Wer Optionen handelt, kennt das Problem: Die besten Strategien scheitern oft nicht an der Idee, sondern an der konsequenten Umsetzung. Genau hier setzt der automatisierte Optionshandel an. Statt Einstiege, Gewinnmitnahmen und Stopps manuell zu überwachen, übernimmt eine Software die Ausführung nach festen Regeln. Die OptionsApp ist eine der wenigen deutschsprachigen Lösungen, die diesen Prozess vollständig über die Schnittstelle von Interactive Brokers abbildet.
In diesem Erfahrungsbericht schauen wir uns an, wie die OptionsApp funktioniert, welche Strategien und Basiswerte sie unterstützt, was die verschiedenen Abos kosten und für wen sich der Einsatz lohnt. Wir prüfen dabei nüchtern Vor- und Nachteile und benennen auch die Grenzen der Automatisierung. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
OptionsApp: das Wichtigste in 30 Sekunden
Die OptionsApp ist eine Software für den automatisierten Optionshandel über Interactive Brokers. Seit Version 2.0 vom 9. Oktober 2026 automatisiert sie auch Aktien und ETFs und läuft neben Windows erstmals auf dem Mac. Hier sind die wichtigsten Merkmale kurz zusammengefasst:
Hauptmerkmale der OptionsApp
- Automatisierter Handel: Ein- und Ausstiege werden basierend auf vordefinierten Regeln automatisch durchgeführt.
- Flexible Strategien: Iron Condors, Spreads, Butterflies, Calendars und Ratios mit Einstiegskriterien wie Delta, Prämie, SMA, EMA, RSI, MACD oder einer VIX-Schwelle.
- Aktien und ETFs: Neu in Version 2.0. Einstieg an festen Wochentagen oder Terminen, Stop Loss und Profit Target liegen nach der Ausführung direkt beim Broker.
- Stop-Loss und Profit-Target: Prozentuale oder absolute Stop-Loss- und Profit-Target-Einstellungen, einschließlich stufenweiser Gewinnmitnahmen.
- Early Exit: Vorzeitiges Schließen von Positionen basierend auf Restlaufzeit (DTE) oder Uhrzeit, auch außerhalb regulärer Handelszeiten.
- Echtzeit-Überwachung: Live-Marktdaten und detailliertes Reporting für volle Transparenz.
- Windows und Mac: Die App läuft lokal oder auf einem Server, auf dem Mac mit Apple-Chip und mit Intel-Prozessor.
Funktionsweise des automatisierten Optionshandels
Die OptionsApp arbeitet mit Interactive Brokers zusammen. Der Nutzer richtet eine API-Verbindung zur Trader Workstation ein und kann seine Optionsstrategien in der Software einfach konfigurieren.
- Strategien: Hier können vorgefertigte Setups oder eigene, individuelle Strategien mit flexiblen Einstiegskriterien erstellt werden.
- Automatisierte Ausführung: Die Software überwacht den Markt und führt Orders basierend auf den definierten Regeln aus.
- Überwachung und Reporting: Echtzeit-Updates und detaillierte Auswertetools zeigen Gewinne, Verluste und Optimierungsmöglichkeiten.
- Benachrichtigungen: Statusmeldungen über Telegram halten den Nutzer informiert, seit Version 2.0 lassen sich die Meldungen gezielt einstellen.
Die OptionsApp kombiniert technische Indikatoren wie SMA, EMA, RSI oder MACD mit Marktregeln wie einer VIX-Schwelle oder dem Expected Move. Externe Signale, etwa aus TradingView, nimmt sie per Webhook an. Ein Backtesting bietet sie dagegen nicht.
Kosten der OptionsApp
Es gibt vier Tarife von 39 bis 269 Euro im Monat, alle mit vollem Funktionsumfang. Sie unterscheiden sich nur im erlaubten Handelsvolumen. Regulär dauert die Testphase 14 Tage, über unseren Link 30 Tage.
Was ist die OptionsApp?
Die OptionsApp ist eine Software, die den automatisierten Handel von Optionsstrategien ermöglicht. Sie unterstützt eine Vielzahl von Strategien wie Spreads, Iron Condors, Butterflies, Calendars, Ratios oder einfache Long- und Short-Positionen. Durch die Integration mit Interactive Brokers (IB) über die Trader Workstation API (TWS-API) werden Trades in Echtzeit ausgeführt. Seine Strategien kann der Trader jederzeit individuell anpassen. Die Software ist besonders für Trader geeignet, die Bildschirmzeit sparen und regelbasiert handeln möchten.
Die OptionsApp ist eine deutschsprachige Software, die Optionsstrategien und seit Version 2.0 auch Aktien und ETFs über die API von Interactive Brokers regelbasiert und automatisiert ausführt.
Neu in Version 2.0: Aktien, ETFs und Mac
Am 9. Oktober 2026 hat die LM Trading Software GmbH die OptionsApp 2.0 veröffentlicht (Release v2.0.8). Die größte Neuerung: Die App handelt jetzt neben Optionen auch Aktien und ETFs nach festen Regeln. Der Einstieg erfolgt nach Zeitplan, also an festen Wochentagen oder zu einem festen Termin. Die hinterlegte Bedingung wird zum Zeitpunkt des Einstiegs geprüft, der Ausstieg folgt am selben Tag, nach einer festen Zahl von Tagen oder zu einem festen Datum.
Dazu kommt erstmals eine Version für macOS, die auf Rechnern mit Apple-Chip und mit Intel-Prozessor läuft. Laut Release Notes bringt 2.0 außerdem ein neues Dashboard mit Dark Mode, ein Gewinn-und-Verlust-Profil (Payoff) für jeden Trade, Blackout Dates für Ereignistage und eine erweiterte Telegram-Schnittstelle. Die Basiswerte wählst du über eine dynamische Suche statt aus einer festen Liste, das Konto kann in USD, CHF oder EUR geführt werden.
Die neuen Funktionen kannst du in der OptionsApp 30 Tage testen, unter Windows und auf dem Mac.
Optionshandel vereinfachen
Als Optionshändler hast du in der Regel bereits ein Konto bei Interactive Brokers (IB) oder einem seiner Partnerbroker (White-Label-Partner). Die Trader Workstation (TWS) ist die von IB zur Verfügung gestellte Handelsplattform mit umfangreichen Funktionen. Bisweilen wird diese Plattform von Einsteigern oft als komplex oder erklärungsbedürftig wahrgenommen.
Optionen werden auch in Deutschland immer beliebter, und mit ihnen wächst die Nachfrage nach einer Vereinfachung des Handelsprozesses. Gerade bei Strategien, die aus mehreren Legs (Komponenten einer Optionsstrategie wie beispielsweise Iron Condor oder Butterfly) bestehen, kann sich das Management als Herausforderung entpuppen.
Diese Lücke schließt die OptionsApp. Mit einer intuitiv gestalteten Benutzeroberfläche lassen sich die Eckdaten für eine Optionsstrategie festlegen. Die App überwacht dann durch die Verbindung zur TWS die betreffenden Parameter in Echtzeit und gibt die Orders in den Markt. Auch Orders für Gewinnmitnahme und Stop Loss lassen sich von Beginn an einrichten, sodass die Strategie nach Plan abläuft.
Die Neuerungen eines früheren Updates erläutert Sebastian Legrand in diesem Video. Die Oberfläche sieht seit Version 2.0 anders aus, die Abläufe sind aber dieselben. Auf dem YouTube-Kanal der OptionsApp gibt es zudem Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Einfach starten
Den Download für Windows oder macOS findest du nach der Registrierung im Benutzerportal. Die Einrichtung der API-Verbindung zur TWS oder zum IB Gateway ist in der Dokumentation Schritt für Schritt erklärt. Neue Versionen und ihre Änderungen stehen in den Release Notes auf der Anbieterseite.
Sobald die Verbindung steht, gibst du deine Trades direkt in der OptionsApp ein, änderst sie, lässt sie ausführen und verwaltest sie dort.
Wie funktioniert die OptionsApp?
Wenn sowohl die Trader Workstation als auch die OptionsApp aktiv sind, lassen sich Trades für die verfügbaren Basiswerte eingeben und verwalten. Die Benutzeroberfläche ist bewusst übersichtlich gestaltet und bietet eine einfache Eingabe von einzelnen Trades und Strategien mit mehreren Legs. Auch Gruppen lassen sich bilden, um beispielsweise einen Iron Condor in den oberen und unteren Spread aufzuteilen.
Für häufig verwendete Strategien lassen sich vorgefertigte Templates erstellen, die nach unterschiedlichsten Kriterien konfiguriert werden können. So sind die Legs nach Delta, Abstand zum Kurs oder erzielbarer Prämie wählbar. Auch die Orders für Gewinnmitnahme und Verlustbegrenzung können direkt mit vorgegeben werden. Ebenso ist die Restlaufzeit mit der Einstellung, ob der genaue Zeitraum oder der naheliegendste Verfallstag angewendet werden soll, verfügbar.
Den besten Preis erhalten
Eine gängige Praxis bei Optionsstrategien ist das herantasten an eine vorteilhafte Ausführung zwischen Bid- und Askpreis (Geld- und Briefkurs). In der Regel beginnt der Trader beim mittleren Preis und passt die Order in kleineren Schritten bis zur Ausführung an. Dieser Vorgang lässt sich in der OptionsApp konfigurieren: Startpreis (Bid, Mid oder Ask), Schrittweite, Zahl der Versuche und zeitlicher Abstand, getrennt für Einstieg und Ausstieg.
Sobald alle gewünschten Vorgaben erstellt sind, wird die Order scharf geschaltet und von der OptionsApp überwacht. Sind alle Kriterien erfüllt, wird der Trade an die TWS übergeben und bei Ausführung auch entsprechende Folgeorders für Gewinnmitnahme und Stopp-Loss erstellt. Wenn die Orders in der TWS übernommen wurden, kann die OptionsApp geschlossen werden. Sollten in der App jedoch noch Vorgänge offen sein, die auf bestimmte Voraussetzungen warten, müssen beide Programme aktiv bleiben.
Für den Handel mit mehreren Strategien und gleichzeitig offenen Positionen empfiehlt der Anbieter einen Server, auf dem beide Programme laufen. Dadurch ist eine konstante Überwachung sowie die sichere Ausführung aller Orders besser gewährleistet. Die Einrichtung eines Servers, etwa bei Strato oder IONOS, wird in der Dokumentation ebenfalls beschrieben. Bricht die Verbindung zur TWS ab, verbindet sich die App automatisch neu.
Auch unterwegs per Telegram informiert
Eine sehr hilfreiche Funktion der OptionsApp ist auch die Anbindung an die Messenger-App Telegram. Neben wichtigen Nachrichten zu Fehlermeldungen und Statusupdates werden auch Trades und Ausführungen übermittelt. Bemerkenswert ist ebenfalls die Möglichkeit, Kontoinformationen und Screenshots abrufen zu können. Seit Version 2.0 stellst du gezielt ein, welche Meldungen du bekommst.
Automatisierter Optionshandel: so übernimmt die Software den Prozess
Der Kern der OptionsApp ist die vollständige Automatisierung des Handelsablaufs. Statt jeden Schritt selbst auszulösen, definiert der Trader einmal die Regeln, und die Software setzt sie diszipliniert um. Das spart nicht nur Zeit, sondern schaltet auch emotionale Fehlentscheidungen unter Druck aus.
Automatisierter Optionshandel bedeutet, dass eine Software vordefinierte Strategien selbstständig überwacht, passende Strikes auswählt und Orders samt Risikomanagement ohne manuelles Eingreifen ausführt.
In der Praxis kombiniert die App dazu technische Auslöser: gleitende Durchschnitte (SMA/EMA), RSI, MACD, ADX oder eine Schwelle beim Volatilitätsindex VIX. So lassen sich Einstiege an klare Marktbedingungen knüpfen, etwa nur dann zu handeln, wenn die implizite Volatilität in einem bestimmten Bereich liegt. Besonders bei den beliebten 0-DTE-Optionen, also Optionen mit null Tagen Restlaufzeit, ist diese Reaktionsgeschwindigkeit entscheidend.
Wichtig bleibt eine ehrliche Einordnung: Automatisierung ersetzt keine funktionierende Strategie. Die Software führt exakt das aus, was der Trader vorgibt. Ist die zugrunde liegende Optionsstrategie nicht profitabel, automatisiert die App lediglich die Verluste schneller. Ihr Wert liegt in der konsequenten, regelkonformen Ausführung, nicht in einem eingebauten Gewinnversprechen.
Tradeauswertung und Statistiken
Jede Strategie lebt von überprüfbaren Ergebnissen. Damit der Trader jederzeit den Überblick behält, dokumentiert die OptionsApp alle Positionen und führt eine genaue Statistik. Interessant ist hierbei, dass neben den Prämien auch die Slippage bei Einstieg, Ausstieg und Stopp-Loss ermittelt wird.
Gewinne und Verluste werden gegenübergestellt und Drawdown-Phasen ausgewiesen, dazu Kennzahlen wie Daily P&L, Time To Recover und Premium Sold. Mehrere Strategien lassen sich kombiniert auswerten, seit Version 2.0 auch in eigenen Portfolios. Wichtig: Die Statistik misst nur, was live oder im Paper-Trading gelaufen ist. Ein Backtesting auf historischen Daten bietet die OptionsApp nicht, dafür brauchst du ein externes Werkzeug.
Die OptionsApp kostenlos testen
Regulär bietet die OptionsApp eine Testphase von 14 Tagen. Über unseren Link zur OptionsApp sind es 30 Tage, auf der Startseite erscheint dann ein orangefarbener Hinweis auf die verlängerte Testzeit. Der Test läuft mit vollem Funktionsumfang im Live- oder Paper-Trading, braucht keine Kreditkarte und verlängert sich nicht automatisch. Danach entscheidest du, welcher Tarif zu deinem Tradingstil passt.
Vor- und Nachteile der OptionsApp
Was als Vor- oder Nachteil gilt, hängt auch von deinem Handelsstil ab. Die beiden Boxen zeigen deshalb eine beispielhafte Gegenüberstellung. Hast du selbst noch Vorteile oder Nachteile entdeckt? Lass es uns gerne wissen.
Ob die Grenzen für dich ins Gewicht fallen, zeigt ein Testlauf: OptionsApp im Paper-Trading ausprobieren.
Was kostet die OptionsApp?
Die OptionsApp kostet zwischen 39 und 269 Euro im Monat, je nach Tarif. Alle vier Tarife enthalten den vollen Funktionsumfang und unterstützen Optionen, Aktien und ETFs. Der Unterschied liegt ausschließlich im erlaubten Handelsvolumen und in der Zahl paralleler Sessions. Bei jährlicher Zahlweise bekommst du zwei Monate geschenkt, das sind gut 16 Prozent Ersparnis.
| Tarif | Monat / Jahr | Eröffnungen |
|---|---|---|
| Basic | 39 € / 390 € | 20 Legs am Tag, 10 Aktien/ETFs im Monat |
| Pro | 89 € / 890 € | 80 Legs am Tag, 40 Aktien/ETFs im Monat |
| Pro+ | 139 € / 1.390 € | 160 Legs am Tag, 80 Aktien/ETFs im Monat |
| Ultimate | 269 € / 2.690 € | unbegrenzt |
Bei Optionen zählt jede eröffnete Leg pro Tag. Im günstigsten Tarif sind das 20 Legs, also 10 Spreads oder 5 Iron Condors am Tag. Bei Aktien und ETFs zählen die Eröffnungen pro Monat. Bereits laufende Positionen werden nicht mitgezählt. Basic und Pro erlauben je 2 Sessions, Pro+ 3 und Ultimate 4. Gekündigt wird im Benutzerportal, die Kündigung wirkt zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums. Wer vor allem 0-DTE-Optionen mit mehreren Strategien handelt, kommt schnell über das Basic-Volumen hinaus.
Die OptionsApp: Wer steckt dahinter?
Betreiber der OptionsApp ist die LM Trading Software GmbH mit Sitz in Bottrop. Geschäftsführer sind Sebastian Legrand und Paul-Edouard Gaston Munch, eingetragen ist die Gesellschaft beim Amtsgericht Gelsenkirchen (HRB 18656). Paul-Edouard Munch hat die Software als Chef-Entwickler seit 2022 aufgebaut, Sebastian Legrand verantwortet Marketing und Vertrieb. Legrand ist seit über 20 Jahren an der Börse aktiv und als Investment-Coach und Buchautor bekannt. Das Team umfasst laut Anbieter fünf Personen und betreut über 400 aktive Abonnenten. Die technische Basis bildet die offizielle Partnerschaft mit Interactive Brokers über die TWS-API, die Software ist mit einem Sectigo-Zertifikat signiert, die Server stehen in Deutschland. Dein Geld liegt dabei nie bei der OptionsApp: Für Kunden in Deutschland führt die Interactive Brokers Ireland Limited das Konto, beaufsichtigt von der Central Bank of Ireland.
Wie das Team die Software umgesetzt hat, siehst du am besten selbst: In der Testphase der OptionsApp nutzt du den vollen Funktionsumfang.
Nah am Kunden: Support und Community
Nutzer profitieren von einem deutschsprachigen Support, der per E-Mail, Telefon und Discord zu erreichen ist. Die Dokumentation mit Lernvideos und Anleitungen unterstützt beim Einstieg und der richtigen Konfiguration. Über den eigenen Discord-Server können sich Trader vernetzen und stehen in direktem Kontakt mit den Entwicklern. Hier lassen sich Fragen klären, Strategien austauschen oder Tipps von der Community erhalten.
Fazit
Die OptionsApp lohnt sich für Trader mit einem Konto bei Interactive Brokers, die ein festes Regelwerk haben und es nicht mehr von Hand umsetzen wollen. Mit Version 2.0 deckt sie neben dem automatisierten Optionshandel auch Aktien und ETFs ab und läuft auf Windows und Mac. Stark sind die feinen Ausführungseinstellungen, das Risikomanagement pro Leg und der deutschsprachige Support.
Die Grenzen sind klar: nur Interactive Brokers und seine White-Label-Partner, Basiswerte vom US-Markt, kein Backtesting. Und die App setzt nur um, was du vorgibst. Ist die Strategie nicht profitabel, wird sie durch die Automatisierung nicht besser. Wer das System erst prüfen will, nutzt dafür die Testphase im Paper-Trading.
Häufige Fragen zur OptionsApp
Was ist die OptionsApp und für wen ist sie geeignet?
Die OptionsApp ist eine deutschsprachige Software für den automatisierten Handel von Optionsstrategien, seit Version 2.0 auch von Aktien und ETFs. Sie richtet sich an Trader mit einem Konto bei Interactive Brokers, die ein festes Regelwerk haben und es ohne manuelle Ordereingabe umsetzen wollen, etwa bei 0DTE-Optionen (Optionen mit null Tagen Restlaufzeit).
Welche Funktionen bietet die OptionsApp?
Die OptionsApp ermöglicht:
Automatisierten Handel von Optionsstrategien wie Spreads, Iron Condors, Butterflies, Calendars und Ratios.
Regelbasierten Handel von Aktien und ETFs (neu in Version 2.0).
Einstiegsbedingungen über Delta, Prämie, SMA, EMA, RSI, MACD, VIX-Schwelle oder Webhook-Signale.
Risikomanagement mit Stop Loss, Profit Target, Early Exit und Delta-Exit.
Auswertung mit Daily P/L, Drawdown und Strategievergleich.
Benachrichtigungen über Telegram.
Mit welchen Brokern ist die OptionsApp kompatibel?
Die OptionsApp funktioniert ausschließlich mit Interactive Brokers (IB) und dessen White-Label-Partnern. Die Verbindung läuft über die offizielle TWS-API, wahlweise über die Trader Workstation oder das IB Gateway.
Läuft die OptionsApp auch auf dem Mac?
Ja. Seit Version 2.0 vom 9. Oktober 2026 gibt es die OptionsApp für Windows und macOS, auf dem Mac für Rechner mit Apple-Chip und mit Intel-Prozessor. Wer Strategien rund um die Uhr laufen lassen will, kann die App auch auf einem Server betreiben.
Welche Strategien können automatisiert werden?
Bei Optionen unterstützt die OptionsApp unter anderem Spreads, Iron Condors, Reverse Iron Flies, Butterflies, Calendars, Ratios und einfache Long- oder Short-Positionen, mit beliebig vielen Legs pro Template und Laufzeiten von 0DTE bis über 365 Tage. Aktien und ETFs werden nach Zeitplan gehandelt, also an festen Wochentagen oder Terminen.
Kann man mit der OptionsApp Backtests durchführen?
Nein. Die OptionsApp führt kein Backtesting durch, sie automatisiert Strategien nur in Echtzeit. Für Backtests auf historischen Daten brauchst du ein externes Werkzeug. Testen lässt sich eine Strategie in der App aber im Paper-Trading.
Gibt es eine Testversion der OptionsApp?
Ja. Regulär dauert die Testphase 14 Tage, über unseren Link zum OptionsApp-Test 30 Tage. Der Test bietet den vollen Funktionsumfang im Live- oder Paper-Trading, braucht keine Kreditkarte und verlängert sich nicht automatisch.
Wie viel kostet die OptionsApp im Monat?
Es gibt vier Tarife: Basic für 39 €, Pro für 89 €, Pro+ für 139 € und Ultimate für 269 € im Monat. Im Jahresabo kosten sie 390 €, 890 €, 1.390 € und 2.690 €. Alle Tarife haben den vollen Funktionsumfang und unterscheiden sich nur im Handelsvolumen und in der Zahl paralleler Sessions.
Wie sicher sind meine Daten in der OptionsApp?
Laut Anbieter arbeitet die OptionsApp DSGVO-konform, die Datenverarbeitung findet in der EU statt und die Server stehen in Deutschland. Die Software selbst ist mit einem Sectigo-Zertifikat signiert. Dein Geld bleibt bei Interactive Brokers, die App übermittelt nur die Orders.
Gibt es eine Community oder Support für Nutzer?
Ja, die OptionsApp bietet:
Deutschsprachigen Support per E-Mail, Telefon und Discord.
Eine Discord-Community zum Austausch mit anderen Optionshändlern.
Eine Dokumentation mit Lernvideos, Tutorials und Anleitungen.
Welche Rückmeldungen gibt es von Nutzern der OptionsApp?
Laut Anbieter heben Nutzer die einfache Bedienung, die Übersicht über laufende Trades und die Sicherungsmechanismen hervor. Auf seiner Über-uns-Seite nennt der Anbieter eine Google-Bewertung von 5,0 bei 29 Rezensionen (Stand 13.10.2026). Unabhängige Langzeittests liegen uns nicht vor.
Über den Autor: Christian Möhrer
Christian Möhrer ist technischer Analyst und Options-Trader im Team von Kagels Trading. Er verantwortet neben den regelmäßigen Kursprognosen für Rohstoffe, Indizes und Devisen auch den Optionsbereich der Seite.
Als Options-Trader seit 2014 verbindet Christian klassische Chartanalyse mit einem zahlenorientierten, nüchternen Blick auf die Märkte. Neben seinen täglichen Analysen betreibt er einen Videokurs zum Optionshandel und stellt Handelssignale bereit.
Automatisierte Ausführung ist für Christian gelebte Praxis: Er legt Einstieg, Prämienziel und Ausstieg fest, bevor eine Position eröffnet wird, und lässt die Regeln anschließend diszipliniert abarbeiten. Genau diese Screening- und Ausführungslogik aus der TWS steckt in der Bewertung dieser App.
Dieser Artikel wurde von Karsten Kagels final geprüft.


