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OpenAI Aktie Prognose 2026: Bewertung, Börsengang und Szenarien bis 2030

Zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2026

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13 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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Stand 25. Oktober 2026. Einen Kurs gibt es noch nicht. Wir schreiben diese Analyse laufend fort und stellen sie am Tag der Erstnotiz auf tägliche Chartanalyse um.

Pro Dollar Umsatz ist OpenAI teurer bewertet als Anthropic, und seit dem 8. Oktober weiß man, dass ein Teil dieses Abstands nur eine Buchungsfrage ist. Das ist der Ausgangspunkt jeder OpenAI Prognose, die du heute lesen kannst, solange es keinen Kurs gibt. Und einen Kurs wird es so bald nicht geben: Am 12. September hat Sam Altman einen Börsengang in diesem Jahr ausgeschlossen, und seitdem verhandeln Investoren über eine private Runde statt über eine Erstnotiz. Zuletzt ging es laut Medienberichten um 1,25 Billionen Dollar, weniger als die 1,4 Billionen vom September.

Diese Prognose ist deshalb eine Rechnung, keine Chartanalyse. Ich zeige, welche Bewertung belegt ist, welcher Umsatz sie tragen müsste und was die Börsengänge von SpaceX und Anthropic über die ersten Monate nach der Erstnotiz verraten. Kursziele nenne ich bewusst nicht. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

OpenAI Prognose aktuell in 30 Sekunden

  • Bewertungsprognose statt Kursprognose: Weil kein Kurs existiert, lässt sich nur einordnen, welchen Unternehmenswert ein Börsengang aufrufen dürfte.
  • Kein Kurs, kein Termin: OpenAI ist privat. Finanzchefin Sarah Friar nennt 2027, Sam Altman schloss am 12. September 2026 aus.
  • Letzte belegte Bewertung 852 Milliarden Dollar aus der Runde vom 31. März 2026. Laut CNBC und Bloomberg steht OpenAI kurz vor einer Runde über bis zu 30 Milliarden frisches Kapital bei 1,25 Billionen, im September waren noch 1,4 Billionen im Gespräch.
  • Umsatz vorläufig: rund 6,7 Milliarden Dollar im zweiten Quartal 2026, auf vier Quartale hochgerechnet 26,8 Milliarden. Die getrennt gemeldete Jahresrate für September liegt bei fast 50 Milliarden.
  • Rechnerisch teurer als Anthropic: Am hochgerechneten Quartalsumsatz liegt OpenAI beim 32-fachen und Anthropic beim 21-fachen. An der Jahresrate sind es 17 gegen 15.
  • Wie groß der Abstand wirklich ist, weiß niemand: Erlöse über Cloud-Partner bucht nur Anthropic voll als Umsatz, OpenAI nicht. Bei einheitlicher Rechnung bliebe von dem Aufschlag weniger übrig, wie viel genau, zeigen erst die Prospekte.
  • Der Maßstab soll im November kommen: Anthropic hat die geplante Erstnotiz von Oktober auf November geschoben. Sie setzt den ersten Börsenpreis für einen KI-Modellanbieter, wenn sie kommt.

OpenAI Aktie Prognose: der belegte Stand am 25. Oktober 2026

Eine OpenAI Prognose ist derzeit keine Kursprognose, sondern eine Bewertungsprognose. Weil kein Kurs existiert, lässt sich nur einordnen, welchen Unternehmenswert ein Börsengang aufrufen dürfte und welcher Umsatz diesen Wert tragen müsste.

Der Zeitplan hat sich in drei Wochen zweimal geklärt. Am 19. August sagte Finanzchefin Sarah Friar laut CNBC vor Mitarbeitern, OpenAI werde 2027 an der Börse sein, früher nur bei weiter starkem Wachstum. Am 12. September schloss Sam Altman in einem Fortune-Interview 2026 ausdrücklich aus und verwies auf die Debatte um die Sicherheit von KI, berichtete Reuters.

Formal liegt nur ein vertraulicher Antrag vor. OpenAI hat im Juni 2026 einen Entwurf des Börsenprospekts bei der SEC eingereicht. Ich habe die Firmensuche im EDGAR-Register fünfmal nach dem Formular S-1 abgefragt, zuletzt am 25. Oktober 2026: kein Treffer unter diesem Namen. Die vertrauliche Einreichung hat OpenAI selbst mitgeteilt, sie erzeugt keinen Registereintrag. Ohne öffentlichen Prospekt gibt es keine Preisspanne, keine Aktienzahl und kein Kürzel, also auch keinen Preis je Aktie.

Diese Bewertungsmarken ersetzen die Kursmarken, die es noch nicht gibt. Die gelb markierte Zeile ist der letzte belegte Stand:

Bewertung (Mrd. Dollar)Bedeutung
1.500Anspruch von OpenAI laut New York Times, September 2026.
1.400Verhandlungsstand Ende September laut Bloomberg, vor dem frischen Geld.
1.250Stand der Verhandlungen laut CNBC und Bloomberg vom 22. Oktober, vor dem frischen Geld (pre-money).
1.200Erstes Angebot von Investoren, Anfang September 2026.
965Anthropic im Mai 2026. Messlatte des Konkurrenten.
852Letzte belegte Bewertung. Runde vom 31. März 2026, nach dem Geld (post-money).
500Oktober 2025. Seitdem rund 70 Prozent mehr.

Die 1,25 Billionen sind der aktuelle Verhandlungsstand. Laut CNBC vom 22. Oktober steht OpenAI kurz vor einer Runde über bis zu 30 Milliarden Dollar, angeführt vom Investor Coatue und von Geldgebern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bloomberg meldete am selben Tag dieselbe Bewertung. Ende September hatte Bloomberg noch von 1,4 Billionen berichtet, als Brücke bis zum Börsengang. Der neue Stand liegt 150 Milliarden darunter.

Achte auf die Rechenweise. Die 1,25 Billionen gelten vor dem frischen Geld, die 852 Milliarden vom März dagegen danach. Beide Zahlen stehen also nicht auf derselben Grundlage. Kämen die vollen 30 Milliarden dazu, wären es nach der Runde rund 1,28 Billionen und damit etwa das 26-fache der Jahresrate. Abgeschlossen ist die Runde nicht, die Konditionen können sich laut beiden Berichten noch ändern.

Kurz gesagt: Belegt sind der vertrauliche Antrag, die Absicht für 2027 und eine private Bewertung von 852 Milliarden Dollar. Die Beträge zwischen 1,2 und 1,5 Billionen sind Verhandlungsstände, keine gezahlten Preise. Investoren sind laut CNBC von sich aus auf OpenAI zugegangen.

Welche Bewertung steckt hinter der OpenAI Aktie?

Die entscheidende Kennzahl ist das Verhältnis von Bewertung zu Umsatz. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis sagt dir, das Wievielfache seines Jahresumsatzes ein Unternehmen kostet. Bei privaten Firmen ohne Kurs rechnet man mit der zuletzt gezahlten Bewertung.

Alle Umsatzzahlen sind vorläufig. OpenAI veröffentlicht keine geprüften Abschlüsse, laut CNBC lag der Umsatz 2025 bei 13,1 Milliarden Dollar. Für das zweite Quartal 2026 meldete OpenAI seinen Investoren laut Wall Street Journal rund 6,7 Milliarden, auf vier Quartale hochgerechnet also 26,8 Milliarden. Davon zu trennen ist die Jahresrate: der Umsatz eines einzelnen Monats mal zwölf. Sie lag im September bei fast 50 Milliarden. Beide Zahlen sind Hochrechnungen und kein Jahresumsatz.

KennzahlOpenAIAnthropic
Letzte Bewertung852 Mrd. $965 Mrd. $
Umsatz 2. Quartal 2026rund 6,7 Mrd. $über 11,5 Mrd. $
Jahresratefast 50 Mrd. $ (Sep.)über 65 Mrd. $ (Juli)
Vielfaches, Quartal hochgerechnetrund 32-fachrund 21-fach
Vielfaches der Jahresraterund 17-fachrund 15-fach
Eigene Rechnung: Bewertung geteilt durch (Quartalsumsatz mal vier) beziehungsweise durch die gemeldete Jahresrate. Unterschiedliche Berichtsmonate und Umsatzdefinitionen, kein bereinigter Vergleich zum selben Stichtag.

Auf diesen Zahlen liegt OpenAIs Vielfaches höher. Rechnet man die Quartalsumsätze auf ein Jahr hoch, kostet OpenAI das rund 32-fache, Anthropic das rund 21-fache. Gegen die Jahresrate schrumpft der Abstand auf 17 gegen 15, denn OpenAI meldete für September fast 50 Milliarden und Anthropic im Juli über 65, berichtete CNBC. Gegen den Umsatz von 2025 steigt der Wert auf das 65-fache. Die Monate sind unterschiedlich, die Zahlen also nicht auf denselben Tag bezogen.

Diese 50 Milliarden sind die wichtigste Zahl dieses Updates. Vorher hatten Investoren für denselben Monat fast 70 Milliarden gehört. Die Lücke entstand nach einem Bericht von Reuters vor allem beim Versuch, OpenAIs Zahl mit der von Anthropic vergleichbar zu machen. Zuerst berichtet hatte die Financial Times.

Das ist kein Umsatzrückgang, auch wenn es so aussieht. Beide Zahlen beschreiben denselben Monat September, nur nach zwei Zählweisen. Wer die 70 gegen die 50 stellt, vergleicht keine zwei Zeitpunkte, sondern zwei Rechenarten.

Dahinter steckt ein Unterschied in der Buchhaltung, den du kennen solltest. Verkäufe, die über Cloud-Partner wie Amazon Web Services oder Google Cloud laufen, bucht Anthropic voll als Umsatz und zieht den Anteil des Partners als Kosten ab. OpenAI zählt sie so nicht mit. Laut einer Reuters-Auswertung liefen bei Anthropic im vergangenen Jahr rund die Hälfte der Erlöse über diesen Weg. Ein Teil des Aufschlags, den OpenAI in meiner Tabelle trägt, ist also kein Bewertungsunterschied, sondern eine Zählweise. Wie groß der Abstand bei einheitlicher Rechnung wäre, lässt sich von außen nicht bestimmen. Dafür braucht es beide geprüften Prospekte.

Auch die 1,25 Billionen würden die Rechnung verschärfen. Zu diesem Wert läge OpenAI beim rund 47-fachen des hochgerechneten Quartalsumsatzes und beim 25-fachen der Jahresrate. Zahlst du diesen Preis, setzt du auf einen Umsatz, der sich bis zur Erstnotiz noch einmal deutlich steigert. Die Anthropic Prognose rechnet dieselbe Frage für den Konkurrenten durch.

Dazu kommen Verpflichtungen, die im Umsatz nicht sichtbar sind. OpenAI hat sich laut Microsoft verpflichtet, zusätzliche Cloud-Leistungen für 250 Milliarden Dollar abzunehmen. Das Unternehmen ist nicht profitabel. Wie schwer diese Zusagen gegen die Erlöse wiegen, zeigt erst der geprüfte Prospekt.

Drei Rechnungen, drei Antworten. Die Grafik darunter stellt sie nebeneinander: am Quartalsumsatz gemessen, an der Jahresrate und für den Fall, dass die 1,25 Billionen zustande kommen. Je länger der Balken, desto mehr zahlst du für einen Dollar Jahresumsatz.

OpenAI Aktie Prognose: Umsatzvielfaches von OpenAI und Anthropic, am Quartalsumsatz mal vier 32-fach gegen 21-fach, an der Jahresrate 17 gegen 15, bei verhandelten 1,25 Billionen Dollar 47-fach und 25-fach
Bewertung geteilt durch Umsatz. Am hochgerechneten Quartalsumsatz kostet OpenAI das 32-fache und Anthropic das 21-fache, an der Jahresrate 17 gegen 15. Die Berichtsmonate und die Umsatzdefinitionen unterscheiden sich, ein bereinigter Vergleich ist von außen nicht möglich. Eigene Rechnung, Stand 25. Oktober 2026.

OpenAI Prognose: Bull- und Bear-Szenario

Zwei Szenarien, klar getrennt. Keine Kursziele, weil es keinen Kurs gibt, sondern die Logik hinter beiden Verläufen.

Bull-Szenario

Der Umsatz wächst bis zum Börsengang 2027 so schnell weiter wie zuletzt. Die Run-Rate steigt von fast 50 Milliarden Dollar aus weiter, und der Abstand zu Anthropic schrumpft. ChatGPT bleibt mit über 900 Millionen wöchentlichen Nutzern die bekannteste KI-Anwendung, und das Abo- und Unternehmensgeschäft trägt immer mehr zum Umsatz bei. Die Rekordrunde über 122 Milliarden Dollar erlaubt es, den Termin in Ruhe zu wählen. Hält die Anthropic-Aktie im Herbst ihre Bewertung, könnten die derzeit verhandelten 1,25 Billionen als Maßstab für den Börsengang dienen.

Bear-Szenario

Das Wachstum bleibt hinter Anthropic zurück, und der Bewertungsaufschlag lässt sich nicht mehr begründen. Die Zusagen für Rechenzentren fressen die Erlöse, und die Verluste bleiben hoch. Nach mehreren Abgängen aus der Führung und einer schärferen Regulierung sinkt die Bereitschaft der Investoren, jeden Aufschlag zu zahlen. Fällt die Anthropic-Aktie nach der Erstnotiz, gerät auch die OpenAI-Bewertung unter Druck. Dann sind nicht die 1,25 Billionen der Maßstab, sondern die 852 Milliarden der letzten Runde. Der gemeldete Verhandlungsstand liegt inzwischen unter dem Septemberwert, die Ursache lässt sich daraus allein nicht ablesen.

Entscheiden wird der Prospekt. Er bringt geprüfte Zahlen, die Aktienzahl und die Preisspanne. Erst dann kannst du aus einer Bewertung einen Preis je Aktie rechnen.

Welche Faktoren entscheiden über den OpenAI Aktienkurs?

Diese Treiber behalte ich in der laufenden Fortschreibung im Blick. Sie entscheiden, ob aus der Bewertung ein Kurs wird, der trägt:

  • Die Sicherheitsdebatte: Altman begründete den Verzicht auf 2026 ausdrücklich mit der Sicherheit von KI. Auslöser war ein Vorfall im Juli, bei dem zwei OpenAI-Modelle eine abgeschottete Testumgebung verließen und in Systeme der Plattform Hugging Face eindrangen. Neue Regeln können Tempo und Kosten der Modellentwicklung verändern.
  • Ein Börsengang von Anthropic: Geht Anthropic als erster KI-Modellanbieter an die Börse, setzt die Erstnotiz den ersten öffentlichen Preis für ein Unternehmen dieser Art. Der Termin rückte nach einem Bericht des Wall Street Journal von Oktober auf November, damit vorher die Zahlen des dritten Quartals vorliegen.
  • Das Wachstumstempo: Friar nannte im August ein Plus der Run-Rate von 35 Prozent im laufenden Quartal. Hält dieses Tempo, schrumpft der Bewertungsaufschlag gegenüber Anthropic.
  • Die Kosten für Rechenleistung: Die Zusagen gegenüber Microsoft und anderen Anbietern gehen in die Hunderte Milliarden. Sie entscheiden, wann OpenAI Gewinne schreibt.
  • Die Stabilität der Führung: Im Sommer 2026 gingen unter anderem Umsatzchefin Denise Dresser und der langjährige Manager Brad Lightcap. Investoren achten auf solche Signale.
  • Die Rechtslage: Die Klage von Elon Musk wurde im Mai 2026 abgewiesen, Musk hat Berufung angekündigt.

Nicht jeder Treiber ist gleich schwer. Am stärksten wiegen aus meiner Sicht das Wachstumstempo und der Anthropic-Kurs, weil beide direkt auf die Bewertung wirken.

Was SpaceX und Anthropic über den OpenAI-Börsengang verraten

Der ehrlichste Teil dieser Prognose kommt aus dem eigenen Archiv. Wir haben den SpaceX-Börsengang vom ersten Tag an begleitet und die Kurse mitgeschrieben.

Die Zahlen in der Reihenfolge, in der sie kamen. Erstnotiz am 12. Juni 2026 zum Ausgabepreis von 135 Dollar, vier Tage später ein Hoch bei 225,64 Dollar, danach ein Tief bei 104,83 Dollar. Am 23. Oktober schloss die Aktie bei 147,49 Dollar. Den laufenden Verlauf führen wir in der SpaceX Aktie Prognose nach.

Die Lehre daraus ist unbequem und einfach. Das Beispiel zeigt, wie stark ein frischer Kurs schwanken kann. Neben den Geschäftszahlen können Zuteilung, Stimmung und Sperrfristen wirken. Es belegt das Risiko großer Ausschläge nach einer Erstnotiz, sagt aber nichts über deren Höhe bei OpenAI.

Den gemeldeten Termin kannst du selbst gegen das Register halten. In meiner Namenssuche nach Anthropic fand ich am 9. Oktober 2026 35 Treffer, allesamt Fonds und Zweckgesellschaften, und keine öffentliche Registrierung für das Unternehmen selbst. Am 14. und am 25. Oktober war das unverändert. Eine Namenssuche schließt eine Einreichung unter einem anderen Firmennamen nicht aus.

Das Verfahren setzt eine Frist, von der du zurückrechnen kannst. Wer den Weg über die vertrauliche Prüfung geht, muss die Registrierung samt der vertraulichen Entwürfe spätestens 15 Tage vor dem Beginn der Roadshow öffentlich einreichen, ohne Roadshow 15 Tage vor dem beantragten Wirksamkeitsdatum. So stehen es die Verfahrenshinweise der SEC. Der fehlende Eintrag bestätigt den November also nicht. Warte auf die öffentliche Einreichung und prüfe dann den angekündigten Zeitplan.

Anthropic ist der Probelauf, den OpenAI beobachten kann. Beide Unternehmen haben im Juni vertraulich eingereicht, Anthropic eine Woche früher. Geht Anthropic wie zuletzt geplant im November an die Börse, liegen vor einem OpenAI-Börsengang 2027 bereits Monate an Kursgeschichte vor. Diese Kurse dürften bei der Preisfindung von OpenAI eine Rolle spielen.

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OpenAI Aktie Prognose 2027: das mögliche Börsenjahr

Für 2027 lässt sich keine Kursprognose für OpenAI geben, weil der Ausgabepreis und die Aktienzahl fehlen. Einordnen lässt sich, welcher Umsatz eine Bewertung von 1,25 Billionen Dollar tragen würde.

Ein Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung. Angenommen, die Jahresrate verdoppelt sich bis zum Börsengang auf 100 Milliarden Dollar. Dann entspräche eine Bewertung von 1,25 Billionen dem 12,5-fachen Umsatz, deutlich weniger als heute; bleibt die Jahresrate bei 50 Milliarden, wäre es das 25-fache. Die Verdopplung ist eine Annahme für diese Rechnung, keine Erwartung von OpenAI.

Der Termin kann sich weiter verschieben. Reuters berichtete schon im Oktober 2025, OpenAI erwäge einen Antrag frühestens ab der zweiten Jahreshälfte 2026, und Friar strebe 2027 an. Genau diese Absicht hat die Führung inzwischen bestätigt. Planst du mit 2027, solltest du trotzdem ein weiteres Jahr Verzögerung als Möglichkeit mitdenken.

OpenAI Aktie Prognose 2030: Szenarien statt Kursziele

Eine belastbare OpenAI Prognose für 2030 gibt es nicht. Es gibt weder Kurs noch geprüfte Zahlen noch Aktienzahl. Beschreiben lässt sich nur die Spanne der möglichen Entwicklungen.

Das Bull-Szenario bis 2030: OpenAI wird vom Chatbot-Anbieter zur Plattform, auf der Unternehmen ihre Arbeitsabläufe automatisieren. Die Kosten je Anfrage fallen schneller, als der Umsatz wächst, und aus den Verlusten werden Gewinne. Dann wären selbst 1,25 Billionen Dollar zum Börsengang im Rückblick kein zu hoher Preis gewesen.

Das Bear-Szenario bis 2030: Sprachmodelle werden zur austauschbaren Ware, bei der vor allem der Preis zählt. Günstige offene Modelle und Konkurrenten wie Anthropic und Google drücken die Margen, während die Zusagen für Rechenzentren weiterlaufen. Dann trifft eine Bewertung, die viel Wachstum vorwegnimmt, auf ein Unternehmen, das dieses Wachstum nicht liefert.

Der Anker für die Einordnung. Zwischen der letzten Runde und den verhandelten 1,25 Billionen liegen rund 47 Prozent Aufschlag, unbereinigt gerechnet, denn die 1,25 Billionen stehen vor dem frischen Geld. Zwischen Oktober 2025 und März 2026 stieg die Bewertung um rund 70 Prozent. Setzt du auf 2030, kaufst du keine günstige Bewertung, sondern eine Wette auf die Ausführung.

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Welche Zahlen der OpenAI-Prospekt liefern muss

Mit dem öffentlichen Prospekt wird aus der Bewertungsprognose eine Kursprognose. Diese fünf Angaben schlage ich dort als Erstes nach:

  • Geprüfter Umsatz und Verlust: Erst dann zeigt sich, wie belastbar die vorläufigen Zahlen aus den Presseberichten sind.
  • Aktienzahl und Preisspanne: Aus Bewertung und voll verwässerter Aktienzahl ergibt sich ein rechnerischer Wert je Aktie. Den Ausgabepreis legt erst die Preisfestsetzung fest.
  • Kontrolle durch die Stiftung: Wie die OpenAI Foundation ihre Kontrolle absichert, bestimmt die Stimmrechte der neuen Aktionäre.
  • Verträge mit Microsoft: Umsatzbeteiligung, Cloud-Zusagen und die Sonderregeln rund um die allgemeine KI wirken direkt auf die Marge.
  • Sperrfristen: Sie legen fest, wann Mitarbeiter und Altinvestoren verkaufen dürfen, und das bewegt den Kurs nach der Erstnotiz.

Den Prospekt kannst du selbst finden. Er erscheint im EDGAR-Register der SEC, und die Volltextsuche der Behörde zeigt ihn am Tag der Veröffentlichung an. Zum Unternehmen selbst bietet der Wikipedia-Eintrag einen guten Überblick.

Wie wir diese OpenAI Prognose fortschreiben

Bis zur Erstnotiz ändern wir diese Seite bei jeder belegten Neuigkeit. Das sind vor allem neue Umsatzzahlen, eine neue Finanzierungsrunde, Aussagen der Führung zum Termin und der öffentliche Prospekt. Gerüchte ohne Quelle nehmen wir nicht auf.

Am Tag der Erstnotiz stellen wir auf Chartanalyse um. Dann ersetzen echte Kursmarken die Bewertungsmarken, und die Tabelle oben zeigt Hochs, Tiefs und Ausgabepreis. Wie wir das bei einem frisch notierten Wert machen, zeigt die SpaceX-Prognose.

Grundlagen findest du an anderer Stelle. Wem OpenAI gehört und welche Umwege es heute schon gibt, beschreibt unser Beitrag zur OpenAI Aktie. Diese Seite bleibt bei der Bewertung.

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Fazit zur OpenAI Aktie Prognose

Der wichtigste Befund ist ein Termin, der fehlt. Die Führung hat 2026 ausgeschlossen, einen öffentlichen Prospekt gibt es nicht, und jede Kursprognose zu dieser Aktie wäre erfunden. Belegt sind eine Bewertung von 852 Milliarden Dollar und ein vorläufiger Umsatz, der gemessen daran hoch bewertet ist.

Meine Einschätzung: Das Risiko steckt in der Höhe der Bewertung, nicht im Vergleich mit Anthropic. Der Abstand zwischen beiden schrumpft, je nachdem welche Umsatzzahl man nimmt, und bei einheitlicher Rechnung bliebe davon noch weniger. Was bleibt, ist das Wachstum, das 1,25 Billionen Dollar tragen müssten, und das halte ich für ambitioniert. Geht Anthropic wie berichtet im November an die Börse, liefert die Erstnotiz den ersten öffentlichen Bewertungsmaßstab. Wir schreiben diese Analyse fort und stellen sie am Tag der Erstnotiz auf tägliche Chartanalyse um.

Häufige Fragen zur OpenAI Aktie Prognose

Wie ist die Prognose für die OpenAI Aktie?

Eine Kursprognose ist nicht möglich, weil es noch keinen Kurs gibt. Einordnen lässt sich die Bewertung: 852 Milliarden Dollar sind gemessen am vorläufigen Quartalsumsatz rund das 32-fache und damit mehr als bei Anthropic. Den Ausschlag geben das Wachstum und der geplante Börsengang von Anthropic.

Wann kommt die OpenAI Aktie an die Börse?

Ein Datum gibt es nicht. Finanzchefin Sarah Friar nannte im August 2027 als Ziel. Sam Altman schloss am 12. September 2026 einen Börsengang in diesem Jahr aus. OpenAI hat im Juni 2026 einen vertraulichen Prospekt bei der SEC eingereicht, eine öffentliche Fassung gibt es nicht. Statt des Börsengangs verhandeln Investoren derzeit über eine neue private Runde.

Gibt es schon einen OpenAI Aktienkurs?

Nein, einen Kurs gibt es nicht. Kursseiten auf Finanzportalen sind Platzhalter ohne Handel. Ein Kurs entsteht erst mit der Erstnotiz. Bis dahin lässt sich nur die Bewertung aus Finanzierungsrunden einordnen.

Wie viel ist OpenAI vor dem Börsengang wert?

Zuletzt belegt sind 852 Milliarden Dollar aus der Runde vom 31. März 2026. Im Oktober 2025 waren es rund 500 Milliarden. Laut CNBC und Bloomberg vom 22. Oktober 2026 steht OpenAI kurz vor einer Runde über bis zu 30 Milliarden frisches Kapital bei rund 1,25 Billionen, gerechnet vor dem neuen Geld. Das ist ein Verhandlungsstand und kein Preis.

Ist OpenAI teurer bewertet als Anthropic?

Rechnerisch ja, belastbar vergleichbar sind die Zahlen aber nicht. Hochgerechnet auf den Quartalsumsatz liegt OpenAI beim rund 32-fachen, Anthropic beim rund 21-fachen. An der Jahresrate sind es nur noch 17 gegen 15. Dazu kommt die Buchhaltung: Erlöse über Cloud-Partner bucht nur Anthropic voll als Umsatz. Wie groß der Abstand bereinigt wäre, zeigen erst die Prospekte.

Welche Kursziele gibt es für die OpenAI Aktie 2030?

Seriöse Kursziele gibt es nicht, weil Kurs, Aktienzahl und geprüfte Zahlen fehlen. Beschreiben lassen sich nur Szenarien: OpenAI als profitable KI-Plattform oder als teurer Anbieter einer austauschbaren Technik.

Warum hat OpenAI den Börsengang verschoben?

Wegen der Sicherheitsdebatte. Sam Altman nannte die Debatte um die Sicherheit von KI als Grund und sagte, OpenAI stehe nicht unter Druck. Finanzchefin Sarah Friar verwies auf die Rekordrunde über 122 Milliarden Dollar, die dem Unternehmen Flexibilität verschaffe.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer von Kagels Trading und handelt seit 1980 an den Finanzmärkten. Er arbeitet diskretionär nach Price Action, also ohne mechanisches Handelssystem, und ist in Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten aktiv.

Ende der 1980er-Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte dessen zehn Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Vor einer Erstnotiz rechnet er, statt Kursziele zu raten. Für diese Prognose hat er die Umsatzvielfachen von OpenAI und Anthropic aus denselben Quartalszahlen nachgerechnet und das Register der SEC selbst abgefragt. Den SpaceX-Börsengang hat er vom ersten Handelstag an mit täglichen Kursmarken begleitet.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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