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MACD-Indikator beim Euro-Future gibt Verkaufssignal

Markt: Euro/USD Future Endlos Kontrakt
Zeitpunkt der Analyse: 11.11.2018
Letzter Kurs: 1,1367 USD

MACD-Indikator Euro Future Verkaufssignale
MACD-Indikator beim Euro Future mit Verkaufssignal

Der abgebildete Chart zeigt die langfristige Kursentwicklung des Währungspaares EUR/USD von 2006 bis heute, bei Kursen von 1,1367 USD. Ein Notierungsstab bildet das Kursverhalten des Euro-Futures für jeden Monat ab.

Im Zeitraum von Dezember 2016 bis Januar 2018 legten die Kurse der europäischen Gemeinschaftswährung um mehr als 20 US Cent zu. Am 30. Januar diesen Jahres gipfelte dieser Aufwärtstrend bei 1,2577.
Ausgehend von diesem Jahreshoch fielen die Kurse bis Mitte August bis auf 1,1328 zurück. Dieser neue Abwärtstrend wurde phasenweise lediglich von neutralen Konsolidierungen unterbrochen, welche dann wieder dynamisch unterboten wurden.

Von Mitte August erholte sich der Euro bis Ende September bis auf ein Niveau von 1,1893, ehe sich der Abwärtstrend erneut durchsetzte.

MACD-Indikator mit Verkaufssignal

Erstmals seit Juli 2014 hat der MACD-Indikator auf dem Monatschart im August seine Signallinie von oben nach unten durchstoßen und dadurch ein neues technisches Verkaufssignal geliefert, wie Sie im abgebildeten Monatschart des Euro-Future sehen können. Solche Ereignisse finden naturgemäß nicht allzu oft statt.

Natürlich ist der MACD Indikator nicht das Evangelium, aber in Kombination mit dem realen Kursgeschehen, wie z.B. ein Unterschreiten einer wichtigen Aufwärtstrendlinie oder eines wichtigen Unterstützungsbereiches, erhöht sich die analytische Bedeutung stark.

Euro erreicht Bereich erhöhter Aufnahmebereitschaft

Aktuell befindet sich die europäische Einheitswährung mit Kursen bei 1,1367 wieder in Schlagdistanz zu dem oben angegebenen Jahrestief bei 1,1328. Insgesamt ist der Bereich zwischen 1,1360 und 1,1320 als Unterstützungsbereich zu charakterisieren. Die Aufnahmebereitschaft der Investoren ist in dieser Zone durch mehrere Marktwendepunkte im Chart ersichtlich. Somit stehen die Kurse buchstäblich auf Messers Schneide.

Euro-Future Chartanalyse
Euro-Future vor neuen Jahrestiefsständen

Fazit der Chartanalyse des Euro-Future

Die langfristigen Aussichten haben sich eingetrübt. Bestenfalls pendelt der Euro seit Mai in einem erweiterten Konsolidierungsbereich richtungslos zwischen1,19 und 1,1320 seitwärts.

Sollte der Unterstützungsbereich zwischen 1,1360 und 1,1320 in den nächsten Tagen halten, besteht die Chance auf eine Fortsetzung der Konsolidierung. Bei diesem Szenario ist ein Erholungsversuch der Bullen in Richtung 1,1550 vorstellbar.

Jedoch erst Kurse über 1,19 verbessern das langfristige Chartbild.

Wird das Kursniveau um 1,1300 unterboten, verschlechtert sich das technische Gesamtbild erneut. Bei diesem negativen Szenario ist in der Mehrzahl der Fälle mit einem weiteren Absinken der Kurse zu rechnen.
In einer ersten Reaktion sind die nächst tieferen Unterstützungszonen zwischen 1,12 und 1,10 als nächste Etappenziele zu nennen.

 

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2 Gedanken zu “MACD-Indikator beim Euro-Future gibt Verkaufssignal”

  1. Wenn Sie sich den MACD genau ansehen, wird Ihnen auffallen, dass nach der letzten Überschneidung noch oben Anfang 2016 der Kurs anschließend noch mehrere Monate fiel, um erst später anzuziehen. Auch jetzt ist der MACD noch im positiven Bereich trotz einer Überschneidung nach unten.
    Überhaupt folgt der MACD dem Preis und nicht umgekehrt.

    • Hallo Herr Albrecht,

      vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Grundsätzlich stimme ich Ihrer Anmerkung zu, lediglich bei der Lage des MACDs zu seiner Nulllinie sind meine Erfahrungswerte im Devisenhandel andere als die des Lehrbuchs.
      Der letztendlich ausschlaggebende Impuls zum Einstieg in einen Markt sollte meines Erachtens niemals ein nachgelagerter Indikator, sondern immer das reale Kursgeschehen sein.
      Indikatoren können als Unterstützung zur Entscheidungsfindung dienen. Insbesondere denjenigen, denen es an Erfahrungswerten für Chartformationen mit hoher Gewinnwahrscheinlichkeit und gutem Chance-Risiko-Verhältnis mangelt, können Indikatoren hilfreich sein.

      Viele Grüße und einen schönen Sonntagabend wünscht Ihnen

      Björn Heidkamp

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