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EUR/GBP Kursprognose und technische Analyse – wie geht es weiter mit dem Euro/Britischen Pfund? (2026)

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2026

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15 Min

Karsten Kagels

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Karsten Kagels

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EUR/GBP steht 2026 unter Druck. Seit dem Jahresstart hat der Euro gegenüber dem Britischen Pfund rund 1,9 Prozent abgegeben. Mitte Juli rutschte der Kurs in die Zone um 0,845 und damit auf das tiefste Niveau der vergangenen zwölf Monate. Die Erholung seither trägt bisher nicht weit.

Der Grund liegt weniger im Chart als in der Geldpolitik. Die Bank of England hält ihren Leitzins bei 3,75 Prozent, die EZB liegt mit einem Einlagensatz von 2,25 Prozent deutlich darunter. Anderthalb Prozentpunkte Zinsabstand sprechen für das Pfund. Genau das bremst EUR/GBP seit Monaten.

Diese Analyse ordnet das Währungspaar auf drei Zeitebenen ein: Tageschart, Wochenchart und Monatschart. Dazu kommen die aktuellen Kursmarken, ein Bull- und ein Bear-Szenario sowie der Ausblick auf die Jahre bis 2030. Die Chartanalyse wird laufend fortgeschrieben. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

EUR/GBP aktuell in 30 Sekunden

  • Aktueller Stand: EUR/GBP notiert bei rund 0,856 (Stand: 21.08.2026). Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 1,9 Prozent.
  • Kurzfristig liegt im Tageschart ein Abwärtstrend vor. Der Korrekturdruck wurde im 0,8450er-Bereich abgefangen, nach oben bleibt Erholungsspielraum bis 0,8650.
  • Mittelfristig zeigt auch der Wochenchart nach unten. Ein Bruch der 0,8450er-Marke öffnet den Weg Richtung 0,84.
  • Langfristig läuft das Paar in einem breiten Abwärtstrendkanal. Die Grenzen der übergeordneten Bewegung liegen bei 0,820 und 0,930, im Korrekturfall rückt 0,83 ins Blickfeld.
  • Wichtigster Treiber bleibt der Zinsabstand von 1,5 Prozentpunkten zugunsten des Pfunds: Bank of England 3,75 Prozent, EZB-Einlagensatz 2,25 Prozent.
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Was ist das Währungspaar EUR/GBP?

EUR/GBP ist das Währungspaar aus Euro und Britischem Pfund. Der Kurs gibt an, wie viele Pfund ein Euro kostet.

Steht EUR/GBP bei 0,8557, kostet ein Euro also 0,8557 Pfund. Steigt der Kurs, gewinnt der Euro gegenüber dem Pfund an Wert, fällt er, ist das Pfund die stärkere Währung. Wer die umgekehrte Notierung sucht, findet sie unter GBP/EUR: dort kostet ein Pfund derzeit rund 1,17 Euro.

Ein Pip ist die kleinste übliche Kursbewegung im Devisenhandel. Bei EUR/GBP entspricht ein Pip 0,0001 Pfund.

Das Paar zählt zu den Minors, also den Währungspaaren ohne US-Dollar. EUR/GBP bewegt sich deutlich ruhiger als die Dollar-Paare, weil Eurozone und Vereinigtes Königreich eng verflochten sind und ihre Konjunkturzyklen ähnlich verlaufen. Tagesbewegungen von 30 bis 60 Pips sind die Regel, dreistellige Ausschläge die Ausnahme. Wie das Pfund gegen den Dollar läuft, zeigt die GBP/USD Kursprognose.

EUR/GBP Kurs aktuell: die wichtigen Marken

Die folgende Tabelle fasst die Marken zusammen, auf die sich die Chartanalyse in den nächsten Abschnitten bezieht. Die gleitenden Durchschnitte sind auf Tagesbasis gerechnet und dienen als Trendfilter: notiert der Kurs darunter, hat die Verkäuferseite die Oberhand.

MarkeEinordnungKurs
Aktueller KursStand: 21.08.20260,8557
Widerstand 1oberes Ende der laufenden Erholung0,8650
Widerstand 2Ziel erst nach Ausbruch0,8900
Unterstützungszoneim Juli 2026 getestet0,8450 bis 0,8470
Unterstützung darunternächstes Kursziel im Bruchfall0,8350
GD 50 (Tage)kurzfristiger Trendfilter0,8568
GD 200 (Tage)langfristiger Trendfilter0,8665
52-Wochen-Hoch14.11.20250,8865
Jahresperformance 2026seit dem 02.01.2026−1,9 %

Auffällig ist die Stellung der Durchschnitte. Der Kurs liegt unter dem GD 50 und deutlich unter dem GD 200, beide fallen. Solange sich daran nichts ändert, bleibt jede Aufwärtsbewegung eine Korrektur im übergeordneten Abwärtstrend. Was hinter diesen Linien steckt, erklären die Beiträge zum GD 50 und zum GD 200.

Euro/Britisches Pfund Prognose kurzfristig 2026

Zuletzt aktualisiert: 21.08.2026

Rückblick: Im Tageschart sehen wir eine Serie fallender lokaler Hochpunkte, wobei im Währungspaar EUR/GBP stärkerer Druck auf die 0,8450er-Marke vorerst abgewendet wurde.

Ausblick: Die Rückkehr über den 50er-GD könnte einen Ausbruch über nahe Widerstände bis in den 0,87er-Bereich ermöglichen. Erst darüber würden Ziele im 0,89er-Bereich ins Spiel kommen. Zunächst liegt das Augenmerk jedoch auf der Erholung aus dem 0,8450er‑Bereich. Ermüdet diese vor dem 100er-GD, wäre Schwäche bis 0,8350 zu erwarten.

Kursziel: Bruch der Unterstützung bei 0,8450 könnte Ziele um 0,8350 aktivieren. Erst massive Nachfrage dürfte eine Erholungsphase fördern, aus der ein Re-Test der 0,89er-Marke folgen würde.

Chart: EUR/GBP in der kurzfristigen Prognose
EUR/GBP Prognose: Abwärtstendenz könnte überwiegen
(Chart: TradingView)

Der Franken ist der zweite Euro-Crosser mit ruhigem Charakter. Wie er sich derzeit schlägt, zeigt die Euro/Schweizer-Franken-Prognose.

Euro/Britisches Pfund Prognose mittelfristig bis 2028

Rückblick: Die Abwärtstrendstruktur des Währungspaares EUR/GBP wurde im Dezember 2024 mit einem neuen Tief bei 0,8221 bestätigt. Von dort hat sich im April 2025 ein Impuls über die vorangegangenen Swing-Hochs gebildet.

Ausblick: Die Aufwärtstendenz des vergangenen Jahres konnte der Kurs im Jahr 2026 bislang nicht halten und musste auch die Unterstützung des gleitenden 50-Wochen-Durchschnitts abgeben. Erst eine Rückkehr darüber dürfte zu einem Test der Widerstandslinie (rot gestrichelt) führen. Der Bruch unter 0,86 würgt dieses Szenario jedoch ab, sodass innerhalb einer breiten Seitwärtsphase Druck in Richtung 0,84 zu erwarten bleibt.

Kursziel: Erst ein erfolgreicher Ausbruch könnte als Kursziel den Bereich um 0,90 ansteuern. Zunächst kommt der Preis jedoch vom Widerstand im 0,88er-Bereich zurück. Nach Test der 0,84er-Zone bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten.

Chart: Euro britisches Pfund mittelfristige Kursprognose
EUR/GBP Prognose und Chartanalyse: Zunehmender Abwärtsdruck
(Chart: TradingView)

EUR/GBP Prognose und Chartanalyse: Langfristige Rückschau und Ausblick 2030

Rückblick: EUR/GBP hat sich aus Sicht des Monatscharts seit Oktober 2022 in einer Trading-Range knapp oberhalb von 0,8500 befunden. Dieser Seitwärtstrend wurde mit Bruch des 2023er Tiefs im Juni 2024 nach unten aufgelöst. Übergeordnet zeigt sich ein Abwärtstrend mit fallenden Swing-Hochs.

Ausblick: Das letzte Tief aus 2022 hat dem jüngsten Abwärtsdruck standgehalten und dem Kurs zu einem Ausbruch über den 20-Monats-Durchschnitt geholfen. Vor Erreichen der langfristigen Abwärtstrendlinie (rot gestrichelt) hat der Kurs jedoch nach unten gedreht und die Unterstützungszone bei 0,8450 getestet. Notierungen unter dem GD 20 lassen weiteren Druck in Richtung 0,84er-Marke erwarten.

Kursziel: Der Fokus liegt auf dem Widerstand an der 0,86er-Marke, darunter wäre das nächste Kursziel im Bereich um 0,83. Solange Aufwärtsimpulse direkt verkauft werden, überwiegt im langfristigen Chartbild der negative Ausblick.

Chart: Euro / britisches Pfund langfristige Kursprognose
EUR/GBP Kursprognose: Erholungstendenz im Chartbild pausiert (Chart: TradingView)
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EUR/GBP Prognose 2026 bis 2030

Eine ehrliche Vorbemerkung gehört an den Anfang. Devisenprognosen über mehrere Jahre sind keine Rechenaufgabe. Zinsentscheidungen, Konjunkturdaten und politische Ereignisse verschieben Wechselkurse in Wochen um mehr, als ein Trendkanal in Jahren hergibt. Die folgenden Zonen sind deshalb Szenarien aus der Chartstruktur, keine Punktprognosen.

EUR/GBP Prognose 2026

Für den Rest des Jahres bleibt die Spanne zwischen 0,8450 und 0,8650 der wahrscheinlichste Rahmen. Der Abwärtstrend im Wochenchart ist intakt, gleichzeitig hat die Unterstützung im Juli gehalten. Ein Jahresschluss innerhalb dieser Zone würde das Bild fortschreiben. Erst ein Wochenschluss über 0,8700 würde die Struktur brechen.

EUR/GBP Prognose 2027

Entscheidend wird sein, ob die Bank of England ihren Zinsvorsprung abbaut. Senkt die BoE schneller als die EZB, verliert das Pfund seinen wichtigsten Rückhalt. In diesem Fall käme die Zone um 0,8800 bis 0,8900 wieder in Reichweite. Bleibt der Abstand bestehen, dominiert weiter die Unterseite mit Zielen bei 0,8350 und darunter.

EUR/GBP Prognose 2028

Auf Sicht von zwei Jahren gibt der Monatschart den Rahmen vor. Die breite Bewegung läuft zwischen 0,820 und 0,930, und in dieser Spanne hat sich der Kurs seit 2021 aufgehalten. Ein Test der Unterkante bei 0,820 wäre keine Sensation, sondern der bisherigen Struktur entsprechend. Nach oben braucht es einen Bruch der langfristigen Abwärtstrendlinie.

EUR/GBP Prognose bis 2030

Langfristig zählt weniger der Chart als die Frage, wie sich die beiden Wirtschaftsräume auseinanderentwickeln. Solange das Vereinigte Königreich höhere Inflation und höhere Zinsen trägt als die Eurozone, bleibt das Pfund gestützt. Kippt dieses Verhältnis, öffnet sich der Weg zurück in Richtung 0,90. Beide Szenarien liegen innerhalb der Spanne, die das Paar in den vergangenen zehn Jahren abgedeckt hat.

Bull- und Bear-Szenario für EUR/GBP

Für die kommenden Wochen stehen sich zwei klare Szenarien gegenüber. Beide hängen an derselben Zone: dem Bereich zwischen 0,8450 und 0,8470, der im Juli gehalten hat.

Bull-Szenario: Erholung bis 0,8650

Hält die Unterstützung und gelingt die Rückkehr über den GD 50 bei 0,8568, öffnet sich der Weg an das obere Ende der laufenden Erholung. Erstes Ziel ist die 0,8650er-Marke, darüber kommt der Bereich um 0,87 ins Spiel. Für mehr braucht es einen Auslöser von der Zinsseite, etwa eine überraschend frühe Zinssenkung der Bank of England. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist gering, solange die britische Inflation über dem Ziel liegt.

Bear-Szenario: Bruch unter 0,8450

Fällt der Kurs unter 0,8450, ist die Zone verbrannt, die den Abwärtstrend zuletzt gestoppt hat. Das nächste Ziel liegt dann bei 0,8350, darunter wird der Bereich um 0,83 relevant. Dieses Szenario passt zur Stellung der gleitenden Durchschnitte und ist die Fortsetzung dessen, was seit Jahresbeginn läuft. Es braucht keinen neuen Auslöser, nur das Ausbleiben von Nachfrage.

Was beide Szenarien nicht leisten: Sie sagen nichts über das Timing. Eine Seitwärtsphase über mehrere Wochen innerhalb der Spanne ist bei EUR/GBP der Normalfall und für kurzfristig orientierte Trader die unangenehmste Variante.

Welche Faktoren den EUR/GBP-Kurs bewegen

Der Zinsabstand zwischen zwei Notenbanken beschreibt die Differenz ihrer Leitzinsen. Er lenkt Kapital in die höher verzinste Währung und bewegt damit den Wechselkurs.

Geldpolitik von EZB und Bank of England

Das ist der wichtigste Hebel. Die Bank of England hält den Leitzins seit Dezember 2025 bei 3,75 Prozent, zuletzt bestätigt am 30. Juli 2026 mit sechs zu drei Stimmen. Die EZB liegt mit einem Einlagensatz von 2,25 Prozent seit Juni 2026 klar darunter. 1,5 Prozentpunkte Differenz machen Pfund-Anlagen attraktiver und drücken EUR/GBP. Die Termine der EZB stehen im Überblick zum EZB-Zinsentscheid.

Inflation auf beiden Seiten

Inflation entscheidet darüber, wie lange die Notenbanken ihre Zinsen halten. Die britische Verbraucherpreisinflation lag im Juli 2026 bei 2,9 Prozent und damit über dem Ziel der Bank of England von zwei Prozent (Quelle: Office for National Statistics). Solange dieser Abstand besteht, hat die BoE wenig Spielraum für Senkungen. Genau das stützt das Pfund.

Konjunktur und Handelsverflechtung

Eurozone und Vereinigtes Königreich sind wirtschaftlich eng verbunden. Diese Nähe dämpft die Ausschläge, weil sich Konjunkturschocks meist auf beiden Seiten gleichzeitig auswirken. Auffällig wird EUR/GBP erst dann, wenn sich die Wachstumspfade trennen, etwa bei unterschiedlich starken Einbrüchen im verarbeitenden Gewerbe oder im Dienstleistungssektor.

Politische Termine

Haushaltsentscheidungen in London bewegen das Pfund verlässlich. Der Herbsthaushalt ist der Termin mit dem größten Einzelrisiko im britischen Kalender. Wie schnell das gehen kann, zeigte der September 2022: nach dem angekündigten Nachtragshaushalt sprang EUR/GBP binnen weniger Tage von rund 0,87 auf knapp 0,90.

Pfund/Euro Entwicklung: der Blick über zehn Jahre

Wer die aktuelle Lage einordnen will, braucht den langen Chart. Über die vergangenen zehn Jahre bewegte sich EUR/GBP auf Schlusskursbasis zwischen 0,8229 und 0,9425. Der Tiefpunkt fiel auf den 7. März 2022, der Höchststand auf den 19. März 2020, den Höhepunkt der Corona-Panik an den Märkten.

Drei Phasen prägen den Verlauf. Nach dem Brexit-Votum 2016 wertete das Pfund kräftig ab und EUR/GBP kletterte bis über 0,90. Zwischen 2021 und 2024 drehte das Bild: das Pfund holte auf, der Kurs fiel bis auf 0,8230 im Dezember 2024. Seit 2025 pendelt das Paar in einer engeren Spanne, mit einem Zwischenhoch bei 0,8842 im November 2025.

Für Trader ist die Lehre aus zehn Jahren einfach: EUR/GBP läuft in langen, flachen Wellen. Wer hier Ausbrüche handelt, wartet oft Monate. Wer die Zonenränder handelt, bekommt mehr Gelegenheiten. Wie sich der Euro gegen den Dollar schlägt, zeigt die Euro Dollar Kurs Prognose.

Technische Analyse von EUR/GBP

Eine laufend aktualisierte Übersicht über die technische Situation des Euro/Britischen Pfund Währungspaares findet sich hier auf TradingView.

Die technische Zusammenfassung zu EUR/GBP, die du dort findest, basiert auf den beliebtesten technischen Indikatoren, wie gleitende Durchschnitte, Oszillatoren und Pivots. Für die langfristigen Aussichten wählst du “1 Monat” aus.

Das Rating ersetzt keine eigene Chartanalyse. Es fasst zusammen, was die gängigen Indikatoren gerade melden, und eignet sich als schneller Gegencheck zur eigenen Einschätzung. Widersprechen sich Rating und Chartbild, ist das ein Grund zum Hinsehen, kein Signal.

Hinweis: TradingView empfiehlt niemandem den Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments allein auf der Grundlage der Empfehlungen des Indikators “Technische Ratings”. Die Empfehlungen zeigen lediglich die Erfüllung bestimmter Bedingungen einer Reihe von individuellen Indikatoren an, die dem User helfen können, potenziell günstige Bedingungen für eine Transaktion zu erkennen, wenn dies mit seiner Strategie übereinstimmt.

Warum EUR/GBP als ruhiges Währungspaar gilt

Die Eurozone und das Vereinigte Königreich sind wirtschaftlich eng verflochten. Deshalb schwankt EUR/GBP weniger als die meisten anderen Paare mit Euro oder Pfund. Empfindlich wird der Kurs vor allem dann, wenn sich die Geldpolitik von Bank of England und EZB auseinanderbewegt.

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Deutlich stärker schwankt das Euro-Cross zur türkischen Währung. Den Verlauf und die aktuellen Kursziele ordnet die EUR/TRY-Kursprognose ein.

EUR/GBP Realtime Chart

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Wie diese EUR/GBP Prognose entsteht

Die Analyse arbeitet rein charttechnisch, über drei Zeitebenen. Der Tageschart liefert das kurzfristige Bild, der Wochenchart den mittelfristigen Trend, der Monatschart die übergeordnete Struktur. Erst wenn alle drei in dieselbe Richtung zeigen, gilt ein Trend als bestätigt.

Als Werkzeuge kommen gleitende Durchschnitte, horizontale Unterstützungen und Widerstände sowie Trendlinien zum Einsatz. Kursziele werden aus dem Chart abgeleitet, nicht aus einem gewünschten Chance-Risiko-Verhältnis zurückgerechnet. Fundamentale Daten wie Leitzinsen und Inflation dienen der Einordnung, nicht der Zielberechnung.

Die Grenzen der Methode gehören dazu. Chartanalyse beschreibt Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten. Notenbank-Entscheidungen und politische Schocks setzen technische Marken regelmäßig außer Kraft. Wer die Analyse handelt, braucht deshalb einen Stop-Loss, der vor dem Einstieg feststeht. Grundlagen dazu stehen im Beitrag zum Forex Trading.

Fazit: EUR/GBP Prognose

Das Chartbild bleibt auf allen drei Zeitebenen abwärts gerichtet. Der Kurs notiert unter dem GD 50 und deutlich unter dem GD 200, beide Linien fallen. Die Erholung aus der 0,8450er-Zone ist bisher eine Korrektur, keine Trendwende.

Entscheidend ist die Unterstützungszone bei 0,8450. Hält sie, bleibt Raum bis 0,8650. Fällt sie, rücken 0,8350 und darunter 0,83 ins Blickfeld. Das zweite Szenario passt besser zur Struktur, das erste braucht einen Auslöser von der Zinsseite.

Für die Praxis heißt das: EUR/GBP ist derzeit kein Ausbruchsmarkt. Die Bewegungen sind klein, die Zonen breit, und der Zinsabstand von 1,5 Prozentpunkten wirkt wie ein Deckel. Wer hier handelt, arbeitet an den Rändern der Spanne und mit engem Risiko. Wer große Bewegungen sucht, findet sie eher in den Dollar-Paaren.

Deutlich mehr Bewegung bietet die Yen-Seite. Wie sich der Dollar dort schlägt, zeigt die Prognose zum Währungspaar USD/JPY.

Häufige Fragen zur EUR/GBP Prognose

Wie entwickelt sich das Britische Pfund zum Euro?

Das Pfund ist 2026 die stärkere der beiden Währungen. EUR/GBP hat seit Jahresbeginn rund 1,9 Prozent verloren und notiert bei etwa 0,856 (Stand: 21.08.2026). Der Hauptgrund ist der Zinsvorsprung der Bank of England von 1,5 Prozentpunkten gegenüber der EZB.

Wie ist die EUR/GBP Prognose für 2026?

Für den Rest des Jahres bleibt die Spanne zwischen 0,8450 und 0,8650 der wahrscheinlichste Rahmen. Der Abwärtstrend im Wochenchart ist intakt, gleichzeitig hat die Unterstützung im Juli gehalten. Ein Wochenschluss über 0,8700 würde das Bild verändern.

Was beeinflusst den EUR/GBP-Kurs am stärksten?

Der Zinsabstand zwischen EZB und Bank of England ist der wichtigste Faktor. Die BoE hält 3,75 Prozent, die EZB liegt beim Einlagensatz bei 2,25 Prozent. Dazu kommen Inflationsdaten, Konjunkturzahlen und britische Haushaltstermine.

Ist EUR/GBP ein volatiles Währungspaar?

Nein, EUR/GBP gilt als eines der ruhigsten Paare im Devisenhandel. Tagesbewegungen von 30 bis 60 Pips sind die Regel. Bei politischen Schocks kann sich das schlagartig ändern, wie im September 2022 nach dem britischen Nachtragshaushalt.

Wie kann man EUR/GBP handeln?

EUR/GBP lässt sich über Forex-Broker oder über CFDs (Differenzkontrakte) handeln. Long- und Short-Positionen sind beide möglich. Wegen der geringen Schwankungsbreite arbeiten viele Trader hier mit größeren Positionen, was das Risiko erhöht.

Wie genau sind EUR/GBP-Prognosen?

Kursprognosen beschreiben Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten. Charttechnische Zonen halten oft über Monate, werden aber von Notenbank-Entscheidungen regelmäßig außer Kraft gesetzt. Je weiter der Zeithorizont, desto größer die Unsicherheit.

Wo findet man den aktuellen EUR/GBP-Kurs?

Der Realtime-Chart weiter oben auf dieser Seite zeigt den aktuellen Kurs samt Verlauf. Die Chartanalyse wird laufend fortgeschrieben, das Datum der letzten Aktualisierung steht im Abschnitt zur kurzfristigen Prognose.

Über den Autor: Christian Möhrer

Christian Möhrer ist technischer Analyst bei Kagels Trading. Er verantwortet die laufenden Kursprognosen zu Indizes, Rohstoffen und Währungspaaren und schreibt die Chartanalysen dieser Seite fort.

Christian handelt seit 2014 Optionen und arbeitet als Signalgeber. Aus dieser Praxis stammt sein Zugang zum Chart: nüchtern, an Marken orientiert und ohne Prognose-Rhetorik. Neben den täglichen Analysen betreut er einen Videokurs zum Optionshandel.

Für die EUR/GBP-Analyse bringt er mit, was das Paar verlangt: Geduld für ruhige Märkte und ein Auge für Zonen statt für Punkte. Sein Ansatz kombiniert klassische Unterstützungs- und Widerstandsanalyse mit gleitenden Durchschnitten über mehrere Zeitebenen. Mehr von ihm steht auf seiner Autorenseite.

Dieser Artikel wurde von Karsten Kagels final geprüft.

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