S&P 500 vor traditionell schwierigen Börsenmonaten?

Markt: Standard and Poors 500 Aktienindex (S&P 500)
Zeitpunkt der Analyse: 26.08.2017
Letzter Kurs: 2.443 Indexpunkte

S&P 500 vor schwierigen Börsenmonaten?

S&P 500 Monatschart

Der abgebildete Chart zeigt die langfristige Kursentwicklung des S&P 500 von 2007 bis heute, bei Kursen von 2.443 Indexpunkten. Ein Notierungsstab bildet das Kursverhalten des S&P 500 für jeden Monat ab.

Aufwärtsdynamik verlangsamt sich

Seit 2009 befindet sich das wichtigste US-Börsenbarometer in einer ausgeprägten Hausse-Bewegung, grafisch visualisiert durch den eingezeichneten langfristigen Aufwärtstrend. Mitte Juli wurde durch das Überschreiten des alten Allzeithochs bei 2.454 ein neues mittelfristiges Kaufsignal generiert. Am 08. August erreichte der S&P 500 dann das nächste Allzeithoch bei 2.491.

Test der 100-Tage-Linie

Aus der Perspektive des kurzfristigen Tagescharts (nicht eingezeichnet) wurde danach eine obere Umkehrformation ausgebildet, so dass der übergeordnete Trend unterbrochen wurde und sich das kurzfristige technische Bild verschlechterte. Die Kurse fielen am vergangenen Montag bis auf 2.417. Damit wurde erstmalig seit November 2016 die 100-Tage-Linie getestet.

Schwierige Saisonalität, besonders im Nachwahljahr

Traditionell ist das Sommerquartal das einzige, das im Mittel aus Sicht der letzten 40 Jahre durchschnittlich Verluste für die Aktienbesitzer verzeichnete. Besonders in den Monaten September und Oktober geraten die Aktienmärkte aus rein saisonaler und statistischer Sicht in traditionell schwieriges Fahrwasser. Erschwerend kommt hinzu, dass typische Durchschnittsverläufe im Nachwahljahr des US-Präsidentschaftszyklus im August einen Hochpunkt aufzeigen.

Angst vor den „7er Jahren“

Unter den Analysten viel diskutiert wird die Ähnlichkeit der aktuellen Kursverläufe der US-Indizes, im Besonderen des Dow Jones Industrial Average, mit dem Durchschnitt aller 7er Jahre, wie etwa 2007, 1997, 1987, etc. Besonders 1987 dürfte sich, zumindest den Altbörsianern unter uns, ins Gedächtnis gebrannt haben. Sollte sich die Historie fortsetzen würde es bis Ende Oktober zu starken Verwerfungen am amerikanischen Aktienmarkt kommen.

Fazit

Aus der Perspektive des langfristigen Monatscharts befindet sich der S&P 500 klar in dem eingezeichneten Aufwärtstrend. Somit bleiben die langfristigen Aussichten weiter positiv. Insbesondere bei Kursen über 2.491 ist mit einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung zu rechnen.

Der Zusammenhang mit der nachlassenden Aufwärtsdynamik nach generierten Kaufsignalen, der schwierigen saisonalen Phase, der sinkenden Marktbreite und der Länge der laufenden Aufwärtsbewegung ohne größere Gegenbewegung erhöhen das Risiko eines idealtypischen Rücksetzers innerhalb des langfristigen Aufwärtstrends. Aus analytischer Sicht kann es somit durchaus Sinn machen, die Risikobereitschaft in der Aktienanlage über den Herbst etwas zu reduzieren.

Bis dato ist der S&P 500 mit der 100-Tage-Linie und wichtigen Marktwendepunkten zwischen 2.390 bis 2.420 stark abgesichert. Erst Kurse unter dieser gestaffelten Unterstützungszone dürften die erwähnte Korrektur initiieren.

Mit der 200-Tage-Linie, dem März Tief und einigen Konsolidierungshochs aus dem Januar findet der S&P 500 zwischen 2.355 und 2.280 den ersten größeren Unterstützungsbereich. Wird auch diese Zone unterschritten, eröffnet sich weiteres Korrekturpotential von 2.150 bis 2.100, ohne den langfristigen Aufwärtstrend zu gefährden.

Erst Kurse unter 2.074 neutralisieren das langfristig positive Chartbild.

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