Aktualisiert nach den ersten drei Handelstagen (12., 15. und 16. Juni 2026). Die Chartanalyse beruht auf den realen Kursen seit der Erstnotiz und wird laufend fortgeschrieben.
Seit dem 12. Juni 2026 hat die SpaceX-Aktie das, was eine seriöse Prognose überhaupt erst möglich macht: echte Kurse. Drei Handelstage, drei Gesichter: Tag 1 die typische IPO-Euphorie samt Abgabe, Tag 2 echte Stärke mit dem Ausbruch über das alte Hoch, Tag 3 ein Blow-off auf ein neues Allzeithoch und der prompte Rücksetzer. Unterm Strich steht die Aktie rund 50 Prozent über dem Ausgabepreis. Damit lässt sich endlich charttechnisch arbeiten, statt Kursziele aus einer Wunschbewertung zurückzurechnen.
Als diskretionärer Price-Action-Trader interessiert mich dabei nicht die Mars-Vision, sondern die Frage, an welchen Marken sich der Kurs in den nächsten Tagen entscheidet. Du bekommst hier die charttechnische Einordnung der ersten Handelstage, die belastbaren Zahlen aus dem Börsenprospekt und zwei klare Szenarien, ehrlich getrennt in das, was der Chart hergibt, und das, was Spekulation bleibt. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
SpaceX Prognose aktuell in 30 Sekunden
- Drei Handelstage in Zahlen: Tag 1 schloss bei rund 161 (+19 %), Tag 2 bei 192,43, Tag 3 bei 201,99 Dollar nach einem Hoch bei 225,64.
- Die charttechnischen Marken: 135 als Boden, 176,52 und 193 als Unterstützungen, 207,93 als Widerstand, 225,64 als neues Allzeithoch.
- Bewertung rund 2,64 Billionen Dollar: Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt weiter über dem 100-fachen, eine sehr ambitionierte Erwartung.
- Starlink trägt, KI belastet: Die Satellitensparte ist profitabel, das xAI-Segment verlor 2025 rund 6,35 Mrd. Dollar.
- Heiß gelaufen, Hoch nicht gehalten: Rund 50 Prozent über dem Ausgabepreis in drei Tagen; das Hoch bei 225,64 kippte zurück, der Schluss bei 201,99 liegt klar darunter.
SpaceX Chartanalyse und Kursmarken nach drei Handelstagen
Endlich liegt ein echter Chart auf dem Tisch. Drei Handelstage haben mehr über das Verhalten der Aktie verraten als jede vorbörsliche Schätzung. Tag 1 war ein Lehrstück über Euphorie und Abgabe, Tag 2 ein klares Stärkesignal mit dem Bruch über das alte Hoch, und Tag 3 zeigte mit dem Blow-off auf 225,64 und dem Rücksetzer die erste Ausschöpfung. Genau dieses Muster gibt die ersten belastbaren Kursmarken vor, an denen wir den weiteren Verlauf messen.
Nach drei Handelstagen steht die SpaceX-Aktie bei 201,99 Dollar, rund 50 Prozent über dem Ausgabepreis von 135 Dollar; am dritten Tag markierte sie ein neues Allzeithoch bei 225,64 und fiel danach deutlich zurück.

Tag 1 war ein Lehrstück über IPO-Euphorie. Die Aktie kam mit einem großen Gap über dem Ausgabepreis aus dem Stand, sprang in der ersten Handelsstunde auf das Tageshoch von 176,52 und lief danach den Rest des Tages zurück. Das höchste Volumen lag genau in dieser ersten Stunde, also dort, wo der Kurs am teuersten war. Wer die Eröffnung oder gar das Hoch kaufte, saß am Abend im Minus. Das ist das typische Verhalten eines stark gezeichneten Neuwerts: erst die Euphorie, dann die Abgabe.
Tag 2 drehte das Bild. Nach dem Wochenende eröffnete die Aktie fester, fand bei 168,35 ihr Tagestief, also ein höheres Tief als am Vortag, und nahm dann das alte Tageshoch von 176,52 ins Visier. Diesmal hielt der Widerstand nicht: Der Kurs brach darüber aus, lief bis auf das Allzeithoch von 193 und schloss mit 192,43 fast am Tageshoch. Aus dem Widerstand von 176,52 wurde damit eine Unterstützung, und die Abgabe-Logik von Tag 1 kehrte sich um.
Tag 3 brachte das erste Ausschöpfungssignal. Die Aktie schob über das alte Allzeithoch und markierte bei 225,64 ein neues Hoch, ein klares Blow-off-Muster. Das Niveau hielt nicht: Der Kurs fiel zügig zurück, pendelte sich in einer Spanne zwischen rund 195 und 208 ein und schloss bei 201,99, deutlich unter dem Tageshoch. Aus dem Hoch bei 225,64 wurde Widerstand, 207,93 markiert die Oberkante der Konsolidierung, und das alte Allzeithoch bei 193 dreht von Widerstand zur Unterstützung.
Diese Marken solltest du dir nach drei Tagen merken, denn an ihnen entscheidet sich der weitere Verlauf:
| Kursmarke (USD) | Bedeutung |
|---|---|
| 225,64 | Allzeithoch. Neues Hoch im Blow-off an Tag 3, darüber beginnt Neuland. |
| 207,93 | Widerstand. Oberkante der Tag-3-Spanne. |
| 201,99 | Aktueller Kurs. Schluss an Tag 3, zwischen Widerstand und Unterstützung. |
| 195,13 | Unterstützung. Kurzfristige Marke aus der Tag-3-Konsolidierung. |
| 193,00 | Unterstützung. Altes Allzeithoch von Tag 2, von Widerstand zur Unterstützung gedreht. |
| 176,52 | Unterstützung. Altes Tag-1-Hoch, inzwischen Auffangzone. |
| 168,35 | Auffangmarke. Tag-2-Tief unter der aktuellen Struktur. |
| 135,00 | Boden. Ausgabepreis aus dem IPO, psychologische Marke. |
Daraus ergeben sich zwei klare Wenn-dann-Linien, ausdrücklich keine Kursziele. Hält die Aktie über der zur Unterstützung gedrehten Marke von 193 und der Tag-3-Spanne, ist der Weg zurück an die 207,93 und an das neue Hoch bei 225,64 frei. Fällt sie dagegen unter 193 und das alte Tageshoch von 176,52 zurück, kippt die kurzfristige Struktur, und 176,52, danach der Bereich um 168,35 und der Ausgabepreis von 135 rücken als Auffangmarken in den Fokus.
Nach drei Tagen zeichnet sich eine erste Aufwärtsstruktur mit erster Ausschöpfung ab, mehr aber auch nicht. Für eine belastbare Analyse über mehrere Zeitebenen, mit Wochenstruktur, fehlen weiter die Kerzen. Drei steile Tage ergeben noch keinen Trend, sondern erst dessen Ansätze. Genau deshalb schreiben wir diese Seite fort: Sobald sich eine Range, ein Pullback oder ein tragfähiger Trend bestätigt, ergänzen wir die nächsten Marken. Wer dir nach drei Tagen ein festes Kursziel verspricht, verkauft eine Glaskugel.
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Welche Bewertung steckt hinter der SpaceX Aktie?
Der Ausgangspunkt jeder Prognose bleibt die Bewertung. Zum Ausgabepreis von 135 Dollar war SpaceX mit rund 1,75 Billionen Dollar angesetzt. Schon am ersten Handelstag kletterte die Marktkapitalisierung mit dem Schluss bei 161 Dollar über 2 Billionen Dollar, mit dem Sprung auf 192,43 Dollar am zweiten Tag auf rund 2,5 Billionen, und mit 201,99 Dollar am dritten Tag auf rund 2,64 Billionen Dollar, gerechnet auf die rund 13,08 Milliarden ausstehenden Aktien aus dem Börsenprospekt. Die Bewertung ist damit nicht entspannter geworden, sondern noch ambitionierter.
Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) setzt die Marktbewertung ins Verhältnis zum Jahresumsatz und liegt bei SpaceX nach drei Handelstagen jenseits des 100-fachen.
Die Zahlen aus dem Börsenprospekt (S-1) bei der SEC zeigen, warum die Meinungen so weit auseinandergehen. Der Umsatz 2025 lag bei 18,7 Milliarden Dollar, ein Plus von rund 33 Prozent. Gleichzeitig stand ein Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar in den Büchern. Die Satellitensparte Starlink ist mit 11,4 Milliarden Dollar Umsatz und 10,3 Millionen Abonnenten der profitable Kern, während das KI-Geschäft rund 6,35 Milliarden Dollar Verlust einfuhr. Die genauen Termine, Zahlen und Zugangswege findest du in unserem ausführlichen Überblick zur SpaceX Aktie und zum IPO.
Für die hohe Bewertung gibt es durchaus Argumente. Wer kauft, zahlt nicht für den heutigen Umsatz, sondern für eine seltene Kombination: eine dominante Stellung bei kommerziellen Raketenstarts, wiederverwendbare Technik mit Kostenvorsprung und in Starlink ein schnell wachsendes Abogeschäft mit planbaren Einnahmen. Dazu kommt der Seltenheitswert, denn einen vergleichbaren reinen Börsenzugang zur kommerziellen Raumfahrt gibt es sonst nicht. Ob das ein KUV jenseits des 100-fachen trägt, bleibt die offene Frage, die jeder für sich beantworten muss.
Auch bekannte Skeptiker melden sich zu Wort. Michael Burry, durch die Finanzkrise 2008 bekannt geworden, vergleicht die aktuelle Welle großer KI- und Tech-Börsengänge mit der Dotcom-Blase um das Jahr 2000. Zu SpaceX sagt er, die Unterlagen rechtfertigten keine Bewertung von ein bis zwei Billionen Dollar. Diese Sicht musst du nicht teilen. Bei einem Kurs-Umsatz-Verhältnis jenseits des 100-fachen gehört sie aber zur ehrlichen Bestandsaufnahme.
Noch konkreter wird Morningstar. Das Analysehaus nahm Anfang Juni 2026 die Bewertung auf und kommt auf einen fairen Wert von rund 780 Milliarden Dollar, nicht einmal die Hälfte der IPO-Bewertung und umgerechnet nur etwa 60 Dollar je Aktie. Analyst Nicolas Owens bewertet das Raketen- und Starlink-Geschäft mit rund 611 Milliarden Dollar und rechnet für die KI-Sparte wahrscheinlichkeitsgewichtet 170 Milliarden hinzu. Sein Urteil: erheblich überbewertet. Entscheidend für die Prognose ist sein optimistischstes Szenario. Selbst im „Moonshot”-Fall, dem er nur sieben Prozent Wahrscheinlichkeit gibt, käme SpaceX auf rund 1,97 Billionen Dollar, also etwa 154 Dollar je Aktie. Das liegt nach drei Handelstagen schon deutlich unter dem aktuellen Kurs von über 200 Dollar. Im Klartext: Selbst wenn Musks Vision voll aufgeht, hat der Markt das nach dieser Rechnung längst überholt.
SpaceX Prognose: Bull- und Bear-Szenario
Jetzt liegen die ersten Marken auf dem Tisch, also lassen sich beide Richtungen konkret festmachen. Das sind weiterhin keine Kursziele, sondern die Logik hinter den möglichen Verläufen, verknüpft mit den Niveaus aus den ersten drei Handelstagen.
Bull-Szenario
Die Aktie verteidigt die zur Unterstützung gedrehte Marke von 193 und die Tag-3-Spanne, erobert 207,93 zurück und nimmt das neue Hoch bei 225,64 wieder ins Visier. Den charttechnischen Beleg haben Tag 2 und Tag 3 mit Ausbruch und neuem Hoch bereits geliefert, gestützt von der knappen Stückzahl im Streubesitz. Fundamental müssten nun die nächsten Starship-Meilensteine liefern, Starlink zweistellig wachsen und die KI-Verluste kleiner werden.
Bear-Szenario
Das Bild kippt, sobald die Aktie unter das alte Allzeithoch von 193 und danach unter das Tageshoch von 176,52 zurückfällt; dann rücken der Bereich um 168,35 und der Ausgabepreis von 135 in den Fokus. Fundamental drücken ein verzögertes Starship, sinkende Starlink-Margen und die KI-Verluste. Bei einem KUV jenseits des 100-fachen genügt eine Enttäuschung, und im Dezember bringt die Lock-up-Frist zusätzliches Angebot.
Welches Szenario die Oberhand gewinnt, entscheidet sich an realen Daten, nicht an Visionen. Die nächsten Quartalszahlen müssen zeigen, ob Starlink die KI-Verluste weiter trägt. Bis dahin sind 176,52, 193, 207,93 und 225,64 die Marken, an denen du den Kurs misst, ganz ohne Glaskugel.
Welche Faktoren treiben den SpaceX Aktienkurs?
Für die laufende Chartanalyse sind diese Treiber entscheidend. Wer den Kurs verstehen will, sollte sie im Blick behalten:
- Starship-Meilensteine: Erfolgreiche Testflüge und der erste kommerzielle Nutzlast-Transport gelten als die wichtigsten Katalysatoren. Verzögerungen wirken in die Gegenrichtung.
- Starlink-Wachstum und Marge: Nicht nur die Abonnentenzahl zählt, sondern auch der Umsatz pro Nutzer, der zuletzt gefallen ist.
- Das Musk-Faktor-Risiko: Aussagen von Elon Musk bewegen den Kurs oft stärker als Fundamentaldaten. Kurz nach dem Börsenstart stellte er eine Billion Dollar Jahresumsatz bis 2030 in Aussicht, das treibt die Fantasie, ist aber durch nichts belegt.
- Lock-up-Frist: Läuft die Sperrfrist für Altaktionäre im Dezember 2026 aus, kann zusätzliches Angebot den Kurs belasten.
- Gesamtmarkt und Zinsen: Hochbewertete Wachstumswerte reagieren empfindlich auf das Zinsumfeld und die allgemeine Risikoneigung an den Märkten. Dreht der breite Markt, etwa der S&P 500 oder der technologielastige Nasdaq 100, zieht ein so hoch bewerteter Wert in der Regel mit.
SpaceX Aktie Prognose 2030: Szenarien statt Kursziele
Eine belastbare SpaceX-Kursprognose für 2030 gibt es nicht, nur Szenarien; sie hängen davon ab, ob Starship liefert, Starlink weiter skaliert und die KI-Verluste schrumpfen.
Warum kein hartes Kursziel für 2030? Die Aktie hat erst drei Handelstage hinter sich. Eine charttechnische Prognose über fünf Jahre wäre reine Erfindung, dafür fehlt die Kurshistorie. Seriös ist nur, die Spanne der möglichen Entwicklungen zu beschreiben und an den realen Treibern festzumachen.
Das Bull-Szenario bis 2030 lebt von Musks Ansage, bis 2030 eine Billion Dollar Jahresumsatz zu erreichen, mehr als das 50-fache der 18,7 Milliarden aus 2025. Dafür müsste Starship in den kommerziellen Regelbetrieb gehen, Starlink Nutzerbasis und Marge weiter ausbauen und die KI-Sparte aus der Verlustzone kommen. Tritt das ein, kann die heutige Bewertung über Jahre in Umsatz und Gewinn hineinwachsen. Belegt ist davon bisher nichts, es bleibt eine Wette auf die Ausführung.
Das Bear-Szenario bis 2030 dreht dieselben Treiber um: Starship verzögert sich, der Umsatz pro Starlink-Nutzer sinkt, und die KI-Verluste zehren am Gewinn der Satellitensparte. Schon das Auslaufen der Lock-up-Frist im Dezember 2026 bringt zusätzliches Angebot. Bei einem Kurs-Umsatz-Verhältnis jenseits des 100-fachen genügt eine Enttäuschung, um eine mehrjährige Bewertungskorrektur auszulösen.
Als Langfrist-Anker dient Morningstar. Selbst das optimistischste „Moonshot”-Szenario, dem das Analysehaus nur sieben Prozent Wahrscheinlichkeit gibt, kommt auf rund 1,97 Billionen Dollar, also etwa 154 Dollar je Aktie. Das liegt unter dem heutigen Kurs. Wer auf 2030 setzt, kauft keine günstige Bewertung, sondern die Hoffnung, dass SpaceX die ohnehin hohen Erwartungen noch übertrifft.
Fazit zur SpaceX Aktie Prognose
Ich finde SpaceX als Unternehmen beeindruckend, aber als Trader trenne ich das von der Frage nach dem Preis. Starlink ist ein echter Gewinnbringer mit gewaltigem Wachstum, und die Vision dahinter ist groß. Doch eine Bewertung jenseits des 100-fachen Umsatzes bei einem Konzern, der unter dem Strich Milliarden verliert, lässt mir schlicht keine Sicherheitsmarge. Selbst Morningstars optimistischstes Szenario liegt mit 154 Dollar inzwischen deutlich unter dem aktuellen Kurs von über 200, das sollte dir zu denken geben.
Die ersten drei Tage zeigen beide Seiten. Tag 1 bestätigte das Euphorie-Muster, vor dem ich bei Neuemissionen warne: Wer die Eröffnung oder das Tageshoch kaufte, lag am Abend im Minus. Tag 2 und Tag 3 lieferten dann echte Stärke, mit dem Bruch über 176,52 und einem neuen Hoch bei 225,64. Dass dieses Hoch sofort wieder abverkauft wurde, zeigt aber, wie schnell die Luft oben dünn wird: Rund 50 Prozent über dem Ausgabepreis in drei Tagen sind heiß gelaufen. Ich warte bei so einem Titel lieber eine klare Struktur und einen tragfähigen Rücksetzer ab, statt der Bewegung hinterherzulaufen.
Nach drei Tagen steht schon mehr als ein Strohfeuer: eine erste Aufwärtsstruktur mit höheren Tiefs und einem frischen Hoch. Das ist die ehrliche Gegenseite zu meiner Bewertungs-Skepsis, und ich nehme sie ernst. Genau diese Spannung macht SPCX interessant: ein starker Chart trifft auf eine sehr ambitionierte Bewertung, und welche Seite gewinnt, ist offen. Diese Prognose aktualisieren wir laufend und ergänzen konkrete Kurserwartungen auf mehreren Zeitebenen, sobald die Struktur trägt, so wie du es aus unseren übrigen Kursprognosen kennst. Du bekommst hier also keine Momentaufnahme, sondern eine Analyse, die mit dem Chart mitwächst.
Häufige Fragen zur SpaceX Aktie Prognose
Ist die SpaceX-Aktie überbewertet?
Gemessen an den Fundamentaldaten: ja. Bei einem Kurs-Umsatz-Verhältnis jenseits des 100-fachen nach drei Handelstagen ist die Bewertung sehr ambitioniert. Morningstar sieht den fairen Wert bei rund 780 Milliarden Dollar, weniger als ein Drittel der rund 2,64 Billionen, die der Markt aktuell ansetzt. Selbst das optimistischste Morningstar-Szenario liegt mit rund 154 Dollar je Aktie deutlich unter dem aktuellen Kurs von über 200 Dollar. Ob sich die Bewertung rechtfertigt, hängt davon ab, ob SpaceX die eingepreisten Erwartungen bei Starship und Starlink einlöst.
Welches Kursziel hat die SpaceX-Aktie?
Seriöse Kursziele brauchen Chartstruktur, und die bildet sich gerade erst. Nach drei Handelstagen gibt es noch keine belastbaren Kursziele, sondern Referenzmarken: den Ausgabepreis bei 135 Dollar, das alte Tageshoch bei 176,52, das zur Unterstützung gedrehte Allzeithoch von Tag 2 bei 193 und das neue Hoch bei 225,64. An diesen Niveaus entscheidet sich die Richtung. Konkrete Kursziele auf mehreren Zeitebenen ergänzen wir, sobald sich eine tragfähige Struktur gebildet hat.
Wie könnte sich die SpaceX-Aktie nach dem Börsengang entwickeln?
Das hängt davon ab, welche der beiden Richtungen sich durchsetzt. Tag 2 und Tag 3 haben mit dem Bruch über 176,52 und dem neuen Hoch bei 225,64 zunächst die Anfangsstärke bestätigt; hält die Aktie über dem alten Allzeithoch von 193 und der Tag-3-Spanne, spricht das für eine Fortsetzung. Fällt sie unter 193 und danach 176,52 zurück, droht ein Rücklauf Richtung 135. Fundamental stützen Starship-Fortschritte und das knappe Aktienangebot den Bull-Fall, während hohe Bewertung, sinkende Starlink-Margen und das Auslaufen der Lock-up-Frist den Bear-Fall treiben.
Was sind die Erwartungen an die SpaceX-Aktie?
Die Markterwartung ist hoch. Zum Ausgabepreis von 135 Dollar war SpaceX mit rund 1,75 Billionen Dollar bewertet, nach drei Handelstagen liegt die Bewertung bei rund 2,64 Billionen. Eingepreist sind anhaltendes Starlink-Wachstum, kommerzielle Starship-Fortschritte und eine sinkende KI-Verlustlast. Analysten wie Morningstar halten das für ambitioniert und sehen den fairen Wert deutlich tiefer. Welche Erwartung sich durchsetzt, entscheidet sich an den nächsten Quartalszahlen.
Sollte ich die SpaceX-Aktie kaufen oder nicht?
Das ist eine individuelle Entscheidung und keine Empfehlung. Wegen der hohen Bewertung und der starken Volatilität gilt der unmittelbare Einstieg direkt nach dem Börsengang als riskant. Schon der erste Handelstag zeigte, wie groß die Spanne zwischen Eröffnung und Hoch war: Wer oben kaufte, lag am Abend im Minus. Nach dem Blow-off auf 225,64 und dem Rücksetzer auf 201,99 ist die Fallhöhe noch größer geworden. Wer einsteigen will, plant das hohe Risiko aus der Rekordbewertung von Anfang an ein.
Wie teuer wird die SpaceX-Aktie?
Das weiß niemand seriös, aber die Ausgangslage ist klar. Nach drei Handelstagen steht die Aktie bei 201,99 Dollar, nach einem neuen Allzeithoch bei 225,64 und ausgehend vom Ausgabepreis von 135 Dollar. Wohin es von hier geht, entscheidet sich an den Marken aus der Tabelle und an den nächsten Fundamentaldaten. Den tagesaktuellen Kurs findest du bei deinem Broker oder auf TradingView.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und Autor dieser Kursprognose. Mehr über ihn erfährst du auf seiner Autorenseite.
Als diskretionärer Price-Action-Trader seit 1978 handelt er Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte. Ende der 1980er übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter und war über 17 Jahre der deutsche Repräsentant von Joe Ross, dessen zehn Trading-Bücher er übersetzte und verlegte. Bei Interactive Brokers ist er seit 1996 Kunde.
Die charttechnischen Einordnungen dieser Kursprognose erstellt er selbst, auf Basis seiner Price-Action-Analyse. Gerade bei frisch gelisteten, stark beachteten Werten wie SpaceX liest er den Chart in beide Richtungen: Er nimmt eine entstehende Aufwärtsstruktur ernst, prüft zugleich nüchtern, ob die Rekordbewertung sie trägt, und warnt bei solchen Titeln vor übereilten Einstiegen. Diese unabhängige Doppelperspektive aus Chance und Risiko ist der Kern seiner Prognosen.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

