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Goldpreis Prognose heute, morgen & nächste Woche (2026): Wie geht es weiter am Goldmarkt?

Zuletzt aktualisiert: 02. November 2026

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12 Min

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Christian Möhrer

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Christian Möhrer

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Gold hat die vergangene Woche bei $3.875,2 beendet und dabei ein neues Jahrestief bei $3.870 gesetzt. Zum Wochenstart stützt das Tief der vergangenen Woche zunächst eine Gegenbewegung. Bis zum $3.500er-Bereich stehen keine relevanten Unterstützungen mehr im Chart.

Stand 02.11.2026, 06:56 Uhr · Gold (Spot) $3.914,3, Wochenschluss $3.875,2

Welche Marke jetzt entscheidet, steht in der Übersicht darunter. Christian Möhrer prüft jede Fassung nach unseren redaktionellen Richtlinien.

Goldpreis Prognose aktuell in 30 Sekunden

  • Richtung: Kurz- und mittelfristig abwärts. Gold hat das Juni-Tief bei $3.942,7 per Wochen- und Monatsschluss unterschritten, ein neues Jahrestief bei $3.870 gesetzt und die vergangene Woche bei $3.875,2 fest am Wochentief beendet. Zum Wochenstart stützt dieses Tief zunächst eine Gegenbewegung.
  • Nächste Unterstützung: das Hoch vom April 2025 bei $3.500,1, zugleich eine psychologische Zone. Alle zuvor aufgebauten Unterstützungszonen sind unterschritten. Bis zum Jahresende ist das Ziel realistisch, sofern keine deutliche Erholung über das Juli-Hoch folgt.
  • Bedingung für eine Verbesserung: Eine Gegenbewegung könnte auf einen Retest des 4.000er-Bereichs hinauslaufen, um $4.100 liegt eine deutliche Widerstandszone. Erst wenn Gold das Juli-Hoch bei $4.203,2 und die Oktoberspitzen bis $4.227,9 auf Tagesschlussbasis herausnimmt, stellt sich das Bild wieder positiv dar.
  • Heute: erwartete Handelsspanne $3.850 bis $3.950.
  • Langfristig: Gold ist deutlich vom Rekordhoch bei $5.598,8 zurück und hat mit $3.870 ein neues Jahrestief gesetzt. Der Oktober schloss unter dem Juni-Tief, damit ist der Ausblick ins Negative gekippt.

Die Goldpreis Prognose ist eine auf Chartanalyse beruhende Einschätzung, wohin sich der Goldpreis in US-Dollar je Feinunze (XAU/USD) in den nächsten Tagen, Wochen und Jahren bewegen kann.

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Karstens Gold-Prognose für die neue Woche

Gold Jahreschart XAU/USD mit Unterstützungen und Widerständen von Karsten Kagels

So sehen Karstens Gold-Charts aus

Die Marken, die nächste Woche entscheiden

Das Szenario, auf das Karsten achtet

In 2 Minuten gelesen, bevor die Märkte öffnen

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Steigt der Goldpreis wieder? Die Prognose für die nächsten Tage

Goldpreis Prognose im Tageschart: Tief der vergangenen Woche stützt zunächst eine Gegenbewegung, Widerstandszone um 4.100 Dollar
Gold (Spot) im Tageschart seit Januar 2026 mit den roten Linien, der grauen Abwärtslinie vom Augusthoch, der Widerstandszone um 4.100, dem Julihoch bei 4.203,2, dem Juni-Tief bei 3.942,7, dem Tief 2026 bei 3.870 und dem Hoch vom April 2025 bei 3.500,1, Stand 02.11.2026, 06:56 Uhr MEZ, Kurs 3.914,3 (Chart: TradingView)

Der Tageschart zeigt drei Marken, auf die es jetzt ankommt: unten das neue Jahrestief bei $3.870 mit dem Hoch vom April 2025 bei $3.500,1 als nächster Unterstützung, in der Mitte die Widerstandszone um $4.100, oben das Juli-Hoch bei $4.203,2.

Im Tageschart liegt der Druck auf der grauen Linie. Sie hat zuletzt als Unterstützung gewirkt und könnte jetzt den Trendwinkel der weiteren Abwärtsbewegung vorgeben. In dieser Woche erholte sich Gold zunächst bis $4.083,4 und scheiterte an der Widerstandszone um $4.100. Am Freitag, 30. Oktober, eröffnete Gold bei $4.021,3, stieg bis $4.026,4, fiel bis $3.870,3 und schloss bei $3.875,2, fest am Tief. Am Montag, 02. November, eröffnete Gold bei $3.874,3, stieg bis $3.919,3 und stand um 06:56 Uhr bei $3.914,3, über dem Tief der vergangenen Woche.

Die 4.000er-Marke war zusammen mit dem Juni-Tief der Bruchpunkt. Beide sind unterschritten, das hat zum neuen Jahrestief bei $3.870 geführt. Der Bereich um $4.100 ist jetzt eine deutliche Widerstandszone, eine Gegenbewegung könnte noch auf einen Retest des 4.000er-Bereichs hinauslaufen.

Oben liegen das Juli-Hoch und die Oktoberspitzen. Das Juli-Hoch liegt bei $4.203,2, die Spitzen aus dem Oktober reichen bis $4.227,9. Erst wenn Gold diese Marken herausnimmt, stellt sich das Szenario wieder positiv dar. Sonst ist das Hoch vom April 2025 bei $3.500,1 bis zum Jahresende ein relevantes und realistisches Ziel.

Eine zweite Sicht liefern die Indikatoren. Wie die gängigen Indikatoren Gold in den einzelnen Zeiteinheiten einstufen, zeigt die technische Analyse für Gold auf TradingView.

Marken im Tageschart, von oben nach unten:

KursMarkeRolle
$4.550,5Hoch 2025Wider­stand
$4.227,9OktoberhochWider­stand
$4.203,2JulihochWider­stand
rund $4.100WiderstandszoneWider­stand
$4.098,7März-TiefRefe­renz
rund $4.0004.000-Dollar-MarkeRefe­renz
$3.942,7Juni-Tief (unterschritten)Refe­renz
$3.914,3Kurs 02.11., 06:56 Uhr
$3.875,2Schluss 30.10.Refe­renz
$3.870,3Tief 2026 (neues Jahrestief)Unter­stützung
$3.500,1Hoch April 2025Unter­stützung

Erwartete Handelsspanne heute, 02.11.2026: $3.850 bis $3.950 · Stand 06:56 Uhr bei $3.914,3

Goldpreis Prognose im 4-Stunden-Chart: Tief der vergangenen Woche stützt zunächst eine Gegenbewegung, Kurs unter der roten Linie
Gold (Spot) im 4-Stunden-Chart seit Ende September 2026 mit der Widerstandszone um 4.100, dem Julihoch bei 4.203,2, dem Juni-Tief bei 3.942,7, den roten Linien, der grauen Trendlinie und dem Tief 2026 bei 3.870, Stand 02.11.2026, 06:56 Uhr MEZ, Kurs 3.914,3 (Chart: TradingView)

Der 4-Stunden-Chart zeigt die letzten Tage genauer. Die Gegenbewegung ist an der Widerstandszone um $4.100 gescheitert, danach fiel der Kurs durch die 4.000-Dollar-Marke und das Juni-Tief bis zum neuen Jahrestief bei $3.870. Von dort stützt das Tief der vergangenen Woche zunächst eine Gegenbewegung, der Kurs steht bei $3.914,3. Der Wochenschluss unter 4.000 Dollar war auch ein psychologisch negatives Signal, weil viele Marktteilnehmer auf runde Marken achten.

Aktueller Goldpreis Chart auf TradingView

Goldpreis Prognose für diese Woche: Nach dem neuen Jahrestief stützt das Wochentief zunächst eine Gegenbewegung

Alle Charts auf dieser Seite zeigen den Spotpreis (TradingView: GOLD). Wochen-, Monats- und Jahreschart zeigen den Schlusskurs vom Freitag, 30.10.2026, exportiert am 31.10.2026 um 09:24 und 09:23 Uhr MEZ. Tages- und 4-Stunden-Chart zeigen den Stand vom 02.11.2026, 06:56 Uhr MEZ. Jede Bildunterschrift nennt ihren eigenen Stand. Wer statt XAU/USD den Future handelt, sieht leicht abweichende Kurse; die Unterschiede erklärt der Artikel Gold-Future handeln.

Der Goldpreis in Euro lag zum Wochenschluss bei rund 3.473 € je Feinunze. Das ergibt sich aus $3.875,2 und dem EUR/USD-Kurs von 1,1157 am Freitag. Die Marken in diesem Artikel stehen in US-Dollar, weil Gold weltweit in Dollar gehandelt wird; steigt der Euro, wird Gold für Anleger im Euroraum günstiger.

Goldpreis Prognose im Wochenchart: Bruch des Juni-Tiefs per Wochenschluss, neues Jahrestief bei 3.870 Dollar, Serie tieferer Tiefs
Gold (Spot) im logarithmischen Wochenchart seit Oktober 2025 mit der roten Abwärtslinie vom Rekordhoch, der dünneren roten Linie der tieferen Tiefs, dem Hoch 2026 bei 5.598,8, dem Hoch 2025 bei 4.550,5, dem Julihoch bei 4.203,2, dem Juni-Tief bei 3.942,7, dem Tief 2026 bei 3.870 und dem Hoch vom April 2025 bei 3.500,1, Stand 31.10.2026, 09:24 Uhr MEZ, Wochenschluss 3.875,2 (Chart: TradingView)

Im Wochenchart setzt sich die Abwärtstendenz fort. Die Erholung vom Tief 2026 drehte im August im Bereich der roten Abwärtslinie vom Rekordhoch nach unten, knapp über dem Hoch 2025 bei $4.550,5. Danach folgte eine Korrektur, die mit der vergangenen Woche die neunte Woche beendet hat. Die kurze Schiebephase aus zwei möglichen Umkehrwochen ist gescheitert.

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Die möglichen Umkehrstäbe der Vorwochen sind entwertet: In der vergangenen Woche eröffnete Gold bei $3.992,6, stieg bis $4.083,4, fiel bis $3.870,3 und schloss am Freitag bei $3.875,2, fest am Wochentief. Der Kursstab zeigt eine satte Abwärtswoche mit einer Spanne von rund $213.

Der Wochenschluss lag unter dem Juni-Tief bei $3.942,7. Zusätzlich ist die dünnere rote Linie der Serie tieferer Tiefs per Schlusskurs gebrochen, auch das ist ein Signal für weitere Schwäche. Zum Wochenstart stützt das Tief der vergangenen Woche zunächst eine Gegenbewegung: Gold eröffnete bei $3.874,3 und steht um 06:56 Uhr bei $3.914,3, bis zur Widerstandszone um $4.100 ist noch Weg.

Wer den Gold-Future handelt, schaut auf einen eigenen Kurs. Der Future an der COMEX notiert etwas anders als der Spotpreis, auf den sich alle Marken dieser Seite beziehen. Den laufenden Kurs zeigt der Gold-Future (COMEX) auf TradingView.

Mit dem neuen Jahrestief sind alle zuvor aufgebauten Unterstützungszonen unterschritten. Die nächste relevante Unterstützung ist das Hoch aus dem April 2025 bei $3.500,1, eine markante Spitze und zugleich eine psychologische Zone. Der Abstand zum Kurs zeigt, dass das Abwärtspotenzial noch etwas Weg bieten könnte. Was danach folgt, beschreiben die drei Szenarien direkt im Anschluss.

Marken im Wochenchart, von oben nach unten:

KursMarkeRolle
$5.598,8Rekordhoch (Hoch 2026)Wider­stand
$4.550,5Hoch 2025Wider­stand
$4.203,2JulihochWider­stand
$4.098,7März-TiefRefe­renz
$4.083,4VorwochenhochRefe­renz
$3.942,7Juni-Tief (unterschritten)Refe­renz
$3.914,3Kurs 02.11., 06:56 Uhr
$3.875,2VorwochenschlussRefe­renz
$3.870,3Vorwochentief (neues Jahrestief)Unter­stützung
$3.500,1Hoch April 2025Unter­stützung

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Wie geht es nach dem Wochenschluss weiter?

Karstens Gold-Prognose für die neue Woche: wo Gold drehen könnte, wo es eng wird und welches Szenario er im Blick hat.

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Drei Szenarien: Welche Marke entscheidet

Der Bereich um $3.500 unten und das Juli-Hoch oben entscheiden. Die Kursmarken stammen aus Karstens Charts, die Schlusskurs-Bedingungen sind eine redaktionelle Orientierung: Bestätigt wird per Tagesschluss, entkräftet per Wochenschluss. Es sind Orientierungsmarken, keine Auftragsregeln.

Bullisch: das Juli-Hoch wird zurückerobert

Gilt, wenn Gold auf Tagesschlussbasis über das Juli-Hoch und die Oktoberspitzen steigt. Das Juli-Hoch liegt bei $4.203,2, die Spitzen aus dem Oktober reichen bis $4.227,9; erst danach stellt sich das Szenario wieder positiv dar. Die nächste Marke darüber ist das Hoch 2025 bei $4.550,5. Eine Gegenbewegung bis in den Bereich um $4.100 reicht dafür nicht, sie wäre zunächst ein Retest. Mit dem Bruch des Juni-Tiefs, das bisher das Jahrestief war, ist dieser Weg bereits entkräftet und nur bei einer deutlichen Erholung über das Juli-Hoch noch denkbar.

Widerstandsmarken: $4.203,2 und $4.227,9, dann $4.550,5

Abwarten: Gegenbewegung bis in den Bereich um $4.000 bis $4.100

Hält das neue Jahrestief bei $3.870, könnte eine Gegenbewegung auf einen Retest des 4.000er-Bereichs hinauslaufen. Darüber liegt die Widerstandszone um $4.100. Solange Gold darunter bleibt, ist die Erholung nur eine Korrektur im Abwärtstrend. Kein Setup ist in dieser Lage auch ein Ergebnis.

Bärisch: der Weg in Richtung $3.500 setzt sich fort

Gilt, wenn Gold auf Tagesschlussbasis weiter unter das neue Jahrestief bei $3.870 fällt. Der Abwärtstrend ist bereits bestätigt, die Serie tieferer Tiefs setzt sich dann fort. Fällt der Kurs zügig und deutlich weiter, ist das Hoch vom April 2025 bei $3.500,1 das nächste relevante Ziel, bis zum Jahresende realistisch, sofern keine deutliche Erholung über das Juli-Hoch folgt. Entkräftet wird der Weg durch einen Wochenschluss über dem Juli-Hoch bei $4.203,2.

Unterstützungsmarken: $3.870 und $3.500,1

Was den Goldpreis als Nächstes bewegen kann

Zwei Termine aus den USA stehen in den nächsten zwei Wochen an. Sie sind Anlässe, den Chart neu zu lesen, keine Vorhersage einer bestimmten Reaktion. Alle weiteren Daten stehen im Wirtschaftskalender.

  • 6. November, 14:30 Uhr MEZ: US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) für Oktober (BLS-Terminplan)
  • 10. November, 14:30 Uhr MEZ: US-Verbraucherpreise (VPI) für Oktober (BLS-Terminplan)

Gold wird in Dollar gehandelt, deshalb zählen US-Zinsen und Inflation. Die Fed hob ihre Zielspanne am 16. September auf 3,75 bis 4,00 Prozent an. Hintergründe stehen in den Artikeln zum Fed-Zinsentscheid und zu den US-Inflationsdaten; die Dollarseite beleuchtet die EUR/USD Prognose.

Den Goldpreis live verfolgen: Der Live-Chart darunter zeigt den Spotpreis im Tageschart und lässt sich auf andere Zeiteinheiten umstellen.

Goldpreis Prognose langfristig: neues Jahrestief nach dem Rückgang vom Rekordhoch

Der Monatschart zeigt den Oktober mit einem Schlusskurs unter dem Juni-Tief. Das Juni-Tief bei $3.942,7 war bisher das Jahrestief. Der Schluss darunter ist ein Signal, das weitere Schwäche nach sich ziehen könnte. Eine Gegenbewegung könnte noch auf einen Retest des 4.000er-Bereichs hinauslaufen, der Ausblick ist damit ins Negative gekippt.

Goldpreis Prognose im Monatschart: Oktober schließt unter dem Juni-Tief, neues Jahrestief, Ausblick ins Negative gekippt
Gold (Spot) im logarithmischen Monatschart seit Oktober 2023 mit dem Hoch 2026 bei 5.598,8, dem Hoch 2025 bei 4.550,5, dem Julihoch bei 4.203,2, dem Juni-Tief bei 3.942,7, dem Tief 2026 bei 3.870 und dem Hoch vom April 2025 bei 3.500,1, Stand 31.10.2026, 09:24 Uhr MEZ bei 3.875,2 (Chart: TradingView)

Im größeren Bild sieht der Monatschart nach einer Seitwärtsbewegung mit fallenden Hochs aus. Auf das Rekordhoch bei $5.598,8 im Januar folgten ein tieferes Hoch im März und ein noch tieferes im August. Längerfristig wirkt das im Moment negativ. Der Oktober eröffnete bei $4.159,9, erreichte $4.227,9 und fiel bis $3.870,3. Mit $3.875,2 liegt der Monatsschluss unter dem Juni-Tief und dicht am neuen Jahrestief.

Goldpreis Prognose langfristig im Jahreschart: neues Jahrestief bei 3.870 Dollar nach dem Rückgang vom Rekordhoch 2026
Gold (Spot) im logarithmischen Jahreschart seit 1976 mit dem Hoch 2026 bei 5.598,8, dem Hoch 2025 bei 4.550,5 und dem Tief 2026 bei 3.870, Stand 31.10.2026, 09:23 Uhr MEZ bei 3.875,2 (Chart: TradingView)

Der Jahreschart zeigt den Goldpreis deutlich vom Allzeithoch 2026 zurückgekommen. Jeder Balken steht für ein Kalenderjahr. Gold eröffnete 2026 bei $4.318,3, erreichte mit $5.598,8 das Rekordhoch und hat unter der 4.000-Dollar-Marke ein neues Jahrestief bei $3.870 gesetzt. Mit $3.875,2 notiert der Kurs knapp darüber, das könnte für den restlichen Jahresverlauf noch tiefere Notierungen bedeuten. 2026 bleibt damit ein mögliches Umkehrjahr.

Gold und Silber laufen langfristig oft in dieselbe Richtung, aber nicht im selben Tempo. Die Marken für das zweite Edelmetall stehen in der Silberpreis Prognose, den Blick auf die Minenwerte liefern die Artikel zu Goldaktien und zu Silberaktien. Die übrigen Metalle behandeln die Platinpreis Prognose, die Palladium Prognose und die Kupferpreis Prognose.

Marken im Monats- und Jahreschart, von oben nach unten:

KursMarkeRolle
$5.598,8Rekordhoch (Hoch 2026)Wider­stand
$4.697,1AugusthochWider­stand
$4.550,5Hoch 2025Wider­stand
$4.318,3Eröffnung 2026Refe­renz
$4.203,2JulihochWider­stand
$4.159,9Eröffnung OktoberRefe­renz
$4.098,7März-TiefRefe­renz
$3.942,7Juni-Tief (unterschritten)Refe­renz
$3.875,2Wochenschluss
$3.870,3Tief 2026 (neues Jahrestief)Unter­stützung
$3.500,1Hoch April 2025Unter­stützung

Gold Analyse von Björn Heidkamp: Chartbild des Gold Futures verschlechtert

Björn Heidkamp sieht das Chartbild des Gold Futures nach dem Bruch wichtiger Unterstützungen klar verschlechtert. Seine Analyse vom 01.11.2026 bezieht sich auf den Gold Future (COMEX, Endlos-Kontrakt) bei einem letzten Kurs von 3.898,90 USD je Unze. Die Marken weichen deshalb leicht von den Spot-Kursen im übrigen Artikel ab.

Der Quartalschart zeigt die langfristige Kursentwicklung des Gold Futures seit 1995. Ein Notierungsstab bildet die Kursschwankungen des Gold Futures für jeweils ein Quartal ab.

Gold Analyse im Quartalschart seit 1995: Gold Future unterschreitet die Tiefs der letzten beiden Quartale
Gold Future im Quartalschart seit 1995 mit Seitwärtsbereichen, Aufwärtstrendlinien und 20-Quartals-Linie, Stand 01.11.2026 bei 3.898,90 (Chart: CQG)

Halbjahrestief unterschritten

In der abgelaufenen Börsenwoche hat der Gold Future die Tiefs der letzten beiden Vorquartale unterschritten. Mit dem aktuellen Bewegungstief bei 3.895,10 wurde der tiefste Stand seit dem 3. Oktober 2025 erreicht. Aus der Perspektive des Quartalscharts stehen die Zeichen damit weiter auf Korrektur. Erst Kurse über dem Vorquartalshoch bei 4.739, besser über dem Maihoch bei 4.776, würden den übergeordneten Haupttrend definitionsgemäß wieder durchsetzen.

Die Aufwärtsbewegung seit der letzten vollen Korrektur vom Oktober 2023 bei 1.824 bis zur Bestmarke vom 29. Januar bei 5.581 liefert die nächsten Fibonacci-Korrekturlevel. Als nächste virtuelle Unterstützungszonen sind damit die Bereiche zwischen 3.700 und 3.260 zu definieren.

Gold Analyse im Monatschart: obere Umkehrformation vollendet, Gold Future unter der 20-Monats-Linie
Gold Future im Monatschart seit 2017 mit der unterschrittenen Umkehrformation, der 20-Monats-Linie und dem Unterstützungsbereich bei 3.520 bis 3.300, Stand 01.11.2026 bei 3.898,90 (Chart: CQG)

Obere Umkehrformation vollendet

Mit dem Unterschreiten des Marktwendepunkts aus dem Juni 2026 bei 3.963 wurde in der abgelaufenen Börsenwoche eine große mehrmonatige obere Umkehrformation vollendet. Aus der Perspektive des Monatscharts hat sich die Chartsituation damit eindeutig verschlechtert. Schaffen es die Bären, derartige Bereiche erhöhter Abgabebereitschaft abzuverkaufen, folgen in der Regel in den nächsten Monaten noch weitere Kursverluste.

20-Monats-Linie unterschritten

Parallel zu diesem Verkaufssignal schafften es die Bären erstmals seit Oktober 2023, den Gold Future unter die blau eingezeichnete 20-Monats-Linie zu drücken. Der Monatsschlusskurs darunter bestätigt den Bruch. Als nächsttiefere Bereiche erhöhter Aufnahmebereitschaft gelten die alten Widerstände aus wichtigen Hochpunkten zwischen April 2025 und August 2025 bei 3.520 bis 3.300.

Kurse über 4.260 würden die kritische Ausgangslage wieder neutralisieren.

Wochenchart: Abwärtstrendkanal intakt, verpasste Chance der Bullen

Seit neun Wochen hat es der Gold Future nicht geschafft, ein Vorwochenhoch zu überschreiten. Die Bären hatten das Zepter eindeutig in der Hand.

Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts befindet sich der Gold Future in einem intakten Abwärtstrendkanal. Die fallenden Begrenzungslinien liegen aktuell bei 4.521 und 3.492. Das Kursverhalten der letzten Woche hat diesen Abwärtstrend erneut bestätigt.

Parallel haben die Bullen ein im August entstandenes Kaufsignal im MACD nicht nutzen können, um den Haupttrend wieder durchzusetzen. Das kürzlich generierte Signal wurde sofort wieder negiert, es entstand ein bullisches Fehlsignal („bullish failure“). In der Mehrzahl der Fälle folgen solchen verpassten Chancen der Bullen weitere Kursverluste.

Kursverluste bis an die 100-Wochen-Linie

Seit mehr als zwei Jahren handelt der Gold Future oberhalb der steigenden, blau eingezeichneten 100-Wochen-Linie, die aktuell bei 3.890 liegt. Mit dem Bewegungstief der abgelaufenen Woche befindet sich Gold fast punktgenau an diesem gleitenden Durchschnitt. Einige Bullen hoffen nach neun Wochen fallender Kurse auf eine Zwischenerholung von dieser Linie aus.

Gold Analyse im Wochenchart: intakter Abwärtstrendkanal und Kurs an der 100-Wochen-Linie
Gold Future im Wochenchart seit Oktober 2023 mit Abwärtstrendkanal bei 4.521 und 3.492, der 100-Wochen-Linie und dem Unterstützungsbereich um 3.300 bis 3.520, Stand 01.11.2026 bei 3.898,90 (Chart: CQG)

Fazit der Analyse von Björn Heidkamp

Aus der Perspektive des langfristigen Quartalscharts befindet sich der Gold Future in einer ausgedehnten Korrekturbewegung innerhalb des langfristigen Aufwärtstrends. Nach dem Kursverhalten der letzten Wochen ist eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung wahrscheinlicher als die Wiederaufnahme des Haupttrends. Mit den Fibonacci-Retracements sind weitere Kursverluste bis in den Bereich von 3.700 bis 3.260 möglich, ohne den langfristigen Aufwärtstrend zu gefährden. Erst Kurse oberhalb von 4.776 setzen den Primärtrend wieder durch.

Aus der Sicht des Monatscharts haben die Bullen den primären Aufwärtstrend nicht wieder klar durchgesetzt. Im Gegenteil: Mit dem Unterschreiten des Pivotpunkts aus dem Juni 2026 wurde eine obere Umkehrformation vollendet. Die Chartsituation hat sich dadurch deutlich verschlechtert, im Regelfall ist für die nächste Zeit mit weiteren Kursverlusten zu rechnen. Als nächsttiefere Unterstützungszone gilt der Bereich zwischen 3.520 und 3.300 als erstes Etappenziel. Kurse über 4.260 würden das negative Chartbild wieder neutralisieren.

Im mittelfristigen Wochenchart ist der eingezeichnete Abwärtstrendkanal intakt. Dass der Gold Future seit neun Wochen ohne nennenswerte Korrektur nachgegeben hat und damit überverkauft ist, nährt bei einigen Goldoptimisten die Hoffnung auf eine Zwischenerholung. Ob die Bullen die 100-Wochen-Linie als Ausgangsposition nutzen können, zeigen die nächsten Wochen.

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Goldpreis Prognose 2026: was die Banken erwarten

Ausgewählte veröffentlichte Goldausblicke für 2026 reichen von Jahreszielen bis zu Szenarien. Sie stammen aus verschiedenen Monaten und messen Verschiedenes: ein Jahresziel, ein Zielband, mögliche Hochs oder hypothetische Szenarien. Sie sind ein Rahmen, keine Handelssignale, deshalb steht zu jeder Zahl ihr Datum.

InstitutErwartungStand
Goldman Sachs$4.650 zum Jahresende23.09.2026
J.P. MorganZielband $6.000 bis $6.30025.02.2026
LBMA-Umfragemögliche Hochs bis $7.00020.01.2026
World Gold CouncilSzenarien minus 20 bis plus 30 %04.12.2025

Die Werte im Detail: Goldman Sachs nennt seit September $4.650 je Feinunze zum Jahresende 2026, nach $4.900 im August, die J.P. Morgan Private Bank einen Bereich von $6.000 bis $6.300. In der LBMA-Umfrage unter 31 Analysten werden die Marken $6.000 und $7.000 als mögliche Hochs genannt. Der World Gold Council nennt ausdrücklich keine Preisprognose, sondern hypothetische Szenarien von einem Minus von 5 bis 20 Prozent bis zu einem Plus von 15 bis 30 Prozent, gemessen am durchschnittlichen LBMA-Goldpreis im November 2025.

Gemeinsamer Treiber ist die Nachfrage der Zentralbanken. Goldman Sachs Research rechnete im August für 2026 mit Käufen von durchschnittlich 50 Tonnen im Monat, verglichen mit rund 17 Tonnen vor 2022. Die Prognose von J.P. Morgan stammt aus dem Februar, also aus der Zeit vor dem Rückgang seit dem Augusthoch. Goldman Sachs hat sein Jahresziel im September gesenkt, nach der Zinserhöhung der Fed.

Goldpreis Prognose 2027 und 2028: was Chart und Banken sagen

Für 2027 und 2028 nennt der Jahreschart keine Zielmarke. Er zeigt, dass der Aufwärtstrend langfristig intakt ist und 2026 ein mögliches Umkehrjahr ist. Von welchem Niveau aus 2027 startet, entscheidet der Jahresschluss 2026: Liegt er über oder unter der Eröffnung bei $4.318,3?

Goldman Sachs nennt ein Ziel für Ende 2027: $5.400 je Feinunze. Das meldete der Nachrichtendienst Newsquawk am 18.09.2026, wenige Tage nach der Zinserhöhung der Fed. Vom Wochenschluss bei $3.875,2 aus wären das rund 39 Prozent mehr. Als Hauptgrund nennt die Bank die Käufe der Zentralbanken.

Goldpreis Prognose 2030, 2040 und 2050: was sich langfristig sagen lässt

Goldpreis Prognose 2030: was der In Gold We Trust Report erwartet

Die bekannteste Langfristprognose für 2030 stammt aus dem In Gold We Trust Report der Incrementum AG aus Liechtenstein. Ihr Basisszenario von 2020 sah rund $4.800 bis Ende 2030 vor. Diesen Wert hat Gold laut der Präsentation vom 20.05.2026 schon 2026 erreicht. Das inflationäre Szenario nennt $8.926 für Dezember 2030.

Diese Zahl ist ein Szenario mit Annahmen zur Inflation, keine Chartmarke. Für 2030 gibt der Jahreschart keine belastbare Punktprognose her, er beschreibt nur die Richtung. Ein mögliches Umkehrjahr 2026 lässt den langfristigen Aufwärtstrend zunächst unberührt.

Goldpreis Prognose 2040 und 2050: warum es keine seriöse Zahl gibt

Für 2040 und 2050 gibt es keine belastbare Punktprognose, denn niemand kennt Geldpolitik und Inflation der kommenden Jahrzehnte. Wie lange Gold ohne neue Hochs laufen kann, zeigt der Jahreschart: Nach dem Hoch von 1980 bei rund $850 dauerte es bis Anfang 2008, bis Gold diese Marke wieder überschritt.

Für 2050 bleibt deshalb nur die Richtung des Jahrescharts; aus heutigen Chartmarken lassen sich keine belastbaren Kursziele ableiten.

Fazit: Das Wochentief stützt zunächst eine Gegenbewegung, darüber liegt der Deckel bei 4.100 Dollar

Als aktiver Trader seit 1980 sehe ich ein klares Warnsignal. Gold hat das Juni-Tief per Wochen- und Monatsschluss unterschritten, ein neues Jahrestief bei $3.870 gesetzt und damit alle zuvor aufgebauten Unterstützungszonen hinter sich gelassen. Der Wochenschluss unter der 4.000-Dollar-Marke ist auch psychologisch negativ, weil viele Marktteilnehmer auf runde Marken achten.

Meine Einschätzung für diese Woche: Das Tief der vergangenen Woche stützt zunächst eine Gegenbewegung, die auf einen Retest des 4.000er-Bereichs hinauslaufen könnte, um $4.100 liegt eine deutliche Widerstandszone. Die nächste relevante Unterstützung ist das Hoch vom April 2025 bei $3.500,1, bis zum Jahresende ein realistisches Ziel, sofern keine deutliche Erholung über das Juli-Hoch bei $4.203,2 folgt. Langfristig zeigen Jahres- und Monatschart weitere Schwäche.

Die Szenarien sind eine persönliche Einschätzung aus Erfahrung. Sie fassen mögliche Kursentwicklungen je Zeitebene zusammen und sind keine Gewissheit. Dies ist eine Marktanalyse, keine Anlageberatung; Positionsgrößen gehören in das eigene Risikomanagement.

FAQ zur Goldpreis Prognose

Steigt der Goldpreis wieder?

Zunächst höchstens als Gegenbewegung: Das Tief der vergangenen Woche bei $3.870 stützt, Gold hat die Woche aber unter der 4.000-Dollar-Marke beendet. Positiv wird das Bild erst wieder, wenn Gold das Juli-Hoch bei $4.203,2 und die Oktoberspitzen bis $4.227,9 auf Tagesschlussbasis herausnimmt. Eine Erholung könnte auf einen Retest des 4.000er-Bereichs hinauslaufen, um $4.100 liegt eine deutliche Widerstandszone.

Fällt der Goldpreis weiter?

Der Abwärtsdruck ist bereits da: Gold hat das Juni-Tief unterschritten und ein neues Jahrestief bei $3.870 gesetzt. Ein Tagesschluss darunter würde den Abwärtstrend bestätigen. Fällt der Kurs zügig und deutlich weiter, ist das Hoch aus dem April 2025 bei $3.500,1 das nächste relevante Ziel, bis zum Jahresende realistisch, sofern keine deutliche Erholung über das Juli-Hoch folgt.

Wie entwickelt sich der Goldpreis 2026?

2026 stellt sich im Jahreschart bislang als mögliches Umkehrjahr dar. Gold eröffnete bei $4.318,3, erreichte das Rekordhoch bei $5.598,8 und fiel bis zum Tief 2026 bei $3.870. Goldman Sachs nennt seit September $4.650 zum Jahresende, J.P. Morgan im Februar eine Spanne von $6.000 bis $6.300 je Feinunze.

Wie hoch ist der Goldpreis im Jahr 2027?

Aus dem Jahreschart lässt sich für 2027 keine Punktprognose ableiten. Goldman Sachs nannte im September $5.400 zum Jahresende 2027. Der Jahreschart zeigt den langfristigen Aufwärtstrend, beschreibt aber eine Richtung und keinen Zielkurs. Entscheidend für den Start ins Jahr 2027 ist, ob 2026 unter oder über der Jahreseröffnung bei $4.318,3 schließt.

Wie ist die Goldpreis Prognose für 2030?

Eine belastbare Punktprognose für 2030 gibt es nicht. Der In Gold We Trust Report nennt im inflationären Szenario $8.926 für Ende 2030, sein Basisszenario von rund $4.800 wurde schon 2026 erreicht. Der Jahreschart zeigt nur die Richtung: Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt.

Kann man Gold am Wochenende handeln?

Das hängt vom Produkt und vom Broker ab. Der reguläre Spot- und CFD-Handel ruht am Wochenende meist, einzelne Börsenprodukte und Broker bieten aber auch Wochenendhandel an, oft mit weiteren Spreads. Wer handeln will, prüft die Handelszeiten seines Brokers; zum Montag kann Gold mit einer Kurslücke zur Freitagsnotierung eröffnen.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und handelt seit 1980 als diskretionärer Price-Action-Trader. Seine Märkte sind Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte. Ein Systemtrader ist er bewusst nicht, was ihm bei der Bewertung fremder Handelsansätze einen kritischen Blick von außen erlaubt.

Seine Erfahrung reicht weit in die Geschichte der technischen Analyse. Kagels übersetzte Ende der 1980er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter und vertrat den US-Trader Joe Ross über 17 Jahre in Deutschland, wo er zehn Ross-Bücher übersetzte und verlegte. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Für die Goldpreis Prognose liest Kagels den Spotpreis über alle Zeitebenen. Er beginnt im Tageschart, ordnet die Bewegung im Wochenchart ein und prüft im Jahreschart, ob der langfristige Trend noch trägt.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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