Der Ölpreis steckt seit März in einem Dreieck, das sich Woche für Woche weiter schließt. Unten hält die Zone am 2024er Hoch bei $87,67, oben deckelt eine Abwärtstrendlinie. Wer zuerst bricht, bestimmt die nächsten Wochen, und an diesem Wochenende tagt die OPEC+.
Stand 02.10.2026, 14:37 Uhr · Chart aktualisiert 14:45 Uhr
Die Ölpreisprognose ist eine auf Chartanalyse beruhende Einschätzung der nächsten Kursbewegung bei WTI und Brent Crude, mit den Marken, an denen sich die Richtung entscheidet. Sie wird an jedem Handelstag nachgezogen und sagt ausdrücklich auch, wenn es gerade kein klares Bild gibt; die Charts stammen von Karsten Kagels selbst. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Ölpreisprognose aktuell in 30 Sekunden
Die Lage
Neutral zwischen zwei Linien. Der Markt hat keinen Impuls in eine Richtung; WTI steht bei $89,39, Brent bei $99,49 im Dezember-Kontrakt.
Die Marke, die halten muss
Das 2024er Hoch bei $87,67. Ein Tagesschluss darunter öffnet den Weg zum 2025er Hoch bei $80,77, also neun Dollar Luft nach unten.
Nächstes Ziel nach oben
Erst über die Abwärtstrendlinie, dann das 2023er Hoch bei $95,03. Brent hat seine Abwärtslinie bereits überschritten.
Was als Nächstes ansteht
OPEC+ am 4. Oktober, EIA-Ausblick am 6., US-Lagerdaten am 7. Nächste Überprüfung: Montag, früher bei einem Bruch der Marken.
Der Ölmarkt heute: WTI an der Aufwärtstrendlinie

Der Tageschart zeigt die Lage auf einen Blick. Der WTI-Future steht bei $89,39, eröffnet hat der Tag bei $93,46, das Tagestief lag bei $88,83. Getragen wird der Kurs von der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie, die am Juli-Tief beginnt, mehrfach bestätigt wurde und auch in den vergangenen Tagen gehalten hat.
Nach oben deckelt eine kurzfristige Abwärtstrendlinie. Sie wurde gestern und heute getestet, überschritten wurde sie nicht. Zwischen beiden Linien fehlt dem Markt der Impuls, der eine neue Bewegung auslöst.
Die wichtigste Marke liegt knapp darunter. Die Tiefs der vergangenen Wochen, im Chart mit grünen Pfeilen markiert, liegen alle dicht über dem 2024er Hoch bei $87,67. Das ist die nächste waagerechte Unterstützung; ein Tagesschluss darunter öffnet den Weg zum 2025er Hoch bei $80,77. Die grüne Aufwärtstrendlinie verläuft darüber, sie kann also schon vorher brechen, während die Zone noch hält.
Aus Sicht des Tagescharts ist das Bild damit neutral. Es ist kein Verkaufssignal und kein Kaufsignal, sondern eine enge Lage zwischen zwei Linien, die sich früher oder später auflöst.
Widerstände
$95,03
Kurs bei Analyse
$89,39
Unterstützungen
$87,67
$80,77
Was ein Barrel in Euro und je Liter kostet, steht samt Umrechnung auf unserer Seite zu den Rohölpreisen, dort zweimal täglich nachgezogen.
Die beiden Wege und wann sie fallen
Zwei Bedingungen beschreiben die nächste Bewegung, eine dritte beschreibt das Abwarten. Jede nennt, was passieren muss, und was sie entkräftet. Es sind Orientierungsmarken, keine Auftragsregeln.
Maßgeblich ist der Tagesschluss im gezeigten CL1!-Chart. Ein Tagesschluss jenseits der genannten Marke bestätigt ein Szenario, ein anschließender Tagesschluss zurück auf der anderen Seite entkräftet es. Einzelne Tagesausschläge ohne Schlusskurs zählen nicht; der Wochenschluss kommt als zusätzliche Bestätigung dazu, er ersetzt die Regel nicht.
Bullisch: über die Abwärtstrendlinie
Bedingung: Ein Tagesschluss über der kurzfristigen Abwärtstrendlinie bestätigt diesen Weg; dann ist das 2023er Hoch bei $95,03 die nächste Hürde. Entkräftet wird er durch einen anschließenden Tagesschluss zurück unter der Linie.
Nächste Marke: $95,03
Bärisch: unter die Zone bei $87,67
Bedingung: Ein Tagesschluss unter dem 2024er Hoch bei $87,67 bestätigt diesen Weg; dann wird der Weg zum 2025er Hoch bei $80,77 frei. Entkräftet wird er durch einen anschließenden Tagesschluss zurück über der Zone.
Nächste Marke: $80,77
Abwarten: zwischen den Linien
Bedingung: Solange die Tagesschlüsse zwischen Aufwärts- und Abwärtstrendlinie liegen, gibt es kein bestätigtes Signal. Das ist derzeit der Fall, und es ist ein gültiges Ergebnis: kein Setup ist auch ein Ergebnis.
Technische Indikatoren: was die Standardwerte sagen
TradingView rechnet aus den gängigen Indikatoren eine Zusammenfassung. Hinein gehen Oszillatoren wie RSI und Stochastik und die gleitenden Durchschnitte, gerechnet auf dem Tageschart des WTI-Future CL1! und damit auf derselben Reihe wie die Charts oben. Die Anzeige aktualisiert sich von selbst.
Das ist eine mechanische Rechnung, keine Einschätzung von Karsten. Sie zeigt nur, wie die Standardeinstellungen der verbreiteten Indikatoren den Tageschart gerade lesen. Die Marken und Bedingungen dieser Seite stammen aus dem Chart; beides kann sich widersprechen.
Das Wochenbild: ein Dreieck seit März

Eine Zeitebene höher wird die Enge sichtbar. Seit dem März-Hoch läuft der Ölpreis in einem großen diagonalen Dreieck: Von oben begrenzt die fallende Linie vom Jahreshoch, von unten die waagerechte Unterstützung am 2024er Hoch. Beide Begrenzungen rücken zusammen.
Die laufende Woche hat die Unterseite bereits getestet. Sie eröffnete bei $93,58, stieg bis $96,54 und fiel bis $88,58 und damit knapp unter das Vorwochentief von $88,67. Bis zum Chartstand am Freitag um 14:40 Uhr hat die Zone über dem 2024er Hoch gehalten; die Wochenkerze ist noch nicht abgeschlossen.
Für die nächste Woche heißt das: Die Entscheidung fällt an derselben Marke wie im Tageschart. Maßgeblich bleibt der Tagesschluss; ein Wochenschluss unter $87,67 käme als zusätzliche Bestätigung dazu. Hält die Zone, bleibt die Spanne zwischen $87,67 und dem 2023er Hoch bei $95,03 der Rahmen für die kommenden Tage.
Brent: Kampf um die 100-Dollar-Marke

Brent sieht besser aus als WTI. Der Chart zeigt $99,49; die Aufwärtstrendlinie seit dem Juli-Tief wurde in dieser Woche erfolgreich getestet, und die Abwärtstrendlinie vom September-Hoch hat der Markt gestern überschritten.
Brent ist wieder unter $100 gefallen. Der Tageschart zeigt eine Eröffnung bei $102,47 und ein Tageshoch von $102,85; um 14:45 Uhr steht der Kurs bei $99,49. Die Frage ist jetzt, ob der Markt die runde Marke zurückerobert und sie behauptet. Nach unten liegt das Wochentief bei $95,14 vom 30. September (Yahoo Finance, Kontrakt BZZ26, andere Datenquelle als der ICE-Chart).
Seit dem 1. Oktober ist der Dezember-Kontrakt der vorderste. Der November-Kontrakt ist am 30. September ausgelaufen. Wer Brent-Kurse über mehrere Wochen vergleicht, muss diesen Wechsel kennen, sonst sieht er einen Sprung, der keine Marktbewegung ist.
Was den Preis als Nächstes bewegen kann
Drei Termine stehen kurzfristig an. Sie sind Anlässe, den Chart neu zu lesen, keine Vorhersage einer bestimmten Reaktion.
- 4. Oktober, OPEC+: Die sieben Länder mit zusätzlichen freiwilligen Förderanpassungen beraten erneut über die Marktlage und ihre Förderpolitik. Am 6. September hatten sie das Septemberniveau für Oktober bestätigt (OPEC-Mitteilung vom 6. September)
- 6. Oktober, EIA-Kurzfristausblick: Die US-Energiebehörde legt ihre neuen Preis- und Förderschätzungen vor. Die bisherige Ausgabe stammt vom 9. September
- 7. Oktober, 16:30 Uhr: die nächsten wöchentlichen US-Öllagerdaten der EIA, veröffentlicht um 10:30 Uhr New Yorker Zeit. Das ist der meistbeachtete Einzeltermin der Woche; in Feiertagswochen verschiebt sich der Termin, die Woche zum 9. Oktober erscheint erst am 15. Oktober um 12:00 Uhr New Yorker Zeit (EIA-Veröffentlichungsplan)
Dazu kommt die Nachrichtenlage um den Iran-Krieg. Die EIA beschreibt in ihrem September-Ausblick wieder steigende, aber weiter eingeschränkte Öltransporte durch die Straße von Hormus und über Ausweichrouten; die Förderung der Region bleibt nach ihrer Annahme bis ins zweite Quartal 2027 unter dem Niveau vor dem Krieg. Neue Meldungen über Angriffe oder Verhandlungen können das rasch ändern, weshalb die Szenarien dann neu zu prüfen sind.
Der längere Blick: Quartal, Jahr und die Agenturen
Dieser Teil ist für Leser gedacht, die über den Tag hinaus schauen. Er wird zum Monatsanfang überprüft, nicht täglich.

Im Quartalschart steckt der Markt in einem großen diagonalen Dreieck. Von oben läuft die rote Linie vom Rekordhoch des Jahres 2008 herunter, von unten kommen die grünen Aufwärtslinien. Das laufende Quartal hat am 1. Oktober begonnen und ist erst zwei Tage alt.
Karstens Einschätzung dazu ist eher positiv: Bricht der Kurs irgendwann über die rote Linie, hält er einen Anlauf in Richtung neuer Allzeithochs für möglich. Das ist eine Chartbetrachtung mit Bedingung, kein Kursziel: Ein Dreieck sagt nichts darüber, zu welcher Seite es verlassen wird.
Ölpreisentwicklung 2026: der Jahresverlauf

Die Ölpreisentwicklung 2026 zeigt der zweite Chart. WTI eröffnete bei $57,41, fiel am 7. Januar auf das Jahrestief von $55,76 und erreichte am 9. März $119,48. Seither baut der Markt den Risikoaufschlag wieder ab.
Die US-Energiebehörde erwartet mittelfristig fallende Preise. Die EIA rechnet in ihrem Kurzfristausblick vom 9. September 2026 am Spotmarkt für Brent mit rund $90 je Barrel im zweiten Halbjahr 2026 und mit $74 im Jahresdurchschnitt 2027. Dahinter steht die Annahme, dass die Förderung steigt und die Lagerbestände sich wieder füllen; es sind Durchschnitte für den Spotpreis, keine Kursziele für den Future. Die nächste Ausgabe am 6. Oktober zieht die Werte nach.
Fazit: neutral, mit einer klaren Entscheidungsmarke
Der Ölmarkt wartet. WTI bleibt zwischen den beiden Trendlinien, während Brent seine kurzfristige Abwärtstrendlinie überschritten hat und jetzt um die runde Marke kämpft.
Die Entscheidung hängt an einer Zone. Die Zone um das 2024er Hoch bei $87,67 ist die nächste waagerechte Unterstützung; ein Tagesschluss darunter richtet den Blick auf das 2025er Hoch bei $80,77. Die steigende Trendlinie verläuft darüber und kann schon vorher brechen. Nach oben braucht es zuerst den Bruch der Abwärtstrendlinie, danach zählt das 2023er Hoch bei $95,03.
Rohöl – WTI Future Analyse von Björn Heidkamp
Markt: leichtes Rohöl Future Endlos Kontrakt (NYMEX)
Zeitpunkt der Analyse: 04.10.2026
Letzter Kurs: 91,11 USD/Barrel
WTI Future vor saisonaler Schwäche
Der abgebildete Chart zeigt die langfristige Kursentwicklung des Rohöl-Futures von 2013 bis heute, bei Kursen von 91,11 USD/Barrel. Ein Notierungsstab bildet das Kursverhalten des Rohöl-Futures für jeden Monat ab.

WTI Future scheitert an Widerstandsbereich
Im Zuge der politischen Unruhen um den Streit in der Straße von Hormus explodierten die Kurse des WTI Futures bis zum 07. April auf 117,63, den höchsten Stand seit Mitte Juni 2022.
Ausgehend von diesem Mehrjahreshoch wurde dieser steile Anstieg bis Anfang Juli korrigiert. Die Kurse des WTI Futures haben das eingezeichnete „Break-away Gap” mit einem Bewegungstief bei 67,43 fast punktgenau geschlossen, ehe die Bullen im Zeitraum von Juli bis Mitte September das Zepter wieder klar in den Händen hatten. Mit einem Bewegungshoch am 15. September bei 106,75 stoppten die Kurse des WTI Futures erst an dem bedeutsamen Bereich erhöhter Abgabebereitschaft zwischen 107 und 109,50, resultierend aus den wichtigen Marktwendepunkten von Juli 2022 und Mai 2026.
Gewinne im September wieder abgegeben
Nachdem das schwarze Gold Anfang September bei 87,87 über dem Vormonatshoch mit einer Notierungslücke eröffnete und bis Mitte des Monats auf ein Niveau von 106,75 angestiegen ist, konnten diese aufgelaufenen Gewinne bis zum Monatsende nur minimal verteidigt werden. Durch den Schlusskurs in der Nähe des Monatstiefs ist der Kursverlauf im September in der Einzelbetrachtung eher negativ zu werten. Zumindest kommen derartige Stäbe mit einem „überproportional langen Docht” in einem intakten Aufwärtstrend eher selten vor.
Wochenchart: Mittelfristiger Aufwärtsimpuls noch intakt
Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts befindet sich Rohöl spätestens seit Anfang September wieder in einem Aufwärtstrend. Bei Kursen über dem Wochenhoch der abgelaufenen Börsenwoche bei 95,70 ist durchaus ein erneuter Anstieg in Richtung der Widerstände zwischen 107 bis 109 möglich.
Unterschreitet der WTI Future hingegen das Vormonatstief und die im Wochenchart eingezeichnete, seit Juli bestehende Aufwärtstrendlinie um 87, verschlechtert sich das verhalten positive, mittelfristige Chartbild. Der nächsttiefere Unterstützungsbereich wäre zwischen 80 und 79, dann bei 75 zu beziffern.
Wochenchart: Mögliche volatile Seitwärtsbewegung?
Unter Betrachtungsweise der Kursbewegungen seit Anfang Mai bleibt die mittelfristige Ausgangslage wie gerade beschrieben verhalten positiv. Aufgrund der Art der Kursbewegungen deuten die ersten Anzeichen auf eine potenzielle neue große Seitwärtsbewegung hin. Auf der Unterseite wäre der mögliche Bereich erhöhter Aufnahmebereitschaft um 67 zu nennen und auf der Oberseite der Bereich erhöhter Abgabebereitschaft um 107.

WTI Future mit saisonalem Marktwendepunkt Mitte bis Ende Oktober
Aufgrund historischer Erfahrungswerte lassen sich für Aktien, Indizes und Rohstoffe statistische Durchschnittswerte berechnen.
Im langfristigen saisonalen Vergleich gehört der Zeitraum von Mitte/Ende Oktober bis Mitte Dezember statistisch gesehen zu den eher schlechten Performern. In den vergangenen 20 Jahren sind bei der Kursentwicklung des Rohöls in diesem Zeitraum überwiegend Kursverluste zu beobachten. Selbst in „guten” Zeiten war der Zuwachs weit geringer, als das Minus in „schlechten” Jahren.
Hinzugefügt werden muss jedoch eindeutig, dass sich der WTI Future aufgrund der politischen Einflüsse in den letzten Monaten gegen die normalen saisonalen Verläufe entwickelt hat.
Fazit
Aus der Sichtweise des langfristigen Monatscharts bleibt die Ausgangslage noch positiv. Das Kursverhalten im September, mit einem Schlusskurs in der Nähe des Monatstiefs, deutet jedoch eine mögliche Trendunterbrechung an. Für eine langfristige Fortsetzung des Aufwärtstrends wäre es wichtig, die Widerstände zwischen 107 und 109,50 zu überwinden, was aktuell, ohne neue politische Ereignisse, eher unwahrscheinlich scheint.
Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts bleibt der Aufwärtstrend intakt.
Bei Kursen über 96 ist ein erneuter Test der starken Widerstände zwischen 107 und 109,50 möglich. Bei Kursen darüber wäre ein weiterer Anstieg bis zum Jahreshoch bei 117,63 erwartbar.
Fällt der WTI Future unter 87, trübt sich das mittelfristige Chartbild ein. Nächsttiefere Unterstützungen sind dann im Bereich zwischen 80 und 79, später bei 75 zu nennen.
Ohne neue politische Ereignisse im Iran scheint sich der Rohölmarkt aktuell etwas zu normalisieren und zu beruhigen. Im Zusammenhang mit der schwächelnden kommenden saisonalen Phase deuten die ersten Hinweise auf eine Trendunterbrechung hin.
Häufige Fragen zur Ölpreisprognose
Wird der Ölpreis steigen oder fallen?
Für morgen lässt sich die Richtung nicht vorhersagen, wohl aber sagen, woran man sie erkennt. WTI steht bei $89,39 zwischen zwei Linien (Stand 02.10.2026, 14:37 Uhr). Bricht der Kurs mit einem Tagesschluss über die kurzfristige Abwärtstrendlinie, ist das 2023er Hoch bei $95,03 die nächste Hürde. Schließt er unter der waagerechten Unterstützung am 2024er Hoch bei $87,67, wird das 2025er Hoch bei $80,77 zum Ziel. Dazwischen gibt es kein bestätigtes Signal. Maßgeblich ist jeweils der Tagesschluss im CL1!-Chart.
Wird der Ölpreis wieder sinken?
Kurzfristig hängt das an einer Zone. Die Zone um das 2024er Hoch bei $87,67 ist die nächste waagerechte Unterstützung; ein Tagesschluss darunter richtet den Blick auf das 2025er Hoch bei $80,77 (Stand 02.10.2026). Die steigende Trendlinie verläuft darüber und kann schon vorher brechen. Auf längere Sicht erwartet die EIA fallende Preise: für 2027 im Jahresdurchschnitt $74 je Barrel Brent am Spotmarkt.
Wie entwickelt sich der Ölpreis morgen und in den nächsten Tagen?
Solange keine der beiden Linien bricht, bleibt die Spanne der Rahmen, auch für morgen. Nach oben begrenzt die kurzfristige Abwärtstrendlinie, darüber liegt das 2023er Hoch bei $95,03; nach unten die Zone am 2024er Hoch bei $87,67. Erst ein Tagesschluss jenseits einer dieser Marken entscheidet die Richtung (Stand 02.10.2026). Die nächsten Anlässe dafür sind das OPEC+-Treffen am 4. Oktober, der EIA-Kurzfristausblick am 6. Oktober und die US-Lagerdaten am 7. Oktober.
Warum steigt oder fällt der Ölpreis heute?
Heute fehlt dem Markt der Impuls. WTI steht zwischen der Aufwärtstrendlinie vom Juli-Tief und einer kurzfristigen Abwärtstrendlinie, gebrochen ist keine von beiden (Stand 02.10.2026). Kurzfristig bewegen vor allem drei Dinge den Preis: Nachrichten zum Iran-Krieg und zur Straße von Hormus, die Förderpolitik der OPEC+ und die wöchentlichen US-Lagerdaten der EIA. Dazu kommt der Dollarkurs, weil Öl in Dollar abgerechnet wird.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1980 aktiv an den Finanzmärkten und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader, der seine Entscheidungen aus dem Kursverlauf ableitet statt aus automatisierten Systemen.
Sein Schwerpunkt liegt auf Devisen, Indizes und Rohstoffen. Aus der eigenen Handelspraxis sind die Kagels Trading Methode und ein Signaldienst entstanden. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Rohöl gehört zu den Märkten, die er selbst handelt. Er handelt den WTI-Future an der NYMEX. Die Marken dieser Prognose stammen aus seinen eigenen Charts, die Kurse sind abgelesene Chartstände und keine Abrechnungspreise.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.








