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TradersTalk im Test: was der Frankfurter Nachrichtendienst kostet und wer dahintersteht

Zuletzt aktualisiert: 09. September 2026

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15 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

Investment Akademie: Live-Online-Seminar zum Vermögensaufbau am 20. September 2026
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TradersTalk verkauft keine Signale, sondern Zeit. Der Dienst kommentiert den Handelstag live mit, von 8 bis 17 Uhr, damit du Nachrichten nicht selbst zusammensuchen musst. Diese Form der Begleitung heißt im Englischen Squawk Box. Sie ist im deutschsprachigen Raum selten, und genau darauf beruht das Angebot.

Unsere frühere Fassung dieses Berichts war an mehreren Stellen überholt, und zwar an den wichtigsten. Sie nannte einen falschen Betreiber, veraltete Preise und ein Team, das so nicht mehr arbeitet. Ich habe deshalb am 8. September 2026 Impressum, Shop, Anmeldestrecke und Startseite neu geprüft und den Text vollständig überarbeitet. Was dabei herauskam, steht unten mit Quelle und Datum. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

TradersTalk: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Was es ist: ein kostenpflichtiger Finanznachrichtendienst, der den Börsentag von 8 bis 17 Uhr live kommentiert.
  • Wer dahintersteht: die TradersTalk- Die Trading Community UG (haftungsbeschränkt) in Frankfurt am Main, nicht mehr eine zypriotische Gesellschaft.
  • Was es kostet: der Einstieg läuft über eine Neukundenaktion für 58,31 € brutto im ersten Monat. Der reguläre Folgepreis wird öffentlich nicht genannt.
  • Testphase: drei Tage kostenlos, nicht mehr 14 Tage wie früher.
  • Was noch angeboten wird: ein Videokurs für 5.355 € brutto und ein Einzelcoaching für 1.785 € brutto.
  • Schwachstelle: die Website ist in Teilen auf dem Stand von 2024, das Impressum liegt auf einem Testpfad.
  • Für wen: für aktive Daytrader in DAX- und Bund-Future, nicht für Anfänger und nicht für langfristige Anleger.

Was ist TradersTalk?

TradersTalk ist ein deutschsprachiger, kostenpflichtiger Finanznachrichtendienst, der den Börsentag in Bild und Ton live begleitet und dabei Nachrichten, Konjunkturdaten und Marktbewegungen laufend einordnet.

Das Vorbild dieser Dienstleistung kommt aus dem angelsächsischen Handelsraum. Dort sitzt in großen Häusern jemand am Mikrofon und ruft durch, was gerade passiert. Diese Rolle heißt Squawk Box, nach der Gegensprechanlage auf dem Parkett. TradersTalk überträgt das Prinzip auf ein Webinar, an dem Abonnenten den ganzen Tag teilnehmen können.

Der praktische Nutzen liegt in der Vorauswahl. Nicht jede Meldung bewegt einen Kurs. Der Dienst filtert deshalb nach Marktrelevanz und sagt dazu, warum eine Zahl gerade wichtig ist. Wer selbst Wirtschaftstermine verfolgt, kennt den Aufwand: Die Daten sind öffentlich, die Einordnung ist es nicht.

Der Schwerpunkt liegt auf den deutschen Terminmärkten. Kommentiert werden vor allem der DAX-Future und der Bund-Future, dazu kommen weitere Indizes, Rohstoffe und Währungspaare. Damit richtet sich das Angebot an kurzfristig handelnde Trader, nicht an Anleger mit Haltedauern von Monaten.

Wer betreibt TradersTalk?

Hier lag der größte Fehler unserer alten Fassung. Sie schrieb, der Dienst werde von der Minotaurus Capital Management (Cyprus) Limited betrieben, also von einer Gesellschaft auf Zypern. Das Impressum nennt heute einen anderen Betreiber, und der sitzt in Deutschland.

Verantwortlich ist die TradersTalk- Die Trading Community UG (haftungsbeschränkt). Sie hat ihren Sitz in der Schillerstraße 20 in 60313 Frankfurt am Main, ist beim Amtsgericht Frankfurt unter HRB 126793 im Handelsregister eingetragen und wird von Evangelos Gialouris vertreten. Angegeben sind außerdem eine Frankfurter Festnetznummer und die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer DE353495352.

Für dich als Kunde ist dieser Wechsel eine Verbesserung. Eine deutsche UG ist im hiesigen Handelsregister nachschlagbar, der Geschäftsführer ist namentlich benannt, und im Streitfall gilt deutsches Recht mit einem deutschen Gerichtsstand. Bei einer Gesellschaft auf Zypern ist beides deutlich mühsamer.

Die Rechtsform selbst gehört trotzdem erwähnt. Eine Unternehmergesellschaft ist eine haftungsbeschränkte Gesellschaft, die bereits mit einem Euro Stammkapital gegründet werden kann. Sie sagt nichts über die Qualität des Angebots, aber sie sagt etwas über die Haftungsmasse, falls einmal etwas schiefgeht.

Die Verbindung nach Zypern ist damit nicht verschwunden. Minotaurus Capital bewirbt TradersTalk bis heute auf der eigenen Website, dort noch mit einer Hörprobe aus dem November 2016. Und im Bewertungsprofil bei Trustpilot ist als Kontaktadresse eine Minotaurus-Mailadresse hinterlegt. Beide Unternehmen arbeiten also weiterhin zusammen. Vertragspartner ist aber die deutsche Gesellschaft.

Wer bei TradersTalk vor dem Mikrofon sitzt

Auch beim Team war unsere alte Fassung überholt. Sie nannte fünf Namen, angeführt von einem Moderator, der durch das tägliche Programm führt. Auf der heutigen Website steht davon noch ein einziger Name.

Namentlich vorgestellt werden aktuell zwei Personen. Alexander Maier wird als Kommentator und Trader geführt, Evangelos Gialouris als CEO und Trader. Im Text zum Programm taucht zusätzlich ein Floor-Trader namens Falk auf, der in einem Video durch das Angebot führt. Die übrigen früher genannten Namen führt die Seite nicht mehr.

Zur Erfahrung nennt der Anbieter eine Spanne, keine Lebensläufe. Die Formulierung lautet, es handle sich um Trader aus der Industrie mit jeweils mehr als 15 Jahren Markterfahrung. Frühere Arbeitgeber, Ausbildungen oder nachprüfbare Handelsergebnisse stehen dort nicht. Das ist in dieser Branche üblich, bleibt aber eine Eigenangabe, die sich von außen nicht belegen lässt.

Ein Wechsel im Team ist für sich genommen kein Mangel. Er ist aber der Grund, warum ältere Erfahrungsberichte über diesen Dienst mit Vorsicht zu lesen sind. Wer eine Bewertung von 2021 liest, bewertet andere Menschen als die, die heute kommentieren.

Was TradersTalk LIVE täglich liefert

Der Kern des Angebots ist ein durchlaufendes Webinar. Es beginnt um 8:00 Uhr und endet um 17:00 Uhr. Unsere alte Fassung nannte 8:30 Uhr als Start und einen Ablauf, den es so nicht mehr gibt. Der heutige Sendeplan ist klarer in Blöcke geteilt und folgt den beiden Handelseröffnungen in Europa und den USA.

UhrzeitProgrammpunkt
08:00 bis 08:10Newsflash
08:10 bis 08:35Marktbesprechung Europa
09:00Live-Kommentierung zur Eröffnung in Europa
10:00 bis 10:15Update zu Zonen und Preisbereichen
12:00 bis 12:20Rückblick auf die Europa-Sitzung
15:15 bis 15:30Marktbesprechung USA
15:30Live-Kommentierung zur Eröffnung in den USA
16:30 bis 16:45Abschluss-Update zu Zonen und Preisbereichen

Der folgende Screenshot zeigt diesen Sendeplan so, wie der Anbieter ihn ausweist. Die Abbildung stammt von der Startseite und belegt die acht Programmpunkte samt Uhrzeiten, die in der Tabelle darüber zusammengefasst sind.

TradersTalk Sendeplan: Programmpunkte von 8:00 bis 16:45 Uhr
Der Sendeplan von TradersTalk LIVE, abgerufen am 8. September 2026 auf traderstalk.de.

Die Marktabdeckung ist deutlich breiter geworden. Neben FDAX, EuroStoxx und Bund-Future nennt der Anbieter heute Nasdaq, S&P 500, Dow Jones, Gold, Öl, Bitcoin und EUR/USD. Unsere alte Fassung kannte nur die ersten vier. Wer sich für den S&P 500 oder den Dow Jones interessiert, findet das inzwischen im Programm.

Neben dem Ton gibt es Material zum Mitarbeiten. Abonnenten bekommen die tägliche Marktvorbereitung als PDF und Workspace, dazu Levels aus dem Open Interest im DAX sowie sogenannte 0DTE-Levels für Nasdaq und S&P 500. Damit sind Optionen gemeint, die noch am selben Tag verfallen und deren Ausübungspreise kurzfristig als Anziehungspunkte wirken können.

Vor Handelsbeginn kommt eine Morgenmail. Sie fasst die wichtigsten Nachrichten und Termine zusammen und erscheint um 8 Uhr. Das ist der Teil des Angebots, der auch für Trader nutzbar ist, die nicht den ganzen Tag zuhören können.

Eine Angabe aus unserer alten Fassung ist ersatzlos entfallen. Dort stand, die interne Kommunikation laufe über Skype. Microsoft hat Skype am 5. Mai 2025 abgeschaltet. Der Austausch läuft heute über einen Community-Chat und eine eigene Lernplattform.

FinMent Börsenwebinar

Was kostet TradersTalk?

Diese Frage lässt sich nur zur Hälfte beantworten, und das ist der wichtigste Befund dieses Berichts. Der Anbieter nennt für seinen Nachrichtendienst einen Aktionspreis für den ersten Monat. Was das Abo danach regulär kostet, steht weder auf der Website noch im Shop noch in der Anmeldestrecke.

Die frühere Staffelung gibt es nicht mehr. Unsere alte Fassung nannte eine Basic-Mitgliedschaft und eine Premium-Mitgliedschaft mit unterschiedlichem Umfang. Diese Zweiteilung führt der Anbieter heute nicht mehr. Verkauft wird ein einziges Paket namens TradersTalk LIVE.

Ein Hinweis zum Lesen der Beträge. Der Shop weist Nettopreise aus. Das lässt sich am Produkttext nachrechnen: Für ein Angebot nennt der Anbieter selbst 80 Euro brutto im Monat, im Shop steht es mit 67,23 Euro. Das ist exakt derselbe Betrag ohne die 19 Prozent Umsatzsteuer. In der Tabelle stehen deshalb beide Werte.

AngebotNettoBrutto
TradersTalk LIVE, erster Monat49,00 €58,31 €
TradersTalk LIVE, danachnicht genanntnicht genannt
Bell of Wallstreet, monatlich67,23 €80,00 €
Private Coaching1.500,00 €1.785,00 €
Masterclass, Videokurs4.500,00 €5.355,00 €

Der Aktionspreis ist ausdrücklich befristet. Der Anbieter schreibt dazu, er gelte nur für Neukunden und nur für den ersten Monat. Wer sich anmeldet, weiß damit, was der Einstieg kostet, aber nicht, was ihn ab dem zweiten Monat erwartet. Nach dem Preis muss man fragen.

Der Vergleich mit unserer alten Fassung zeigt die Größenordnung. Dort standen 69 Euro für Basic und 99 Euro für Premium im Monat, dazu zwei Freimonate beim Jahresabo. Ob der heutige Regelpreis in dieser Gegend liegt, lässt sich nicht belegen. Ich nenne die alten Zahlen deshalb nur als Anhaltspunkt und nicht als aktuellen Preis.

Die Testphase ist deutlich kürzer geworden. Unsere alte Fassung sprach von 14 Tagen. Das Anmeldeformular heißt heute wörtlich „3-tägige Testversion“. Für einen Dienst, der vom Tagesgeschäft lebt, sind drei Handelstage eine knappe Grundlage für eine Kaufentscheidung.

Masterclass, Coaching und Workshops

Der Nachrichtendienst ist nur das Einstiegsprodukt. Über einen eigenen Shop verkauft der Anbieter drei weitere Angebote, und die bewegen sich in einer anderen Preisklasse. Wer den Dienst abonniert, bekommt sie früher oder später angeboten.

Die Masterclass ist ein Videokurs. Sie ist mit Abstand das teuerste Angebot und besteht laut Beschreibung aus vier Bausteinen, von der Marktanalyse über den Einstieg bis zum Ausstieg. Der Anbieter bezeichnet sie als sein Aushängeschild und richtet sie ausdrücklich an alle Erfahrungsstufen.

Das Private Coaching ist eine Einzelbetreuung. Es umfasst zwei Sitzungen pro Woche zu je 60 Minuten mit einem Senior-Händler, dazu ein individueller Handelsplan und regelmäßiges Feedback. Über welchen Zeitraum sich die Sitzungen erstrecken, steht in der Produktbeschreibung nicht.

Daneben läuft ein zweiter Nachrichtendienst. Er heißt Bell of Wallstreet und ist als tägliche Marktnotiz angelegt, mit Schwerpunkt auf Aktien, Futures und Optionen. Im ersten Monat gibt der Anbieter 50 Prozent Rabatt. Die Beträge aller drei Angebote stehen in der Kostentabelle weiter oben.

Bei den Präsenzterminen wird die Website unzuverlässig. Die Startseite kündigt an, es finde jeden Monat ein Workshop auf dem Tradingfloor in Frankfurt statt. Der einzige dort sichtbare Termin ist der 14. Dezember 2024. Der hinterlegte Buchungslink führt in den Shop zu einem Workshop vom September 2025. Wer teilnehmen will, fragt besser direkt nach, statt sich auf die Seite zu verlassen.

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Wie seriös ist TradersTalk?

Für die Grundfrage gibt es eine klare Antwort. Der Anbieter ist greifbar: Handelsregistereintrag, ladungsfähige Anschrift, benannter Geschäftsführer, Telefonnummer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer stehen im Impressum. Das ist mehr, als viele Anbieter in diesem Umfeld bieten.

Eine Finanzaufsicht steht dahinter aber nicht. Das Impressum nennt keine Aufsichtsbehörde und kein Berufsrecht. Das ist folgerichtig, denn ein Nachrichtendienst verwaltet kein Geld und führt keine Konten. Es heißt jedoch auch: Niemand prüft die Qualität der Kommentare, und im Streitfall gibt es keine Beschwerdestelle wie bei einem Broker.

An einer Verbraucherschlichtung nimmt das Unternehmen nicht teil. Das steht so im Impressum und ist zulässig, weil dazu keine Pflicht besteht. Für dich bedeutet es, dass bei einer Meinungsverschiedenheit der ordentliche Rechtsweg bleibt.

Bei der Sorgfalt der Website gibt es Abzüge, und zwar sichtbare. Das Impressum ist nur unter der Adresse /impressum-test erreichbar und trägt die Überschrift „Impressum Test“. Der reguläre Pfad /impressum läuft ins Leere und liefert einen Fehler 404. Im Fußbereich steht ein Copyright-Vermerk von 2024. Bei einer Pflichtangabe ist das kein Detail.

Unabhängige Bewertungen gibt es praktisch nicht. Das Trustpilot-Profil ist seit Mai 2022 vom Unternehmen beansprucht und enthält bis heute null Bewertungen. Das Google-Unternehmensprofil zeigt 5,0 Sterne aus zwei Bewertungen. Zwei Stimmen sind keine Bewertungsgrundlage, weder im Guten noch im Schlechten.

Die Kundenstimmen auf unserer eigenen alten Seite waren ebenfalls kein Beleg. Dort standen drei begeisterte Zitate unter der Überschrift, das sagten andere Trader. Sie stammten vom Anbieter selbst, ohne dass wir das kenntlich gemacht hätten. Sie sind in dieser Fassung entfallen.

TradersTalk auf YouTube und in der Community

Wer sich vor dem Kauf einen Eindruck verschaffen will, findet wenig Material. Der YouTube-Kanal hat 1.350 Abonnenten, enthält aber nur sieben Videos und kommt seit seinem Start im November 2019 auf insgesamt 759 Aufrufe. Das sind rund hundert Aufrufe je Video.

Auf Instagram ist es ähnlich. Das Profil zählt rund 600 Follower und zeigt keinen einzigen Beitrag. Beides ist kein Urteil über die Qualität des Dienstes, denn das eigentliche Angebot läuft hinter der Bezahlschranke. Es heißt nur: Du kannst dir vorab kaum ein Bild machen.

Die Community ist der zugänglichere Teil. Der Anbieter gibt sie mit über 420 Mitgliedern an und bietet einen kostenlosen Zugang zum Chat. Dazu kommt ein monatliches Treffen in Frankfurt am Main. Für Trader aus dem Rhein-Main-Gebiet ist das ein realer Zusatznutzen, für alle anderen weniger.

Der kostenlose Community-Zugang ist der ehrlichste Weg zum Ausprobieren. Er kostet nichts und verlangt keine Zahlungsdaten. Wer den Dienst erwägt, sollte damit beginnen und erst danach über die dreitägige Testphase des Bezahlangebots nachdenken.

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Vorteile und Nachteile von TradersTalk

Die folgende Gegenüberstellung beruht auf der Prüfung vom 8. September 2026. Sie bewertet den Dienst als Nachrichtenangebot, nicht als Anlageberatung, und stützt sich ausschließlich auf öffentlich zugängliche Angaben.

Vorteile von TradersTalk

  • Seltenes Format: eine deutschsprachige Squawk Box mit ganztägiger Begleitung hat im DACH-Raum kaum Wettbewerb.
  • Klarer Betreiber: deutsche Gesellschaft mit Handelsregistereintrag, Anschrift, Telefonnummer und benanntem Geschäftsführer.
  • Fester Sendeplan: acht getaktete Programmpunkte von 8 bis 17 Uhr statt loser Meldungen.
  • Breite Marktabdeckung: von FDAX und Bund-Future bis Nasdaq, Gold, Öl und Bitcoin.
  • Material zum Mitarbeiten: tägliche Vorbereitung als PDF und Workspace samt Morgenmail um 8 Uhr.
  • Kostenloser Einstieg: der Community-Zugang ist gratis und verlangt keine Zahlungsdaten.

Nachteile von TradersTalk

  • Preis nicht transparent: der reguläre Monatsbeitrag nach dem Aktionsmonat wird nirgends öffentlich genannt.
  • Kurze Testphase: drei Tage statt der früheren 14 sind für ein Tagesgeschäft eine schmale Grundlage.
  • Veraltete Website: sichtbarer Workshop-Termin vom Dezember 2024 und ein Copyright-Vermerk von 2024.
  • Impressum auf Testpfad: die Pflichtangabe liegt unter /impressum-test, der reguläre Pfad liefert einen Fehler 404.
  • Kaum Bewertungen: null Trustpilot-Bewertungen seit 2022 und zwei bei Google.
  • Wenig Vorab-Einblick: sieben YouTube-Videos mit zusammen 759 Aufrufen, kein einziger Instagram-Beitrag.
  • Keine Finanzaufsicht: keine Aufsichtsbehörde, keine Teilnahme an einer Verbraucherschlichtung.

Fazit: für wen sich TradersTalk lohnt

TradersTalk ist ein Werkzeug für einen sehr bestimmten Arbeitsplatz. Es lohnt sich, wenn du tagsüber aktiv handelst, dich im DAX- oder Bund-Future bewegst und dir das eigene Nachrichten-Screening sparen willst. Für alle, die abends nach der Arbeit ein paar Positionen prüfen, ist der Dienst zu groß dimensioniert.

Als Ausbildung taugt er nicht, und das ist keine Kritik. Ein Nachrichtendienst setzt voraus, dass du eine eigene Strategie hast, in die du die Informationen einordnest. Wer noch keine hat, kauft sich hier vor allem zusätzliche Reize. Der Einstieg gehört dann eher in Richtung Grundlagen des kurzfristigen Handels.

Zwei Punkte solltest du vor dem Abschluss klären. Frage nach dem regulären Preis ab dem zweiten Monat und nach der Kündigungsfrist. Beides steht nirgends öffentlich, und beides entscheidet darüber, was der Dienst tatsächlich kostet.

Eine Kaufempfehlung spreche ich nicht mehr aus. Unsere frühere Fassung tat das ausdrücklich. Sie stützte sich dabei auf Angaben, die inzwischen falsch waren, und auf Kundenstimmen, die vom Anbieter stammten. Ein Dienst, dessen Folgepreis nicht öffentlich ist und der drei Tage Probezeit gewährt, verdient eine nüchterne Beschreibung statt einer Empfehlung. Die Entscheidung triffst du besser selbst, nachdem du nachgefragt hast.

Häufige Fragen zu TradersTalk

Wem gehört TradersTalk heute?

Betreiber ist die TradersTalk- Die Trading Community UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in der Schillerstraße 20 in 60313 Frankfurt am Main, eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt unter HRB 126793 und vertreten durch Evangelos Gialouris. Die früher genannte zypriotische Minotaurus Capital Management ist nicht mehr der Vertragspartner, bewirbt den Dienst aber weiterhin auf ihrer eigenen Website.

Wie viel kostet ein Abo im Monat?

Der Einstieg läuft über eine Neukundenaktion für 49,00 Euro netto, also 58,31 Euro brutto, und gilt ausdrücklich nur für den ersten Monat. Den regulären Folgepreis nennt der Anbieter öffentlich nicht. Er muss vor Abschluss erfragt werden.

Wie lange kann ich den Dienst kostenlos testen?

Das Anmeldeformular für den Testzugang ist mit drei Tagen ausgewiesen. Für die Anmeldung werden Name, E-Mail-Adresse und eine Mobilfunknummer verlangt, letztere zur Bestätigung per SMS. Kostenlos und ohne Zahlungsdaten zugänglich ist außerdem der Community-Chat.

Welche Märkte werden kommentiert?

Im Programm stehen FDAX, EuroStoxx und Bund-Future sowie Nasdaq, S&P 500, Dow Jones, Gold, Öl, Bitcoin und EUR/USD. Der Schwerpunkt der ausführlichen Besprechung liegt weiterhin auf den deutschen Terminmärkten.

Gibt es TradersTalk noch, oder ist der Dienst eingestellt?

Der Dienst läuft. Der Shop des Anbieters wurde zuletzt am 8. September 2026 aktualisiert, und im Sommer 2026 erschienen neue Videos. Die Startseite selbst ist allerdings in Teilen auf dem Stand von Ende 2024, was einen falschen Eindruck erweckt.

Was ist eine Squawk Box überhaupt?

So heißt ein Audiokanal, über den Nachrichten und Marktbeobachtungen in Echtzeit an Händler durchgegeben werden. Der Name stammt von der Gegensprechanlage auf dem Börsenparkett. In großen Handelshäusern ist das Standard, für Privatanleger im deutschsprachigen Raum ist das Angebot selten.

Lohnt sich der Dienst für Einsteiger?

Eher nicht. Ein Nachrichtendienst liefert Informationen, aber keine Strategie und keine Einstiegsregeln. Wer noch keinen eigenen Handelsansatz hat, kann die Meldungen kaum einordnen. Sinnvoll wird das Angebot erst, wenn feststeht, worauf man wartet.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels handelt seit 1978 an den Börsen. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und arbeitet diskretionär nach Price Action, also anhand des reinen Kursverlaufs ohne automatisierte Systeme. Sein Schwerpunkt liegt auf Devisen und Indizes.

Seine Erfahrung stammt aus dem eigenen Handelskonto, nicht aus der Theorie. Er veröffentlicht seit Jahren Analysen und Handelssignale und macht seine Ergebnisse dabei nachvollziehbar. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Anbieter prüft er aus der Sicht des praktisch arbeitenden Traders. Maßgeblich ist, was ein Dienst im Handelsalltag tatsächlich leistet und was er kostet. Angaben aus Werbetexten übernimmt er nicht, sondern gleicht sie mit Impressum, Preisliste und Anmeldestrecke ab.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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