Im Oktober 2008 stand der MOVE Index bei 264,6 Punkten, am 29. September 2020 schloss er bei 36,6. Zwischen Panik und Ruhe liegt am US-Anleihemarkt also fast der Faktor sieben, und genau diese Spanne misst der Index: wie stark die Profis in den nächsten Wochen mit Bewegungen bei den US-Zinsen rechnen.
Hier erfährst du, wie der MOVE berechnet wird, welche Werte normal sind und wo er sich vom VIX unterscheidet. Dazu kommt eine eigene Auswertung über fast 24 Jahre, wie breit die Renditen des S&P 500 nach hohen MOVE-Werten gestreut haben. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
MOVE Index: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Der MOVE Index ist ein Volatilitätsindex für den US-Anleihemarkt. Er zeigt, wie stark die Renditen von US-Zinspapieren im kommenden Monat schwanken dürften, auf Jahresbasis in Basispunkten, und gilt als VIX der Anleihen.
- Berechnet wird er von ICE aus Optionen mit einem Monat Laufzeit. Sie decken die Laufzeiten 2, 5, 10 und 30 Jahre ab, die 10 Jahre zählen doppelt.
- Am 29. September 2026 zeigte CNBC für den MOVE 106,60 Punkte. In den zwölf Monaten davor lag er zwischen 55,77 und 115,02.
- Der Median unserer Datenreihe seit November 2002 liegt bei 80,1 Punkten. Der höchste Wert der Reihe, 264,6, stammt aus der Finanzkrise im Oktober 2008.
- MOVE und VIX laufen oft, aber nicht immer zusammen. An 795 Tagen mit einem MOVE ab 120 stand der VIX nur an 404 davon ebenfalls bei 25 oder höher.
- Auf hohe MOVE-Werte folgten stärker gestreute Aktienrenditen. Die Standardabweichung der S&P 500-Rendite über 21 Börsentage war rund doppelt so hoch. Eine Richtungsvorhersage belegt unsere Auswertung nicht.
Was ist der MOVE Index?
Der MOVE Index ist ein Volatilitätsindex für den US-Anleihemarkt. Er zeigt, wie stark die Renditen von US-Zinspapieren nach den aktuellen Optionspreisen im kommenden Monat schwanken dürften. Er wird auf Jahresbasis in Basispunkten ausgedrückt.
Der volle Name lautet ICE BofA U.S. Bond Market Option Volatility Estimate Index. Die Abkürzung MOVE stammt aus der Zeit bei Merrill Lynch, heute berechnet ihn der Börsen- und Datenkonzern ICE.
Entwickelt hat den Index Harley Bassman, damals Derivatehändler bei Merrill Lynch. Er wollte seinen Kunden die Volatilität als eigenes Risiko greifbar machen, so steht es in seiner Biografie. Im August 2019 übernahm ICE den Index zusammen mit weiteren Volatilitätsindizes von Bank of America Merrill Lynch, wie die Fachzeitung The Bond Buyer berichtete.
Gemessen wird die erwartete Schwankung am Markt für US-Zinsen, nicht der Kurs einer Anleihe. Ein Wert von 100 heißt nicht, dass etwas 100 Prozent steigt. Er heißt, dass der Markt mit großen Zinsbewegungen rechnet. Wie Anleihekurs und Rendite zusammenhängen, erklärt unser Beitrag zu Anleihen, die Laufzeiten im Einzelnen stehen im Artikel zu den US-Staatsanleihen.
Nicht zu verwechseln ist er mit dem Solactive Move Index NTR. Das ist ein gleichnamiger Aktienindex der Solactive AG mit der Kennung DE000SL0CK40, der mit Anleihevolatilität nichts zu tun hat.
Wie wird der MOVE Index berechnet?
Der MOVE setzt sich aus vier Optionen mit einem Monat Laufzeit zusammen, die genau am Geld liegen. Laut Marktbericht des US-Vermögensverwalters NISA beziehen sie sich auf Zinsswaps mit 2, 5, 10 und 30 Jahren Laufzeit. Aus ihren Preisen wird die erwartete Schwankung der Rendite abgeleitet und gewichtet gemittelt.
| Laufzeit | Gewicht | Steht für |
|---|---|---|
| 2 Jahre | 20 % | Erwartungen an die Fed |
| 5 Jahre | 20 % | mittlere Laufzeiten |
| 10 Jahre | 40 % | Leitlaufzeit am Anleihemarkt |
| 30 Jahre | 20 % | lange Laufzeiten |
Die zehnjährige Laufzeit hat mit 40 Prozent das größte Gewicht. Sie gilt als wichtiger Maßstab am Anleihemarkt, an ihr orientieren sich Hypothekenzinsen und Unternehmensanleihen. Einen Grund für die Gewichtung nennen die öffentlichen Quellen nicht. Die zweijährige Laufzeit reagiert vor allem auf die Erwartungen an künftige Zinsentscheide der Fed.
Zur Basis der Optionen gibt es zwei Beschreibungen. Die aktuelle ICE-Produktseite zum MOVE beschreibt Optionen auf US-Zinsswaps, die ICE-Mitteilung zur Übernahme 2019 dagegen Optionen auf US-Staatsanleihen. Eine datierte Mitteilung über eine Methodenänderung konnten wir nicht verifizieren. Neben der Monatsversion bietet ICE auch Varianten mit drei und sechs Monaten an.
Der MOVE gibt die implizite Renditevolatilität für einen Monat auf Jahresbasis in Basispunkten an. Ein Basispunkt ist ein hundertstel Prozentpunkt. Bei einem Wert von 100 entsprechen dem unter der Wurzel-Zeit-Näherung rund 29 Basispunkte Standardabweichung für einen Monat. Das ist weder eine Jahresprognose noch eine garantierte Handelsspanne. Harley Bassman rechnet im Gespräch mit ICE einen Wert von 100 grob in rund 6 Basispunkte Tagesschwankung um. Wie Optionspreise eine erwartete Schwankung enthalten, zeigt unser Beitrag zur impliziten Volatilität.
Welche MOVE-Werte sind normal und welche zeigen Stress?
Der Median aller Tagesschlusskurse unserer Datenreihe seit November 2002 liegt bei 80,1 Punkten. In den ruhigen Jahren 2010 bis 2019 waren es nur 69,9. Werte unter 60 zeigen einen sehr ruhigen Zinsmarkt, Werte über 120 gab es bisher vor allem in Phasen mit Krisen oder schnellen Zinswenden.
Die höchsten Ausschläge fallen jeweils in bekannte Stressphasen. Die Tabelle zeigt ausgewählte Spitzen und das Tief der letzten 24 Jahre aus unserer heruntergeladenen Yahoo-Reihe. Die Ereignisse daneben fallen zeitlich zusammen, eine einzelne Ursache beweist das nicht.
| Datum | Stand | Umfeld |
|---|---|---|
| Okt. 2008 | 264,6 | Lehman-Pleite |
| 09.03.2020 | 163,7 | Corona-Crash |
| 29.09.2020 | 36,6 | Leitzins nahe null |
| 12.10.2022 | 160,7 | Zinswende der Fed |
| 20.03.2023 | 182,6 | Pleite der Silicon Valley Bank |
| 08.04.2025 | 139,9 | neue US-Zölle |
| 26.03.2026 | 115,0 | Hoch der letzten 12 Monate |
ICE nennt für März 2023 einen Höchststand von rund 198,7. So steht es im ICE-Monatsbericht vom Dezember 2023. Unsere heruntergeladene Yahoo-Schlusskursreihe zeigt dagegen 182,6 am 20. März. Wegen dieser Abweichung verwenden wir die Datei nicht, um den gemeldeten historischen Höchststand zu widerlegen.
Am 29. September 2026 lag der MOVE über seinem langjährigen Median. CNBC zeigte an diesem Tag um 16:17 Uhr New Yorker Zeit 106,60, nach einem Vortagesschluss von 101,82. Im Januar 2026 hatte er mit 55,77 den tiefsten Wert der zwölf Monate davor markiert.
MOVE Index und VIX: Wo liegt der Unterschied?
Beide Indizes messen die erwartete Schwankung aus Optionspreisen, aber an verschiedenen Märkten. Der VIX schaut auf Optionen auf den S&P 500, so beschreibt es der Anbieter Cboe. Er wird auf Jahresbasis in Prozent angegeben, der MOVE auf den US-Zinsmarkt auf Jahresbasis in Basispunkten. Die Zahlen lassen sich deshalb nicht direkt vergleichen: Ein VIX von 16 und ein MOVE von 106 können gleichzeitig normal sein. Die Grafik darunter zeigt beide Indizes seit 2002 übereinander, mit den fünf ausgewählten Stressphasen.

| Merkmal | MOVE Index | VIX |
|---|---|---|
| Markt | US-Zinsen | US-Aktien |
| Basis | Optionen auf 2 bis 30 Jahre | Optionen auf den S&P 500 |
| Einheit | Basispunkte p.a. | Prozent p.a. |
| Anbieter | ICE | Cboe |
| Median seit 2002 | 80,1 | 16,9 |
Über die ganze Stichprobe hängen die Stände beider Indizes spürbar zusammen, die Veränderungen von Tag zu Tag deutlich weniger. Die Tagesstände hatten in unserer Messung eine Korrelation von 0,59. Bei den Veränderungen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Börsentagen, gemessen in Indexpunkten, waren es nur 0,28. Zum Vergleich: VIX-Veränderungen und die Tagesrenditen des S&P 500 hingen mit minus 0,80 viel enger zusammen.
Viele Marktbeobachter teilen den MOVE durch den VIX. Das Verhältnis lag seit 2002 im Median bei 4,8, am 29. September 2026 bei rund 6,6. Ein Verhältnis oberhalb seines eigenen historischen Normalbereichs deutet in dieser Darstellung auf relativ erhöhte Zinsvolatilität gegenüber der Aktienvolatilität hin. Die Risiken einer Anleihe- und Aktienanlage lassen sich damit nicht direkt vergleichen. Weitere Stimmungsbarometer für den Aktienmarkt sind der Fear and Greed Index und die Put-Call-Ratio.
Wie wirkt sich der MOVE Index auf den Aktienmarkt aus?
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fließt in die Bewertung von Aktien ein. Schwankt sie stark, ändert sich der Abzinsungssatz für künftige Gewinne, und auch Gewinnerwartungen und Risikoprämien können sich verschieben. Zudem hängen Zinsvolatilität und Liquidität am Anleihemarkt zusammen, wie eine Auswertung der New York Fed zeigt. Deshalb schauen auch Aktientrader auf den MOVE.
Ob auf einen hohen MOVE fallende Aktienkurse folgten, haben wir nachgerechnet. Für jeden Handelstag seit November 2002 haben wir den MOVE-Stand genommen und die Kursveränderung des S&P 500 ohne Dividenden über die folgenden 21 Börsentage gemessen, gezählt im Handelskalender des S&P 500. Das ergibt 5.878 Zeiträume mit Starttagen bis zum 20. August 2026.
| MOVE-Bereich (Anzahl) | Median | Standardabweichung |
|---|---|---|
| unter 80 (2.914) | plus 1,31 % | 3,53 % |
| 80 bis unter 100 (1.231) | plus 1,30 % | 4,28 % |
| 100 bis unter 120 (938) | plus 1,82 % | 4,51 % |
| ab 120 (795) | plus 1,45 % | 7,15 % |
In dieser historischen Stichprobe war der Median der Rendite über 21 Börsentage in allen vier Gruppen positiv. Auf höhere MOVE-Werte folgten stärker gestreute Renditen. Negativ war die Rendite ab einem MOVE von 120 in 38,2 Prozent der Fälle, unter 80 in 31,6 Prozent. Dieser beschreibende Vergleich klärt nicht, ob der MOVE die Aktienmarktrichtung vorhersagen kann.
Deutlich unterschiedlich war die Streuung. Ab einem MOVE von 120 war die Standardabweichung der Renditen über 21 Börsentage mit 7,15 Prozent rund doppelt so hoch wie unter 80. Die Zeiträume überlappen sich, und Phasen wie 2008 oder 2020 prägen die obere Gruppe stark. Die Ergebnisse gelten unter Vorbehalt der Datenbasis, siehe den Hinweis zu Yahoo Finance weiter unten.
Was treibt den MOVE Index nach oben?
Der MOVE steigt, wenn der Markt beim künftigen Zinsniveau unsicherer wird. Das kann vor allem passieren, wenn sich die Erwartungen an die Fed schnell ändern. Wann die US-Notenbank entscheidet und was sie zuletzt beschlossen hat, steht beim Fed-Zinsentscheid.
Auch Inflationsdaten spielen eine Rolle. Inflationsüberraschungen und Änderungen am erwarteten Fed-Pfad können die implizite Zinsvolatilität erhöhen. Eine Veröffentlichung kann Unsicherheit aber auch verringern. Die Termine dazu stehen in unserem Beitrag zu den US-Inflationsdaten. Welche Zinsschritte der Markt gerade einpreist, zeigt das CME Fed Watch Tool.
Die höchsten Werte unserer Reihe fielen in Krisen, nicht auf normale Datentermine. 2008, 2020 und 2023 ging es um die Stabilität von Banken und die Funktionsfähigkeit der Märkte. Große Renditebewegungen in beide Richtungen können mit höherer Volatilität einhergehen.
Der MOVE misst nur den US-Markt. Für deutsche Anleihen gibt es keinen gleich bekannten Index. Wie sich die Rendite der Bundesanleihe entwickeln könnte, steht in unserer Zinsprognose. Ein unruhiger US-Zinsmarkt schwappt aber oft auf Europa über, weil große Anleger weltweit zwischen den Märkten umschichten.
Wo sehe ich den MOVE Index aktuell?
Einen Chart des MOVE Index findest du bei TradingView unter dem Kürzel TVC:MOVE. Dort lässt er sich direkt neben den VIX oder die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe legen. Bei CNBC heißt das Kürzel .MOVE, dort stehen auch Tageshoch, Tagestief und die Spanne der letzten zwölf Monate.
Bei Yahoo Finance ist Vorsicht geboten. Die für diese Auswertung heruntergeladene Yahoo-Datei reicht bis zum 21. September 2026 und enthielt für ^MOVE einen irreführenden Instrumentennamen („Northern Trust iBoxx 5-Year Tar“). Historische Werte wichen zudem von veröffentlichten Anbieterangaben ab, etwa im März 2023. Die Ergebnisse gelten deshalb unter Vorbehalt dieser Datenbasis.
Der MOVE wird im US-Handel laufend aktualisiert. Für einen Überblick reicht meist der Schlusskurs. Wichtiger als der einzelne Tageswert ist, wo er im Vergleich zu den letzten Monaten steht und ob er sich gerade schnell bewegt.
Stärken und Grenzen des MOVE Index
Der MOVE ist ein nützliches Risikomaß für den Zinsmarkt, aber kein Handelssignal. Die beiden Kästen fassen zusammen, was er für die Einordnung leistet und wo seine Aussagekraft endet.
Was der MOVE Index gut kann
- Er fasst die Unruhe am ganzen US-Zinsmarkt in einer Zahl zusammen.
- Er beruht auf Optionspreisen und zeigt damit Erwartungen, nicht nur vergangene Bewegungen.
- Er reicht in unserer Datenreihe bis 2002 zurück und macht Krisen vergleichbar.
- Zusammen mit dem VIX zeigt er, ob die Zinsvolatilität im Vergleich zur Aktienvolatilität ungewöhnlich hoch ist.
Wo der MOVE Index an Grenzen stößt
- Er sagt nichts darüber, ob die Zinsen steigen oder fallen.
- Ob er fallende Aktienkurse ankündigt, klärt unsere beschreibende Auswertung nicht.
- Er misst nur den US-Markt, nicht Bundesanleihen oder andere europäische Zinsen.
- Die öffentlichen Beschreibungen der Basis unterscheiden sich (Swaps oder Staatsanleihen), eine Methodenänderung ist nicht datiert belegt.
Fazit: Der MOVE zeigt die Unruhe, nicht die Richtung
Der MOVE Index ist das Gegenstück zum VIX für den US-Zinsmarkt. Er misst auf Jahresbasis in Basispunkten, wie stark die Renditen im nächsten Monat schwanken dürften, und die zehnjährige Laufzeit zählt dabei doppelt.
Normal sind Werte um 70 bis 80, über 120 wird es unruhig. Die Spitzen lagen in der Finanzkrise, im Corona-Crash, bei der Zinswende 2022 und in der Bankenkrise 2023. Am 29. September 2026 stand der MOVE mit rund 106 über seinem Median.
Für Aktientrader ist der MOVE vor allem ein Hinweis auf die Streuung der folgenden Renditen. In unserer Messung war die Standardabweichung der S&P 500-Renditen über 21 Börsentage nach hohen Werten rund doppelt so hoch. Eine Richtungsvorhersage belegt das nicht.
Häufige Fragen zum MOVE Index
Was misst der MOVE Index?
Der MOVE Index misst die erwartete Schwankung der US-Zinsen im nächsten Monat. Er wird aus Optionen auf die Laufzeiten 2, 5, 10 und 30 Jahre berechnet und auf Jahresbasis in Basispunkten angegeben.
Was ist ein hoher Wert beim MOVE Index?
Der Median unserer Datenreihe seit November 2002 liegt bei 80,1 Punkten. Werte über 120 gab es vor allem in Krisen oder bei schnellen Zinswenden, der höchste Wert der Reihe lag bei 264,6 Punkten im Oktober 2008.
Was ist der Unterschied zwischen MOVE und VIX?
Der VIX misst die erwartete Schwankung am US-Aktienmarkt in Prozent, der MOVE die am US-Zinsmarkt in Basispunkten, beide auf Jahresbasis. Beide beruhen auf Optionspreisen. Seit 2002 lag das Verhältnis MOVE zu VIX im Median bei 4,8.
Wer berechnet den MOVE Index?
Der Index wird von ICE berechnet, dem Betreiber der Intercontinental Exchange. Entwickelt hat ihn Harley Bassman bei Merrill Lynch, ICE übernahm ihn 2019 von Bank of America Merrill Lynch.
Wo finde ich den aktuellen Stand des MOVE Index?
Bei TradingView unter TVC:MOVE und bei CNBC unter .MOVE. Bei Yahoo Finance heißt das Kürzel ^MOVE, dort wich die von uns heruntergeladene historische Reihe von veröffentlichten Anbieterangaben ab.
Kündigt ein hoher MOVE Index fallende Aktienkurse an?
Das belegt unsere beschreibende Auswertung seit 2002 nicht. Nach einem MOVE ab 120 fiel der S&P 500 über die folgenden 21 Börsentage in 38,2 Prozent der Fälle, nach Werten unter 80 in 31,6 Prozent. Die Standardabweichung der Renditen war aber rund doppelt so hoch.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und handelt seit 1980 als diskretionärer Price-Action-Trader. Seine Märkte sind Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte. Die Geldpolitik der großen Notenbanken verfolgt er seit über 45 Jahren.
Seine Erfahrung reicht weit in die Geschichte der technischen Analyse. Kagels übersetzte Ende der 1980er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter und vertrat den US-Trader Joe Ross über 17 Jahre in Deutschland, wo er alle zehn Ross-Bücher übersetzte und verlegte. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Für diesen Artikel wurden 5.899 Tagesschlusskurse des MOVE Index seit November 2002 ausgewertet. Sie wurden gegen den VIX und die Monatsveränderung des S&P 500 gerechnet, die aktuellen Werte gegen CNBC geprüft und die Berechnungsweise an den Angaben von ICE abgeglichen.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.









