Markus Herfert verspricht keinen schnellen Börsenerfolg, sondern etwas Nüchterneres: planbare Einnahmen aus Aktien-Optionen. Der Wirtschafts-Psychologe mit Sitz in Amsterdam steht hinter der Plattform Optionen-lernen.com und dem Konzept „Freiheit durch Optionen”. Er richtet sich an Anleger, die mit festen Regeln und überschaubarem Zeitaufwand handeln wollen, nicht an Daytrader auf der Suche nach Nervenkitzel.
Ich handle seit 1980 diskretionär nach Price Action, vor allem in Forex, Aktienindizes und Rohstoffen. Der Optionshandel ist nicht mein Kernmarkt. Deshalb hat mein Kollege Christian Möhrer, selbst aktiver Options-Trader, diesen Bericht fachlich geprüft. Grundlage sind Herferts öffentlich einsehbare Angebote, unabhängige Bewertungen und meine langjährige Kenntnis der deutschen Ausbildungsszene. Einen seiner Kurse habe ich selbst nicht absolviert, und dieser Beitrag entsteht ohne Auftrag und ohne Werbepartnerschaft. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Markus Herfert: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Hintergrund: Markus Herfert ist Wirtschafts-Psychologe (M.A.) mit Sitz in Amsterdam und handelt nach eigenen Angaben seit 2016 Optionen. Er tritt als Einzelunternehmer auf, nicht als Gesellschaft.
- Angebote: Videokurse, Signal-Tools und ein Live-Bootcamp. Die Spanne reicht von 30 € im Monat für den Signals Chat bis 2.242 € für das teuerste Bootcamp-Paket.
- Preistransparenz: Nur ein Teil der Preise steht öffentlich im Netz. Für Videokurse und Tools nennt der Checkout die Beträge. Die drei Hauptprogramme Kick-Start, Performer und 1:1 Begleitung nennen keinen Preis, dort führt der Weg über ein kostenloses Potenzialgespräch.
- Bewertungen: 4,93 von 5 bei 108 ProvenExpert-Bewertungen (Stand 23. August 2026). Davon stammen 31 aus externen Quellen, überwiegend Google-Rezensionen.
- Kritikpunkte: Die Werbetexte arbeiten mit konkreten Renditezielen. Genannt werden 20 bis 30 Prozent pro Jahr und Trefferquoten von 85 bis 90 Prozent. Das sind Ziele und Rückrechnungen, keine geprüften Ergebnisse.
Wer ist Markus Herfert?
Markus Herfert ist ein deutscher Optionshandels-Trainer mit Sitz in Amsterdam, der unter der Marke Optionen-lernen.com Kurse, Signal-Tools und Coaching-Programme für den Handel mit Aktien- und Futures-Optionen anbietet.
Hinter der Marke steht eine Einzelperson, kein Institut. Herfert ist Wirtschafts-Psychologe (M.A.) und Optionshandels-Trainer mit Sitz in Amsterdam. Er verbindet psychologisches Verständnis von Entscheidungsprozessen mit einem regelbasierten Ansatz im Handel mit Aktien-Optionen. Bekannt wurde er vor allem durch sein Konzept „Freiheit durch Optionen“, das auf planbare Zusatzeinnahmen und strukturierten Vermögensaufbau abzielt.
Seine Zeitleiste steht öffentlich auf der eigenen Website. Herfert startete 2007 mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann und schloss 2015 ein nebenberufliches Studium der Wirtschaftspsychologie mit dem Bachelor ab. 2016 handelte er die ersten Optionsprämien, 2020 zog er nach Amsterdam und baute dort ein Start-up für Miele mit auf. Der Master folgte 2021, ebenfalls nebenberuflich.
Der Optionshandel ist damit sein zweites Standbein, nicht sein erster Beruf. Nach eigenen Angaben baute er sich darüber ein vierstelliges monatliches Zusatzeinkommen auf. Belege dafür legt er nicht offen, die Angabe stammt aus seinem eigenen Marketing. Die Marke Optionen-lernen.com bündelt heute alle Angebote.
Dieses Wissen gibt er heute in Coachings, Online-Programmen, Videokursen und Live-Events weiter. Dabei positioniert sich Markus Herfert nicht als klassischer Daytrader, sondern als Coach für Anleger, die Optionen langfristig, risikobewusst und nach klaren Regeln einsetzen möchten. Mindset und Psychologie spielen dabei eine zentrale Rolle – ein klarer Unterschied zu rein technischen Trading-Ansätzen.
In der deutschsprachigen Finanzszene tritt Markus Herfert regelmäßig als Speaker auf, unter anderem bei der World of Trading oder INVEST Messe. Zusätzlich war er in Medienformaten wie WirtschaftTV vertreten und veröffentlicht Fachbeiträge zum Optionshandel.
Steckbrief
Die folgenden Angaben stammen aus dem Impressum, dem Checkout und den Produktseiten. Sie zeigen, mit wem ein Käufer es rechtlich zu tun hat.
| Anbieter | Markus Herfert, Wirtschafts-Psychologe & Optionshandel-Trainer |
| Rechtsform | Einzelunternehmen, kein Handelsregistereintrag |
| Sitz | Amsterdam, Niederlande |
| USt-ID | NL004641532B14 |
| Marke | Optionen-lernen.com |
| Schwerpunkt | Einkommens-Strategien mit Aktien- und Futures-Optionen |
| Handelsplattform | Trader Workstation von Interactive Brokers |
| Zahlung über | CopeCart, Digistore24 und Stripe |
| Bewertungen | 4,93 von 5 bei 108 ProvenExpert-Bewertungen |
| Gratis-Einstieg | Optionsletter, Live-Workshops, YouTube-Kanal |
Kontaktinformationen
Die folgenden Angaben stammen aus dem offiziellen Impressum von Markus Herfert und dienen der Kontaktaufnahme bei organisatorischen oder inhaltlichen Fragen:
Markus Herfert – Wirtschafts-Psychologe & Optionshandel-Trainer
Beethovenstraat 643
1083 HK Amsterdam
Niederlande
Telefon: +31 (0)20 747 11 44
E-Mail: markus@optionen-lernen.com
Webseite: markusherfert.com
Akademie von Markus Herfert
Die Akademie von Markus Herfert ist das zentrale Ausbildungsangebot rund um den Optionshandel mit Aktien und Futures. Sie richtet sich an Privatanleger, die Optionen systematisch, regelbasiert und nachvollziehbar einsetzen möchten – vom Einstieg bis zu fortgeschrittenen Handelsansätzen.
Lernansatz und Methodik
Im Fokus steht ein klar strukturierter Lernpfad, der fachliche Inhalte mit praktischer Anwendung und psychologischen Aspekten verbindet. Ziel ist es, kein reines Theorieverständnis zu vermitteln, sondern ein eigenständiges, reproduzierbares Vorgehen im Optionshandel aufzubauen. Entscheidungen sollen nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Basis von Regeln, Wahrscheinlichkeiten und Risikokontrolle getroffen werden.
Formate innerhalb der Akademie
Die Akademie kombiniert mehrere Lernformate, die sich gegenseitig ergänzen. Dazu zählen begleitete Coaching-Programme, digitale Videokurse, Live-Workshops sowie Präsenz-Events. Ergänzend kommen interne Tools, Checklisten und strukturierte Prozesse zum Einsatz, die den Transfer vom Lernen in die Praxis erleichtern.
Inhaltlicher Schwerpunkt
Inhaltlich konzentriert sich die Akademie auf den Aufbau von planbaren Zusatzeinnahmen mit Optionen, den Umgang mit verschiedenen Marktphasen sowie auf Kapital-Effizienz und Risikomanagement. Ein zentrales Merkmal ist die Verbindung aus Optionsstrategien, technischer Marktanalyse und Wirtschafts-Psychologie, die den Ansatz von Markus Herfert klar von rein technischen Trading-Ausbildungen abgrenzt.
Wer hinter der Akademie steht
Die Akademie ist kein Institut mit Lehrkörper, sondern ein kleines Team um eine Person. Auf der Team-Seite stehen neben Herfert als Gründer ein Optionshandel-Allrounder, eine Mitarbeiterin für Marketing und Vertrieb sowie ein Webdesigner. Der Allrounder arbeitet laut eigener Beschreibung hauptberuflich in der mechanischen Entwicklung und beschäftigt sich seit gut fünf Jahren mit der Börse.
Für Interessenten heißt das: Die fachliche Substanz hängt an Markus Herfert selbst. Das ist bei Coaching-Angeboten dieser Größe normal und kein Mangel. Es ist aber ein Unterschied zu Anbietern mit mehreren hauptberuflichen Trainern, und es erklärt, warum Einzel-Sessions in den Programmen knapp bemessen sind.
Programme & Produkte
Kostenlose Angebote
Der Einstieg kostet nichts und verlangt keine Kaufentscheidung. Es gibt kostenlose Online-Live-Workshops, den wöchentlichen Optionsletter per E-Mail und über 50 Videos auf YouTube. Diese Formate vermitteln grundlegende Zusammenhänge im Optionshandel und helfen Interessierten, ein realistisches Verständnis für Chancen, Risiken und den eigenen Zeitaufwand zu entwickeln, bevor sie sich für ein kostenpflichtiges Programm entscheiden.
Kick-Start Kurs
Der Kick-Start Kurs läuft über 11 Wochen und ist das Einsteiger-Programm. Enthalten sind der Zugang zum Kursportal, Gruppen-Live-Calls und zwei Einzel-Sessions, die Teilnehmer frei im Zeitraum buchen. Eine kostenlose Wiederholung des Durchlaufs gehört laut Anbieter dazu. Als Kapitalbedarf nennt die Kursseite mindestens 2.000 €, besser 5.000 €.
Performer Kurs
Der Performer Kurs richtet sich an fortgeschrittene Optionshändler und dauert laut Vergleichstabelle des Anbieters 10 Wochen. Im Fokus stehen Volatilitäts- und Automatisierungs-Strategien. Der genannte Kapitalbedarf steigt auf mindestens 5.000 €, bei automatisierten Strategien auf 10.000 €.
1:1 Begleitung
Die 1:1 Begleitung ist das individuellste und teuerste Angebot. Der Anbieter wirbt damit, in 10 Wochen mehr als fünf Strategien zu trainieren, die Dauer der engen Begleitung steht in der eigenen Vergleichstabelle als „je nach Vereinbarung“. Einen Preis nennt die Seite nicht.
Videokurse und Zusatzprodukte
Die Videokurse sind der einzige Weg ins Angebot, der ohne Verkaufsgespräch funktioniert. Sechs Kurse decken Mean Reversion und Trendfolge, SPX Weekly Calendar Spreads, Volatilitäts-Strategien, Futures-Optionen, 0DTE-Automatisierung und den 1DTE ES Future ab. Dazu kommen Tools wie der Buy/Sell Indikator für TradingView und ein Quick Guide für die Handelsplattform von Interactive Brokers.
Kosten
Das Angebot ist beim Preis zweigeteilt. Videokurse, Tools und das Bootcamp nennen ihre Beträge offen, meist erst im Checkout und nicht schon auf der Produktseite. Bei den drei Hauptprogrammen steht dagegen überhaupt kein Preis im Netz.
Wer Kick-Start, Performer oder die 1:1 Begleitung buchen will, muss zuerst ein Gespräch führen. Der Anbieter nennt es Potenzialgespräch oder Kennenlerncall und vermittelt es über einen Terminkalender. Das ist im Coaching-Markt üblich, es bedeutet aber: Der Preis fällt im Verkaufsgespräch, und ein Vergleich vorab ist nicht möglich. Alle folgenden Beträge haben wir am 24. August 2026 direkt im Bestellprozess geprüft.
| Produkt / Programm | Kategorie | Preis |
|---|---|---|
| Cashflow Signals Chat | Signal-Service | 30 € pro Monat |
| Monatlicher Profit Call | Live-Format | 50 € pro Monat |
| Buy/Sell Indikator 2.0 für TradingView | Tool | 112 € einmalig |
| Kick-Start Videokurs | Einsteiger-Videokurs | 142 € einmalig |
| Cashflow Signals Plan 2025 | Jahres-Strategiepaket | 292 € einmalig |
| TWS Quick Guide | Software-Training | 484 € einmalig |
| Videokurse (Mean Reversion, SPX Weekly, Vola, Futures, 0DTE, 1DTE) | Einzel-Videokurse | je 884 € einmalig |
| Bootcamp Amsterdam, Online-Paket | Live-Event online | 442 € einmalig |
| Bootcamp Amsterdam, Premium bis Racing | Präsenz-Event | 1.442 bis 2.242 € einmalig |
| Kick-Start, Performer, 1:1 Begleitung | Coaching-Programme | kein öffentlicher Preis |
Drei Details fallen beim Bestellprozess auf. Erstens läuft die Zahlung nicht über Markus Herfert selbst, sondern über CopeCart, Digistore24 und Stripe. Diese Anbieter treten als Vertragspartner auf, ihre Bedingungen gelten. Auf optionen-lernen.com selbst stehen weder AGB noch eine Widerrufsbelehrung.
Zweitens ist die Ratenzahlung teurer als der Einmalbetrag. Beim Cashflow Signals Plan kostet die Einmalzahlung 292 €, die vier Raten summieren sich auf 330 €. Das sind rund 13 Prozent Aufschlag. Drittens läuft auf die Videokurse zeitweise ein Gutschein-Rabatt von 200 €, der Kurs kostet dann 684 statt 884 €. Wer kaufen will, sollte auf eine laufende Aktion achten.
Ein Produktname ist außerdem stehen geblieben. Der „Cashflow Signals Plan 2025“ wird im August 2026 unverändert unter dieser Jahreszahl verkauft. Vor dem Kauf lohnt die Frage, auf welches Börsenjahr sich das Strategiepaket bezieht.
Vorteile und Nachteile von Markus Herfert
Nach der Prüfung von Impressum, Produktseiten, Bestellprozess und Bewertungsportalen ergibt sich ein zweigeteiltes Bild. Die Stärken liegen beim kostenlosen Einstieg und bei den Videokursen, die man ohne Verkaufsgespräch kaufen kann. Die Schwächen liegen bei der Preistransparenz der Hauptprogramme und beim Ton der Werbetexte.
Vorteile von Markus Herfert
- Echter Gratis-Einstieg: wöchentlicher Optionsletter, kostenlose Live-Workshops und über 50 YouTube-Videos ohne Kaufzwang.
- Videokurse ohne Verkaufsgespräch buchbar: Preise von 112 bis 884 Euro stehen im Checkout und lassen sich direkt vergleichen.
- Kein eigener Broker: gehandelt wird über Interactive Brokers. Der Anbieter verdient also nicht an den Verlusten seiner Teilnehmer.
- Monatlich kündbare Tools: der Signals Chat kostet 30 Euro, der Profit Call 50 Euro im Monat, letzterer mit 30 Tagen Testphase.
- Breite öffentliche Bewertungsbasis: 108 Bewertungen bei ProvenExpert und 31 Google-Rezensionen, beide bei 4,9 von 5.
- Klarer Zeitrahmen im Einsteigerkurs: 11 Wochen mit Gruppen-Calls, zwei Einzel-Sessions und einer kostenlosen Wiederholung.
Nachteile von Markus Herfert
- Hauptprogramme ohne Preisangabe: Kick-Start, Performer und die 1:1 Begleitung nennen keinen Betrag. Der Preis fällt erst im Potenzialgespräch.
- Renditeziele im Werbetext: 20 bis 30 Prozent pro Jahr, 85 bis 90 Prozent Wahrscheinlichkeit, 81 Prozent Gewinnquote. Das sind Ziele und Rückrechnungen, keine geprüften Ergebnisse.
- Ratenzahlung mit Aufschlag: beim Signals Plan 330 statt 292 Euro, also rund 13 Prozent mehr für dasselbe Produkt.
- Keine eigenen AGB und keine Widerrufsbelehrung: auf der Website steht nur ein Impressum. Vertragspartner ist der jeweilige Zahlungsabwickler.
- Einzelunternehmen ohne Handelsregistereintrag: Sitz ist Amsterdam. Ein deutscher Gerichtsstand besteht nicht.
- Veralteter Produktname im Shop: der „Cashflow Signals Plan 2025“ wird im August 2026 unverändert verkauft.
Unterm Strich ist das ein solide gemachtes Ausbildungsangebot mit einem Vertriebsmodell, das man kennen sollte. Wer die Videokurse einzeln kauft, weiß vorher, was er zahlt. Wer in ein Coaching einsteigen will, geht den Weg über das Verkaufsgespräch und sollte sich vorher eine Preisobergrenze setzen.
Für wen ist das Angebot geeignet?
Das Angebot von Markus Herfert richtet sich vor allem an Trader, die strukturiert und regelbasiert arbeiten möchten. Im Fokus stehen Optionsstrategien, wiederkehrende Abläufe und – je nach Programm – auch teilweise oder vollständige Automatisierung.
Geeignet ist das Angebot insbesondere für Berufstätige und Selbstständige, die keine Zeit für permanentes Daytrading haben, sondern mit klar definierten Prozessen arbeiten wollen. Auch fortgeschrittene Privatanleger, die bereits erste Erfahrungen mit Optionen gesammelt haben und ihre Vorgehensweise professionalisieren möchten, finden hier passende Inhalte.
Weniger geeignet ist das Angebot für Personen, die schnelle Gewinne, reine Signaldienste ohne Eigenarbeit oder ein klassisches Trading-Coaching mit persönlicher Dauerbetreuung erwarten. Ebenso sollten Einsteiger ohne grundlegendes Börsenverständnis bereit sein, sich intensiv mit den Inhalten auseinanderzusetzen.
Insgesamt richtet sich das Konzept an Menschen, die Verantwortung für ihre Entscheidungen übernehmen, systematisch lernen wollen und bereit sind, Strategien konsequent umzusetzen.
Was die Werbetexte versprechen
Wer sich für ein Programm interessiert, sollte die Zahlen auf den Verkaufsseiten richtig einordnen. Der Kurs zur 0DTE-Automatisierung nennt als Ziel 20 bis 30 Prozent Rendite pro Jahr. Der Kick-Start-Videokurs wirbt mit Wahrscheinlichkeiten von 85 bis 90 Prozent. Für die Strategie auf den S&P-500-Future stehen 81 Prozent Gewinnquote bei durchschnittlich 4.598 € Margin-Einsatz auf der Seite.
Solche Angaben sind Ziele und Rückrechnungen, keine Zusagen. Eine hohe Trefferquote sagt für sich genommen wenig aus. Bei den beschriebenen Stillhalter-Strategien ist sie systembedingt hoch, weil viele kleine Prämien vielen kleinen Gewinnen entsprechen. Entscheidend ist, wie groß die seltenen Verlusttrades ausfallen. Diese Kennzahl nennen die Verkaufsseiten nicht.
Positiv fällt auf, dass Herfert in kostenlosen Webinaren und YouTube-Videos reale Positionen zeigt und seine Entscheidungen erklärt. Das ist mehr Offenheit, als viele Anbieter bieten. Eine geprüfte, über Jahre laufende Kontoauswertung ersetzt es nicht. Wer eine solche Auswertung sehen will, sollte im Potenzialgespräch danach fragen. Mehr zur Einordnung solcher Kennzahlen steht in unserem Ratgeber zu Profitfaktor im Trading.
Markus Herfert nutzt Social Media gezielt zur Reichweitengewinnung und Lead-Generierung. Die Kanäle dienen als Einstiegspunkt in sein Options-Ökosystem und führen strukturiert zu Workshops, Videokursen und weiterführenden Programmen.
Instagram
Der Instagram-Account „markusherfert_aktien_cashflow“ zählt rund 1.100 Follower bei etwa 180 Beiträgen (Stand 23. August 2026). Inhaltlich stehen Cashflow-Ansätze, Optionen, Marktmeinungen und persönliche Einblicke im Vordergrund. Der Kanal ist klar auf Positionierung und Sichtbarkeit ausgelegt, weniger auf tägliche Fachanalysen.
YouTube
Der YouTube-Kanal „Markus Herfert – Optionen lernen“ kommt auf rund 1.300 Abonnenten und über 50 veröffentlichte Videos. Die Inhalte sind deutlich ausführlicher als auf Instagram und behandeln unter anderem Options-Strategien, Cashflow-Modelle, Fehlerquellen sowie Marktmechaniken. Zusätzlich werden Shorts eingesetzt, um Reichweite aufzubauen und neue Zielgruppen zu erreichen.
TikTok und LinkedIn
Ergänzend laufen ein TikTok-Kanal unter dem Namen freiheit_durch_optionen und ein LinkedIn-Profil. Beide Kanäle bündelt Herfert über eine Linktree-Seite, die auch Google in seinem Unternehmensprofil ausspielt.
Die Reichweite ist klein, aber thematisch scharf. Rund 1.100 Follower auf Instagram und 1.300 Abonnenten auf YouTube sind für die deutschsprachige Finanzszene bescheidene Zahlen. Für ein Nischenthema wie den Optionshandel ist das jedoch normal. Social Media dient hier klar der Lead-Generierung: Die Kanäle führen zu Workshops, der Workshop führt zum Potenzialgespräch.
Erfahrungen & Bewertungen
Die öffentlich einsehbaren Rückmeldungen fallen durchweg gut aus. Sie stammen aus zwei Quellen: dem ProvenExpert-Profil des Anbieters und den Google-Rezensionen zu seinem Unternehmensprofil in Amsterdam.
Auf ProvenExpert steht Markus Herfert bei 4,93 von 5 Punkten aus 108 Bewertungen (Stand 23. August 2026). Die Weiterempfehlungsquote liegt bei nahezu 100 Prozent. Auf die letzten zwölf Monate gerechnet sind es 4,90 von 5 bei 27 Bewertungen.
Ein Detail gehört zur ehrlichen Einordnung dazu. Von den 108 Bewertungen hat der Anbieter 31 aus externen Quellen importiert, im Wesentlichen seine Google-Rezensionen. Direkt über ProvenExpert abgegeben wurden 75. Das ist ein zulässiges und verbreitetes Verfahren, es bedeutet aber, dass dieselben Stimmen in zwei Statistiken auftauchen können.
Positive Erfahrungen von Teilnehmern
Viele Teilnehmer heben die strukturierte und verständliche Vermittlung des Optionshandels hervor. Besonders geschätzt werden die klaren Regelwerke, der praxisnahe Ansatz sowie die Möglichkeit, Strategien nicht nur theoretisch zu lernen, sondern auch konkret umzusetzen. Auch die Betreuung während und nach den Programmen wird regelmäßig als Mehrwert genannt.
Differenzierte Stimmen
Einige Teilnehmer weisen darauf hin, dass der Optionshandel trotz guter Struktur kein Selbstläufer ist und ein gewisses Maß an Eigeninitiative, Lernbereitschaft und Disziplin erfordert. Enttäuschungen entstehen vor allem dann, wenn falsche Erwartungen an Zeitaufwand oder Lernkurve bestehen. Deutlich negative oder sehr kritische Bewertungen sind jedoch selten.
Was in den Bewertungen fehlt, ist so aufschlussreich wie das, was drinsteht. Die Rückmeldungen loben Didaktik, Erreichbarkeit und Struktur. Über erzielte Handelsergebnisse sagen sie fast nichts. Das ist bei Ausbildungsbewertungen üblich, weil Teilnehmer meist kurz nach dem Kurs bewerten und nicht nach einem vollen Börsenjahr.
Eine hohe Bewertungsnote belegt also gute Lehre, nicht profitables Trading. Beides gehört bei einer Kaufentscheidung getrennt betrachtet. Wie bei jedem Finanz- und Coaching-Angebot ersetzt fremdes Lob nicht die eigene Prüfung, ob Ansatz, Zeitaufwand und Kapitalbedarf zur eigenen Situation passen.
Wer weitere Finanzcoaches vergleichen möchte, findet auch ein Review zum Finanzcoach Thorsten Wittmann.
Fazit
Markus Herfert positioniert sich als Spezialist für Einkommens-Strategien mit Aktien-Optionen. Sein Angebot ist modular aufgebaut und reicht vom kostenlosen Optionsletter über Videokurse für 112 bis 884 € bis zum Bootcamp in Amsterdam für 442 bis 2.242 €. Für die drei begleiteten Programme nennt er keinen Preis, dort führt der Weg über ein Verkaufsgespräch.
Die Inhalte richten sich nicht an kurzfristige Spekulation oder reines Copy-Trading, sondern an Anleger, die bereit sind, sich mit Regeln, Prozessen und Risikomanagement auseinanderzusetzen. Social Media wird konsequent zur Reichweitengewinnung genutzt, während die eigentliche Wissensvermittlung in Kursen, Tools und Programmen stattfindet.
Die 108 Bewertungen zeichnen ein stabiles Bild, decken aber vor allem die Lehrqualität ab. Was sie nicht belegen, sind die Renditeziele aus den Werbetexten. Wer 20 bis 30 Prozent im Jahr als realistische Erwartung liest, sollte wissen, dass es sich um ein Ziel handelt und nicht um ein geprüftes Ergebnis.
Für wen sich der Blick lohnt: Wer strukturiert und mit klaren Regeln an Optionen herangehen will und den Einstieg selbst dosieren möchte, findet mit den Videokursen einen kalkulierbaren Weg. Wer schnelle Gewinne ohne Lernaufwand sucht, wird hier nicht fündig. Und wer ein begleitetes Programm erwägt, sollte vor dem Potenzialgespräch eine eigene Preisobergrenze festlegen.
Wer ihn persönlich erleben möchte, hat dazu Gelegenheit. Markus Herfert und Optionen-lernen.com sind auf der Finance26-Messe vertreten.
FAQ zu Markus Herfert
Was kostet das Angebot von Markus Herfert?
Die öffentlich einsehbaren Preise reichen von 30 Euro im Monat für den Signals Chat über 142 bis 884 Euro für die Videokurse bis 2.242 Euro für das teuerste Bootcamp-Paket. Stand ist der 23. August 2026. Für die begleiteten Programme Kick-Start, Performer und 1:1 nennt der Anbieter keinen Preis.
Welche Vorkenntnisse brauche ich für den Optionshandel?
Grundlegende Kenntnisse zu Aktien und Börsenmechanismen sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Wichtig ist vor allem die Bereitschaft, sich intensiv mit neuen Konzepten auseinanderzusetzen und Regeln konsequent umzusetzen.
Sind die Programme auch für Anfänger geeignet?
Ja, es gibt explizite Einsteigerformate, die den Optionshandel systematisch von Grund auf erklären. Anfänger sollten jedoch eine realistische Lernkurve einplanen und nicht erwarten, dass Ergebnisse ohne eigenes Mitdenken entstehen.
Wie viel Zeit muss man pro Woche einplanen?
Der zeitliche Aufwand liegt – je nach Strategie und Erfahrungsstand – meist bei wenigen Stunden pro Woche. Der Fokus liegt auf vorbereiteten Setups und klaren Prozessen statt permanentem Trading.
Warum stehen die Preise der Hauptprogramme nicht auf der Website?
Kick-Start, Performer und die 1:1 Begleitung werden über ein kostenloses Potenzialgespräch vergeben. Der Preis fällt dort im Gespräch. Das ist im Coaching-Markt verbreitet, macht einen Vergleich vorab aber unmöglich. Wer diesen Weg geht, sollte sich vorher eine eigene Obergrenze setzen.
Wer ist beim Kauf mein Vertragspartner?
Die Zahlung läuft nicht direkt über Markus Herfert, sondern über CopeCart, Digistore24 oder Stripe. Diese Dienstleister treten als Verkäufer auf, ihre Bedingungen und Widerrufsregeln gelten. Auf optionen-lernen.com selbst stehen weder AGB noch eine Widerrufsbelehrung.
Werden echte Echtgeld-Trades gezeigt?
Ja, in mehreren Formaten werden Echtgeld-Beispiele und reale Positionen gezeigt und erklärt. Diese dienen der Veranschaulichung und ersetzen keine eigene Entscheidung oder Verantwortung.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und handelt seit 1980 als diskretionärer Price-Action-Trader. Seine Märkte sind Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte. Ein Systemtrader ist er bewusst nicht, was ihm bei der Bewertung regelbasierter Ausbildungsangebote einen kritischen Blick von außen erlaubt.
Seine Erfahrung reicht weit in die Geschichte der technischen Analyse. Kagels übersetzte Ende der 1980er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter und vertrat den US-Trader Joe Ross über 17 Jahre in Deutschland, wo er alle zehn Ross-Bücher übersetzte und verlegte. Bis heute gibt er eigene Seminare und private Einzelschulungen.
Für einen Erfahrungsbericht über eine Optionshandel-Ausbildung zählt der nüchterne Blick auf Substanz. Kagels kennt die deutsche Ausbildungsszene aus Jahrzehnten und bewertet Anbieter wie Markus Herfert nach Inhalt, Transparenz und Risikokultur, nicht nach Marketing. Die fachliche Prüfung der Options-Inhalte übernimmt mit Christian Möhrer ein aktiver Options-Trader. Die Einschätzung entsteht unabhängig und ohne Werbepartnerschaft.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.















