Alexander Maschke wirbt mit 172 Prozent Rendite im Jahr, zehn Jahre lang, und mit einer Erfolgsgarantie für seine Schüler. Einen öffentlichen Nachweis über zehn Jahre haben wir nicht gefunden, nur den Screenshot einer Performanceübersicht über gut fünf Wochen. Hinter dem Versprechen steht ein Trading-Kurs mit sieben Modulen und Live-Calls, dessen Preis nirgends veröffentlicht ist, und eine kleine GmbH aus Altdorf bei Nürnberg.
Ich habe den Kurs nicht gebucht, sondern die öffentlich zugänglichen Quellen geprüft. Dazu gehören die Webseite mit ihren AGB, die Bestellseite des Mini-Kurses, das Handelsregister, die Datenbanken von BaFin und ZFU, die Bewertungsportale, zwei Verkaufsvideos und der Award, mit dem Maschke wirbt, Stand 25. Oktober 2026. Kagels Trading bietet selbst Seminare an und ist damit ein Mitbewerber, deshalb trennen wir Belege und Einschätzung sichtbar. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Alexander Maschke: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Gesamteinschätzung: Alexander Maschke ist ein Trading-Coach aus Altdorf bei Nürnberg, der einen Online-Kurs mit Live-Calls verkauft. Laut eigener Beschreibung bietet er viel Betreuung, seine Werbeaussagen lassen sich aber nur teilweise belegen. Den Kurs selbst haben wir nicht getestet
- Geeignet für: Einsteiger, die über Monate an mehreren Tagen pro Woche an Live-Calls teilnehmen wollen und eine feste Laufzeit ohne ordentliche Kündigung akzeptieren
- Kosten: Mini-Kurs 49 Euro über Stripe. Den Preis des Hauptkurses fanden wir weder auf der Webseite noch in den AGB, der Weg führt über ein kostenloses Erstgespräch. Ratenzahlung ist laut AGB möglich
- Seriosität: Impressum und AGB sind vorhanden, die Firma ist eingetragen. Dagegen stehen ein falsches Registergericht im Impressum, kein Treffer in unserer ZFU-Suche, keine Trustpilot-Bewertungen und ein Award einer US-Firma, die ihre Kriterien nicht erläutert
Wer ist Alexander Maschke?
Alexander Maschke ist ein Trading-Coach aus Altdorf bei Nürnberg, der einen Online-Kurs mit Live-Calls für den Börsenhandel verkauft, als Geschäftsführer der incainco GmbH auftritt und vor allem auf YouTube und Instagram wirbt.
Maschke stellt sich als Trader mit über 25 Jahren Erfahrung vor. Auf seiner Webseite alexander-maschke.de nennt er ein Studium in BWL und Wirtschaftspsychologie mit Bachelor und Master und eine langjährige Position als Geschäftsführer. Im Verkaufsvideo vom Januar 2026 erzählt er, sein Vater sei einer der größten Broker Deutschlands gewesen und habe 17 Büros in 17 Ländern gehabt. Belege für diese Angaben nennt er nicht, wir konnten sie nicht prüfen.
Auf YouTube ist Maschke seit 2020 aktiv. Der Kanal „Alexander Maschke Trading“ besteht seit März 2020, hat laut YouTube-Statistik rund 2.850 Abonnenten und über 1.100 Videos. Das erfolgreichste Video kam bis Oktober 2026 auf gut 4.200 Aufrufe. Inhaltlich geht es um Gold, Silber, Crash-Szenarien und Kurzvideos mit Trades. Gemessen an den Aufrufzahlen erreicht der Kanal ein eher kleines Publikum.

Alexander Maschke im Steckbrief
| Anbieter | incainco GmbH, Kranichseegasse 1, 90518 Altdorf |
| Register | Amtsgericht Nürnberg, HRB 41539 (das Impressum nennt Stuttgart) |
| Geschäftsführer | Alexander Maschke |
| Angebot | 3-Säulen- bzw. KI-Trading-Kurs mit 7 Modulen, Live-Calls, Einzelcoaching, Mini-Kurs |
| Märkte | Börsenhandel allgemein, Demophase über ein CFD-Konto mit Hebel 30 |
| Preis Hauptkurs | auf der Webseite nicht gefunden, Zugang über ein Erstgespräch |
| Laufzeit | Videoportal 5 Jahre, Live-Calls 8 Monate (laut AGB) |
| Bewertungen | Google 4,6 aus 20, Trustpilot keine (Stand 25.10.2026) |
Incainco GmbH: die Firma hinter dem Kurs
Das Impressum nennt als Anbieter die incainco GmbH, vertreten durch Alexander Maschke. Im gemeinsamen Registerportal der Länder steht sie am 25. Oktober 2026 unter Amtsgericht Nürnberg, HRB 41539, mit Sitz in Altdorf und dem Status aktuell. Eingetragen wurde sie laut dem Datendienst North Data im März 2023 mit 25.000 Euro Stammkapital.
Das Impressum der Kursseite nennt ein falsches Registergericht. Dort steht als Registergericht Amtsgericht Stuttgart, bei derselben Nummer 41539. Das Impressum der Firmenseite incainco.de nennt dagegen richtig Nürnberg. Dazu kommt ein zweiter Namensfehler: Im Abschnitt über Maschke heißt die Firma „Inainco GmbH“, im Seitenfuß derselben Seite Incainco GmbH. Beides sind Kleinigkeiten, aber genau an solchen Stellen prüft ein vorsichtiger Kunde, mit wem er einen Vertrag schließt.
Die AGB nennen dagegen Alexander Maschke als Vertragspartner. Laut § 2 der AGB auf der Kursseite kommt der Vertrag „mit Alexander Maschke“ zustande, als Gerichtsstand nennen sie den Sitz der incainco GmbH. Wer den konkreten Vertrag schließt, ist daraus nicht eindeutig ersichtlich. Prüfe deshalb Angebot und Bestellbestätigung, bevor du zahlst.
Was die Firmenseite incainco.de zusätzlich anbietet
Auf incainco.de wirbt die GmbH mit vier Geschäftsfeldern, von denen nur eines der Trading-Kurs ist. Unter „KI-Investments“ heißt es, mit dem KI-System Tradingmasterbot würden Aktien, Devisen, Rohstoffe und Kryptos automatisiert gehandelt, es könnten damit „auch Fremdkapitalkonten hochgetradet werden“. Weitere Seiten bieten Investment-Beteiligungen an internationalen Projekten sowie Steuermodelle, Auslandsfirmen und Hilfe beim Auswandern an. Laut den Seitendaten der Firmenseite wurden diese Unterseiten zuletzt im März 2024 geändert.
Wir haben die Firma deshalb auch in der Datenbank der Finanzaufsicht gesucht. In der Unternehmensdatenbank der BaFin ergab die Suche am 25. Oktober 2026 unter incainco und unter Maschke keinen Treffer, die Kontrollsuche nach „Deutsche Bank“ funktionierte. Daraus lässt sich weder eine Erlaubnispflicht noch ein unerlaubtes Geschäft ableiten. Ob die beworbenen Leistungen überhaupt angeboten werden und wie sie gestaltet sind, geht aus der Firmenseite nicht hervor.
Was bietet Alexander Maschke an?
Das Hauptprodukt ist ein Online-Kurs, den Maschke mal „3-Säulen-Strategie“ und mal „KI-Trading-Strategie“ nennt. Laut Startseite besteht er aus sieben Modulen mit Videos auf einer Lernplattform, wöchentlichen Live-Calls an drei bis sechs Tagen pro Woche, Einzelcoaching bei Bedarf und einem Support rund um die Uhr. Im Verkaufsvideo nennt er zusätzlich eine Signalgruppe und Scalping als Zusatzangebot.
Was genau die drei Säulen sind, verrät die Webseite nicht. Im Verkaufsvideo „Bestes Geschäftsmodell 2026“ beschreibt Maschke eine „Trading-Schablone“ und den Fokus auf Wirtschaft und Politik statt reiner Chartanalyse. Ein gutes Werkzeug ersetzt aber nicht den Umgang mit Verlusten. Wie du Positionsgröße und Stopps planst, zeigt unser Ratgeber zum Risikomanagement im Trading.
Neben dem Kurs bewirbt Maschke einen KI-Bot mit sehr hohen Renditen. Im Video spricht er von „über 200 Prozent“ für 2023 und rund 180 Prozent für 2024 und sagt dazu, er müsse „noch mal nachfragen“. Einen Track Record des Bots haben wir nicht gefunden. Worauf du bei solchen Systemen achten solltest, steht in unserem Test der Trading-Bots.
Der Mini-Kurs als Einstieg
Der günstigste Einstieg ist ein Mini-Kurs, dessen Preis im Abschnitt zu den Kosten steht. Die Bestellung läuft über Stripe, Zahlungsempfänger ist laut Bestellseite „incainco“, bezahlt wird per Karte, PayPal oder Klarna. Die Kursseite verspricht, du lernst, „in jeder Marktphase als Gewinner“ hervorzugehen, und zeigt Auszahlungen von 432, 610 und 2.165 Euro, ohne zu sagen, von wem sie stammen.
Die versprochene Demo hinter dem Menüpunkt „Demo“ führt ins Leere. Der Link zeigt auf die Subdomain go.alexander-maschke.de, die am 25. Oktober 2026 nicht erreichbar war. Eine zweite Demo-Seite bewirbt ein Video, in dem Maschke erklärt, wie du „in 12 Wochen sicher und langfristig“ handelst, „mit Erfolgsgarantie“. Was diese Garantie bedeutet, steht in den AGB.
Was kostet der Kurs von Alexander Maschke?
Einen Preis für den Hauptkurs haben wir auf der Webseite nicht gefunden. Wir haben alle acht Seiten aus der Sitemap der Kursseite geprüft, dazu die AGB und die Datenschutzerklärung. Keine davon nennt einen Betrag für den Kurs, öffentlich ausgepreist ist nur der Mini-Kurs mit 49 Euro.
Der Weg zum Kurs führt über ein kostenloses Erstgespräch. Gebucht wird es über Calendly, laut FAQ wirst du dann zum vereinbarten Termin angerufen. Ohne veröffentlichten Preis lässt sich das Angebot vorher nicht mit anderen Kursen vergleichen.
Die AGB verraten immerhin, wie bezahlt wird. Fällig ist der Betrag fünf Tage nach Rechnung, alternativ ist eine monatliche Ratenzahlung vorgesehen, deren Raten jeweils zum Monatsersten fällig werden. Für den Verzug sehen die AGB 9 Prozentpunkte über dem Basiszins und eine Pauschale von 40 Euro vor, ob das gegenüber jedem Kunden wirksam ist, haben wir nicht geprüft. Wie viel strukturierte Ausbildungen mit Betreuung am Markt kosten, zeigt unser Überblick über das Trading Coaching.
Frag im Erstgespräch nach dem Gesamtbetrag, nicht nach der Monatsrate. Laut AGB ist die ordentliche Kündigung während der vereinbarten Laufzeit ausgeschlossen, nur eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt möglich. Lass dir deshalb den Gesamtbetrag vor der Buchung schriftlich geben.
Was in den AGB steht und auf der Startseite nicht
Die AGB sind die wichtigste Quelle zu diesem Kurs, weil sie Laufzeit, Kündigung und Garantie regeln. Wir haben sie am 25. Oktober 2026 vollständig gelesen. Fünf Punkte solltest du kennen, bevor du ins Erstgespräch gehst.
- Laufzeit: Das Videoportal steht dir fünf Jahre offen, die Live-Calls nur acht Monate. Die Startseite erwähnt diese Grenze nicht
- Keine ordentliche Kündigung: Während der Laufzeit ist sie ausgeschlossen, die außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt erhalten. Einzelne Coachings lassen sich nicht stornieren. Verpasst du Termine wegen Krankheit oder Urlaub, bekommst du kein Geld zurück, sondern einen Ersatztermin
- Kein Erfolgsversprechen: Maschke gibt laut § 8 „kein Erfolgsversprechen“ und keine Garantie, dass deine Ziele erreicht werden, außer es wird schriftlich vereinbart
- Widersprüchliche Haftung: § 8 sagt erst, Maschke hafte für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit unbegrenzt, und wenige Sätze später, er übernehme dafür keine Haftung
- Kein Widerrufshinweis: Eine Widerrufsbelehrung fanden wir weder in den AGB noch auf einer eigenen Seite. Sie ist auch nicht in der Sitemap verzeichnet
Die Haftungsklausel bewerten wir nicht juristisch, wir referieren nur, was dort steht. Wichtig für dich ist der Unterschied zwischen Werbung und Vertrag: Auf der Startseite stehen Gewinne im Crash, auf der Demo-Seite und im Verkaufsvideo eine Erfolgsgarantie, im Vertrag die Pflicht, dir Videos und Calls bereitzustellen.
Was hinter der Erfolgsgarantie steckt
Die Erfolgsgarantie von Alexander Maschke ist kein Geld-zurück-Versprechen, sondern die Zusage, länger betreut zu werden: Wer bestimmte Bedingungen erfüllt, darf laut AGB so lange im Kurs bleiben, bis er auf einem Demokonto 10.000 Euro Gewinn erreicht hat.
Die Bedingungen stehen in § 11 der AGB unter der Überschrift „So lange wie nötig“. Du musst Modul 7 erreichen, dafür in den Modulen 4 bis 6 jeweils mindestens drei Zoom-Live-Calls besuchen und mindestens an jedem zweiten Sonntagsstream teilnehmen. In Modul 7 handelst du ein CFD-Demokonto mit 20.000 Euro und Hebel 30. Das Ziel von 10.000 Euro entspricht 50 Prozent Gewinn auf diesem Spielgeld.
Im Verkaufsvideo klingt dieselbe Garantie weicher. Dort sagt Maschke: „Wir sind so lange für dich da, bis es bei dir funktioniert. Das ist unsere Erfolgsgarantie an dich.“ Gemeint ist also mehr Betreuung, keine Erstattung und kein garantierter Gewinn auf echtem Geld.
Das Fremdkapitalkonto
Die AGB stellen außerdem ein Fremdkapitalkonto in Aussicht. Dafür musst du Modul 7 erreichen, auf dem Demokonto mindestens 20 Prozent Gewinn erreichen und darfst höchstens 10 Prozent Drawdown haben. Dazu heißt es nur: „dies muss mindestens in 2 Monaten erreicht werden“. Welche Messperiode gemeint ist, bleibt offen. Zusätzlich muss die Ratenzahlung ohne Ausfall bis zur Hälfte des Gesamtbetrags gelaufen sein. Erst dann kannst du laut § 11 den Garantieanspruch und das Fremdkapitalkonto nutzen.
Wer das Kapital für dieses Konto stellt, sagen die AGB nicht. Nicht genannt werden auch Kontogröße, Gewinnbeteiligung und die Frage, wer Verluste trägt. Frag danach im Erstgespräch und lass dir die Antwort schriftlich geben. Wie seriöse Anbieter solches Kapital vergeben, zeigt unser Vergleich der Prop-Trading-Firmen.
ZFU-Zulassung nicht gefunden
In der Anbieterliste der ZFU haben wir weder Maschke noch die Incainco GmbH gefunden. Wir haben am 25. Oktober 2026 die Anbieterauswahl der Lehrgangssuche der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht nach incainco, Inainco und Maschke durchsucht, ohne Treffer. Ob ein Lehrgang unter einem anderen Namen zugelassen ist, konnten wir damit nicht ausschließen.
Was das bedeutet, ist eine juristische Frage, die wir nicht entscheiden. Nach § 7 FernUSG ist ein Fernunterrichtsvertrag ohne die erforderliche Zulassung nichtig. Der Bundesgerichtshof hat die mögliche Anwendung des Gesetzes auf Online-Coachings am 12. Juni 2025 bestätigt (III ZR 109/24) und am 5. Februar 2026 präzisiert (III ZR 137/25): Unterricht über synchrone, wechselseitige Kommunikation wie Live-Calls gilt nicht als räumlich getrennt, und entscheidend ist der Vertragsinhalt. Maschkes AGB sehen beides vor, fünf Jahre Videoportal und acht Monate Live-Calls, und knüpfen den Fortschritt an Teilnahme und Demo-Ergebnisse. Ob das Fernunterricht ist, entscheiden im Einzelfall Gerichte, nicht wir.
Die Zahlen auf der Webseite im Faktencheck
Die Webseite arbeitet mit vielen Zahlen, und die meisten davon lassen sich von außen nicht prüfen. Wir haben die wichtigsten gegen ihre Quelle und gegen die anderen Angaben derselben Seite gehalten. Das Ergebnis ist kein Betrugsvorwurf, aber ein deutliches Muster: große Versprechen, kleine Belege.
172 Prozent im Jahr, zehn Jahre lang
Auf der Startseite steht ein „10-jähriger Track-Rekord mit etwa 172 % jährlicher Rendite im Schnitt“. Wie die Zahl berechnet ist, sagt die Seite nicht. Ein Rechenbeispiel zeigt, wie groß sie ist: Bei konstant 172 Prozent im Jahr, voller Wiederanlage und ohne Entnahmen würden aus 1.000 Euro in zehn Jahren rund 22 Millionen Euro. Jahresergebnisse, Ein- und Auszahlungen oder eine Kontohistorie über diese zehn Jahre zeigt die Seite nicht. Belegt ist nur der Zeitraum, um den es im nächsten Abschnitt geht.
Der Track Record aus dem Crash
Die einzige gezeigte Performanceübersicht umfasst gut fünf Wochen. Unter der Überschrift „Selbst im Crash Geld an der Börse verdienen“ zeigt die Startseite einen Screenshot aus einem Tracking-Dienst wie Myfxbook: ein Echtgeldkonto in US-Dollar bei ActivTrades, Hebel 1:30, MetaTrader 4, vom 11. März bis 17. April 2025. Ausgewiesen sind 57,49 Prozent Gewinn bei 5,58 Prozent maximalem Drawdown. Eingezahlt wurden rund 4.000 Dollar, der Kontostand lag bei 6.298 Dollar. Im Verkaufsvideo spricht Maschke selbst von „nur 5 Wochen“.

Fünf Wochen sind ein guter Lauf, aber kein Beleg für eine Strategie. Ein kurzes Fenster, ein kleines Konto und ein selbst ausgewählter Zeitraum sagen wenig darüber, was ein Schüler über Jahre erwarten kann. Einen öffentlichen Link zum Konto, mit dem man den aktuellen Stand nachprüfen könnte, haben wir nicht gefunden. Maschke schreibt dazu: „Frag sehr gerne nach mehr Beweisen.“ Genau das solltest du im Erstgespräch tun, und zwar nach einem verifizierten Konto über mindestens ein Jahr. Ein Screenshot zeigt Zeitraum und Werte, eine geprüfte Kontohistorie ersetzt er nicht.
Die Erfolgsquote von 80 bis 100 Prozent
Die Erfolgsquote bezieht sich nur auf einen Teil der Kunden. Laut FAQ berichten „von den Teilnehmern, die Modul 7 erreicht haben und aktiv traden“, 80 bis 100 Prozent, dass sie nachhaltig im Gewinn sind. Gemessen wird das per Umfrage, also durch Selbstauskunft. Wer den Kurs abbricht, Modul 7 nicht erreicht oder nicht mehr tradet, wird nicht erfasst. Wie viele das sind, sagt die Seite nicht. Eine Quote ohne Grundgesamtheit sagt deshalb wenig über deine eigenen Chancen.
600, 130, 125 und 172: die Kundenzahlen
Die Webseite nennt mehrere unterschiedlich bezeichnete Kundenzahlen. Ganz oben stehen „600+ erfolgreiche Teilnehmer“, im Seitenfuß „130+ erfolgreiche Teilnehmer“, bei den Kundenstimmen „125+ weitere Kundenergebnisse“ und beim Mini-Kurs „172+ erfolgreiche Käufer“. Das sind Mindestangaben für verschiedene Gruppen, sie können gleichzeitig stimmen. Wie sie zueinander stehen, erklärt die Seite aber nicht, und die 600 werden auf derselben Seite nicht weiter belegt.
Die Kundenstimmen nennen hohe Monatsrenditen. Ein Teilnehmer spricht von 10 bis 15 Prozent Gewinn im Monat, ein anderer von 20 Prozent im Monat, ein dritter von 2.000 bis 3.000 Euro monatlich. Die Seite schreibt darunter selbst, die Ergebnisse könnten „individuell variieren“. Belege zu diesen Monatsrenditen zeigt die Seite nicht. Wie realistisch solche Renditen im Daytrading sind, ordnet unser Grundlagenartikel zum Daytrading ein.
Der Award 2026 als zweitbester Tradingkurs
Der Award stammt von finanzcoachingtest.de, einer Seite, die laut Impressum eine LLC in New Mexico betreibt. Dort steht Maschke auf Platz 2 einer Liste von fünf Online-Kursen. Die Betreiber beschreiben sich als „drei Freunde“ in den USA, Dubai und Gibraltar. Auf der Seite fanden wir keine erläuterten Bewertungskriterien, nur den Hinweis auf „sorgfältig festgelegte Kriterien“.
Die Begründung des Awards nennt dieselben Kennzahlen, mit denen auch Maschke wirbt. Genannt werden rund 600 betreute Kunden, sieben Module, mindestens 80 Prozent erfolgreiche Kunden und ein Kryptobot mit rund 200 Prozent Gewinn im Jahr. Eine dokumentierte Prüfung dieser Zahlen fanden wir auf der Award-Seite nicht. Für deine Entscheidung ist das Siegel deshalb kein Beleg, sondern eine weitere Werbeaussage, die du hinterfragen solltest.
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Erfahrungen mit Alexander Maschke: was Kunden schreiben
Unabhängige Kundenstimmen haben wir kaum gefunden. Auf Trustpilot hatte die Domain alexander-maschke.de am 25. Oktober 2026 keine einzige Bewertung, das Profil ist nicht beansprucht. Bei unserer Recherche blieben vor allem die Google-Rezensionen zum Firmeneintrag in Altdorf.
Bei Google steht Maschke bei 4,6 von 5 Sternen aus 20 Rezensionen. Google weist selbst darauf hin, dass die Rezensionen nicht überprüft werden. Die ohne Anmeldung sichtbaren Stimmen sind ein bis zwei Jahre alt. Gelobt werden Fachwissen und Betreuung, in einer Rezension ist von 3.000 Euro Gewinn im Monat die Rede.
Eine kritische Rezension hat der Inhaber beantwortet. In einer Rezension schreibt jemand, der den Kurs nach eigener Aussage vor über zwei Jahren gekauft hatte und vor allem Scalping lernen wollte, von seiner Enttäuschung. Die Antwort des Inhabers verweist auf die Quote von 80 bis 100 Prozent in Modul 7, „in das du nie gekommen bist“. Ob die Kritik an der gewünschten Scalping-Ausbildung berechtigt ist, lässt sich anhand dieser Antwort nicht beurteilen.
Zwanzig Rezensionen sind keine Statistik. Wer mehr wissen will, sollte im Erstgespräch nach Kontakten zu zwei, drei Teilnehmern fragen, die den Kurs vor über einem Jahr abgeschlossen haben, und mit ihnen ohne den Anbieter sprechen. Weitere Anbieter mit nachprüfbaren Angaben findest du in unserem Vergleich der Trading-Kurse.
Vorteile und Nachteile von Alexander Maschke
Die Übersicht fasst zusammen, was in den Abschnitten oben belegt ist. Auf der Plus-Seite stehen vor allem Angaben zur Betreuung, die wir nicht selbst testen konnten.
Was für den Kurs von Alexander Maschke spricht
- Viel Betreuung laut eigener Beschreibung. Live-Calls an drei bis sechs Tagen pro Woche und Einzelcoaching bei Bedarf.
- Langer Zugang zu den Videos. Das Videoportal bleibt laut AGB fünf Jahre offen.
- Niedrige Hürde zum Kennenlernen. Es gibt einen Mini-Kurs und ein kostenloses Erstgespräch.
- Ehrlicher Risikohinweis im FAQ. Dort steht, dass beim CFD-Handel rund 80 Prozent der Menschen Geld verlieren.
Was gegen den Kurs von Alexander Maschke spricht
- Kein veröffentlichter Preis. Den Kurspreis fanden wir nicht, der Weg führt über ein Erstgespräch.
- Keine ordentliche Kündigung während der Laufzeit. Nur die außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt.
- Unbelegte Rendite-Aussagen. 172 Prozent im Jahr über zehn Jahre, belegt sind fünf Wochen.
- Ungenaue Angaben. Registergericht und Firmenname stimmen nicht, die Kundenzahlen werden nicht erklärt.
- ZFU-Zulassung nicht gefunden, kaum unabhängige Bewertungen. Auf Trustpilot gibt es null Stimmen.
Für wen der Kurs passt und für wen nicht
Der Kurs passt am ehesten zu Einsteigern, die eng begleitet werden wollen und dafür viel Zeit einplanen. Laut Award-Seite brauchen Kunden im Schnitt etwa acht Monate bis zu ersten Erfolgen, laut Verkaufsvideo vier bis sechs Monate „lernen und reinkommen“. Wer an mehreren Tagen pro Woche an Live-Calls teilnehmen kann, nutzt das Angebot am besten aus.
Nicht passen dürfte er für alle, die vorher wissen wollen, was sie zahlen und was sie bekommen. Ohne veröffentlichten Preis, ohne ordentliche Kündigung und ohne langen Track Record kaufst du vor allem ein Versprechen. Wer lieber auf eine geprüfte Struktur setzt, findet in unserem Überblick zur Trading-Ausbildung Kriterien, an denen sich seriöse Angebote messen lassen. Wie stark der Hebel von CFDs auf dein Konto wirkt, erklärt unser Beitrag zur ESMA-Regulierung.
Fazit: viel Versprechen, wenig Belege
Alexander Maschke ist kein Anbieter, vor dem ich warnen würde, aber auch keiner, den ich empfehlen kann. Die Firma existiert, Impressum und AGB sind vorhanden, der Kurs bietet laut Beschreibung viel Betreuung, und das FAQ benennt das Verlustrisiko beim CFD-Handel offen.
Was fehlt, ist Überprüfbarkeit an genau den Stellen, an denen es teuer wird. Einen Preis haben wir nicht gefunden, die 172 Prozent Jahresrendite sind nicht belegt, die Erfolgsquote erfasst nur aktive Teilnehmer ab Modul 7, und der Award stammt von einer Seite ohne erläuterte Kriterien. Jeder Punkt für sich wäre eine Kleinigkeit. Zusammen ergeben sie für mich ein Bild, das mehr nach Vertrieb als nach Ausbildung aussieht.
Am meisten stört mich der Abstand zwischen Werbung und AGB. Die Startseite zeigt Gewinne im Crash, Demo-Seite und Verkaufsvideo versprechen eine Erfolgsgarantie. In den AGB steht, dass ausdrücklich kein Erfolg geschuldet wird und die Garantie aus Demo-Gewinnen und längerer Betreuung besteht. Lass dir deshalb schriftlich bestätigen, welche Betreuung und welche Garantie Teil deines Angebots sind.
Wenn du trotzdem ins Erstgespräch gehst, geh vorbereitet. Frag nach dem Gesamtpreis, nach einem verifizierten Konto über mindestens ein Jahr, nach dem Kapitalgeber des Fremdkapitalkontos und nach einer ZFU-Zulassung. Prüfe außerdem, wer dein Vertragspartner ist.
Nach über 40 Jahren am Markt bleibt mein Punkt derselbe. Kein Kurs macht dich profitabel, er kann dir höchstens Umwege ersparen. Wer mit 172 Prozent im Jahr rechnet, wird enttäuscht, egal bei welchem Anbieter er bucht.
Häufige Fragen zu Alexander Maschke
Ist Alexander Maschke seriös?
Die Firma existiert: Die incainco GmbH ist beim Amtsgericht Nürnberg unter HRB 41539 eingetragen, Impressum und AGB sind vorhanden. Gegen ein klares Ja sprechen unbelegte Rendite-Aussagen, ein falsches Registergericht im Impressum, kein Treffer in unserer ZFU-Suche und keine Bewertungen auf Trustpilot. Einen Betrugsvorwurf leiten wir daraus nicht ab.
Wie teuer ist das Coaching von Alexander Maschke?
Einen Preis für den Hauptkurs haben wir nicht veröffentlicht gefunden, der Weg führt über ein kostenloses Erstgespräch. Öffentlich ausgepreist ist nur der Mini-Kurs für 49 Euro. Laut AGB ist eine monatliche Ratenzahlung möglich, eine ordentliche Kündigung während der Laufzeit aber ausgeschlossen.
Wer steckt hinter Alexander Maschke?
Das Impressum nennt die incainco GmbH aus Altdorf bei Nürnberg, Geschäftsführer ist Alexander Maschke selbst. Die AGB nennen dagegen Maschke persönlich als Vertragspartner. Die GmbH wurde 2023 eingetragen und bewirbt auf incainco.de zusätzlich KI-Investments, Beteiligungen und Steuermodelle.
Was ist die Erfolgsgarantie von Alexander Maschke?
Keine Geld-zurück-Garantie. Laut § 11 der AGB darfst du länger im Kurs bleiben, bis du auf einem Demokonto mit 20.000 Euro einen Gewinn von 10.000 Euro erreicht hast. Voraussetzung sind Modul 7, regelmäßige Teilnahme an Live-Calls und Sonntagsstreams.
Wie lange läuft der Kurs von Alexander Maschke?
Laut AGB hast du nach vollständiger Bezahlung fünf Jahre Zugang zum Videoportal und acht Monate Zugang zu den Live-Calls. Eine ordentliche Kündigung ist während dieser Zeit ausgeschlossen, eine außerordentliche aus wichtigem Grund bleibt möglich.
Gibt es einen Track Record von Alexander Maschke?
Auf der Startseite zeigt Maschke einen Screenshot eines Echtgeldkontos bei ActivTrades über gut fünf Wochen im März und April 2025 mit 57,49 Prozent Gewinn. Einen Beleg für die beworbenen 172 Prozent im Jahr über zehn Jahre haben wir nicht gefunden.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH sowie Betreiber von kagels-trading.de. Als diskretionärer Price-Action-Trader ist er seit 1980 an den Märkten aktiv und handelt Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte.
In den späten 1980er-Jahren übersetzte Karsten die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Joe Ross‘ Repräsentant in Deutschland und übersetzte sowie veröffentlichte zehn Ross-Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Diesen Erfahrungsbericht schreibt er aus der Sicht eines Trading-Ausbilders, der den Kurs von Alexander Maschke nicht selbst gebucht hat. Geprüft wurden deshalb Vertrag, Firmendaten und Werbeaussagen anhand der Primärquellen, nicht anhand von Erfolgsversprechen.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.












