Aus 30.000 Dollar wurden 80 Millionen. Diese Zahl steht seit Jahrzehnten in jedem Text über Michael Marcus, und sie erklärt fast nichts. Der interessantere Teil seiner Geschichte liegt davor: Marcus verlor als Anfänger geliehenes Geld, handelte gegen das ausdrückliche Verbot seines Arbeitgebers und stand vor dem Aus, bevor irgendetwas funktionierte. Seine ersten acht Trades endeten sämtlich im Minus.
Michael Marcus war der erste Trader, den Jack Schwager für sein Buch „Magier der Märkte“ interviewte. Er stand damit am Anfang einer Reihe, die bis heute das Bild vom erfolgreichen Trader prägt. In diesem Porträt bekommst du seinen belegten Werdegang statt der üblichen Legendenbildung: was er wirklich handelte, welche drei Bedingungen er vor jedem Einstieg prüfte, wie er sein Risiko begrenzte und an welcher Stelle die Erfolgsgeschichte für dich als Trader heute an ihre Grenzen stößt.
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Michael Marcus: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Erster Market Wizard: Michael Marcus (1947 bis 2023) eröffnete als erster Interviewpartner Jack Schwagers Buch „Magier der Märkte“. Sein Kapitel heißt „Blighting Never Strikes Twice“.
- Aus 30.000 Dollar wurden 80 Millionen Dollar: Diese Bilanz zog er in weniger als 20 Jahren, überwiegend als Rohstoff-Trader bei Commodities Corporation.
- Fehlstart statt Naturtalent: Seine ersten acht Trades verloren Geld. 1971 verspekulierte er sich mit geliehenem Kapital auf eine zweite Kornfäule, die ausblieb.
- Drei Bedingungen vor jedem Trade: Er stieg bevorzugt ein, wenn Fundamentaldaten, Charttechnik und Markttonus in dieselbe Richtung zeigten.
- Mentor der nächsten Generation: Marcus lernte von Ed Seykota und gab das Gelernte an Bruce Kovner weiter, den späteren Gründer von Caxton Associates.
Wer war Michael Marcus?
Michael Marcus war ein US-amerikanischer Rohstoff-Trader, der als erster Trader in Jack Schwagers Buch „Market Wizards“ porträtiert wurde und aus rund 30.000 Dollar Startkapital etwa 80 Millionen Dollar machte.
Mit vollem Namen hieß er Michael Phillips Marcus. Geboren wurde er am 2. August 1947 in Providence im US-Bundesstaat Rhode Island, gestorben ist er am 25. März 2023 in Austin, Texas, im Alter von 75 Jahren (Wikipedia). Wenn dir bei einer Google-Suche ein anderes Geburtsjahr begegnet: Die Wissensbox der Suchmaschine zeigt hier seit Längerem einen falschen Wert an.
Sein Werdegang begann akademisch und nicht an der Börse. Marcus schloss 1969 die Johns Hopkins University als Phi Beta Kappa ab, eine Auszeichnung für die besten Absolventen eines Jahrgangs, und begann anschließend ein Psychologie-Studium an der Clark University. Dass er das Studium zugunsten des Handels abbrach, ist im Rückblick fast folgerichtig: Marcus hielt die mentale Seite des Handels zeitlebens für den entscheidenden Faktor, nicht die Analysetechnik.
„Magier der Märkte“ ist die deutsche Ausgabe von Jack Schwagers Buch „Market Wizards“, einer Sammlung von Interviews mit außergewöhnlich erfolgreichen Tradern.
Bekannt wurde Marcus nicht durch ein eigenes Buch, denn er hat nie eines geschrieben. Seine Bekanntheit beruht auf einem einzigen langen Interview, das in einem der meistverkauften Trading-Bücher überhaupt gelandet ist.
Der Werdegang: vom Analysten zum Millionen-Trader
Marcus arbeitete zunächst als Rohstoff-Analyst bei einer Brokerfirma. In dieser Position war ihm das eigene Handeln vertraglich untersagt. Er handelte trotzdem, mit geliehenem Geld von seiner Mutter, seinem Bruder und seiner Freundin. Diese Phase kostete ihn das gesamte eingesetzte Kapital, und sie ist der Grund, warum sein Kapitel im Buch so heißt, wie es heißt.
Im Frühjahr 1971 hatte eine Kornfäule die US-Maisernte schwer geschädigt und die Preise nach oben getrieben. Marcus war überzeugt, dass sich das im Folgejahr wiederholen würde, und setzte darauf. Die Fäule kam nicht zurück, die Preise fielen, und die Position lief gegen ihn. Der Buchtitel „Blighting Never Strikes Twice“ hält genau diesen Irrtum fest: Ein Ereignis wiederholt sich nicht deshalb, weil du darauf gesetzt hast.
Der Wendepunkt kam über eine Begegnung. Im Oktober 1971 traf Marcus in einem Brokerbüro auf Ed Seykota, einen MIT-Absolventen, der damals an den ersten computergestützten Handelssystemen arbeitete. Seykota wurde sein wichtigster Lehrer. Von ihm übernahm Marcus die Grundlagen der Trendfolge und, wichtiger noch, die Regeln zur Kapitalsteuerung.
Trendfolge ist ein Handelsansatz, der auf eine bereits laufende Kursbewegung aufspringt, statt Wendepunkte im Voraus zu bestimmen.
Danach lief es. 1972 steckte Marcus seine Ersparnisse von rund 700 Dollar in Sperrholz-Futures. Als die US-Regierung die Rohstoffpreise einfror, schossen die Kontrakte in seinem Segment nach oben, und aus dem Einsatz wurden etwa 12.000 Dollar. Im Jahr darauf wuchsen 24.000 Dollar auf 64.000 Dollar. Das sind keine spektakulären Summen, aber sie markieren den Punkt, an dem aus dem verlustreichen Anfänger ein Trader mit reproduzierbarem Vorgehen wurde.
Commodities Corp: aus 30.000 Dollar werden 80 Millionen
Commodities Corporation war eine 1969 gegründete US-Handelsfirma, die Firmenkapital durch fest angestellte Trader an den Rohstoff- und Futures-Märkten handeln ließ.
Das Haus aus Princeton gilt als Kaderschmiede einer ganzen Trader-Generation. Marcus bewarb sich auf Seykotas Empfehlung hin und wurde von Commodities Corporation zunächst abgelehnt: Der Forschungsleiter der Firma hielt nichts von ihm. Erst im zweiten Anlauf kam er unter Vertrag. Er stieg dort später bis zum Executive Vice President auf.
Die Zahl, die ihn berühmt gemacht hat, stammt aus dieser Zeit. Marcus vervielfachte das ihm anvertraute Firmenkonto über zehn Jahre um das rund 2.500-Fache. Parallel dazu wuchs sein privates Vermögen von etwa 30.000 Dollar auf rund 80 Millionen Dollar, und zwar in weniger als 20 Jahren. Diese beiden Zahlen werden häufig vermischt, obwohl sie zwei verschiedene Konten beschreiben.
Ein Detail wird dabei fast immer unterschlagen: Marcus handelte fremdes Kapital mit einem Gehalt im Rücken. Er musste seine Fixkosten nicht aus den Trading-Gewinnen bestreiten. Wer dieselbe Rendite mit einem privaten Konto anstrebt, von dem er lebt, handelt unter völlig anderen Bedingungen. Mehr Vergleichszahlen zu den ganz Großen findest du in unserer Übersicht zur Trading-Performance der besten Trader der Welt.
Die Mentoren-Kette: Seykota, Marcus, Kovner

Trading-Wissen wird selten aus Büchern gelernt, sondern meist weitergegeben. Marcus ist das Bindeglied in einer der bestdokumentierten Lehrer-Schüler-Ketten der Branche. Er lernte von Seykota, und er gab es an Bruce Kovner weiter, der bei Commodities Corp unter ihm anfing und später Caxton Associates gründete.
Weitergegeben wurden dabei nicht Einstiegssignale, sondern Verhaltensregeln: systematisches Vorgehen statt Meinung, ein definiertes Risiko je Position, das Aushalten laufender Gewinne und die Disziplin, sich an die eigenen Regeln zu halten. Genau diese vier Punkte tauchen bei allen drei Tradern auf, obwohl sie unterschiedliche Märkte und Methoden nutzten.
Für dich als Trader steckt darin eine praktische Lehre. Der Kern einer Handelsmethode ist übertragbar, die konkrete Umsetzung nicht. Marcus kopierte Seykota nicht, er übernahm dessen Prinzipien und baute daraus etwas Eigenes. Wer heute versucht, das Setup eines erfolgreichen Traders eins zu eins nachzuhandeln, überspringt genau diesen Schritt.
Marcus’ Handelsansatz: Fundamentaldaten, Charttechnik, Markttonus
Marcus suchte vor einem Einstieg nach drei übereinstimmenden Signalen. Er formulierte das im Interview so, dass die besten Trades jene seien, bei denen alle drei Faktoren für einen sprechen. Er handelte also bevorzugt dort, wo mehrere unabhängige Argumente in dieselbe Richtung zeigten.

Der erste Faktor waren die Fundamentaldaten. Marcus handelte Rohstoffe, also Märkte mit einer realen Angebots- und Nachfrageseite. Eine Missernte, eine Förderkürzung oder ein Lageraufbau verändert dort die Preisbasis. Er suchte nach einem echten Ungleichgewicht, nicht nach einer Nachricht.
Der zweite Faktor war die Charttechnik. Der Kursverlauf musste die fundamentale These bestätigen, bevor Marcus einstieg. Fiel ein Markt, obwohl die Angebotslage für steigende Preise sprach, blieb er draußen. Diese Reihenfolge ist wichtiger, als sie klingt: Der Chart diente ihm als Bestätigung und Timing, nicht als Prognosewerkzeug.
Der Markttonus als dritter Prüfstein
Der Markttonus beschreibt, wie ein Markt auf Nachrichten reagiert, statt welche Nachrichten er bekommt.
Dieser dritte Faktor ist der am wenigsten verstandene. Gemeint ist die Reaktionsqualität eines Marktes: Steigt ein Markt trotz schlechter Nachrichten, sitzen auf der Käuferseite offenbar starke Hände. Fällt er trotz guter Zahlen, ist die Nachfrage schwächer, als die Schlagzeile vermuten lässt. Marcus las daraus die wahre Kräfteverteilung ab.
Bei Commodities Corp kursierte dazu die Merkformel „see the signal, like the signal, follow the signal“, also das Signal sehen, es akzeptieren und ihm folgen. Sie zielt auf den häufigsten Fehler erfahrener Trader: Das Signal wird erkannt und dann wegdiskutiert, weil die eigene Meinung dagegen steht.
Risikomanagement: die Regeln, die ihn im Spiel hielten
Money Management legt fest, wie viel Kapital ein Trader je Position riskiert und wie er die Positionsgröße daraus ableitet.
Marcus’ bekannteste Vorgabe ist eine Obergrenze von rund 5 Prozent des Kapitals je Einzelposition. Nach heutigem Standard ist das viel: Die gängige Empfehlung liegt bei ein bis zwei Prozent, und auch wir rechnen in unserem Leitfaden zur Positionsgröße im Trading mit deutlich kleineren Werten. Marcus’ Grenze war für seine Zeit trotzdem konservativ, weil damals viele Rohstoff-Trader ohne jede feste Regel arbeiteten.
Dazu kamen drei Verhaltensregeln, die er im Interview wiederholt betonte:
- Gewinner laufen lassen, Verlierer beenden: Marcus hielt beide Hälften für gleich wichtig. Wer nur Verluste begrenzt, aber Gewinne zu früh mitnimmt, kommt über die Kosten nicht hinaus.
- Im Zweifel raus: Wenn er sich bei einer Position unsicher wurde und nicht wusste, was zu tun ist, schloss er sie. Die Unsicherheit selbst war für ihn das Signal.
- Mentales Kapital schützen: Neben dem Konto zählte für ihn die eigene Verfassung. Der Verlust einer der beiden Größen beendet die Laufbahn.
Der letzte Punkt ist der, den ich aus fast 50 Jahren am Markt am stärksten unterschreiben würde. Ein zerrütteter Trader trifft auch mit einem intakten Konto keine guten Entscheidungen. Wie du dein Risiko sauber definierst, haben wir im Leitfaden zum Risikomanagement im Trading ausführlich beschrieben, die Kapitalseite im Guide zum Money Management.
Was Trader heute von Michael Marcus lernen können
Marcus handelte in den 1970er- und 1980er-Jahren Rohstoff-Futures per Telefon. Vieles davon lässt sich nicht übertragen. Drei Punkte haben die Zeit trotzdem überstanden.
Der erste ist die Konfluenz-Idee. Ob du Fundamentaldaten, Charttechnik und Markttonus prüfst oder drei andere unabhängige Kriterien: Der Gedanke, nur bei Übereinstimmung zu handeln, reduziert die Zahl deiner Trades und hebt ihre Qualität. Für die Umsetzung brauchst du festgeschriebene Kriterien, also einen Trading-Plan.
Der zweite ist die Trennung von These und Timing. Marcus stieg nie ein, nur weil seine Analyse stimmte. Er wartete, bis der Kurs ihm zustimmte. Eine richtige Marktmeinung zum falschen Zeitpunkt ist ein Verlusttrade, und dieser Satz gilt heute unverändert.
Der dritte Punkt ist die Verlustbegrenzung durch Ausstieg statt Aussitzen. Sein „im Zweifel raus“ ist eine der wenigen Regeln, die keine Erfahrung voraussetzen. Sie schützt Anfänger genau dort, wo sie am meisten Geld verlieren. Ein sauber gesetzter Stop-Loss nimmt dir diese Entscheidung im Zweifelsfall ganz ab.
Grenzen der Legende: was die Zahlen nicht zeigen
So beeindruckend die Bilanz ist, als Vorbild für dein eigenes Konto taugt sie nur eingeschränkt. Vier Einschränkungen gehören zu einer ehrlichen Einordnung dazu.
Survivorship Bias ist der Denkfehler, nur die erfolgreichen Fälle zu betrachten und die gescheiterten zu übersehen, weil über sie niemand berichtet.
Erstens war Marcus einer von vielen Tradern bei Commodities Corp, und wir kennen vor allem die, die es geschafft haben. Wie viele Kollegen mit demselben Ansatz ausschieden, steht in keinem Buch. Zweitens handelte er unter Bedingungen, die es so nicht mehr gibt: Die Rohstoffmärkte der 1970er-Jahre waren weniger liquide, weniger analysiert und deutlich stärker von Trends geprägt als die heutigen.
Ein Drawdown ist der Rückgang eines Handelskontos vom letzten Höchststand bis zum tiefsten Punkt der Verlustphase.
Drittens verschweigen Erfolgszahlen die zwischenzeitlichen Rückschläge. Ein Konto, das sich um das 2.500-Fache steigert, tut das nicht in einer geraden Linie. Wie tief die einzelnen Drawdowns waren, ist nicht öffentlich dokumentiert. Wenn du dir vor Augen führen willst, was solche Phasen mit einem Konto anstellen, hilft unser Beitrag zum Drawdown im Trading.
Viertens stammt nicht das ganze Vermögen aus dem Handel. Marcus gründete später die Beteiligungsgesellschaft Canmarc Trading, investierte in Nebenwerte und beteiligte sich an Privatplatzierungen, also Kapitalerhöhungen außerhalb der Börse, zu denen nur ein kleiner Kreis Zugang hat. Dieser Teil seiner Bilanz lässt sich als Privatanleger nicht nachbauen, weil dir schlicht der Zugang fehlt.
Für wen das Vorbild Marcus deshalb wenig hergibt: für Trader mit kleinem Konto, die auf schnelle Vervielfachung zielen. Genau diese Erwartung hat Marcus selbst am Anfang fast aus dem Markt geworfen.
Fazit: was von Michael Marcus bleibt
Michael Marcus wird für die falsche Zahl erinnert. Die 80 Millionen Dollar sind das Ergebnis, nicht die Methode. Was ihn tatsächlich auszeichnete, war der Umbau nach dem Scheitern: Ein Anfänger, der mit geliehenem Geld gegen ein Handelsverbot spekulierte und alles verlor, wurde zu einem Trader mit klaren Regeln für Einstieg, Risiko und Ausstieg.
Als ich Ende der 1970er-Jahre selbst anfing, waren Namen wie Marcus in Deutschland praktisch unbekannt. Erst mit „Magier der Märkte“ wurde greifbar, wie die Spitzenleute in den USA arbeiteten. Mich hat daran bis heute weniger die Rendite beeindruckt als die Nüchternheit, mit der Marcus über seine Fehler sprach. Ich handle selbst nicht nach seiner Methode, sondern diskretionär nach Price Action, und trotzdem finde ich seine Regel „im Zweifel raus“ in meiner eigenen Praxis wieder.
Wenn du einen Satz aus diesem Porträt mitnimmst, dann diesen: Handle erst, wenn mehrere unabhängige Argumente in dieselbe Richtung zeigen, und steige aus, sobald du unsicher wirst. Das ist unspektakulär, kostet in der Umsetzung aber mehr Disziplin als jede Analysetechnik. Weitere Porträts findest du in unserer Übersicht der Trading-Experten.
Häufige Fragen zu Michael Marcus
Wer war Michael Marcus?
Michael Marcus war ein US-amerikanischer Rohstoff-Trader, der als erster Interviewpartner in Jack Schwagers Buch „Magier der Märkte“ porträtiert wurde. Er lebte von 1947 bis 2023 und machte aus rund 30.000 Dollar etwa 80 Millionen Dollar.
Wie viel Geld hat Michael Marcus verdient?
Sein privates Vermögen wuchs von rund 30.000 Dollar auf etwa 80 Millionen Dollar, und zwar in weniger als 20 Jahren. Davon zu unterscheiden ist das Firmenkonto bei Commodities Corporation, das er über zehn Jahre um das rund 2.500-Fache steigerte.
Was war die Handelsstrategie von Michael Marcus?
Marcus prüfte vor jedem Einstieg drei Faktoren: Fundamentaldaten, Charttechnik und den Markttonus, also die Reaktion des Marktes auf Nachrichten. Am liebsten handelte er, wenn alle drei in dieselbe Richtung zeigten.
Wer war der Mentor von Michael Marcus?
Ed Seykota war sein wichtigster Lehrer. Die beiden trafen sich im Oktober 1971 in einem Brokerbüro. Von Seykota übernahm Marcus die Trendfolge und vor allem die Regeln zur Kapitalsteuerung.
Hat Michael Marcus ein Buch geschrieben?
Nein, Michael Marcus hat kein eigenes Buch veröffentlicht. Bekannt wurde er durch sein Kapitel in „Magier der Märkte“ von Jack Schwager, das den Titel „Blighting Never Strikes Twice“ trägt.
Wann ist Michael Marcus gestorben?
Michael Marcus starb am 25. März 2023 in Austin, Texas, im Alter von 75 Jahren. Zur Todesursache gibt es keine öffentlich belegten Angaben.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und handelt seit 1978 an den internationalen Märkten. Sein Schwerpunkt liegt auf der diskretionären Price-Action-Analyse in Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten.
Über 17 Jahre vertrat er den US-Trading-Ausbilder Joe Ross im deutschsprachigen Raum und übersetzte dessen zehn Bücher. Ende der 1980er-Jahre übertrug er zudem die Elliott-Wellen-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Bis 2010 gab er eigene Gruppenseminare, zwischen 2000 und 2010 zusätzlich private Einzelschulungen.
Für dieses Porträt ist er besonders qualifiziert, weil er die beschriebene Ära als aktiver Trader miterlebt hat. Er begann in demselben Jahrzehnt zu handeln, in dem Marcus bei Commodities Corporation seine stärksten Jahre hatte, und ordnet dessen Regeln aus eigener Marktpraxis statt aus der Literatur ein.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.


