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5 Ausstiegsstrategien für Trader, um Trades zu beenden (2026)

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2026

|

6 Min

Galen Woods

Autor

Galen Woods

Karsten Kagels

Überprüft von

Karsten Kagels

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Über den Einstieg wird viel geschrieben, über den Ausstieg wenig. Dabei entscheidet der Ausstieg darüber, was von einem Trade übrig bleibt. Ein guter Einstieg mit schlechtem Ausstieg ist am Ende ein Verlust, ein mittelmäßiger Einstieg mit klarem Ausstiegsplan bleibt beherrschbar.

Dieser Beitrag stellt fünf Wege vor, einen Trade zu beenden: den Stop, das Kursziel, den Zeit-Ausstieg, den nachgezogenen Stop und den Ausstieg, weil der Grund für den Trade weggefallen ist. Zwei davon laufen passiv, drei verlangen aktives Eingreifen. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Trades beenden: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Vor dem Schließen eines Trades sollte klare Gewinn- und Verlustziele festgelegt werden. Dies hilft dabei, emotionale Entscheidungen zu vermeiden und an einer vordefinierten Strategie festzuhalten. Beachte die aktuellen Marktbedingungen und wie sich diese auf deine Handelsposition auswirken könnten. Bei sich schnell verändernden Marktbedingungen kann es ratsam sein, den Handel frühzeitig zu schließen.
  • Informiere dich über alle anfallenden Gebühren und Kosten, die beim Schließen eines Handels entstehen könnten. Diese Kosten sollten in die Entscheidung einbezogen werden, um sicherzustellen, dass der Handel weiterhin profitabel ist.
  • Nutze Stop-Loss und Take-Profit Orders, um das Risiko zu begrenzen und Gewinne zu sichern. Dies ist besonders wichtig, wenn man nicht ständig den Markt beobachten kann. Überlege, welcher Zeitrahmen für deine Handelsstrategie am besten geeignet ist. Kurzfristige Händler sollten möglicherweise schneller reagieren, während langfristige Händler möglicherweise geduldiger sein sollten.
  • Behalte wirtschaftliche Ereignisse und Nachrichten im Auge, die sich auf den Markt auswirken könnten. Große Ereignisse können erhebliche Auswirkungen auf den Markt haben und erfordern möglicherweise eine Anpassung deiner Handelsstrategie. Achte darauf, dass der Markt, auf dem du handelst, genügend Liquidität aufweist. Wenn der Markt illiquide ist, kann es schwierig sein, den Handel zu einem gewünschten Preis zu schließen.
  • Führ Aufzeichnungen über deine Trades und wert sie regelmäßig aus. Dies wird dir helfen, von deinen Erfahrungen zu lernen und deine Strategie im Laufe der Zeit zu verfeinern.

Trade beenden und Trade schließen: so geht es

Wenn ich über die Trade-Setups schreibe, dann befasse ich mich immer mit den Regeln für den Trade-Einstieg. Dabei lasse ich meistens die Ausstiegsstrategien unbeachtet.

Der Grund dafür ist nicht, dass Ausstiegsstrategien nicht wichtig wären.  Stattdessen sind sie so bedeutend und verdienen so viel Beachtung, dass es mir unmöglich ist, darauf in einer kurzen Besprechung einzugehen.

Der saubere Ausstieg aus einer Position, im Gewinn wie im Verlust, ist der Moment, in dem sich die Qualität des Risikomanagements beim Trading entscheidet. Wer hier improvisiert, gibt vorher erarbeitete Disziplin in wenigen Sekunden wieder auf.

In diesem Artikel schauen wir uns fünf Wege an, wie du deine Trades schließt.

Passives Management des Trade-Ausstiegs

Wenn dir „Set and forget“ gefällt, pass hier auf.

1. Anfänglicher Stop Loss wird erreicht und Ausstieg

Ich gehe davon aus, dass du immer eine anfängliche Stop-Loss-Order im Markt hast. Falls nicht: Das ist Pflicht.

Hier wird dein anfänglicher Stop erreicht und du machst Verlust. Das ist das schlechteste Ergebnis für diesen Trade, und trotzdem hast du alles richtig gemacht: Du hast dich an deine Regeln gehalten.

2. Kursziel erreicht und Ausstieg

Ich gehe wieder davon aus, dass du ein Kursziel mit einer Limit-Order platziert hast, um deine Gewinne zu realisieren. Wenn du deine Gewinne laufen lassen willst, kannst du die Kursziel-Limit-Order weglassen.

Die meisten Trader fühlen sich jedoch nicht so wohl dabei, wenn ihre Kursziele erreicht werden. Warum?

Weil die Tatsache, dass deine Ziele erreicht wurden, bedeutet, dass sie höhere Ziele hätten setzen können. (Mit Ausnahme der Situationen, wenn der Kurs ihr Ziel auf den Tick genau erreicht. Nicht sehr wahrscheinlich.)

3. Zeitstop erreicht und Ausstieg

Zeit ist Geld. Einige Trader nutzen deshalb ein Zeitstop.

Es ist selten sinnvoll, Kapital in einer trägen Position zu binden, während anderswo bessere Gelegenheiten entstehen. Bewegt sich dein Trade über einen festgelegten Zeitraum nirgendwohin, steig mit einer Market-Order aus und such dir ein neues Setup.

Wie lange solltest du warten, bevor du aussteigst?

Das findest du heraus, indem du dir alle deine Trades ansiehst. Die meisten der besten Trades bewegen sich schnell in die von dir erwartete Richtung.

Hier sind zwei Trading-Strategien, die ein Zeitstop nutzen:

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Welche Order sich für welchen Ausstieg eignet, zeigt unsere Übersicht der wichtigsten Ordertypen.

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Aktives Management des Trade-Ausstiegs

Wenn du deine Emotionen bei einer offenen Position im Griff hast, kannst du versuchen, jeden Trade aktiv zu managen.

4. Trailing Stop erreicht und Ausstieg

Trailing Stops (gleitende Stopps) sind dann dein bestes Werkzeug, um Gewinne dann zu realisieren, wenn dies möglich ist. Trailing Stops sind Stop-Orders, die in deine Richtung bewegt werden, um Buchgewinne abzusichern.

Es gibt unzählige Methoden, wie du deine Stops an die Kursbewegung anpasst, aber das Prinzip ist immer das gleiche: Das Gleichgewicht zu finden, um Gewinne abzusichern, und dadurch nicht den Trade zu früh zu beenden.

5. Die Marktverhältnisse haben sich verändert, Ausstieg “at the market”.

Wir gehen jeden Trade mit einem Grund ein. (Zumindest hoffe ich, dass du das so machst.) Wenn dieser Grund nicht mehr gültig ist, dann sollten wir einfach zum Marktpreis aussteigen.

Beispielsweise bist du aufgrund des Holy Grail Setup in einen Trade eingestiegen, womit sich Handelsgelegenheiten in starken Trends finden lassen. Dann hast du gesehen, dass sich die Kurse für eine längere Zeit seitwärts bewegt haben. Der starke Trend, von dem du profitieren wolltest, hat sich nicht entwickelt. In diesem Fall solltest du den Trade beenden.

Dies ist der logischste Weg, um aus einem Trade auszusteigen, aber auch der subjektivste. Ein Trader muss seinen Vorteil im Trading sehr gut verstehen, um diese Ausstiegsstrategie zu nutzen. Die meisten neuen Trader, die sich in einem Trade befinden, sind zu aufgeregt und haben die Augen nur auf die Veränderung von Gewinn/Verlust gerichtet, um ihren Vorteil permanent bewerten zu können.

Welche dieser Methoden dir auch zusagt: Der Ausstiegsplan muss stehen, bevor du in den Trade gehst.

Konsequent zu Ende gedacht hat das Mark Minervini: Bei ihm steht der Ausstiegspunkt vor dem Kauf fest und bestimmt zugleich die Positionsgröße.

Dieser Artikel wurde im Original von Galen Woods auf seiner Webseite veröffentlicht: 5 Exit Strategies to secure your Profits and Limit your Risk

Deutsche Übersetzung von Karsten Kagels und Gaby Boutaud

Wie viel Kapital überhaupt in der Position stecken darf, entscheidet sich vor dem Einstieg. Die Regeln dazu stehen im Money Management.

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Fazit: Der Ausstiegsplan steht vor dem Einstieg

Keine der fünf Methoden ist die richtige. Passives Management schützt dich vor dir selbst, aktives Management holt mehr aus laufenden Trends. Welche zu dir passt, hängt davon ab, ob du während einer offenen Position ruhig bleiben kannst.

Entscheidend ist die Reihenfolge. Der Plan für den Ausstieg gehört vor die Order, nicht in den laufenden Trade. Wer erst im offenen Trade überlegt, wo er aussteigt, entscheidet unter Druck und trifft dabei fast immer die teurere Wahl.

Und ein Punkt gilt für alle fünf Wege: Der anfängliche Stop ist nicht verhandelbar. Alles andere kannst du variieren, den Stop nicht.

Häufige Fragen zum Beenden von Trades

Was bedeutet es, einen Trade zu schließen?

Einen Handel (Trade) zu schließen bedeutet, eine offene Position zu verkaufen oder zurückzukaufen, um den Handel zu beenden. Dabei wird entweder ein Gewinn realisiert oder ein Verlust hingenommen.

Warum ist es wichtig, einen Handel zum richtigen Zeitpunkt zu schließen?

Der richtige Zeitpunkt für das Schließen eines Handels ist entscheidend, um Gewinne zu maximieren oder Verluste zu minimieren. Durch ein effektives Timing kannst du die besten Marktbedingungen nutzen und deine Handelsstrategie optimieren.

Was sind Stop-Loss und Take-Profit Orders?

Stop-Loss und Take-Profit Orders sind automatische Befehle, die dazu dienen, Positionen bei bestimmten Preisniveaus zu schließen. Ein Stop-Loss limitiert Verluste, indem es einen Handel automatisch schließt, wenn ein bestimmtes Verlustniveau erreicht wird. Ein Take-Profit sichert Gewinne, indem es einen Handel schließt, sobald ein festgelegtes Gewinnziel erreicht ist.

Was sind die Gebühren beim Schließen eines Trades?

Beim Schließen eines Handels können verschiedene Gebühren anfallen, wie z.B. Transaktionsgebühren, Spreads oder, im Falle von gehebelten Positionen, Finanzierungskosten. Es ist wichtig, sich über alle anfallenden Kosten im Klaren zu sein, um die Rentabilität des Handels zu bewerten.

Wie beeinflussen Marktbedingungen das Schließen eines Handels?

Marktbedingungen wie Volatilität, Liquidität und wirtschaftliche Ereignisse können den Preis und das Timing von Handelsentscheidungen erheblich beeinflussen. In volatilen Märkten können sich Preise schnell ändern, was das Schließen eines Handels riskanter machen kann.

Wie kann ich emotionale Entscheidungen beim Schließen eines Trades vermeiden?

Indem du klare Handelsziele festlegst, Stop-Loss und Take-Profit Orders verwenden und sich auf eine vordefinierte Strategie konzentrieren, kannst du emotionale Entscheidungen minimieren und rationale Handelsentscheidungen treffen.

Welche Rolle spielt das Risikomanagement beim Schließen eines Handels?

Risikomanagement ist entscheidend, um Verluste zu begrenzen und die Langlebigkeit deines Handelskapitals zu gewährleisten. Durch die Festlegung von Stop-Loss Orders, der Anpassung der Positionsgröße und der Überwachung der Marktbedingungen kannst du das Risiko effektiv steuern.

Sollte ich meine Trades protokollieren und analysieren?

Ja, es ist ratsam, Aufzeichnungen über deine Trades zu führen und sie regelmäßig zu analysieren. Dies ermöglicht es dir, von deinen Erfahrungen zu lernen, deine Strategie anzupassen und letztendlich bessere Handelsentscheidungen zu treffen.

Über den Autor: Galen Woods

Galen Woods ist Price-Action-Daytrader und Betreiber von Trading Setups Review. Sein Schwerpunkt liegt auf der Analyse einzelner Kursstäbe und dem Handel ohne Indikatoren, sein Wissen gibt er im Kurs „Day Trading With Price Action“ weiter.

Auf kagels-trading.de erscheinen seit Jahren über 100 seiner Beiträge in deutscher Übersetzung. Sie decken Setups, Chartformationen und Handelstechniken ab, die er an eigenen Marktbeispielen entwickelt hat.

Für dieses Thema ist er einschlägig, weil er den Ausstieg als eigenständige Entscheidung behandelt und nicht als Anhängsel des Einstiegs. Sein wiederkehrender Hinweis in diesem Artikel lautet, den Ausstiegsplan fertig zu haben, bevor die erste Order im Markt liegt.

Dieser Artikel wurde von Karsten Kagels final geprüft.

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