MCO Global Erfahrungen: Wie seriös ist More Crypto Online und was kosten die Memberships?

Zuletzt aktualisiert: 09. Juli 2026

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15 Min

Christian Möhrer

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Ist MCO Global seriös? Diese Frage lese ich seit einigen Monaten immer häufiger. Der Name ist neu, der Anbieter dahinter nicht: MCO Global ist das Unternehmen hinter More Crypto Online, einem der reichweitenstärksten Elliott-Wellen-Kanäle auf YouTube. Beworben werden tägliche Marktanalysen, ein eigenes Indikatoren-Terminal und eine Trader-Community. In diesem Bericht schaue ich mir an, was hinter dem Angebot steckt, was die Memberships kosten und woran du die Seriosität festmachen kannst.

Meine Bewertungsgrundlage: Ich habe MCO Global nicht als zahlendes Mitglied getestet. Für diesen Bericht habe ich die öffentlichen Anbieterseiten, das britische Handelsregister, die Patreon-Preisseiten und die verfügbaren Nutzerstimmen ausgewertet. Die Marketing-Aussagen ordne ich aus der Sicht eines aktiven Traders ein. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

MCO Global: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Gesamteinschätzung: MCO Global ist der Analyse- und Community-Dienst hinter dem YouTube-Kanal More Crypto Online. Kern sind tägliche Elliott-Wellen-Analysen für Krypto, Aktien, Futures und Rohstoffe. Die Firma ist seit November 2021 als britische Limited registriert.
  • Geeignet für: Trader und Anleger, die mit der Elliott-Wellen-Methode arbeiten und tägliche, strukturierte Analysen einer festen Watchlist mitlesen wollen.
  • Kosten: je nach Membership zwischen 19,50 € und 110 € im Monat, abgerechnet über Patreon. Kein Jahresvertrag, Kündigung zum Ende der bezahlten Periode.
  • Seriosität: Die MCO Global LTD (London) ist aktiv registriert, das Impressum vollständig. Kein Broker, kein Zugriff auf Kundengelder. Profile auf Trustpilot oder ProvenExpert existieren bislang nicht. Stand: Juli 2026.

MCO Global im Steckbrief

Gegründet24. November 2021 als More Crypto Online LTD, seit März 2024 MCO Global LTD
Kopf des AngebotsDr. Benedikt Burek
SitzLondon, Vereinigtes Königreich (Companies House Nr. 13761978)
FokusElliott-Wellen-Analysen: Krypto, US-Aktien, Indizes, Futures, Rohstoffe
Kosten19,50 € bis 110 € pro Monat, über Patreon
ReichweiteYouTube: 324.000 Abos (EN), 37.500 + 17.700 (DE); Stand Juli 2026
Externe Bewertungenkein Trustpilot- oder ProvenExpert-Profil (Stand Juli 2026)

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Was ist MCO Global?

MCO Global ist ein kostenpflichtiger Analyse- und Community-Dienst der MCO Global LTD aus London, der Elliott-Wellen-Analysen für Kryptowährungen, Aktien, Futures und Rohstoffe über Patreon-Memberships anbietet.

Gestartet ist das Projekt als reiner Krypto-Kanal: More Crypto Online veröffentlicht seit dem Jahr 2021 englischsprachige Chartanalysen nach der Elliott-Wellen-Methode. Die Elliott-Wellen-Analyse, also die Einteilung von Kursbewegungen in wiederkehrende Impuls- und Korrekturwellen, bildet bis heute den methodischen Kern aller Angebote.

More Crypto Online ist der ursprüngliche Name von MCO Global. Die Firma war von November 2021 bis März 2024 als More Crypto Online LTD registriert und betreibt unter diesem Namen weiterhin den englischen YouTube-Kanal mit rund 324.000 Abonnenten.

Im März 2024 folgte die Umbenennung in MCO Global. Der neue Name spiegelt die Ausweitung über Krypto hinaus: Inzwischen analysiert das Team auch US-Aktien, Indizes wie S&P 500 und Nasdaq, Futures und Rohstoffe wie Gold und Öl. Zum Marken-Ökosystem gehören neben den Analyse-Memberships ein eigenes Nachrichtenportal (mconews.com), eine gemeinnützige Forschungsgesellschaft (MCO Foundation, gegründet im Mai 2025) und laut Anbieter acht YouTube-Kanäle in mehreren Sprachen.

MCO Global Startseite mit dem Slogan Märkte verstehen wie ein Profi (Juli 2026)
Die deutsche Startseite von MCO Global wirbt mit Framework, Terminal und Community. Screenshot: mcoglobal.de, Juli 2026.

Wer steckt hinter MCO Global?

Das Gesicht hinter MCO Global ist Dr. Benedikt Burek. Er führt die Analysen in den Videos, verantwortet die Inhalte laut Impressum und tritt auf allen Kanälen als Kopf des Projekts auf. Seinen Doktortitel führt er laut der MCO-Foundation-Webseite als Doctor of Business Administration (DBA), einen praxisorientierten Wirtschaftsabschluss. Öffentliche Marktanalysen veröffentlicht er seit dem Jahr 2021, laut eigener Angabe mit mehr als 15 Jahren Markterfahrung.

Die Fakten aus dem britischen Handelsregister sind schnell geprüft: Die MCO Global LTD ist bei Companies House unter der Nummer 13761978 als aktive Private Limited Company registriert, gegründet am 24. November 2021, mit Sitz an der Constance Street in London. Die Jahresabschlüsse sind fristgerecht eingereicht. Für den US-Markt nennt der Anbieter zusätzlich eine MCO Global Analytics LLC in Florida.

Hinter den Kulissen arbeitet laut Anbieter-Webseite ein kleines Support-Team (dort namentlich Ruth und Sebastian). Die Größe der Analyse-Redaktion legt MCO Global nicht offen: Wie viele Analysten neben Burek an den täglichen Updates mitarbeiten, bleibt von außen nicht nachvollziehbar. Für einen Dienst in dieser Preisklasse wäre hier mehr Transparenz wünschenswert.

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Was bietet MCO Global? Framework, Terminal und Community

Das Angebot ruht auf drei Säulen, die der Anbieter selbst so benennt: Framework, Terminal, Community. Alle drei liegen hinter der Patreon-Paywall. Was folgt, beruht deshalb auf den Anbieterangaben und den öffentlich einsehbaren Beispielanalysen, nicht auf einem eigenen Test.

Das MCO Framework ist die hauseigene Analysemethodik von MCO Global, die laut Anbieter Marktstruktur, Makroökonomie und Datenschichten wie Onchain- oder Fundamentaldaten kombiniert.

In der Praxis heißt das: Jede Analyse startet bei der Elliott-Wellen-Zählung und ergänzt sie um Invalidation-Level, also Kursmarken, an denen das bevorzugte Szenario verworfen wird. Dieses Vorgehen ist methodisch sauber, denn es zwingt den Analysten, sich festzulegen. Bei Kryptowährungen kommen Onchain-Daten dazu, bei Aktien Fundamentaldaten.

Das MCO Terminal ist laut Anbieter eine Sammlung von über 50 eigenen Analyse-Tools in zehn Kategorien, darunter Zeitzyklen, Onchain-Daten, Makro und technische Analyse.

Wie leistungsfähig diese Tools sind, lässt sich ohne Mitgliedschaft nicht beurteilen. Der Anbieter zeigt öffentlich nur Ausschnitte. Wer bereits mit TradingView arbeitet, bekommt in den Memberships außerdem Zugang zu den Live-Charts des Teams mit den eingezeichneten Wellenzählungen.

Dritte Säule ist die Discord-Community mit laut Anbieter über 800 deutschsprachigen Mitgliedern. Der Anspruch laut Startseite: „Discord ist kein Newsfeed, sondern Diskussions-Raum.” Dazu kommen tägliche Analyse-Updates in Schriftform, ein „Market Express”-Video pro Handelstag und je nach Tier Webinare. Die deutsche Präsenz wächst spürbar: Der Kanal MCO Global Krypto zählt 37.500 Abonnenten bei fast 1.200 Videos, der Schwesterkanal MCO Global Aktien weitere 17.700. Stand: Juli 2026.

MCO Global Krypto YouTube-Kanal mit 37.500 Abonnenten und täglichen Elliott-Wellen-Analysen (Juli 2026)
Der deutsche YouTube-Kanal liefert tägliche Kurzanalysen. Die ausführlichen Zählungen liegen hinter der Membership. Screenshot: YouTube, Juli 2026.

MCO Global Kosten: Die Memberships im Überblick

Die Abrechnung läuft komplett über Patreon, eine Abo-Plattform, auf der Creator kostenpflichtige Mitgliedschaften verwalten. Das hat zwei praktische Folgen: Du brauchst ein Patreon-Konto, und für Zahlung, Rechnung und Kündigung gelten die Patreon-Regeln. Der Zugriff endet mit Ablauf der bezahlten Periode, eine Kündigungsfrist gibt es nicht.

Für Krypto-Analysen gibt es das Membership MCO Digital Assets (Preisseite auf Patreon):

TierPreis/MonatKern
Digital Assets (rabattiert)19,50 €volle Leistung, auf 600 Mitglieder limitiert
Digital Assets (regulär)30,50 €identische Leistung ohne Limit-Rabatt

Enthalten sind laut Anbieter Elliott-Wellen-Zählungen für Bitcoin, Ethereum und über 20 Altcoins, kurzfristige Markt-Updates samt Signalen, TradingView-Live-Charts, Webinare und der Community-Zugang. Updates kommen auch am Wochenende, was zum durchgehenden Kryptohandel passt. Bei Bitcoin und Ethereum erhöht das Team die Frequenz in volatilen Phasen.

Für Aktien, Indizes und Rohstoffe gibt es MCO Global Markets (Preisseite auf Patreon) in fünf Stufen:

TierPreis/MonatUnterschied
Basic37 €Analysen ohne Community und Live-Charts
Basic & Charts55 €plus TradingView-Live-Charts
Advanced73,50 €plus Technik-Video und private Community
Professional91,50 €plus Webinar und 2 Aktienanfragen pro Woche
Elite110 €4 Aktienanfragen pro Woche, limitierte Plätze

Kern aller Markets-Stufen: tägliche S&P-500- und Nasdaq-Analysen plus eine rotierende Watchlist aus 20 US-Aktien, von Apple über Nvidia bis Tesla, dazu Futures und Rohstoffe. Wichtig für Vieltrader: Die Markets-Updates erscheinen nur montags bis freitags, anders als beim Krypto-Abo.

Drei Punkte zur Preistransparenz: Erstens kommen auf die Patreon-Preise noch Umsatzsteuern obendrauf, je nach Land. Zweitens nennt die deutsche Startseite „ab”-Preise in britischen Pfund, die nicht sauber zu den Patreon-Europreisen passen; maßgeblich ist die Patreon-Kasse. Drittens gibt es laut Anbieter gelegentlich einen einmaligen 7-Tage-Test, aber kein dauerhaft kostenloses Einstiegsangebot. Bei Jahreszahlung sinkt der Preis um 12 %.

MCO Global Markets Preise auf Patreon: fünf Memberships von 37 bis 110 Euro im Monat (Juli 2026)
Die fünf Markets-Stufen unterscheiden sich bei Charts, Community und Aktienanfragen. Screenshot: Patreon, Juli 2026.

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Ist MCO Global seriös? Die Fakten

Die Frage nach der Seriosität lässt sich in mehrere prüfbare Einzelfragen zerlegen. Vorweg die wichtigste Einordnung: MCO Global ist kein Broker und verwahrt kein Kundengeld. Du kaufst Analysen und Community-Zugang, mehr nicht. Das Verlustrisiko einer Brokerpleite oder eines gesperrten Kontos besteht hier nicht.

Handelsregister: Die MCO Global LTD ist im britischen Register aktiv geführt, die Historie inklusive Umbenennung ist öffentlich einsehbar, die Abschlüsse sind fristgerecht eingereicht. Auch das Impressum auf der deutschen Seite ist vollständig, mit benannter verantwortlicher Person. Positiv fällt die YouTube-Transparenz auf: Die Kanalbeschreibung enthält ein komplettes Impressum samt Risikohinweis, das machen die wenigsten Finfluencer.

Eine Anzeige nach § 86 Abs. 1 WpHG ist eine Meldepflicht für Ersteller von Anlageempfehlungen gegenüber der BaFin. Sie ist keine Lizenz und bedeutet keine laufende Finanzaufsicht.

Beim Thema Aufsicht wirbt MCO Global damit, gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt zu sein. Diese Angabe konnte ich nicht abschließend bestätigen: In der öffentlichen BaFin-Liste der angezeigten Ersteller von Anlageempfehlungen (Stand 20. Januar 2026) taucht weder MCO Global noch More Crypto Online auf. Das muss keine böse Absicht sein: Die Anzeige kann nach dem Listenstand erfolgt sein, oder sie läuft unter anderem Namen. Ein Gütesiegel ist die Anzeige ohnehin nicht. Wer darauf Wert legt, fragt vor dem Abschluss beim Anbieter oder direkt bei der BaFin nach.

Zwei Punkte solltest du als deutscher Kunde kennen. Erstens gilt laut AGB englisches Recht mit Gerichtsstand London. Im Streitfall müsstest du deine Ansprüche also im Vereinigten Königreich durchsetzen. Zweitens kann dein Widerrufsrecht bei digitalen Inhalten erlöschen, sobald du dem sofortigen Start der Leistung zustimmst. Beides ist branchenüblich, aber vielen Abonnenten nicht bewusst.

Ein eigenes Kapitel ist der Umgang mit Betrugsversuchen im Namen der Marke. Auf X warnt der Anbieter selbst, im englischen Original: „No one from MCO will ever DM you asking for money, wallet details, or participation in copy trading. If you receive such a message, it is 100% a scam.” Diese Warnung ist berechtigt und spricht für den Anbieter. Betrüger nutzen bekannte Analyse-Marken regelmäßig, um Opfer in falsches Copy Trading zu locken. Merke: Echte MCO-Mitarbeiter schreiben dich nicht privat an und fragen nie nach Wallet-Daten.

MCO Global Erfahrungen: Was Nutzer berichten

Hier wird es dünn, und genau das ist der ehrlichste Befund dieses Berichts: Für einen Dienst dieser Reichweite existieren erstaunlich wenige unabhängige Nutzerstimmen. Auf Trustpilot gibt es kein Profil zu MCO Global oder More Crypto Online, auf ProvenExpert ebenfalls nicht. Stand: Juli 2026.

Was sich finden lässt: Auf Reddit fragte ein Nutzer im Oktober 2025, ob jemand Erfahrungen mit dem Aktien-Abo habe. Ihm gefielen die YouTube-Analysen, gerade weil neben der Technik auch Fundamentales besprochen wird. Eine Antwort bekam er nicht. Mehr als diese eine Einzelstimme gibt der deutschsprachige Diskursraum derzeit kaum her.

Die Kundenstimmen auf der Anbieterseite selbst („Best community. Affordable price.”) sind vom Anbieter kuratiert und taugen nicht als unabhängiger Beleg. Bleibt die indirekte Evidenz: 324.000 Abonnenten auf dem englischen Kanal, zwei wachsende deutsche Kanäle und eine seit dem Jahr 2021 durchgehaltene tägliche Veröffentlichungsfrequenz. Das belegt Kontinuität und Nachfrage, ersetzt aber keine verifizierten Kundenbewertungen. Bei einem Anbieter, der seit über vier Jahren am Markt ist, hätte ich hier mehr erwartet.

Stärken und Grenzen aus Trader-Sicht

Wie schlägt sich das Angebot, wenn man es nüchtern als Analyse-Abo bewertet? Hier meine Einschätzung nach Auswertung aller öffentlich verfügbaren Informationen:

Stärken

  • Methodische Konsequenz: Elliott-Wellen-Zählungen mit klaren Invalidation-Leveln zwingen zu überprüfbaren Aussagen. Das hebt den Dienst von Bauchgefühl-Kanälen ab.
  • Feste Struktur: Tägliche Updates, definierte Watchlist, planbare Formate. Du weißt vorher, was du für dein Geld bekommst.
  • Transparente Firmendaten: Aktives UK-Register, vollständiges Impressum, benannter Kopf. Viele Konkurrenten aus dem Krypto-Umfeld bleiben anonym.
  • Fairer Einstiegspreis: Das rabattierte Krypto-Abo liegt am unteren Rand dessen, was vergleichbare Elliott-Wellen-Dienste kosten.

Grenzen

  • Keine unabhängige Bewertungsbasis: Kein Trustpilot, kein ProvenExpert, kaum Community-Stimmen außerhalb der Anbieterkanäle.
  • Leistung nicht von außen prüfbar: Terminal, Trefferbilanz und Analysequalität liegen komplett hinter der Paywall. Einen unabhängig prüfbaren Track Record gibt es nicht.
  • Elliott-Wellen sind Interpretationssache: Zwei erfahrene Analysten können denselben Chart unterschiedlich zählen. Die Methode liefert Szenarien mit Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten.
  • Englisches Recht, Patreon-Abwicklung: Rechtsdurchsetzung in London, Support und Kündigung über eine US-Plattform. Für ein deutschsprachiges Publikum ist das ein Minus.
  • Nur Mo bis Fr im Markets-Abo: Wer Rohstoffe oder Futures über das Wochenende hält, bekommt in der teuersten Stufe keine Wochenend-Updates.

Meine Einordnung als Trader: Ich habe die Elliott-Wellen-Theorie Ende der 1980er Jahre durch die Übersetzung der Prechter-Standardwerke selbst in den deutschsprachigen Raum getragen und kenne die Methode seit Jahrzehnten aus der Praxis. Sauber angewendet ist sie ein starkes Werkzeug für Szenario-Denken: Sie zwingt dich, vorher festzulegen, wo deine Annahme stirbt. Genau das scheint MCO Global mit seinen Invalidation-Leveln richtig zu machen. Aber eine Wellenzählung ist eine Hypothese, kein Fahrplan. Wer ein Analyse-Abo bucht und die Zählungen ungeprüft nachhandelt, hat das Prinzip nicht verstanden. Nutze so einen Dienst als strukturierte zweite Meinung neben deiner eigenen Analyse, mit eigenem Risikomanagement und Positionsgrößen, die du selbst verantwortest.

Alternativen zu MCO Global

Der Markt für deutschsprachige Elliott-Wellen-Analysen ist überschaubar, Auswahl gibt es trotzdem:

  • ElliottWaver (Frank Schuh): Deutschsprachige Live-Analysen mit Elliott-Wellen-Fokus, anderes Preismodell. Meine Einschätzung findest du im ElliottWaver Erfahrungsbericht.
  • Schulz Technical Analysis: Krypto-Analysen aus Deutschland; der Betreiber ist in der BaFin-Liste der angezeigten Analyse-Ersteller geführt. Details im STA Erfahrungsbericht.
  • Selbst zählen statt abonnieren: Wer die Methode lieber selbst anwendet, findet im Vergleich der Elliott-Wave-Trading-Software die passenden Werkzeuge.
  • Signale statt Wellen-Szenarien: Wer statt Interpretationsspielraum lieber konkrete Ein- und Ausstiege mit Stop-Loss will, kann sich unsere Daytrading-Signale für DAX, Forex und Gold ansehen. Fairerweise: Das ist unser eigenes Produkt, und es passt nicht für dich, wenn du primär langfristige Krypto-Analysen suchst.
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Fazit: Lohnt sich MCO Global?

Nach allem, was sich von außen prüfen lässt, ist MCO Global kein unseriöser Anbieter: aktives Handelsregister, vollständiges Impressum, ein benannter Kopf mit jahrelanger öffentlicher Analyse-Historie und saubere Risikohinweise statt Reichtumsversprechen. Das unterscheidet den Dienst wohltuend von den Abzock-Angeboten, die im Krypto-Umfeld kursieren.

Trotzdem bleibt ein Aber, und das solltest du kennen: Die Leistung selbst ist von außen nicht überprüfbar. Es gibt keinen unabhängigen Track Record, keine Bewertungsprofile, kaum Community-Stimmen außerhalb der eigenen Kanäle. Die BaFin-Anzeige, mit der der Anbieter wirbt, konnte ich in der öffentlichen Liste nicht verifizieren. Und mit englischem Recht plus Patreon-Abwicklung kaufst du als deutscher Kunde ein Stück Rechtsunsicherheit mit ein.

Mein Rat: Wenn dich die Elliott-Wellen-Methode überzeugt und du die YouTube-Analysen seit einiger Zeit mitverfolgst, ist das rabattierte Krypto-Abo ein überschaubares finanzielles Risiko, um die Qualität hinter der Paywall selbst zu prüfen. Die teuren Markets-Stufen würde ich erst nach einem Testmonat buchen, und die Zählungen grundsätzlich als zweite Meinung behandeln, nicht als Handelsanweisung.

Das Urteil in Kürze: MCO Global ist ein transparent geführter Elliott-Wellen-Analysedienst mit klarer Methodik und fairem Einstiegspreis, dem es an unabhängig überprüfbaren Belegen für die Analysequalität fehlt.

Geeignet für: Trader und Anleger, die Elliott-Wellen-Szenarien mit klaren Invalidation-Leveln als strukturierte zweite Meinung nutzen wollen und die Methode grundsätzlich verstehen.

Nicht geeignet für: Einsteiger, die fertige Kauf- und Verkaufsanweisungen erwarten, und alle, die einem Dienst ohne unabhängig belegten Track Record kein Geld zahlen wollen.

Häufige Fragen zu MCO Global

Ist MCO Global seriös?

MCO Global ist ein regulär registrierter Anbieter: Die MCO Global LTD ist im britischen Handelsregister aktiv geführt, das Impressum ist vollständig und die Inhalte tragen saubere Risikohinweise. Ein Broker ist MCO Global nicht, Kundengelder werden nicht verwahrt. Unabhängige Bewertungsprofile fehlen allerdings bislang (Stand: Juli 2026).

Was kostet MCO Global?

Die Memberships kosten zwischen 19,50 und 110 Euro im Monat, zuzüglich Umsatzsteuer. Das Krypto-Abo MCO Digital Assets startet rabattiert bei 19,50 Euro, das Aktien-Abo MCO Global Markets reicht in fünf Stufen von 37 bis 110 Euro. Abgerechnet wird über Patreon, bei Jahreszahlung sinkt der Preis um 12 %.

Ist MCO Global ein Broker?

Nein. MCO Global ist ein reiner Analyse- und Community-Dienst. Du kannst dort weder ein Handelskonto eröffnen noch Geld einzahlen. Wer dich im Namen von MCO privat anschreibt und zu Einzahlungen oder Copy Trading auffordert, ist ein Betrüger; davor warnt der Anbieter selbst.

Wer steckt hinter MCO Global?

Hinter MCO Global steht Dr. Benedikt Burek mit der MCO Global LTD in London. Die Firma wurde im November 2021 als More Crypto Online LTD gegründet und im März 2024 umbenannt. Burek veröffentlicht seit dem Jahr 2021 öffentliche Elliott-Wellen-Analysen, der englische YouTube-Kanal zählt rund 324.000 Abonnenten.

Was ist der Unterschied zwischen MCO Digital Assets und MCO Global Markets?

MCO Digital Assets deckt Kryptowährungen ab, MCO Global Markets die traditionellen Märkte. Das Krypto-Abo liefert Zählungen für Bitcoin, Ethereum und über 20 Altcoins, auch am Wochenende. Das Markets-Abo analysiert täglich S&P 500, Nasdaq, 20 US-Aktien sowie Futures und Rohstoffe, allerdings nur montags bis freitags.

Wie kündigt man bei MCO Global?

Die Kündigung läuft direkt über Patreon, nicht über MCO Global selbst. Du beendest die Mitgliedschaft in deinen Patreon-Einstellungen, der Zugang bleibt bis zum Ende der bezahlten Periode bestehen. Eine Kündigungsfrist gibt es nicht, eine automatische Verlängerung stoppst du damit sofort.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er ist seit 1978 aktiver Trader an den internationalen Finanzmärkten mit Schwerpunkt auf Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten.

In den späten 1980er Jahren übersetzte er Robert Prechters Elliott-Wave-Standardwerke ins Deutsche und trug damit maßgeblich dazu bei, die Elliott-Wellen-Analyse im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen. Über 17 Jahre war er der Repräsentant von Joe Ross in Deutschland, einem der einflussreichsten amerikanischen Trading-Autoren, bekannt für praxisnahe Handelsstrategien wie den Ross-Haken und den Traders Trick Entry. Karsten übersetzte und veröffentlichte alle 10 Fachbücher von Ross auf Deutsch.

Den MCO Global Erfahrungsbericht schreibt Karsten aus einer besonderen Position: Als Übersetzer der Elliott-Wave-Standardwerke kennt er die Methode, mit der MCO Global arbeitet, seit über 35 Jahren aus erster Hand. Er bewertet das Angebot von außen, ohne eigene Mitgliedschaft, auf Basis der öffentlich prüfbaren Fakten und seiner Erfahrung mit Analyse-Diensten im deutschsprachigen Raum.

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Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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