Preise nennt der Anbieter nicht öffentlich. Fällig werden eine einmalige Setup-Gebühr und eine laufende Lizenzgebühr, deren Höhe erst im Beratungsgespräch genannt wird. Dazu kommt ein Mindestkapital von 10.000 Euro auf dem eigenen Brokerkonto.

Wie viel Rendite bringen die Trading-Bots von Mader & Rausch wirklich?

Öffentlich belegt ist deutlich weniger als beworben. Das einzige durchgehend aktive Konto MR StableFX erzielte von Oktober 2025 bis August 2026 rund 41 Prozent bei 15 Prozent Drawdown. Die beworbenen 534 Prozent seit 2022 deckt kein einsehbares Konto, und zwei der stärksten Konten liefern seit Anfang 2026 kaum noch Daten.

Über welchen Broker laufen die Systeme von Mader & Rausch?

Die öffentlichen Konten laufen über MEX Atlantic, einen Offshore-Broker mit Cayman-Bezug, sowie über Eightcap, mit Hebeln von 1:300 bis 1:500. Solche Hebel sind bei EU-regulierten Brokern für Privatkunden nicht erhältlich. Auf der Website nennt der Anbieter keinen Broker.

Ist mein Geld bei Mader & Rausch sicher?

Das Kapital liegt auf deinem eigenen Brokerkonto, der Anbieter kann es nicht abheben. Sicher ist es damit nicht: Die Systeme handeln mit hohem Hebel, die dokumentierten Drawdowns reichen bis 54 Prozent, und beim Offshore-Broker ersetzt eine private Versicherungspolice die gesetzliche EU-Einlagensicherung.

Ist Mader & Rausch von der BaFin reguliert?

Nein. Die GmbH tritt rechtlich als Bildungsanbieter auf und erbringt nach eigener Darstellung keine Anlageberatung. Eine BaFin-Erlaubnis besteht nicht, eine BaFin-Warnung liegt nach unserer Recherche allerdings ebenfalls nicht vor.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels handelt seit 1978 an den Börsen und gehört zu den erfahrensten Price-Action-Tradern im deutschsprachigen Raum. Nach Stationen als Devisenhändler bei internationalen Banken in Frankfurt und New York machte er sich als Trader, Ausbilder und Herausgeber selbstständig. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH.

Sein Schwerpunkt liegt auf dem diskretionären Handel von Futures und Forex-Märkten nach Markttechnik und Price Action. Automatisierte Handelssysteme bewertet er von außen: mit dem Blick eines Praktikers, der seit Jahrzehnten erlebt, wie sich Renditeversprechen in echten Marktphasen schlagen. Karsten Kagels veröffentlicht auf kagels-trading.de regelmäßig Analysen, Erfahrungsberichte und Ausbildungsinhalte.

Für diesen Artikel hat er die Website, das Handelsregister, die AGB und alle fünf öffentlichen Myfxbook-Konten von Mader & Rausch ausgewertet. Der Artikel entstand ohne Werbepartnerschaft und ohne finanzielle Beteiligung des Anbieters.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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