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Währungshandel – was Sie wissen müssen

Der Währungshandel bietet hervorragende Gelegenheiten für private und institutionelle Trader und Anleger.

Der Grund dafür ist, dass es im Währungshandel eine Vielzahl von handelbaren Währungspaaren gibt, die in der Regel immer genügend Volatilität (Kursschwankungen) aufweisen.

Dazu verfügen die Währungen über ausreichend Liquidität und die Transaktionskosten sind niedrig.

In diesem Artikel beschreibe ich einige wichtige Grundlagen für den Währungshandel.

Währungshandel – Forex oder Futures?

Für Trader und aktive Anleger stellt sich grundsätzlich die Frage, welche Instrumente im Währungshandel genutzt werden sollen. Es bieten sich an:

  • Devisen-Futures
  • Forexhandel
  • Devisenoptionen
  • CFDs auf Währungen
  • Zertifikate auf Währungen
  • Optionsscheine auf Währungen

Ich bin kein Freund von derivativen Finanzprodukten, die nicht an einer reglementierten Börse gehandelt werden.

Deshalb kommen für mich eigentlich nur Devisen-Futures (Devisen-Terminkontrakte) und Devisenoptionen in Frage.

Beide Instrumente werden an reglementierten Börsenplätzen in den USA gehandelt.

Devisenhandel ohne reglementierende Börse

Zertifikate, Optionsscheine und CFDs auf Währungen haben den großen Nachteil, dass die Preisstellung nicht über einen zentralen Börsenplatz erfolgt.

Vielmehr ist es der gewählte Forex-Broker bzw. die Bank, die in der Regel die andere Seite der Trades einnehmen.

Im Grunde handelt man also gegen den Broker oder die Bank, wodurch die Preisstellung nicht transparent ist.

Dazu kommen relativ hohe Transaktionskosten in Form von höheren Spreads.

In sehr schnellen Märkten besteht sogar die Gefahr, dass vom Broker oder der Bank überhaupt kein Markt gemacht wird und man seine Positionen nicht oder nur sehr langsam schließen kann.

Einen Forex-Börsenplatz gibt es nicht

Auch der Währungshandel an der sogenannten Forex (Foreign Exchange) findet nicht an einer reglementierten Börse statt.

Es gibt keine Forex-Börse. Der Handel ist dezentralisiert.

Der Trader oder Anleger handelt auch hier in der Regel gegen seinen Forex-Broker.

Es gibt somit die gleichen Nachteile wie beim Handel mit CFDs, Zertifikaten und Optionsscheinen.

Bei welchem Broker kann man Währungsgeschäfte machen?

Der Währungshandel (Forex-Handel) über den Interbankenhandel von Interactive Brokers ist eine Möglichkeit.

Aber auch hier hat man als Trader oder Anleger am Ende keine Möglichkeit, durch ein neutrales Schiedsgericht seine Interessen wahrnehmen zu lassen, sollte es einmal mit Auftragsausführungen Probleme geben.

Eine andere Frage ist die Sicherheit des hinterlegten Trading-Kapitals, sollte der von Ihnen gewählte Forex-Broker in Konkurs gehen.

Devisen-Futures sind eine professionelle Alternative

Somit bleiben eigentlich nur noch die an der CME (Chicago Mercantile Exchange) gehandelten Futureskontrakte auf die wichtigsten Währungspaare, die auch akzeptable Umsätze aufweisen:

  • EUR/USD
  • GBP/USD
  • JPY/USD
  • CHF/USD
  • CAD/USD
  • AUD/USD
  • NZD/USD
  • MXN/USD

Abschließende Bemerkungen zu Währungen

Der Währungshandel auf dem Wege des Interbankenhandels ist vertretbar, denn es gibt einige Vorteile (ca. 50 handelbare Währungspaare, frei bestimmbare Positionsgröße).

Die Transaktionskosten und der Spread sind gering.

Die Liquidität ist für den privaten Trader auf jeden Fall immer ausreichend.

Wer größere Positionen handelt und sich nicht einem Forex-Broker ausliefern möchte, der sollte den Währungshandel über die Devisen-Futures abwickeln.

Die Nachteile sind: Nur acht handelbare Devisenterminkontrakte, keine stufenlose Anpassung der Positionsgröße möglich.

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