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Rockwell Trading Erfahrungen: Was der PowerX Optimizer kostet und wie seriös Markus Heitkötters Trading-Schule ist

Zuletzt aktualisiert: 31. Oktober 2026

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13 Min

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Ein Trader aus der Gegend um Köln kündigt bei IBM, zieht nach Texas und baut eine Trading-Schule auf, deren YouTube-Kanal heute 149.000 Abonnenten hat. So erzählt Markus Heitkötter die Geschichte von Rockwell Trading, die heute vor allem die Software PowerX Optimizer verkauft. Gleichzeitig streitet Heitkötter seit 2022 vor einem US-Bundesgericht mit einem Kritiker, der ihm irreführende Werbung vorwirft.

Wir haben den PowerX Optimizer nicht gekauft und sind keine Rockwell-Kunden. Grundlage dieses Berichts sind das Bestellformular, die Nutzungsbedingungen und Produktseiten von Rockwell, das Trustpilot-Profil, die bei der US-Regierungsplattform govinfo veröffentlichten Gerichtsdokumente und Heitkötters eigene Videos, alle abgerufen am 31. Oktober 2026. Eine Geschäftsbeziehung zu Rockwell besteht nicht. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Rockwell Trading: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Wer: Rockwell Trading ist eine Trading-Schule aus Texas, gegründet 2005 von dem in Deutschland geborenen Markus Heitkötter. Laut eigenen Nutzungsbedingungen ist sie kein registrierter Anlageberater.
  • Produkt: Kern ist der PowerX Optimizer, eine Browser-Software für US-Aktien und Optionen nach der PowerX- und der Wheel-Strategie.
  • Kosten: Die Software kostet laut Bestellformular $1.997 pro Jahr, mit 30 Tagen Geld-zurück. Für Mastermind und Coaching nennt Rockwell keinen Preis.
  • Bewertungen: Trustpilot zeigte am 31. Oktober 2026 4,7 Sterne bei 315 Bewertungen. Das Bestellformular wirbt mit 4,8 Sternen bei über 1.000 Bewertungen.
  • Streit: Heitkötter klagt seit 2022 gegen den Kritiker Karl Domm, der per Widerklage irreführende Werbung geltend macht. In den ausgewerteten Dokumenten mit letztem Datum 18. Mai 2026 fanden wir kein abschließendes Urteil.

Was ist Rockwell Trading?

Rockwell Trading ist ein US-Anbieter für Trading-Ausbildung und Software aus Texas, gegründet 2005 von dem in Deutschland geborenen Trader Markus Heitkötter, dessen Kernprodukt die Analysesoftware PowerX Optimizer ist.

Hinter der Marke steht die Rockwell Trading Services LLC mit Sitz in Dripping Springs bei Austin. So steht es im Fuß jeder Seite der Rockwell-Website und in den Gerichtsakten, die die Firma als Limited Liability Company aus Texas führen. Gegründet wurde sie nach Heitkötters eigener Erzählung im Januar 2005 als Rockwell Trading Inc. in Chicago und später nach Texas verlegt. Den Namen schlug seine Schwägerin vor, nach dem Rockwell Center in Manila.

Die Geschäftsführung liegt heute nicht mehr bei Heitkötter selbst. Die Teamseite nennt 22 Namen, darunter Debbie Montis als Chief Executive Officer und Mark Hodge als Head Trading Coach. Hodge ist laut Heitkötter seit 2006 dabei und war sein erster Coaching-Schüler. Interessant für deutsche Leser: Ein Teammitglied ist ausdrücklich für deutschsprachige Einführungsgespräche zur Software zuständig.

Die Reichweite kommt vor allem aus YouTube. Der Kanal von Heitkötter hatte am 31. Oktober 2026 149.000 Abonnenten und über 2.100 Videos. Montags bis freitags läuft dort die Live-Sendung „Coffee with Markus“. Wie andere Trader ihre Kanäle aufziehen, siehst du in unserer Übersicht der Börsenexperten.

FirmaRockwell Trading Services LLC (Texas)
Sitz1012 Windmill Rd, Dripping Springs, TX 78620, USA
GegründetJanuar 2005 (laut Heitkötter)
GründerMarkus Heitkötter
LeitungDebbie Montis (CEO), Mark Hodge (Head Trading Coach)
AngebotPowerX Optimizer, Mastermind, Personal Coaching, Bücher, YouTube
Registrierungsangabelaut eigenen Nutzungsbedingungen kein registrierter Anlageberater
SpracheEnglisch, deutschsprachige Einführungsgespräche (laut eigener Angabe)

Wer ist Markus Heitkötter?

Heitkötter stammt aus Deutschland, und das erklärt, warum sein Name hier immer wieder gesucht wird. Laut einem Porträt des Radiosenders Texas Standard aus dem Jahr 2015 wurde er in einer Kleinstadt östlich von Köln geboren. Nach dem Studium arbeitete er bei IBM und wurde dort Regionaldirektor. In den USA schreibt er sich Heitkoetter, im Deutschen findest du beide Schreibweisen.

Der Weg zum Vollzeit-Trader begann 2002 mit einem Verlust. In seinem Video „The Story Behind Rockwell Trading“ erzählt Heitkötter, er sei mit $30.000 in die USA gekommen, habe davon $20.000 zum Traden genutzt und in den ersten Monaten die Hälfte verloren. Erst nach ein, zwei Jahren habe es funktioniert. Freunde wollten lernen, was er macht, und daraus wurde 2005 die Website.

Seine Methoden haben sich von Futures zu Aktien und Optionen verschoben. Am Anfang standen automatisierte Handelssysteme und Daytrading-Strategien für Futures, 2008 erschien sein Buch „The Complete Guide to Day Trading“. Rockwell arbeitete damals mit der Chartsoftware Trade Navigator. Im September 2013 stellte er die PowerX-Strategie vor, später kam die Wheel-Strategie für Optionen dazu. Diese Angaben stammen aus seinem eigenen Video von 2020.

Was ist der PowerX Optimizer?

Der PowerX Optimizer ist eine browserbasierte Software von Rockwell Trading, die US-Aktien und Optionen nach den Regeln der PowerX- und der Wheel-Strategie durchsucht und Einstiege, Ausstiege und Optionsvorschläge anzeigt.

Rockwell verkauft die Software an Berufstätige, die wenig Zeit haben. Laut Produktseite durchsucht sie die großen US-Börsen, sagt dir, was du kaufen sollst, wann du einsteigst und wann du verkaufst, und lässt dich mit zwei Klicks eine Order platzieren. Dazu kommen ein Optionsscanner für die Wheel-Strategie, ein Kalender für Dividenden und Quartalszahlen, eine Heatmap, ein Handelsjournal und ein KI-Assistent namens „Rocky“.

Als Broker-Anbindung nennt die geprüfte Produktseite die US-Firma Tradier. Rockwell bewirbt dazu eine Orderaufgabe mit zwei Klicks, weitere Anbindungen waren auf der Seite nicht aufgeführt. Die Integration haben wir nicht getestet, und ob du als Kunde aus Deutschland bei Tradier ein Konto eröffnen kannst, haben wir nicht geprüft. Mit einem anderen Broker, etwa Interactive Brokers, nutzt du die Signale und gibst die Orders selbst ein.

In den ausgewerteten Quellen fanden wir keine unabhängig geprüfte Leistungsbilanz der Software. Rockwell zeigt Kundenstimmen und Videos. Die Nutzungsbedingungen enthalten einen als Pflichthinweis der US-Terminmarktaufsicht CFTC bezeichneten Warnhinweis zu hypothetischen Ergebnissen: Rückgerechnete Ergebnisse entstehen mit dem Wissen von heute und weichen oft deutlich vom echten Handel ab. Was andere Programme dieser Art leisten, vergleichen wir in unserem Überblick zur Trading-Software.

Wie funktionieren die PowerX-Strategie und die Wheel-Strategie?

Rockwell arbeitet mit zwei Strategien, einer für Trends und einer für Prämien. Die PowerX-Strategie ist ein Swing-Trading-Ansatz mit drei Indikatoren. Die Wheel-Strategie verkauft Optionen und kassiert dafür eine Prämie. Beide stecken im PowerX Optimizer.

PowerX: RSI, Stochastik und MACD

Die PowerX-Strategie nutzt RSI, Stochastik und MACD mit festen Einstellungen. In seiner Anleitung für TradingView stellt Heitkötter den RSI auf Länge 7, die Stochastik auf 14, 3 und 3 und den MACD auf 12, 26 und 9. Bei RSI und Stochastik markiert er die 50er-Linie. Das Skript „PowerX Strategy Bar Coloring“ färbt die Kerzen laut Anleitung gemäß der PowerX-Strategie grün oder rot. Die genaue Entscheidungsregel erläutert dieser Artikel nicht.

Neu ist an dieser Kombination wenig, und das ist kein Nachteil. Alle drei Werkzeuge sind Standard in jeder Chartsoftware, wie sie funktionieren, erklären wir beim Stochastik-Indikator, beim MACD und in den RSI-Strategien. Wer drei Momentum-Indikatoren übereinanderlegt, bekommt allerdings oft dieselbe Information dreimal. Über Erfolg entscheiden am Ende Stopp, Positionsgröße und Disziplin.

Wheel: erst Puts verkaufen, dann Calls

Die Wheel-Strategie ist eine Optionsstrategie, bei der du zuerst Puts mit voller Cash-Deckung verkaufst und nach einer Zuteilung der Aktien Covered Calls darauf schreibst.

Du wirst für das Warten bezahlt, trägst aber das volle Aktienrisiko. Im ersten Schritt verkaufst du einen Put und bekommst die Prämie. Wird dir der Put zugeteilt, musst du die Aktien zum Basispreis kaufen. Dann verkaufst du darauf einen Covered Call und kassierst wieder. Rockwell beschreibt in seinem Wheel-Artikel die Schwäche selbst: Fällt die Aktie nach der Zuteilung weiter, kannst du keine sinnvollen Calls mehr über deinem Einstandspreis verkaufen und sitzt auf dem Verlust.

Für die Wheel-Strategie brauchst du Kapital und einen Broker mit US-Optionen. Ein Put mit Cash-Deckung bindet den vollen Kaufpreis von 100 Aktien zum Basispreis. Bei einem Basispreis von $50 sind das $5.000 je Kontrakt. Wie Optionen grundsätzlich funktionieren und welche Kombinationen es gibt, erklären wir unter Optionsstrategien.

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Was kostet Rockwell Trading?

Der PowerX Optimizer kostet laut Bestellformular $1.997 pro Jahr. So stand es am 31. Oktober 2026 im Bestellformular, bezahlt wird über den Zahlungsdienst Stripe in US-Dollar. Im Preis enthalten sind laut Rockwell der KI-Assistent, ein Handelsjournal und sechs Live-Gruppensitzungen mit einem Coach für den Einstieg. Deutschland lässt sich als Rechnungsland auswählen. Der Screenshot darunter zeigt den Ausschnitt.

Rockwell Trading PowerX Optimizer: Bestellformular mit $1.997 Jahrespreis und der Werbeangabe 4,8 Trustpilot-Sterne bei über 1.000 Bewertungen
Bestellformular des PowerX Optimizer am 31.10.2026: Werbewerte summiert auf „$16,000“, Preis $1.997 pro Jahr, darunter die Angabe „4.8 Stars on Trustpilot (1,000+ Reviews)“ (Ausschnitte, zusammengesetzt von uns)

Die ausgewiesenen $16.000 sind eine Summe von Werbewerten, kein Preis. Rockwell setzt etwa $6.000 für den KI-Assistenten an und addiert die Einzelwerte. Wie sie ermittelt wurden, erläutert das Formular nicht. Bezahlen musst du $1.997 im Jahr. Rechne mit Verlängerung, denn es ist ein Jahresabo.

Für Mastermind und Personal Coaching nennt Rockwell keinen Preis. Das Mastermind für Einsteiger läuft über eine Bewerbung, das Personal Coaching über einen Fragebogen mit anschließendem Telefonat. Dort wird unter anderem gefragt, wie viel Kapital du einsetzen willst. Lass dir den Preis vor dem Gespräch schriftlich geben, sonst verhandelst du im Verkaufsgespräch.

Kunden werben Kunden, und dafür zahlt Rockwell $500 je Abschluss. Laut Empfehlungsprogramm bekommt der Werber das Geld, sobald der Geworbene die Software länger als 30 Tage nutzt. Der Geworbene erhält 33 Prozent Rabatt. Begeisterte Empfehlungen in Foren und Videos können also bezahlt sein, frag im Zweifel nach.

AngebotKosten laut Rockwell
PowerX Optimizer$1.997 pro Jahr
Geld-zurück30 Tage, nur für die Software
Mastermindkein öffentlicher Preis, Bewerbung
Personal Coachingkein öffentlicher Preis, Fragebogen und Telefonat
Empfohlenes Kapital$25.000 bis $50.000, Start ab $10.000 (Rockwell)

Kündigung, Geld-zurück und Schiedsverfahren: was die Nutzungsbedingungen sagen

Die 30 Tage Geld-zurück gelten nur für die Software. So steht es in Abschnitt 8.3 der Nutzungsbedingungen vom 20. April 2026. Für digitale Programme und Online-Schulungen gilt: Sobald du auf die Inhalte zugegriffen oder an einer Schulung teilgenommen hast, ist der Kauf endgültig. Bei Unzufriedenheit „kann“ Rockwell nach eigenem Ermessen eine Gutschrift auf ein anderes Programm geben.

Abos kannst du jederzeit kündigen, aber erst zum Ende der laufenden Periode. Abschnitt 8.5 schließt Erstattungen für angebrochene Aboperioden aus, andere Abschnitte erwähnen anteilige Erstattungen nur in Sonderfällen wie geänderten Bedingungen. Wer den PowerX Optimizer nach drei Monaten nicht mehr will, hat das Jahr im Regelfall bezahlt. Setz dir deshalb vor Ablauf der 30 Tage einen Termin, an dem du entscheidest.

Rockwells Nutzungsbedingungen sehen grundsätzlich ein verbindliches Schiedsverfahren in Texas vor. Abschnitt 13 nennt die US-Organisationen AAA oder JAMS als Schiedsstelle, Ort Travis County, Texas, oder per Video. Ausnahmen gelten unter anderem für geeignete Small-Claims-Verfahren und bestimmte Schutzrechtsstreitigkeiten. Dazu kommen der Verzicht auf Sammelklagen und auf ein Geschworenengericht, es gilt das Recht von Texas. Du kannst der Schiedsklausel binnen 30 Tagen nach der ersten Annahme schriftlich widersprechen. Ob diese Klauseln gegenüber Verbrauchern aus der EU wirksam sind, ist eine Rechtsfrage, die wir nicht beurteilen.

Ist Rockwell Trading seriös?

Rockwell ist ein seit 2005 bestehendes Unternehmen mit Adresse, Team und Telefonnummer und tritt als Ausbildungsanbieter auf. Im Fuß jeder Seite steht, dass die Rockwell Trading Services LLC kein registrierter Anlageberater ist und keine persönlichen Anlageempfehlungen gibt. Rockwell verkauft Ausbildung und Software. Dein Geld liegt bei deinem eigenen Broker, nicht bei Rockwell.

Unsere Suche in den US-Registern passt zu dieser Selbstauskunft. In der Beraterdatenbank der SEC und bei BrokerCheck der FINRA fanden wir am 31. Oktober 2026 keinen Eintrag, den wir Rockwell Trading oder Markus Heitkötter zuordnen konnten. Rockwell beansprucht als Ausbildungsanbieter keine solche Registrierung. Daraus leiten wir keine Aussage über mögliche Registrierungspflichten ab.

Seit 2022 läuft ein Rechtsstreit, den du kennen solltest. Heitkötter und seine Firma haben den YouTuber Karl Domm vor dem US-Bundesgericht für den östlichen Bezirk Kaliforniens verklagt, unter anderem wegen Verleumdung. Domm hatte Rockwell in mehreren Videos kritisiert. Im April 2023 erhob er Widerklage wegen irreführender Werbung: Er hält sechs Aussagen aus Rockwells Videos und von der Website für falsch oder irreführend. Die Dokumente veröffentlicht die US-Regierung auf govinfo.

Die ausgewerteten Dokumente enthalten kein abschließendes Urteil über Klage und Widerklage. Mit Beschluss vom 16. August 2025 gab das Gericht Domms Antrag beim Klagepunkt „abuse of process“ statt und lehnte ihn im Übrigen ab. Den Antrag von Heitkötter und Rockwell, die Widerklage ohne Hauptverfahren abzuweisen, lehnte es ebenfalls ab. Über ihre Berechtigung ist damit nicht entschieden. Am 18. Mai 2026 verlängerte das Gericht die Fristen für Schriftsätze zu den vorgeschlagenen Tatsachenfeststellungen bis Juni 2026. Für Rockwell wie für Domm gilt: Behauptungen einer Partei sind keine Feststellungen des Gerichts.

Mit gefälschten Profilen kämpft Rockwell selbst. Auf einer eigenen Prüfseite listet die Firma ihre echten Konten, Domains und Telefonnummern. Rockwell schreibt dort, man werde dich nie bitten, in Kryptowährungen zu investieren oder dein Konto zu handeln. Eine solche Aufforderung ist nach Rockwells eigener Darstellung ein Warnsignal für Identitätsmissbrauch. Die Einträge bei der US-Verbraucherplattform BBB und im Register der Terminmarkt-Selbstverwaltung NFA konnten wir am Prüftag nicht abrufen.

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Welche Erfahrungen machen Kunden mit Rockwell Trading?

Auf Trustpilot steht Rockwell mit 4,7 Sternen bei 315 Bewertungen. Davon sind 93 Prozent fünf Sterne und 1 Prozent ein Stern. In den letzten zwölf Monaten kamen 39 Bewertungen dazu, drei der Bewertungen sind auf Deutsch. Trustpilot vermerkt auf dem Profil, dass Rockwell zuletzt keine Kunden aktiv eingeladen hat, und warnt, die Bewertungen seien deshalb möglicherweise nicht repräsentativ.

Die Trustpilot-Angabe im Bestellformular weicht vom geprüften Profil ab. Dort stehen „4.8 Stars on Trustpilot (1,000+ Reviews)“, Rockwells eigene Startseite nennt dagegen wie das Profil 315 Trustpilot-Bewertungen. Daneben spricht die Startseite von 6.129 Nutzern des PowerX Optimizer, das Bestellformular von über 9.000 aktiven Mitgliedern. Ob damit dieselbe Gruppe und derselbe Zeitpunkt gemeint sind, erläutern die Seiten nicht.

QuelleBewertungAnzahl
Trustpilot4,7 von 5315
Werbung im Bestellformular4,8 von 5„1,000+“

Gelobt werden vor allem Betreuung und Gemeinschaft, Kritiker fragen nach den Ergebnissen. In den gesichteten Trustpilot-Texten tauchen der Support, die Live-Sendungen und die Treffen der Mitglieder immer wieder auf. Kritische Stimmen wie die von Domm fragen, ob die beworbenen Renditen realistisch sind. Eine repräsentative Auswertung von Kundenergebnissen liegt dieser Prüfung nicht zugrunde.

Lohnt sich Rockwell Trading für Trader aus Deutschland?

Rockwell ist ein amerikanisches Angebot für amerikanische Märkte. Software, Mastermind und Sendungen sind auf Englisch, gerechnet wird in US-Dollar, gehandelt werden US-Aktien und US-Optionen. Deutschsprachig sind nur einzelne Einführungsgespräche. Wer kein Englisch versteht, verpasst den größten Teil.

Den Optionsteil kannst du nur mit einem passenden Broker umsetzen. Du brauchst einen Broker mit Zugang zu US-Optionen und genug Kapital für Puts mit Cash-Deckung. Rockwell selbst empfiehlt laut Bestellformular $25.000 bis $50.000 und hält $10.000 für den Start für ausreichend. Wie du überhaupt mit Optionen anfängst, steht in unserem Ratgeber Optionen handeln.

Mein Urteil beschränkt sich auf die öffentlich zugänglichen Unterlagen. Die beschriebenen Strategiebausteine sind nachvollziehbar. Ob die Ausbildung gut vermittelt wird und die Software ihren Preis wert ist, kann ich ohne eigene Nutzung nicht beurteilen. Sicher ist nur: Kein Scanner nimmt dir die Entscheidung über Risiko und Positionsgröße ab. Das lernst du nur mit klaren Regeln für dein Money Management.

Rockwell Trading: Vor- und Nachteile im Überblick

Diese Punkte sprechen für Rockwell und diese dagegen, zusammengefasst aus den Primärquellen dieses Berichts:

Das spricht für Rockwell Trading

  • Erfahrung: Seit 2005 am Markt, festes Team und feste Adresse in Texas
  • Transparenz der Regeln: PowerX- und Wheel-Strategie öffentlich mit Einstellungen beschrieben
  • Inhalte: Tägliche Live-Sendung und ein großes Videoarchiv auf YouTube
  • Probezeit: 30 Tage Geld-zurück für die Software
  • Bewertungen: Überwiegend positive Stimmen auf Trustpilot

Das spricht gegen Rockwell Trading

  • Preis: Teures Jahresabo für die Software, Mastermind und Coaching ohne Preisangabe
  • Werbung: Trustpilot-Angabe im Bestellformular weicht vom Profil ab, Nutzerzahlen ohne klare Bezugsgröße
  • Leistungsnachweis: Keine unabhängig geprüfte Bilanz der Signale gefunden
  • Vertrag: Grundsätzlich keine Erstattung angebrochener Aboperioden, Schiedsverfahren in Texas als Regelfall
  • Markt: US-Werte, Englisch, als Broker-Anbindung nur Tradier genannt
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Fazit: Für wen Rockwell Trading infrage kommt

Rockwell Trading ist eine etablierte US-Trading-Schule mit offenen Regeln und einem teuren Abo. Die PowerX-Strategie und die Wheel-Strategie sind nachvollziehbar beschrieben, die Firma ist greifbar und seit über 20 Jahren am Markt. Die geprüften Trustpilot-Bewertungen sind überwiegend positiv.

Misstrauisch machen mich die Zahlen, mit denen Rockwell selbst wirbt. Die Trustpilot-Angabe im Bestellformular weicht vom Profil ab, und über die Werbeaussagen streiten Heitkötter und ein Kritiker seit 2022 vor Gericht. In den ausgewerteten Quellen fanden wir keine unabhängig geprüfte Bilanz der Signale. Nutze die 30 Tage deshalb als echten Test und kündige, wenn die Software dir keine klaren Vorteile bringt.

Für deutsche Trader ohne US-Optionskonto und ohne gutes Englisch ist Rockwell die falsche Wahl. Wer die Grundlagen lieber auf Deutsch lernen will, findet in unserem Videokurs zum Optionshandel einen deutschsprachigen Einstieg. Wer persönliche Begleitung sucht, vergleicht die Angebote in unserem Überblick zum Trading-Coaching mit Rockwells Mastermind.

Häufige Fragen zu Rockwell Trading

Kann man Rockwell Trading vertrauen?

Rockwell Trading ist ein seit 2005 bestehendes US-Unternehmen in Texas, das laut eigenen Bedingungen kein registrierter Anlageberater ist. Es verkauft Ausbildung und Software, dein Geld bleibt bei deinem Broker. Seit 2022 streitet Gründer Markus Heitkötter mit einem Kritiker vor Gericht, der ihm irreführende Werbung vorwirft. In den ausgewerteten Dokumenten bis 18. Mai 2026 fanden wir kein abschließendes Urteil.

Was kostet der PowerX Optimizer im Jahr?

Der PowerX Optimizer kostet laut Bestellformular $1.997 pro Jahr. Rockwell gewährt 30 Tage Geld-zurück für die Software. Für angebrochene Aboperioden schließen die Nutzungsbedingungen eine Erstattung grundsätzlich aus.

Woher kommt Markus Heitkötter?

Markus Heitkötter ist ein in Deutschland geborener Trader und Gründer von Rockwell Trading. Er wurde laut einem Porträt von 2015 östlich von Köln geboren, arbeitete bei IBM und zog 2002 in die USA. 2005 gründete er Rockwell Trading, heute betreibt er einen YouTube-Kanal mit 149.000 Abonnenten.

Was ist die Wheel-Strategie von Rockwell Trading?

Bei der Wheel-Strategie verkaufst du zuerst einen gedeckten Put und nach einer Zuteilung Covered Calls auf die Aktien. Du kassierst in beiden Schritten eine Prämie. Das Risiko ist eine nach der Zuteilung weiter fallende Aktie, auf der du dann mit Verlust sitzt.

Gibt es Rockwell Trading auf Deutsch?

Rockwell Trading ist ein englischsprachiges Angebot. Laut Teamseite gibt es deutschsprachige Einführungsgespräche zur Software. Software, Mastermind und die Live-Sendungen laufen auf Englisch.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1980 als diskretionärer Price-Action-Trader an den Märkten.

Sein Handel kommt ohne technische Indikatoren aus. Er tradet Forex-Majors und -Minors allein auf Basis von Kursverlauf und Marktstruktur. In den 1980er Jahren übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre vertrat er Joe Ross in Deutschland und übersetzte dessen zehn Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Für diese Prüfung ist er qualifiziert, weil er seit Jahrzehnten Trading-Schulen und ihre Versprechen von außen bewertet. Preise, Nutzungsbedingungen, Bewertungen und Gerichtsdokumente in diesem Bericht wurden am 31. Oktober 2026 erhoben. Rockwell Trading hatte keinen Einfluss auf den Inhalt.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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