CopyFX Erfahrungen: was aus der Copy-Trading-Plattform von RoboForex geworden ist

Zuletzt aktualisiert: 01. August 2026

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13 Min

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Wenn du nach CopyFX Erfahrungen suchst, suchst du nach einer Plattform, die es so nicht mehr gibt. RoboForex hat die Marke CopyFX im November 2025 abgeschaltet und das Kopiergeschäft in einen neuen Copy Trading Service überführt. Die alte Adresse copyfx.com leitet heute direkt auf eine RoboForex-Seite weiter, das eigenständige Portal ist verschwunden.

Für dich als Anleger in Deutschland ändert das die Ausgangslage grundlegend. Der Nachfolger steht Kunden aus der EU nicht offen, denn die betreibende Gesellschaft sitzt in Belize und schließt EU-Kunden ausdrücklich aus. Ich zeige dir, was aus CopyFX geworden ist, warum du dort nicht mehr investieren kannst und welche Anbieter mit ähnlich klingenden Namen unterwegs sind, die mit RoboForex nichts zu tun haben. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

CopyFX: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • CopyFX existiert nicht mehr: RoboForex hat das Copy-Trading-System am 6. November 2025 in den Copy Trading Service überführt. Die Domain copyfx.com leitet seitdem auf roboforex.com weiter.
  • Für deutsche Anleger nicht verfügbar: Betreiber ist die RoboForex Ltd mit Sitz in Belize. Sie richtet sich laut eigenem Hinweis nicht an Kunden aus der EU, dem EWR und Großbritannien.
  • Die EU-Schwester bietet kein Copy Trading: Die RoboMarkets Ltd hat das Privatkundengeschäft mit Forex und CFDs zum 1. Januar 2025 eingestellt, die deutsche RoboMarkets Deutschland GmbH führt nur Aktien, Anleihen und ETFs.
  • Ähnliche Namen, andere Anbieter: CleverCopyFX und AutoCopyFX haben mit RoboForex nichts zu tun. Beide werben mit zweistelligen Monatsrenditen, und das ist ein klares Warnsignal.
  • Alternativen bleiben: Wer Trades kopieren will, findet Anbieter, die deutsche Kunden regulär annehmen, im Copy-Trading-Guide.

Was ist aus CopyFX geworden?

CopyFX war das Copy-Trading-System des Forex-Brokers RoboForex, über das Anleger die Trades anderer Händler automatisch auf ihr eigenes Konto kopieren konnten. Seit dem 6. November 2025 führt RoboForex dieses Angebot unter dem Namen Copy Trading Service weiter, die Marke CopyFX wurde eingestellt.

Das Ende kam nicht leise. RoboForex hat die Umstellung am 6. November 2025 offiziell angekündigt und in der Mitteilung dazu betont, dass die Funktionen erhalten bleiben und nur der Rahmen neu ist. Das Angebot war 2012 unter dem Namen CopyFX gestartet und lief damit über 13 Jahre. Neu ist eine gemeinsame Strategie-Rangliste, die Konten aus MetaTrader 4, MetaTrader 5 und dem hauseigenen R StocksTrader in einer Liste zusammenführt und ohne Login einsehbar ist.

Am deutlichsten merkst du das Ende an der Adresse. Die frühere Plattform-Domain copyfx.com ist kein eigenes Portal mehr, sondern leitet per dauerhafter Weiterleitung auf die Seite des Copy Trading Service bei RoboForex. Dort steht der Hinweis, dass aus CopyFX der Copy Trading Service geworden ist. Wer heute alte Links oder Lesezeichen anklickt, landet also im neuen Angebot.

Am Grundprinzip hat sich wenig geändert. Ein Signalgeber stellt seine Strategie ein, Investoren abonnieren sie und zahlen dafür entweder eine Erfolgsbeteiligung, eine Abo-Gebühr oder gar nichts, wenn der Trader seine Strategie kostenfrei anbietet. Auch das Partnerprogramm hat RoboForex mit umgezogen. Wie der Broker insgesamt aufgestellt ist, liest du in unseren RoboForex Erfahrungen.

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Warum der Nachfolger für Anleger in Deutschland nicht infrage kommt

Die RoboForex Ltd ist auf Belize registriert und von der dortigen Finanzaufsicht FSC lizenziert. Sie richtet sich ausdrücklich nicht an Kunden aus der EU, dem EWR und Großbritannien.

Der Hinweis steht nicht im Kleingedruckten, sondern direkt auf der Seite des Copy Trading Service. RoboForex erklärt dort, die Website richte sich nicht an Einwohner der EU und falle außerhalb des europäischen Regelwerks MiFID II. Zuständig ist die Financial Services Commission in Belize, nicht die BaFin. Was die deutsche Aufsicht überhaupt leistet und wo ihre Zuständigkeit endet, erklären wir im Beitrag zur BaFin.

Der zweite Baustein ist die europäische Schwestergesellschaft. Die RoboMarkets Ltd hat ihr Privatkundengeschäft mit Forex und CFDs zum 1. Januar 2025 beendet und arbeitet seitdem als institutioneller Broker. Gehebelte Produkte sind aus dem europäischen Angebot verschwunden, wie der Fachdienst FinanceFeeds berichtete. Damit fällt genau die Gesellschaft weg, über die deutsche Kunden früher einen regulierten Zugang gehabt hätten.

Bleibt der dritte Baustein, und der hilft ebenfalls nicht weiter. Die RoboMarkets Deutschland GmbH mit Sitz in Frankfurt unterliegt zwar der BaFin, führt aber nur Aktien, Anleihen und ETFs. Ein Copy-Trading-Angebot gibt es dort nicht, gehebelte Devisengeschäfte ebenfalls nicht. Welche Grenzen die EU für gehebelte Produkte insgesamt setzt, zeigt unser Beitrag zur ESMA-Regulierung.

Unter dem Strich heißt das für dich: Es gibt derzeit keinen regulären Weg, den Copy Trading Service von RoboForex als Privatkunde aus Deutschland zu nutzen. Wer sich über Umwege anmeldet, verzichtet auf den europäischen Anlegerschutz, auf die vertraute Hebelbegrenzung und im Streitfall auf einen erreichbaren Ansprechpartner in der EU. Das ist kein Detail, sondern der Kern der Entscheidung.

Nicht zu verwechseln: CleverCopyFX und AutoCopyFX

Rund um den bekannten Namen haben sich Angebote etabliert, die ähnlich heißen und regelmäßig mit CopyFX verwechselt werden. Das ist kein Zufall, denn ein eingeführter Name spart Werbebudget. Inhaltlich haben diese Anbieter aber nichts miteinander zu tun, weder gesellschaftsrechtlich noch technisch.

CleverCopyFX und AutoCopyFX sind eigenständige Copy-Trading-Anbieter ohne Verbindung zu RoboForex oder zur früheren Marke CopyFX. Die Namensähnlichkeit ist der einzige Bezugspunkt.

CleverCopyFX vermittelt sein Copy-Trading-System nicht über RoboForex, sondern über die Broker Vantage und StarTrader. Laut eigener Website steht dahinter ein Team aus Analysten und Vollzeittradern mit einem algorithmischen Handelsansatz. Beworben werden Renditen von „monatlich 20 % und mehr“, eine Gewinnbeteiligung von 25 % sowie ein Einstieg ab 500 Euro. Wie der genannte Partnerbroker aufgestellt ist, kannst du in unseren Vantage Erfahrungen nachlesen.

Beim Impressum lohnt der zweite Blick. Als Betreiber nennt CleverCopyFX eine britische Gesellschaft mit Londoner Postadresse, der Impressumstext enthält jedoch unausgefüllte Platzhalter und verweist auf eine Domain, die nicht mehr erreichbar ist. Der Anbieter selbst tritt nicht als beaufsichtigter Finanzdienstleister auf, sondern stützt sich auf die Regulierung der Partnerbroker. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn beaufsichtigt ist damit die Ausführung, nicht die Anlageentscheidung.

AutoCopyFX arbeitet nach demselben Muster, nur mit einem anderen Partnerbroker. Das Angebot wird als KI-gesteuerter Handelsbot über den Broker AXI vermarktet und wirbt mit Monatsrenditen im Bereich von 7 bis 22 %. Auch hier gilt: Die Lizenzen gehören dem Broker, nicht dem Signalanbieter. Wie automatisierte Systeme technisch funktionieren, zeigt unser Überblick zu Trading-Bots.

Vier Punkte helfen dir, solche Angebote schnell einzuordnen:

  • Renditeversprechen prüfen: 20 % im Monat entsprechen bei gleichbleibender Entwicklung mehr als dem Achtfachen des Kapitals im Jahr. Kein Handelsansatz liefert das dauerhaft, und wer damit wirbt, verkauft eine Erwartung statt einer Strategie.
  • Wer ist reguliert? Prüfe, ob der Anbieter selbst eine Zulassung hat oder nur der Broker, bei dem dein Geld liegt. Im zweiten Fall ist nur die Kontoführung beaufsichtigt, die Handelsentscheidung nicht.
  • Vergütung offenlegen lassen: Gewinnbeteiligung und Affiliate-Provisionen von bis zu 80 % der Erfolgsbeteiligung erzeugen einen starken Anreiz zur Kundenwerbung, der nichts über die Handelsqualität aussagt.
  • Impressum und Historie lesen: Postadressen ohne echten Geschäftsbetrieb, Platzhalter im Impressum und wechselnde Domains sind Warnzeichen, die du ernst nehmen solltest.
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Was CopyFX für Investoren und Trader war

Für alle, die den alten Stand einordnen wollen, hier der Rückblick. CopyFX war als zweiseitiger Marktplatz aufgebaut: Auf der einen Seite standen Investoren, die Kapital einzahlten und einer Strategie folgten, auf der anderen Trader, die ihre Signale gegen Vergütung bereitstellten. Ausgeführt wurde überwiegend im MetaTrader 4.

Die Auswahl lief über eine Rangliste. Dort ließen sich Trader nach Rentabilität, Risikostufe, Währung und Mindesteinlage filtern, dazu zeigten die Profile die Zahl der Abonnenten und die gewählte Provisionsart. Wer eine Strategie abonnieren wollte, brauchte damals mindestens 100 US-Dollar auf dem Konto. Das Grundmuster kennst du aus anderen Plattformen, wie unser Beitrag zum Social Trading zeigt.

CopyFX Rangliste mit Rentabilität, Risikostufe und Abonnentenzahl der Trader
Archivbild: In der CopyFX-Rangliste filterten Investoren nach Rentabilität, Risikostufe und Mindesteinlage.

Ehrlich bleibt auch der kritische Teil des Rückblicks. Die Bewertungen zu CopyFX fielen schon zu aktiven Zeiten gemischt aus, weil die Qualität der Signalgeber stark schwankte und die Auswahl damit die eigentliche Arbeit blieb. Ein Blog ohne aktuelle Beiträge und ein Support, der nur über ausländische Rufnummern erreichbar war, gehörten ebenfalls zum Bild.

Diese Copy-Trading-Alternativen bleiben dir

Der Wunsch hinter der Suche nach CopyFX bleibt ja bestehen. Du willst die Trades erfahrener Händler kopieren, ohne selbst jeden Chart zu lesen. Dafür gibt es Anbieter, die Kunden aus Deutschland regulär annehmen und einer europäischen Aufsicht unterliegen.

  • Der Copy-Trading-Guide als Einstieg: Welche Plattformen infrage kommen, was sie kosten und wo die Risiken liegen, steht gebündelt im Copy-Trading-Guide. Das ist der sinnvollste erste Halt.
  • CopyTrade Market als deutschsprachige Option: Der Anbieter arbeitet ohne Fixgebühren mit einer Gewinnbeteiligung je Strategie. Unsere Einschätzung dazu findest du in den CopyTrade Market Erfahrungen.
  • eToro für den bekanntesten Weg: Die Plattform ist in Europa reguliert und bündelt Copy Trading und Wertpapierhandel. Details stehen in unseren eToro Erfahrungen.
  • ZuluTrade als Signal-Marktplatz: Der Dienst verbindet Signalgeber mit Konten bei angeschlossenen Brokern. Wie das funktioniert, zeigen die ZuluTrade Erfahrungen.

Bei jeder dieser Alternativen gilt derselbe Maßstab wie bei CopyFX. Entscheidend ist nicht die Oberfläche, sondern wer beaufsichtigt, wie vergütet wird und was im Ernstfall mit deinem Geld passiert. Prüfe Drawdown und Handelshistorie eines Signalgebers über mehrere Jahre, nicht über drei gute Monate. Wie du Verlustphasen richtig liest, erklärt unser Beitrag zum Drawdown im Trading.

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Fazit: CopyFX ist Geschichte, der Nachfolger bleibt dir verschlossen

Die Marke CopyFX ist seit November 2025 Vergangenheit, das Angebot lebt als Copy Trading Service bei RoboForex weiter. Funktional ist der Nachfolger sogar besser aufgestellt, weil die Strategie-Rangliste jetzt drei Handelsplattformen zusammenführt und ohne Anmeldung einsehbar ist.

Für dich in Deutschland bleibt das trotzdem folgenlos. Die betreibende Gesellschaft sitzt in Belize und schließt EU-Kunden ausdrücklich aus, die europäische Schwester hat das Privatkundengeschäft mit Forex und CFDs aufgegeben und die deutsche Tochter führt nur Aktien und ETFs. Ein regulärer Zugang existiert schlicht nicht.

Mein Rat nach vielen Jahren an den Märkten: Suche nicht nach einem Umweg zu einem Anbieter, der dich formal nicht haben will. Halte dich an Plattformen mit europäischer Aufsicht und sei besonders vorsichtig bei Angeboten, die den bekannten Namen imitieren und mit zweistelligen Monatsrenditen werben. Kopierter Handel nimmt dir die Analyse ab, nicht das Risiko.

Häufige Fragen zu CopyFX

Gibt es CopyFX noch?

Nein. RoboForex hat die Marke CopyFX am 6. November 2025 eingestellt und das Angebot in den Copy Trading Service überführt. Die Domain copyfx.com leitet seitdem auf roboforex.com weiter.

Was ist der Copy Trading Service von RoboForex?

Der Copy Trading Service ist der Nachfolger von CopyFX. Er führt Strategien aus MetaTrader 4, MetaTrader 5 und R StocksTrader in einer gemeinsamen Rangliste zusammen, die auch ohne Login einsehbar ist.

Können deutsche Anleger den Copy Trading Service nutzen?

Nein. Betreiber ist die RoboForex Ltd auf Belize, die sich ausdrücklich nicht an Kunden aus der EU, dem EWR und Großbritannien richtet. Die europäische RoboMarkets Ltd bietet seit dem 1. Januar 2025 kein Privatkundengeschäft mit Forex und CFDs mehr an.

Ist CleverCopyFX dasselbe wie CopyFX?

Nein. CleverCopyFX ist ein eigenständiger Anbieter ohne Verbindung zu RoboForex und arbeitet mit den Brokern Vantage und StarTrader. Beworbene Renditen von 20 Prozent im Monat solltest du als Warnsignal verstehen, nicht als Erwartungswert.

Was hat CopyFX früher gekostet?

Investoren zahlten je nach Angebot eine Erfolgsbeteiligung oder eine feste Abo-Gebühr an den Signalgeber, manche Trader stellten ihre Strategie kostenfrei bereit. Für ein Abonnement waren mindestens 100 US-Dollar auf dem Konto nötig.

Welche Copy-Trading-Alternativen gibt es für deutsche Anleger?

Reguläre Anlaufstellen sind CopyTrade Market, eToro und ZuluTrade. Welche Plattform passt, entscheidet sich an Aufsicht, Kosten und der Handelshistorie des Signalgebers, nicht an der Oberfläche.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und handelt seit 1978 als diskretionärer Price-Action-Trader. Seine Märkte sind Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte.

In den späten 1980er-Jahren übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und brachte dessen zehn Bücher ins Deutsche. Zwischen 2000 und 2010 gab er Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Karsten handelt seine Setups selbst und kopiert niemanden. Genau aus dieser Perspektive bewertet er Copy-Trading-Angebote: Er prüft, wer hinter einer Plattform steht, wer sie beaufsichtigt und was mit dem Geld passiert, wenn ein Anbieter den Markt verlässt.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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