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Take Profit Trader Erfahrungen: Wie seriös ist die Futures-Prop-Firma, und was kostet sie wirklich?

Zuletzt aktualisiert: 08. Oktober 2026

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15 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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Eine Prop-Firma, die Auszahlungen ab dem ersten Tag verspricht: Damit wirbt Take Profit Trader seit Jahren offensiv um Futures-Trader. Das Versprechen ist das zentrale Verkaufsargument des Anbieters. Genau solche Marketing-Ansagen verdienen einen nüchternen Blick. Der Bericht zeigt dir, wie das Testkonto-Modell funktioniert, wo die versteckten Kosten liegen und warum eine unscheinbare Drawdown-Regel im finanzierten Konto wichtiger ist als das Tag-1-Versprechen.

Für diesen Erfahrungsbericht habe ich das komplette Regelwerk und die Preisstruktur direkt beim Anbieter geprüft, also im offiziellen Help-Center und auf der Website von Take Profit Trader. Dazu kommen rund 10.800 Trustpilot-Bewertungen und aktuelle Reddit-Erfahrungsberichte aus der Trader-Community. Einen eigenen Langzeittest habe ich nicht durchgeführt, eine Werbepartnerschaft mit dem Anbieter besteht nicht. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Take Profit Trader: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Gesamteinschätzung: US-Prop-Firma für Futures, deren Regeln Auszahlungen ab Tag 1 erlauben; viele Nutzerberichte beschreiben schnelle Auszahlungen. Die Testregeln sind fair, aber der Drawdown-Wechsel im finanzierten Konto hat es in sich.
  • Geeignet für: Disziplinierte Futures-Daytrader mit erprobtem Setup. Nichts für Einsteiger: Laut Anbieter wurden 2025 nur rund 36 Prozent aller Tests bestanden.
  • Kosten: Testkonto zwischen 150 und 360 Dollar pro Monat, je nach Kontogröße von 25.000 bis 150.000 Dollar. Dazu einmalig 130 Dollar für die PRO-Aktivierung.
  • Seriosität: Trustpilot 4,4 von 5 bei 10.787 Bewertungen, Firmensitz in Florida, CEO öffentlich auftretend. Stand: 3. Oktober 2026.

Was ist Take Profit Trader?

Take Profit Trader ist eine US-Prop-Trading-Firma aus Florida, die Futures-Tradern nach einem bezahlten Test simulierte Konten von 25.000 bis 150.000 Dollar bereitstellt und Gewinne zu 80 bis 90 Prozent an die Trader auszahlt.

Das Geschäftsmodell folgt dem klassischen Prop-Trading-Muster: Du zahlst eine Monatsgebühr für ein Testkonto, beweist dort dein Können und bekommst danach ein finanziertes Konto, auf dem du echte Gewinnanteile entnehmen kannst. Wer wenig Eigenkapital mitbringt, umgeht so die hohen Margin-Anforderungen des Futures-Handels.

Eine Prop-Trading-Firma stellt Tradern Firmenkapital für den Handel bereit und beteiligt sie im Gegenzug am erzielten Gewinn.

Gehandelt werden ausschließlich Futures an den US-Terminbörsen CME, CBOT, COMEX und NYMEX, also Indizes wie der E-Mini S&P 500, Rohstoffe, Zinsen und Währungs-Futures. Wie der Terminhandel grundsätzlich funktioniert, erklärt unser Beitrag zum Futures-Trading. Aktien, Optionen, Forex-Spot und Kryptowährungen bietet Take Profit Trader nicht an. Zur Ausführung stehen laut Anbieter über 15 Plattformen bereit, darunter NinjaTrader, Tradovate und TradingView.

Gegründet wurde die Firma von James Sixsmith, einem ehemaligen Eishockey-Profi, der nach eigener Aussage zu Beginn seiner Trading-Laufbahn fast 150.000 Dollar verlor und später mit Trade Context ein Ausbildungsunternehmen aufbaute. Diese Gründer-Story erzählt der Anbieter offen auf der eigenen Website: takeprofittrader.com.

Nicht verwechseln solltest du den Anbieter mit zwei ähnlich klingenden Begriffen: Die Take-Profit-Order ist ein Auftragstyp zur Gewinnmitnahme im Trading, und takeprofit.com (ohne „Trader“) ist eine Charting-Plattform, die mit der Prop-Firma nichts zu tun hat.

Take Profit Trader im Steckbrief

SitzWindermere, Florida (USA)
Gründer und CEOJames Sixsmith
AngebotFutures-Funding, $25.000 bis $150.000
MärkteFutures an CME, CBOT, COMEX, NYMEX
Plattformen15+, u. a. NinjaTrader, Tradovate, TradingView
Gewinn-Split80/20 (PRO), 90/10 (PRO+)
Trustpilot4,4 von 5 (10.787 Bewertungen, Stand 03.10.2026)

So funktioniert das Testkonto: Regeln und Profit-Targets

Der Einstieg läuft über ein Testkonto (beim Anbieter „Test Account“), das du im Abo bezahlst. Die Bestehens-Anforderungen sind überschaubar: Profit-Target erreichen, Drawdown-Grenze halten, mindestens drei Handelstage nachweisen. Die drei Tage gelten für Tests, die seit dem 17. August 2026 gekauft wurden, ältere Tests und ihre Resets brauchen weiter fünf (Rule 5 im Help-Center). Eine Zeitbegrenzung nach oben gibt es nicht, das Abo läuft einfach weiter, bis du bestehst oder kündigst.

Konto (USD)Profit-TargetDrawdown
25.000$1.500$1.500
50.000$3.000$2.000
75.000$4.500$2.500
100.000$6.000$3.000
150.000$9.000$4.500

Take Profit Trader Kontogrößen mit Profit-Targets und Monatsgebühren auf der Anbieter-Website (Juli 2026)
Die fünf Testkonto-Größen von Take Profit Trader auf der Anbieter-Website. Screenshot: takeprofittrader.com, Stand 7. Juli 2026.

Die Positionsgrenze liegt je nach Kontogröße bei 3, 6, 9, 12 oder 15 Kontrakten. Statt der Standard-Kontrakte kannst du jeweils das Zehnfache in Micro-Kontrakten handeln, beim 50.000er-Konto also 60 Micros. Was Micro Futures sind und warum sie sich für kleinere Konten eignen, haben wir separat erklärt. Ein früher übliches Daily Loss Limit hat der Anbieter abgeschafft: Auf der Preisseite stehen die alten Tagesverlust-Grenzen durchgestrichen als „Removed“. Es zählt nur noch der Trailing Drawdown, der zum Handelsschluss nachgezogen wird.

Der EOD-Trailing-Drawdown ist eine Verlustgrenze, die nur am Handelsschluss an den höchsten Tagesschlussstand angepasst wird. Dein Kontostand muss aber den ganzen Tag über, auch mit offenen Verlusten, über dieser Grenze bleiben.

Diese Berechnungsart ist weniger streng als ein Intraday-Trailing-Drawdown, wenn Buchgewinne wieder verschwinden, denn ein starker Tag mit zwischenzeitlichen Buchgewinnen zieht die Verlustgrenze nicht sofort nach oben. Berührt dein Kontostand die Grenze aber während des Tages, auch durch einen offenen Verlust, wird das Konto sofort liquidiert. Mehr zum Konzept liest du im Beitrag über den Drawdown im Trading. Dazu kommt die Consistency-Regel, die Glückstreffer aussortieren soll.

Die Consistency-Regel bei Take Profit Trader verlangt, dass dein bester Handelstag weniger als 50 Prozent des gesamten Nettogewinns im Test ausmacht.

Reißt du die 50-Prozent-Marke, fällst du nicht durch. Das Profit-Target erhöht sich stattdessen automatisch, bis das Verhältnis wieder stimmt. Verboten sind außerdem Trading-Bots, Gegenpositionen in verwandten Produkten (etwa E-Mini S&P 500 long und Micro-Variante short) und Positionen über Nacht: Der Handelstag endet um 17 Uhr New Yorker Zeit, offene Positionen musst du vorher schließen. Um 16:55 Uhr schließt der Anbieter sie automatisch.

Kosten: Das kostet Take Profit Trader wirklich

Die Monatsgebühr ist nur der sichtbarste Teil der Rechnung. Wer die Gesamtkosten kalkuliert, muss fünf Posten kennen: Abo, Aktivierung, Resets, Kommissionen und Auszahlungsgebühren.

Konto (USD)pro MonatTest-Reset
25.000$150$79
50.000$170$99
75.000$245$139
100.000$330$169
150.000$360$199

Bestehst du den Test, wird einmalig eine Aktivierungsgebühr von 130 Dollar für das PRO-Konto fällig. Über Rabattaktionen wie den Code NOFEE40 entfällt sie zeitweise, solche Promos ändern sich aber laufend. Ein Reset setzt dein Testkonto nach einem Regelverstoß zurück, ohne das Abo-Datum zu verschieben.

Teurer wird es, wenn du ein bereits finanziertes PRO-Konto verlierst und neu starten willst, ohne den Test zu wiederholen: Dieser PRO-Reset kostet je nach Kontogröße zwischen 449 und 1.499 Dollar und ist maximal dreimal pro Konto möglich. Dazu kommen Kommissionen von 4,50 Dollar pro Roundturn und Standard-Kontrakt beziehungsweise 1,50 Dollar pro Micro-Kontrakt, im Test wie im PRO-Konto (Help-Center, Stand August 2026). Im PRO+ gelten die Preise des Brokers. Bei mehreren Trades am Tag summiert sich das schneller, als viele Einsteiger denken.

Auch die Auszahlung kann etwas kosten. Über 250 Dollar verlangt der Anbieter keine Gebühr, bei 250 Dollar oder weniger 50 Dollar; PayPal kann eigene Gebühren abziehen (Withdrawal Fees).

Zum Vergleich: Ein Fehlversuch auf dem 50.000er-Konto kostet dich mit einem Monat Abo und einem optionalen Reset rund 270 Dollar. Das ist überschaubar gegen den Totalverlust eines echten Kontos, aber es läppert sich, wenn du den Test mehrfach angehst. Mehr zur grundsätzlichen Abwägung zwischen eigenem Geld und Firmenkapital liest du im Beitrag über Fremdkapital im Trading.

PRO und PRO+: Wie gut sind die Auszahlungen wirklich?

Nach bestandenem Test bekommst du das finanzierte Konto. Hier entscheidet sich, ob das Tag-1-Versprechen hält. Die kurze Antwort: ja, aber mit zwei Einschränkungen, die du kennen musst.

Das PRO-Konto ist das finanzierte Konto nach bestandenem Test. Es läuft in einer simulierten Handelsumgebung, und der Trader behält 80 Prozent der erzielten Gewinne.

Auszahlungen sind ab dem ersten Handelstag möglich, technisch über ein Wallet-System mit PayPal und Wise, für US-Bankkonten auch automatisiert per Plaid. Ob der Anbieter dafür eine Gebühr verlangt, hängt von der Höhe der Auszahlung ab, die Beträge stehen im Abschnitt zu den Kosten. In der Community gilt die Auszahlungsgeschwindigkeit als Stärke: Ein Reddit-Nutzer beschrieb im Juli 2026 rund 36 Stunden vom Antrag bis zum Geldeingang, ein Einzelbericht. Einen Antrag kannst du nur ohne offene Positionen und Orders stellen, und nach der Prüfung der Wallet-Auszahlung kann die Bank noch ein bis zwei Geschäftstage brauchen.

Einschränkung Nummer eins ist die Buffer-Zone.

Die Buffer-Zone bei Take Profit Trader entspricht dem maximalen Drawdown des Kontos. Erst wenn dieses Gewinnpolster aufgebaut ist, kannst du Gewinne zum vollen Split von 80 Prozent entnehmen.

Beim 50.000er-Konto musst du das Konto also erst auf 52.000 Dollar bringen, bevor die 80/20-Entnahme greift. Gewinne innerhalb des Buffers bekommst du nur bei Kontoschließung ausgezahlt, und dann zu 50 Prozent in den ersten 60 Handelstagen beziehungsweise 80 Prozent danach. „Auszahlung ab Tag 1“ stimmt damit nur für Trader, die sofort profitabel handeln und über das Polster hinauskommen.

Einschränkung Nummer zwei ist gravierender: Im PRO-Konto wechselt der Drawdown von der EOD-Berechnung des Tests auf Intraday-Trailing.

Der Intraday-Trailing-Drawdown zieht die Verlustgrenze in Echtzeit am höchsten Kontostand nach, unrealisierte Buchgewinne zählen dabei mit.

Läuft ein Trade zwischenzeitlich 1.000 Dollar ins Plus und dreht dann ab, ist deine Verlustgrenze trotzdem um diese 1.000 Dollar nach oben gewandert. Dieser Regelwechsel zwischen Test und PRO ist aus meiner Sicht die größte Falle für Trader, die ihre Teststrategie unverändert weiterfahren. Der Drawdown hört erst auf zu wandern, wenn er dein Startkapital erreicht hat. Wer den Wechsel kennt, kann ihn managen, etwa mit engeren Teilgewinn-Mitnahmen. Wer ihn nicht kennt, verliert das Konto und zahlt für den PRO-Reset. Ernst nehmen musst du im PRO- und PRO+-Konto auch die offiziellen Price Limits der CME: Erreicht ein Markt sein Tageslimit, während du noch eine Position hältst, verlierst du das Konto sofort.

Im PRO- und PRO+-Konto gilt außerdem eine Nachrichtenregel. Eine Minute vor bis eine Minute nach dem FOMC-Zinsentscheid, dem US-Arbeitsmarktbericht und den US-Verbraucherpreisen musst du ohne Position und ohne offene Order sein (PRO Account Rules). Wer genau um diese Termine herum handelt, muss seine Strategie im finanzierten Konto umstellen.

Die dritte Stufe ist das PRO+-Konto, in das der Anbieter erfolgreiche PRO-Trader nach interner Prüfung hochstuft.

Das PRO+-Konto ist die Live-Stufe von Take Profit Trader mit echten Marktorders über den Broker Tradovate, einem 90/10-Split zugunsten des Traders und einem Drawdown, der nur zum Tagesschluss nachgezogen wird. Wer mehrere Take-Profit-Konten parallel handelt, kann sie über einen Cloud-Copier wie Tradesyncer koppeln. Tradesyncer steht auf der Liste erlaubter Trade-Copier, allerdings nur zwischen eigenen Konten.

Im PRO+ entfällt die Buffer-Pflicht, die Verlustgrenze wird wieder nur zum Handelsschluss nachgezogen, dein Kontostand muss aber auch tagsüber samt offener Positionen darüber bleiben, und du behältst 90 Prozent der Gewinne. Der Haken liegt im Übergang: Den Upgrade-Zeitpunkt bestimmt allein der Anbieter. Laut Anbieter dauert die Einrichtung meist einige Tage, sobald alle Voraussetzungen erfüllt sind; ein Reddit-Nutzer berichtete von fast drei Wochen Wartezeit, in denen das alte PRO-Konto pausiert.

Beim Wechsel ins PRO+ bleiben 5.000 Dollar Gewinn aus dem PRO-Konto eingefroren. Das PRO+-Konto startet bei 0 Dollar mit demselben Drawdown wie das PRO-Konto, und du giltst ab dann als professioneller Marktdatennutzer. Endet das PRO+-Konto mit einem negativen Saldo, wird dieser Betrag von den eingefrorenen 5.000 Dollar abgezogen; nur der Rest ist nach dem PRO-Split auszahlbar (Upgrade-Regeln). Wer sehr aggressiv handelt, landet nach Ermessen des Anbieters in einem PRO+ Development-Konto mit weniger Kontrakten, kleinerem Drawdown und einer Tagesverlustgrenze, die pausiert statt beendet.

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Erfahrungen mit Take Profit Trader: Trustpilot, Reddit und Community-Stimmen

Auf Trustpilot steht der Anbieter bei 4,4 von 5 Sternen aus 10.787 Bewertungen (Stand: 3. Oktober 2026), davon 80 Prozent mit fünf und 12 Prozent mit einem Stern. Das Profil ist vom Anbieter beansprucht und läuft mit einem bezahlten Trustpilot-Abo. Auffällig oft loben Kunden den Live-Support: Ein deutscher Kunde schreibt, sein Problem sei im Chat „umgehend gelöst“ worden, und auch kritische Rezensionen erwähnen die schnellen Antworten positiv. Ein verifizierter deutscher Nutzer nennt im Juni 2026 einen konkreten Reibungspunkt: Nach einem Auszahlungsantrag musste das Konto damals einen Tag pausieren. Seit August 2026 läuft der Schritt vom PRO-Konto in die Wallet bei Tradovate-Konten laut Anbieter automatisch in wenigen Sekunden, bei Rithmic-Konten und im PRO+ weiter von Hand (Speed of Payouts Update). Vereinzelt gibt es Ärger um die Aktivierungsgebühr, etwa wenn Kunden sie trotz Bonus-Aktionen berechnet wurde.

Aussagekräftiger als Sterne-Durchschnitte sind detaillierte Erfahrungsberichte. Ein Trader dokumentiert auf Reddit seine ersten sechs Wochen mit konkreten Zahlen: 360 Dollar Gesamteinsatz für zwei Anläufe auf dem 150.000er-Konto, 8.500 Dollar Handelsgewinn, davon 4.198,88 Dollar nach Split tatsächlich ausgezahlt. Sein Urteil fällt nüchtern positiv aus: „Payout speed is pretty solid most of the time“, und der Live-Chat löse Probleme meist am selben Tag. Seine größte Kritik deckt sich mit anderen Stimmen: „The only real bad thing I would say about TPT is that Pro+ takes way too long.“ Bei ihm dauerte das PRO+-Upgrade fast drei Wochen.

Im Subreddit des Anbieters kursieren daneben Berichte über Verwarnungs-E-Mails wegen angeblichen Spoofings, also des schnellen Setzens und Löschens von Orders. Der Reddit-Tester erhielt trotz häufiger Stop-Anpassungen keine einzige solche Mail. Ein Kommentator meint, OCO-Bracket-Orders würden broker-intern verarbeitet; einen Freibrief gibt das nicht. Laut CME-Regel 575 zählt die Absicht: Echte Schutz-Stopps, die bei Auslösung ausgeführt werden sollen, sind erlaubt, und häufiges Anpassen allein ist noch kein Spoofing. Daneben gibt es Vorwürfe, Auszahlungen oder Entschädigungen seien verweigert worden. Einzelfälle können wir nicht prüfen, und eine gute Bewertungslage widerlegt keine Einzelfälle.

Bemerkenswert ehrlich ist eine Zahl, die der Anbieter selbst nennt: Zwischen Januar und August 2023 hatten nur 20,37 Prozent der registrierten Nutzer einen Test bestanden, und von allen Trading Tests des Jahres 2025 wurden laut Hinweis auf der Startseite 36,22 Prozent bestanden. Laut Anbieter stammen die Auszahlungen aus Testgebühren, Technikgebühren und geteilten PRO+-Gewinnen. Wie viele einzelne Kunden scheitern und wie es um die Finanzen der Firma steht, verrät die Quote nicht.

Wie seriös ist Take Profit Trader?

Die wichtigste Einordnung zuerst: Take Profit Trader ist kein regulierter Broker, und dein Testkonto ist kein Einlagenkonto. Du kaufst eine Dienstleistung (den Test samt Datenfeed, der hier über CQG oder Rithmic läuft), keine Kapitalanlage. Take Profit Trader sagt von sich, kein Broker zu sein und für das Funding-Programm keine Registrierung bei NFA oder CFTC zu brauchen. Das ist eine Aussage des Anbieters, keine Zulassung; ob eine Aufsicht zuständig ist, hängt von der konkreten Tätigkeit ab. PRO-Konten laufen in einer simulierten Umgebung, erst im PRO+ fließen Orders über den regulierten US-Broker Tradovate in den echten Markt. Das sollte dir bewusst sein.

Für die Vertrauenswürdigkeit sprechen mehrere überprüfbare Fakten: ein fester Firmensitz in Windermere, Florida, ein öffentlich auftretender CEO mit nachvollziehbarer Historie, ein detailliertes, offen einsehbares Regelwerk im Help-Center und eine hohe Trustpilot-Wertung über einer sehr großen Bewertungsbasis. Werbeclaims wie „#1 live-market prop program“ oder Medienlogos von Forbes bis CNBC stammen dagegen vom Anbieter selbst und sind als Eigenwerbung zu lesen.

Zwei Punkte solltest du ernst nehmen. Erstens setzt der Anbieter die CME-Compliance strikt durch: Wer sein Konto aus einem gesperrten Land aufruft, auch nur über VPN oder Remote-Verbindungen, riskiert die sofortige Sperrung. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind nicht betroffen, aber der VPN-Hinweis gilt auch auf Reisen. Zweitens verlangt das PRO-Konto wöchentliche Aktivität: Mindestens ein Handelstag pro Kalenderwoche, sonst verfällt das Konto. Für Gelegenheits-Trader ist das Modell damit ungeeignet.

Dazu kommt eine Sustainable Trading Policy, die der Anbieter seit Sommer 2026 führt. Wer überwiegend mit maximaler Positionsgröße zu festen Zeitpunkten wie der Eröffnung oder wichtigen Daten handelt oder Vorteile der Simulation ausnutzt, kann laut Anbieter ohne Vorwarnung aussortiert werden (Sustainable Trading Policy). Weil der Anbieter dabei nach eigenem Ermessen Positionsgrößen, Ausführung und Ergebnisse gesamt bewertet, prüfe vorab, ob dein Stil dazu passt, und frag im Zweifel beim Support nach.

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Vor- und Nachteile von Take Profit Trader

Aus Regelwerk, Kosten und Community-Stimmen ergibt sich ein klares Profil.

Vorteile

  • Schnelle Auszahlungen: Entnahmen ab Tag 1 oberhalb des Buffers, laut einem Nutzerbericht vom Juli 2026 rund 36 Stunden bis zum Geldeingang, größere Beträge ohne Gebühr des Anbieters.
  • Fairer Test: Nur eine Testphase, keine Zeitbegrenzung, kein Daily Loss Limit mehr, EOD-Drawdown und eine Consistency-Regel, die nicht durchfallen lässt, sondern das Ziel anhebt.
  • Transparentes Regelwerk: Alle Regeln, Gebühren und Reset-Preise stehen offen im Help-Center, nichts versteckt sich im Kleingedruckten.
  • Starker Support: Live-Chat mit schnellen Reaktionszeiten, von vielen Trustpilot-Rezensenten und Reddit-Nutzern gelobt.
  • Plattform-Auswahl: Über 15 Plattformen mit CQG- und Rithmic-Datenfeed, von NinjaTrader über Tradovate bis TradingView.

Nachteile

  • Drawdown-Wechsel im PRO: Aus dem EOD-Drawdown des Tests wird intraday-trailing. Der kritischste Punkt des gesamten Modells, weil er die Teststrategie entwertet.
  • Buffer-Regel relativiert Tag 1: Voller 80/20-Split erst oberhalb des Gewinnpolsters in Höhe des Maximal-Drawdowns.
  • Teure PRO-Resets: Platzt das finanzierte Konto und willst du den Test nicht wiederholen, kostet der Neustart deutlich mehr als ein Test-Reset. Die Preise stehen oben im Abschnitt zu den Kosten.
  • Nur US-Futures: Keine Aktien, kein Forex-Spot, keine Kryptos, und Positionen über Nacht sind tabu.
  • PRO+-Upgrade als Blackbox: Zeitpunkt liegt allein beim Anbieter, ein Nutzer berichtete von fast drei Wochen, und 5.000 Dollar bleiben eingefroren und können Live-Verluste auffangen.

Alternativen: Topstep, Apex und My Funded Futures

Take Profit Trader konkurriert in einem dicht besetzten Markt. Drei Alternativen begegnen dir in Vergleichen am häufigsten, alle drei haben wir in eigenen Erfahrungsberichten beschrieben. Topstep ist der Veteran der Futures-Prop-Branche mit ausgereiftem Coaching-Umfeld. Apex Trader Funding bietet häufige Rabattaktionen und viele parallele Konten. My Funded Futures positioniert sich ähnlich auszahlungsfreundlich wie Take Profit Trader und ist einen direkten Vergleich wert, wenn dir der EOD-Drawdown auch im finanzierten Konto wichtig ist. Einen jüngeren Ansatz ohne klassische Challenge verfolgt Tradeify.

Die Kernfrage bei der Anbieterwahl bleibt bei allen gleich: Welche Drawdown-Berechnung gilt im finanzierten Konto, und wann kommst du an dein Geld? Wer diese beiden Punkte vergleicht, statt auf Rabatt-Codes zu schauen, trifft die bessere Entscheidung.

Ohne Monatsabo arbeitet dagegen seit August 2026 Bulenox: Dort zahlst du einmal, und beim Momentum-Konto ist das Auszahlungskonto bereits enthalten. Wie das im Detail aussieht, zeigt Bulenox im Test.

Wie eine Prop-Firma ganz ohne Prüfungsgebühr arbeitet, zeigt der Erfahrungsbericht zu SMB Capital. Deutlich weniger transparent löst das Campus Fund von Bernd Skorupinski: Die Konten gibt es nur auf Einladung über dessen Ausbildungsprogramm, und einen Preis nennt der Anbieter öffentlich nicht.

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Fazit: Solides Angebot mit einer Regel, die du kennen musst

Nach Durchsicht von Regelwerk, Kosten und Community-Lage halte ich Take Profit Trader für einen der transparenteren Anbieter im Futures-Prop-Trading. Die Auszahlungsregeln sind klar, viele Berichte beschreiben schnelle Auszahlungen, das Regelwerk ist ungewöhnlich offen, und der Support hat in Bewertungen einen guten Ruf. Das sind die Punkte, die ich bei jeder Prop-Firma zuerst prüfe.

Meine größte Kritik gilt dem Intraday-Trailing-Drawdown im PRO-Konto. Ich habe in fast fünf Jahrzehnten an den Märkten gelernt, dass Regeln, die sich mitten im Spiel ändern, teurer sind als jede Gebühr. Wer im Test mit ruhigem EOD-Drawdown besteht und dann im finanzierten Konto dieselbe Strategie fährt, handelt plötzlich unter verschärften Bedingungen, ohne es zu merken. Rechne dir außerdem ehrlich vor, was der Weg kostet: Bei einer Bestehensquote von rund 36 Prozent je Test (2025) scheitert die Mehrheit der Versuche, und jeder Versuch kostet Monatsgebühr oder Reset.

Das Urteil in Kürze: Take Profit Trader ist empfehlenswert für erfahrene Futures-Daytrader, die den Drawdown-Wechsel im PRO-Konto aktiv managen. Kein Weg, um Trading zu lernen.

Geeignet für: Disziplinierte Daytrader mit erprobtem Setup, die regelmäßige Entnahmen wollen und mindestens einmal pro Woche handeln.

Nicht geeignet für: Einsteiger ohne getestete Strategie, Swing-Trader mit Overnight-Positionen und alle, die „schnelles Geld“ suchen.

Häufige Fragen zu Take Profit Trader

Ist Take Profit Trader seriös?

Ja, die Faktenlage spricht für einen seriösen Anbieter: fester Firmensitz in Florida, öffentlich auftretender CEO, offen einsehbares Regelwerk und eine Trustpilot-Wertung von 4,4 von 5 bei rund 10.800 Bewertungen. Take Profit Trader ist aber kein regulierter Broker, sondern verkauft eine Test-Dienstleistung mit simulierten Konten.

Wie schnell zahlt Take Profit Trader aus?

Auszahlungen sind ab dem ersten Tag im finanzierten Konto möglich, sobald das Gewinnpolster in Höhe des Maximal-Drawdowns aufgebaut ist. Ein Nutzerbericht vom Juli 2026 nennt rund 36 Stunden vom Antrag bis zum Geldeingang, die Bank kann aber länger brauchen.

Was kostet Take Profit Trader?

Das Testkonto kostet je nach Größe zwischen 150 und 360 Dollar pro Monat, dazu kommen einmalig 130 Dollar PRO-Aktivierung. Resets im Test kosten 79 bis 199 Dollar, ein Reset des finanzierten PRO-Kontos liegt bei 449 bis 1.499 Dollar. Auszahlungen über 250 Dollar sind beim Anbieter gebührenfrei, darunter kosten sie 50 Dollar.

Was ist der Unterschied zwischen PRO und PRO+?

Das PRO-Konto ist simuliert und zahlt 80 Prozent der Gewinne bei Intraday-Trailing-Drawdown. Das PRO+-Konto schickt Orders über den Broker Tradovate in den echten Markt, zahlt 90 Prozent und zieht die Verlustgrenze nur zum Handelsschluss nach; tagsüber muss dein Kontostand trotzdem darüber bleiben. Den Upgrade-Zeitpunkt bestimmt der Anbieter, und 5.000 Dollar PRO-Gewinn bleiben eingefroren und können Live-Verluste auffangen.

Wie viele Konten darf ich gleichzeitig handeln?

Bei den Testkonten gibt es keine Obergrenze, du kannst beliebig viele parallel handeln. Bei den finanzierten Konten liegt das Limit bei fünf aktiven PRO- und PRO+-Konten zusammen.

Kann ich aus Deutschland bei Take Profit Trader handeln?

Ja, Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen nicht auf der Sperrliste des Anbieters. Auszahlungen laufen für europäische Trader über PayPal oder Wise in Dollar. Beachte die strikte VPN-Regel: Der Zugriff aus gesperrten Ländern führt auch auf Reisen zur Kontosperrung, und Gewinne musst du in Deutschland selbst versteuern.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1980 als diskretionärer Price-Action-Trader an den Märkten.

Sein Handel kommt ohne technische Indikatoren aus. Er tradet Forex-Majors und -Minors allein auf Basis von Kursverlauf und Marktstruktur. In den 1980er Jahren übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre vertrat er Joe Ross in Deutschland und übersetzte dessen zehn Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Dieser Erfahrungsbericht stützt sich auf folgende Quellen. Regeln, Preise und Auszahlungsbedingungen stammen von der Website und aus dem Help-Center von Take Profit Trader, zuletzt geprüft am 3. und 6. Oktober 2026. Die Bewertungen stammen von Trustpilot, die Praxisberichte aus der Community auf Reddit. Ein eigenes Konto hat Karsten Kagels nicht gekauft, eine Werbepartnerschaft mit Take Profit Trader besteht nicht. Stand: 6. Oktober 2026.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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