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Skilltrader Erfahrungen: Was die Trading-Ausbildung von Michael Frank leistet

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2026

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18 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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Michael Frank kenne ich seit über 20 Jahren. Damals handelte er bereits ein Jahrzehnt lang für Banken und Broker am Trading Desk, heute bildet er unter der Marke skilltrader selbst Trader aus. 2022 habe ich ihn für ein Interview vor das Mikrofon geholt. Seitdem hat sich bei seinem Angebot einiges geändert: Die Firma trägt einen neuen Namen, und der Lehrgang ist inzwischen staatlich zugelassen.

Genau deshalb steht dieser Artikel neu da. Ich habe das Interview behalten, weil es nichts von seiner Aussagekraft verloren hat. Drumherum habe ich zusammengetragen, was die Ausbildung heute kostet, wie lange sie dauert und was die beiden Siegel auf der Startseite tatsächlich belegen. Die Zahlen stammen nicht aus der Werbung, sondern aus dem amtlichen Zulassungseintrag. Ich bin weder Teilnehmer noch Partner der Akademie und bewerte sie von außen. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Skilltrader: das Wichtigste in 30 Sekunden

Skilltrader ist die Trading-Akademie von Michael Frank aus Berlin. Das Angebot ist ein Fernlehrgang mit persönlicher Begleitung. Die wichtigsten Eckdaten aus dem Zulassungseintrag und dem Impressum:

  • Anbieter: skilltrader Akademie GmbH, Pappelallee 78-79, 10437 Berlin, HRB 234628 beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg. Geschäftsführer ist Michael Frank. Gegründet wurde sie 2018 als skilltrader Network GmbH, so steht sie in älteren Verzeichnissen bis heute.
  • Preis: 8.700 € Gesamtkosten, zahlbar in drei Raten à 2.900 €. Kosten für externe Prüfungen fallen nicht an. Auf der Website selbst steht kein Preis.
  • Umfang: 6 Monate Gesamtdauer, 54 Stunden Unterricht in 72 Einheiten à 45 Minuten. Davon sind drei Einheiten synchron, also live mit dem Ausbilder.
  • Zulassung: Der Lehrgang „Finanzstrategien und Analysetechniken im Finanzmarkt“ ist unter der Nummer 7536825 von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen. Der Abschluss ist ein institutsinternes Zertifikat.
  • Zertifikat: Der TÜV Thüringen hat die Akademie nach DIN ISO 29993:2018 zertifiziert, der Norm für Lerndienstleistungen. Registernummer 1518823006.
  • Zielgruppe laut Zulassung: Vorausgesetzt werden ein Mindestalter von 18 Jahren, ein Rechner mit Internetzugang und die kostenlose Basisversion von TradingView. Vorkenntnisse verlangt der Eintrag nicht.
  • Was fehlt: Es gibt kein öffentliches Bewertungsprofil bei Trustpilot oder ProvenExpert. Unabhängige Teilnehmerstimmen ließen sich im August 2026 nicht finden.

Was ist Skilltrader?

Skilltrader ist ein staatlich zugelassener Fernlehrgang für Börsenhandel, den die skilltrader Akademie GmbH in Berlin anbietet. Gründer und alleiniger Ausbilder ist der frühere Bankenhändler Michael Frank.

Die Marke ist älter als die heutige Firma. Frank gründete 2018 die skilltrader Network GmbH, nachdem er seine vorherige Firmengruppe verkauft hatte. Unter diesem Namen lief das Angebot jahrelang, und so steht es bis heute in vielen Artikeln über ihn. Im Impressum und im Handelsregister findet sich inzwischen die skilltrader Akademie GmbH. Wer nach der alten Firma sucht, landet also beim richtigen Anbieter.

Inhaltlich ist Skilltrader kein Signaldienst. Es gibt keine Gruppe, in die Kaufempfehlungen gepostet werden. Verkauft wird ein Lehrgang: zehn Themenblöcke von den Börsengrundlagen bis zur Price Action, dazu eine Handvoll Live-Termine mit Frank. Wer laufende Trade-Ideen sucht, ist hier falsch.

Der Gegenentwurf sind Signaldienste: Bei TradingBrothers bekommst du genau das, was Skilltrader bewusst weglässt, nämlich konkrete Kauf- und Verkaufssignale aus laufenden Echtgelddepots.

Ein Punkt gehört gleich an den Anfang. Auf der Startseite steht groß „Staatlich geprüft & zugelassen“. Das bezieht sich auf den Lehrgang, nicht auf den Teilnehmer. Geprüft hat die Zulassungsstelle die Unterrichtsmaterialien, die Vertragsbedingungen und die Werbeaussagen. Über den Lernerfolg oder gar über Handelsergebnisse sagt die Zulassung nichts.

Was kostet die Skilltrader-Ausbildung?

Die Skilltrader-Ausbildung kostet 8.700 Euro. Der Betrag ist in drei Raten zu je 2.900 Euro zahlbar, Gebühren für externe Prüfungen fallen nicht an.

Auf der Website steht diese Zahl nirgends. Wer wissen will, was das Programm kostet, landet beim Strategiegespräch. Das ist im Bildungsmarkt üblich und für sich genommen kein Vorwurf. Es macht den Vergleich mit anderen Anbietern aber unmöglich, solange man nicht telefoniert hat.

Bei einem zugelassenen Fernlehrgang gibt es einen zweiten Weg. Jeder in Deutschland zugelassene Lehrgang muss seine Teilnahmekosten bei der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht hinterlegen, und dieser Eintrag ist öffentlich. Für Skilltrader steht er unter der Zulassungsnummer 7536825. Dort finden sich Preis, Raten, Dauer und Lernumfang in einer Tabelle.

PositionAngabe im ZulassungseintragBetrag
LehrgangskostenGesamtpreis des Fernlehrgangs8.700 €
Externe Prüfungenkeine externen Prüfungsgebühren0 €
Ratenzahlungdrei Raten, Summe entspricht dem Gesamtpreis3 × 2.900 €
Arbeitsmaterialempfohlene TradingView-Pro-Chartsoftware24,95 €/Monat
Rechnerisch je Unterrichtsstunde8.700 € geteilt durch 54 Stunden161 €

Der Stundenpreis ordnet die Summe ein. 8.700 Euro auf 54 Unterrichtsstunden sind rund 161 Euro je Stunde. Das liegt über dem, was klassische Trading-Kurse kosten, und unter dem Tagessatz eines Einzelcoachings. Der größere Teil dieser 54 Stunden ist allerdings Selbstlernzeit, keine Zeit mit dem Ausbilder. Dazu gleich mehr.

Ein Posten fällt zusätzlich an. Der Eintrag nennt die TradingView-Pro-Version mit 24,95 Euro im Monat als empfohlenes Arbeitsmaterial. Über sechs Monate sind das rund 150 Euro. Pflicht ist nur die kostenlose Basisversion.

Für Soldaten gilt eine Besonderheit. Die Akademie führt sich auf dem Portal Dienstzeitende als Bildungspartner und gibt an, der Lehrgang sei über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr zu 100 Prozent förderfähig. Wer aus dieser Gruppe kommt, sollte die Förderfähigkeit vor der Buchung beim eigenen Berufsförderungsdienst bestätigen lassen.

ZFU-Zulassung und TÜV-Zertifikat: Was die Siegel belegen

Zwei Siegel stehen auf der Startseite, und sie bedeuten Verschiedenes. Beide sind echt, beide lassen sich nachprüfen, und beide werden im Trading-Umfeld selten geführt. Was sie nicht sagen, ist genauso wichtig wie das, was sie sagen.

Die Zulassung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht ist in Deutschland Pflicht für jeden entgeltlichen Fernlehrgang. Geprüft werden Lehrmaterial, Vertragsbedingungen und Werbeaussagen, nicht der spätere Erfolg der Teilnehmer.

Für Käufer ist die Zulassung trotzdem wertvoll. Sie bringt das Fernunterrichtsschutzgesetz ins Spiel: ein zweiwöchiges Widerrufsrecht, ein Kündigungsrecht zum Ablauf des ersten Halbjahres und die Pflicht, alle Kosten offenzulegen. Genau deshalb steht der Preis in der Datenbank, obwohl er auf der Website fehlt. Von den Anbietern, die ich mir für die Übersicht der Trading-Ausbildungen angesehen habe, haben die wenigsten dieses Verfahren durchlaufen.

Der Abschluss ist eine andere Frage. Laut Eintrag endet der Lehrgang mit einer institutsinternen Prüfung und einem institutsinternen Zertifikat. Das ist kein Kammerabschluss, kein staatlich anerkannter Titel und außerhalb der Akademie kein Nachweis. Wer eine Urkunde für den Lebenslauf sucht, bekommt sie hier nicht.

Das TÜV-Zertifikat prüft den Prozess, nicht die Strategie. DIN ISO 29993:2018 ist die Norm für Lerndienstleistungen außerhalb der formalen Bildung. Sie verlangt ein didaktisches Konzept, qualifiziertes Personal, klare Lernziele und ein Beschwerdemanagement. Über die Qualität einer Handelsstrategie sagt sie nichts. Zertifiziert hat der TÜV Thüringen unter der Registernummer 1518823006.

Der dritte Titel ist der schwächste. Die Akademie nennt sich staatlich anerkannte Einrichtung nach dem Weiterbildungsförderungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern. Diese Anerkennung existiert und ist an Qualitätsauflagen geknüpft. Praktisch relevant ist sie vor allem für Bildungsfreistellung in diesem einen Bundesland. Was Zertifikate und Titel privater Anbieter tatsächlich wert sind, ordnen wir im Abschnitt zur beruflichen Weiterbildung im Trading ein.

Inhalte und Zeitaufwand im Detail

Der Lehrgang ist in zehn Blöcke geteilt. Der Zulassungseintrag listet sie namentlich auf, und die Reihenfolge verrät den Aufbau: erst Handwerk, dann Systematik, zuletzt Psychologie und Risiko.

  • Grundlagen: Einführung in die Akademie und ein Bootcamp zu den Börsengrundlagen.
  • Timing: Price Action, also das Lesen des reinen Kursverlaufs, sowie technische Chart-Indikatoren.
  • Marktmechanik: Marktdynamik systematisch nutzen und ein eigenes Koordinatensystem für die Marktbeurteilung.
  • Strategie: Strategiebausteine, Wendepunkte und Kursziele, dazu der faire Wert eines Preises.
  • Zyklen: Markt- und Zeitzyklen, Widerstände und Volatilität.
  • Rahmen: Fundamentalanalyse, Risikomanagement und Behavioral Finance, also die Lehre vom Anlegerverhalten.

Der Zeitplan ist überschaubarer, als die Werbung vermuten lässt. Der Eintrag nennt sechs Monate Gesamtdauer bei rund zwei Stunden Lernaufwand pro Woche. Zusammen sind das 54 Unterrichtsstunden. Auf der Startseite steht dagegen der Satz, man werde in zwölf Wochen zum Börsenprofi. Beide Angaben stammen vom selben Anbieter, und sie passen nicht zusammen.

Die wichtigste Zahl steht etwas versteckt. Von den 72 Unterrichtseinheiten sind laut Eintrag genau drei synchron, also live mit dem Ausbilder. Das sind rund zweieinviertel Stunden, verteilt auf drei Online-Meetings. Die Website beschreibt das Angebot dagegen als intensive 1:1-Betreuung mit einem persönlichen Mentor. Beides kann stimmen, wenn zusätzliche Termine außerhalb des zugelassenen Lehrgangs vereinbart werden. Aus dem amtlichen Eintrag geht das nicht hervor, und danach sollte man im Strategiegespräch ausdrücklich fragen.

Skilltrader Werbeaussagen und ZFU-Zulassungsdaten im direkten Abgleich
Fünf Aussagen der Website neben dem amtlichen Eintrag, Stand August 2026

Die Einstiegshürde ist niedrig. Der Eintrag verlangt ein Mindestalter von 18 Jahren, einen Rechner mit Internetzugang und die kostenlose Basisversion von TradingView. Vorkenntnisse stehen dort nicht. Die Werbung richtet sich an ambitionierte Privatanleger und Trader, formal steht der Lehrgang aber jedem offen, der zahlt. Wer bei null anfängt, sollte sich vorher fragen, ob dieser Betrag der richtige erste Schritt ist. Für den Einstieg reicht meist deutlich weniger, wie ich im Beitrag zum Traden lernen zeige.

Michael Frank: Werdegang und Handelshintergrund

Michael Frank, Jahrgang 1969, ist Gründer und Geschäftsführer der skilltrader Akademie GmbH. Vor der Gründung arbeitete er von 1992 bis 2000 im Handel für internationale Finanzhäuser.

Seine Stationen sind ungewöhnlich konkret benannt. Frank nennt die Mocatta Group und die Standard Chartered Bank in England sowie MF Global, PMB und Refco in den USA. Er war dort im Vertrieb, im Introducing Brokerage und am Trading Desk tätig. Zwei dieser Häuser gibt es nicht mehr: Refco brach 2005 zusammen, MF Global 2011. Beide Zusammenbrüche gingen auf Entscheidungen der Führungsebene zurück.

2001 wechselte er auf die Anbieterseite. Mit der adblue financial systems GmbH baute er Orderrouting-Software und betreute institutionelle Händler. 2018 verkaufte er die Gruppe und gründete Skilltrader. Frank gibt außerdem an, seit 2005 Mitglied der National Futures Association zu sein, der Selbstverwaltungsorganisation der US-Terminbörsen.

Zwei Kennzahlen der Website lassen sich nicht prüfen. Genannt werden ein jährliches Handelsvolumen von über 10 Milliarden US-Dollar und über 12.000 begleitete Trader. Solche Zahlen stammen aus internen Aufzeichnungen und sind von außen nicht nachvollziehbar. Ich führe sie als Anbieterangabe, nicht als belegte Tatsache.

Sein eigener Handelsstil ist kurzfristig. Frank hält Positionen zwei bis fünf Tage und arbeitet mit einer Mischung aus Marktdynamik, Momentum und Timing. Das ist Swing Trading, kein Daytrading. Wer eine Daytrading-Ausbildung sucht, findet hier nicht den passenden Ausbilder.

FinMent Börsenwebinar

Interview mit Michael Frank

Michael Frank, Gründer der skilltrader Akademie in Berlin
Michael Frank, Gründer und Geschäftsführer der skilltrader Akademie GmbH

Das folgende Gespräch stammt aus dem Frühjahr 2022. Ich habe es unverändert gelassen, weil es zeigt, wie Frank über Märkte denkt. Wo er von der skilltrader Network GmbH spricht, ist die heutige skilltrader Akademie GmbH gemeint. Meine Frage damals: Wie sieht ein Börsenprofi mit über 30 Jahren Erfahrung die Veränderungen an den Märkten, und was rät er Anfängern?

Michael, stell dich doch unseren Lesern kurz vor.

Mein Name ist Michael Frank, 1969 geboren und wie du Karsten, gebürtiger Berliner. Erste Trading-Erfahrung habe ich 1986 gesammelt. Nachdem ich Anfang der 90er für Banken und Broker im Trading Desk tätig war, gründete ich 2001 die adblue financial systems GmbH und weitere Schwestergesellschaften. Nach dem Exit und Verkauf der adblue Unternehmensgruppe im Jahr 2018 gründete ich die skilltrader Network GmbH, die erfahrene und institutionelle Händler im Trading unterstützt.

Du bist bereits über 30 Jahre als Trader aktiv. Haben sich die Märkte verändert?

Die Märkte sind durch Algo-Trading und mit Zunahme des Hochfrequenzhandels effizienter geworden. Vor 30 Jahren war es noch leichter, Ineffizienzen zu finden und auszunutzen. Grundlegende Marktdynamiken und dahinterstehende Verhalten der Trader haben sich allerdings kaum verändert.

Ist es für Anfänger heute schwieriger, erfolgreich an der Börse zu werden?

Es ist heute wie auch damals nie leicht gewesen, dauerhaft erfolgreich zu handeln. Insbesondere, wenn man kurzfristig handelt. Damals konnte man aber ganz gut mit simplen Trendfolgesystemen oder anderen einfachen Strategien Geld verdienen. Heute ist das nicht mehr so einfach möglich. Die Märkte sind noch effizienter und schneller geworden. Die mentalen Anforderungen an einen Trader sind heute zugleich höher.

Viele Anfänger zahlen viel Lehrgeld. Wie war das bei dir?

Richtig, viele Trader scheitern an ihren eigenen Emotionen, selbst wenn sie die richtige Strategie kennen. Dennoch kann ein solch früher Verlust auch heilsam sein. Als ich mit dem Trading angefangen habe, lief es fantastisch, über mehrere Jahre. Damals fühlte ich mich wie King Kong, unverwundbar. Dann kam es, wie es kommen musste: Mitte der 90er handelte ich gerne den „großen“ S&P 500. An einem besonderen Tag im Oktober 1998 hatte ich alles auf eine Karte gesetzt. Ich war mir zu 100 % sicher, dass der Markt fallen würde. Aber es kam anders und ich habe alle meine aufgebauten Gewinne an einem Tag verloren.

Danach war ich am Boden zerstört. Ich habe lange gebraucht, um mich davon zu erholen, und viele weitere Jahre brachten nur Verluste. Es wurde immer schlimmer, je mehr Börsenliteratur ich gelesen hatte und mit allen möglichen Strategien, die ich getestet hatte. Es war wie verhext.

Wie bist du da wieder herausgekommen?

Die Wende kam mit der Gründung der adblue. In meinem damals gegründeten Unternehmen hatte ich unter anderen auch Programmierer beschäftigt. Kernaufgabe war die Softwareentwicklung für Orderroutingsysteme. Des Weiteren wurde auch massiv Zeit investiert in Evaluierung von Marktmodellen, Marktverhalten und Wahrscheinlichkeitsberechnungen. Außerdem kam guter Input von institutionellen Tradern, die ich beruflich betreut hatte. Daraus entwickelte sich eine Handelssystematik, deren Basis ich heute noch erfolgreich umsetze.

Was würdest du Anfängern raten, die heute mit Trading beginnen wollen?

Darüber könnte ich ein ganzes Buch schreiben. Wenn man 30 Jahre lang jeden Tag mit Tradern in Kontakt ist, fallen einem zwangsläufig die Verhaltensweisen auf, die Menschen immer wieder zu erfolgreichen Tradern machen.

  1. Höre nicht auf Andere.
  2. Betrachte zuerst das Risiko, nicht die Chance.
  3. Systematisiere dein Trading und handle 100 % regelbasiert, um Emotionen rauszuhalten.

Wie würdest du deinen Handelsstil beschreiben?

Kurzfristig, zwei bis fünf Handelstage. Ein Mix aus Marktdynamik, Momentum und Timing Strategien. Das richtige Timing ist meiner Ansicht nach der entscheidende Schlüssel für erfolgreiches Trading.

Mit welchen Trader-Legenden würdest du dich gerne zum Kaffee treffen?

Tom Baldwin und Nick Leeson.

Warum hast du die skilltrader Network GmbH gegründet?

Ich habe früh in meiner Karriere gemerkt, dass es mich erfüllt, andere Menschen auf ihrem Weg an der Börse zu begleiten. Darum geht es bei der skilltrader Network GmbH. Mit der Ausbildung und den 1:1 Trainings gebe ich mein Wissen aus über 30 Jahren an der Trading-Front weiter. Zu beobachten, wie sich meine Klienten kontinuierlich verbessern und eine ganz neue Perspektive auf den Börsenhandel entwickeln, macht mich glücklicher als jeder KPI im Jahresbericht.

Genug von der Börse: Was ist dir heute außerhalb des Tradings besonders wichtig?

Die Zeit mit meiner Familie und meinem Sohn.

Vielen Dank für das Gespräch. Wer die Artikel von Michael Frank lesen möchte, findet sie im Blog der Akademie. Der letzte Beitrag dort trägt allerdings das Datum 30. September 2023. Alle weiteren Informationen zum Angebot stehen auf skilltrader.de.

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Vorteile und Nachteile von Skilltrader

Der Abgleich zwischen Werbung und Zulassungseintrag ergibt ein gemischtes Bild. Auf der Habenseite stehen echte, nachprüfbare Nachweise, wie sie in diesem Markt selten sind. Auf der anderen Seite steht ein Preis, der gemessen an der Live-Zeit hoch ausfällt.

Vorteile von Skilltrader

  • Staatlich zugelassener Fernlehrgang: Die ZFU-Zulassung 7536825 bringt Widerrufsrecht, Kündigungsrecht zum Ablauf des ersten Halbjahres und volle Kostentransparenz. Im Trading-Bildungsmarkt haben das die wenigsten.
  • Preis öffentlich nachprüfbar: Auch wenn die Website schweigt, stehen Gesamtpreis und Ratenplan amtlich hinterlegt. Wer vergleichen will, muss dafür kein Verkaufsgespräch führen.
  • Nachweisbarer Berufshintergrund: Michael Frank benennt seine Stationen mit Namen und Zeitraum, statt mit anonymen Formeln wie „ehemaliger Investmentbanker“ zu werben.
  • TÜV-Zertifizierung nach DIN ISO 29993: Die Norm verlangt didaktisches Konzept, klare Lernziele und ein Beschwerdemanagement. Das ist ein Prozessnachweis, den kaum ein Trading-Coach vorlegt.
  • Kein Signaldienst: Verkauft wird ein Lehrgang mit zehn Themenblöcken, keine Abo-Gruppe mit Kaufempfehlungen. Wer selbst handeln lernen will, ist bei diesem Modell richtiger aufgehoben.

Nachteile von Skilltrader

  • Wenig Live-Zeit für den Preis: Der Eintrag nennt drei synchrone Einheiten à 45 Minuten. Das sind rund zweieinviertel Stunden mit dem Ausbilder, während die Website von intensiver 1:1-Betreuung spricht.
  • Widersprüchliche Dauer: Die Startseite wirbt mit zwölf Wochen, die Zulassung nennt sechs Monate. Zwei Angaben desselben Anbieters, die nicht zusammenpassen.
  • Kein extern anerkannter Abschluss: Es gibt ein institutsinternes Zertifikat nach institutsinterner Prüfung. Außerhalb der Akademie ist das kein Qualifikationsnachweis.
  • Keine unabhängigen Bewertungen: Weder Trustpilot noch ProvenExpert führen ein Profil. Im August 2026 ließen sich keine öffentlichen Teilnehmerstimmen finden, die nicht vom Anbieter stammen.
  • Kein Preis vor dem Gespräch: Wer die Website besucht, erfährt den Preis erst im Strategiegespräch. Für einen Vergleich mehrerer Anbieter ist das eine echte Hürde.
  • Blog seit 2023 stillgelegt: Der letzte Fachbeitrag der Akademie datiert auf den 30. September 2023. Als laufende Wissensquelle taugt er nicht mehr.
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Fazit: Für wen sich Skilltrader lohnt

Skilltrader gehört zu den wenigen Trading-Ausbildungen mit echten Nachweisen. Die Zulassung durch die Zentralstelle für Fernunterricht und das TÜV-Zertifikat sind keine Selbstverleihung, sondern Verfahren mit Auflagen. In einem Markt, in dem viele Anbieter mit selbst gestalteten Siegeln arbeiten, ist das ein Unterschied.

Skilltrader Ausbildung Kosten, Dauer und Unterrichtsumfang im Überblick
Die Eckdaten des Lehrgangs, wie sie im Zulassungseintrag hinterlegt sind

An der Rechnung kommt trotzdem niemand vorbei. Der Gesamtpreis für 54 Unterrichtsstunden, von denen gut zweieinviertel Stunden live mit dem Ausbilder stattfinden, liegt am oberen Ende dessen, was für einen Fernlehrgang dieser Länge verlangt wird. Die genauen Beträge stehen weiter oben im Kostenabschnitt. Der Rest ist Selbstlernmaterial. Ob das passt, hängt daran, wie gut das Material ist, und das lässt sich von außen nicht beurteilen.

Passen dürfte das Angebot für einen bestimmten Typ. Wer schon handelt, seine Ergebnisse aber nicht systematisch bekommt, und wer ein strukturiertes Curriculum einem Video-Wildwuchs vorzieht, findet hier einen klaren Aufbau und einen Ausbilder mit belegbarem Berufsweg. Der Schwerpunkt liegt auf Swing Trading über zwei bis fünf Tage.

Nicht passen dürfte es in drei Fällen. Wer bei null anfängt, sollte mit einem kleineren Budget starten. Wer laufende Trade-Ideen sucht, bekommt sie hier nicht. Und wer eine Urkunde für den Lebenslauf braucht, bekommt ein institutsinternes Zertifikat ohne Wert außerhalb der Akademie. Bei MK Börsenhandel ist es dieselbe Konstruktion: eine institutsinterne Bescheinigung, und zwar ohne Prüfung.

Drei Fragen gehören ins Strategiegespräch. Wie viele Live-Termine sind über die drei zugelassenen Einheiten hinaus enthalten? Gilt der hinterlegte Preis unverändert? Und: Woraus genau besteht das Selbstlernmaterial? Wer diese Antworten schriftlich hat, kann entscheiden. Wie ich den Markt insgesamt einordne, steht in meiner Übersicht der Trading-Kurse.

Häufige Fragen zu Skilltrader

Was kostet die Ausbildung bei Skilltrader?

Der Lehrgang kostet laut den bei der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht hinterlegten Daten 8.700 Euro. Der Betrag ist in drei Raten zu je 2.900 Euro zahlbar. Kosten für externe Prüfungen fallen nicht an. Zusätzlich empfiehlt der Anbieter die TradingView-Pro-Version für 24,95 Euro im Monat. Auf der Website selbst wird kein Preis genannt.

Wie lange dauert die Skilltrader-Ausbildung?

Der Zulassungseintrag nennt sechs Monate Gesamtdauer bei rund zwei Stunden Lernaufwand pro Woche. Der Unterrichtsumfang beträgt 54 Stunden in 72 Einheiten à 45 Minuten. Auf der Startseite wirbt der Anbieter dagegen mit zwölf Wochen. Die beiden Angaben widersprechen sich.

Ist Skilltrader seriös?

Die skilltrader Akademie GmbH ist im Handelsregister Berlin unter HRB 234628 eingetragen, hat ein vollständiges Impressum und einen staatlich zugelassenen Fernlehrgang. Der TÜV Thüringen hat sie nach DIN ISO 29993:2018 zertifiziert. Das sind belastbare Nachweise. Unabhängige Teilnehmerbewertungen bei Trustpilot oder ProvenExpert gab es im August 2026 nicht.

Welchen Abschluss bekomme ich bei Skilltrader?

Der Lehrgang endet mit einer institutsinternen Prüfung und einem institutsinternen Zertifikat. Das ist kein staatlich anerkannter Abschluss und außerhalb der Akademie kein Qualifikationsnachweis. Die staatliche Zulassung betrifft den Lehrgang, nicht den Abschluss.

Wie viel Zeit verbringe ich live mit Michael Frank?

Der Zulassungseintrag weist drei synchrone Lerneinheiten à 45 Minuten aus, umgesetzt als drei Online-Meetings. Das sind rund zweieinviertel Stunden. Die Website beschreibt das Angebot als intensive 1:1-Betreuung. Wer mehr Live-Zeit erwartet, sollte den Umfang vor der Buchung schriftlich klären.

Brauche ich Vorkenntnisse für die Ausbildung?

Als Teilnahmevoraussetzung nennt der Eintrag ein Mindestalter von 18 Jahren sowie einen Rechner mit Internetzugang und die kostenlose Basisversion der Chartsoftware TradingView. Fachliche Vorkenntnisse werden nicht verlangt. Die Werbung richtet sich an ambitionierte Privatanleger und Trader.

Heißt der Anbieter skilltrader Network oder skilltrader Akademie?

Beides bezeichnet dasselbe Unternehmen. Michael Frank gründete 2018 die skilltrader Network GmbH. Heute firmiert sie als skilltrader Akademie GmbH mit Sitz in der Pappelallee 78-79 in Berlin. Ältere Artikel und Verzeichnisse führen noch den alten Namen.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1980 aktiv an Forex-, Aktienindex-, Rohstoff- und Zinsmärkten und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader, also ausschließlich auf Basis von Kursverlauf und Marktstruktur, ohne Indikatoren.

Ende der 1980er Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er der offizielle Repräsentant von Joe Ross in Deutschland, übersetzte und verlegte dessen zehn Fachbücher und organisierte seine Seminare im deutschsprachigen Raum. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Trading-Ausbildungen beurteilt er aus der Sicht eines Ausbilders. Michael Frank kennt er seit über 20 Jahren aus dem Berliner Börsenumfeld. Geprüft hat er die Angaben trotzdem von außen, ohne Teilnahme am Lehrgang und ohne geschäftliche Verbindung zur skilltrader Akademie GmbH: den ZFU-Eintrag, das Impressum, die Startseite des Anbieters sowie die Bewertungsportale Trustpilot und ProvenExpert. Stand aller Angaben ist der 26. August 2026. → Alle Artikel von Karsten Kagels

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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