Schadensersatz aus Devisenmanipulationen

Ich habe folgende Email am Wochenende von AMP Futures aus Chicago erhalten.

E-Mail von AMP Futures

Email AMP

Hier geht es um einen Topf von etwas über 2,12 MRD USD an Schadensersatz, den die 16 Banken „auszuschütten“ haben. Ich hatte 2015 recht viel FX getraded und werde überlegen, ob ich mich aus Jux und Dollerei einem solchen Verfahren anschliesse. 2,12 MRD Strafzahlung an uns = alle Marktteilnehmer (inkl. die großen Jungs)  und ein paar mehr Milliarden an den Staat und die Devisenbetrügereien für die Jahre 2003-2015 finden ein Ende. Die Anzahl von Bankern die ins Gefängnis gehen mussten (inkl. Subprime Betrug) liegt meines Wissens nach bei unter 10.

Kleiner Hebel im Forexhandel ist besser

Forex ist ein schöner und anspruchsvoller Markt, aber ich handel Forex nur noch mit einem Hebel von 4 (wie Aktien) und aufgrund des kleinen Marktes ( 6-7 Major Paare ) nur noch selten. Der hohe Hebel des FX Marktes zieht sehr viele Trader an und verleitet zu hohen Wetten = hohes Handelsvolumen. Broker lieben hohes Handelsvolumen, da dadurch Kosten und Kommissionen steigen. Auf jeden Fall, so scheint es zumindest, sind wir alle irgendwie über den Tisch gezogen worden. Und man vertut sich mit dem Handelsvolumen: Ein Paar Zehntausend € aktiver FX Marginhandel (Spot Märkte)  mit Hebel von 100 schafft Handelsvolumina > 100 Mio USD pro Jahr. Bei lediglich 2 Pips Manipulation bei 100 Mio macht dies 20 T, die man zuviel bezahlt hat (in den Kosten versteckt wurde). Es ist schon Wahnsinn, in welchem Ausmaß seit 2003 betrogen wurde, und sie zahlen einfach ihre Strafen und kommen mit Gnaden davon. Wenn wir nur annähernd in der Nähe solcher Machenschaften wären, dann würde Vater Staat von „bandenmäßiger, organisierter Kriminalität“ sprechen, da bin ich mir sicher. „Too big to jail“ gilt immer noch und wird immer mehr, zumindest ist es meine Meinung.

“FX Instruments” means FX spot transactions, forwards, swaps, futures, options, and any other FX instrument or FX transaction that the trading or settlement value of which is related in any way to FX rates.

“FX Exchange-Traded Instruments” means any and all FX Instruments that were listed for trading through an exchange, including, but not limited to, FX futures and options on FX futures.

Source AMP Futures

Ausdrücklich weise ich daraufhin, dass die Firma AMP Futures nicht in das Verfahren verwickelt ist.

AMP is not a party in this lawsuit and has no knowledge about it other than information it has received from the parties. However, we want to make you aware that it is possible that you may be entitled to a recovery from the lawsuit.  AMP does not know if you are entitled to a recovery and we ask that you do not contact us regarding it.

Source AMP Future

Mein Hauptbroker seit über 13 Jahren ist Interactive Brokers. Ich habe mehrere Jahre Futures (auch mit hohem Volumen = 20-50 Futures pro Trading Day) mit AMP getraded und habe das Unternehmen als seriösen und guten Broker kennengelernt. Ich habe Ninja Trader für AMP benutzt und habe gute Ausführungen und gute Preise bekommen. Die Datenqualität bei AMP fand ich sehr gut (kostenlose CQG Daten). Sehr fair finde ich es, dass AMP seine Kunden über die Möglichkeit informiert,  sich in einen 2 MRD Topf einzuklinken. Ich unterhalte keinerlei Geschäftsbeziehung zu Interactive Brokers und AMP und empfehle keine Broker. Mit beiden Brokern habe ich jedoch bisher gute Erfahrungen gemacht.

Hohe Zinskosten bei Forex und CFDs

Meine Empfehlung zu FX: Macht euch euer Handelsvolumen bewusst, denn es ist essenziell. Mit 1 T Euro Margin und einem Hebel von 200 einen Lot zu handeln erscheint sehr sexy und ist auch möglich, aber sehr sehr riskant. Vor allen Dingen ist es kostenintensiv, denn du leihst dir eine Menge Geld. Dessen sollten sich viele Anfänger, aber auch Fortgeschrittene bewusst sein. Ich möchte damit nicht  andeuten, dass Aktienhandel oder jeder andere Handel einfacher als FX ist, dem ist keineswegs so.  Jeder Markt fordert dich, besser zu sein, als die meisten anderen Teilnehmer, um überhaupt breakeven spielen zu können, geschweige denn, dauerhaft Geld zu vermehren. Das ist unser aller Ziel, aber nur den Wenigsten vergönnt. Die Gefahren „seines“ Marktes zu kennen, das ist die Mindestvoraussetzung, um überhaupt überleben zu können, schaden tut es jedenfalls nicht.

Sei dir einfach dessen bewusst, dass du bei FX und CFDs unendlich lang Positionen halten kannst, während andere Finanzderivate wie Futures und Optionen Verfallsdaten haben. Verfallsdaten zwingen aktive Trader, tätig zu werden. Du musst einen Future schließen (oder er wird geschlossen), und du musst einen neuen Kontrakt eröffnen (oder bei Optionen rollen), um weiter zu handeln. Prüfe immer wieder deine Kosten und deinen Hebel beim Trading und passe beides auf deine Persönlichkeit (und deinen Kontostand) an. Weniger Hebel ist definitiv weniger Risiko.

Professionelle Anleger (zu denen ich mich nicht zähle) haben Hebel von 4, manche 7-8, und 12-13 gilt als Übertreibung unter den wahren Profis (Hedge Funds, Banken, Fonds). Ich selbst benutze Hebel von 4 und selten bis 10. Ich kopiere einfach die großen Jungs (der Schattenmann halt) und habe meine Hebel je nach Instrument auf 4-10 gesenkt. 10 nehme ich selten und nur auf einzelne Instrumente wie CFDs oder so, aber mit 4 fühle ich mich am besten.

Du solltest wissen, dass du dir mit einem hohen Hebel auch ein hohes Darlehen zulegst und das Instrument was du handelst auch finanzierst.

Good Luck, Good Trading!

Mert Meral aka Der Schattenmann

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